Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Neuer Dreamliner getauft: Lufthansa bringt Allegris-Kabine nach Frankfurt

Die Lufthansa hat am Frankfurter Flughafen eine fabrikneue Boeing 787-9 auf den Namen „Frankfurt am Main“ getauft und damit die Einführung ihres neuen Langstreckenkabinenkonzepts „Allegris“ am größten deutschen Drehkreuz gefeiert. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein nahm die traditionelle Flugzeugtaufe vor, um die enge Partnerschaft zwischen dem Bundesland und der Fluggesellschaft zu unterstreichen. Die Maschine mit der Kennung D-ABPF ist bereits das siebte Flugzeug in der Geschichte der Lufthansa, das den Namen der Mainmetropole trägt. Die Boeing 787-9 ist das erste Langstreckenflugzeug der Lufthansa in Frankfurt, das mit der „Allegris“-Kabine ausgestattet ist. Dieses neue Konzept umfasst innovative Sitzanordnungen und verbesserte Ausstattungsmerkmale in allen Reiseklassen. Das neue Interieur, das bereits seit einiger Zeit auf dem Airbus A350 ab München eingesetzt wird, soll den Passagieren einen spürbar erhöhten Reisekomfort bieten. Die Indienststellung der neuen Maschine ist Teil der konsequenten Flottenmodernisierung der Lufthansa Group, die bis zum Jahr 2030 die Auslieferung von rund 100 weiteren modernen Langstreckenflugzeugen vorsieht, wovon etwa die Hälfte in Frankfurt stationiert werden soll. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, hob hervor, dass diese Investitionen in das Premium-Erlebnis am Standort Frankfurt ein wichtiger Meilenstein seien. Die getaufte „Frankfurt am Main“ ist bereits seit dem 9. Oktober 2025 im Regelbetrieb und bedient zunächst die Strecke zwischen Frankfurt und Toronto. Im Zuge des Winterflugplans wird der Dreamliner mit der neuen Kabine weitere Langstreckenziele anfliegen. Geplant sind Routen nach Rio de Janeiro, Bogotá, Hyderabad sowie voraussichtlich auch nach Austin.

weiterlesen »

Fluglinie Graz-London Gatwick für Sommer 2026 freigeschaltet

Die geplante Direktflugverbindung zwischen Graz und London-Gatwick (LGW), die von der British Airways Tochtergesellschaft BA Euroflyer betrieben wird, ist ab sofort auch für den Sommerflugplan 2026 buchbar. Obwohl der Erstflug erst am 21. November dieses Jahres stattfindet, reagiert die Airline damit auf eine erhöhte Nachfrage für die kommende Reisesaison. Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Grazer Flughafens, bestätigte, dass in den vergangenen Wochen vermehrt Buchungsanfragen von Reiseveranstaltern, Unternehmen und insbesondere von Privatpersonen eingegangen sind. Die nun erfolgte Freischaltung der Flüge für den Sommer 2026 durch British Airways ermöglicht es Reisenden, ihre London-Trips frühzeitig zu planen. Die Frequenz der neuen Linienverbindung bleibt sowohl im Winter- als auch im Sommerflugplan unverändert. Die Flüge werden dreimal wöchentlich angeboten, und zwar an den Flugtagen Montag, Mittwoch und Freitag. Die Direktverbindung nach London-Gatwick wird mit einem Airbus A320 der BA Euroflyer bedient. Die Verbindung Graz-London galt für den Flughafen Graz als der größte Markt ohne Direktflug. Die nun geschaffene Linienverbindung mit BA Euroflyer nach Gatwick wird von der regionalen Wirtschaft als wichtig für Industrie, Handel und Tourismus erachtet. Damit ist eine seit langem verfolgte Zielsetzung des Grazer Flughafens erreicht.

weiterlesen »

Krankheitsrisiko und Kostensteigerung treiben Nachfrage nach Reiseschutz in Europa an

