Jan Gruber

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Jan Gruber

Kommentar: Haarscharf vor dem Lockdown?

Laut einer für das Nachrichtenmagazin Profil durchgeführten Umfrage sollen sich 31 Prozent der Österreicher für einen “sofortigen Lockdown für Ungeimpfte” aussprechen. 14 Prozent der Befragten halten gar einen Lockdown für die gesamte Bevölkerung für notwendig. 23 Prozent der 500 Teilnehmer gaben an, dass sie den Stufen-Plan der österreichischen Bundesregierung für ausreichend erachten. Immerhin ein Fünftel ist der Ansicht, dass sämtliche Corona-Maßnahmen aufgehoben werden müssen. Ergebnisse von Umfragen sind stets mit Vorsicht zu genießen, denn es wurden lediglich 500 Personen befragt und anschließend hochgerechnet. Allerdings zeigt das Ergebnis, dass sich die Bevölkerung uneins über die weitere Vorgehensweise in der Pandemie ist. Damit ist die Umfrage durchaus auch für die Regierung repräsentativ, denn seitens der Minister werden unterschiedliche Signale gestreut. Österreich schrammte am Freitag haarscharf an einer neuerlichen Reisewarnung seitens Deutschland vorbei, wobei fraglich ist warum diese überhaupt so viel Aufmerksamkeit verursacht hat, denn abschreckende Wirkung hat diese Maßnahme ohnehin keine mehr. Manche deutsche Tour Operator lassen bei Reisewarnungen keine kostenfreien Stornierungen mehr zu. Zu inflationär und wenig nachvollziehbar wurden diese seit dem Beginn der Corona-Pandemie ausgesprochen. Dazu kommt, dass die Einstufung als Hochrisikogebiet nur für Nicht-Genesene und Nicht-Geimpfte tatsächliche Auswirkungen hätte. Die weitgehende 2G-Regelung innerhalb Österreichs würde dazu führen, dass ungeimpfte Deutsche sowieso ein Problem in der Gastronomie und Hotellerie bekommen würden. Auch die großen Liftbetreiber überlegen bereits, ob man nur noch Geimpfte und Genesene in Gondel, Sessellift und Schlepplift lässt. Die Folge daraus: Wer eben nicht vollständig geimpft oder genesen ist, könnte nur wenig vom Winterurlaub haben. Da ist dann

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Innsbruck: Erster Ausblick auf den Sommerflugplan 2022

Der Flughafen Innsbruck hat die erste Vorausschau auf den Sommerflugplan 2022 veröffentlicht. Die ab diesem Airport tätigen Fluggesellschaften planen unter anderem nach Amsterdam, Berlin, Wien und Brac zu fliegen. Transavia plant ab Innsbruck die Ziele Rotterdam und Amsterdam. Jet2 hat mit Birmingham, Bristol, Manchester, Edinburgh und London-Stansted gleich mehrere UK-Ziele im Angebot. Easyjet plant ab dem Tiroler Airport nach Berlin und London-Gatwick zu fliegen. Die maltesische Luxwing wird dem aktuellen Stand der Dinge nach das Ziel Brac anbieten. Luxair wird die im Vorjahr aufgenommene Luxemburg-Strecke fortführen. Finnair wird einmal wöchentlich von Helsinki aus nach Innsbruck fliegen. Austrian Airlines hat Alicante sowie die Hub-Anbindung an Wien im Portfolio. Der Reiseveranstalter Christophorus Reisen wird Vollcharter nach Cagliari anbieten. Der Mitbewerber Idealtours hat Kalamata, Chalkidiki, Kavala, Kefalonia, Lamezia Terme und Preveza/Lafkas auf dem Radar. Tui Österreich beabsichtigt ab Innsbruck im Charter nach Heraklion, Kos, Lamezia Terme, Palma de Mallorca und Rhodos fliegen zu lassen. Die genannten Airlines bzw. Flugziele stellen den aktuellen Stand der Planungen dar. Diese können sich bis zum Beginn der Sommerflugplanperiode 2022 noch ändern. Daher bleibt es abzuwarten wie stark der Sommer 2022 in Innsbruck wird.

