Jan Gruber

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Jan Gruber

Österreich: PCR-Testpflicht für drei Länder ab Dienstag

Vor wenigen Tagen kündigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) an, dass Personen, die auf Nonstopflügen aus Spanien, Zypern und den Niederlanden kommend nach Österreich einreisen einen PCR-Test absolvieren müssen. Antigen-Befunde werden künftig nicht mehr anerkannt. Die Änderung soll am kommenden Dienstag in Kraft treten und betreffen nur Reisende, die aus den drei Ländern kommend weder negativen PCR-Test noch Impfnachweis vorlegen können. Diese müssen die so genannte Pre Travel Clearance ausfüllen und laut Einreiseverordnung „unverzüglich“ am Flughafen einen PCR-Abstrich nehmen lassen. Es gibt allerdings eine wichtige Ausnahme: Sollte die Teststation geschlossen oder überlastet sein, so ist es zulässig, dass der Abstrich innerhalb von 24 Stunden nachgeholt werden kann. Familien mit kleinen Kindern können ebenfalls diese Sonderregelung in Anspruch nehmen. Jedenfalls sieht die Verordnung vor, dass die Bezirksverwaltungsbehörden kontrollieren sollen, ob die Testpflicht eingehalten wurde. Die bloße Abstichnahme löst keine Quarantäne aus. Nur wenn das Testergebnis positiv ausfällt, erfolgt eine behördliche Absonderung. Wer sich weigert den PCR-Abstrich am Airport nehmen zu lassen oder diesen nicht binnen 24 Stunden nachholt, kann mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu 1.450 Euro belegt werden. Genesene können ebenfalls von der PCR-Testpflicht ausgenommen sein, aber nur dann, wenn die Infektion maximal 90 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf frühestens 14 Tage nach der Erstdiagnose ausgestellt werden. Der Nachweis muss den Hinweis enthalten, dass aufgrund der Befunde keine Ansteckungsgefahr besteht. Kinder unter 12 Jahren sind von der PCR-Testpflicht weiterhin ausgenommen. Für sie gelten analog die Bestimmungen, die für ihre Begleitpersonen, zumeist ihre Eltern, gelten. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass diese dem

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Vietnam: Zahlreiche Airlines müssen Flüge pausieren

Aufgrund der Verschärfung der Coronamaßnahmen stellen einige Fluggesellschaften im Vietnam den Flugbetrieb temporär ein. Betroffen sind unter anderem Pacific Airlines, VietJetAir und Bamboo Airways. Die staatliche Vietnam Airlines und Vasco haben eine Ausnahmegenehmigung für den Betrieb einiger Inlandsstrecken erhalten. Allerdings wurde man mit strikten Payload-Restrictions belegt, so dass man nur wenige Passagiere befördern darf. Die Maßnahmen sollen bis mindestens 7. August 2021 aufrecht bleiben. Eine mögliche Verlängerung kann nicht ausgeschlossen werden. Jedenfalls wurde den meisten Airlines die Durchführung von Flügen innerhalb des Vietnams temporär untersagt. Die weitere Entwicklung bleibt daher abzuwarten.

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Malta: Ein Prozent der Passagiere kommt ohne Impfungen an

Die Republik Malta lässt seit Mitte Juli 2021 nur noch vollständig geimpfte Touristen einreisen. Allerdings geschieht es immer wieder, dass Reisende am Flughafen Luqa ankommen obwohl sie die Voraussetzungen für die Einreise nicht erfüllen. Charles Pace, Chef der Zivilluftfahrtbehörde, spielt das Problem herunter. Wer unvollständig oder gar nicht geimpft nach Malta fliegt, dem blühen 14 Tage Quarantäne zum Preis von 1.400 Euro. Alternativ kann die Einreise verweigert werden, so dass sofort und unverzüglich die Rückreise anzutreten ist. Eigentlich hat der Mittelmeerstaat sämtliche Airlines mittels Notam angewiesen die Dokumente vor dem Abflug zu prüfen. Das wird aber von einigen Ground Handling Agents nicht sonderlich ernst genommen. Beispielsweise wurden in Wien am vergangenen Mittwoch die Unterlagen nicht geprüft. Charles Pace erklärte dazu auf eine Journalistenfrage, dass weniger als ein Prozent der Passagiere mit unvollständiger Dokumentation am Flughafen Luqa ankommen würden. “An manchen Stationen, an denen Fluggesellschaften einmal pro Woche nach Malta fliegen, kann die Kontrollperson auch für eine andere größere Fluggesellschaft arbeiten und sich auf die Regeln konzentrieren, die ihrer Meinung nach für Malta gelten, aber für ein anderes Land gelten. Für Abfertigungsagenten, Behörden und Fluggesellschaften ist es schwierig, sich durch all diese unterschiedlichen Beschränkungen zu waten, die sich täglich ändern. Es ist schwierig, aber die Zahlen sind gut”, so der Chef der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde. Unbestätigten Meldungen nach soll die Mehrheit der Reisenden, die ohne vollständige Impfung nach Malta einreisen wollen, von Ryanair ins Land gebracht werden. David O’Brien, Geschäftsführer der Töchter Lauda Europe und Malta Air, wies dies scharf zurück. Er

