Jan Gruber

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Jan Gruber

ITA-Chef biedert Übernahme durch Lufthansa an

Die Führung des Alitalia-Nachfolgers ITA Airways biedert sich zunehmend dem Mitbewerber Lufthansa an und hofft nun darauf in deren Firmengruppe „aufgenommen“ zu werden. In einem Interview mit dem Handelsblatt wirbt Firmenchef Alfredo Altavilla regelrecht darum übernommen zu werden. „Es wäre falsch, eigenständig zu bleiben, weil wir im Vergleich zu den drei grossen in Europa tätigen Airline-Gruppen immer zu klein wären. Wir sind eine hübsche Junggesellin, die viele Verehrer hat“, so der Manager gegenüber dem Handelsblatt. Er hofft darauf, dass sich Lufthansa für einen Kauf des Alitalia-Nachfolgers interessiert. Laut italienischen Medien soll es parallel bereits erste Gespräche mit Air France-KLM geben. Der französisch-niederländische Konzern war am Vorgänger Alitalia beteiligt, hatte jedoch irgendwann die Lust verloren und sich nur noch wenig eingebracht. Zuletzt soll es Treffen gegeben haben, die in lokalen Medien als regelrechte Geheimtreffen dargestellt wurden. Klar ist aber, dass das ITA-Management erkannt hat, dass man ohne starken Partner nur beschränkt überlebensfähig ist und schon bald in Alitalia-Tradition hohe Verluste einfliegen würde. Der italienische Markt ist stark umkämpft und besonders auf der Kurz- und Mittelstrecke sind Easyjet, Ryanair, Wizz Air, Blue Air und Volotea stark vertreten. Altavilla hofft, dass man als Teil einer internationalen Firmengruppe im Jahr 2023 schwarze Zahlen einfliegen kann. Er nannte keinen Favoriten, durch den man übernommen werden möchte. Die Andeutung hat aber ziemlich klar: Lufthansa sollte es im Idealfall werden. Ausweichend meint der Manager nur: „schön und reich“ solle der künftige Partner sein. Und dann streut er schon Rosen: Die Geschäftsmodelle Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Brussels

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Nigeria: Ibom Air bestellt zehn Airbus A220

Die sich im Eigentum der Regionalregierung von Akwa Ibom (Nigeria) befindliche Ibom Air unterzeichnete während der Dubai Air Show eine Fixbestellung über zehn Airbus A220. Damit wird die Teilflotte des Carriers auf zwölf Exemplare anwachsen. Ibom Air hat bereits zwei A220-300 in Betrieb. Diese tragen die Registrierungen SU-GFA, SU-GFD. Weiters besteht die Flotte aus fünf Bombardier CRJ-900, die noch das Rückgrat bilden. Diese sollen durch die Neuzugänge ersetzt werden, so dass die Flotte netto um fünf Maschinen ausgebaut wird. „Als Organisation freuen wir uns bei Ibom Air über das steile Wachstum, das wir in etwas mehr als zweieinhalb Jahren seit Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit erzielt haben, ein Wachstum, das hauptsächlich auf die massive Akzeptanz unseres Produkts und unserer Marke durch das nigerianische inländische Flugpublikum zurückzuführen ist. Die Aufnahme des A220 in unsere Flotte wird unsere Wachstumsstrategie unterstützen und die betriebliche Effizienz steigern. Es wird unseren Passagieren auch mehr Platz und ein verbessertes Kabinenerlebnis bieten, als ein Mehrwert für unsere Wahl“, so Ibom-Air-Chef Mfon Udom.

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Osijek-München: Croatia Airlines versucht sich als Lufthansa-Zubringer

