Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa Group führt neue Plattform zur Speisenauswahl ein

Die Lufthansa Group bündelt das Speisen- und Getränkeangebot ihrer Fluggesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines in der neuen digitalen Plattform „Culinary Journey“. Passagiere erhalten dadurch eine zentrale Übersicht aller verfügbaren Mahlzeiten und Snacks entlang ihrer gesamten Flugreise, was die Vorbestellung und die Konsistenz des Angebots verbessern soll, insbesondere bei Umsteigeverbindungen. Das neue Tool ist über die App und die Websites der Airlines sowie per Informationsmail vor dem Abflug erreichbar. Es stellt jedem Reisenden basierend auf der Buchung automatisch die passende kulinarische Auswahl zur Verfügung – von der Economy Class auf der Kurzstrecke bis zur First Class auf Langstreckenflügen. Diese konsistente Erfahrung gilt auch, wenn Fluggäste während einer Reise mit mehreren Airlines der Gruppe, beispielsweise von Wien über Frankfurt nach New York, fliegen. Ein zentraler Vorteil der „Culinary Journey“ ist die garantierte Verfügbarkeit des gewünschten Gerichts durch die Vorbestellung. Auf Langstreckenflügen haben Kunden nun die Möglichkeit, aus einem erweiterten Angebot von bis zu neun Hauptgerichten zu wählen, darunter auch exklusive Kreationen, die nur für Vorbesteller verfügbar sind. Auf kürzeren Flügen profitieren Passagiere von einem Rabatt von zehn Prozent auf das Buy-on-Board-Sortiment wie Sandwiches, Salate oder Kuchen, wenn sie diese vorab bestellen. Die Einführung der „Culinary Journey“ verfolgt auch das Ziel, das Premiumerlebnis der Airline-Gruppe in allen Reiseklassen zu stärken. Konzernweit soll das umfassende Angebot für die Kunden dadurch konsistenter und besser erlebbar werden, wie Caroline Drischel, Senior Vice President Customer Journey des Konzerns, erklärte. Eine integrierte Feedbackfunktion ermöglicht zudem, Kundenmeinungen direkt in die weitere Entwicklung des Services einfließen zu lassen.

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Ringen um die Anbindung: Flughafen Linz kämpft nach AUA-Abzug und mit Rettungsplänen gegen die Krise

Der Flughafen Linz befindet sich in einer akuten Existenzkrise. Am vergangenen Samstag hob der letzte Flug der Austrian Airlines (AUA) in Richtung Frankfurt ab, womit die seit 59 Jahren bestehende, strategisch wichtige Verbindung zum internationalen Drehkreuz eingestellt wurde. Dieser Schritt der AUA, der mit sinkenden Passagierzahlen und massiven Verlusten begründet wird, verschärft die schwierige Lage des zu je 50 Prozent in Besitz der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich stehenden Regionalflughafens. Der Airport schreibt seit fünf Jahren rote Zahlen, die Rücklagen sind weitgehend aufgebraucht. Die Passagierzahlen lagen im Jahr 2024 bei nur rund 180.000, was eine deutliche Abnahme im Vergleich zu den 436.018 Fluggästen des Jahres 2019 darstellt. Vor diesem Hintergrund wird ein umfassender Rettungsplan diskutiert, der zwei zentrale Säulen umfasst: zum einen die Wiederbelebung der Frankfurt-Verbindung durch eine öffentliche Ausschreibung mit möglicher Anschubfinanzierung und zum anderen ein Teilprivatisierungsmodell durch ein regionales Unternehmerkonsortium. Beide Ansätze sind jedoch unmittelbar vom EU-Beihilfenrecht betroffen, was die Entscheidungsfindung verlangsamt und die Unsicherheit erhöht. Die kritische Bedeutung des Drehkreuzes Frankfurt Die Einstellung der Frankfurt-Route durch die AUA ist für den Linzer Flughafen ein schwerwiegender Schlag. Die Verbindung diente als essenzielles Tor zur Welt, da sie Reisenden aus Oberösterreich den Zugang zum globalen Streckennetz des Drehkreuzes Frankfurt ermöglichte. Der Verlust dieser sogenannten Hub-Anbindung verschlechtert die Attraktivität des Flughafens für Geschäftsreisende und internationale Verbindungen erheblich. Die AUA begründete den Abzug der Flugverbindung mit einer stark rückläufigen Auslastung, die zu massiven betriebswirtschaftlichen Verlusten geführt habe. Der letzte Flug landete mit lediglich 21 Passagieren in Linz. Das Land Oberösterreich

