Jan Gruber

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Jan Gruber

Tipps: So funktioniert die Einreise nach Malta

Das kleinste Land der Europäischen Union, Malta, praktiziert seit Mitte Juli 2021 die wohl strengsten Einreisebestimmungen in der Schengen-Region. Touristen können nur noch einreisen, wenn die vollständige Impfung mittels EU-Zertifikat nachgewiesen werden kann. Andernfalls heißt es 1.400 Euro blechen und 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Malta akzeptiert ausschließlich Impfzertifikate mit QR-Code. Diese müssen von einem EU-Mitgliedsstaat, dem Vereinigten Königreich, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten von Amerika, Serbien, Gibraltar, Jersey oder Guernsey ausgestellt worden sein. Personen, die in der Republik Malta geimpft wurden, dürfen auch ihren klassischen Papier-Impfpass vorweisen – alle anderen jedoch nicht. Ob das Impfzertifikat mit QR-Code auf Papier oder auf dem Smartphone vorgewiesen wird, ist egal. Zusätzlich ist jedenfalls der Reisepass oder Personalausweis als Identitätsnachweis vorzuzeigen. Weiters verlangt Malta das Ausfüllen eines PLF-Formulars. Dazu nutzt man die Plattform der EU. Die “Weltkarte” der maltesischen Regierung kennt nur noch die Farben “rot” und “dunkelrot”. Aus “Dark Red” kommend ist eine Genehmigung der Einreise notwendig. Diese muss vorab über [email protected] angefragt werden. Die aktuelle Einteilung samt durchaus komplizierter Erklärung findet sich unter diesem Link auf der Homepage des Deputy Prime Minister. Malta-Einreisebestimmungen auf einen Blick: Wer darf ohne Quarantäne nach Malta einreisen? Ab 12 Jahren ist die vollständige Impfung notwendig. Nach der letzten Dosis müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Kinder unter 12 Jahren müssen einen negativen RT-PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) vorlegen. Über 12 Jahren ist die Einreise nur vollständig geimpft ohne Quarantäne möglich. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Welche Impfstoffe werden

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Österreich: PCR-Testpflicht betrifft nur wenige Reisende

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) will die Einreisebestimmungen verschärfen. Er verkündete, dass Personen, die per Flugzeug aus den Niederlanden, Spanien und Zypern kommend, einreisen wollen sich einem PCR-Test direkt an den Flughäfen unterziehen müssen. Es klingt nach einer drastischen Verschärfung, aber genau genommen sind nur sehr wenige Reisende betroffen. Bereits jetzt ermöglicht die Einreiseverordnung, dass man die Testung nicht im Ausland vornehmen muss, sondern sich binnen 24 Stunden in Österreich testen lassen kann und das kostenlos. Im Grunde handelt es sich also nur um eine Art “Nachhilfe”, dass man sich auch tatsächlich der Testung unterzieht. Betroffen sind nämlich ausschließlich Passagiere, die nonstop aus den drei Ländern kommend nach Österreich fliegen und weder geimpft noch getestet sind. Personen, die einen negativen PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) vorweisen können oder aber vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, müssen sich auch künftig keinem PCR-Abstrich an den österreichischen Airports unterziehen. Ein wenig unklar ist noch die Situation für Genesene, wobei es hier zu einer Anpassung kommen wird. Wer Covid-19 überstanden hat und zusätzlich eine Impfung erhalten hat gilt künftig im Sinne der Einreiseverordnung als vollständig geimpft. Wenn man nach Österreich einreisen will und die 3G-Regel nicht erfüllen kann, muss man die so genannte Pre Travel Clearance ausfüllen. Diese ist bei der Einreisekontrolle dem Bundesheer vorzuweisen. Laut Wolfgang Mückstein ist also nur diese Personengruppe betroffen und auch nur aus Spanien, Zypern und den Niederlanden kommend. Der PCR-Test am Airport soll kostenlos sein und man muss auch nur dann in Quarantäne, wenn das Ergebnis positiv ausfällt. Der

