
Kommentar: Haarscharf vor dem Lockdown?
Laut einer für das Nachrichtenmagazin Profil durchgeführten Umfrage sollen sich 31 Prozent der Österreicher für einen “sofortigen Lockdown für Ungeimpfte” aussprechen. 14 Prozent der Befragten halten gar einen Lockdown für die gesamte Bevölkerung für notwendig. 23 Prozent der 500 Teilnehmer gaben an, dass sie den Stufen-Plan der österreichischen Bundesregierung für ausreichend erachten. Immerhin ein Fünftel ist der Ansicht, dass sämtliche Corona-Maßnahmen aufgehoben werden müssen. Ergebnisse von Umfragen sind stets mit Vorsicht zu genießen, denn es wurden lediglich 500 Personen befragt und anschließend hochgerechnet. Allerdings zeigt das Ergebnis, dass sich die Bevölkerung uneins über die weitere Vorgehensweise in der Pandemie ist. Damit ist die Umfrage durchaus auch für die Regierung repräsentativ, denn seitens der Minister werden unterschiedliche Signale gestreut. Österreich schrammte am Freitag haarscharf an einer neuerlichen Reisewarnung seitens Deutschland vorbei, wobei fraglich ist warum diese überhaupt so viel Aufmerksamkeit verursacht hat, denn abschreckende Wirkung hat diese Maßnahme ohnehin keine mehr. Manche deutsche Tour Operator lassen bei Reisewarnungen keine kostenfreien Stornierungen mehr zu. Zu inflationär und wenig nachvollziehbar wurden diese seit dem Beginn der Corona-Pandemie ausgesprochen. Dazu kommt, dass die Einstufung als Hochrisikogebiet nur für Nicht-Genesene und Nicht-Geimpfte tatsächliche Auswirkungen hätte. Die weitgehende 2G-Regelung innerhalb Österreichs würde dazu führen, dass ungeimpfte Deutsche sowieso ein Problem in der Gastronomie und Hotellerie bekommen würden. Auch die großen Liftbetreiber überlegen bereits, ob man nur noch Geimpfte und Genesene in Gondel, Sessellift und Schlepplift lässt. Die Folge daraus: Wer eben nicht vollständig geimpft oder genesen ist, könnte nur wenig vom Winterurlaub haben. Da ist dann








