Jan Gruber

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Jan Gruber

USA: Delta verlangt höhere Kassenbeiträge von Ungeimpften

Im Gegensatz zum Mitbewerber United Airlines hat Delta Air Lines keine Impfpflicht für die bestehende Belegschaft eingeführt. Nun erhöht man aber den Druck auf die Mitarbeiter, denn wer sich nicht impfen lassen möchte, muss bald einen höheren Beitrag an die betriebseigene Krankenversicherung zahlen. Das U.S.-amerikanische System der Krankenabsicherung ist mit jenem, das in Europa praktiziert wird, nicht vergleichbar. Eine generelle Versicherungspflicht existiert nicht. Große Arbeitgeber unterhalten eigene Krankenkassen. So auch Delta Air Lines. Der Carrier teilte mit, dass Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, künftig bis zu 200 U.S.-Dollar pro Monat an die betriebseigene Krankenversicherung bezahlen müssen. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Ungeimpften der monatliche Beitrag deutlich erhöht wird. Delta begründet dies damit, dass man im Schnitt 50.000 U.S.-Dollar pro Covid-Krankenhausaufenthalt aufwenden muss.

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Griechenland kündigt 2G-Regel und kostenpflichtige Tests an

Mit 13. September 2023 führt Griechenland unter anderem in der Gastronomie und touristischen Einrichtungen die 2G-Regel ein. Gleichzeitig müssen Coronatests künftig selbst bezahlt werden. Damit will man offensichtlich den Druck auf ungeimpfte Personen erhöhen. Das „dritte G“ kann also nur kostenpflichtig in Anspruch genommen werden. Betroffen sind neben Restaurants auch Kinos, Theater, Museen und vergleichbare Einrichtungen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss auch auf Inlandsreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln inklusive Flugzeugen und Fähren einen maximal 48 Stunden alten Coronatest vorlegen. Ab 13. September 2021 müssen die Kosten hierfür selbst bezahlt werden. Die Regierung hofft, dass mit diesem finanziellen Druck mehr Menschen zur Impfung gegen Covid-19 bewogen werden können. Das Vorgehen ist aber durchaus umstritten, denn in vielen Städten gab es bereits Demonstrationen gegen die Pläne.

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Qantas kündigt A380-Comeback an

Die Fluggesellschaft Qantas kündigte am Donnerstag an, dass ab Juli 2022 fünf Airbus A380 reaktiviert werden sollen. Diese sollen auf den Strecken von Sydney nach Los Angeles sowie nach London eingesetzt werden. Den Auftakt soll im Juli 2022 die USA-Verbindung machen. Die britische Hauptstadt will man ab November 2022 wieder mit Superjumbos bedienen. Aus technischen Gründen wird ein Zwischenstopp in Singapur eingelegt. Gleichzeitig bestätigte der Carrier aber auch, dass zwei der insgesamt 12 Airbus A380 endgültig ausgeflottet werden. Alle anderen Maschinen dieses Typs sollen bis spätestens 2024 wieder im aktiven Liniendienst stehen. Zuvor soll diesen noch ein Kabinen-Upgrade verpasst werden.

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Sitzplatzkosten: Billigflieger kassieren Geldstrafen in Italien

Die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC hat gegen die Billigflieger Easyjet, Ryanair, Wizz Air und Volotea Bußgelder verhängt. Den genannten Carriern wird vorgeworfen gegen eine italienische Vorgabe, die vorsieht, dass Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen und Minderjährigen ein Sitzplatz direkt daneben vergeben werden muss. Und zwar kostenlos. Laut ENAC sollen die eingangs genannten Lowcoster gegen diese Auflage verstoßen haben und auch entsprechende Aufforderungen ignoriert haben sollen. Nun werden Bußgelder zwischen 10.000 und 50.000 Euro fällig. Gegen diese können die betroffenen Fluggesellschaften allerdings ein Rechtsmittel einlegen. Als erschwerend erweist sich, dass die Airlines die Vorgaben der Luftfahrtbehörde ENAC noch immer nicht umgesetzt hatten. Besonders hoch fällt das Bußgeld für Ryanair aus, denn diesem Anbieter wirft das Amt vor, dass man gar versuchte die Anordnung zu umgehen, um weiterhin Zuschläge kassieren zu können. Dabei soll eine Klausel in den Allgemeinen Beförderungsbedingungen geändert worden sein. Ryanair beantragte vor Gericht eine Aussetzung der behördlichen Auflage, jedoch wurde dies seitens eines Gerichts abgelehnt. Die mündliche Verhandlung soll am 8. September 2021 stattfinden. Easyjet, Wizz Air und Volotea zeigen sich in Stellungnahmen einsichtig und wollen die ENAC-Bestimmungen einhalten. Man habe die Systeme zwischenzeitlich angepasst. Ganz anders äußert sich der Mitbewerber Ryanair, der die Vorwürfe der italienischen Luftfahrtbehörde als „falsch und irreführend“ zurückweist. Man habe schon am 13. August 2021 entsprechende Maßnahmen ergriffen, die es ermöglichen, dass Begleitpersonen von Minderjährigen bzw. von Menschen mit Behinderungen eine kostenlose Sitzplatzzuweisung erhalten. Man wirft der ENAC auch vor, dass diese eine „Einmischung in die kommerzielle Freiheit der Airline als Sicherheitsproblem einstufen würde“.

