Jan Gruber

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Jan Gruber

Aktueller Hinweis: Einreise nach Kroatien nur noch mit Nachweis

Das bei Urlaubern hoch im Kurs stehende Kroatien hat ohne Vorlaufzeit die Einreisebestimmungen geändert. Mit sofortiger Wirkung ist bei der Grenzkontrolle der Grüne Pass vorzulegen. Alternativ können negative Testbefunde oder Impf- bzw. Genesungsnachweise verwendet werden. Die Änderung kommt überraschend und trifft insbesondere Urlauber, die auf dem Landweg anreisen, sprichwörtlich eiskalt, denn an den Grenzübergängen soll es laut lokalen Medienberichten bereits zu stundenlangen Wartezeiten gekommen sein. Nach Angaben der kroatischen Polizei sind mit sofortiger Wirkung nachstehende Nachweise bei der Einreise vorzulegen. Diese sollen lückenlos im Zuge der Grenzkontrolle, die in Kroatien aufgrund des Umstands, dass man kein Schengen-Mitglied ist ohnehin standardmäßig durchgeführt werden, kontrolliert werden: EU-Impfzertifikat („Grüner Pass“) EU-Genesungszertifikat („Grüner Pass“) EU-Testzertifikat Antigen („Grüner Pass“), maximal 48 Stunden alt EU-Testzertifikat PCR („Grüner Pass“), maximal 72 Stunden alt Testbefund Antigen, maximal 48 Stunden alt Testbefund PCR, maximal 72 Stunden alt Impfnachweis z.B. Impfpass oder Bescheinigung behördlicher Genesungsnachweis Personen, die nach Kroatien einreisen, müssen zumindest eines der oben genannten Dokumente vorlegen können. Seitens der Nachbarländer wurde Kritik an der Vorgehensweise ausgeübt, denn man habe derartig kurzfristig darüber informiert, dass keinerlei Vorbereitungen gemacht werden konnten. Zuvor gestattete Kroatien allen Bürgern aus Mitgliedsländern der EU, die niedrige Inzidenzen aufweisen, die Einreise gänzlich ohne Auflagen und Testpflichten. Das wurde kurzfristig ohne Vorankündigung zum Nachteil von Urlaubern geändert. Der „Fall Kroatien“ zeigt neuerlich, dass sich Reisende immer wieder und insbesondere kurz vor der Abfahrt bzw. dem Abflug über die aktuell gültigen Einreisebestimmungen für ihr Zielland informieren sollen. Diese können sich äußerst kurzfristig ändern – Grüner Pass hin

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Linz weiter im Fracht-Aufwind

Als einziger Flughafen Österreichs konnte Linz im „Corona-Jahr 2020“ im Bereich der Luftfahrt signifikant zulegen. Die anderen Airports, auch Wien, waren in diesem Segment stark rückläufig. Im Gegensatz zu Deutschland gab es in der Alpenrepublik keinen „Fracht-Boom“ – ganz im Gegenteil, denn gemeinsam haben die Airports einen starken Rückgang erlitten. Linz ist aber eine Ausnahme, denn der Airport konnte entgegen dem „österreichischen Trend“ um rund 37 Prozent zulegen. Allein seit Anfang März wurden über 40 Charterrotationen abgefertigt und der Boom hält weiter an. Damit konnte Linz Airport Cargo erneut seine Führungsposition an der Spitze der regionalen Frachtflughäfen  Österreichs sowie den 11. Platz innerhalb der gesamten D-A-CH-Region eindrucksvoll  unterstreichen. „Wir sind förmlich aus der Pandemie gewachsen und haben es geschafft mit vollem Einsatz, Flexibilität und einem hohen Maß an Servicequalität, unsere Kunden zu überzeugen und  beinahe Unmögliches möglich zu machen. Damit hat sich Linz Airport Cargo mit seiner zentralen Lage als zuverlässiger Partner gerade in dieser außergewöhnlichen Zeit erneut erwiesen und international einen Namen gemacht“, zeigt sich Norbert Draskovits,  Geschäftsführer der Flughafen Linz GesmbH erfreut. Frachtflugverbindung mit Turkish Cargo ab Linz Neben der seit Jahren bestehenden regelmäßigen Frachtflugverbindung – mit DHL ExpressAustria von Linz nach Leipzig bzw. Belgrad und Brüssel (5 Verkehrstage pro Woche) – konnte der Linz Airport zu Beginn der Pandemie im April 2020 einen zusätzlichen regulären Frachtcarrier gewinnen. Turkish Cargo fliegt mit einer Boeing B777F und einem Airbus A330F  2x wöchentlich jeweils von Linz nach Istanbul.

