Jan Gruber

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Jan Gruber

Ukraine: Motor Sich Airlines soll stark expandieren

Die ukrainische Motor Sich Airlines könnte in der Luftfahrtstrategie künftig eine größere Rolle spielen. Momentan befindet man sich mit dem Staatskonzern Ukroboronprom in Gesprächen, die im Ausbau des Regionalnetzes münden sollen. Ob Motor Sich Airlines dabei Zubringerdienste für den geplanten neuen Staatscarrier erbringen soll, ist noch unklar. Ukroboronprom ist die Muttergesellschaft von Antonow. Bei diesem Flugzeugbauer stockt seit einigen Jahren der Absatz, weshalb die Regierung immer wieder überlegt den heimischen Fluggesellschaften mittels günstiger Leasingraten und Prämien Maschinen aus lokaler Produktion schmackhaft zu machen. Lokale Medien berichten, dass Motor Sich Airlines einige gebrauchte An-140 leasen wird. Eine einzelne Maschine dieses Typs hat man bereits. Diese trägt die Registrierung UR-14005 und kommt ab Saporischja und Kiew zum Einsatz. Motor Sich Airlines ist weit über die Grenzen hinaus bekannt für den Einsatz in die Jahre gekommener Flugzeuge. Die Regierung der Ukraine beabsichtigt eine neue staatliche Fluggesellschaft aufzuziehen. Diese steht in keinem Zusammenhang mit Ukraine International, denn diesem Anbieter will man Paroli bieten. Die Kurz- und Mittelstreckenflotte soll nach Möglichkeit ausschließlich aus Antonow bestehen. Auf der Langstrecke hat man sich noch nicht entschieden, ob man Boeing- oder Airbus-Jets leasen wird. Motor Sich Airlines könnte als Feeder einige Regionalstrecken übernehmen. Offen ist auch die Homebase der neuen staatlichen Fluggesellschaft, denn nebst Kiew-Borispil soll auch der innerstädtische Kiew-Schuljany-Airport im Rennen sein. Ab letzterem bietet Motor Sich bereits einige Inlandsziele an.

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CSA muss binnen 120 Tagen einen Sanierungsplan vorlegen

Die insolvente Smartwings-Tochter CSA muss nun innerhalb von 120 Tagen einen Sanierungsplan vorlegen. Diese Frist räumte das Konkursgericht in Prag ein und stimmte damit der Absicht, dass das Unternehmen restrukturiert werden soll, grundsätzlich zu. Die Gläubigerversammlung erteilte dem Mehrheitseigentümer Smartwings bereits die Zustimmung zur Ausarbeitung eines Sanierungsplans. Gerichtlich anerkannt wurden bislang Schulden in der Höhe von 86,5 Millionen Euro. Die Summe ist allerdings nur vorläufig, denn der Flugzeugbauer Airbus fordert einen dreistelligen Millionenbetrag aufgrund getätigter, aber nicht abgenommener Bestellungen. Smartwings musste im März 2021 Insolvenz anmelden, da ein Moratorium der Regierung ausgelaufen war und auch keine Staatshilfe gewährt wurde. Smartwings wollte keine Anteile an die Regierung abgeben.

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Wizz Air steuert ab Jersey UK-Ziele an

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air UK wird am 9. Juli 2021 auch innerhalb des Vereinigten Königreichs fliegen. Der Carrier wird zunächst ab Cardiff und Doncaster/Sheffield nach Jersey fliegen. Formell gehört die Kanalinsel Großbritannien nicht an, sondern ist als so genannter Kronbesitz geführt. Beide Strecken sollen vorerst an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedient werden. Das Unternehmen hofft darauf, dass zahlreiche Briten ihre Urlaube auf der Kanalinsel verbringen wollen. Hinsichtlich der Reisebeschränkungen werden diese derzeit als Inlandsaufenthalt betrachtet, auch wenn Jersey formell dem Vereinigten Königreich nicht angehört. Wizz Air UK wird am 19. Juni 2021 in Cardiff eine Basis eröffnen. Der UK-Ableger unterhält derzeit Stützpunkte in Luton, Gatwick und Doncaster. Die Flotte wuchs zwischenzeitlich auf drei A320, sieben A321 sowie vier A321neo an.

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Play stellt Livery und Uniformen vor

Das Airline-Startup Play stellte mit der TF-AEW den ersten Airbus A321neo, der die Livery der Neugründung trägt, vor. Das Unternehmen beabsichtigt den Flugbetrieb vorerst mit diesem Maschinentyp aufzunehmen. Das Farbenkleid ist keine große Überraschung, denn es entspricht fast vollständig den Renderings, die in den letzten Wochen und Monaten veröffentlicht wurden. Die erste Maschine, die die Corporate Identity von Play trägt, ist die TF-AEW. Auch wurden zwischenzeitlich die Uniformen der Kabinenbesatzung vorgestellt. Diese sind im Streetwear-Style gehalten und erinnern ein wenig an die mittlerweile eingestellte Marke Joon von Air France-KLM. Das Unternehmen betont in einer Aussendung, dass alle Uniformteile unisex sind d.h. von Männern und Frauen nach Belieben miteinander kombiniert werden können. Mit dem eher lockeren Auftritt will sich Play lässig darstellen. Ob dieses Outfit bei Kunden gut ankommt, bleibt abzuwarten.

