Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Beförderung verweigert: Wizz Air schlampte und zahlte erst nach Klage die Mehrkosten

In Zeiten von Corona müssen Passagiere vieles beachten und insbesondere zum Teil bürokratische Anforderungen der Zielländer erfüllen. Was ist aber, wenn man alle Unterlagen dabei hat und die Fluggesellschaft dennoch die Beförderung verweigert? So passiert am Flughafen Wien bei der Billigfluggesellschaft Wizz Air. Immer wieder stechen die Bodenmitarbeiter an Österreichs größtem Flughafen mit falscher Auslegung von Einreisebestimmungen hervor. Zum Beispiel brillierte man im Winter bei der Abfertigung von Ryanair-Flügen damit, dass fälschlicherweise RNA-PCR-Befunde nicht anerkannt wurden und den Reisenden die Beförderung verweigert wurde. Nach langem hin und her gab es wenigstens eine kostenfreie Umbuchung auf einen anderen Ryanair-Flug. Im Fall der Wizz Air, der sich am Wiener Flughafen ereignet hat, musste die Arbeiterkammer vor Gericht ziehen und für eine Familie Mehrkosten in der Höhe von 3.850 Euro einklagen. ür den Griechenland-Urlaub füllte Herr R. für sich, seine Frau und die ältere Tochter je ein Corona-Einreiseformular aus – wie auf der Website der griechischen Gesundheitsbehörde verlangt. Die minderjährige Tochter war auf dem Einreiseformular des Papas mitregistriert. Doch die Reise fiel ins Wasser. Wizz Air verweigerte den Check-in. Die Airline meinte, für das minderjährige Kind hätte extra ein Einreiseformular mit nachfolgendem Erhalt eines QR Codes ausgefüllt werden müssen. Nicht nur am Flughafen stehen gelassen, sollte die Familie auch auf den gesamten „Reisekosten“ sitzen bleiben. Erst nach einer AK Klage zahlte Wizz Air alle Kosten retour – insgesamt rund 3.850 Euro. 2020 stand Griechenland auf dem Urlaubsplan von Familie R. Die Eltern und ihre zwei Kinder, eines minderjährig, freuten sich schon sehr auf

weiterlesen »

Kommentar: Der Grüne Pass braucht keine „Notbremse“

Europas Fluggesellschaften fordern so deutlich wie noch nie, dass die Einreise- und Quarantänebestimmungen unter dem so genannten Grünen Pass vereinheitlicht werden sollen. Die EU-Kommission will es den Nationalstaaten weiterhin freistellen, ob und in welcher Form der Grüne Pass überhaupt anerkannt wird. Für Verstimmung sorgte zuletzt, dass eine “Notbremse” eingebaut werden soll. Das bedeutet, dass unter bestimmten Voraussetzungen, die jedes EU-Mitglied selbst zusammendoktern kann, dann doch wieder Quarantäne und Tests auch von Geimpften und Genesenen verlangt werden können. Allein das Wort “Notbremse” sorgt in Deutschland für Verunsicherung, denn Gesundheitsminister Jens Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) haben unter mutmaßlicher Vorspiegelung falscher Tatsachen ihre Lockdowns und ihre “Bundesnotbremse” durchgesetzt. Dass das Vertrauen in die Politik, aber auch den Gesundheitssektor nachhaltig ramponiert ist, zeigen besondere Blüten, die die Pandemie hervorgebracht hat. Zum Beispiel haben in Deutschland laut einem Bericht des Bundesrechnungshofs Betreiber von Krankenhäusern komplett falsche Zahlen zur Belegung ihrer Intensivbetten gemeldet, um in den Genuss sogenannter Ausgleichszahlungen zu kommen. Daraus ergibt sich: Zu keinem Zeitpunkt stand das Gesundheitssystem vor einer Überlastung der Intensivstationen, denn wurden künstlich bzw. virtuell überfüllt, um an viel Geld vom Staat zu kommen. Keine Verschwörungstheorie, sondern eine Feststellung des Bundesrechnungshofes. Weißkittel, Politiker und dubiose Geschäftemacher Eigentlich genießen Ärzte ein hohes Ansehen, doch einige entpuppten sich als schwarze Schafe und nutzten die Coronapandemie schamlos aus, um “Big Business” machen zu können. Der Vogelabschuss dürfte in diesem Zusammenhang in Tirol stattgefunden haben, wo selbst eine neue Mutation frei erfunden wurde. Egal, ob es um Schnelltests, Masken, PCR-Tests ging, die

weiterlesen »