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Saudia feiert Comeback in Wien

Nach weit über einem Jahr „Corona-Pause“ ist Saudi Arabian Airlines wieder zurück auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Seit Donnerstag bedient der Carrier wieder die Ziele Riad und Dschidda. Vollständig geimpfte Personen können laut aktueller Verordnung 14 Tage nach der letzten Dosis ohne Quarantäne nach Österreich einreisen. Saudia bietet die beiden Ziele jeweils zweimal pro Woche an. Als Fluggerät kommen Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 zum Einsatz. Riad wird an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedient. Dschidda an Dienstagen und Samstagen.

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Gewerkschaft empört über neue Schikanen bei Lauda Europe

Die Gewerkschaft Vida zeigt sich in einer ersten Reaktion empört auf den Verkaufsdruck, den die Stationsleitung der Lauda-Europa-Basis-Wien auf die Flugbegleiter ausübt. Aviation Direct berichtete unter anderem, dass die Mitarbeiter laut einem Rundschreiben rechtfertigen müssen, wenn zwischen zwei Verkaufstransaktionen mehr als 15 Minuten vergehen. „Den Beschäftigten Angst machen, bleibt weiterhin das Motto des Ryanair-Konzerns“, verurteil Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft Vida, diese Methoden. „Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter kaufen jetzt vor lauter Angst mit ihren Hungerlöhnen Produkte aus dem Bordverkauf. Sonst droht ihnen der Rausschmiss aus dem Unternehmen.“ In dieses Bild passe auch „wie gegossen, dass sich Ryanair mit dem Unternehmen Laudamotion aus Wien zurückgezogen hat, da es einen Betriebsrat und Kollektivvertrag hatte. Das war dem Ryanair-Konzern schon immer ein Dorn im Auge, der die geregelten Arbeitsbedingungen und Mitbestimmungsrechte der Belegschaft in Wien mit der Gründung des Unternehmens Lauda Europe in der Steueroase Malta umgeht“, sagt Liebhart. Der Gewerkschafter ist der Ansicht, dass die Bundesregierung handeln muss. Dazu sagte er unter anderem, dass die neuen Anordnungen bei Ryanair „erneut die Dringlichkeit der Frage auf, wann die zuständigen in der Bundesregierung, Ministerin Gewessler und Staatssekretär Brunner, endlich wie versprochen Regeln gegen das moderne Sklaventum bei Billigairlines zusammenbringen“ zeigen. Weiters erneuert Liebhart die Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag. Dieser soll – so der Gewerkschafter – „mittelalterliche Arbeitsbedingungen in der Luftfahrt“ verhindern.

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Edelweiss: Kurzstrecken-Angebot auf dem Niveau von 2019

Die schweizerische Ferienfluggesellschaft bietet eigenen Angaben nach in der Sommer-Hochsaison auf der Kurzstrecke die gleiche Kapazität wie im Sommer 2019 an. Auf der Langstrecke sind sieben Ziele in sechs Ländern im Angebot. Die Kurz- und Mittelstrecke umfasst im Juli und August 2021 insgesamt 48 Destinationen in 17 Staaten. Zu den bestehenden Ferienzielen hat Edelweiss für diesen Sommer sechs neue Destinationen ins Streckennetz aufgenommen. Ab Juli wird Montego Bay in Jamaika und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik angeflogen. Ebenfalls ab Juli werden Reykjavik/Keflavik in Island, Preveza/Lefkada und Skiathos in Griechenland sowie Tivat in Montenegro angeflogen. „Wir sehen bei der Schweizer Bevölkerung ein großes Bedürfnis für Ferien im Ausland. Aufgrund der steigenden Nachfrage haben wir uns entschieden, beliebte Ferienziele mehrmals täglich oder mit einem größeren Flugzeug-Typ anzufliegen“, so Patrick Heymann, Chief Commercial Officer von Edelweiss. Die höchsten Buchungszahlen verzeichnet die Swiss-Tochter derzeit in Richtung Heraklion, gefolgt von Ibiza, Palma de Mallorca, Mykonos und Teneriffa. Auf der Langstrecke ist Punta Cana derzeit besonders gefragt.

