Jan Gruber

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Jan Gruber

Klage gegen Etihad: BGH verneint deutsche Zuständigkeit

Vor dem deutschen Bundesgerichtshof erlitt Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther eine herbe juristische Niederlage. Das Höchstgericht verneinte im Zusammenhang mit der Schadenersatzklage, die gegen Etihad Airways eingebracht wurde, die Zuständigkeit der deutschen Justiz. Flöther brachte im Namen der Konkursmasse eine Schadenersatzklage gegen den Großaktionär in Berlin ein. Dieser konterte mit einer Feststellungsklage, die den Gerichtsstandort London – laut Vertrag – bestätigen sollte. Ein Gericht im Vereinigten Königreich anerkannte die internationale Zuständigkeit und eröffnete das Verfahren. Daraufhin erklärte sich Berlin für unzuständig und verwies auf das Verfahren in London. Der Masseverwalter zog gegen diese Entscheidung bis zum Bundesgerichtshof, da er sich höhere Chancen für die Gläubiger erwartet, wenn das Verfahren in Deutschland geführt wird. Der BGH wies dieses Ansinnen ab, weshalb die Schadenersatzklage ausschließlich im Vereinigten Königreich verhandelt werden kann. Erst kürzlich brachte Lucas Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter eine Schadenersatzklage gegen eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse ein. Er vertritt die Ansicht, dass diese – bedingt durch den Brexit – zum persönlich haftenden Gesellschafter der Kommanditgesellschaft geworden ist. Das Verfahren wurde noch nicht eröffnet.

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Kanada: Porter expandiert mit Embraer-Großbestellung

Die kanadische Porter Airlines will in den nächsten Jahren stark expandieren. Dazu wird man bis zu 80 Embraer 195-E2 einflotten. Die ersten Einheiten sollen bereits Mitte des kommenden Jahres übernommen werden. Die Regionalfluggesellschaft will mit den brasilianischen Jets den nordamerikanischen Kontinent erschließen und insbesondere in Richtung der USA expandieren. Gleichzeitig betont man in einer Medienerklärung, dass der Maschinentyp DHC Dash 8-400 weiterhin ab dem Billy Bishop Airport Toronto zum Einsatz kommen wird. Man bekenne sich klar und deutlich zum innerstädtischen Airport. Über die Leasinggesellschaft Porter Aircraft Leasing Corp. hat man insgesamt 30 E195-E2 fix bestellt. Weiters sicherte man sich Optionen für 50 weitere Exemplare. Für den Fall des Falles hat man sich in die Verträge schreiben lassen, dass Umwandlungen in die kleinere Variante E190-E2 möglich sind. „Wir bringen Porters unverwechselbaren Service in Dutzende neuer nordamerikanischer Städte“, sagte Michael Deluce, Präsident und CEO von Porter Airlines. „Wir glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für diese Investition ist, da die Pandemie die Luftfahrtlandschaft neu definiert. Durch die Aufnahme einer vielfältigen Auswahl an beliebten Geschäfts- und Urlaubszielen in unser Netzwerk sind wir besser aufgestellt, um die Bedürfnisse vieler weiterer Passagiere zu erfüllen.“ Die neuen Flüge sollen primär ab dem Pearson-Airport aufgenommen werden. Der Billy Bishop Flughafen ist nicht für das Muster Embraer 195-E2 zugelassen. Das Unternehmen betont, dass das Kerngeschäft weiterhin am innerstädtischen Airport bleiben soll. Hierfür werden die bestehenden DHC Dash 8-400 eingesetzt. Für Airbus Canada dürfte die Großbestellung bei Konkurrent Embraer eine ordentliche Klatsche sein, denn man buhlte um den Kunden,

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Unruly-PAX: American klebt Frau an First-Class-Sitz fest

Die Fluggesellschaft American Airlines wird derzeit von einer regelrechten Serie von Passagieren, die an Bord für Probleme sorgen, heimgesucht. Auf Flug AA1774 benahm sich eine Dame dermaßen daneben, dass sie auf ihrem Firstclass-Sitz mit Klebeband fixiert werden musste. Diesmal handelte es sich aber nicht um aggressive Maskenverweigerer oder pöbelnde Männer, sondern um eine Frau, die offensichtlich einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Laut Videos, die unter anderem im chinesischen Tik Tok gepostet wurden, soll die Frau lautstark geschrieben haben, dass sie sofort das Flugzeug verlassen muss. Auch soll sie mit Händen und Füßen gegen die Türen der Maschine geschlagen bzw. getreten haben und das während dem Reiseflug. Der Crew gelang es schließlich die Frau zu überwältigen. Aus Sicherheitsgründen wurde sie anschließend mit Tape-Band an ihrem First-Class-Sitz fixiert. Unmittelbar nach der Landung wurde sie den Behörden übergeben. Die FAA kündigte an, dass man ein Auge auf die Unruly-PAX-Vorfälle bei American Airlines wirft. “Die Besatzung an Bord des American Airlines-Fluges 1774 meldete ein potenzielles Sicherheitsproblem, nachdem ein Kunde versucht hatte, die vordere Einstiegstür zu öffnen, und einen Flugbegleiter körperlich angegriffen, gebissen und verletzt hatte. Zur Sicherheit anderer Kunden und unserer Crew wurde die Person bis zur Landung des Fluges in CLT festgehalten und konnte von Strafverfolgungs- und Rettungskräften abgeholt werden”, so die betroffene Airline in einem Statement.