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Aer Lingus UK verschiebt den Erstflug erneut

Der neue UK-Ableger von Aer Lingus verschiebt die Aufnahme der USA-Strecken ab Manchester erneut. Zuletzt war angekündigt, dass die Ziele New York und Orlando Ende September 2021 aufgenommen werden sollen. Der neue Starttermin wird nicht vor Dezember 2021 sein. Allerdings soll Aer Lingus UK die Basis im Oktober 2021 eröffnen. Statt in der Vereinigten Staaten von Amerika wird es dann nach Barbados gehen. Hintergrund der Entscheidung ist, dass man darauf gehofft hat, dass die Biden-Regierung zumindest für Geimpfte die Grenzen öffnet. Das ist aber – zumindest kurzfristig – nicht in Sicht. Der neue Plan von Aer Lingus UK sieht vor, dass die New York-Strecke am 1. Dezember 2021 aufgenommen werden soll. Nach Orlando soll ab 11. Dezember 2021 geflogen werden. „Sowohl New York als auch Orlando sollten am 30. September beginnen. Aer Lingus entschuldigt sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten und unsere engagierten Teams wenden sich direkt an die Kunden, um entweder eine vollständige Rückerstattung, eine Umbuchung auf einen alternativen Service oder die Option eines Gutscheins mit zusätzlichen 10 Prozent zur Verwendung im gesamten Aer Lingus-Netzwerk anzubieten die nächsten fünf Jahre“, so der Carrier in einer Stellungnahme. Die Destination Barbados soll ab 20. Oktober 2021 ab Manchester angeflogen werden. Vorerst sind drei wöchentliche Umläufe geplant. Mit der Aufnahme dieser Flüge wird auch die UK-Basis offiziell eröffnet.

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ITA stellt Initial-Streckennetz vor

Die Fluggesellschaft ITA, die am 15. Oktober 2021 die Nachfolge von Alitalia antreten sollen, hat nun ihr Streckennetz, das bedient werden soll, vorgestellt. Zahlreiche deutsche Städte sowie Genf und Zürich will man mit Rom-Fiumicino und/oder Mailand-Malpensa verbinden. Ziele in Österreich sind aktuell nicht geplant. In der Bundesrepublik Deutschland sollen ab Mailand-Linate zunächst Düsseldorf und Frankfurt am Main bedient werden. Im März 2022 soll zusätzlich Stuttgart angeflogen werden. Ab Rom-FCO werden Frankfurt und München angeboten. ITA wird – wie berichtet – in der Anfangszeit das Angebot mehr oder weniger ausgeglichen zwischen Rom und Linate verteilen. Dies dient in erster Linie auch dem Absichern der Start- und Landerechte auf dem innerstädtischen Airport Mailands. Langfristig liegt der Fokus aber auf der italienischen Hauptstadt, die auch als Homebase fungiert. Innerhalb von Italien will der neue Staatscarrier nachstehende Ziele anfliegen: Alghero, Brindisi, Bologna, Bari, Cagliari, Catania, Comiso, Rom-FCO, Florence (ab März 2022), Genoa, Mailand-Linate, Neapel, Olbia, Palermo,  Pescara, Reggio Calabria, Lamezia Terme, Trieste, Turin, Venice und Verona. Auf der Kurz- und Mittelstrecke sind diese Destinationen geplant: Malaga (ab März 2022), Algeri, Amsterdam, Athen, Barcelona, Belgrad (ab August 2022), Brüssel, Kairo, Paris Charles de Gaulle, Düsseldorf, Frankfurt, Genf, London Heathrow, Luxemburg (ab März 2022), Madrid, Malta, Marseille (ab März 2022), München, Nizza, Paris Orly, Sofia (ab August 2022), Stuttgart (ab März 2022), Tirana, Tel Aviv, Tunisi, Valencia (ab März 2022) und Zürich. Die nachstehenden Langstreckenziele sind geplant: Boston, Buenos Aires (ab März 2022), Sao Paulo (ab März 2022), Tokio Haneda, Washington (ab März 2022), New York,

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Air Berlin: Flöther will Etihad-Forderungen verkaufen

Vor einiger Zeit reichte Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine Schadenersatzklage gegen Etihad Airways ein. Das Verfahren muss in London geführt werden und geht offenbar nur schleppend voran. Nun will der Jurist mögliche Ansprüche in der Höhe von mindestens 500 Millionen Euro verkaufen. Laut Mitteilung soll dadurch das Verfahren für die Gläubiger beschleunigt werden. Spekulanten könnten an die Insolvenzmasse eine gewisse Summe bezahlen und bekommen dafür die gegen Etihad Airways geltend gemachte Forderung abgetreten. Damit geht das Prozessrisiko auf den Käufer über. Auch gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der Air Berlin sowie deren D&O-Versicherungen, aber auch gegen den Wirtschaftsprüfer KPMG führt Lucas Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter Verfahren. Inwiefern diese Erlöse zu Gunsten der Masse bringen werden, ist noch völlig offen. Kürzlich wurde bekannt, dass gegen eine Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG ebenfalls vor Gericht gezogen wurde.