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Lufthansa fokussiert Langstrecke und dünnt innerdeutsches Netz aus

Die Lufthansa Group hat ihren Sommerflugplan 2026 vorgestellt, der eine klare Verschiebung des Fokus auf profitable Langstreckenverbindungen und eine deutliche Reduzierung des innerdeutschen Zubringernetzes zeigt. Über die Drehkreuze in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien und Italien sind demnach über 14.000 wöchentliche Verbindungen zu 330 Destinationen in rund 100 Ländern geplant. Trotz des breiten Gesamtangebots wird der Heimatmarkt Deutschland stark von Streichungen betroffen sein. Der Konzern verdichtet die Frequenzen auf interkontinentalen Routen, die sich als besonders lukrativ erwiesen haben. Ab Frankfurt werden beispielsweise St. Louis, Rio de Janeiro und Kapstadt fünfmal pro Woche bedient, während Raleigh/Durham, Washington und Nairobi sogar täglich angeflogen werden. Neu im Flugplan ab Frankfurt ist das norwegische Trondheim mit vier wöchentlichen Verbindungen, um der anhaltend hohen Nachfrage nach skandinavischen Zielen gerecht zu werden. Auch am Drehkreuz München werden die im Winter 2025/26 eingeführten Langstrecken nach Sao Paulo und Johannesburg in den Sommer verlängert, wobei moderne Airbus A350-900 eingesetzt werden. Die Konzerntochter Swiss verstärkt ihr Europanetz mit Posen und Rijeka und weitet die Flüge nach Tokio aus. Austrian Airlines setzt ebenfalls auf nördliche Ziele wie Westerland, Edinburgh und die Lofoten. Parallel zur Expansion auf der Langstrecke setzt Lufthansa den angekündigten Rückbau des innerdeutschen Flugnetzes konsequent um. Mehr als 50 Frequenzen auf Zubringerstrecken werden ab Sommer 2026 gestrichen, betroffen sind Verbindungen zwischen München und Köln, Düsseldorf sowie Berlin oder zwischen Frankfurt und Leipzig oder Nürnberg. Dies ist eine direkte Reaktion auf die anhaltend hohe Kostenbelastung für Flüge in und ab Deutschland, die in den vergangenen Jahren, unter anderem durch

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Austrian Airlines gibt demnächst ersten Embraer an Air Dolomiti ab

Die Lufthansa Group setzt ihre Strategie der Flottenkonsolidierung und Spezialisierung der Tochtergesellschaften konsequent fort. Ein zentraler Schritt in diesem Prozess ist die geplante Übergabe der gesamten Embraer E195-Flotte von Austrian Airlines an die italienische Regionalfluggesellschaft Air Dolomiti. Dieser umfangreiche Flottentransfer soll schrittweise bis Ende 2028 abgeschlossen werden und führt zu einer deutlichen Vereinfachung der Kurz- und Mittelstreckenflotte von Austrian Airlines, während er Air Dolomiti zu einem erheblichen Kapazitätswachstum und einer gestärkten Rolle im europäischen Zubringerverkehr verhilft. Die erste von insgesamt 14 Maschinen dieses Typs wird Austrian Airlines bereits im Dezember 2025 an ihre Konzernschwester übergeben, wie Brancheninformationen bestätigen. Air Dolomiti plant den kommerziellen Einsatz dieses Flugzeugs ab März 2026. Die vollständige Umstellung markiert das Ende der Embraer-Ära bei Austrian Airlines, die sich in Zukunft auf eine homogenisierte Airbus-Flotte auf der Kurz- und Mittelstrecke konzentrieren wird. Bei Air Dolomiti hingegen wächst die Embraer E195 zur zentralen und einzigen Regionaljet-Klasse und bildet die Basis für den geplanten Netzausbau. Konsolidierung zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung Die Entscheidung von Austrian Airlines, ihre gesamte Flotte von 17 Embraer E195 bis 2028 auszumustern, ist ein fundamentaler Bestandteil der internen Strategie zur Reduzierung der Flottenkomplexität. Der Betrieb mehrerer Flugzeugmuster mit unterschiedlichen Anforderungen an Wartung, Ersatzteillogistik und Besatzungsschulung verursacht höhere Betriebskosten. Durch die Eliminierung des Embraer-Typs und die Konzentration auf Flugzeuge aus der Airbus A320-Familie – einschließlich des Zukaufs moderner Airbus A320neo – strebt Austrian Airlines eine Optimierung ihrer Kostenstruktur und eine Steigerung der operativen Flexibilität an. Die restlichen drei der 17 Embraer E195, die nicht an Air Dolomiti

