Jan Gruber

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Jan Gruber

Portugal: Ryanair mit Luftfahrtbehörde im Clinch

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair und die Zivilluftfahrtbehörde Portugals befinden sich derzeit in einem Clinch. Es geht um drei Strecken nach Marokko und der Lowcoster aufnehmen wollte, jedoch das Amt unter anderem erklärt, dass der Carrier Fristen und Auflagen nicht eingehalten habe. Konkret geht es um Flüge von Lissabon nach Agadir, Fés und Marrakesch im Zeitraum von 31. Oktober bis 5. November 2021. Diese wurden nicht bewilligt. Ein Sprecher der ANAC sagte unter anderem, dass der Carrier „trotz mehrfacher Aufforderung die zur Bewilligung notwendigen Unterlagen nicht eingereicht habe“. Als Folge draus habe man keine Genehmigungen ausstellen können. „Ryanair hat bereits die Verkehrsrechte, um von Portugal nach Marokko zu fliegen und führt seit über drei Jahren erfolgreich Flüge zwischen Portugal und Marokko durch, und es gibt keinen triftigen Grund für diese rechtswidrige Handlung, die einen klaren Verstoß gegen das Recht der Europäischen Union beim Betrieb der EU Open Skies-Abkommen darstellt“, hält der Commercial-Director Jason McGuinness dagegen. Von den Streichungen wären etwa 3.000 Passagiere betroffen gewesen. Weiters führt der Manager unter anderem aus, dass die Behörde bürokratisch wäre und durch die Blume wird die Andeutung gemacht, dass in gewisser Weise TAP Air Portugal protegiert werde. Hierzu spielt man darauf an, dass derzeit nicht genutzte Slots am Flughafen Lissabon nicht freigegeben werden, sondern weiterhin für TAP reserviert sind. Somit wird die nächste „Baustelle“ eröffnet, denn Ryanair kündigt in diesem Zusammenhang eine Beschwerde bei der EU-Kommission an.

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FlyWestair ist jetzt FlyNamibia

Die Fluggesellschaft FlyWestair tritt seit dem 2. November 2021 unter der Marke FlyNamibia auf. Mit dieser will man die Herkunft stärker hervorheben, denn die staatliche Air Namibia musste Anfang dieses Jahres den Flugbetrieb einstellen. Der Betrieb der Inlands- und Regionalstrecken, die bislang als FlyWestair angeboten wurden, soll fortgeführt werden. Gleichzeitig will man ab April 2022 expandieren und weitere Ziele anbieten. Firmenchef Henry van Schalwyk nannte dabei einige touristische Destinationen. Unter dem „Safaria-Plan“ sollen diese angeboten werden. Die am stärksten nachgefragten Touristik-Hotspots in Namibia sowie Ländern im Süden Afrikas sollen bedient werden. Als Konzernmutter fungiert weiterhin Westair Aviation. Schrittweise sollen alle Maschinen in das neue FlyNamibia-Design umlackiert werden. Laut CH-Aviation fliegen bereits zwei Embraer 145 im neuen Design.

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Senegal: Blue Air fliegt im Wetlease für Transair

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air konnte einen Wetlease-Auftrag aus dem Senegal an Land ziehen. Die Boeing 737-500 mit der Registrierung YR-AMD wurde bereits nach Dakar überstellt. Dort wird der Mittelstreckenjet im Auftrag von Transair fliegen. Laut CH-Aviation.com wurde die YR-AMD bereits am 28. Oktober 2021 von Bukarest (Banesa) über Málaga nach Dakar geflogen. Welche Routen diese Maschine bedienen wird ist noch offen, denn bislang wurden noch keine Flugpläne mit dem Muster Boeing 737-500 als Fluggerät geladen. Die Flotte von Transair besteht derzeit aus zwei Embraer 145, einem Embraer 120 und zwei Beech 1900C. Die samt Besatzung angemietete Boeing 737-500 ist somit deutlich größer als die im Eigenbetrieb vorhandenen Flugzeuge.