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SAS kündigt A321LR-Erstflug an

Im Oktober des Vorjahres hat SAS mit der SE-DMO den ersten Airbus A321LR übernommen, doch bislang setzte man die Maschine nicht im Transatlantikverkehr ein. Nun nannte das Unternehmen einen konkreten Starttermin: 1. September 2021. Der Narrowbody soll dann dreimal pro Woche zwischen Kopenhagen und Boston pendeln. Bislang wurden nur einige Testflüge ohne Passagiere über Skandinavien durchgeführt. Der Carrier erwartet gegen Ende Oktober 2021 die Auslieferung von zwei weiteren baugleichen Flugzeugen. SAS begründet die verzögerte Aufnahme des A321LR-Betriebs mit der aufgrund der Coronapandemie geringen Nachfrage.

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KLM entschuldigt sich nach Rassismus-Eklat

Das Verhalten von Bodenmitarbeitern der Fluggesellschaft KLM hat nun für diese ein Nachspiel, denn auf einem Video wurde mutmaßlich rassistisches Verhalten im Zusammenhang mit einer Maschine von Royal Air Maroc festgehalten. Übersetzt brüllen die Personen, die KLM-Warnwesten tragen: “Ja, Ja, da geht eine weitere volle Box an Marokkanern zurück nach Marokko. Ein Oneway-Ticket für jeden. Verschwindet, verschwindet!”. Der Vorfall ereignete sich am 8. Juli 2021 und ist der Fluggesellschaft KLM offensichtlich äußerst unangenehm. „Wir waren schockiert über den Inhalt eines Videos in den sozialen Medien, das Personal in einer KLM-Weste und Arbeitskleidung zeigt, die beim Anblick eines nach Marokko startenden Flugzeugs jubeln. Die Personen im Video sind inakzeptable Kommentare zu hören. Leider mussten wir feststellen, dass an diesem Video mindestens ein Bodendienstmitarbeiter beteiligt war. Dieses Verhalten ist völlig inakzeptabel. Es widerspricht den Grundwerten, die wir als Unternehmen und als Geschäftsbereich hochhalten. Für diese Art von Verhalten ist kein Platz, weder bei KLM noch innerhalb der Flughafengemeinschaft. Es werden daher entsprechende Maßnahmen ergriffen”, so die KLM-Zentrale in einer Stellungnahme.

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Aer Lingus UK erhält AOC und Betriebsgenehmigung

Der UK-Ableger von Aer Lingus hat nun AOC und Betriebsgenehmigung von der Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs erteilt bekommen. Der Carrier ist nun zum kommerziellen Betrieb der Typen A330 und A321LR berechtigt. Derzeit ist ein A330 auf dem AOC registriert. In Kürze sollen eine baugleiche Maschine und ein A321LR folgen. Alle Flugzeuge stammen von der irischen Muttergesellschaft. Der formelle Firmensitz von Aer Lingus UK befindet sich im nordirischen Belfast. Die erste operative Basis soll in Manchester gestartet werden. Der Erstflug soll am 29. Juli 2021 unter dem EI-Code durchgeführt werden. Gleichzeitig unterhält man mit Konzernschwester British Airways ein Codeshare-Abkommen. Zunächst will sich Aer Lingus UK auf Strecken von Manchester in die Vereinigten Staaten von Amerika fokussieren. Die notwendige Genehmigung seitens der U.S.-amerikanischen DOT wird in den nächsten Tagen erwartet.

