Jan Gruber

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Jan Gruber

Kapitalerhöhung: Zusätzliches Steuergeld für Lufthansa?

Schon bald könnte Lufthansa erneut Geld vom deutschen Staat bekommen, denn der Konzern plant eine drei Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung vorzunehmen. Die Regierung soll sich laut verschiedenen Medienberichten daran beteiligen, um zu verhindern, dass der 20-prozentige Anteil verwässert. Im Vorjahr organisierte sich die Lufthansa Group von den Regierungen Deutschlands, Belgiens, Österreichs und der Schweiz eine milliardenschwere Staatshilfe. Die Bundesrepublik verlangte hierfür Anteile sowie eine stille Beteiligung in der Höhe von 5,5 Milliarden Euro. Genau diese will der Kranich mit Hilfe der Kapitalerhöhung zumindest teilweise zurückzahlen. Zieht die Regierung tatsächlich mit, so führt das zum absurden Umstand, dass zumindest teilweise Steuergeld mit Steuergeld zurückbezahlt wird. Verzichtet man in Berlin auf die Beteiligung an der Kapitalerhöhung, so würde der Anteil verwässern. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.

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Gewessler will sinkende Flughafengebühren verbieten

In einigen europäischen Staaten wurden die Flughafengebühren gesenkt, um Airlines unterstützen zu können. Österreich geht einen anderen Weg und friert die Entgelte ein. Laut Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) will man so verhindern, dass diese billiger werden. In der Alpenrepublik sind die Gebühren, die öffentliche Verkehrsflughäfen erheben müssen, im so genannten Flughafenentgeltegesetz geregelt. Eine durchaus komplizierte Formel berechnet immer auf Basis der Vorjahreszahlen die von den Nutzern zu entrichtenden Gebühren. Dadurch soll – zumindest in der Theorie – erreicht werden, dass die Airports defizitär werden. Würde man die Fluggastzahlen des Jahres 2020 als Grundlage nehmen, käme es zu einem massiven Anstieg der Entgelte. Gleichzeitig verunmöglicht das Gesetz den Betreibern marktwirtschaftlich zu agieren und mit niedrigeren Preisen neue Kunden anzulocken. Letzterer Punkt ist offensichtlich Verkehrsministerin Leonore Gewessler gerade recht. Die Begutachtung einer Novelle des FEG wurde am Mittwoch eingeleitet. Die Gewerkschaft Vida kritisiert die verkürzte Begutachtungszeit für so eine umfassende Gesetzesänderung. Dabei geht es auch um arbeitnehmerrelevante Bestimmungen, wie zum Beispiel die Ausstellung von Tauglichkeitsbescheinigungen. Anderseits sind auch viele Änderungen in den Gesetz enthalten, die im direkten Zusammenhang mit dem Datenschutz stehen. „Damit werden die Flughafentarife gesichert, ein massiver Gebührenverfall verhindert“, erklärt Bundesministerin Leonore Gewessler. „Lautere Flugzeuge sollen künftig verpflichtend höhere Entgelte bezahlen als leisere. Das ist ein wichtiger Schritt für effektiven Lärmschutz“. „Das stärkt die österreichischen Flughäfen – das ist eine wichtige Corona-Unterstützung“, stellt Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) fest. „Wir steuern hier gesetzlich gegen, weil sonst durch die Krise und den Einbruch des Flugverkehrs bedingt die gesetzlich zulässigen Gebühren der Flughäfen

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Wien: Ryanair reaktiviert Agardir, Marseille und Pisa

Mit Beginn der Winterflugplanperiode 2021/22 beabsichtigt die Ryanair Group ab Wien-Schwechat die Ziele Agadir, Pisa und Marseille zu reaktivieren. Alle drei Destinationen wurden vormals von der mittlerweile nicht mehr existierenden Laudamotion angeboten. Die Atlantik-Stadt in Marokko wurde bereits lange vor der Corona-Pandemie seitens der damaligen Laudamotion aus dem Flugplan gestrichen. Hintergrund war damals, dass die Nachfrage schwach war und die Strecke aufgrund der langen Flugdauer hohe Kosten für die Airline verursacht. Ryanair will ab 31. Oktober 2021 wieder zwischen Wien und Agadir an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag fliegen. Auch Pisa ist eine ehemalige Lauda-Strecke, die mangels Wirtschaftlichkeit aus dem Flugplan gestrichen wurde. Ryanair wird diese ab 1. November 2021 jeweils Montags und Freitags anbieten. Die Route soll mit Fluggerät der maltesischen Tochtergesellschaft Lauda Europe bedient werden. Marseille wurde aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt und soll ab 2. November 2021 dreimal pro Woche ab Wien-Schwechat angeflogen werden. Dienstags und Samstags kommen Flugzeuge von Lauda Europe zum Einsatz. Donnerstags wird die Route mit Maschinen der Konzernschwester Malta Air von Frankreich aus bedient.

