Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa Group führt Gender-Bordansagen ein

Die Lufthansa Group hat künftig keine “sehr geehrte Damen und Herren” mehr an Board, denn der Konzern schließt sich mit allen Tochtergesellschaften, also auch Eurowings, Swiss und Austrian Airlines, dem Gender-Wahnsinn an. Künftig sollen die Purser situationsbezogene Umschreibungen verwenden. Welche Ausmaße das so genannte “Gendern” mittlerweile angenommen hat, zeigt eine Pressemitteilung der Österreichischen Post AG. In dieser gab man die Übernahme der Privatkunden der ING Österreich durch die konzerneigene Bank 99 bekannt. Das kleine, aber feine Problem: Die Medienmitteilung enthielt dermaßen viele “Gendersterne”, dass ein sinnvoller Lesefluss fast nicht mehr möglich war. Wenigstens verzichtete man auf Worte wie Bankomatkart*innen, Kontoauszugsdruck*innen oder Postfilial*innen. Der Lufthansakonzern verwendet seit einigen Wochen bei fast allen Tochtergesellschaften “Gender-Doppelpunkte”, jedoch scheint man offensichtlich der Ansicht zu sein, dass dies an Board bei Ansagen doch etwas merkwürdig klingt oder gar zu Verwirrungen führen könnte. Also muss eine andere Lösung her, die jedoch im Grundsatz den gleichen Effekt liefern soll: Alle Fluggäste sollen sich angesprochen fühlen. Daher will der Konzern künftig geschlechtsneutrale Formulierungen wie “Gäste” verwenden. Die Purser können dann frei entscheiden, ob sie “Liebe Gäste” oder einfach nur “Guten Tag”, “Guten Morgen” oder “Guten Abend” sagen. Das gilt übrigens auch für die englische Sprache, denn “Ladies and Gentlemen” sollen die Flugbegleiter künftig tunlichst vermeiden. Wenigstens hat sich die Lufthansa Group für neutrale Umschreibungen entschieden und nicht für regelrechte Zungenbrecher…

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Gerichtlich gekippt: Quarantäne trotz Impfung und negativem PCR

Deutschland erklärte Portugal am 29. Juni 2021 zum Virusvariantengebiet, stufte jedoch bereits am 7. Juli 2021 zum Hochindizidenzgebiet herab. Wer genau zwischen den beiden Stichtagen eingereist ist, musste 14 Tage in Quarantäne. Das wollte sich eine vollständig geimpfte Frau nicht gefallen lassen und zog vor Gericht. Die Dame reiste mit Impfnachweis und negativem PCR-Test nach Deutschland zurück und wurde von der zuständigen Gesundheitsbehörde für zwei Wochen in Quarantäne gesteckt. Bei Virusvariantengebieten sieht die Bundesrepublik keine Möglichkeit zum Freitesten vor. Doch: Wäre sie nur vier Tage länger am Strand geblieben, so hätte sie keine Absonderung kassiert. Das zuständige Verwaltungsgericht für Frankfurt kippte die Entscheidung des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt und hob die Quarantäne als unverhältnismäßig auf. Dabei dürfte der Umstand, dass sie gar nicht abgesondert worden wäre, wenn sie nur vier Tage länger auf Madeira geblieben wäre, eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Behörde hat nun die Möglichkeit den Beschluss vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel zu bekämpfen. Die deutschen Einreisebestimmungen, die unter diesem Link näher erklärt werden, sehen vor, dass aus so genannten Virusvariantengebieten kommend alle für 14 Tage in Quarantäne müssen. Dabei spielt der Impfstatus keine Rolle. Geimpfte haben nur dann Vorteile, wenn man aus Nicht-Risikogebieten, Risikogebieten oder Hochinzidenzgebieten kommt. Im konkreten Fall handelte es sich um eine vollständig geimpfte Frau, die zusätzlich einen negativen PCR-Test, den sie kurz vor dem Abflug in Portugal erlangte, vorweisen konnte.

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Boeing: FAA stellt neuen Dreamliner-Mangel fest

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer hatte mit den Neuentwicklungen Boeing 787 “Dreamliner” und 737-Max bislang ordentlich Probleme am Hals. Beide Muster kassierten weltweite Flugverbote, die zwischenzeitlich wieder aufgehoben wurden. Nun stellte die Luftfahrtbehörde FAA neue Mängel am Dreamliner fest. Sonderlich konkret wurden die U.S.-Amerikaner nicht, denn man schreibt in einer Erklärung lediglich von einem “Problem im Bereich der Nase bei bestimmten Boeing 787”. Es würde keine Gefährdung für die Flugsicherheit darstellen, jedoch wurde Hersteller Boeing aufgebrummt, dass der Mangel vor Auslieferung behoben werden muss. Weiters wird überprüft, ob an bereits an Kunden übergebenen Exemplare ebenfalls das neuentdeckte Problem vorhanden ist. Danach werde die FAA gegebenenfalls entscheiden, ob Modifikationen notwendig sind.