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Play nun an der Börse und mit zwei A321neo

Die isländische Fluggesellschaft Play hat ihren zweiten Airbus A321neo eingeflottet. Dieser trägt die Registrierung TF-PLA und ist 3,5 Jahre alt. Das Flugzeug stand zuvor bei Interjet im Einsatz und wird von AerCap geleast. Mit der TF-AEW, die von selbigem Lessor bezogen wurde, nahm die isländische Neugründung kürzlich den Linienflugbetrieb auf. Auch dieser Airbus A321neo flog zuvor für die mexikanische Interjet. Die dritte Maschine wird baugleich sein und hat identes Vorleben. Die Seriennummer ist 7945, die Registrierung steht allerdings noch nicht fest. Play gab auch bekannt, dass man nun an der Nasdaq Nordic First North Growth Market Island gelistet ist. Damit hat die junge Fluggesellschaft den Börsengang vollzogen und die Papiere werden jetzt gehandelt. Ab Keflavik bietet Play diverse Ziele innerhalb Europas an. In Deutschland steuert man Berlin-Brandenburg an und im Winter 2021 sind auch Flüge ins österreichische Salzburg geplant.

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Skyalps: Zweite Dash 8-400 in Bozen gelandet

Die maltesische Fluggesellschaft Luxwing hat mittlerweile eine zweite DHC Dash 8-400 in den Farben von Skyalps nach Bozen überstellt. Diese trägt die Registrierung 9H-EVA und wird gleichermaßen wie die 9H-BEL für Charterflüge ab Südtirol eingesetzt. Da Skyalps keine Fluggesellschaft ist, sondern Turbopropflugzeuge von Luxwing chartet und die Sitzplätze auf eigene Rechnung vermarktet, ist man auf die Zusammenarbeit mit der maltesischen Airline angewiesen. Die privaten Eigentümer des Flughafens Bozen bauten unter dem Brand, das zumindest ein wenig an die ehemalige Air Alps erinnert, ein Streckennetz auf. Zuvor lag der Linienflugverkehr ab dem Südtiroler Airport über lange Zeit hinweg brach.

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Green Airlines sitzt bei einem Briefkastenvermieter

In den letzten Tagen sorgte der Chartervermarkter Green Airlines neuerlich für Aufsehen, denn in nur einer Woche verlor man gleich zwei “Airline-Partner”. Nach nur wenigen Legs zog die bulgarische Alk Air die fast 30 Jahre alte Boeing 737-300 ab und die rumänische Just Us Air kam erst gar nicht, denn man habe nie einen Vertrag abgeschlossen. Die Folge daraus: Gestrandete Passagiere, die sich gegenüber Medien über das Verhalten von Green Airlines beklagen. Auf der Homepage stellt sich das Unternehmen als Fluggesellschaft dar und präsentiert gar eine Flotte, jedoch besitzt man kein einziges Fluggerät und obendrein ist man keine von einer europäischen Luftfahrtbehörde zugelassene Airline. Dieser Umstand dürfte vielen Ticketkäufern wohl nicht ganz bewusst gewesen sein, denn im Gegensatz zu echten Fluggesellschaften erfolgt keine fortlaufende Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit, von der die Betriebsgenehmigung abhängig ist. Briefkastenservice-Anbieter residiert am Firmensitz Doch bereits die Firmenadresse von Green Airlines wirft viele Fragen auf, denn am Bahnhofsplatz 12 im deutschen Karlsruhe findet sich nicht etwa eine Verwaltung mit Nominated Persons (vormals Postholder), Flugbetriebsleiter und allem was sonst so zu einer Airline gehört, sondern ein Anbieter für Briefkastenadressen und Co-Working-Spaces. Design Offices nennt sich das und auf der Homepage ist unter anderem zu lesen: “Mit einer repräsentativen Geschäftsadresse überzeugen Sie Kunden und Geschäftspartner auf den ersten Blick und steigern damit auch Ihren Unternehmenserfolg. Die DO Address von Design Offices bietet eine Top-Präsenz in einem exklusiven Umfeld und erhöht Ihre Kundenkontakte. Neben einem zuverlässigen Postservice bietet sie Zugang zu einer professionellen Arbeitsumgebung für alle, die geschäftlich viel

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Tipps für die Einreise-Planung für den Griechenland-Urlaub

Griechenland steht heuer bei Urlaubern hoch im Kurs. Allerdings gilt es bei der Einreise im Vorfeld einiges zu beachten. Nebst negativem Test-, Impf- oder Genesungsnachweis muss auch ein elektronisches PLF-Formular ausgefüllt werden. Kurz vor dem Abreisetag bekommt man einen QR-Code und ein PDF zugestellt. Dieses muss auf der Reise auf dem Smartphone oder auf Papier mitgeführt werden. Andernfalls kann das Boarding verweigert werden und wenn man es dennoch bis nach Griechenland schafft, so können bis zu 500 Euro Strafe fällig werden. Auf was man bei der Einreiseplanung für den Griechenland-Urlaub achten sollte und was man auf keinen Fall vergessen darf, erklärt Aviation Direct in einem kurzem Video, das auf dem Areal des griechischen Flughafens Rhodos aufgenommen wurde.

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