Jan Gruber

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Jan Gruber

Trotz Corona: Mehr Fluggeräte in Österreich zugelassen

Im Corona-Jahr 2020 wurde definitiv weniger geflogen, jedoch legte die Anzahl der in Österreich zugelassenen zivilen Luftfahrzeuge weiter zu. Um 3,4 Prozent mehr Maschinen wurden im Jahresvergleich in der Alpenrepublik eingetragen. Zum Bestand zählten 1.328 Motorflugzeuge (2019: 1.280), 236 Drehflügler (2019: 219), 85 Ultraleichtflugzeuge (2019: 84), 165 Motorsegler (2019: 167) sowie unverändert 1 Wasser- und Amphibienfahrzeug. Unbemannte Luftfahrzeuge gab es im Berichtsjahr keine. Daneben wurden wie im Vorjahr 20 im Eigentum der Republik Österreich befindliche Motorflugzeuge (1 Flugzeug und 19 Hubschrauber) ermittelt, so eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria. Die Gewichtsklassen setzen sich in Österreich wie folgt zusammen: Gewichtsklasse A: einmotorig bis 2.000 kg. Gewichtsklasse B: einmotorig mehr als 2.000 kg bis 5.700 kg. Gewichtsklasse C: mehrmotorig bis 5.700 kg. Gewichtsklasse D: ein- und mehrmotorig mehr als 5.700 kg bis 14.000 kg. Gewichtsklasse E: mehrmotorig mehr als 14.000 kg bis 20.000 kg. Gewichtsklasse F: mehrmotorig mehr als 20.000 kg. Entwicklung des Bestands in Österreich: Jahr A B C D E F Wasser-undAmphibien-fahrzeug unbemannte Luftfahrzeuge Dreh-flügler Ultraleicht-flugzeuge Motor-segler Bund Flugzeuge Bund Hub-schrauber Insgesamt 2020 661 21 140 63 29 414 1 – 236 85 165 1 19 1.835 2019 651 18 137 61 28 385 1 3 219 84 167 1 19 1.774 2018 647 15 135 57 27 372 1 – 208 90 166 1 15 1.734 2017 647 17 136 56 30 276 1 – 189 91 169 1 17 1.630 2016 647 14 130 59 31 213 1 2 175 89 174 1 17 1.553 Quelle: Statistik Austria.

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Lufthansa setzt weiterhin auf Boeing 747-400

Im Gegensatz zur Airbus-A380-Flotte wird es bei Lufthansa für die Boeing 747-400 definitiv ein Comeback geben. Die größte Airline Deutschland will die Jumbojets schrittweise ausmotten und zumindest bis 2023 betreiben. Das Unternehmen bestätigte, dass die acht Boeing 747-400 wieder in den Liniendienst gestellt werden. Als Ersatz werden ab 2023 Zweistrahler des Typs Boeing 777 dienen. Bis dahin sollen die Vierstrahler noch gute Dienste leisten. Das Phase-Out der 747-400 soll laut Lufthansa im Jahr 2023 starten. Damit geht der Kranich einen abweichenden Weg, denn viele Airlines trennen sich momentan von ihren Vierstrahlern. Lufthansa stellt beispielsweise bestimmte Airbus A340 außer Dienst und Konzernchef Carsten Spohr hält den Wiedereinsatz der A380-Flotte für „äußerst unwahrscheinlich“. Die Boeing 747-400 soll auch wieder im Transatlantik-Verkehr eingesetzt werden. Auch in Indien wird das Muster nach und nach wieder sichtbar werden. Beabsichtigt ist, dass dieses Muster schrittweise ausgemottet wird und in etwa bis Dezember 2021 die Teilflotte wieder weitgehend reaktiviert ist. Die tatsächliche Umsetzung hängt aber von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, die nicht vorhersehbar ist, ab.