Die Herbstferienzeit markiert in diesem Jahr eine signifikante Verschiebung im Buchungsverhalten von Reisenden, insbesondere im Hinblick auf den Abschluss von Reiseversicherungen. Das erhöhte Risiko einer Erkrankung durch die beginnende Grippe- und Coronawelle, kombiniert mit spürbar gestiegenen Reisekosten, führt zu einem deutlich gewachsenen Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung. Dies äußert sich in einer stark gestiegenen Nachfrage nach Reiseschutz nicht nur für traditionelle Fernreiseziele, sondern insbesondere auch für europäische Destinationen. Vergleichsportale registrieren eine Zunahme an Versicherungsvergleichen für Länder wie Spanien, Griechenland oder Zypern. Spanien hat die Vereinigten Staaten von der Spitzenposition der am häufigsten versicherten Ziele verdrängt und belegt nun den ersten Platz. Diese Entwicklung spiegelt nicht nur eine Veränderung der Präferenzen bei der Wahl der Reiseziele wider, sondern verdeutlicht vor allem, dass Reisende nun auch für kürzere, näher gelegene Reisen vorsichtiger planen und die finanzielle Absicherung im Krankheits- oder Notfall nicht mehr ausschließlich als Notwendigkeit bei kostspieligen Überseereisen betrachten. Die Grippe- und Coronawelle als Katalysator der Vorsorge Experten führen den erhöhten Bedarf an Reiseschutz direkt auf das zeitliche Zusammentreffen der Urlaubszeit mit den ersten Anzeichen einer Grippewelle und der anhaltenden Relevanz von Coronainfektionen zurück. Gerade Familien mit Kindern zeigen ein verstärktes Interesse daran, sich gegen unvorhergesehene Ereignisse wie eine kurzfristige Erkrankung vor der Abreise abzusichern. Der Gedanke, dass eine bereits gebuchte und bezahlte Reise aufgrund von Fieber oder einer anderen plötzlichen Krankheit nicht angetreten werden kann, stellt für viele ein finanzielles Risiko dar. Die in den vergangenen Jahren gewonnenen Erfahrungen mit Reisebeschränkungen, Stornierungen und Quarantänemaßnahmen haben das Bewusstsein für die Notwendigkeit von

weiterlesen »

Vorweihnachtliche Stimmung in der ältesten Stadt der Schweiz: Chur startet in den Advent

In der Adventszeit verwandelt sich Chur, die älteste Stadt der Schweiz, in eine festliche Kulisse. Die vorweihnachtliche Erlebniswelt mit zahlreichen Veranstaltungen beginnt am 28. November und dauert bis zum 26. Dezember. Im Zentrum der Feierlichkeiten stehen zwei traditionelle Märkte, die Besucher in die Altstadt und das Zentrum Graubündens locken. Den Auftakt bildet der große Churer Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende, Freitag, dem 28., und Samstag, dem 29. November. An rund 160 Ständen in der historischen Altstadt werden handgefertigte Waren und lokale Produkte angeboten. Ergänzend dazu sorgt der tägliche Christkindlimarkt in der Bahnhof- und Poststrasse vom 28. November bis zum 23. Dezember für eine durchgängige vorweihnachtliche Atmosphäre. Dieser bietet neben Geschenken vor allem Glühwein und Essensstände. Kulinarisch trägt auch die Alphütta Chur bei, die mit Fondue und Raclette mitten im Stadtzentrum ein uriges Chalet-Ambiente schafft. Neben den Märkten warten weitere Attraktionen auf die Besucher. Dazu gehört das zentral gelegene Eisfeld Quader, das zum Eislaufen einlädt. Im Rätischen Museum wird der Theatralische Adventskalender präsentiert, der täglich Kinder und Familien anzieht. Für historisch interessierte Gäste bieten die SAGENhaften Abendführungen mit dem Nachtwächter einen mystischen Rundgang bei Laternenlicht. Darüber hinaus können Besucher in der ganzen Adventszeit an einer besonderen Aktion teilnehmen: In goldenen Umschlägen sind Gutscheine von lokalen Geschäften und Restaurants versteckt, die an verschiedenen Orten der Märkte gefunden werden können. Mit ihrem breit gefächerten Programm an Veranstaltungen und den festlich dekorierten Gassen unterstreicht Chur ihre Bedeutung als kulturelles und touristisches Zentrum der Region in der Winterzeit.

weiterlesen »

Neue Ski-Destination und stabile Anbindung: Winterflugplan an mitteldeutschen Flughäfen