An der Homebase Zagreb bekommt Croatia Airlines immer stärkeren Druck von Ryanair bzw. der vor Ort stationierten Tochtergesellschaft Lauda Europe zu spüren. Der irische Konzern hat aber noch lange nicht genug und will in der kroatischen Hauptstadt weiter expandieren. Nun sucht sich Croatia Airlines auch alternative Geschäftsfelder. Bereits vor der Corona-Pandemie war der Flughafen Osijek ein eher ruhiger Ort. Zwar bieten Wizz Air und Eurowings Nonstop-Flüge an, jedoch nur in der Theorie, da die Angebote momentan pausieren. Trade Air bietet derzeit mit Let 410 Inlandsflüge nach Dubrovnik, Split, Pula, Zagreb und Rijeka an. Übermäßigen Preiskampf oder gar Verdrängungswettbewerb gibt es in Osijek bislang nicht. Genau das macht sich Croatia Airlines nützlich und hat nun eine Nonstop-Verbindung nach München aufgenommen. Diese wird vorerst zweimal pro Woche bedient. Das Fluggerät ist in Split stationiert und fliegt nach folgendem Muster: Split-München-Osijek-München-Split. In der bayerischen Landehauptstadt sind Umstiege auf Star-Alliance-Partner wie Lufthansa möglich. Croatia Airlines geht es ab Osijek vorsichtig und langsam an. Das lässt sich auch aus dem Umstand ableiten, dass man zunächst nur zweimal wöchentlich im W-Pattern fliegt. Der Carrier beobachtet jedoch die Entwicklung der München-Strecke sehr genau. Sollte diese erfolgreich sein, so soll aufgestockt werden. Gegebenenfalls sind gar die Stationierung eines Flugzeugs sowie weitere Strecken vorstellbar. Zunächst muss Croatia Airlines aber noch unter Beweis stellen, dass sich auf der ersten internationalen Strecke, die man ab Osijek anbietet, auch Geld verdienen lässt. Scheitert das Experiment, so kann man davon ausgehen, dass diese Route schnell wieder aus dem Flugplan verschwinden lässt. Bedingt durch

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USA: Freight Runners Express stellt Saab 2000 in Dienst

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Freight Runners Express führte kürzlich den ersten Passagierflug mit dem Muster Saab 2000 durch. Das eigentlich auf Cargoflüge spezialisierte Unternehmen bietet seit einiger Zeit auch Charter- und Wetlease-Dienstleistungen an. Bislang setzte der Carrier im Bereich der Passage auf drei Turbopropflugzeuge des Typs Embraer 120. Diese sind mit 30 Sitzplätzen bestuhlt und werden unter der Marke ACE Air Charter Express vermarktet. Die Saab 2000, die auf der Heckflosse das ACE-Logo trägt und ansonsten komplett weiß gehalten ist, wurde als N508FR in das U.S.-amerikanische Luftfahrtregister eingetragen. Dieses Turbopropflugzeug hat eine langjährige Geschichte in Europa hinter sich. Zunächst wurde es – wie viele Saab 2000 – im Jahr 1994 an Crossair ausgeliefert. Nach der Ausflottung bei Swiss ging die HB-IZE als D-AOLA zur mittlerweile nicht mehr existierenden Regionalfluggesellschaft OLT. Zwischen 2007 und 2019 war diese Saab 2000 als G-CERY für Eastern Airways unterwegs. Seit Juli 2019 war das Turbopropflugzeug abgestellt und wurde nun bei Freight Runners Express unter der Marke ACE wieder in den kommerziellen Flugdienst gestellt. Der offizielle Erstflug beim U.S.-amerikanischen Operator wurde ab dem University-Oxford Airport durchgeführt. Der Carrier stellte auch nachstehendes Video online.

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Europäische Union und Armenien unterschreiben Luftfahrtabkommen

Die Europäische Union und Armenien haben ein Luftverkehrsabkommen unterfertigt. Dieses wird künftig die einzelnen Verträge, die seitens der Mitgliedsstaaten mit der Ex-Sowjet-Republik abgeschlossen wurden, ersetzen. Ziel ist es, dass die Fluggesellschaften auf beiden Seiten verbesserten Zugang zum Markt erhalten. Bereits im Vorfeld des Vertragsabschlusses wurden seitens europäischer Carrier die Verbindungen nach Eriwan stark ausgebaut. Viele Anbieter haben die Destination für sich entdeckt. Es ist daher damit zu rechnen, dass in den nächsten Monaten noch zahlreiche Neuaufnahmen folgen werden. Das neue Abkommen hat auch zur Folge, dass Armenien einige Änderungen vornehmen wird. Man wird die Standards in den Bereichen Sicherheit, Regulierung, Umwelt und Verkehrsmanagement in mehreren Phasen an jene der Europäischen Union angleichen.

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Belavia: EU will Leasingflugzeuge einziehen

Die EU-Kommission beabsichtigt Leasingfirmen mit Sitz in der Europäischen Union das verleasen von Flugzeugen an die weißrussische Belavia zu untersagen. Damit will man erreichen, dass weniger Flüchtlinge nach Minsk geflogen werden können. Betroffen wären auch künftige Lieferungen, die über EU-Lessoren bezogen werden. Bei Umsetzung des Vorhabens der Europäischen Union könnte Belavia in etwa die Hälfte der Flotte nicht mehr nutzen. Erst kürzlich verlangte ein irischer Leasinggeber das Ausfliegen von drei Embraer 195-E2. Der irische Außenminister Simon Conveny sagte gegenüber der TV-Station RTE unter anderem: „Diese Flugzeuge müssen jetzt entweder zurückgegeben werden, oder ich gehe davon aus, dass es juristische Schritte geben wird“. Belavia least zahlreiche Maschinen in der irischen AerCap. Weiters hat Nordic Aviation Capital einige Flugzeuge an den weißrussischen Staatscarrier verleast.