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Lockdowns: Qantas-Chef Joyce hat die Schnauze voll

So langsam scheint Qantas-Chef Alan Joyce kein Verständnis mehr für Grenzschließungen und Lockdowns in Australien zu haben. Er fordert nun öffentlich, dass die Maßnahmen aufgehoben werden. Damit reagiert die Fluggesellschaft auf die neuerlichen Lockdowns, die in verschiedenen Städten Australiens verhängt wurden. Seit März 2020 sind die Grenzen des südlichen Kontinents weitgehend geschlossen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, von denen der internationale Flugverkehr von Qantas profitieren könnte. Dementsprechend liegt der Flugbetrieb weitgehend lahm. Joyce prangert das Verhalten der Behörden: Diese würden „wegen einem oder zwei Covid-Fälle“ ganze Metropolen in den Lockdown schicken. Dies ist seiner Ansicht nach „unverhältnismäßig“. Australien und der Nachbarstaat Neuseeland sorgen seit dem Beginn der Corona-Pandemie mit zum Teil knallharten Maßnahmen für Aufsehen. Jahreszeitbedingt steigen die Neuinfektionen wieder an und ganze Regionen werden wegen – aus europäischer Sicht – weniger Fälle unter Lockdowns gestellt. Die Ausgangsbeschränkungen sind mancherorts wesentlich strenger aus in Europa.

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Portugal kassiert Klimasteuer

Portugal bittet nun sämtliche Passagiere „für das Klima“ mit zwei Euro zur Kasse. Das Land führte eine so genannte Kohlenstoffdioxid-Steuer ein. Diese ist von allen abfliegenden Fluggästen zu bezahlen und muss von den Airlines im Rahmen der Flugbuchung kassiert werden. Schon länger wurde die Einführung einer solchen Abgabe diskutiert, jedoch erfolgte die Einführung fast geräuschlos per 1. Juli 2021. Tickets, die vor diesem Stichtag gebucht wurden, sind ausgenommen. Unabhängig von der Flugdauer sind zwei Euro zu entrichten. Das „Inkasso“ erfolgt durch die Fluggesellschaften, die jeweils zum fünften des Folgemonats abführen müssen. Weiters muss ein Report an die Luftfahrtbehörde erstattet werden. Was genau mit den Steuereinnahmen geschieht, ist nicht so transparent. Zwar heißt es, dass diese in klimafreundliche Mobilität investiert werden soll, doch das ist ein eher schwammiger Begriff. Während bei Langstreckenflügen die neue Abgabe kaum auffallen wird, könnten sich Ryanair-Tickets, die oftmals im einstelligen Eurobereich angeboten werden, durchaus verteuern.

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Air France beendet Embraer-145-Ära

Mittlerweile ist das Muster Embraer 145 in Europa nur noch selten anzutreffen. In größerem Umfang hatte die Air-France-Tochter Hop den kleinen Regionaljet noch im Einsatz, doch damit ist nun offiziell Schluss. Geflogen ist die letzte Einheit, F-GRGC, ohnehin schon länger nicht mehr. Air France entschied sich vor längerer Zeit dafür, dass die mittlerweile in die Jahre gekommenen Embraer 145 die Hop-Flotte verlassen werden. Nun kommt das endgültige Aus für die F-GRGC, die seit 1997 im Dienst der Firmengruppe stand. Dieser Regionaljet war am 20. März 2020 letztmalig im kommerziellen Liniendienst. Seither wartet dieser Embraer 145, der letzte seiner Art bei Air France, auf bessere Zeiten. Diese wird er bei Air France nicht mehr haben, denn am 5. Juli 2021 wurde die Maschine formell außer Dienst gestellt. Damit endet beim französischen Luftfahrtkonzern auch die Ära der Embraer 145. Oder auch nicht? Weiterhin im Einsatz bleiben die von der slowenischen Amelia im Rahmen eines Wetlease-Vertrags betriebenen E145-Regionaljets. Die drei Maschinen kommen ab Paris-Orly zum Einsatz.

