Jan Gruber

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Jan Gruber

Flughafenverband ADV weist Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Luftverkehrs zurück

Der deutsche Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat eine aktuelle Publikation der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment (T&E) scharf kritisiert, welche die wirtschaftliche Bedeutung des europäischen Luftverkehrs infrage stellt. Laut ADV halten die Behauptungen der T&E-Studie, die den Zusammenhang zwischen Luftverkehrswachstum und Wirtschaftswachstum nur in etwa einem Drittel der untersuchten europäischen Regionen sieht, einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand und führen zu irreführenden Schlussfolgerungen. Die T&E-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Dämpfung des Luftverkehrswachstums ratsam sei, um die europäische Wirtschaft nicht zu beeinträchtigen. Der ADV hat diese Analyse jedoch einer fachlichen Prüfung unterzogen und sie mit Erkenntnissen renommierter wissenschaftlicher Institute, wie der aktuellen SEO/ACI-Studie von 2024, verglichen. Das Ergebnis dieser Gegenüberstellung ist ein klarer Widerspruch: Die empirische Evidenz belege eindeutig, dass die Konnektivität des Luftverkehrs ein zentraler und unverzichtbarer Standortfaktor sei, der die Wettbewerbsfähigkeit, die Produktivität, die Innovationskraft und den internationalen Handel maßgeblich stärke. Der ADV argumentiert, dass die T&E-Analyse erhebliche methodische Schwächen aufweise. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel kritisiert, dass die Studie den Vernetzungscharakter des Luftverkehrs ignoriere, indem sie 274 Regionen isoliert betrachte. Der ökonomische Nutzen des Luftverkehrs entstehe jedoch primär durch Hub-Strukturen, Umsteigeverbindungen und globale Wertschöpfungsketten. Zudem setze T&E Konnektivität ausschließlich mit Passagierzahlen gleich – ein Ansatz, der praxisfern sei. Für wirtschaftliche Entscheidungen und die Standortattraktivität seien vielmehr Reichweite, Frequenz, Netzstruktur und Frachtkapazitäten entscheidend, was in der Studie unberücksichtigt bleibe. Die wissenschaftliche Gegenstudie zeige hingegen, dass 10 Prozent mehr direkte Konnektivität langfristig zu rund 0,5 Prozent höherem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf führen, und das gerade auch in hochentwickelten Metropolregionen. Der Flughafenverband

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Großprojekt Stuttgart 21: Eröffnungstermin 2026 wankt nach Problemen im Digitalbetrieb

Das milliardenschwere und seit Langem umstrittene Bauvorhaben Stuttgart 21 steht erneut vor einer signifikanten Verzögerung. Aktuellen Berichten zufolge ist die bislang für Dezember 2026 festgesetzte Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs nicht mehr haltbar. Die Deutsche Bahn (DB) begründet die abermalige Verschiebung mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Einführung des sogenannten Digitalen Knotens Stuttgart, einem zentralen Pilotprojekt zur Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik. Diese Entwicklung, die von Bahn-Chefin Evelyn Palla intern bereits kommuniziert worden sein soll, wie Medien berichten, markiert einen weiteren kritischen Punkt in der langen Geschichte des Großprojekts. Die Ursachen für die aktuellen Probleme werden von der DB primär bei einem externen Auftragnehmer sowie im Prozess der Planungsfreigabe verortet. Der Aufsichtsrat des Unternehmens ist nun mit der Bewertung der Gesamtlage befasst, um einen neuen, realistischen Zeitplan zu erarbeiten. Die fortlaufende Verzögerung wirft erneut Fragen hinsichtlich der Termin- und Kostenkontrolle bei derartigen komplexen Infrastrukturvorhaben auf. Digitale Herausforderung als Stolperstein Der zentrale Engpass für die pünktliche Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs liegt demnach in der Digitalisierung des Eisenbahnknotens Stuttgart. Dieses Vorhaben, bekannt als „Digitaler Knoten Stuttgart“ (DKS), ist das erste große Pilotprojekt zur Einführung des European Train Control System (ETCS) in Deutschland, kombiniert mit Digitalen Stellwerken (DSTW). Ziel des DKS ist es, die Kapazität des hochfrequentierten Bahnknotens durch eine präzisere und dichtere Zugfolge zu steigern. Die Technologie von ETCS ermöglicht es, Züge nicht mehr über Lichtsignale am Gleis zu steuern, sondern über digitale Anzeigen direkt im Führerstand. Dies erfordert eine hochkomplexe Integration von Software, Hardware und Kommunikationstechnologie über das gesamte Streckennetz. Die DB