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BER konnte 50.000-Passagiere-Marke knacken

Der Flughafen Berlin-Brandenburg zählte am Freitag erstmals rund 51.000 Reisende an einem Tag. Das Passagieraufkommen liegt damit zwar deutlich unter den Zahlen im Sommerreiseverkehr 2019 mit bis zu 120.000 Fluggästen an den Spitzentagen. Im vergangenen Jahr wurden an den Hauptreisetagen aber nur rund 30.000 Passagiere gezählt. Aktuell steuern mehr als 60 Airlines Ziele in rund 50 Ländern an. Aktuell beliebt sind insbesondere Ziele in der Mittelmeerregion wie Spanien, die Türkei, Griechenland und Italien. Erstmals werden in diesem Sommer von Berlin aus Thira auf Santorin, Tivat in Montenegro und Zakinthos Island angeflogen. Als neue Airlines konnten der BER Play (Reykjavik) und Sky Alps (Bozen) begrüßen. Ab August fliegt Scoot, die Low-Cost-Tochter von Singapore Airlines, drei Mal wöchentlich vom Flughafen BER über Athen nach Singapur. Zudem stockt Norwegian Airlines ihre Flüge nach Skandinavien auf. „Der positive Trend der letzten Wochen setzt sich in den Ferien deutlich fort. An unserem Flughafen herrscht Urlaubsstimmung, wir spüren die Vorfreude unserer Passagiere auf Strände, Kultur und Begegnungen insbesondere in Gebieten der Mittelmeerregion. Wir freuen uns, dass unser neues Terminal 1 sich auch bei steigendem Verkehr gut bewährt und wir unsere Gäste optimal betreuen können. Jetzt kommt es darauf an, die Corona-Entwicklung im Griff zu behalten, damit die Reiselust auch über den Sommer hinaus anhalten wird”, so BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup.

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Frankfurt: Eurowings Discover zum Erstflug abgehoben

Die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover führte am Samstagabend ab Frankfurt am Main den offiziellen Erstflug durch. Kurz vor 20 Uhr 00 startete die D-AXGE als 4Y134 mit dem Ziel Sansibar via Mombasa. Geschäftsführer Wolfgang Raebiger, der auch Pilot ist, ist auch Kommandant des Premierenfluges der Neugründung, die erst am 16. Juni 2021 AOC und Betriebsgenehmigung seitens des Luftfahrtbundesamts erteilt bekommen hat. Das Flugzeug verfügt über insgesamt 270 Sitzplätze, davon 22 in der Business Class (Lie-Flat Seats). In den nächsten Monaten werden zudem alle Flugzeuge der Flotte sukzessive mit bis zu 31 Premium Economy Class Plätzen ausgestattet.  Im Gegensatz zum vormaligen Langstreckenprodukt von Eurowings sind in allen Beförderungsklassen Mahlzeiten und alkoholfreie Getränke im Flugpreis inkludiert. In der Business Class werden alle Getränke frei angeboten, in der Premium Economy Class wird es zusätzlich eine kostenlose Auswahl an Bier und Wein geben. Darüber hinaus gibt es ein Buy-on-Board Angebot, aus dem Reisende in der Economy Class und Premium Economy Class weitere Snacks und alkoholische Getränke auswählen können. Neben den Sonnenzielen Mombasa und Sansibar steuert Eurowings Discover ab 9. August 2021 Punta Cana und ab 10. August Windhoek an. Ab 30. September geht es dann von Frankfurt aus nach Las Vegas und ab 1. Oktober auf die Trauminsel Mauritius. Mit dem Winterflugplan kommen ab November dann noch Bridgetown (1.11.), Cancún (1.11.), Varadero (2.11.) und Montego Bay (3.11.) hinzu. Auf der Mittelstrecke sind ebenfalls einige Ziele angekündigt: So geht es von Frankfurt aus auf die Kanarischen Inseln Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa sowie nach Hurghada

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Tipps: Das braucht man für die Einreise nach Kroatien