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Mai 2021: BER meldet 362.000 Passagiere

Der Flughafen Berlin-Brandenburg fertige im Mai 2021 insgesamt 362.000 Passagiere ab. Gegenüber April 2021 konnte man sich um rund 100.000 Reisende steigern. Vor einem Jahr, im extremen Krisenmonat Mai 2020, wurden 52.000 Passagiere an den damaligen Flughäfen Schönefeld und Tegel abgefertigt, im Mai 2019 waren es mehr als 3,2 Millionen Fluggäste. Insgesamt nutzten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 1,2 Millionen Passagiere den Flughafen BER. Im vergangenen Monat gab es am BER rund 5.400 Flugbewegungen, rund 600 mehr als im Vormonat April. Im Mai 2020 starteten und landeten nur rund 2.100 Maschinen in Schönefeld oder Tegel, im Mai 2019 waren es 26.100 Maschinen. Bei der Luftfracht wurden im vergangenen Mai nahezu genauso viele Güter umgeschlagen wie im April 2021 – rund 2.200 Tonnen. Im Vorkrisenmonat Mai 2019 waren es 3.100 Tonnen. „Es mehren sich die Zeichen dafür, dass der Flugverkehr langsam wieder in Gang kommt. Ende Mai hatten wir täglich zwischen 10.000 und 18.000 Passagiere. Damit sind wir zwar von einer Normalität noch immer weit entfernt. Doch sinkende Infektionszahlen, die steigende Anzahl der COVID-19-Impfungen und damit verbundene Reise-Erleichterungen führen zu mehr Sicherheit: Mehr Menschen erfüllen sich jetzt ihre Urlaubsträume. Wenn die Passagierzahlen im Sommer und Herbst weiterhin ansteigen, könnten wir die für 2021 prognostizierte Zahl von etwa 10 Millionen Fluggästen erreichen“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

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Mai 2021: Ryanair Group meldet 1,8 Millionen Passagiere

Im Mai 2021 zählte die Ryanair Group gruppenweit rund 1,8 Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit April 2021 konnte man somit um etwa 800.000 Fluggäste mehr befördern. Die Gegenüberstellung mit dem Vorjahresmonat ist nicht aussagekräftig. Hintergrund ist, dass im Mai 2020 der Flugbetrieb von Ryanair aufgrund der ersten Corona-Welle weitgehend ausgesetzt war. Der Konzern hielt lediglich einige wenige Routen aufrecht und zählte damals nur rund 70.000 Passagiere. Die jüngste Beförderungsleistung liegt deutlich unter Mai 2019 als man noch 14,1 Millionen Fluggäste hatte. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hatte die Ryanair Group 30,2 Millionen Reisende an Bord. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 75 Prozent. Hintergrund ist hier, dass die Kalendermonate Jänner und Feber sowie Teile des März 2020 von der Pandemie noch nicht betroffen waren.

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Türkei akzeptiert jetzt auch Schnelltests

Die Türkei lockert die Einreisebestimmungen für aus Deutschland kommende Personen. Künftig werden auch Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, die nicht älter als 48 Stunden sein dürfen, anerkannt. Geimpfte und Genesene können ohne Testbefund einreisen. Die letzte Impfdosis (zweite Injektion, ausgenommen bei Johnson & Johnson) muss mindestens 14 Tage vor der Einreise verabreicht worden sein. Genesene können bis zu sechs Monate Erleichterungen in Anspruch nehmen. PCR-Testbefunde dürfen nicht älter als 72 Stunden sein. Unabhängig davon muss weiterhin eine digitale Einreiseanmeldung über die Homepage des türkischen Gesundheitsministeriums gemacht werden. Bei der Rückreise nach Deutschland ändert sich allerdings nicht. Das Robert-Koch-Institut stuft die Türkei weiterhin als Hochinzidenzgebiet ein. Gegebenenfalls kann dies eine Quarantänepflicht auslösen. Daher sollten sich Türkei-Reisende unbedingt vorab informieren welche Voraussetzungen bei der Einreise bzw. Rückkunft nach Deutschland zu erfüllen sind.

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Mai 2021: Wizz Air legte auf 800.000 Reisende zu

Der Billigflieger Wizz Air konnte im Mai 2021 insgesamt 832.538 Passagiere befördern. Die Auslastung wird mit 66,1 Prozent ausgewiesen. Im Vorjahresmonat hatte der Billigflieger 126.549 Fluggäste bei einem Ladefaktor von 61,1 Prozent. Im April 2021 hatte Wizz Air 564.634 Reisende an Bord. Der Vergleich mit Mai 2020 ist allerdings wenig aussagekräftig, da der Flugbetrieb aufgrund der ersten Coronawelle stark reduziert war. Wizz Air wollte im Vorjahr äußert früh diverse Routen ab Wien-Schwechat reaktivieren, musste jedoch viele Destinationen aufgrund der vielen Flugverbote verschieben. Auch zeigte sich im Verlauf des Vorjahres, dass der Billigflieger die Strategie geändert hat und nicht mehr als „Pionier“ die Strecken so schnell wie möglich reaktiviert. Ganz im Gegenteil: Auch heute pausieren noch viele Wizz-Air-Routen während Mitbewerber schon länger fliegen. Vergleicht man die jüngste Beförderungsleistung mit den Werten von Mai 2019, so zeigt sich, dass Wizz Air deutlich darunterliegt. Damals hatte man noch 3.470.889 Passagiere bei einer Auslastung von 92,3 Prozent. Zuletzt kündigte Wizz Air die Aufnahme neuer Kroatien-Strecken ab Wien-Schwechat an.