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German Airways erwägt Umrüstung von Embraer E190-Jets zu Frachtern

Die deutsche Fluggesellschaft German Airways, eine Spezialistin im ACMI- und Chartergeschäft, prüft in den kommenden Jahren eine strategische Diversifizierung ihres Geschäftsfelds durch die Umrüstung von bis zu fünf ihrer Embraer E190 Passagierflugzeuge in Frachtmaschinen. Dies erklärten die Geschäftsführer Maren Wolters und Wolfram Simon-Schröter am Rande der Generalversammlung des europäischen Regionalverbandes ERA in Estoril, Portugal. Trotz der Überlegungen bleibt der Passagierverkehr das Kerngeschäft der Airline. Die Fluggesellschaft sieht eine Marktlücke für eine solche Frachtkonversion der E1-Serie (Embraer E-Jet der ersten Generation). Die umgerüstete E190 würde sich nach Einschätzung der Airline zwischen den größeren Boeing 737-Frachtern und den kleineren Turboprop-Frachtern der ATR-Serie positionieren. Durch ihre Reichweite eigne sich das Flugzeugmuster gut für Expressfrachtdienste innerhalb Europas. Eine endgültige Entscheidung über die Umrüstungen stehe zwar noch aus, da auch Alternativen wie die Zerlegung der Maschinen geprüft würden, jedoch hänge die Wahl stark von der wirtschaftlichen Bewertung der Frachtumrüstung und der zukünftigen Flottenstrategie ab. Wolfram Simon-Schröter verwies darauf, dass die Entscheidung unter anderem vom Marktgeschehen und insbesondere von der Verfügbarkeit und den Problemen der Triebwerke abhänge. Bei einer anhaltend hohen Nachfrage nach Passagiermaschinen des Typs E1 und einer guten Auslastung könnte die Umrüstung entfallen. Sollte es jedoch zu Frachtumbauten kommen, plant German Airways, die Flotte an Passagierflugzeugen durch gleichwertige neue Maschinen zu ersetzen. Parallel zu den langfristigen Frachtüberlegungen plant German Airways kurzfristig ein Flottenwachstum um ein bis zwei weitere Flugzeuge noch in diesem Winter. Die Herkunft dieser zusätzlichen Maschinen ist noch unbestimmt; die Airline erwägt sogar den Kauf anstatt des Leasings. Maren Wolters betonte, dass

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Abschaffung der Flugabgabe: FPÖ-Antrag an den Verkehrsausschuss verwiesen

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat im Nationalrat einen Antrag auf ersatzlose Abschaffung der österreichischen Flugabgabe eingebracht. Die Abgabe, die derzeit 12 Euro pro Passagier beträgt, bei Kurzstreckenflügen unter 350 Kilometern sogar 30 Euro, wurde von der FPÖ und dem Digitalisierungssprecher Gerhard Deimek als „Urlaubssteuer“ und „Strafsteuer für Mobilität“ scharf kritisiert. Die Flugabgabe führe zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil für österreichische Flughäfen, mindere die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts und schade dem regionalen Tourismus. Nach der Ersten Lesung wurde die Forderung nun zur weiteren Beratung an den Verkehrsausschuss verwiesen. Somit ist es noch zu keiner Abstimmung im Nationalrat gekommen. Die FPÖ argumentiert, die Abgabe verursache einen starken Rückgang des Flugverkehrs und führe zur Verlagerung von Flügen und Arbeitsplätzen in Nachbarstaaten wie die Slowakei, Ungarn und Italien, die ihre nationalen Luftverkehrssteuern bereits abgeschafft oder Gebühren gesenkt haben. Die Abschaffung der Steuer würde nach Auffassung der Antragsteller die Kostenbelastung der Passagiere reduzieren, Regionalflughäfen entlasten und die internationale Anbindung sowie den Tourismusstandort Österreich stärken. Die aktuell generierten Einnahmen der Abgabe von unter 160 Millionen Euro pro Jahr stünden in keinem Verhältnis zu den befürchteten Milliardenverlusten durch entgangene Tourismuseinnahmen. Die Position der FPÖ wird von der Fluggesellschaft Ryanair nachdrücklich unterstützt. Europas nach Passagierzahlen größte Fluglinie begrüßte den parlamentarischen Antrag und forderte die österreichische Regierung auf, die „schädliche“ Abgabe bis zum 31. Dezember 2025 abzuschaffen. Ryanair-Vertreter kritisierten die Regierung scharf dafür, dass sie tatenlos zusehe, wie der Flugverkehr in Österreich zurückgehe und der Standort unwirtschaftlich werde. Sie betonen, dass die Abschaffung der Steuer Wachstum und Beschäftigung ankurbeln würde.