Kroatien steht als Urlaubsziel auch heuer wieder hoch im Kurs. Besonders beliebt sind die Adria-Strände bei Österreichern, denn diese sind sowohl mit dem Auto als auch dem Flugzeug rasch erreichbar. Bei der Einreise gilt es allerdings einige Punkte zu beachten. Seit 1. Juli 2021 kann man der Quarantäne nur dann entgehen, wenn der 3G-Nachweis erbracht wird. Kroatien akzeptiert dabei Testbefunde sowie Nachweise über Impfungen und Genesungen. Im Vergleich mit anderen Ländern ist der Mittelmeer-Staat sehr locker und macht es Urlaubern einfach die Anforderungen zu erfüllen. In nachstehendem Video, das in Ċirkewwa (Malta) aufgenommen wurde, werden die zum Zeitpunkt der Aufnahme gültigen Bestimmungen ausführlich erklärt. Gleichzeitig gilt es darauf hinzuweisen, dass für die Rückreise ins Heimatland auch die dortigen Einreisebestimmungen zu beachten sind. Kroatien-Anforderungen auf einen Blick: Testbefunde: Antigen: maximal 48 Stunden alt PCR: maximal 72 Stunden alt Impfungen: frühestens 22 Tage nach der ersten Impfung; maximal 42 Tage nach der ersten Impfung (Ausnahme: AstraZeneca, maximal 84 Tage nach der ersten Impfung) bei Johnson & Johnson frühestens 14 Tage nach der Impfung vollständige Impfungen gelten maximal 210 Tage anerkannte Impfstoffe: Biontech/Pfizer, Moderna, Sputnik V, Sinopharm, AstraZeneca, Johnson & Johnson Genesung: frühestens 11 Tage, maximal 180 Tage Besonderheit: Genesen + 1 Impfung: maximal 210 Tage Kinder: bis 12 Jahre vom 3G-Nachweis generell ausgenommen Einreise mit Quarantäne (=ohne 3G-Nachweis): Testung in Kroatien kann vorgenommen werden, bei negativem Ergebnis endet die Absonderung sofort ohne Test endet die Quarantäne nach 10 Tagen Einreiseanmeldung: nicht erforderlich, aber empfohlen: https://entercroatia.mup.hr/ (Die Angaben in diesem Artikel stellen den

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Lauda baut in Zagreb aus – Ryanair kassiert Korb in Tuzla

Die von Lauda Europe betriebene Ryanair-Basis in Zagreb soll im Dezember 2021 weiter ausgebaut werden. Der Konzern kündigt zahlreiche neue Strecken, darunter auch Basel, an. Diese sollen schrittweise ab 1. Dezember 2021 aufgenommen werden. Zu den neuen Routen zählen: Manchester, Malaga, Dublin, Thessaloniki, Basel, Eindhoven, Paphos, Luqa und Neapel. Diese sollen überwiegend mit Airbus A320 von Lauda Europe bedient werden. Zum Start der Basis werden zwei Flugzeuge dieses Typs fix in der kroatischen Hauptstadt stationiert. Weiters fliegen die Konzernschwestern Ryanair DAC, Malta Air und Buzz von anderen Bases her nach Zagreb hinein. Mit den Maschinen von Lauda Europe baut Ryanair in Zagreb und Zadar je eine neue Basis auf. Weiters wird auf dem britischen Flughafen London-Stansted künftig ebenfalls die Airbus-fliegende Tochtergesellschaft tätig sein, berichtet Aviation Direct. Ryanair kassiert Korb in Tuzla Während der irische Lowcoster in Kroatien fulminante Ankündigen machen kann, läuft es in Tuzla gelinde gesagt suboptimal. Die Regionalregierung setzt lieber auf den Mitbewerber Wizz Air und weigerte sich mit Ryanair einen entsprechenden Vertrag zu unterschreiben. Dieser hätte es ermöglicht, dass neue Strecken – beispielsweise nach Karlsruhe/Baden-Baden und Weeze – aufgenommen werden können. Auch Malta, Stockholm und Memmingen waren geplant. Nach dem negativen Bescheid der Regionalregierung wurde der Verkauf von Tickets umgehend eingestellt. Auch der Chef des Airports, Esed Mujačić, musste zwischenzeitlich abtreten, berichtet Ex-Yu-Aviation.com. Wizz Air hingegen erhielt die für die ab Tuzla geplante Expansion notwendigen Genehmigungen. Aus welchem Grund diese Ryanair verweigert wurde, teilte die Regionalregierung der Region Tuzla nicht mit. Mit jener in Banja-Luka konnte der

