Jan Gruber

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Jan Gruber

Sommer: Wizz Air fliegt auf Sparflamme ab Wien

Während unter anderem Austrian Airlines und Ryanair das Angebot ab dem Flughafen Wien-Schwechat besonders zu Warmwasserzielen aufgestockt haben, zeigt sich beim Mitbewerber Wizz Air ein differenziertes Bild. Im Vorjahr sah sich der ungarische Billigflieger noch als Pionier, denn bereits Ende April 2020 kündigte man die Wiederaufnahme der ersten Routen ab Mai 2020 an. Aufgrund der damals noch für viele Länder bestehenden Flugverbote fiel das Comeback sehr klein aus. Im Verlauf der Pandemie wurde der Carrier deutlich zurückhaltender. Wizz Air verschob die Aufnahme von Strecken immer wieder und wieder. Auffällig ist, dass manche Routen mit besonders billigen Ticketpreisen ab 9,99 Euro beworben werden, jedoch die Aufnahme dann wieder um einige Wochen oder gar Monate nach hinten verschoben wird. Dieses Bild zeigt sich nun erneut, denn der Lowcoster hat viele Routen in den August 2021 verschoben, wobei angesichts der Vorgeschichte fraglich ist, ob diese Termine halten. Betroffen sind nicht nur City-Strecken, sondern auch klassische Urlaubsstrecken. Auch sind die Frequenzen auf jenen Routen, die bereits bedient werden oder aber mit Beginn der österreichischen Sommerferien reaktiviert werden sollen, im Vergleich mit den Mitbewerbern Ryanair und Austrian Airlines äußerst knapp gehalten. Daraus lässt sich ableiten, dass Wizz Air den Sommer 2021 ab Wien konservativ plant und weniger Kapazitäten vorhält. Gleichzeitig deuten die ständigen Verschiebungen und Kürzungen auch auf ein mögliches Absatzproblem hin. Die Wizz-Air-Planungen für Wien mit Stand 17. Juni 2021 im Überblick: Destination Mo Di Mi Do Fr Sa So Aufnahme Tirana X X laufend Eriwan X X ab 04.07.2021ab 04.08.2021: So Chaleroi X

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Jet2 organisierte sich weitere 537,4 Millionen Pfund

Die Jet2 plc, Muttergesellschaft der gleichnamigen Fluggesellschaft, organisierte sich mit Hilfe von Anleihen 537,4 Millionen Pfund-Sterling. Der Konzern begründet die Maßnahme damit, dass die Aufhebung der Reisebeschränkungen seitens der Regierung des Vereinigten Königreichs ins Stocken geraten ist und man mit finanziellen Folgen rechnet. Als Tour Operator hat Jet2 vorsorglich fast alle Reisen bis inklusive 24. Juni 2021 abgesagt hat. In einer Börsenmitteilung ist zu lesen, dass man mit den Neubuchungen für Sommer und Winter 2021 zufrieden ist. Auch erhalte man bereits Aufträge für den Sommer 2022 und das würde „zuversichtlich stimmen“. Jet2 plc stückelte die Anleihen zu je 100.000 Pfund-Sterling. Verzinst werden diese mit 1,625 Prozent, wobei der Kupon jeweils im Juni und Dezember 2021 zur Zahlung fällig ist. „Der Erlös aus der Begebung der Wandelanleihen wird verwendet, um die Bilanz von Jet2 weiter zu stärken und das Unternehmen durch Aufhebung der Sperrbeschränkungen durch Flottenwachstum und Flottenerneuerungsmöglichkeiten für eine starke Erholung zu positionieren“, schreibt Jet2 plc in der Börsenmitteilung. Im Verlauf der Corona-Pandemie organisierte sich die Firmengruppe bereits rund eine Milliarde Pfund-Sterling in Form von Darlehen und Anleihen.