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Kampfjet stürzt bei Flugshow in Dubai ab

Ein schwerer Zwischenfall hat die Dubai Air Show am Freitag, dem 21. November 2025, überschattet. Gegen 14:10 Uhr Ortszeit stürzte während einer Flugvorführung ein Kampfflugzeug über dem Gelände des Al Maktoum International Airport ab. Bei dem verunglückten Flugzeug handelt es sich um eine HAL Tejas, ein Mehrzweckkampfflugzeug des indischen Herstellers Hindustan Aeronautics Limited (HAL). Augenzeugenberichten und in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen zufolge stieg eine dicke Rauchwolke über der Start- und Landebahn auf, nachdem die Maschine mutmaßlich mit dem Boden kollidiert und explodiert war. Der Absturz ereignete sich während eines Demonstrationsflugs, den eine große Menge von Zuschauern, darunter auch Familien, am Flughafen beobachtete. Die HAL Tejas, deren Name im Sanskrit „Strahlkraft“ bedeutet, ist ein von Indien selbst entwickeltes, leichtes Überschallkampfflugzeug der 4.5-Generation und sollte bei der Fachmesse die Fortschritte der indischen Rüstungsindustrie demonstrieren. Erst am Vortag hatte das indische Verteidigungsministerium Meldungen in sozialen Medien, die über ein angebliches Ölleck an der Tejas kursierten, als falsch und bewusst irreführend zurückgewiesen. Das Schicksal des Piloten blieb zunächst unklar. Es gab keine sofortige offizielle Bestätigung, ob der Pilot den Schleudersitz erfolgreich betätigen konnte und den Absturz überlebte. Unbestätigte erste Berichte aus der Region legen jedoch nahe, dass der Pilot ums Leben kam, da eine Betätigung des Schleudersitzes nicht beobachtet wurde. Der Vorfall markiert einen Rückschlag für die indischen Bemühungen, das Flugzeug international zu vermarkten. Es handelt sich um den zweiten Absturz einer Tejas in weniger als zwei Jahren; bei einem Trainingsunfall in Jaisalmer (Rajasthan) im März 2024 hatte der Pilot den Schleudersitz erfolgreich genutzt.

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TAP Air Portugal meldet Milliardenerlöse, aber sinkende Margen

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP Air Portugal hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen Nettogewinn von 55,2 Millionen Euro erzielt, wobei das dritte Quartal mit 126 Millionen Euro besonders stark zum positiven Ergebnis beitrug. Dieser Quartalsgewinn konnte die Verluste aus der ersten Jahreshälfte vollständig ausgleichen. Die Betriebserträge beliefen sich in den ersten neun Monaten auf insgesamt 3,281 Milliarden Euro, ein leichter Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz des Zuwachses beim Umsatz und der beförderten Passagiere – mit 12,7 Millionen Fluggästen bis September ein Plus von 2,9 Prozent – stehen die operativen Kennzahlen unter Druck. So sank der Erlös pro verfügbarer Sitzkilometer (PRASK) um 3,0 Prozent auf 7,07 Cent. Gleichzeitig stiegen die wiederkehrenden Betriebskosten in den ersten neun Monaten um 4,3 Prozent auf 3,054 Milliarden Euro, was sich in einem Anstieg der wiederkehrenden Kosten pro verfügbarer Sitzkilometer (CASK) um 1,3 Prozent auf 7,33 Cent widerspiegelt. Die wiederkehrende EBITDA-Marge sank um 11,0 Prozent auf 18,0 Prozent, und die wiederkehrende EBIT-Marge verringerte sich sogar um 32,7 Prozent auf 6,9 Prozent. Der Sommer 2025, der laut CEO Luís Rodrigues operativ einer der erfolgreichsten in Bezug auf Kapazität und Passagierzahlen war, stellte das Unternehmen aufgrund mehrerer Betriebsstörungen vor große Herausforderungen. Dazu zählten Streiks, insbesondere in der Abfertigung, Einschränkungen bei der Grenzkontrolle an nationalen Flughäfen und im europäischen Luftraum sowie widrige Wetterereignisse. Die portugiesische Regierung hat unterdessen den Prozess zur Teilprivatisierung von TAP genehmigt, ein Vorhaben, das sich voraussichtlich über mehrere Quartale erstrecken wird. Die Regierung plant, bis zu 44,9 Prozent der