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ATC-Schulden: Mango muss den Flugbetrieb einstellen

Die South-African-Tochter Mango Airlines musste am Dienstag im Nachgang der Ankündigung des Antrags auf Gläubigerschutz den Flugbetrieb einstellen. Hintergrund sind Außenstände bei der südafrikanischen Flugsicherung. Interims-CEO William Ndlovu bestätigte, dass der Betrieb bis auf weiteres ruht. Man beabsichtigt so rasch wie möglich wieder zu starten, jedoch ist noch kein konkreter Termin in Aussicht. Drei Gewerkschaften stellten aufgrund von Lohnrückständen Anträge bei Gericht, die am 3. August 2021 verhandelt werden. In den letzten beiden Monaten sollen keine Gehälter ausbezahlt worden sein. Da zuvor nur Teilbeträge überwiesen wurden summieren sich die Rückstände mittlerweile auf bis zu sechs Monatslöhne.

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Lufthansa beendet „Eintrittskarten“ für First-Class-Lounges

In die First-Class-Lounges der Lufthansa kann man sich ab sofort nicht mehr “einkaufen”. Nur wenige Wochen nach dem Launch stellt der Kranich dieses Angebot, das in Frankfurt 149 Euro gekostet hat, wieder ein. Laut Frankfurtflyer.de hatte man den Preis gar auf 200 Euro pro Besuch angehoben, jedoch will Lufthansa nun keine zahlenden Gäste mehr bewirten. Künftig ist die Nutzung dieser Lounges wieder an ein First-Class-Ticket bzw. die HON-Circle-Card geknüpft. In den letzten Wochen ist die Nachfrage stark angestiegen. In Frankfurt am Main und München soll dieser exklusive Wartebereich gut gefüllt gewesen sein. Lufthansa äußerte sich nicht zur Einstellung des “Einkaufs” in die First-Class-Lounges. Allerdings kann angenommen werden, dass man der Kundschaft mit den teuersten Tickets bzw. der höchsten Statuskarte keine überfüllte Lounge zumuten will. Das Angebot hielt sich jedenfalls nur wenige Wochen.

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Vancouver führt Trennung von Geimpften und Ungeimpften ein

Der kanadische Flughafen Vancouver International will künftig geimpfte und ungeimpfte Passagiere trennen. Dies geschehe in Vorbereitung auf die Öffnung der Grenzen, die schrittweise bis zum 7. September 2021 vollzogen werden soll. Es wird nun nicht mehr nach Status-Karte oder In- oder Ausländer getrennt, sondern nach Geimpft oder Nichtgeimpft. Entsprechende Schilder wurden in den Fluggasthallen bereits angebracht. Welchen Sinn und Zweck das haben soll? Das ist durchaus unklar, denn spätestens im Flugzeug bzw. beim Verlassen des Terminals werden die Personengruppen ohnehin wieder zusammengeführt.

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Reportage: Malta Air erstmals mit Boeing 737 Max 200 in Luqa

Am Dienstag landete erstmals eine Boeing 737 Max 200 in den Farben von Malta Air auf dem Flughafen Luqa. Die 9H-VUC wurde von Dublin auf den maltesischen Flughafen überstellt und dort von Firmenchef David O’Brien und Verkehrsminister Ian Borg begrüßt. Während dem Ferry-Flug befand sich Flugkapitän Charles Pace, Direktor der Zivilluftfahrtbehörde von Malta an Bord. Dieser hob hervor, dass seiner Ansicht nach dieser Maschinentyp absolut sicher ist und das wohl am intensivsten geprüfte Muster überhaupt ist. In seiner Rede ging er auch auf dem Umstand ein, dass sich immer mehr Fluggesellschaft in Malta ansiedeln. Beispielsweise unterhält die Ryanair Group mit Malta Air und Lauda Europe gleich zwei Ableger vor Ort. Aber auch andere Fluggesellschaften, darunter Corendon, Freebird, Smartlynx und in Kürze auch Titan Airways haben operative Tochtergesellschaften mit Sitz auf den maltesischen Inseln. Jede neue Airline würde zusätzliche Arbeitsplätze in Malta generieren. Hintergrund ist, dass auch wenn Luqa gar nicht angeflogen wird, aus regulatorischen Gründen gewisse sicherheitsrelevante Jobs am offiziellen Firmensitz versehen werden müssen. So haben Malta Air und Lauda Europe gemeinsam rund 50 Büromitarbeiter in Pieta. Insgesamt beschäftigt Malta Air in ganz Europa rund 3.500 Personen, wobei die ganz überwiegende Mehrheit fliegendes Personal ist. Firmenchef David O’Brien betonte, dass man an der Basis Luqa aufgrund der Corona-Pandemie keinen Personalabbau vornehmen musste. Man habe sich mit der zuständigen Gewerkschaft auf eine Lösung, die von beiden Seiten getragen wird, geeinigt. In diesem Zusammenhang kritisierte er die Staatshilfen für Air France-KLM und Lufthansa heftig. “Lufthansa bekommt mehrere Milliarden Euro vom deutschen Staat