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Lübeck Air erstmals in Bern gelandet

Dass der Flughafen Bern „ausrücken“ darf, um einen neuen Anbieter auf dem Vorfeld begrüßen zu können, ist zu einem seltenen Ereignis geworden. Am Donnerstag war es so weit: Air Alsie führte im Auftrag von Lübeck Air die erste Rotation Lübeck-Bern-Lübeck durch. Bis voraussichtlich 24. Oktober 2021 wird diese Route zweimal pro Woche angeboten. Während an Donnerstagen nonstop zwischen den beiden Städten geflogen wird, legt man Sonntags einen Zwischenstopp in Stuttgart-Echterdingen ein. Tickets zwischen Bern und der Landeshauptstadt Baden-Württembergs können in beide Richtungen gebucht werden. Am Samstag wird Air Alsie für Lübeck Air die Strecke Salzburg-Lübeck aufnehmen. Diese soll bis voraussichtlich 18. September 2021 einmal pro Woche angeboten werden. Unter anderem Eurotours bietet Radfahr-Pauschalreisen mit Lübeck-Air-Flugsegmenten an. Diese sind beispielsweise über Hofer Reisen buchbar.

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Mai 2021: Leichter Aufwind auf Deutschlands Flughäfen

Die deutschen Flughäfen zählten im Mai 2021 insgesamt 3.254.164 Passagiere. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Mai 2019 bedeutet dieser Wert einen Rückgang um 85,5 Prozent. Verglichen mit Mai 2020 hatte man in etwa 2,8 Millionen Reisende mehr. Das Cargo-Aufkommen performt weiterhin mit +24,4 Prozent und 461.288 Tonnen (gegenüber 2019 +11,3 Prozent) fort auf hohem Niveau. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen liegt mit +97,5 Prozent über dem Vorjahr, aber gegenüber 2019 mit -61,0 Prozent deutlich niedriger. 67.011 Starts und Landungen verzeichneten die Flughäfen. Der innerdeutsche Verkehr konnte im direkten Vergleich mit Mai 2020 um 225,8 Prozent zulegen, lag jedoch um 89,5 Prozent unter dem Wert, der im Jahr 2019 erreicht wurde. Die Europaflüge konnten sich um 817,3 Prozent auf 2,29 Millionen Reisende verbessern, doch gegenüber Mai 2019 war dies ein Minus von 84,1 Prozent.  Die Interkont-Nachfrage wächst um +535,9 Prozent auf knapp 500.000 Passagiere. Im Vergleich zum Mai 2019 aber ist dies ein Rückgang um -86 Prozent zurück.

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Zürich spendet 167.676 Franken an Kinderspital

Am Flughafen Zürich fließen in den von Dufry betriebenen Duty-Freeshops pro verkaufter Mineralwasserflasche 50 Rappen an eine gemeinnützige Organisation. Nun wurde ein Scheck über 167.676 Schweizer Franken an die Elenorenstiftung überreicht. Das Projekt „Charity Wasser“ wurde 2014 als gemeinsames Projekt der Flughafen Zürich AG und Dufry lanciert. Seitdem wird das Zürich Duty Free Mineralwasser in den Duty Free Stores am Flughafen Zürich für einen guten Zweck verkauft. Für jede zum Preis von 2,50 Schweizer Franken verkaufte Flasche Mineralwasser, das aus der Adello Quelle in Adelboden gewonnen wird, werden 50 Rappen an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Das Kinderspital Zürich ist nach der Schweizer Berghilfe, der Kinder-Spitex Kanton Zürich, Smiling Gecko und Pro Juventute die fünfte Organisation, die von der Flughafen Zürich AG und Dufry in dieser Form unterstützt wird. Seit Mitte September 2019 bis Ende Mai 2021 wurde das Kinderspital Zürich unterstützt. Das Kispi ist eine gemeinnützige private Institution im Dienst aller Kinder und Jugendlichen. Es ist das größte Universitäts-Kinderspital der Schweiz und eines der führenden Zentren für Kinder- und Jugendmedizin in Europa. Seine rund 2300 engagierten Mitarbeitenden sind dem Wohl der jährlich über 100.000 jungen Patientinnen und Patienten vom ersten Lebenstag bis zum 18. Lebensjahr verpflichtet. Seit Juni 2021 wird die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe unterstützt. Seit 1993 bringt die die Schweizer Non-Profit-Organisation Freude und Abwechslung in das Leben von Kindern und Jugendlichen, die mit einer Krankheit oder Behinderung leben. Sie erfüllt den innigsten Herzenswunsch des Kindes und schenkt der ganzen Familie abwechslungsreiche Ausflüge und unbeschwerte Freizeitaktivitäten.