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Nach Panne: Deutsche Apotheken können keine Impfzertifikate ausstellen

In Deutschland können Apotheken derzeit keine EU-Impfzertikate ausstellen. Hintergrund ist ein Softwareproblem beim Portal des Deutschen Apothekerverbands. Es wurde eine Schwachstelle gefunden, die es laut DAV zu untersuchen gilt. Im Gegensatz zu Österreich werden in Deutschland die Covid-Impfungen nicht automatisch in einem zentralen Register erfasst. Geimpfte können sich in Arztpraxen, Impfzentren und Apotheken gegen Vorlage ihres klassischen Impfpasses oder einer sonstigen Bescheinigung das EU-Zertifikat ausstellen lassen. Zahlreiche EU-Länder kritisieren die Vorgehensweise, da es zumindest in der Theorie möglich erscheint, dass gefälschte Impfpässe in digitale EU-Impfnachweise “legalisiert” werden könnten. Das Handelsblatt deckte auf, dass es sogar möglich war über einen Gastzugang, der zu Testzwecken auf eine fiktive Apotheke ausgestellt war, die begehrten EU-Zertifikate auszustellen. Nun reagiert die Standesvertretung und unterbricht temporär die Ausstellung der Nachweise in allen Apotheken. Wie lange dieser Zustand andauern wird? Das ist noch völlig offen. Auch das deutsche Bundesgesundheitsministerium bestätigte auf Anfrage, dass temporär die EU-Impfzertifikate nur in den Impfzentren sowie in Arztpraxen erhältlich sind. Der Zugang über das Portal, das die Apotheken bislang genutzt haben, wäre übergangsweise deaktiviert worden.

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Deutschland steckt Kinder in Quarantäne – Geimpfte Eltern aber nicht

Ab 28. Juli 2021 können vollständig Geimpfte auch aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten kommend ohne Quarantäne nach Deutschland einreisen. Doch was ist mit deren Kindern, die in vielen Fällen altersbedingt gar keinen Zugang zu Impfungen haben? Diese müssen in Quarantäne, stellt das deutsche Bundesgesundheitsministerium klar. Das führt zum absurden Umstand, dass vollständig geimpfte Eltern nicht in Absonderung müssen, jedoch deren ungeimpfte Kinder schon. Welcher Impfstoff von der Quarantäne befreit, legt das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage fest. Daran haben sich die Gesundheitsämter der Bundesländer zu halten. Kinder unter sechs Jahren sind generell nicht testpflichtig, jedoch können die Ämter auch über diese eine Quarantäne verhängen. Das Bundesgesundheitsministerium verwendete dabei das Wording “Kinder sind damit grundsätzlich absonderungspflichtig”. Ab diesem Alter und für Jugendliche gelten die gleichen Bestimmungen wie für Erwachsene und zwar auch dann, wenn altersbedingung gar keine Impfung zugelassen ist. Das bedeutet, dass diese aus Virusvariantengebieten kommend in Quarantäne müssen, ihre vollständig geimpften Eltern jedoch nicht. Bei Hochinzidenzgebieten können Kinder und Jugendliche, die Corona durchgemacht haben, von den Erleichterungen für Genesene profitieren. Getestete können sich weiterhin nach fünf Tagen freitesten. Allerdings: Ist der junge Mensch weder geimpft, noch genesen, so hat er sich aus Virusvariantengebieten kommend 14 Tage in Quarantäne zu begeben und eine Möglichkeit des Freitestens gibt es nicht. Nochmals der Hinweis: Vollständig geimpfte Eltern müssen ab 28. Juli 2021 nicht mehr in Absonderung.

