Die EU-Kommission unternimmt einen Anlauf, dass das Reisen innerhalb des Unionsgebiets einheitlich ermöglicht werden soll. Der Flickenteppich soll mit 1. Feber 2022 beendet werden – zumindest auf den ersten Blick. Unter den Mitgliedern der Europäischen Union wurde eine Einigung erzielt, dass für das Reisen künftig das EU-Corona-Zertifikat relevant ist und nicht woher man kommt. Anerkannt werden sollen Impf-, Test- und Genesungsnachweise. Den verkündeten Plänen nach sollen diese gleichgestellt werden, so dass für Ungeimpfte das Reisen innerhalb der EU vereinfacht werden könnte. Allerdings hat die Angelegenheit einen großen Haken: Immer wieder gab es Anläufe einheitliche Reiseregeln zu schaffen, jedoch dauerte es manchmal nur wenige Stunden bis das erste Land ausscherte und wieder auf die eigene Suppe setzte. Beispielsweise war mit der Einführung des „Grünen Pass“ angedacht, dass Geimpft, Genesen oder Getestet zur Einreise berechtigt. Als erstes EU-Land scherte im Sommer Malta aus und stellte auf 1G um. Unter Berücksichtigung des bisherigen Verlaufs der Reiseregeln, die klar gezeigt haben, dass immer wieder Einigungen erzielt wurden, die jedoch das Papier auf dem sie festgehalten nicht wert waren, weil rasch wieder Alleingänge gemacht wurden, sollten die Entwicklungen nach dem 1. Feber 2022 unbedingt im Auge behalten werden. EU-Kommission „hofft“ auf Einhaltung durch Mitglieder Derzeit ist vorgesehen, dass ab 1. Feber 2022 sämtliche von der EMA, WHO oder nationalen Behörden zugelassenen Impfstoffe anerkannt werden müssen. PCR-Befunde sollen 72 Stunden ab Abstrichnahme gültig sein und Antigen-Schnelltests rund 24 Stunden. Genesenen-Zertifikate sollen eine Gültigkeit von180 Tagen haben. Da kommt schon der nächste „Haken“, denn Deutschland verkürzte erst