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Alitalia stellt am 14. Oktober 2021 den Flugbetrieb ein

Am Abend des 14. Oktober 2021 wird Alitalia den Flugbetrieb endgültig einstellen. Am Folgetag übernimmt der Nachfolger ITA, wobei noch unklar ist unter welcher Marke. Die „alte Airline“ informierte darüber, dass alle Flüge nach dem 14. Oktober 2021 gestrichen sind. Von Alitalia wird ITA einige Assets kaufen, wobei die Markenrechte nicht enthalten sind. Diese muss man im Rahmen einer öffentlichen Auktion ersteigern. Passagiere, die Tickets für Flüge ab dem 15. Oktober 2021 gekauft haben, können eine Umbuchung auf Termine bis inklusive 14. Oktober 2021 erhalten. Alternativ wird die vollständige Rückerstattung angeboten. Bestehende Buchungen sollen nicht von Alitalia auf ITA übertragen werden, weshalb bei Flugscheinen, die längerfristig ausgestellt wurden, empfohlen wird sich das Geld erstatten zu lassen und neu zu buchen. Die „alte Airline“ befindet sich in einem Insolvenzverfahren und soll liquidiert werden.

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Niederlande: Höchstgericht stellt Betriebsübergang von Martinair auf KLM fest

Nach vielen Jahren Prozessführung stellte der Oberste Gerichtshof der Niederlande fest, dass im Jahr 2014 ein Betriebsübergang von Martinair auf KLM stattgefunden hat. Die Vorinstanzen sahen das anders und gaben den 152 Klägern zunächst nicht Recht. Die Klage richtete sich sowohl gegen KLM als auch gegen die zuständige Gewerkschaft, die ihre Zustimmung für die Kündigungen der betroffenen Cargo-Piloten erteilt hatte. Das Höchstgericht stelle nun fest, dass „die Frachtpiloten mit Wirkung vom 1. Januar 2014 bei KLM rechtmäßig angestellt sind und alle Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag zwischen den Frachtpiloten und Martinair zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs auf KLM übergegangen sind“. Weiters musste den Flugzeugführern innerhalb von 20 Tagen nach Zustellung des Urteils ein Arbeitsangebot bei KLM unterbreitet werden. Innerhalb von maximal sechs Monaten muss die Anstellung erfolgen und zwar unter Berücksichtigung jener Position, die zuvor bei Martinair bekleidet wurde. Dieser Teilaspekt dürfte sich in erster Linie an Flugzeugführer richten, die bei KLM keinen Job bekommen hatten. Die Gewerkschaft muss die Abtretung der Forderungen anerkennen und darüber hinaus gemeinsam mit KLM die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Geklagt hatten insgesamt 152 Frachtpiloten von Martinair.

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UAC setzt Ilyushin Il-114-300-Testflüge aus

Im Nachgang des Absturzes des Prototyps der Ilyushin Il-122V gab die Rostec-Tochter United Aircraft Corporation bekannt, dass die Testflüge für das Passagierflugzeug Il-114-300 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden. Die ursprüngliche Variante des Turbopropflugzeugs war kein Kassenschlager. Nur wenige Exemplare wurden gefertigt. Von der Neuauflage, Il-114-300, erwartet sich die United Aircraft Corporation deutlich mehr. Zumindest hat man mittlerweile deutlich mehr Bestellungen als von der Ursprungsvariante jemals gefertigt wurden. In einer Medienmitteilung erklärt die UAC unter anderem, dass man zunächst alle Umstände und Details des Absturzes der Il-112V auswerten muss. Weiters erklärt man, dass man das leistungsstarke Triebwerk genauer untersuchen muss. Es handelt sich um Weiterentwicklungen des Klimow TW7-117. Seit Jahresende 2020 ist dieses für die Il-114-300 zugelassen. Die genaue Ursache des Absturzes der Il-112V steht noch nicht fest, jedoch deutet ein Video eines Augenzeugens darauf hin, dass es zu einer Überhitzung gekommen sein könnte. Dadurch wurde ein Brand ausgelöst, der letztlich zum Strömungsabriss und dann zum Absturz geführt haben könnte. Dieses Problem könnte der UAC bekannt gewesen sein können, denn in russischen Medien äußern sich mehrere Ingenieure dahingehend, dass man bei Tests am Boden festgestellt habe, dass die Temperatur bei Belastungstests sehr stark angestiegen ist.

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