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Linz: Corendon fliegt nach Hurghada und Las Palmas

Die maltesische Corendon Europe bietet in der laufenden Winterflugplanperiode 2021/22 ab dem oberösterreichischen Linz Nonstopflüge nach Hurghada und Gran Canaria an. Als Fluggerät kommen Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737 zum Einsatz. Die ägyptische Stadt wird jeweils am Verkehrstag Sonntag angeboten. Nach Las Palmas geht es jeweils an Samstagen. Weitere Destinationen, die ab Linz angeboten werden, sind Frankfurt am Main und Düsseldorf. Die zuletzt genannte Stadt in Deutschland wird von Eurowings fünfmal wöchentlich mit Airbus A319 bedient. Die Anbindung an das größte Lufthansa-Drehkreuz, Frankfurt am Main, steht bis zu zweimal täglich im Flugplan und wird von der italienischen Kranich-Tochter Air Dolomiti operiert.  Im direkten Vergleich mit dem Winterflugplan 2020/21 gibt es deutlich mehr Passagierflüge ab Linz-Hörsching. Die Corona-Pandemie traf das Personensegment dieses Airports besonders hart, denn man hatte über einen sehr langen Zeitraum überhaupt keine Linienflüge. Mittlerweile werden Düsseldorf (Eurowings) und Frankfurt am Main (Air Dolomiti) wieder bedient. Mit Corendon Europe (Hurghada und Gran Canaria) hat man heuer zwei Warmwasserziele, die es in der Vorjahresperiode nicht gab.

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Apeleon führte erste Flugtests durch

Die österreichische Volare GmbH führte erfolgreiche Tests mit ihrem Apeleon-Prototyp durch. In einem mehrstufigen Testprogramm wurden die Flugeigenschaften des Luftfahrzeuges evaluiert und wichtige Erkenntnisse für die nächste Phase, die Prototypenentwicklung, gesammelt „Die Flugerprobung ist ein wichtiger Bestandteil einer Luftfahrzeugentwicklung, um mathematische Modelle und letztendlich das neuartige Konzept zu validieren. Die Tests zeigen, an welchen Schrauben wir in Zukunft noch drehen müssen“, so Geschäftsführer Andreas Fürlinger. Der Demonstrator wird, wie eine Drohne als RPAS (Remotely Piloted Aircraft System), also von einem Piloten vom Boden aus, in Sichtverbindung betrieben. Dafür benötigt es eine Betriebsgenehmigung der österreichischen Luftfahrtbehörde Austro Control. Nach intensiver Zusammenarbeit, erhielt Apeleon von Austro Control die Flugerprobungsbewilligung für ihren Demonstrator in der „Specific“ Kategorie für UAS (Unmanned Aircraft Systems). Dafür musste eine sogenannte SORA – Specific Operations Risk Assessment durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um ein mehrstufiges, standardisiertes Risikoanalyseverfahren für den Einsatz von zivilen Drohnen um sicherzustellen, dass der Drohnenflug ohne Gefährdung oder Störung unbeteiligter Dritter durchgeführt werden kann. „Der gesamte Drohnenbereich durchläuft derzeit eine unglaublich dynamische Entwicklung. Innovative Ideen und neue technologische Möglichkeiten eröffnen immer vielfältigere Anwendungsgebiete. Austro Control unterstützt als Luftfahrtbehörde junge Unternehmen wie Apeleon, wenn es darum geht, die Erprobung neuer technischer Lösungen in einem sicheren Rahmen zu ermöglichen”, sagt Valerie Hackl, Geschäftsführerin von Austro Control. Die nächste Phase ist die Prototypenentwicklung. In den nächsten Jahren soll das Luftfahrzeug in Originalgröße entwickelt und gebaut werden und als Basis für eine Luftfahrzeugzulassung und Serienproduktion dienen. Fürlinger betont: „Es ist wichtig auch in Österreich innovative und zukunftsweisende Themen

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Regionalflotte: Lufthansa liebäugelt mit Airbus A220

