
KLM „einzementiert“: Amsterdam-Schiphol wird auf 440.000 Flüge pro Jahr beschränkt
Der Flughafen Amsterdam-Schiphol gerät nicht aus den Schlagzeilen. Diesmal geht es nicht um das mittlerweile alltäglich gewordene Chaos, sondern darum, dass die Regierung ab November 2023 maximal 440.000 Flüge pro Jahr erlauben wird. Man will die Anwohner vor Fluglärm schützen. Wenig erfreut ist KLM, denn in Schiphol unterhält der Carrier ein großes Drehkreuz. Man ist regelrecht entsetzt, denn die neue Regelung führt nicht nur dazu, dass man nicht weiter wachsen kann, sondern auch dazu, dass man sich verkleinern muss. Die künftig zugelassenen Flugbewegungen liegen um elf Prozent unter jenen, die Amsterdam im Jahr 2019 hatte. Der Plan der Regierung: Man will den Point-to-Point-Verkehr zum Flughafen Lelystad verlagern. Allerdings ist dieser gleich die nächste „Baustelle“, denn eigentlich sollte der genannte Airport schon seit einigen Jahren ausgebaut und vergrößert am Netz sein. Dagegen gibt es seitens der lokalen Bevölkerung massiven Widerstand, der auch zu zahlreichen Gerichtsverfahren geführt hat. Derzeit ist überhaupt nicht absehbar, ob und wenn ja wann Lelystad in seiner zugedachten Form als Schiphol-Entlaster ans Netz gehen kann. KLM ist aber auch aus einem anderen Grund verärgert: Während man bei Billigfluggesellschaften, die ausschließlich Point-to-Point-Verbindungen verkaufen klar und deutlich unterscheiden kann, sieht es bei einem Hub-and-Spoke-Carrier wie KLM schon anders aus. In den Maschinen befinden sich im Regelfall sowohl Umsteiger als auch Punkt-zu-Punkt-Passagiere. Je nach Strecken ist das Verhältnis dieser beiden Passagiergruppen unterschiedlich. Der Europa-Verkehr ist überwiegend Point-to-Point und ein starkes Standbein des größten Carriers der Niederlande. Welche Strecken also streichen oder zum hypothetischen Flughafen Lelystad verlagern? Es geht immer auf Kosten