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Eurowings Discover soll noch größer werden

Bislang hat Eurowings Discover AOC und Betriebsbewilligung noch nicht erteilt bekommen. Das könnte auch noch einige Wochen dauern, denn derzeit wird damit gerechnet, dass die Zulassungen Mitte/Ende Juli 2021 erteilt werden. Derzeit ist geplant, dass der Langstreckenbetrieb Ende Juli 2021 unter dem 4Y-Code aufgenommen werden soll. Bis dahin werden jene Routen, die künftig als Eurowings Discover angeboten werden sollen, von Lufthansa durchgeführt. Die Verspätung bei der Erlangung der behördlichen Genehmigung hindert aber nicht daran, dass weiteres Personal gesucht wird und insbesondere zusätzliche Maschinen des Typs A320 eingeflottet werden sollen. Das Geschäftsmodell von Eurowings Discover erinnert stark an den Mitbewerber Condor, der einst selbst eine Tochter der Lufthansa war. Besonders, dass man offensichtlich den Fokus auf Ferienziele auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke legt sowie sich das Streckennetz in vielen Fällen mit jenem der einstigen Tochter überschneidet, ist durchaus auffällig. Derzeit ist nicht geplant, dass auf dem Flughafen München eine Langstrecken-Crewbase errichtet werden soll. Die Strecken sollen im Rahmen von so genannten W-Umläufen bedient werden. Ein neues Langstreckenziel hat Eurowings Discover zwischenzeitlich auch angekündigt. Dabei handelt es sich um Victoria Falls, das ab 30. März 2022 angesteuert werden soll. Es ist allerdings kein Nonstop-Flug, denn die Verbindung soll am Frankfurt am Main via Windhoek geführt werden. Derzeit sind drei Umläufe pro Woche geplant. Noch hat man seitens Namibia bzw. Zimbabwe die Fünfte-Freiheit-Rechte nicht erteilt bekommen, arbeite man daran, so das Unternehmen.

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Montenegro Airlines verklagt Air Montenegro

Die Fluggesellschaft Air Montenegro handelte sich aufgrund einer behaupteten Markenrechtsverletzung eine Klage ein. Vor Gericht zieht ausgerechnet der Insolvenzverwalter des Vorgängers Montenegro Airlines. Laut lokalen Medienberichten sieht dieser einen Markenrechtsverstoß, da das Adler-Logo zum Verwechseln ähnlich aussieht. Er fordert daher, dass die Verwendung des Symbols unverzüglich beendet werden soll oder aber Air Montenegro an die Insolvenzmasse von Montenegro Airlines eine angemessene Lizenzgebühr entrichten soll. Anfang der Woche wurde der erste Air Montenegro Flug ab Podgorica durchgeführt. Als Fluggerät kam ein Embraer 190, betrieben von der deutschen Fluggesellschaft German Airways, zum Einsatz. Dieser war nicht in der Livery der neuen Staatsairline lackiert.

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Binnen fünf Jahren: Air Arabia Abu Dhabi will 20 A320 betreiben

Air Arabia Abu Dhabi, ein Joint-Venture von Etihad Airways und Air Arabia, plant die Flotte innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 20 Airbus A320 auszubauen. Firmenchef Adel Ali rechnet damit, dass sich die Reisebeschränkungen bald lockern werden. Gegenüber „The National“ sagte er, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einem Passagierzuwachs von 20 bis 25 Prozent gerechnet ist. Demnach werde man die Flotte Schritt für Schritt ausbauen. Die angekündigte Ziel-Flotte gilt allerdings nur dann, wenn Covid-19 nicht noch neue „Überraschungen“, die sich negativ auf das Geschäft auswirken, bringen wird. Im Vorjahr führte man den Erstflug durch, jedoch hielt man sich hinsichtlich der Expansion aufgrund der vielfältigen Einreisbeschränkungen zurück. Ali erklärte gegenüber „The National“, dass nach dem Fall der Reiseeinschränkungen das Expansionstempo deutlich beschleunigt werden soll. Hoffnungen setzt er dabei auch in die neuen Einreiseregeln der Vereinigten Arabischen Emirate. Ab 1. Juli 2021 sollen Personen aus „sicheren Ländern“ sowie Geimpfte wieder ohne Quarantäne einreisen können. Derzeit bedient Air Arabia Abu Dhabi 14 Destinationen ab der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Am 13. Juli 2021 soll ein weiteres Ziel in der Türkei aufgenommen werden. In Zukunft will Ali insbesondere in Richtung Osteuropa, Indien, GUS-Staaten und im arabischen Raum ausbauen. West-Europa ist zumindest vorläufig nicht im Fokus. Über den Mitbewerber Wizz Air Abu Dhabi, an dem der Staat über eine Investmentgesellschaft indirekt beteiligt ist, verlor Adel Ali kein Wort. Der Ableger des ungarischen Billigfliegers beabsichtigt ab Abu Dhabi ebenfalls stark zu expandieren und kündigte erst kürzlich einige neue Strecken an. Es wird damit

