Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Lufthansa und MSC wollen ITA Airways mehrheitlich übernehmen

Lufthansa will gemeinsam mit der Reederei MSC die Mehrheit an der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways übernehmen. Von beiden Unternehmen habe man eine offizielle Interessensbekundung erhalten, so der Alitalia-Nachfolger in einer Mitteilung. „Die MSC Group hat mit Lufthansa ihre Teilnahme an der Partnerschaft zu Bedingungen vereinbart, die während der Due Diligence festgelegt werden. Sowohl die MSC Group als auch Lufthansa haben den Wunsch geäußert, dass die italienische Regierung eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen behält. Darüber hinaus haben die MSC Group und Lufthansa 90 Tage Exklusivität für die Arbeit an dieser Interessenbekundung beantragt“, so ITA Airways. Seites des italienischen Carriers zeigt man sich erfreut und sieht das Kaufinteresse von Lufthansa und MSC als Bestätigung für die Arbeit der letzten Monate. Der Aufsichtsrat wird am 31. Jänner 2022 zusammentreten und die notwendigen Beschlüsse fassen. Bereits seit einigen Tagen wird in italienischen Medien übereinstimmend berichtet, dass Lufthansa mit einer Beteiligung von 40 Prozent einsteigen könnte. So dies umgesetzt werden sollte, lässt sich daraus ableiten, dass MSC 11 Prozent halten könnte. Dies basiert auf der Annahme, dass 51 Prozent gekauft werden und die Regierung mit 49 Prozent im Boot bleibt. Es ist auch vorstellbar, dass MSC und Lufthansa gemeinsam höhere Anteile erwerben. In diesem Zusammenhang erscheint auch interessant, dass ITA Airways die Marke Alitalia wiederbeleben will. Man deutete verschiedene Optionen an, schließt jedoch explizit aus, dass eine Art „Billigableger“ geschaffen werden soll. Auch über dieses Thema wird der Aufsichtsrat am 31. Jänner 2022 beraten. ITA Airways konnte sich kurz vor der Betriebsaufnahme die Rechte an

weiterlesen »

Venezuela: Emtrasur Cargo hat Ex-Mahan-Air B747 übernommen

Die neue venezolanische Fluggesellschaft Emtrasur Cargo hat mit der YV3531 das erste Flugzeug übernommen. Es handelt sich um eine Boeing 747-3B3M, die vormals bei Mahan Air als EP-MND im Einsatz war. Das Flugzeug trägt die Seriennummer 23413 und wurde im Jahr 1986 an die französische Union de Transports Aériens ausgeliefert. Bis August 2006 war diese Maschine bei Air France im Einsatz, ehe sie im September 2007 im Iran in Dienst gestellt wurde. Hintergrund der Neugründung in Venezuela ist unter anderem, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Sanktionen über Conviasa verhängt haben. Daher wurde ein neuer Carrier gegründet, der vorwiegend Strecken in Richtung China, Russland und Iran betreiben soll.

weiterlesen »

AUA-Flugbegleiterin geht gegen Speicherung von 2G-Daten vor

Gegen die für den 1. März 2022 angekündigte 2G-Pflicht für das fliegende Personal von Austrian Airlines formiert sich Widerstand. Eine Flugbegleiterin, die eigenen Angaben nach genesen ist, brachte anwaltlich vertreten eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde ein. Innerhalb von Austrian Airlines sollen sich beim Kabinenpersonal rund 250 Personen gegen die geplante 2G-Pflicht einsetzen. Kürzlich wurde bekannt, dass der Carrier Personen, die bis zum 1. März 2022 diesen Nachweis nicht erbringen, kein Gehalt mehr bezahlen will. Aufgrund der gesetzlichen Lage in Österreich, die für den Status „Genesen“ ein Ablaufdatum vorsieht, es sei denn man frischt diesen mittels Impfung auf, kann von einer defacto-Impfpflicht für das fliegende Personal gesprochen werden. Der Nationalrat hat zwischenzeitlich eine solche für die gesamte Bevölkerung beschlossen. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Kurier“ geht es der Initiatorin aber nicht um pro oder contra Impfpflicht, sondern um die Verarbeitung der Gesundheitsdaten des fliegenden Personals. Diese sind im Sinne der Datenschutzgrundverordnung sensibel, weshalb besonders strenge Vorschriften gelten. Die Abrufbarkeit in den EDV-Systemen von Austrian Airlines ist offensichtlich etwa 250 fliegenden Mitarbeitern ein Dorn im Auge. Rechtsanwalt Wolfang Schweinhammer erklärte gegenüber dem Kurier: „Ich habe für eine genesene Flugbegleiterin bei der Datenschutzbehörde eine umfangreiche Beschwerde wegen Verletzung des Grundrechts auf Geheimhaltung der medizinischen Daten eingebracht, weil die AUA dazu übergegangen ist, die 2-G-Nachweise einzufordern und diese Daten dauerhaft zu verarbeiten. Die Speicherung dieser Daten ist gesetzlich nicht gedeckt“. Die Fluggesellschaft Austrian Airlines benötigt aufgrund der DSGVO für die Verarbeitung die Zustimmung der Beschäftigten. Diese muss aus gesetzlichen Gründen einzeln eingeholt werden und