An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden gilt ab Sonntag, dem 26. Oktober, der neue Winterflugplan. Dieser ist bis zum 28. März 2026 gültig und kombiniert wichtige Verbindungen zu internationalen Drehkreuzen mit zahlreichen direkten Flugzielen zu Warmwasser- und Atlantikregionen. Der Flughafen Leipzig/Halle bietet in der kommenden Wintersaison Flüge zu bis zu 14 Zielen in acht Ländern an, bedient von 13 Fluggesellschaften. Mit bis zu 28 wöchentlichen Abflügen zu sieben Zielen nimmt Marabu Airlines die Spitzenposition unter den Ferienfluggesellschaften ein. Zu den beliebtesten Urlaubszielen zählen Antalya, Hurghada und Gran Canaria. Die wichtige Anbindung an internationale Umsteigemöglichkeiten wird durch die Frequenzen der Linienfluggesellschaften gewährleistet: Lufthansa fliegt das Drehkreuz Frankfurt bis zu fünfmal täglich an. Zudem bietet Austrian Airlines täglich (außer samstags) Verbindungen nach Wien. Turkish Airlines fliegt ihr Drehkreuz Istanbul fünfmal pro Woche an, was Passagieren Zugang zum weitreichenden globalen Netzwerk der Airline verschafft. Am Flughafen Dresden stehen im Winterflugplan Verbindungen zu bis zu 10 Zielen in sieben Ländern zur Verfügung, die von neun Airlines bedient werden. Als meistgeflogenes Urlaubsziel an der türkischen Riviera bleibt Antalya bestehen, mit SunExpress, die bis zu sieben Flüge pro Woche anbieten. Eine bemerkenswerte Ergänzung im Flugplan ist die neue Verbindung nach Südtirol: Ab dem 10. Dezember nimmt die südtirolerische Fluggesellschaft SkyAlps zweimal wöchentlich Flüge nach Bozen auf, der Hauptstadt Südtirols. Die Flüge werden mittwochs und sonntags mit Turboprop-Maschinen vom Typ Dash 8-Q400 durchgeführt und haben eine Flugzeit von etwa 90 Minuten. Dies bietet eine direkte Anreisemöglichkeit in die umliegenden Wintersportgebiete. Die Anbindung an die internationalen Luftverkehrsknotenpunkte wird

weiterlesen »

LOT Polish Airlines erweitert Zentralasien-Angebot mit neuer Route nach Almaty

LOT Polish Airlines, Mitglied der Star Alliance, nimmt Almaty in Kasachstan in ihr reguläres Streckennetz auf. Die neue ganzjährige Flugverbindung startet am 31. Mai 2026 ab dem Warsaw Chopin Airport (WAW) und ergänzt die bestehende Route in die Hauptstadt Astana. Die polnische Fluggesellschaft bedient die Strecke in die größte Metropole Kasachstans viermal pro Woche, und zwar jeweils dienstags, donnerstags, samstags und sonntags. Im Winterflugplan wird das Angebot auf drei wöchentliche Flüge angepasst. Zum Einsatz kommt eine Boeing 737 MAX 8 mit zwei Serviceklassen an Bord. Der Abflug in Warschau erfolgt um 22:40 Uhr, was aufgrund der späten Startzeit die bequeme Anbindung von Zubringerflügen aus neun Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermöglicht. Die Gesamtreisezeit, beispielsweise ab Zürich oder München, beträgt damit zwischen neun und zehneinhalb Stunden. Robert Ludera, Konzernbevollmächtigter und Leiter Netzwerkplanung bei LOT Polish Airlines, unterstreicht die strategische Bedeutung der neuen Route, welche einen weiteren Akzent in Zentralasien setzt. Almaty wird als wichtiges Wirtschaftszentrum, als Tor zur Seidenstraße und als attraktives touristisches Ziel positioniert. Die Stadt am Fuße des Transili-Alatau-Gebirges ist mit rund zwei Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Metropole Kasachstans und beherbergt unter anderem die Kazakhstan Stock Exchange. Über die wirtschaftliche und geschäftliche Relevanz hinaus bietet die frühere Hauptstadt zahlreiche touristische Anziehungspunkte. Dazu gehören der berühmte Grüne Basar und das kürzlich eröffnete Museum of Arts mit Werken zeitgenössischer Kunst. Die umliegenden Berge des Transili-Alatau locken zudem mit dem Wintersportgebiet Shymbulak, dem Großen Almaty-See und der Scharyn-Schlucht, womit das neue Ziel sowohl Geschäftsreisende als auch Urlauber anspricht.

weiterlesen »