Nur für Geimpfte: Israel fährt Touristik wieder hoch

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat sich Israel weitgehend von ausländischen Touristen abgeschottet. Über lange Phasen hinweg war auch Staatsbürgern die Einreise nur unter größtem Mühsal möglich. Das soll sich mit dem 1. Juli 2021 ändern. Das Jahr 2019 war für Israels Tourismus ein Rekordjahr. Noch nie hatte man so viele Urlauber im Land, doch dann kam Corona. Die Regierung riegelte das kleine Land weitgehend ab und haderte auch in den letzten Monaten noch mit dem genauen Zeitpunkt des touristischen Comebacks. Ab 1. Juli 2021 sollen Personen, die nachweisen können, dass sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft wurden, wieder in Israel Urlaub machen können. Die exakte Ausgestaltung ist noch in Ausarbeitung, jedoch ist bereits absehbar, dass der Impfpass höchstwahrscheinlich nicht ausreichend sein wird. Zusätzlich könnte Israel auf die Vorlage eines negativen PCR-Befundes pochen. Auch wird überlegt, ob nach der Landung ein weiterer Abstrich genommen wird oder aber mittels Antikörpertest überprüft wird, ob die Reisenden wirklich gegen Covid-19 geimpft sind. Derzeit ist auch angedacht, dass ein negativer PCR-Test bei der Ausreisekontrolle vorgelegt werden muss. Setzt Israel dies um, so müssten Touristen rechtzeitig vor ihrem Heimflug einen Coronatest vor Ort machen und den Befund dann vor der Ausreise vorweisen. Mit dieser Maßnahme will sich Israel absichern und weitere Safe-Travel-Abkommen abschließen. Ohne Impfung wird es nach aktuellem Informationsstand keine Möglichkeit zur Einreise nach Israel geben.

weiterlesen »

Air Antwerp und Stobart Air streichen die Segel

Mit Air Antwerp und Stobart Air haben sich am Freitag gleich zwei Regionalfluggesellschaften endgültig vom Markt verabschiedet. Das erstgenannte ist ein Joint-Venture von KLM und Cityjet. Die zweite Airline flog zuletzt fast ausschließlich als Subunternehmer für Aer Lingus. Gemeinsam haben beide Airlines, dass vor der Corona-Pandemie die Geschäfte ganz gut gelaufen sind, doch die Geschäfte nicht mehr richtig angelaufen sind. Air Antwerp nahm zwar mehrfach den Flugbetrieb wieder auf, doch aufgrund der Einreise- und Quarantänebestimmungen blieb die Nachfrage aus. Die Eigentümer, KLM und Cityjet, haben nun den Stecker aus dem Regioprojekt mit völlig veraltetem Fluggerät (Fokker 50) gezogen. Damit verliert Antwerpen wieder einmal einen Homebasecarrier. Stobart Air ist ein dreifaches Opfer, denn der Brexit macht es der irischen Regionalfluggesellschaft schwierig ab dem Vereinigten Königreich, vornehmlich London-Southend, weiterhin auf eigene Rechnung zu fliegen. Noch dazu kam, dass Flybe als Vertriebspartner weggebrochen ist. Die Stobart-Air-Flüge waren keine Wetlease-Flüge für Flybe, sondern im Rahmen eines Vertriebs- und Franchiseabkommens wurde diese Marke genutzt. Was diese beiden Faktoren und Corona nicht geschafft haben, das erledigte sich dann mit einem Käufer, der den vereinbarten Kaufpreis nicht aufbringen konnte. Alternativen hat Stobart Air nicht mehr und der bisherige Eigentümer ist auch nicht mehr bereit Geld in diese Airline zu investieren. Warum? Simpel, der Aer-Lingus-Wetleasevertrag wäre ohnehin kommendes Jahr ausgelaufen, denn das irische IAG-Mitglied hat sich für eine Neugründung, die bislang weder AOC noch Betriebsgenehmigung hat, entschieden. Somit waren die Aussichten düster und aus Sicht der Eigentümer dürfte der Insolvenzantrag nicht vermeidbar gewesen sein. Während sich die Auswirkungen

weiterlesen »