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Nächste BER-Panne: Trinkwasser mit Bakterien verunreinigt

Der Flughafen Berlin-Brandenburg ist um eine Panne reicher: Im Wasser des Terminals 1 wurden coliforme Bakterien gefunden. Nun darf dieses nicht mehr als Trinkwasser genutzt werden, wobei die Ursache der Verunreinigung unklar ist. Man habe das Gesundheitsamt und den Wasserlieferanten unverzüglich informiert. Sämtliche Leitungen müssen jetzt gespült werden, jedoch nimmt dieser Vorgang mehrere Tage in Anspruch. Die Passagiere will man mit Flugblättern und Lautsprecherdurchsagen darüber informieren, dass das Wasser vorläufig nicht getrunken werden darf. Das ist für Reisende, die ihre eigenen Flaschen an Spendern oder Wasserhähnen in Waschräumen füllen, ärgerlich. Als Alternative bleibt derzeit nur der hochpreisige Kauf von abgefülltem Mineralwasser.

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Austrian Airlines meldet Quartalsgewinn

Zum ersten Mal seit dem Beginn der Corona-Pandemie kann Austrian Airlines wieder schwarze Quartalszahlen melden. Das Adjusted-Ebit lag im Q3/2021 bei zwei Millionen Euro. Der Umsatz wird mit 304 Millionen Euro ausgewiesen.  Das Hochfahren des Angebots im Sommer und Herbst brachte einen Anstieg von +51 Prozent bei den Gesamtaufwendungen im dritten Quartal verglichen zum Vorjahresquartal (Q3 2021: 314 Millionen Euro, Q3 2020: 208 Millionen Euro). Sowohl Umsatz als auch Aufwendungen lagen bei etwa der Hälfte des Vorkrisenniveaus (Q3 2019: Umsatz: 639 Millionen Euro, Gesamtaufwendungen: 597 Millionen Euro). Im dritten Quartal des Jahres beförderte Austrian Airlines 2,3 Millionen Passagiere, somit ein Plus von 206,5 Prozent zum Vorjahr (2020: 760 Tsd.). Das erhöhte Angebot spiegelt sich in den angebotenen Sitzkilometern (ASK) wider. So wurden im vergangenen Jahresquartal 4,5 Milliarden Sitzkilometer angeboten, was einem Angebot von 53,9 Prozent gegenüber Vorkrisenniveau entspricht (Q3 2020: 1,5 Milliarden ASK, Q3 2019: 8,3 Milliarden ASK). „Die hohe Flexibilität des Austrian Teams, das disziplinierte Kostenmanagement und deutlich anziehende Buchungseingänge werden erstmals in unseren Ergebnissen sichtbar. Die positiven Zahlen geben uns Rückenwind für die traditionell harten Wintermonate und lassen uns optimistisch in das kommende Jahr blicken“, erklärt Austrian Airlines CEO/CFO Alexis von Hoensbroech. „Die schrittweisen Reiseerleichterungen bringen uns langsam aber doch wieder auf etwas mehr Flughöhe, die im Sommer bei rund 55% der Produktion im Vergleich zum Vorkrisenniveau lag. Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Beschränkungen werden uns dennoch länger beschäftigen als uns allen lieb ist. Umso wichtiger ist es, dass wir weiterhin als Austrian Team sowie als Gesellschaft

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Saba G Kassaye: „Äthiopien muss man einfach besucht haben“