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Malta: Challenge Air Cargo sucht um AOC und Betriebsgenehmigung an

Die Challenge Group sucht bei der maltesischen Luftfahrtbehörde um die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung an. Man will eine neue Frachtfluggesellschaft aufbauen. Hierzu sicherte man sich bereits acht Widebodies. Laut Erklärung der Firmengruppe unterzeichnete man ein Memorandum of Agreement mit Israel Aerospace Industries. Dieses sieht den Umbau von vier Boeing 767-300 und vier Boeing 777-300 in Frachter vor. Man rechnet damit, dass man im Laufe des dritten Quartals des Jahres 2022 die erste Maschine übernehmen kann. Dabei wird es sich um eine B767-300BDSF. DerMaschinentyp B777-300ERSF wird in einer zweiten Phase umgerüstet. Im Zeitraum 2025-2026 wird die Flotte der Gruppe auf insgesamt 12 Flugzeuge anwachsen. Die Challenge Group erklärt weiters, dass die neugegründete Airline die dritte in der Firmengruppe ist. Ein Meeting mit Charles Pace, Direktor der Zivilluftfahrtbehörde Maltas, hat bereits stattgefunden. Nun wurde offiziell der Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung eingereicht. Die maltesische Fluggesellschaft wird Teil des bereits bestehenden Unternehmens Challenge Air Cargo Limited, das bisher als virtuelle Fluggesellschaft, Charter-Broker und Fracht-GSA agierte. Diese Erweiterung wird es der Gruppe ermöglichen, ihre kommerziellen Fähigkeiten durch die Erhöhung der Anzahl der Frequenzen nach China und Nordamerika zu erweitern und wird auch als Tor nach Afrika und anderen neuen Zielen dienen. Die neue Fluggesellschaft soll die Flotte umgebauter B767-300BDSF-Flugzeuge erhalten. Challenge Air Cargo Limited hat Kapitän Mauro Porta zum verantwortlichen Manager ernannt, um dieses Projekt zu leiten. Mauro Porta bringt viel Erfahrung als Pilot sowie mehrere Jahre in verschiedenen leitenden und nominierten Positionen bei verschiedenen Carriern mit. Mauro hat auch erfolgreich

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Brasilien: Azul Cargo setzt dauerhaft auf Embraer-195-Frachter

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul baute im Zuge der Corona-Pandemie einige Embraer-195 in temporäre Frachter um. Nun will man im Cargogeschäft dauerhaft auf dieses Muster setzen und kündigt an, dass bis Jahresende insgesamt acht E195-Frachter in der Luft sein sollen. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass sich die Embraer-Regionaljets im Cargobereich bewährt hätten und deren Kapazitäten gefragt sind. Azul Cargo Express wurde im Zuge der Corona-Pandemie auch als eine Art „Notlösung“ geschaffen, um zumindest Güter transportieren zu können. Während sich andere Carrier aus dem „Makeshift“-Business zurückgezogen haben setzt Azul weiterhin darauf. Nun werden acht Embraer 195 dauerhaft in Cargoflugzeuge verwandelt. Dies bestätigte Finanzchef Alex Malfitani gegenüber Aeroin. Es müssen allerdings noch einige Details mit der Luftfahrtbehörde sowie Hersteller Embraer geklärt werden, denn beispielsweise sollen die Boardküchen entfernt werden und Frachttüren eingebaut werden. Hierfür ist eine Zulassung notwendig.

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DHL beschafft sich neun Boeing 767-300BCF

Der Logistikkonzern Deutsche Post-DHL wird die Frachterflotte um neun Exemplare des Typs Boeing 767-300BCF aufstocken. Dabei handelt es sich um Passagierflugzeuge, die in Cargomaschinen umgebaut werden. Die Flugzeuge werden direkt über Hersteller Boeing bezogen. Dieser konnte den bislang größten Konvertierungsauftrag an Land ziehen. Auf welchem AOC von Deutsche Post-DHL die zusätzlichen Frachter registriert werden, wurde noch nicht final kommuniziert. Erst kürzlich ging mit DHL Air Austria der neue Ableger aus Österreich an den Start. Dieser setzt derzeit auf Boeing 757F, die von der Konzernschwester aus dem Vereinigten Königreich übernommen werden. Die erste Maschine trägt eine Sonderbeklebung mit dem Schriftzug „Servus Austria“.

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