100 Millionen Passagiere am BER: Wichtiger Meilenstein erreicht

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat am 22. Oktober 2025 einen bedeutenden Meilenstein in seiner noch jungen Geschichte erzielt: die Begrüßung des 100-millionsten Fluggastes. Die Jubiläumspassagierin, Jessica Metag, war auf dem Weg nach Paris an Bord eines Fluges von Air France und wurde vor ihrem Abflug überrascht. István Szabó, Chief Operations Officer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, betonte, dass die Marke von 100 Millionen Passagieren die starke Entwicklung des Flughafens seit seiner Eröffnung im Oktober 2020 verdeutliche. Nach den anfänglichen, von der Corona-Pandemie geprägten Jahren, habe sich der BER zu einer zentralen Verkehrs- und Infrastrukturrolle für die Region Berlin-Brandenburg entwickelt. Air France-KLM Deutschland-Direktor Bas ‚t Hooft hob die Bedeutung des Ereignisses hervor, da der Jubiläumsgast auf einem Flug der Air France reiste. Air France feierte im Januar 2025 ihr 75-jähriges Bestehen der Präsenz in Berlin und verbindet die Hauptstadt aktuell bis zu sechsmal täglich mit Paris. Die Passagierzahlen des BER zeugen von einer stabilen Erholung des Reiseverkehrs. Nach dem langsamen Start stieg das Aufkommen in den Jahren 2021 und 2022 deutlich an. Im Juli 2021 wurde erstmals die Marke von einer Million monatlicher Fluggäste überschritten, gefolgt von der Zwei-Millionen-Grenze im September 2022. Das Jahr 2024 war mit 25,5 Millionen Reisenden das bisher passagierstärkste Jahr. Auch 2025 setzt sich der Aufwärtstrend fort: Der 17. Oktober 2025 wurde mit 101.893 Fluggästen als der bislang verkehrsreichste Tag in der Geschichte des BER registriert.

weiterlesen »

Großbrand legt internationalen Flughafen Dhaka lahm

Ein Großbrand im Frachtbereich des internationalen Flughafens Hazrat Shahjalal in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, hat am Samstagnachmittag (Ortszeit) den gesamten Flugbetrieb für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht. Die zivile Luftfahrtbehörde sah sich gezwungen, alle Starts und Landungen unverzüglich zu untersagen, nachdem dichter, schwarzer Rauch über dem Gelände aufgestiegen war. Die staatliche Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines leitete daraufhin ankommende Flüge auf die Flughäfen in Sylhet und Chattogram um. Zur Bekämpfung des Großfeuers, dessen Ursache noch unklar ist, rückte die Feuerwehr mit dutzenden Fahrzeugen aus. Die Einsatzkräfte erhielten zusätzlich Unterstützung von Einheiten der Luftwaffe und Marine Bangladeschs, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Laut Behördenangaben wurden bei dem Vorfall rund 25 Menschen verletzt, vorrangig Einsatzkräfte und Personal, die an den Löscharbeiten beteiligt waren. Die massiven Rauchwolken, die kilometerweit sichtbar waren, dokumentierten Augenzeugen in sozialen Medien. Der Brand hatte verheerende materielle Folgen: Der gesamte Frachtkomplex des wichtigsten internationalen Flughafens des Landes wurde den Flammen geopfert, einschließlich der dort gelagerten Importwaren. Der Flughafenchef bestätigte die Zerstörung des Frachtkomplexes. Da in diesem Bereich große Mengen an Textilien, Kleidung und Medikamenten lagerten, befürchten Wirtschaftsverbände Millionenschäden. Bangladesch ist der zweitgrößte Bekleidungsproduzent weltweit, und die Textilbranche stellt rund 80 Prozent der Exporte des Landes. Die Regierung kündigte eine gründliche Untersuchung der Brandursache an, um Hinweise auf Sabotage oder Brandstiftung zu prüfen und zukünftige Vorfälle zu verhindern.

weiterlesen »