weiterlesen »

Salzburg: Corendon kündigt Flüge nach Heraklion an

Die maltesische Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines Europe nimmt Anfang Juni 2022 eine Nonstop-Verbindung zwischen dem österreichischen Salzburg und dem griechischen Heraklion auf. Die Route soll mit Boeing 737-800 bedient werden. Das Luftfahrtunternehmen plant diese Strecke einmal wöchentlich zu bedienen. Geflogen werden soll jeweils am Verkehrstag Samstag. Corendon Europe wird kein Flugzeug in Salzburg stationieren, sondern die Maschine wird von Heraklion aus eingeflogen werden. Unter der Flugnummer XR 797 hebt man um 14 Uhr 45 auf der griechischen Insel Kreta ab und wird die Mozartstadt gegen 16 Uhr 30 erreichen. In die Gegenrichtung geht es als XR 798. Dieser Flug hebt um 17 Uhr 30 in Salzburg ab und soll um 21 Uhr 05 in Heraklion landen. Eine weitere Strecke, die der Corendon-Konzern im Sommer ab Salzburg anbieten wird, ist Antalya. Aviation.Direct hat vor einigen Tagen die Fluggesellschaft Corendon Europe im Rahmen der Rubrik Tripreports ausführlich unter die Lupe genommen. Der Bericht findet sich unter diesem Link.

weiterlesen »

Schnee in Innsbruck: Airlines wichen aus – Notfall bei Easyjet

Am Samstagnachmittag musste Easyjet-Flug U2 8297 auf dem Weg von London-Gatwick nach Innsbruck eine Sicherheitslandung auf dem Flughafen Friedrichshafen einlegen. An Bord gab es Rauchbildung und der Kapitän entschied sich aufgrund von Schneefall auf dem Tiroler Airport vorsichtshalber den Bodensee-Airport zu nutzen. Laut einer Erklärung der Polizei befanden sich an Bord des Airbus A320neo mit der Registrierung G-UZHR knapp über 150 Personen. Das Ausweichen nach Friedrichshafen war bereits vor dem Auftreten des Problems beschlossene Sache. In Innsbruck herrschte zu diesem Zeitpunkt starker Schneefall und der Kapitän entschied sich stattdessen auf dem Bodensee-Airport zu landen. Im Anflug auf den deutschen Flughafen wurde etwa eine Viertelstunde vor der Landung starker Rauchgeruch wahrgenommen. Offiziellen Angaben nach wurde der sicherheitsrelevante Geruch im Cockpit wahrgenommen. Auch optisch soll dieser erkennbar gewesen. Daher wurde ein Notfall der höchsten Stufe deklariert. Dies hatte zur Folge, dass auf dem Flughafen Friedrichshafen vorsorglich der Großeinsatz ausgelöst wurde. Die Feuerwehr stand bereit und untersuchte nach der Landung den Airbus A320neo gründlich, jedoch konnte die Ursache nicht gefunden werden. Laut Polizei wurden binnen weniger Minuten rund 300 Notfallkräfte einsatzbereit gemacht. Zum Glück konnten alle Crewmitglieder und die Passagiere die G-UZHR unverletzt und sicher verlassen. Easyjet bestätigte den Vorfall. Das betroffene Flugzeug wird von technischem Fachpersonal gründlich untersucht. Die betroffenen Passagiere wurden mit Reisebussen an ihr eigentliches Ziel, Innsbruck, gebracht. Der Rückflug U2 8298 wurde gestrichen. Die Fluggäste sind in verschiedene Hotels untergebracht worden bzw. nach Möglichkeit auf andere Verbindungen umgebucht worden. Andere Airlines wichen nach München und Linz aus Der britische

weiterlesen »

