Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa Cargo bekommt weitere Boeing 777F

Lufthansa Cargo wird eine weitere fabrikneue Boeing 777F erhalten. Das Frachtflugzeug soll im Laufe des Jahres ausgeliefert werden. Der Cargo-Kranich wird dann insgesamt elf Maschinen dieses Typs betreiben. Zuvor herrschte zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und der Geschäftsführung von Lufthansa Cargo dicke Luft. Die Arbeitnehmervertretung warfen vor, dass eine zunehmende Verlagerung zur Schwester Aerologic, die nicht dem Konzerntarifvertrag unterliegt, stattfindet. Die nunmehrige Entscheidung die 777F bei Lufthansa Cargo um eine Einheit zu erweitern, könne auch als eine Art Friedensangebot an die Flugzeugführer gewertet werden. Es handelt sich um die zweite Neubestellung, die die Frachttochter von Lufthansa heuer getätigt hat. Im März 2021 wurde 777F Nummer zehn bestellt. Unter Berücksichtigung beider Orders wird die Flotte auf zehn Boeing 777F ausgebaut. Jene vier B777F, die von AeroLogic betrieben werden, jedoch fast ausschließlich für Lufthansa Cargo fliegen, sind Arbeitnehmervertretern ein Dorn im Auge. Hintergrund ist – wie erwähnt – die fehlende Anwendbarkeit des Konzerntarifvertrags.

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DAT halbiert die McDonnell-Douglas-Flotte

Die Fluggesellschaft Danish Air Transport hat die letzte Maschine des Typs McDonnell Douglas MD-82 ausgeflottet. Der heckgetriebene Zweistrahler trägt die Registrierung OY-RUT und wurde zuletzt nur noch sporadisch eingesetzt. Der 29,5 Jahre alte Jet wird laut CH-Aviation.com verschrottet. Firmenchef Jesper Rungholm führte gegenüber dem Medium aus, dass die MD-83 mit der Registrierung OY-RUE weiterhin genutzt werden soll. Einen Termin für die Ausflottung dieser McDonnell Douglas-Maschine gibt es noch nicht. Die MD-83 wird das einzige Muster des Herstellers, der Mitte der 1990er-Jahre mit Boeing fusionierte, in der DAT-Flotte sein. In Kürze steht ein C-Check an. Danach soll die OY-RUE noch mindestens zwei Jahre bei Danish Air Transport eingesetzt werden. Der Zweistrahler ist mit 90 Sitzen ausgerüstet und wird seitens des Carriers als VIP-Maschine angeboten. Man habe damit eine „nette Nische gefunden“, so Rungholm gegenüber CH-Aviation.com.

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Friedrichshafen: Insolvenzverfahren über Flughafen eröffnet

Das Amtsgericht Ravensburg hat am 1. Juni 2021 über das Vermögen des Flughafens Friedrichshafen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Im Laufe des Monats wird der von der Geschäftsleitung und den Gesellschaftern entwickelte Finanzplan im Gläubigeraussschuss zur Abstimmung kommen. Als Sachwalter fungiert Rechtsanwalt Alexander Hubl. Der Flughafen Friedrichshafen war bereits vor der Corona-Pandemie defizitär, jedoch riss die Krise die Finanzen des Airports endgültig in den sprichwörtlichen Keller. Die Geschäftsleitung musste im Feber 2021 aufgrund einer eingetretenen Überschuldung ein Schutzschirmverfahren beantragen. Das Amtsgericht Ravensburg eröffnete nun ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Dennoch blickt man am Bodensee hoffnungsvoll in die Zukunft. „Die Buchungszunahmen in anderen Euroopäischen Ländern mit einer bereits höheren Durchimpfung als in Deutschland zeigen, dass sich der Luftverkehr wieder erholen wird. Das wird nicht von heute auf morgen geschehen, aber nach einer langen Zeit der Entbehrungen wird die Reiselust auch wieder eintreten. Wir haben bereits früher in schwierigen Zeiten gut gewirtschaftet und operativ positive Ergebnisse erreicht. Wir gehen davon aus, dass wir das auch wieder schaffen werden“, erklärt Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr. Investitionen in die Infrastruktur stehen an Bereits im Herbst 2020 wurde in den Gremien der beiden Hauptgesellschafter ein Maßnahmenpaket erörtert und Beschlüsse zur weiteren Finanzierung gefasst. Bestandteile waren damals unter anderem der Ausgleich des finanziellen COVID-19 Schadens in der Zeit des Lockdowns von März bis Juni 2020 in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Euro sowie eine vorübergehende Umstrukturierungshilfe in Höhe von 6 Millionen Euro. Letztere wurde bisher noch nicht abgerufen. Der Finanzbedarf in den nächsten fünf Jahren (bis 2025) ergibt sich