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Alk Air an Green Airlines: „Ohne Moos nix los!“

Der Chartervermarkter Green Airlines sorgte in den letzten Tagen für ordentlich Wirbel, denn nach nur wenigen Legs verabschiedete sich die bulgarische Alk Air. Die rumänische Just Us Air kam erst gar nicht und stellte öffentlich klar, dass man entgegen der pompösen Ankündigung von Green Airlines mit dieser gar keinen Vertrag abgeschlossen habe. Bereits in der vergangenen Woche sorgten drei komplett unterschiedliche Begründungen, wobei zwei vom Chartervermarkter selbst stammen, für Verwirrung. Die Äußerung von Alk Air, dass man die Boeing 737-300 abgezogen habe, hat schon erahnen lassen was dahinter steckte, dass die bulgarische Airline die Zusammenarbeit mit Green Airlines beendet hat. Gegenüber Aerotelegraph.com hat Alk Air nun die Katze aus dem Sack gelassen und bestätigt, dass Green Airlines die “vertragsgemäße Zahlung für die Flüge nicht eingehalten hat”. Daher wurde der Chartervertrag vorzeitig und fristlos beendet. Bemerkenswert ist auch, dass Green Airlines in der Vorwoche mit den unterschiedlichen Begründungen (Kundenservice: Alk Air habe abgesagt; Pressestelle: mangelnde Auslastung und Umweltschutz; Alk Air: aus dem Vertrag ausgestiegen) seitens Aviation Direct konfrontiert wurde, jedoch man sich nicht die Mühe machte diese Ungereimtheit aufzuklären. Da ist es nur noch das Tüpfelchen auf dem i, dass man in einer Medienmitteilung und auf Social Media mitteilte, dass Just Us Air die Charterflüge ab Paderborn und Rostock durchführen wird und auch munter Tickets buchbar waren, jedoch die rumänische Airline sich dann dagegen stemmte und erklärte, dass man mit Green Airlines keinen Vertrag abgeschlossen habe. Die Äußerung von Alk Air lässt zumindest Raum für Spekulation warum sich bei diesem Chartervermarkter

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Wizz Air: Vida kritisiert 100 Millonen Pfund für Varadi heftig

Die Gewerkschaft Vida übt heftige Kritik an Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi, denn dieser soll eine Boni-Zahlung in der Höhe von 100 Millionen Pfund bekommen, während die Bediensteten über viele Monate hinweg Gehaltskürzungen hinnehmen mussten. In der Basis Wien sah es so aus, dass das fliegende Personal über einen langen Zeitraum lediglich das Grundgehalt bekommen hat. Der Löwenanteil der Bezahlung bei Wizz Air setzt sich aus flugabhängigen Bestandteilen zusammen. Aviation Direct berichtete bereits im Herbst 2020 über die niedrigen Beträge auf den Lohnzetteln der in Österreich stationierten Flugbegleiter. „Während die Beschäftigten von Wizz Air in den vergangenen Monaten mit hohen Gehaltskürzungen konfrontiert waren und um ihre Existenz zittern mussten, zahlt sich der CEO der Billig-Fluglinie 100 Millionen Pfund Bonus aus. Das ist unglaublich zynisch und eine bodenlose Sauerei“, kommentiert Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt der Vida. „Rechtswidrige Entlassungen, Missachtung des Rechts auf Betriebsratsgründung, Gewerkschaftszerschlagung und Sozialdumping gehören dort zum Alltag“, verurteilt auch die Europäische Transportarbeiter Föderation (ETF) am Montag die Machenschaften der Airline, die auch eine Basis am Flughafen Wien hat. Liebhart hebt hervor, dass Wizz Air über viele Jahre hinweg hohe Gewinne eingeflogen hat und sagt, dass es “dem Fass den Boden ausschlagen würde”, dass sich “Varadi mit einem Bonus von 100 Millionen Euro selbst belohnt”. “Wir befinden uns inmitten einer Pandemie, die viele Beschäftigte in der Luftfahrt mit unsicheren Arbeitsplätzen, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken einschließlich Risiken für die psychische Gesundheit, Stress und Müdigkeit konfrontiert. Die Fluglinie täte gut daran, für Vertrauensaufbau zu sorgen, anstatt die Beschäftigten mit einer Bonus-Zahlung an