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Malta: Vorerst keine Erleichterungen für „ausländische“ Impfungen

Seit Dienstag gelten für die Republik Malta neue Einreisebestimmungen, die in den meisten Fällen deutliche Erleichterungen bringen. Geimpfte haben allerdings das Nachsehen, denn der Inselstaat praktiziert nun eine Diskriminierung der Extraklasse, die sich auch negativ auf die touristische Nachfrage auswirken könnte. Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, müssen keinen negativen PCR-Befund vorlegen. Ein genauer Blick auf die Verordnung der Regierung sowie die Hinweise des Tourismusministeriums zeigen, dass dies nur für jene Personen gilt, die einen maltesischen Impfnachweis mit maltesischem QR-Code vorlegen können. Vorerst gibt es also für Geimpfte, die ihr Vakzin in anderen EU-Staaten erhalten haben, keine Erleichterungen. Green Pass wird es im Laufe des Monats umgesetzt Spätestens zum 1. Juli 2021 soll sich dies ändern, denn man will dann im Rahmen des Grünen Passes alle Nachweise aus der Europäischen Union in Form der App bzw. der Offline-Alternative anerkennen. Mit dem Vereinigten Königreich, das der wichtigste Quellmarkt Maltas ist, wurde bereits ein bilaterales Abkommen geschlossen. Personen, die über eine maltesische ID-Card verfügen (es handelt sich nicht um die Staatsbürgerschaft, denn alle Personen mit Wohnsitz auf Malta können diesen Ausweis beantragen), können unter diesem Link das maltesische Impfzertifikat beantragen. Für Impfungen, die im Ausland verabreicht wurden, müssen die Nachweise entsprechend vorgelegt wurden. Wichtig: Diese Onlinemöglichkeit können nur Inhaber maltesischer ID-Cards nutzen. Ohne PCR-Befund gelandet kostet 120 Euro Somit bleibt – zumindest vorläufig – den meisten Touristen nur die Möglichkeit mittels negativem PCR-Test einzureisen. Wer diesen nicht vorweisen kann, muss sich am Flughafen Luqa einem PCR-Test unterziehen, für den an Ort

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Hohe Nachfrage: Air Malta kündigt Berlin und Düsseldorf an

Die Fluggesellschaft Air Malta wird die Strecken Berlin und Düsseldorf reaktivieren, jedoch auf Moskau und Tel Aviv verzichten. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte auf Anfrage, dass man aus Deutschland eine starke Nachfrage verzeichnet. Ab 28. Juni 2021 wird man jeweils an den Verkehrstagen Montag und Donnerstag zwischen Luqa und Berlin-Brandenburg fliegen. Im August 2021 wechselt man die Flugtage auf Mittwoch und Sonntag. Die Düsseldorf-Flüge werden am 3. Juli 2021 jeweils Mittwochs und Sonntags bedient. Ursprünglich war auch angekündigt, dass die Routen nach Tel Aviv und Moskau im Sommer 2021 reaktiviert werden sollen. Die Regierung konnte bislang weder mit Israel noch mit Russland ein so genanntes „Safe Travel Agreement“ abschließen. Daher entschied sich Air Malta dafür, dass die beiden Strecken weiterhin pausiert bleiben. Im Gegenzug setzt man verstärkt aus Deutschland, denn aus diesem Markt bekomme man außergewöhnlich viele Neubuchungen.

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Bergamo: Frau randalierte wegen Maske an Bord von Malta Air

Auf einem Ryanair-Flug von Ibiza nach Bergamo weigerte sich ein weiblicher Fluggast eine Maske zu tragen. Die Situation eskalierte zunehmend, denn die Reisende wurde aggressiv und auch gegenüber anderen Passagieren handgreiflich. Der Vorfall, der von Ryanair bestätigt wurde, ereignete sich bereits am 26. Mai 2021. In den letzten Tagen sind in sozialen Netzwerken diverse Videos aufgetaucht, die von Augenzeugen gepostet wurden. Zunächst berichteten einige britische Medien vom Verhalten der Dame. Auffällig ist, dass sich die Besatzung zunächst zurückhaltend verhält und die Reisende walten lässt. Flugbegleiter gehen vorbei und führen den Bordservice durch – ganz so als ob nichts wäre. Erst später schreitet die Kabinenbesatzung ein. Der Kapitän forderte Polizeiunterstützung an, so dass die Frau am Flughafen Bergamo von der Exekutive abgeführt wurde. Der Vorfall ereignete sich auf Ryanair-Flug FR 8333, durchgeführt von der Tochtergesellschaft Malta Air. Als Fluggerät kam die Boeing 737-800 mit der Registrierung 9H-QBC zum Einsatz. Die irische Konzernmutter erklärte, dass die Maschine normal in Bergamo landen konnte und dort alle weiteren Schritte von der Polizei übernommen wurden.

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