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Innsbruck: Tui mit sechs Charterflügen pro Woche

Der Reisekonzern Tui startet ab Innsbruck mit sechs Rotationen in die Sommersaison. Der erste Charterflug wurde bereits am 4. Juni 2021 mit dem Ziel Heraklion durchgeführt. Der Tour Operator verzeichnet eigenen Angaben nach seit der Ankündigung der Bundesregierung, dass die Reisebeschränkungen gelockert werden, steigende Buchungszahlen. Angeboten werden heuer nebst Kreta auch Rhodos, Kos, Mallorca und neu auch Kalabrien. An Samstagen fliegt Eurowings Europe im Auftrag von Tui von Innsbruck nach Palma de Mallroca. „Gleich nachdem die Reisebeschränkungen gelockert wurden, sind die Buchungen stark gestiegen. Unsere ersten Flüge Anfang Juni nach Kreta waren binnen weniger Tage ausgebucht“, so Gottfried Math, Geschäftsführer Tui Österreich. Kreta soll zweimal pro Woche angeflogen werden, während nach Kos und Rhodos je ein wöchentlicher Charterumlauf geplant ist. Kalabrien und Mallorca werden je einmal pro Woche mit Maschinen von Eurowings Europe angesteuert. „Passagiere, die eine Flugreise ab Innsbruck buchen, genießen besonders die kurzen Wege und Wartezeiten. Ein entspannter Start in den Urlaub aber auch ein länger andauerndes Urlaubsgefühl besonders beim Nach-Hause-Kommen sind damit garantiert. Das sind Pluspunkte, die unbezahlbar sind“, so Flughafendirektor Marco Pernetta. Tui und der Flughafen Innsbruck blicken positiv auf die nächsten Monate. „Der Impffortschritt und verbesserte Testmöglichkeiten legen den Grundstein für sicheres Reisen. Wir rechnen damit, dass es insbesondere in den Sommermonaten einen starken Nachholeffekt geben wird und in den Sommerferien die Flieger auf vielen Strecken schnell ausgebucht sein werden“, sagt Gottfried Math. Der stellvertretende Flughafendirektor Patrick Dierich bekräftigt: „Alle sehnen sich nach Urlaub und einer Auszeit nach einem für alle sehr herausfordernden Jahr. Wir

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Für DHL: Smartlynx mit A321F in Linz gelandet

Unter der Flugnummer 6Y4026 landete Smartlynx Malta am Montag kurz vor 6 Uhr 00 erstmals auf dem Flughafen Linz-Hörsching. Der Airbus A321F fliegt im Auftrag des Logistikkonzerns Deutsche Post-DHL und wird künftig regelmäßig in Oberösterreich anzutreffen sein. Der Smartlynx-Konzern verwandelt derzeit den maltesischen Ableger in die Cargo-Abteilung der Firmengruppe. Die 9H-CGA ist der erste Airbus A321, der in ein Frachtflugzeug konvertiert wurde. Im Auftrag von DHL werden nach und nach weitere A321F von Smarlynx Malta ab Leipzig/Halle betrieben. Vergangene Woche wurden von SR Technics Malta die letzten technischen Arbeiten auf dem Flughafen Luqa durchgeführt. Das Cargoflugzeug wurde zwischenzeitlich nach Leipzig/Halle überstellt und führte den ersten kommerziellen DHL-Einsatz ins oberösterreichische Linz durch. Aviation Direct veröffentlichte vor wenigen Tagen eine kleine Fotogalerie, die die 9H-CGA auf dem Flughafen Luqa zeigt.

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Ab 1. Juli 2021: Deutschland definiert Reisewarnungen neu

Deutschland wird ab 1. Juli 2021 das bisherige System der Reisewarnungen neugestalten. Künftig wird man nicht mehr pauschal von touristischen Reisen abraten, sondern die „abschreckende“ Warnung nur noch dann aussprechen, wenn die Siebentagesinzidenz über 200 liegt. Momentan spricht Deutschlands Bundesregierung Reisewarnungen ab einer Siebentagesinzidenz von 50 aus, wobei man sich mit der Aufhebung gelegentlich viel Zeit lässt. Zuletzt wurde unter anderem ganz Österreich von der „roten Liste“ gestrichen. Von der Änderung nicht betroffen sind Gebiete und Staaten, die seitens des staatlichen Robert-Koch-Instituts als so genannte Virusvariantengebiete definiert sind. Für diese wird auch dann eine Reisewarnung ausgesprochen, wenn die Siebentagesinzidenz unter 200 pro 100.000 Einwohner liegt. Letztlich hat die Änderung sowohl für Inhaber von Reiseversicherungen als auch für Pauschalreisende Konsequenzen: Viele Assekuranzen gewähren keinen Deckungsschutz, wenn für den Zielstaat seitens der deutschen Bundesregierung eine Reisewarnung ausgesprochen ist. Die Änderung hat zur Folge, dass für etwa 100 Länder keine solche mehr bestehen wird, weshalb die Versicherungen sich nicht mehr auf diesen Ausschlussgrund berufen können. Bei Pauschalreisenden ist die Konsequenz eher ungemütlich, denn beim Vorliegen einer Reisewarnung können Reisende im Regelfall kostenfrei von ihrer Buchung zurücktreten. Der Wegfall der Maßnahme der Regierung führt dazu, dass kurzfristiges Stornierungen unter Berufung auf die Reisewarnung nicht mehr kostenfrei möglich sein wird, da es für viele Länder ab 1. Juli 2021 keine solche mehr geben wird.