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Wizz Air zwingt alle Passagiere zum Check-In-Schalter

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air zwingt mit sofortiger Wirkung sämtliche Passagiere vor dem Abflug beim Check-in-Schalter zu erscheinen. Das entbindet jedoch nicht von der Verpflichtung vorab über das Internet einzuchecken, denn vergisst man darauf oder hat man die kostenpflichtige Schalter-Option nicht gebucht, kann es teuer werden. Unter dem Deckmantel “Dokumentencheck” müssen sämtliche Wizz-Air-Fluggäste nun am Check-In-Schalter erscheinen, um dort ihre Corona-Reiseunterlagen durch das Bodenpersonal sichten zu lassen. Das gilt ausdrück auch dann, wenn man die Bordkarte bereits auf dem Smartphone oder ausgedruckt hat, was empfehlenswert ist, denn andernfalls kann Wizz Air für den Check-In-Vorgang eine horrende Gebühr verlangen. Der Carrier empfiehlt nun, dass sich die Passagiere rund zwei Stunden vor Abflug in die Warteschlangen vor den Check-In-Schaltern stellen sollen. Damit produziert der Carrier völlig unnötige Menschenansammlungen, denn die Dokumente könnte man durchaus wie bisher auch direkt am Gate überprüfen. Der Carrier schreibt, dass am Schalter die Bordkarten “validiert” werden. Diese Formulierung lässt die Vermutung zu, dass ohne die Freischaltung der Zutritt zum Sicherheitsbereich verwehrt werden kann oder aber am Gate das Boarding problematisch werden könnte. Dazu schreibt der Billigflieger unter anderen: “Aufgrund der strengeren internationalen Reisebestimmungen sind Passagiere angehalten, sich frühzeitig am Flughafen einzufinden, damit alle notwendigen Reisedokumente, die vom Zielland verlangt werden, überprüft und die Bordkarte des Passagiers validiert werden kann. Nach der Ankunft am Flughafen sollen sich Passagiere direkt zum Check-in-Schalter von Wizz Air begeben, wo das Bodenpersonal der Fluggesellschaft prüft, ob der Passagier die erforderliche(n) Bescheinigung(en), Erlaubnis(se) und ein negatives COVID-Testergebnis sowie das entsprechende Online-Registrierungsformular hat, das vom

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England: Erleichterte Einreise nur für UK-Einwohner

Der Landesteil England des Vereinigten Königreichs will zum 19. Juli 2021 nahezu alle Coronamaßnahmen aufheben. Das bedeutet auch, dass sich zumindest für Geimpfte die Einreise deutlich erleichtern wird. Die Sache hat aber einen Haken, denn nur eigene Staatsbürger bzw. Einwohner profitieren von den Erleichterungen. Personen, die aus dem Ausland zu touristischen Zwecken einreisen, unterliegen weiterhin der Quarantäne, wenn sich der Staat auf der Amber- oder Red-List befindet. UK-Einwohner, die vollständig geimpft sind sowie Minderjährige – mit Wohnsitz in UK – sollen jedoch nicht mehr abgesondert werden. Wichtig: Die neue Regelung gilt ausschließlich für den Landesteil England. Wales, Schottland und Nordirland kochen ihre eigene Suppe und haben zum Teil abweichende Vorschriften. Auch zeichnet sich bereits ab, dass diese sich den Lockerungen, die Boris Johnson verkündet hat, zumindest vorläufig nicht anschließen wollen.

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Leipzig: Demonstranten blockierten DHL-Drehkreuz