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EI-HEN: Ryanair übernimmt erste Boeing 737 Max 200

Noch vor wenigen Tagen zweifelte Ryanair-DAC-Chef Eddie Wilson daran, dass die erste Boeing 737 Max 200 noch vor dem Hochsommer übernommen werden kann. Zwischenzeitlich wurden Fakten geschaffen, denn die EI-HEN wurde abgenommen und befindet sich auf dem Weg nach Dublin. Es handelt sich um die erste Boeing 737 Max 200, die der Konzern einflotten wird. Es gibt noch keinen Termin für den kommerziellen Ersteinsatz. Zuletzt sagte Eddie Wilson, dass die ersten Maschinen dieses Typs in London-Stansted (Ryanair UK) und Bergamo (Malta Air) stationiert werden sollen. Als Grund dafür nannte er unter anderem, dass an beiden Orten ein konzerneigener Wartungsbetrieb vorhanden ist. Da die Maschine eine irische Registrierung trägt, bleibt es abzuwarten, ob die erste Maschine zu einer Tochter geht oder aber doch von der Mainline, die über ein irisches AOC verfügt, betrieben wird. Die Firmengruppe hat insgesamt 210 Maschinen dieses Typs bestellt. Einige, die für Buzz und Malta Air bestimmt sind, werden jeweils eine eigene Livery bei den Töchtern einführen. Laut Malta-Air-Chef David O’Brien sollen nicht alle für die beiden Airlines bestimmten Boeing 737 Max 200 auch die eigene Lackierung tragen. Die überwiegende Mehrheit werde in Ryanair-Farben fliegen. „Wir sind hocherfreut über die Auslieferung unseres ersten Gamechanger Flugzeugs mit neuer Technologie. Diese neuen Boeing 737-Flugzeuge werden Ryanair dabei helfen, die Kosten zu senken, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren und die Lärm- und CO2-Emissionen zu senken, da wir stark in neue Technologien investieren, um unser Umweltengagement als Europas grünste und sauberste große Fluggesellschaft zu vertiefen. Jedes B737-Flugzeug bietet 197 Sitze (im Vergleich

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Startups: Zweiter Inkubator siedelt sich am Flughafen Wien an

Am Flughafen Wien siedelt sich mit Presto Tech Hub ein zweiter Startup-Inkubator an. Dieser wird heimische Innovationen beim Aufbau von Geschäftsmodellen unterstützen. Der Airport profitiert von den Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, die auch von Plug and Play gefördert werden. Beispielsweise sind derzeit zwei Projekte, die auch für Passagiere interessant werden könnten, in Entwicklung. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die eine automatisierte Kontrolle von Handgepäck ermöglichen soll. Weiters arbeitet ein Startup an einem Gepäckservice. Mit diesem soll das Reisegepäck von zu Hause abgeholt und eingecheckt werden. Auch der umgekehrte Weg soll möglich sein. Wiens Flughafendirektor Günther Ofner ist der Ansicht, dass der von ihm geleitete Konzern stark von den Innovationen, die unter anderem im Office Park 4 durch Startups entwickelt werden, profitieren kann. Hierbei hebt er hervor, dass der Innovationshub bereits aus heutiger Sicht ein voller Erfolg ist, denn er bekomme nahezu täglich Anfragen von Firmen, die sich hier ansiedeln wollen. Auch während der Lockdown-Phasen soll das Interesse nicht abgerissen sein. Man „kaufe“ sich in der Airport City nicht nur eine gute Verkehrsanbindung, sondern auch gute Arbeitsbedingungen. Im Bereich der Startups komme es öfters vor, dass durch regen Austausch untereinander neue Projekte entstehen. Vereinfacht gesagt: Die Jungunternehmer profitieren vom gemeinsamen Gedankenaustausch. Sowohl die Vertreter von Presto Tech Hub als auch jene von Plug and Play hoben die Infrastruktur in der Airport City positiv hervor. So sieht man weiteres Potential für neue Pilotprojekte. Insgesamt betreut Plug and Play am Flughafen Wien derzeit 70 Pitches und 500 Startups. Unter anderem