Nicht mehr viele Fluggesellschaften unterhalten in Wien Repräsentanzen mit einem eigenen Country Manager. Eine von diesen ist Ethiopian Airlines. Seit einiger Zeit ist Saba G Kassaye für den Carrier vor Ort und wie es in Zeiten wie diesen kommen musste: Kurz nach ihrer Ankunft im Vorjahr verhängte die österreichische Regierung den zweiten Lockdown. „Ich bin der neue Regional Manager der Ethiopian Airlines für Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Ukraine, Serbien, Slowenien, Slowakei, Kroatien, Mazedonien und Bosnien. Ich bin stolz, mich als erste weibliche Regionalleiterin für die genannten Gebiete bezeichnen zu dürfen“, stellt sich Saba G Kassaye selbst vor. Von ihrem Büro, das sich nur wenige Schritte vom bekannten Prater-Riesenrad entfernt befindet, organisiert die Äthiopierin so ziemlich alles, das der Carrier in den in ihre Verantwortung gelegten Märkte braucht. Der Ticketvertrieb ist dabei nur ein kleiner Teil des Aufgabengebiets, denn die Regionalleiterin muss sich beispielsweise auch um Genehmigungen für Sonderflüge kümmern. Letzteres war und ist in Zeiten von Corona aufgrund nationaler Beschränkungen immer wieder erforderlich. Im Gespräch mit Aviation.Direct stellt Saba G Kassaye nicht nur Ethiopian Airlines vor, sondern erklärt auch wie der Carrier durch die schwerste Krise in der Luftfahrtgeschichte gekommen ist. Auch verrät sie was man in ihrem Heimatland unbedingt gesehen haben muss und welche kulturellen Highlights sie in Österreich ihren Kollegen, Freunden und Gästen empfiehlt. Die Corona-Krise hat die gesamte Luftfahrtindustrie hart getroffen. Wie hat Ethiopian Airines die Krise bisher überstanden? Welche Maßnahmen mussten ergriffen werden? Saba G Kassaye: Covid-19 hat die Luftfahrtindustrie nachteilig getroffen und Ethiopian Airlines ist

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BER-Chefin Massenbach: „Wir brauchen schnell Geld“

Am Flughafen Berlin-Brandenburg läuft es derzeit unrund. Die neue Geschäftsführerin Aletta von Massenbach erklärte im Gespräch mit dem Tagesspiegel, dass die Liquidität des Airports nur noch bis Ende März 2022 ausreichen wird. Unter anderem sagte die Managerin auch: „Wir brauchen schnell Geld, wir brauchen Cash“. Von Massenbach bezifferte den Finanzbedarf bis zum Jahr 2026 mit etwa 2,4 Milliarden Euro. „Wir können den Kapitaldienst für eine lange Zeit nicht selbst stemmen“, so die Airport-Chefin gegenüber dem Tagesspiegel. Das deutsche Bundesverkehrsministerium reagiert auf das Chaos, für das der BER in den letzten Wochen wiederholt in die Schlagzeilen geraten ist, wenig erfreut. Das von Andreas Scheuer (CSU) geführte Ministerium forderte die BER-Gesellschaft zu einem schriftlichen Bericht auf. Der Bund hält rund ein Drittel der Anteile.

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Elefantenhochzeit: Aercap schließt Gecas-Übernahme ab

Die Elefantenhochzeit unter den Leasinggesellschaften nimmt nun Form an, denn Aercap meldete den Abschluss der Übernahme des Mitbewerbers Gecas. Das Portfolio des Konzerns besteht nun aus etwa 2.000 Flugzeugen und 300 Helikoptern. Der ehemalige Gecas-Eigentümer General Electric hält aufgrund dieser Transaktion nun rund 46 Prozent an Aercap. Das gemeinsame Unternehmen ist das weltgrößte Flugzeug-Leasingunternehmen. Der formelle Sitz der Firmengruppe befindet sich in den Niederlanden, wobei weltweit Ableger und Objektgesellschaften unterhalten werden.