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Spanisches Gericht verurteilt randalierenden Ryanair-Passagier zu Haftstrafe

Die Fluggesellschaft Ryanair hat das jüngste Urteil eines spanischen Gerichts in Vigo begrüßt, das einen randalierenden Passagier zu einer achtmonatigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt hat. Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2023 an Bord eines Ryanair-Fluges von London (Stansted) nach Lissabon, als der störende Fluggast Mitreisende angriff und damit eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit darstellte. Aufgrund des inakzeptablen Verhaltens musste der Flug außerplanmäßig zum spanischen Flughafen Vigo umgeleitet werden. Dies führte zu einer unnötigen zweistündigen Verspätung für die übrigen 179 Passagiere, von denen viele mit kleinen Kindern reisten, sowie für die sechs Besatzungsmitglieder. Das harte Urteil spiegelt die zunehmende Haltung der Justiz wider, störendes Verhalten in der Luftfahrt nicht zu tolerieren und konsequent zu ahnden. Marcel Pouchain Meyer, Head of Communications DACH bei Ryanair, bekräftigte die Null-Toleranz-Politik der Fluggesellschaft. Er stellte klar, dass es inakzeptabel sei, dass eine kleine Minderheit von Passagieren den Flugbetrieb störe und Mitreisende unnötig verärgere oder deren Reisepläne verzögere. Ryanair kündigte an, auch weiterhin konsequent gegen solche Fluggäste vorzugehen und alle rechtlichen Möglichkeiten zur strafrechtlichen Verfolgung auszuschöpfen. Der Vorfall in Vigo reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Fällen sogenannter „Unruly Passengers“ in der zivilen Luftfahrt. Fluggesellschaften und internationale Luftfahrtverbände wie die IATA fordern seit längerem härtere und konsistentere Strafen, um die Sicherheit an Bord zu gewährleisten und die Besatzungen zu entlasten. Die Verurteilung in Spanien sendet ein klares Signal über die Rechtsfolgen von Fehlverhalten im Luftverkehr.

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120 Mitarbeiter beim AMS angemeldet: Malta Air macht Basis Wien dicht

Die Ryanair-Tochter Malta Air wird ihre derzeit aus fünf Maschinen bestehende Basis in Wien-Schwechat mit März 2026 schließen. Die rund 120 Mitarbeiter wurden Unternehmensangaben nach bereits beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice Niederösterreich angemeldet. Der Konzern zieht fünf seiner 19 in Wien stationierten Flugzeuge ab und hat diesbezüglich rund 120 Mitarbeiter zur Anmeldung beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice (AMS) veranlasst. Die Entscheidung bedeutet die Schließung einer der beiden Wiener Basen, der Malta Air Limited-Basis, mit Wirkung zum März 2026. Während die Basis der Tochtergesellschaft Lauda Europe mit 14 Airbus A320-Flugzeugen am Standort verbleibt, werden die abgezogenen Boeing-Maschinen zur Kapazitätssteigerung an andere Standorte, vornehmlich in Südeuropa und Osteuropa, verlagert. Die Maßnahme wird von Ryanair als direkte Reaktion auf die Beibehaltung der nationalen Flugticketabgabe durch die österreichische Bundesregierung dargestellt und verschärft den ohnehin angespannten Wettbewerb im europäischen Luftverkehr. Ebenso nicht betroffen von der Schließung ist derzeit die polnische Tochtergesellschaft Buzz, die in Wien-Schwechat ebenfalls Flugzeuge stationiert hat. Die Ryanair Group hat in der österreichischen Hauptstadt Maschinen, die von Lauda Europe, Malta Air und Buzz betrieben werden, stationiert. Es handelt sich um die Flugzeugtypen Airbus A320, Boeing 737-800 und 737-Max-200. Schließung der Malta Air Basis in Schwechat Die betroffene Basis, die unter der Lizenz der Malta Air Limited in Wien operierte, wird planmäßig mit März 2026 eingestellt. Die fünf dort stationierten Boeing-Flugzeuge werden demnach auf andere Flughäfen in Südeuropa und Osteuropa umverteilt. Diese strategische Verlagerung ist Teil des Bestrebens von Ryanair, an Standorten mit günstigeren Betriebskonditionen ein stärkeres Wachstum zu realisieren. Besonders in Spanien, Italien sowie