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Entlassungen führen zu Streikandrohung bei Brussels Airlines

Die Gewerkschaften bei Brussels Airlines haben eine offizielle Streikankündigung eingereicht. Auslöser ist die fristlose Entlassung von drei Flugbegleitern, die sich geweigert hatten, einen Flug nach Ghana anzutreten. Die Crewmitglieder begründeten ihre Weigerung mit der Sorge vor möglichem Ungeziefer, Berichten zufolge Flöhe oder Bettwanzen, im Flugzeug. Die Entlassung der Mitarbeiter rief umgehend scharfe Kritik der Gewerkschaften BBTK/SETCa und ACV Puls/CNE hervor. Trotz einer von den Arbeitnehmervertretern gesetzten Frist bis Montagmorgen, die Entscheidung rückgängig zu machen, reagierte die Unternehmensleitung nicht. Die Gewerkschaften fordern nun die sofortige Wiedereinstellung der drei Kollegen. Nach Angaben des Brussels Airlines Managements handelte es sich bei dem Hinweis auf Schädlingsbefall um einen Fehlalarm. Das Unternehmen betonte, Berichten über Ungeziefer zwar ernsthaft nachzugehen, jedoch habe eine externe Kontrolle ergeben, dass keine Schädlinge an Bord gewesen seien. Die drei Flugbegleiter sollen laut Airline-Angaben „mehrere Verfahren schwer verletzt“ und dadurch dem Unternehmen sowie den Passagieren Schaden zugefügt haben. Die genauen Details zu den vorgeworfenen Verstößen behält das Unternehmen unter Berufung auf den Datenschutz zurück. Die Gewerkschaften sehen das Vorgehen der Airline als „gefährliches Signal“ an das gesamte Flugpersonal und werfen der Unternehmensleitung vor, auf die Sorgen der Belegschaft nicht einzugehen. Eine erste, symbolische Aktion der Gewerkschaften am vergangenen Samstag hatte noch keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Mit der offiziellen Streikandrohung spitzt sich der Konflikt jedoch zu, und es drohen nunmehr Arbeitskampfmaßnahmen, die den Flugbetrieb empfindlich stören könnten.

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Die strategische Rückkehr: SAS Scandinavian Airlines zurück in Wien

Nach einer siebenjährigen Unterbrechung nimmt SAS Scandinavian Airlines ab dem 26. Oktober 2025 die Direktverbindung zwischen Wien und Kopenhagen wieder in ihren Flugplan auf. Die Wiederaufnahme dieser wichtigen Route stellt eine signifikante Stärkung der Anbindung Österreichs an Nordeuropa dar und markiert einen strategischen Schritt für die skandinavische Fluggesellschaft nach ihrem Wechsel in die SkyTeam-Allianz. Die Verbindung zwischen den Hauptstädten Österreichs und Dänemarks wird mit zwölf wöchentlichen Flügen bedient und zielt darauf ab, sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden eine verbesserte Anbindung und optimale Weiterreisemöglichkeiten über das Drehkreuz Kopenhagen zu bieten. Die Entscheidung zur Rückkehr nach Wien spiegelt die Attraktivität der österreichischen Hauptstadt als Wirtschafts- und Kulturzentrum sowie die gestiegene Nachfrage nach Flugverbindungen in die wirtschaftlich starke nordische Region wider. Gleichzeitig positioniert sich der Flughafen Wien mit der Wiederaufnahme der Flüge weiter als wichtiges Drehkreuz im zentraleuropäischen Flugverkehr. Die Flugzeiten sind so konzipiert, dass sie den Bedürfnissen von Geschäftsreisenden sowie jenen von Wochenendurlaubern entgegenkommen und ideale Anschlüsse in das weitreichende SAS-Streckennetz ermöglichen. Stärkung der Nordeuropa-Anbindung und wirtschaftliche Impulse Die Wiederaufnahme der Flugstrecke Wien-Kopenhagen hat eine hohe wirtschaftliche und verkehrstechnische Bedeutung. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, betonte die Wichtigkeit der Anbindung an Skandinavien als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Die Rückkehr der größten skandinavischen Airline nach Wien wird als eine Annäherung zweier Städte gesehen, die regelmäßig für ihre hohe Lebensqualität ausgezeichnet werden. Die verstärkte Verbindung fördert den bilateralen Austausch in Handel, Tourismus und Wissenschaft. Die Frequenz von zwölf wöchentlichen Flügen – mit bis zu zwei täglichen Verbindungen an den wichtigsten