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Bratislava: SupremeFly fliegt ab 8. Juli 2021 nach Monastir

Für das österreichische Startup SupremeFly wird am 8. Juli 2021 der erste Charterflug auf der Strecke Bratislava-Monastir abheben. Die operative Durchführung erfolgt durch die tunesische Charterfluggesellschaft Jasmin Airways mit Embraer 170, bestätigt Geschäftsführer Ahmed Taieb gegenüber Aviation Direct. Für die Aufnahme der Monastir-Verbindung habe man sich entschieden, da im Bereich des ethnischen Verkehrs eine verstärkte Nachfrage besteht. Return-Tickets kosten inklusive Steuern und Gebühren zwischen 320 und 350 Euro und können derzeit nur telefonisch und per E-Mail gebucht werden. Ab Ende dieser Woche sind auch Onlinebuchungen über die Homepage des Anbieters möglich. Die Charterflüge zwischen Bratislava und Monastir sind kein Bestandteil des geplanten Abo-Modells. Dieses soll im September 2021 starten und zwar zunächst in Richtung Tunesien. Laut Geschäftsführer Ahmed Taieb soll rund der Monate später das Abo in Richtung Istanbul aufgenommen werden. Termine der Charterflüge nach Monastir auf einen Blick: 08. Juli 2021 18. Juli 2021 29. Juli 2021 08. August 2021 19. August 2021 29. August 2021

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Emirates erstmals seit 30 Jahren in den roten Zahlen

Golfcarrier Emirates Airlines musste erstmals seit 30 Jahren rote Zahlen verkünden. Aufgrund der Corona-Pandemie flog man einen Verlust in der Höhe von umgerechnet rund fünf Milliarden Euro ein. Der Umsatz der Firmengruppe sank um 65,8 Prozent auf 35.586 Milliarden Dirham. Das Geschäftsjahr wurde Ende März 2021 abgeschlossen. Im Flugbetrieb hatte man einen Verlust in der Höhe von 20,279 Milliarden Dirham zu verzeichnen. Der Umsatz sank in diesem Segment auf 30,9 Milliarden Dirham ab – ein Minus von 66,4 Prozent. Gleichzeitig erhielt Emirates Airline 11,3 Milliarden Dirham, also etwa 2,5 Milliarden Euro, vom Emirat. Eigenen Angaben nach habe man die Staatshilfe primär zur Aufrechterhaltung des Betriebs benötigt. Auch wäre es so möglich den größten Teil der Belegschaft zu halten. Dennoch trennte man sich von 32 Prozent der Mitarbeiter, so dass Emirates Airline per Ende März 2021 nur noch etwa 40.800 Personen beschäftigt hat.

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Ohne Gepäck: Finnair startet Light-Tarif in der Business-Class

So genannte Economy-Light-Tickets sind bei vielen Fluggesellschaften seit einigen Jahren im Verkauf. Finnair führt nun einen so genannten Business-Light-Tarif ein. Dieser ist seit Dienstag buchbar und soll laut Airline ermöglichen, dass sich Passagiere ihre Reise weiter individualisieren können. Dies hat zur Folge, dass Reisenden sowohl in der Business- als auch in der Economy-Class nun drei Tarifvarianten angeboten werden: Light, Classic und Flex. Business Light ist ein völlig neuer Tickettyp, der speziell für Freizeitreisende entwickelt wurde, die günstig reisen und dabei den Komfort der Business Class genießen möchten. Business Light beinhaltet nur Handgepäck. Reservierungsänderungen, Rückerstattungen, Flughafen-Prioritätsdienste, Lounge-Zugang und Internet an Bord sind nicht im Ticketpreis enthalten. Kunden können ihr Erlebnis jederzeit verbessern, indem sie die für sie wichtigsten Reise-Extras auswählen. „Es besteht ein zunehmender Bedarf das Reiseerlebnis zu personalisieren und unsere neuen Ticketarten bieten Möglichkeiten zur Auswahl und Anpassung“, so Ole Orvér, Chief Commercial Officer von Finnair. „Wir möchten unseren Kunden Reisen anbieten, die wie sie aussehen, und wir werden unser Angebot um mehr Auswahl- und Personalisierungsmöglichkeiten erweitern, während wir Dienstleistungen wiedereinführen und uns auf den Hochlauf unseres Betriebs vorbereiten.“

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