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Green Airlines: Alk Air zog Flugzeug vorzeitig ab

Der Chartervermarkter Green Airlines ist schon wieder einen „Airline-Partner“ los, denn die bulgarische Alk Air zog die gecharterte Boeing 737-300 ab. Zwischen den beiden Unternehmen scheint dicke Luft zu herrschen, wobei die Fluggäste die Leidtragenden sind. Unter der Flugnummer VBB4125 führte Alk Air am 5. Juli 2021 den letzten Charterflug für Green Airlines zurück. Nachdem die LZ-MVK aus Rostock kommend in Rhodos gelandet ist, ging es nicht wie angekündigt nach Paderborn, sondern zurück zur Homebase Sofia. Alle anschließenden Green-Airlines-Charter wurden nicht mehr durchgeführt. Mittlerweile listen einige Airports die Verbindungen gar nicht mehr. Green Airlines wusste also, dass man ein heftiges Problem hat, denn für die verkauften Flüge hat man keinen Operating Carrier mehr. Dennoch war der Verkauf verhältnismäßig lange offen, ehe dieser für den Rest der Woche unter VBB-Flugnummern eingestellt wurde. Passagiere erhalten nur einen Tag vor Abflug ein lapidares und ultrakurzes E-Mail, dass ihre Buchung gestrichen ist. Dieses ist wohlgemerkt auf Englisch verfasst, enthält keine Signatur oder Telefonnummer und erst recht keine Belehrung über die Fluggastrechte. Drei komplett unterschiedliche Erklärungen Alk Air erklärte lapidar, dass man nicht mehr für Green Airlines fliegen wird. Gründe nannte die bulgarische Fluggesellschaft nicht. Der Kundenservice des Unternehmens schrieb kurz und bündig, dass die Flüge durch den Carrier storniert wurden. Man biete Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften an. Das ist allerdings nur ein schwacher „Trost“, denn gerade nach Paderborn und Rostock gibt es zum Beispiel ab Rhodos keine taggleichen Verbindungen, die nicht einer gefühlten „Europarundreise“ gleichen würden. Bemerkenswert ist auch, dass die Pressestelle von Green

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Überblick: Salzburg vor Comeback-Marathon

Der zweitgrößte Flughafen Österreichs, Salzburg, erwartet in den nächsten Wochen einige Erst- bzw. Comeback-Landungen. Es handelt sich dabei unter anderem um Transavia, Flydubai und Flynas. Nachstehend ein Überblick. Den Auftakt wird Transavia am 8. Juli 2021 gegen 15 Uhr 50 machen. Der Carrier wird ganzjährig im Codeshare mit Konzernschwester KLM das Drehkreuz Amsterdam ansteuern. Flydubai wird am 15. Juli 2021 gegen 20 Uhr 50 nach Salzburg zurückkehren. Bedingt durch die Kooperation mit Konzernschwester Emirates sind Umsteige am Hub Dubai möglich. Nur vier Tage später, also am 20. Juli 2021 gegen 18 Uhr 20, soll die Erstlandung der neuen Easyjet-Verbindung nach Barcelona stattfinden. Diese soll vorerst bis Ende Oktober 2021 angeboten werden. Flynas wird am 23. Juli 2021 gegen 11 Uhr 15 in der Mozartstadt erwartet. Der Carrier aus Saudi-Arabien wird Riadh bedienen. Eurowings ist für den 1. August 2021 gegen 16 Uhr 55 zur Wiederaufnahme der Berlin-Strecke angekündigt.