Alternative Anreise: Mit dem G1-Bus in die Therme

Kalte Wintertage laden regelrecht zum Verweilen in warmen Thermalwasser ein. Das Südburgenland hat einige Thermen zu bieten, die mit einem Fernbus ab Wien und Wiener Neustadt erreichbar sind. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fernbussen ist die von Dr. Richard betriebene Linie G1 im österreichischen Klimaticket inkludiert. Die südburgenländischen Ortschaften Bad Tatzmanndorf und Stegersbach und das oststeirische Bad Loipersdorf sind insbesondere für ihre Thermen bekannt. Die drei Bäder fokussieren sich auf unterschiedliche Zielgruppen. Während Bad Tatzmannsdorf eher auf Erwachsene, die ruhige Tage in warmem Wasser verbringen wollen, zielt, hat man in Stegersbach so einiges für Kinder und Jugendliche zu bieten. In Bad Loipersdorf versucht man eine Mischung aus allem. Alle drei Thermen haben gemeinsam, dass die Erreichbarkeit auf dem Schienenweg schlichtweg nicht gegeben ist. Die meisten Gäste reisen daher mit dem eigenen Auto an, da es – abgesehen von Pendlern – kaum bekannt ist, dass es ab Wien und Wiener Neustadt eine Fernbuslinie gibt, mit der die drei Bäder erreicht werden können. Diese ist – im Gegensatz zu den innerösterreichischen Flixbus-Strecken – im Klimaticket inkludiert, weshalb der G1-Bus, umgangssprachlich auch „Südburgenländer-Express“ genannt, eine durchaus attraktive Alternative zum eigenen Auto darstellt. Fernbus ist schnellste Verbindung vom Südburgenland nach Wien Die von Dr. Richard betriebene Fernbus-Strecke wird überwiegend von Pendlern, die im südlichen Burgenland leben und in Wien arbeiten, genutzt. Sie stellt mangels Schienenverbindungen die einzige Alternative zum Auto dar. Die Nachfrage ist sehr hoch, weshalb das Unternehmen die Route mit Stockbussen bedient und zu Stoßzeiten auch mehrere Fahrzeuge einsetzt. Reservierungen müssen

weiterlesen »

Bundesheer flottet neue Notarztwägen ein

Das österreichische Bundesheer hat am Donnerstag von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) 20 neue Rettungsfahrzeuge des Typs Volkswagen Crafter 4Motion übergeben bekommen. Es handelt sich um „handelsüblich ausgestattete Notarztwagen“, die im Sanitätswesen eingesetzt werden. Nachdem bereits Mitte des letzten Jahres 20 Krankentransportwägen „VW T6 4 Motion“ eingeführt wurden, wurden nun 20 weitere Fahrzeuge vom Typ „VW Crafter 4 Motion“ an die Truppe übergeben. Das Fahrzeug besitzt einen 4-Takt-Dieselmotor mit Turboaufladung; 130 kW/177 PS; 8-Gang-Wandlerautomatik und Allradantrieb. Somit hat das gesteigerte Budget auch für 2022 die Fortführung des Erneuerungskurses des Bundesheeres ermöglicht. „Vor allem während der Corona-Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig eine rasche und funktionierende Sanitätsversorgung ist und daher freue ich mich, die neuen Notarztwägen an die Truppe übergeben zu können. Mit diesen wichtigen Beschaffungsmaßnahmen werden wir den Investitionsrückstau der letzten Jahre schrittweise abbauen, um auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Republik und der Bevölkerung zu gewährleisten“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

weiterlesen »

Kassel-Calden: Impfaktion im Airbus A400M

Auf dem Flughafen Kassel-Calden führt die deutsche Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem Airport und den Johannitern am 29. Jänner 2022 eine Impfaktion in einem Airbus A400M des Lufttransportgeschwader 62 aus Wunstorf durch. Verabreicht werden die Impfungen an Bord des militärischen Transportflugzeugs. Die Impfaktion findet in der Nähe des Towers auf dem Vorfeld der Allgemeinen Luftfahrt statt. Impfwillige können sich ab sofort einen der begehrten Termine für Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen auf der Homepage des Flughafens Kassel-Calden anmelden. Die Initiatoren wollen an diesem Tag über 500 Impfungen verabreichen. Eine Besichtigung des Flugzeugs ist außerhalb der Impfung leider nur vom Flughafenzaun aus möglich. Verimpft werden die beiden mRNA-Impfstoffe, wobei vorranging Personen unter 30 Jahren mit Corminaty (BioNtech), ältere mit Spikevax (Moderna) geimpft werden. Die Impfungen von 5-11-Jährigen werden von einer Kinderärztin vorgenommen. Termine werden für den 29. Jänner 2022 im Zeitraum von 10 Uhr 00 bis 18 Uhr 00 vergeben. Eine Online-Voranmeldung ist zwingend erforderlich.