Dortmund schafft Gepäckabgabe-Automaten an

Der Aufsichtsrat des Dortmunder Flughafens hat die Anschaffung von zehn Gepäckaufgabe-Automaten bewilligt. Bislang gibt es solche an diesem Airport, der primär von Lowcostern wie Ryanair, Wizz Air und Eurowings genutzt wird, noch nicht. In einer Medienmitteilung schreibt der Flughafen Dortmund, dass mit Hilfe dieser Automaten die Abgabe von Reisegepäck “effizienter, kostengünstiger und damit zukunftsfähig gestaltet werden” kann. Die Geräte sollen bis spätestens Sommerflugplan 2022 angeschafft und installiert werden. Das Kontrollgremium hatte sich auch mit dem von PricewaterhouseCoopers geprüften Jahresabschluss von 2020 zu befassen. Der Airport schrieb einen Verlust in der Höhe von 21,8 Millionen Euro. Durch die Corona-Pandemie nutzten im Jahr 2020 nur 1,22 Millionen Fluggäste den Dortmund Airport für ihre Reise (minus 55 Prozent). Dadurch sanken auch die Umsatzerlöse sowohl im Aviation- als auch im Non-Aviation-Bereich dramatisch. Zwar hat der Dortmund Airport mit Kurzarbeit, Zurückstellung von Investitionen und Prozessoptimierungen dagegengehalten, unter dem Strich hat sich das Jahresergebnis aber im Vergleich zum Jahr 2019 um 11,4 Millionen Euro verschlechtert.

weiterlesen »

Kurzfristige Absage: Skyalps muss den Erstflug verschieben

Skyalps, die Hausmarke des Flughafens Bozen, sagte den für den 14. Juni 2021 angekündigten Erstflug auf der Strecke Bozen-Rom kurzfristig ab. Der Premierenflug soll eine Woche später nachgeholt werden. Die 9H-BEL, die als erste Maschine zum Einsatz kommen sollte, wurde bislang noch nicht nach Südtirol überstellt. Hintergrund ist, dass Luxwing bei der Abnahme einige kleinere Mängel festgestellt hatte, die im Sinne des Safety-First-Gedankens zuvor durch den Wartungsbetrieb Medavia behoben werden müssen. Das Turbopropflugzeug des Typs DHC Dash 8-400 wird von Chorus Aviation geleast und war zuvor bei der in die Insolvenz geflogenen Regionalfluggesellschaft Flybe im Einsatz. Skyalps ist eine Marke des Flughafens Bozen, die zwei DHC Dash 8-400 von der maltesischen Luxwing chartert und mit diesen ein kleines Liniennetz ab Südtirol aufbaut. Der Start hätte eigentlich bereits im Vorjahr erfolgen sollen, jedoch entschied man sich wegen der Corona-Pandemie für eine Verschiebung. Aviation Direct hat unter diesem Link eine Fotogalerie der beiden Maschinen, die in Skyalps Livery fliegen werden, veröffentlicht.

weiterlesen »

Fotogalerie: Skyalps startklar für den Erstflug

In wenigen Tagen wird nach langer Pause ab dem Südtiroler Flughafen Bozen der erste Linienflug durchgeführt. Die hauseigene Marke Skyalps wird mit zwei Turbopropflugzeugen des Typs DHC Dash 8-400 ein Netzwerk aufbauen. Der Erstflug wird in die italienische Hauptstadt Rom führen. Der Flughafen Bozen hat turbulente Zeiten hinter sich, denn nach der Einstellung der von Darwin Airline durchgeführten Flüge, stand gar die weitere Zukunft des Airports auf dem Spiel. Die Bürger haben sich dafür entschieden, dass sich das Land Südtirol künftig raushalten soll. Es fand sich ein Konsortium privater Unternehmer, das den Flughafen Bozen übernommen hat und weiterentwickeln will. Der wohl wichtigste Part ist die hauseigene Marke Skyalps mit ihren zwei DHC Dash 8-400. Mit diesen soll ein kleines Netzwerk aufgebaut werden, das Südtirol besser mit anderen Teilen Italiens und Europa verbinden wird. Da Skyalps ein Tour Operator und keine Fluggesellschaft ist, handelt es sich formell um Charterflüge. Die operative Durchführung der Flüge erfolgt durch die maltesische Luxwing. Auf dem Flughafen Luqa (Malta) werden die beiden DHC Dash 8-400 gerade für ihre Erstflüge unter der Marke Skyalps vorbereitet. Beide Maschinen tragen bereits die Livery der Homebase-Marke Südtirols. Die technischen Arbeiten werden vom MRO-Betrieb Medavia durchgeführt. Luxwing war bislang auf das Geschäftsreisesegment spezialisiert. Der Einstieg in das Liniengeschäft – im Auftrag von Skyalps – ist für den maltesischen Carrier ein Schritt, auf den man stolz ist. Mit akribischer Genauigkeit nahmen diese Woche Kapitäne der Airline die DHC Dash 8-400 unter die Lupe, denn am Tag des Erstflugs soll alles perfekt laufen.

weiterlesen »