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Einreise: Portugal akzeptiert jetzt auch Schnelltests

Für die Einreise nach Portugal ist ab sofort die Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltestbefunds, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, ausreichend. Bislang verlangte die Regierung PCR-Tests, wobei es auch schon zuvor in einigen wenigen Regionen Ausnahmen gab. An Freitag fasste der portugiesische Ministerrat den entsprechenden Beschluss. Österreich führt Portugal derzeit auf der Liste der Anlage A-Staaten, so dass bei der Rückkunft mit der so genannten 3G-Regel ohne Quarantäne eingereist werden kann. Deutschland betrachtet nur das Gebiet rund um Lissabon sowie die Azoren als so genannte Risikogebiete.

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Und jetzt sind’s null Strecken: Wizz Air sagt Salzburg-Varna ab

Eigentlich wollte die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air am Sonntag eine Nonstopverbindung zwischen Varna und Salzburg aufnehmen. Dazu kam es aber nicht, denn der Carrier sagte auch die letzte für den Hochsommer geplante Route ab der Mozartstadt ab. Im Vorjahr kündigte Wizz Air überraschend einige Routen ab Salzburg an. Nach nur wenigen Flügen stellte der Carrier das Angebot mangels Nachfrage wieder ein. Seither wurde die Wiederaufnahme einzelner Verbindungen in regelmäßigen Abständen nach hinten verschoben. Zuletzt waren nur noch Varna, St. Petersburg und Kiew-Schuljany angekündigt und alle anderen im Vorjahr geplanten Routen wurden gänzlich gestrichen. Zunächst wurde St. Petersburg in den September 2021 verschoben, nur wenige Tage später folgte Kiew-Schuljany. Die Destination Varna war bis zuletzt auch für den 13. Juni 2021 buchbar. Kurzfristig und ohne nähere Kommunikation hat Wizz Air auch die Route an das Schwarze Meer gestrichen. Zumindest sind für das Jahr 2021 keine Bulgarien-Flüge geplant, jedoch ist die Route bemerkenswerterweise ab 13. Juni 2022 buchbar und somit um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben. Konzernchef Jozsef Varadi betonte zuletzt in diversen Interviews, dass Salzburg in der Österreich-Strategie eine wichtige Rolle spielen würde. Angesichts dessen, dass bislang nur wenige Flüge durchgeführt wurden und die angekündigten Wiederaufnahmen immer wieder nach hinten terminiert wurden und nun sogar auf die ganz lange Bank verschoben wurden, dürfte die Mozartstadt keine großartige Rolle in den Planungen der Wizz Air Group spielen. Es bleibt daher abzuwarten, ob der Carrier überhaupt nach Salzburg zurückkehren wird. Auch Verschiebungen und Kürzungen in Wien In Wien gibt es erste Anzeichen

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Dokumentenkontrolle: Luqa lässt alle Passagiere am Check-in antanzen

Reisende, die ihren Urlaub auf den maltesischen Inseln verbringen, sollten bei ihrem Rückflug rechtzeitig am Flughafen Luqa erscheinen. Sämtliche Passagiere müssen den Check-in-Schalter ihrer Airline aufsuchen, denn der Airport lässt einen verpflichtenden Dokumenten-Check durchführen. Insbesondere Passagiere der Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair sollten beachten, dass der Online-Check-In dennoch durchgeführt werden muss. Kann am Schalter keine Boardkarte – wahlweise am Smartphone oder ausgedruckt – vorgeweisen werden, so verrechnen die beiden Lowcoster horrende Gebühren für den Check-in am Schalter. Kontrolliert werden beim verpflichtenden Dokumenten-Check, der leider in eher gemächlichem Tempo durchgeführt wird, die Boardkarte, der Impf-, Test- oder Genesungsnachweis (je nach Destination und Einreisebestimmungen) sowie falls notwendig die PLF- und Einreiseformulare die Zielstaats. Im Anschluss händigt der Agent eine kleine Bestätigung aus. Ohne diesen händisch ausgefüllten Zettel verweigert das Sicherheitspersonal den Zutritt zum Sicherheitsbereich. Falls es dennoch gelingen sollte “durchzuwitschen” kann die Fluggesellschaft das Boarding verweigern. Da sämtliche Reisende den Check-in-Schalter aufsuchen müssen, sollte dies unbedingt berücksichtigt werden, denn es entstehen zum Teil lange und absolut sinnlose Warteschlangen.

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