Derzeit kommt der Maschinentyp Airbus A220 bei der Lufthansa Group nur bei Swiss zum Einsatz. Das könnte sich aber ändern, denn laut Bloomberg News evaluiert man eine Umstellung der kompletten Regionalflotte auf die A220-Reihe. Lufthansa setzt derzeit auf die Muster Embraer 190/195 sowie Bombardier CRJ-900. Bei Swiss sind A220-100 und A220-300 im Einsatz. Offensichtlich ist, dass sich sowohl Airbus als auch der brasilianische Mitbewerber Embraer um einen möglichen Großauftrag für die Erneuerung der E190/95 sowie CRJ-900-Flotten bemühen. Zuletzt wurde kolportiert, dass für Air Dolomiti die E2-Reihe favorisiert wird. Bloomberg News will aber erfahren haben, dass das Konkurrenzmodell A220 derzeit bessere Karten haben soll und zwar als Ersatz für die Muster E190/95- und CRJ-900. Konzernchef Carsten Spohr wollte darauf noch nicht näher eingehen und verweist darauf, dass man sich in einem frühen Stadium befinde und mit allen potentiell relevanten Herstellern Gespräche führe. Eine definitive Entscheidung wurde noch nicht getroffen, stellte Spohr während einer Telefonkonferenz anlässlich der jüngsten Zahlen fest. Sowohl Embraer als auch Airbus währen offen im Rennen.

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SAF-Variante: ATR kündigt ATR42-600S an

Der europäische Flugzeugbauer ATR feierte am 4. November 2021 sein 40-jähriges Bestandjubiläum. Gleichzeitig kündigt der Hersteller die Fertigung einer neuen Variante der ATR42 an. Diese soll alternativ angetrieben werden. Es war der 4. November 1981: An diesem Tag unterschrieben Aérospatiale und Aeritalia eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung eines Turbopropflugzeugs. Das war gleichzeitig auch die Geburtsstunde von ATR. Zwischenzeitlich konnte das Unternehmen etwa 1.700 Maschinen an Kunden übergeben. Bis zum Jahr 2025 will man der ATR 42-600S eine STOL-fähige Variante, die mit nachhaltigem Kraftstoff (SAF) angetrieben wird, in die Luft bringen. Man sieht für diese einen großen Bedarf, denn auf etwa 500 Airports, die STOL-fähiges Fluggerät erfordern, könnte dieser Maschinentyp eingesetzt werden. Mit der SAF-Version will man Vorreiter im Bereich Turbopropflugzeuge sein. Im Cargobereich sieht ATR Potential für etwa 460 ATR72-600F, die innerhalb der nächsten 20 Jahre gefertigt werden könnten. „Unsere Geschichte ist eine Geschichte von Innovation und Fortschritt. In den letzten vier Jahrzehnten haben wir in den abgelegensten Regionen der Welt Konnektivität und wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen. Und wir werden auch in den nächsten 40 Jahren einen Unterschied machen und Menschen, Unternehmen und lokale Gemeinschaften auf nachhaltige Weise verbinden. Wir werden unsere Kunden weiterhin mit den neuesten verfügbaren Technologien unterstützen und den Weg für eine emissionsfreie Luftfahrt bis 2050 ebnen“, so ATR-Chef Stefano Bortoli.

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Wizz Air in den schwarzen Zahlen, aber Abwärtstrend bei den Passagieren

Die Wizz Air Group beförderte im Oktober 2021 insgesamt 2.977.286 Passagiere und damit weniger als in den Monaten August und September 2021. Die Auslastung wird seitens der Firmengruppe mit 79,5 Prozent beziffert. Dem Mitbewerber Ryanair ist es zuletzt gelungen einen steigenden Passagiertrend auszuweisen. Man hatte im Oktober 2021 mehr Reisende als im traditionell aufkommensstarken August. Wizz Air ist das nicht gelungen. Der August 2021 war beim pinkfarbenen Billigflieger mit 3.581.788 Fluggästen das vorerst stärkste Einzelmonat im laufenden Jahr. Seither zeichnet sich ein Abwärtstrend ab. So hatte man im September 2021 mit 2.998.797 Passagieren weniger Reisende an Bord. Im Oktober 2021 waren es – wenn auch nur minimal – weniger: 2.977.286 Fluggäste. Die rückläufige Entwicklung dürfte nicht nur mit der sich neuerlich im Umbruch befindlichen Nachfrage zusammenhängen, sondern auch mit dem Umstand, dass Wizz Air im gesamten Streckennetz Frequenzen zurückgenommen hat und die Aufnahme bzw. Wiederaufnahme diverser Routen neuerlich nach hinten verschoben hat. Finanziell soll es bei Wizz Air zwischen April und September 2021 ganz gut gelaufen sein. Man konnte eigenen Angaben nach einen Gewinn in der Höhe von 57 Millionen Euro einfliegen. Auch betont man, dass die angebotenen Kapazitäten schon fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht hätten. Man geht davon aus, dass dies im kommenden Jahr dann gelingen wird.