Deutschland plant deutliche Aufstockung der F-35-Flotte

Deutschland beabsichtigt, die Bestellung des amerikanischen Tarnkappen-Kampfjets F-35A Lightning II von ursprünglich 35 auf 50 Flugzeuge aufzustocken. Dies geht aus einer vertraulichen Vorlage des Verteidigungsministeriums an den Bundestag hervor, in der zusätzliche Mittel von 2,5 Milliarden Euro für die Bestellung von 15 weiteren Jets beantragt werden. Eine erweiterte F-35A-Flotte wird demnach als zwingend erforderlich erachtet, um den Verpflichtungen Deutschlands im Rahmen der NATO vollumfänglich nachzukommen. Die F-35A ist in erster Linie dazu bestimmt, ab 2027 die in die Jahre gekommene Tornado-Flotte am Fliegerhorst Büchel abzulösen. Dort sollen die Jets als Trägersystem für die Nukleare Teilhabe Deutschlands innerhalb des Bündnisses dienen. Die Entscheidung zur Aufstockung der Bestellung steht im Zusammenhang mit der strategischen Notwendigkeit, die Einsatzfähigkeit im Bündniskontext zu sichern. Gerüchte über eine Erweiterung der Order kursierten bereits seit Monaten, wurden von der Bundesregierung jedoch zunächst dementiert, bevor nun die konkreten Pläne bekannt wurden. Die Beschaffung der zusätzlichen F-35A ist nicht ohne Kontroversen. Einerseits bestehen industriepolitische Bedenken seitens europäischer Akteure, insbesondere von Airbus, die auf Folgeaufträge für den Eurofighter pochten, um die Versorgungsketten des europäischen Programms zu sichern. Obwohl erst kürzlich ein neuer Eurofighter-Auftrag erteilt wurde, bleibt die Balance zwischen US-amerikanischen und europäischen Rüstungsinteressen heikel. Andererseits wird das Projekt von massiv steigenden Kosten für die notwendige Infrastruktur in Büchel überschattet. Die Kalkulation für den Umbau des Fliegerhorsts stieg von ursprünglich 700 Millionen Euro auf nunmehr knapp zwei Milliarden Euro allein für die Bodenausstattung der ersten 35 Jets. Grund für diese Kostenexplosion sind erhebliche Sicherheitsvorgaben der US-Regierung.

weiterlesen »

Flugbegleiter fordern Ende der Abschiebungspraxis auf Linienflügen

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), eine der maßgeblichen Gewerkschaften des Kabinenpersonals in Deutschland, hat sich mit einer weitreichenden Forderung an die Politik und die Luftfahrtunternehmen gewandt: Abschiebungen ausreisepflichtiger Personen sollen künftig nicht mehr an Bord ziviler Linienflüge, sondern ausschließlich mittels staatlicher Ressourcen und durch spezialisiertes Personal erfolgen. Mit dieser klaren Positionierung reagiert die Gewerkschaft auf die erheblichen Belastungen, denen Flugbegleiter nach eigenen Angaben bei solchen Einsätzen ausgesetzt sind. Das heute veröffentlichte Positionspapier argumentiert vor allem mit sicherheitsrelevanten, psychischen und ethischen Aspekten der aktuellen Verfahren. Die Debatte berührt damit das Spannungsfeld zwischen der staatlichen Pflicht zur Durchsetzung der Ausreisepflicht und den Arbeitsbedingungen in der zivilen Luftfahrt. Hohe Anzahl an Rückführungen über zivile Airlines Die Forderung der UFO kommt vor dem Hintergrund einer weiterhin hohen Zahl von Abschiebungen in Deutschland. Laut Angaben der Bundesregierung wurden allein im ersten Halbjahr 2025 über 10.000 Abschiebungen per Flugzeug durchgeführt. Die weitaus größte Zahl dieser Rückführungen erfolgt dabei nicht mittels eigens gecharterter Flüge, sondern auf regulären Linienflügen. Dies bedeutet, dass die Ausreisepflichtigen, begleitet von Vollzugsbeamten, neben regulären Passagieren Platz nehmen. Die Kabinengewerkschaft übt scharfe Kritik an dieser Praxis. Joachim Vázquez Bürger, Vorstandsvorsitzender der UFO, betont, dass Flugbegleiter keine Vollzugsbeamten seien. Ihre Kernaufgabe sei die Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlbefindens aller Passagiere, nicht aber die Assistenz oder das Beobachten staatlicher Zwangsmaßnahmen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die Auslagerung dieser sensiblen staatlichen Aufgabe an zivile Luftfahrtunternehmen zu einer unzumutbaren Belastung für das Personal führe. Die Verantwortung für die Organisation und Durchführung von Abschiebungen liege unstrittig beim Staat, der

weiterlesen »