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Vida fordert Offenlegung des Vertrags der AUA-Staatshilfe

Die Gewerkschaft Vida fordert Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) zur Offenlegung des Vertrags über die Gewährung der Staatshilfe für die Austrian Airlines auf. Bislang wird dieser von der Bundesregierung unter Hinweis auf die Vertraulichkeit unter Verschluss gehalten. Die Arbeitnehmervertreter argumentieren: „Ohne genauen Kenntnisstand über die Vertragsinhalte, sei es der Gewerkschaft nicht möglich, das Agieren des Lufthansa-Konzerns in Übereinstimmung mit der Standortvereinbarung zu bringen. Insbesondere die Entscheidung, zukünftig einen signifikanten Teil der Langstreckenflotte über die neu gegründete Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings Discover in Deutschland abzuwickeln, sei problematisch. Im Lufthansa-Konzern werde mit der Gründung von Eurowings Discover eine Möglichkeit geschaffen, kostengünstig Flüge durchzuführen“. Weiters verweist Vida darauf, dass Eurowings Discover außerhalb des Lufthansa-Konzerntarifvertrags fliegt und daher keine Mitbestimmungsmöglichkeiten vorhanden sind. Dies könnte auch Auswirkungen auf Österreich haben, denn mangels lokalem Branchen-KV könnte Eurowings Discover genutzt werden, um in Österreich die mit der Regierung abgeschlossene Standortvereinbarung „umfliegen“ zu können. Branchen-KV soll Billigflieger-Löhne eindämmen Über die Mitbewerber Lauda Europe, Buzz und Wizz Air verliert die Gewerkschaft kein gutes Wort und erneuert die Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag. Unter anderem die genannten Unternehmen würden, so Vida Fachbereichsvorsitzender Daniel Liebhart, die „vollkommene soziale Deregulierung in der Luftfahrt weiter schamlos ausnutzen“. Dazu verweist der Gewerkschafter darauf, dass seiner Ansicht nach Unternehmenskonstrukte geschaffen wurden, „in denen rechtswirksam auch Betriebsratsgründungen verhindert werden können, auch wenn die Beschäftigten österreichischem Arbeitsrecht unterliegen und sie sich organisieren wollen“. Liebhart kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Bunderegierung bislang alle „Adaptierungsforderungen der Gesetze seitens der Gewerkschaft, wurden von den Zuständigen in der Bundesregierung

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Lauda-Europe-Flugbegleiter: Verkaufsdruck und Überwachung massiv erhöht

Vergehen zwischen zwei Onboard-Sales mehr als 15 Minuten, so hat dies bei der Basis Wien der Lauda Europe künftig ein Nachspiel für Flugbegleiter. Die Stationsleitung übt in einem internen Anschreiben massiven Druck auf das Kabinenpersonal aus. Besagtes Rundschrieben, das vom für Wien zuständigen Base Supervisor unterfertigt ist und Aviation Direct vorliegt, liest sich wie eine Mischung aus Verkaufsdruck einer Drückerkolonne und Methoden einer alten Geheimpolizei. Besonders bedenklich erscheint dabei der Umstand, dass aus der Überwachung der Mitarbeiter nicht nur kein Hehl gemacht wird, sondern auch noch die Verschärfung angekündigt wird. Dabei geht es nur um wenige Cent, denn laut Anschreiben liegt der durchschnittliche Onboard-Umsatz pro Fluggast bei 1,07 Euro. Der Base Supervisor will aber, dass dieser im Schnitt auf 1,70 Euro steigt. Als Referenz wird angeführt, dass der durchschnittliche Umsatz in der flugschwachen Zeit bei 1,86 Euro gelegen haben soll. Angesichts steigender Passagierzahlen bezeichnet dies der Base Supervisor für Wien als „inakzeptabel“. In nachstehender Tabelle sind – unter der Annahme vollbesetzter Maschinen – die durchschnittlichen Einkünfte aus dem Bordverkauf dargestellt. Diese soll die Geringfügigkeit der Beträge, wegen derer Druck auf das Kabinenpersonal ausgeübt wird, illustrieren. Umsatz / PAX Passagiere A320 Gesamt 1,07 Euro 180 192,6 Euro 1,70 Euro 180 306 Euro 1,86 Euro 180 334,8 Euro Um die Art und Weise wie der für Wien zuständige Base-Supervisor mit den Lauda Europe-Flugbegleitern kommuniziert unverfälscht darstellen zu können, werden im weiteren Verlauf dieses Artikels alle Zitate im englischsprachigen Original publiziert. Zum durchschnittlichen Umsatz schreibt der Manager an die Flugbegleiter: „This is unacceptable

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