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Jüdisches Museum Wien feiert 130-jähriges Bestehen mit Tag der offenen Tür

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, feiert am Sonntag, den 23. November 2025, mit einem Tag der offenen Tür sein 130-jähriges Jubiläum. Die Eröffnung des ersten jüdischen Museums der Welt vor 130 Jahren in Wien gilt als Pionierprojekt mit weitreichender Bedeutung für die Museumslandschaft. Besucher sind herzlich eingeladen, bei freiem Eintritt von 10:00 bis 18:00 Uhr beide Standorte des Museums, die Dorotheergasse und den Judenplatz, zu erkunden und ein vielfältiges Programm zu erleben. Am Standort Dorotheergasse wird die Dauerausstellung „Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute“ durch die Führung „Unterwegs mit Jakob Bronner“ aus der Perspektive des bedeutenden Kurators (1916–1938) beleuchtet. Zudem können Besucher Ausstellungsgespräche zur neuen Schau „Schwarze Juden, Weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile“ besuchen, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Vorurteilen auseinandersetzt. Ein Mini-Kurs Hebräisch wird für Neugierige jeden Alters angeboten. Das Programm ergänzt ein interaktives Rätsel, das am Ende in eine kleine Mu-Zine (Museums-Zeitung) verwandelt werden kann. Der Standort Judenplatz bietet mit den Touren „Drüber & Drunter“ einen Einblick in die Ausgrabungen der mittelalterlichen Synagoge unter dem Platz. In der Ausstellung „Sag mir, wo die Blumen sind“ werden die Fotografien von Roger Cremers gezeigt, die sich mit der kollektiven Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die Schoa in Europa befassen. Ein besonderes Highlight für die gesamte Familie ist das Theaterstück „The Rabbi on the Road“, das das Publikum auf eine historische Reise von Wien nach Krems mitnimmt. Für jüngere Besucher gibt es spezielle Rubbelstationen zum Rätsellösen. Das Jubiläum unterstreicht die wichtige Rolle des Museums bei

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Türkischer Tourismus meldet Zuwachs bei Einnahmen und Besucherzahlen

Die Türkei hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 trotz einer als anspruchsvoll beschriebenen Ausgangslage ein leichtes Wachstum im Tourismussektor verzeichnet. Nach Angaben des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus beliefen sich die Einnahmen aus dem Tourismus auf 43 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig stieg die Zahl der internationalen Besucher auf 50 Millionen und übertraf damit das Vorjahresniveau um 1,6 Prozent. Die Steigerung der Einnahmen ist auch auf höhere Ausgaben pro Gast zurückzuführen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher lag bei 10,3 Nächten. Pro Person und Nacht wurden rund 89 Euro ausgegeben, was eine Erhöhung der Ausgaben um sieben Prozent im Vergleich zu 2024 darstellt. Minister Mehmet Nuri Ersoy betonte, dass die Branche weiterhin mit regionalen Konflikten und klimabedingten Verschiebungen der Saisonzeiten konfrontiert sei. Für das gesamte Jahr 2025 hält das Ministerium dennoch an seinem Umsatzziel von 55 Milliarden Euro fest. Im internationalen Vergleich zählt die Türkei, laut Daten der UNWTO (Welttourismusorganisation), zu den vier größten Incoming-Märkten weltweit. Der deutsche Markt spielt weiterhin eine tragende Rolle: Mit 5,2 Millionen Gästen in den ersten drei Quartalen 2025 bleibt Deutschland der zweitstärkste Quellmarkt nach Russland und verzeichnete einen Zuwachs von 1,2 Prozent. Die Nachfrage zog insbesondere im September deutlich an, wo die Ankünfte aus Deutschland um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen. Dieser Trend einer wachsenden Nachfrage in der Nebensaison wurde auch bei den Gästen aus Österreich und der Schweiz beobachtet. Die Besucherzahlen aus Österreich legten um 3,5 Prozent auf 467.876 zu,

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