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Passagierzahlen: Österreichs Flughäfen „flogen“ unterschiedlich durch die Lockdowns

In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden ab den österreichischen Verkehrsflughäfen insgesamt 22.982 Passagierflüge durchgeführt. An Bord befanden sich 1.267.897 Fluggäste. Ein Bruchteil der einstigen Leistung „vor Corona“. Im Vorjahr waren die Monate Jänner und Feber nicht von der Pandemie betroffen. Ab Mitte März 2020 ging es dann Schlag auf Schlag, denn beispielsweise reihenweise stellten Fluggesellschaften den Betrieb ein. Beispielsweise setzten auch Lauda und Austrian Airlines ihren Betrieb aus. Obwohl im März des Vorjahres zumindest teilweise nicht geflogen wurde, hatte man heuer nochmals einen Rückgang auf 220.046 Reisende – und zwar verteilt auf alle österreichischen Airports. Vergleicht man den Jänner 2021 (203.352 Passagiere) mit Mai 2021 (407.170 Fluggäste), so ist erkennbar, dass sich die Beförderungsleistung fast verdoppelt hat. Der Umstand, dass die Anzahl der Flugbewegungen nur um ein Drittel zugelegt hat, ist ein Indiz dafür, dass sich die Auslastung deutlich verbessert hat. Die Zahlen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn man liegt deutlich unter der Leistung von 2019. Es ist zu erwarten, dass der Rückstand über den Sommer sinken wird, aber die Rekordwerte sind derzeit in unerreichbarer Ferne. Monat Flüge Veränderung Fluggäste Veränderung Mai                6.239 422%             407.170 1820% April                5.442 393%             274.921 2048% März                4.191 -68%             220.046 -78% Februar                3.058 -87%             162.408 -94% Jänner                4.052 -84%             203.352 -92% „Löwenanteil“ flog ab Wien Der Großteil der Flugbewegungen ist in den ersten fünf Monaten auf den Flughafen Wien-Schwechat entfallen. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass von

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Alitalia: Brüssel gibt weitere 40 Millionen Euro frei

Die insolvente Fluggesellschaft Alitalia erhält seitens der Regierung weitere 39,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die EU-Kommission bewilligte diese Maßnahme erneut. Seitens einiger Mitbewerber, darunter Ryanair, wurden bereits rechtliche Schritte gegen die Freigabe der Beihilfe angekündigt. Formell wird die Staatshilfe diesmal als Kompensation für die Reisebeschränkungen zwischen 1. März und 30. April 2021 tituliert. Erst am 12. Mai 2021 gab Brüssel die Freigabe für 12,84 Millionen Euro für Alitalia. Damals sollte der Zeitraum Jänner 2021 abgedeckt werden. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat Alitalia in etwa 350 Millionen Euro ausbezahlt bekommen. Der Nachfolger ITA soll dem aktuellen Informationsstand nach nicht vor Oktober 2021 abheben. Der Starttermin wurde wiederholt verschoben. Das „Markenproblem“ ist noch immer nicht gelöst, denn die EU-Kommission versucht das Übertragen des Alitalia-Brands zu unterbinden.

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EU-Kommission unterzeichnet Openskies mit vier Staaten

Flüge zwischen der Europäischen Union und Armenien, Tunesien, Katar und der Ukraine könnten künftig sprichwörtlich wie die Schwammerl aus dem Boden sprießen, denn die jeweiligen Staaten haben sich mit der EU-Kommission auf Openskies-Abkommen geeinigt. Das bedeutet, dass zwischen der Europäischen Union und den zuvor genannten Staaten – sowie umgekehrt – von jedem beliebigen Punkt aus geflogen werden kann. Weiters eröffnen sich dadurch auch Möglichkeiten im Rahmen der so genannten Fünften Freiheit. Dabei handelt es sich um Zwischenstopps, auf denen Passagiere ein- und aussteigen dürfen. Die gennannten Staaten haben sich laut EU-Kommission zur Einhaltung der Sicherheitsstandards der Europäischen Union verpflichtet. Bevor das Abkommen in Kraft tritt, ist noch eine Ratifizierung durch die Regierungen der 27 EU-Mitgliedsstaaten erforderlich. Mit diesem Schritt wird in etwa für Herbst 2021 gerechnet.

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