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Wizz Air baut Angebot am BER aus: Neue Strecke nach Bukarest

Die Fluggesellschaft Wizz Air erweitert ihr Streckennetz vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) mit dem Start des Winterflugplans 2025/2026. Neu im Programm ist die Verbindung in die rumänische Hauptstadt Bukarest, die ab sofort bis zu fünfmal pro Woche (dienstags, donnerstags, samstags, sonntags und an einigen Mittwochen im Dezember und Januar) mit Airbus A321neo Flugzeugen bedient wird. Die Expansion beschränkt sich nicht nur auf die neue Strecke. Wizz Air erhöht zudem die Frequenzen auf mehreren bestehenden Routen. Die Verbindung nach Warna in Bulgarien wird auf vier wöchentliche Flüge (zwei zusätzliche Flüge) aufgestockt. Die moldawische Hauptstadt Chişinău wird ab sofort viermal und ab dem 16. Dezember sogar fünfmal wöchentlich angeflogen, was einer Steigerung von zwei bzw. drei Flügen pro Woche entspricht. Auch die Route nach Tirana in Albanien wird um ein bis zwei Flüge pro Woche erweitert und erreicht nun eine Frequenz von sechs bis sieben wöchentlichen Abflügen. Insgesamt führt der Ausbau zu einer deutlichen Kapazitätssteigerung im Winterflugplan 2025/2026. Wizz Air bietet 33 Prozent mehr Flüge an als im Vorjahreszeitraum. Durch den vermehrten Einsatz des größeren Flugzeugtyps Airbus A321neo stehen zudem 44 Prozent mehr Sitzplätze zur Verfügung. Diese strategische Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Berliner Flughafens für die ungarische Fluggesellschaft. Der Wachstumskurs soll im Sommerflugplan fortgesetzt werden. Wizz Air hat bereits zwei neue Ziele ab dem BER angekündigt: Ab dem 16. März 2026 wird Bratislava in der Slowakei viermal wöchentlich angeflogen. Die Verbindung nach Tuzla in Bosnien und Herzegowina folgt ab dem 30. März mit drei wöchentlichen Flügen.

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Rücknahme der Luftverkehrssteuer verzögert sich bis 2027

Die Bundesregierung hat die Hoffnungen der Luftfahrtbranche auf eine baldige Rücknahme der erhöhten Luftverkehrssteuer enttäuscht. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte, sind im Bundeshaushalt 2026 noch keine finanziellen Spielräume für die Senkung der Abgabe vorhanden. Eine konstruktive Einsetzung für eine Reduzierung werde erst im Haushaltsaufstellungsverfahren für 2027 angestrebt. Die Luftverkehrssteuer war im Mai 2024 von der Vorgängerregierung je nach Distanz um 2,50 Euro bis 11,40 Euro pro Ticket angehoben worden. Dies führte zu einer Verteuerung der Flugpreise ab deutschen Flughäfen. Die Branche fordert seit der Erhöhung die Rücknahme der Maßnahme und verweist auf die im europäischen Vergleich ohnehin hohen Standortkosten in Deutschland. Zwischen 2019 und 2024 stiegen die Steuern, Gebühren und Entgelte an deutschen Flughäfen um 38 Prozent, während der europäische Durchschnitt lediglich bei 26 Prozent lag. Als kleine Entlastung stellte das Bundesverkehrsministerium eine mögliche Reduzierung der Flugsicherungsgebührensätze für 2026 in Aussicht, deren Handlungsspielraum aktuell geprüft werde. Eine wesentliche Auswirkung auf den einzelnen Ticketpreis erwarten Experten jedoch nicht. Die Branche kritisierte die Verschiebung der Steuerentlastung scharf. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) äußerte sich enttäuscht, da die Regierung Entlastungen für den Luftverkehr angekündigt hatte, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wiederherzustellen. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des BDL, mahnte, die Situation für den Luftverkehrsstandort Deutschland sei bereits kritisch. Die Branche beklagt, dass Fluggesellschaften wegen der hohen Kosten vermehrt deutsche Flughäfen meiden, was die internationale Anbindung der Wirtschaft beeinträchtigt. Eine Senkung der Luftverkehrssteuer wäre aus Sicht der Verbände ein wichtiges Signal zur Stärkung des Standorts gewesen.