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Frankfurt: Lärmschutz wird neu evaluiert

Das für den Flughafen Frankfurt am Main zuständige Regierungspräsidium Darmstadt will die Lärmsituation neu bewerten. Dazu werden Gemeinden und Bürger aufgerufen ihre Stellungnahmen und Vorschläge einzureichen. Die Deadline ist der 15. Oktober 2021. Die Beamten haben einen 250 DIN A4 Seiten starken Bericht geschrieben. Dieser kommt zum Schluss, dass das Lärmthema neu angepackt werden muss. Hierzu will man sowohl die Anliegergemeinden als auch die Bürger einbinden. Ziel ist es, dass wirksame Schutzmaßnahmen ergriffen werden, aber auch die Emissionen, die im Zuge des Betriebs des größten Airport Deutschlands entstehen, reduziert werden. Zwar ist der Flugbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie derzeit deutlich zurückgefahren, jedoch rechnet das Regierungspräsidium Darmstadt, dass es in einigen Jahren zu einer Erholung kommen wird und dann mit der Inbetriebnahme des Terminals 3 die Slots vollkommen ausgereizt sein werden.

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Zwist in deutscher Regierung über Ausweitung von Pflicht-Tests

Innerhalb der deutschen Bundesregierung herrscht offensichtlich keine Einigkeit über den Umgang mit Testpflichten für Reiserückkehrer. Bislang sind nur Personen, die mit dem Flugzeug kommend nach Deutschland einreisen, erfasst. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beabsichtigt eine Ausdehnung auf alle Verkehrsmittel. Im Gespräch mit den Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe führte das Regierungsmitglied aus, dass künftig alle Personen, die aus dem Ausland kommend in die Bundesrepublik einreisen wollen, einen negativen Coronatest vorlegen müssen. Davon ausgenommen vollständig geimpfte Personen. Doch innerhalb der Regierung gibt es Gegenwind: SPD-Justizministerin Christine Lambrecht wird im Bericht zitiert, dass sie eine so umfassende Testpflicht für unverhältnismäßig hält und daher ablehnt. Somit besteht Diskussionsbedarf innerhalb der Bundesregierung. Indes drängen einige Länderchefs auf Verschärfungen für Reiserückkehrer. Ein Bericht der Tageszeitung Welt zeigt auf, dass das bisher praktizierte System nicht wirklich funktioniert. Die lokalen Gesundheitsämter würden kaum Kontrollen von Quarantäne und Testpflichten durchführen. Man komme der hohen Anzahl an Einreiseanmeldungen schlichtweg nicht mehr nach. Dazu kommt, dass die Möglichkeit besteht das Formular nicht online, sondern per Post einzureichen. Genau dieser Weg soll häufig genutzt werden und die Ämter überlasten. Die Dunkelziffer jener Personen, die trotz Verpflichtung überhaupt keine Einreiseanmeldung abgeben, ist äußerst hoch. An den deutschen Airports werden – aus dem Schengenraum kommend – Kontrollen nur stichprobenartig durchgeführt.

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Tote Kröten brocken Flughafen Bozen Ärger ein

Am Flughafen Bozen sorgen derzeit Kröten für Aufregung. Die Südtiroler Grünen werfen dem Airport vor, dass dieser den Lebensraum der größten Wechselkrötenpopulation bei Baggerarbeiten für die Pistenverlängerung zerstört habe. Diese Art und deren Lebensräume stehen in der Europäischen Union unter strengem Schutz. Wie es dazu kommen konnte, dass dieser im Zuge von Bauarbeiten dennoch zerstört wurde, ist nicht so ganz klar. Jedenfalls behauptet der Tierschutzverein Herpeton, dass sämtliche Tiere verendet sind. Laut Aussendung der Grünen habe man mehrere Anfragen im Landtag gestellt. Zunächst habe die verantwortliche Landesrätin behauptet, dass sie nichts von den Wechselschildkröten gewusst habe, ruderte dann jedoch zurück und erklärte, dass die Population mindestens seit 2013 bekannt war. Die Grünen zeigen sich verärgert, dass den Amphibien im Zuge der UVP-Prüfung keine Überlebensmöglichkeit gegeben wurde.

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