Emirates fliegt künftig zwischen Larnaka und Luqa

Golfcarrier Emirates Airline wird künftig zwischen Larnaka (Zypern) und Luqa (Malta) mit Boeing 777-200 fliegen. Selbstredend kommt die Maschine aus Dubai und legt auf ihrem Weg nach Malta einen Zwischenstopp in Zypern ein. Mit diesem so genannten Direktflug, der an den Verkehrstagen Mittwoch, Freitag und Sonntag angeboten wird, will Emirates auch Malta an das Netzwerk anbinden. Im Unterschied zu Nonstop-Flügen können Direktflüge eine beliebige Anzahl von Zwischenlandungen aufweisen, maßgeblich ist jedoch, dass die Flugnummer gleich bleibt. Der Erstflug auf der Strecke Dubai-Luqa via Larnaka soll am 14. Juli 2021 durchgeführt werden. Der Carrier hofft, dass bis dahin die Einreise- und Quarantänebestimmungen weiter gelockert werden.

weiterlesen »

Lufthansa setzt Boeing 747-8 und Airbus A350 nach Palma ein

Offenbar haben es die Deutschen endgültig satt den “Bleib-daheim”-Parolen ihrer Regierung Folge zu leisten, denn Lufthansa verzeichnet eigenen Angaben nach stark steigende Buchungszahlen in Richtung Palma de Mallorca. Daher wird man im Juli und August ab München und Frankfurt auch Langstreckenmaschinen der Typen Boeing 747-8 und Airbus A350 einsetzen. Zwischen April und Anfang Juni 2021 soll die Anzahl der Neubuchungen um das 25-fache gestiegen sein. Während der hessischen Sommerferien setzt Lufthansa an vier aufeinanderfolgenden Samstagen ab Frankfurt eine Boeing 747-8 sowie zu Beginn der bayerischen Ferien ein Airbus A350 ab München nach Palma. Am 31. Juli 2021 starten dann sogar zwei Langstreckenflugzeuge von Deutschland in Richtung Balearen. Planmäßig wäre auf dieser Verbindung ein Airbus A321 unterwegs. Los geht es zum Start der hessischen Sommerferien am Samstag, 17. Juli. Um 10:20 Uhr startet der „Jumbo“ mit der Flugnummer LH1152 aus der Rhein-Main Metropole in Richtung Balearen, um dort um 12:25 Uhr den Flughafen von Palma de Mallorca zu erreichen. Der Rückflug mit der Flugnummer LH1153 ist dann für 14:25 Uhr geplant, mit Ankunft in Frankfurt um 16:45 Uhr. Anschließend wird die moderne Boeing 747-8 an drei weiteren Wochenendtagen zum Einsatz kommen: Am 24. Juli, am 31. Juli und schließlich am 7. August 2021. Ab München startet der A350-Flug nach Palma de Mallorca startet am Samstag, den 31. Juli und damit zu Beginn der bayerischen Sommerferien. Abflug in München ist um 9:50 Uhr mit der Flugnummer LH2658, die Landung in Palma de Mallorca ist um 12:00 Uhr geplant. Der Rückflug LH2659 erfolgt

weiterlesen »

Bundestag beschließt neue Absicherung von Pauschalreisen

Die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook zeigte in Deutschland eine Schwachstelle im Pauschalreisegesetz auf, denn die Haftung des Versicherers war aus gesetzlichen Gründen mit 100 Millionen Euro beschränkt. Nun beschloss der Bundestag in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine neue Kundengeldabsicherung bei Pauschalreisen. Deutschland hatte die EU-Verordnung mangelhaft umgesetzt, denn man hatte nicht damit gerechnet, dass es zu einer Großinsolvenz, die die maximale Haftungssumme von 100 Millionen Euro überschreitet, kommen wird. Im Nachgang der Thomas-Cook-Pleite entschädigte die Bundesrepublik Deutschland Reisende, die sonst leer ausgegangen wären. Das aber nicht ganz freiwillig, denn erst nachdem zahlreiche Anwälte Amtshaftungsklagen angekündigten hatten, lenkte die Regierung ein. Neu wird ein Reiseabsicherungsfonds geschaffen. Bei diesem müssen die Tour Operator bis Anfang November 2022 rund fünf Prozent ihres Umsatzes hinterlegen. Je nach Marktentwicklung soll dieser Prozentsatz auf bis zu sieben Prozent erhöht werden. Der Fonds soll bis zum 31. Oktober 2027 mit 750 Millionen Euro gefüllt werden. Bis dahin haftet der Staat vollständig für Insolvenzschäden, die den Inhalt das Fonds übersteigen würden. Kleinere Tour Operator können sich auch weiterhin anderweitig absichern. Bis zehn Millionen Euro Jahresumsatz genügen eine Bankbürgschaft oder eine entsprechende Versicherung. Bei Kleinstveranstaltern bis drei Millionen Euro Jahresumsatz wird die Haftung gar auf nur eine Million Euro beschränkt.

weiterlesen »