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Griechische Sky Express startet Nonstop-Flüge von Hamburg nach Athen

Der Hamburger Flughafen hat die griechische Fluggesellschaft Sky Express als neuen Partner begrüßt. Mit einem Erstflug am vergangenen Freitag wurde eine neue Nonstop-Verbindung zwischen der Hansestadt und Athen in Betrieb genommen. Die Route wird dreimal wöchentlich, jeweils montags, freitags und sonntags, mit modernen Flugzeugen vom Typ Airbus A320neo bedient. Die Flugzeit beträgt rund drei Stunden. Mit der Aufnahme von Hamburg erweitert Sky Express ihre Präsenz in Deutschland weiter, nachdem die Airline kürzlich bereits Strecken von Athen nach Berlin und Düsseldorf aufgenommen hat. Auch die Verbindungen nach München und Frankfurt bestehen weiterhin. Hamburg Airport sieht in der neuen Verbindung eine Stärkung der touristischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Griechenland. Dirk Behrens, Leiter Aviation am Hamburg Airport, betonte, dass die Strecke die Frequenz zu einem beliebten Reiseziel erhöhe und neue Möglichkeiten für Städtereisen, Inselhopping und Geschäftsreisen biete. Sky Express ist bekannt für ihr umfangreiches Inlandsnetzwerk. Ab ihrem Drehkreuz in Athen bietet die Airline Anschlussflüge zu 33 Zielen in ganz Griechenland. Dies ermöglicht Reisenden aus Norddeutschland, die griechische Hauptstadt als Ausgangspunkt für Weiterflüge zu populären Inseln wie Mykonos, Santorini, Naxos, Kreta und anderen Zielen im Ägäischen Meer zu nutzen. Die neue Flugverbindung zwischen Hamburg und Athen wurde pünktlich zum Start des Winterflugplans 2025/2026 am Hamburg Airport in das Programm aufgenommen. Die Flüge starten montags und freitags am späten Nachmittag um 18:15 Uhr sowie sonntags bereits am frühen Nachmittag um 14:15 Uhr. Die Expansion nach Norddeutschland unterstreicht das Engagement der griechischen Fluggesellschaft, ihre internationale Präsenz kontinuierlich auszubauen.

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EuGH stärkt Pauschalurlauber: Volle Erstattung bei schwerwiegenden Mängeln

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Pauschalreisenden gestärkt und entschieden, dass bei schwerwiegenden Mängeln während des Aufenthalts eine vollständige Erstattung des Reisepreises möglich ist – auch wenn bestimmte Leistungen erbracht wurden. Das Urteil (C-469/24) präzisiert die Pauschalreiserichtlinie und klärt, wann ein Reisearrangement als zwecklos anzusehen ist. Anlass des Urteils war der Fall zweier polnischer Urlauber, die einen Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel in Albanien gebucht hatten. Dort wurden sie am Tag nach der Ankunft von Baulärm geweckt, da mit dem Abriss der Schwimmbecken, der Strandpromenade und des gepflasterten Abstiegs zum Meer begonnen wurde. Die Arbeiten dauerten mehrere Tage an. Zusätzlich begannen in den letzten drei Tagen des Aufenthalts neue Bauarbeiten zur Aufstockung des Hotels. Des Weiteren war die Essensversorgung im Hotel eingeschränkt, was zu langen Warteschlangen vor den Mahlzeiten führte. Die Kläger forderten vor einem nationalen polnischen Gericht die vollständige Erstattung des gezahlten Reisepreises und Schadensersatz. Der EuGH stellte klar, dass ein Anspruch auf volle Erstattung besteht, wenn die mangelhafte Erbringung der Leistungen so schwerwiegend ist, dass die Pauschalreise für den Reisenden objektiv ihren Sinn verliert und das Interesse daran entfällt. Damit reicht der bloße Umstand, dass etwa der Flug durchgeführt wurde oder ein Dach über dem Kopf bestand, nicht automatisch aus, um den Erstattungsanspruch zu begrenzen. Darüber hinaus befasste sich der Gerichtshof mit der Frage der Haftung des Reiseveranstalters. Die Richter urteilten, dass ein Erstattungsanspruch nur dann nicht besteht, wenn ein Dritter für die Mängel verantwortlich ist und diese weder vorhersehbar noch vermeidbar waren. Insbesondere bei behördlichen Anordnungen

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