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Krank im Urlaub: Das gilt es zu beachten

Im Urlaub kann es manchmal ziemlich schnell gehen und das Hotelzimmer verwandelt sich in ein kleines Lazarett. Kleine Erkrankungen oder Verletzungen können die Freude an der schönsten Zeit des Jahres trüben. Doch sind damit auch die Urlaubstage “verbraten”? Nicht unbedingt, sagt die Arbeiterkammer Steiermark und verweist darauf, dass “Krank im Urlaub auch krank heißt”. AK-Arbeitsrechtsexperte Lukas Lecker erklärt dazu: “Die Erkrankung muss länger als drei Kalendertage dauern. Sie darf nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt worden sein. Ich muss mich ärztlich krankmelden – direkt vor Ort und nicht erst zu Hause – und dazu die Erkrankung auch dem Arbeitgeber nach spätestens drei Tagen melden. Ist aufgrund der Schwere der Erkrankung eine rechtzeitige Meldung nicht möglich, so kann sie zum ehest möglichen Zeitpunkt nachgeholt werden. Unerlässlich ist auch die Krankenstandbestätigung. Sie ist bei Wiedereintritt des Dienstes unaufgefordert vorzulegen.“ Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass man am Urlaubsort einen Arzt aufsuchen muss und dieser die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen muss. Nur dann kann sich der Urlaub in einen Krankenstand wandeln. twas komplizierter wird es beim Urlaub im Ausland. Hier bedarf es im Krankheitsfall neben dem ärztlichen Zeugnis einer behördlichen Bestätigung, aus der hervorgeht, dass das ärztliche Zeugnis von einem zugelassenen Arzt ausgestellt wurde. Sie entfällt, wenn die Behandlung in einem öffentlichen Krankenhaus erfolgte. „Um lästige Formalitäten zu vermeiden, sollten Sie sich vor ihrem Auslandsurlaub erkundigen, ob die E-Card im Zielland gilt und ob weitere Unterlagen notwendig sind“, rät der Jurist. Je nach Land können auch Kosten entstehen, wie beispielsweise, dass die Behandlung zunächst selbst bezahlt

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Russland: Vologda Air bestellt drei Il-114-300

Für die Neuauflage des Turbopropflugzeugs Il-114 hat sich nun auch die russische Fluggesellschaft Vologda Air Enterprise entschieden. Während der Luftfahrtmesse MAKS wurde die Unterfertigung eines Leasingvertrags mit der staatlichen GTLK kommuniziert. Die Illyushin Il-114 wurde von 1986 bis 2021 produziert. Obwohl die Maschine äußerst treibstoffsparend ist, war sie nie ein kommerzieller Erfolg. Nur 20 Exemplare wurden hergestellt und der einzige “größere” Operator Uzbekistan Airways flottete die letzten Exemplare im Jahr 2018 aus. Die Neuauflage soll als Il-114-300 an den Start gehen und ab 2023 in Luchowizy in Serienfertigung gehen. Bislang gelang es der UAC jedoch noch nicht Großbestellungen an Land zu ziehen. KrasAvia, Polar Airlines und nun auch Vologda Air Enterprise haben sich bereits öffentlich zu diesem Muster bekannt. Russland versucht die lokalen Fluggesellschaften mit Hilfe von Förderungen und günstigen Leasingangeboten zum Einsatz von Maschinen, die im Heimatland gefertigt werden, zu bewegen. Ein besonderes Augenmerk hat die Regierung auf die Muster SSJ-100, MS-21 und Il-114-300 geworfen. Daher ist damit zu rechnen, dass staatliche Leasinggesellschaften noch weitere Aufträge für die Neuauflage des zuvor glücklosen Turboprops vergeben haben.

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