weiterlesen »

RTR: Weniger Reisen wegen Lockdown = weniger Handyroaming

Dass die Einwohner Österreichs aufgrund von Lockdowns im ersten Quartal des Jahres 2021 deutlich weniger unterwegs waren, ist allgemein bekannt. Nun belegt dies auch die Rundfunk- und Telekommunikationsbehörde RTR. Demnach ist die Roaming-Nutzung deutlich zurückgegangen. „Das ist im Jahresvergleich der letzten drei Jahre der niedrigste Wert und ist wohl auf zwei Faktoren zurückzuführen: Pandemie-bedingt gab es nur wenige internationale Geschäftsreisen und im 1. Quartal fährt man traditionell eher nicht ins Ausland auf Urlaub. Ähnlich verhält es sich bei Roaming-SMS und Roaming-Datenvolumen. 3,3 Millionen Roaming-SMS wurden verschickt – das ist der bisher niedrigste Wert. 1,6 Petabyte Datenvolumen wurde im Ausland konsumiert, im Jahresvergleich ist das ebenfalls ein deutlicher Rückgang“, so  Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post. Der RTR Roaming Monitor erscheint zweimal pro Jahr und enthält umfangreiche Marktdaten zu Roaming. Er ist in die zwei Hauptbereiche „Roaming in der Europäischen Union (EU) und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)“ sowie „Roaming außerhalb der EU/des EWR“ gegliedert. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei jeweils auf Endkunden-Roaming und Vorleistungs-Roaming. „Außerhalb der EU und des EWR griffen die Österreicherinnen und Österreicher im 1. Quartal 2021 insgesamt 7,1 Millionen Minuten lang zum Handy, im 1. Quartal 2020 waren es mit 15,1 Millionen Minuten mehr als doppelt so viel“, gibt Steinmaurer weitere Daten bekannt und meint abschließend, „sobald es in Sachen Corona zu einer Entspannung kommt, wird die Reisetätigkeit vor allem im Business-Segment voraussichtlich wieder stark anziehen und damit natürlich auch die Nachfrage nach Roaming-Diensten!“

weiterlesen »

Hahn: EuGH weist Lufthansa-Klage wegen Subventionen ab

Lufthansa erlitt vor dem Europäischen Gerichtshof in Sachen der Staatshilfen, die dem Flughafen Frankfurt-Hahn gewährt wurden, eine Niederlange. Die Richter wiesen eine Klage, die sich gegen Zuschüsse des Bundeslands Rheinland-Pfalz richtete, endgültig ab. Die Angelegenheit zieht sich schon seit einigen Jahren, denn es ging beispielsweise um eine Kreditlinie, die Rheinland-Pfalz dem Regionalflughafen gewährt hatte. Lufthansa sah darin eine Wettbewerbsverzerrung und zog vor Gericht. Bereits vor dem Gericht der Europäischen Union erlitt man eine Schlappe, machte jedoch vom Rechtsmittel der Berufung an den EuGH Gebrauch. Das Höchstgericht schloss sich der Entscheidung der Vorinstanz an und stellte fest, dass Lufthansa in dieser Angelegenheit kein Klagerecht hat, da man den Flughafen Hahn nie regelmäßig angeflogen hat. Der Rechtsstreit ist nun in letzter Instanz beendet und der Europäische Gerichtshof legte fest, dass der Kranichkonzern sowohl der EU-Kommission als auch dem Land Rheinland-Pfalz die Verfahrenskosten ersetzen muss. In der Vergangenheit ging Lufthansa wiederholt juristisch gegen Subventionen, die seitens der öffentlichen Hand an Regionalflughäfen gewährt wurden, vor. Man ist unter anderem der Ansicht, dass dadurch indirekt die Angebote des Mitbewerbers Ryanair subventioniert werden könnten. Der EuGH ging jedoch nicht tiefer auf diese Fragestellung ein, da man nach Ansicht des Gerichts nicht ausreichend belegt habe, dass es zu einer signifikanten Verringerung des Marktanteils gekommen ist und obendrein das Recht auf Klage in dieser Angelegenheit vom EuGH verneint wurde.

weiterlesen »