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Green Airlines: Nur 60 Naturefund-Bäume gespendet

Der Ticketverkäufer Green Airlines hat am Wochenende die – zumindest vorläufig – letzten Charterflüge zwischen Paderborn und Westerland durchführen lassen. Als „umweltfreundliches Fluggerät“ setzte man Embraer Phenom 300 Businessjets von Pad Aviation ein. Die Nachfrage auf dieser Strecke war nicht sonderlich berauschend, denn selten konnte der Flugscheinhändler mehr als eine einstellige Anzahl Reisender pro Flug zum Kauf von Tickets bewegen. Zuletzt wurden einzelne Legs gar nicht mehr durchgeführt. Das Fluggerät wurde kreuz und quer durch Europa positioniert, was nicht gerade umweltfreundlich war. Laut Naturefund hat Green Airlines bislang lediglich 60 Bäume gespendet. Mitte August 2021 waren es laut einem Bericht von Airliners.de 52 Stück, so dass sich die dem Umweltprojekt zugeführten Finanzmittel in sehr eng gesteckten Grenzen halten dürfte. Irreführenderweise verlinkt der Tickethändler auf seiner Homepage nicht auf seine eigenen Spenden an Naturefund, sondern auf das Gesamtprojekt. Bedenkt man, dass die Kosten für Bäumespenden im Centbereich liegen und multipliziert man dies mit 60, so kommt ein geringer Betrag zusammen. Die vielen Positionierungsflüge kreuz und quer durch Europa sind damit jedenfalls keinesfalls „kompensiert“. Naturefund informiert unter diesem Link darüber wie viele Bäume „Green Airlines“ tatsächlich gestiftet hat. Ab Feber 2022 will Green Airlines Charterflüge ab Weeze und Karlsruhe/Baden-Baden anbieten. Ob es tatsächlich zu einer Aufnahme kommen wird, bleibt abzuwarten. Der letzte Expansionsschritt des Carriers endete im Fiasko, wobei man sich strikt weigert betroffenen Passagieren die Entschädigungen laut Fluggastrechteverordnung auszubezahlen.

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Ryanair meldet Quartalsgewinn

Die Ryanair Group konnte im Oktober 2021 mehr Fluggäste befördern als im August 2021. Der Carrier zählte auf 71.500 Flügen rund 11,3 Millionen Passagiere. Die Auslastung wurde seitens der Firmengruppe mit 84 Prozent beziffert. Im traditionell reisestarken August hatte Ryanair rund 11,1 Millionen Passagiere bei einem Ladefaktor von 82 Prozent. Im September 2021 waren es 10,6 Millionen Reisende bei einer Auslastung von 81 Prozent. Quartalsgewinn eingeflogen Finanziell läuft es bei Ryanair erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie wieder besser. Der Konzern legte am Montag die Halbjahreszahlen des laufenden Geschäftsjahres vor und konnte einen Quartalsgewinn verkünden. Allerdings ist Konzernchef Michael O’Leary bezüglich dem unmittelbar bevorstehenden Winter skeptisch. Die bisherige Prognose wurde zurückgezogen. Zwischen Juli und September 2021 schrieb man einen Gewinn in der Höhe von 225 Millionen Euro und glich damit den Verlust, den man im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres eingeflogen hatte, aus. Der Umsatz lag bei etwa 1,8 Milliarden Euro. Der Firmenchef rechnet nicht mehr damit, dass eine schwarze Null eingeflogen werden kann, sondern am Ende des Geschäftsjahres werde ein Verlust zwischen 100 und 200 Millionen Euro stehen. O’Leary rechnet damit, dass die Corona-Pandemie den Winter 2021/22 erneut beeinträchtigen könnte und daher die Nachfrage sinken könnte. Dem will man gegebenenfalls mit besonders billigen Tickets gegensteuern. Bis Sommer 2022 soll die Boeing 737 Max 200 Flotte auf 65 Einheiten ausgebaut werden. Das bedeutet auch, dass Ryanair mit fünf Flugzeugen mehr als bislang öffentlich kommuniziert plant. Die Maschinen werden auf Ryanair DAC, Ryanar UK, Malta Air und Buzz verteilt.

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