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Wien: S7 Airlines stockt Moskau DME auf

Die russische S7 Airlines stockt die Nonstop-Verbindung zwischen Moskau-Domodedovo und Wien auf. Ab 17. Dezember 2021 sollen zwei wöchentliche Umläufe durchgeführt werden. Der Carrier wird ab dem genannten Termin an den Verkehrstagen Freitag und Sonntag zwischen den beiden Hauptstädten pendeln. Als Fluggerät kommen Maschinen des Typs Airbus A320neo zum Einsatz. Der S7-Flugplan auf einen Blick: Flugnummer Strecke Abflug Ankunft Flugtage S73568 Wien-Moskau DME 14 Uhr 15 19 Uhr 00 Freitag, Sonntag S73567 Moskau DME-Wien 12 Uhr 10 13 Uhr 20 Freitag, Sonntag

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Hahn: Erste Interessenten melden sich beim Insolvenzverwalter

Für den Flughafen Frankfurt-Hahn sollen sich bereits erste Investoren interessieren. Masseverwalter Jan Markus Plathner kündigte an, dass international nach potentiellen Käufern gesucht werden soll. Die Betreibergesellschaft geriet in den Strudel der Pleite des Mehrheitseigentümers HNA und musste selbst Insolvenz anmelden. Laut Verwalter Plathner soll nun im Rahmen eines internationalen Investorenprozesses eine Lösung gefunden werden. Von dieser sollen insbesondere die Gläubiger des Regionalflughafens profitieren. Der Flugbetrieb soll weiter fortgeführt werden. Die insolvente HNA Group hält 82,5 Prozent des Flughafens Frankfurt-Hahn. Das deutsche Bundesland Hessen ist als Minderheitsgesellschafter mit einer 17,5-prozentigen Einlage beteiligt.

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Schauinsland Reisen hofft auf Rückkehr zum Vorkrisenniveau

Der deutsche Reiseveranstalter Schauinsland konnte das Geschäftsjahr 2020/21 am 31. Oktober 2021 mit einem Umsatz in der Höhe von 661 Millionen Euro abschließen. Gegenüber der vorherigen Periode konnte man sich damit um rund ein Viertel steigern. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 hatte man um etwa 24 Prozent mehr Reiseteilnehmer. Eigenen Angaben nach hatte man etwa 672.000 Kunden. Zu den gefragtesten Destinationen zählten im Eigenanreisesektor Deutschland, per Fluganreise Spanien, Portugal, Bulgarien, Türkei und Griechenland. Griechenland erwies sich erneut deutlich als stärkste nachgefragte Destination im abgelaufenen Sommer. „Die Krise ist noch nicht ganz vorbei, aber die Branche hat einen guten Weg gefunden, sicheres Reisen zu ermöglichen. Unser Geschäftsmodell hat sich abermals als äußerst tragfähig bewiesen. Dank einer guten Teamleistung unserer Mitarbeiter und Partner sowie treuer Stammkunden konnte das Geschäftsjahr nicht nur umsatzmäßig positiv abgeschlossen werden, sondern auch wirtschaftlich mit einem positiven Ergebnis. Diese gute Entwicklung stimmt uns äußerst zuversichtlich für das kommende Geschäftsjahr“, so Geschäftsführer Gerald Kassner. Das neue Geschäftsjahr läuft aktuell sehr stark an und lässt Hoffnungen zu, schon in diesem Jahr das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen.

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