Der Flughafen Leipzig/Halle entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Frachtdrehkreuz für Deutschland und Europa. In der Bundesrepublik ist – im Gegensatz zu Österreich – das Aufkommen während der Corona-Pandemie stark angestiegen. Daher ist der geplante Ausbau in Sachsen naheliegend. Einige Demonstranten hatten jedoch dagegen etwas und blockierten in der Nacht zu Samstag die Zufahrt zum Logistikzentrum von Deutsche Post-DHL. Dies führte zu einem Rückstau von Lastwagen, so dass die Exekutive eingreifen musste. Eigenen Angaben nach erstattete DHL auch Strafanzeige gegen die Demonstranten. Vor Ort wollten viele Demonstranten ihre Identität vor der Polizei nicht preisgegeben, so dass sich am Sonntag eine Ermittlungsrichterin mit der Angelegenheit befassen musste. Untersuchungshaft wurde laut Staatsanwaltschaft nicht erstattet, da sich die Verdächtigen dann vor der Richterin ausgewiesen haben und zweifelsfrei identifiziert werden konnten. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln wegen des Anfangsverdachts der Nötigung. Für Aufsehen sorgt in Leipzig auch, dass sich an Bord einiger Flugzeuge dringend erwartete Corona-Impfstoffe befanden. Diese wurden auf LKWs umgeladen, die jedoch aufgrund der Blockade das Areal nicht verlassen konnten. Angeblich sollen auch Piloten am Betreten des Flughafens gehindert worden sein, so dass es auch bei abfliegenden Frachtflugzeugen zu Verspätungen gekommen ist. Aufgrund der hohen Nachfrage sollen am Flughafen Leipzig/Halle rund 40 weitere Abstellflächen für Frachtflugzeuge entstehen. Damit würde die Kapazität um etwa 40 Prozent steigen. Anwohner und Umweltschützer befürchten, dass es zu mehr Flugbewegungen in der Nacht kommen könnte. Daher versuchen diese mittels Protestkundgebungen den Ausbau zu verhindern.

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Stuttgart startet Impfungen ohne Termin vor dem Abflug

Auf dem Areal des Stuttgarter Flughafens können sich Passagiere ab 14. Juli 2021 mehr oder weniger ohne konkreten Termin impfen lassen. Unter Vorlage eines Tickets oder einer Buchungsbestätigung für eine Reise, die in naher Zukunft liegt, kann man sich mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna impfen lassen. Der Landkreis Esslingen richtet das Impfzentrum in der Messe, die sich gegenüber den Passagierterminals befindet, ein. Laut Land Baden Württemberg ist keine Voranmeldung erforderlich, wird jedoch empfohlen, wenn man eventuelle Warteschlangen umgehen will. Verabreicht werden sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen. Theoretisch ist es auch möglich sich unmittelbar vor dem Abflug die Impfung zu holen, jedoch empfiehlt der Landkreis Esslingen, dass man in diesem Fall mindestens vier Stunden vor dem Abflug erscheinen soll und sich auf jeden Fall einen “Impf-Slot” vorab reservieren soll. Der Weg zwischen dem Messezentrum und den Terminals kann problemlos zu Fuß zurückgelegt werden. Es handelt sich nur um wenige Schritte und die Wege sind gut ausgeschildert. Wichtig: Eventuelles Reisegepäck darf nicht ins Impfzentrum mitgenommen werden. Hierzu werden in der Nähe des Terminals 1 Schließfächer bereitgestellt. Alternativ könnte man auch die Kofferabgabe vor der Impfung erledigen.

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Malta Air: Erste Boeing 737-Max 200 kommt nach Bergamo

Die Ryanair-Tochter Malta Air stationiert auf dem italienischen Flughafen Bergamo die erste Boeing 737 Max 200 auf dem Festland. Der Konzern wird die Maschinen dieses Typs zunächst ab Stansted und eben ab der Metropole, die sich nördlich von Mailand befindet, einsetzen. Laut Ryanair-Managern ist der Grund dafür, dass man sowohl am britischen Airport als auch in Bergamo einen eigenen Technikbetrieb unterhält. In der italienischen Stadt soll die erste Boeing 737 Max 200 am 20. Juli 2021 eintreffen. Diese ist mit 197 Sitzplätzen bestuhlt. Es handelt sich um eine spezielle Billigflieger-Variante der Max 8. „Wir erkennen die Bedeutung der Ankunft des neuen Flugzeugs von Ryanair, das erste dieser Art nicht nur in Mailand Bergamo, sondern in ganz Italien. Bis zum Ende der Sommersaison erwarten wir, dass bis zu fünf 737-8200 an unserem Flughafen stationiert sein werden und weitere fünf bis Mitte 2022, die die derzeit stationierte B737-800 schrittweise ersetzen werden”, so Ryanair-DAC-Geschäftsführer Eddie Wilson. Um das Wort “Max” nicht mehr verwenden zu müssen, hat sich der irische Lowcoster eine besondere Lösung einfallen lassen. Seit einigen Monaten nennt man die Maschinen einfach “Boeing 737-8200 Gamechanger”. Es handelt sich um keine offizielle Bezeichnung des Herstellers, sondern um eine Marketingerfindung von Ryanair.

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