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Lufthansa positioniert sich für Mindestpreise

Dass Lufthansa Billigangebote von Mitbewerbern noch nie in den Kram gepasst haben, ist allgemein bekannt. Nun sprach sich Vorstandsmitglied Harry Hohmeister öffentlich für Mindestpreise für Flugtickets aus. Im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er: „Wenn Mindestpreise heißen, dass Airlines ihre Kosten decken müssen und nicht Phantasiepreise unterhalb der anfallenden Steuern und Gebühren aufrufen dürfen, dann ist das legitim“. Indirekt spricht er sich damit für das Vorhaben der österreichischen Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) aus, die durchsetzen will, dass Flugscheine mindestens so viel kosten müssen wie die Steuern und Gebühren. Das Regierungsmitglied nannte im Sommer 2020 rund 40 Euro als Unterkante und bekam dafür prompt öffentliche Unterstützung von AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. Umgesetzt wurden die Mindestpreise bis dato nicht. Die EU-Kommission äußerte sich kritisch zum Vorhaben von Leonore Gewessler. In Deutschland nahm die Diskussion erst vor wenigen Wochen neuen Schwung auf, denn die Spitzenkandidaten von SPD und Grünen sind der Ansicht mit diesem Thema Wählerstimmen an Land ziehen zu können. Eine Umfrage ergab allerdings, dass 26 Prozent der Deutschen gegen künstliche Verteuerungen oder gar das Verbot und Kurzstreckenflügen sind.

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Finanzierungsprobleme: Stobart-Air-Verkauf wackelt

Vor wenigen Wochen wurde der Verkauf der irischen Regionalfluggesellschaft Stobart Air an das auf der Isle of Man ansässige Unternehmen Ettyl Ltd. verkündet. Dieser Deal ist offenbar in Gefahr, denn der momentane Eigentümer Esken gab eine entsprechende Börsenmitteilung heraus. Demnach steht bei Ettyl die Finanzierung nicht mehr. Der Kaufinteressent würde mit alternativen Finanzierungsquellen intensive Gespräche führen. Der Vorstand von Esken prüft nun die Angelegenheit und teilt vorsorglich mit, dass der Deal möglicherweise platzen könnte. Auch müsse Aer Lingus als Hauptauftraggeber dem bevorstehenden Kontrollwechsel zustimmen. Der Abschluss der Transaktion würde mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich kommuniziert. Ob diese überhaupt noch über die Bühne gehen kann, bleibt abzuwarten.

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Alitalia/ITA: Italien und EU-Kommission nähern sich an

Die italienische Regierung und die EU-Kommission haben sich in den letzten Tagen hinsichtlich der Zukunft von Alitalia angenähert. Es wurde eine Einigung darüber erzielt, dass das neue Unternehmen ITA keine wirtschaftliche Kontinuität von Alitalia bilden wird. Noch nicht einig ist man sich bezüglich der Markenrechte. Die Regierung Italiens will am Traditionsnamen Alitalia festhalten, jedoch gab es zuletzt auch klare Zeichen dafür, dass man sich den Start unter der Marke ITA vorstellen kann. Die EU-Kommission vertritt die Ansicht, dass ein harter Schnitt erfolgen muss und somit das Brand nicht weiter genutzt werden darf. Allenfalls könne das neue Unternehmen die Rechte im Rahmen einer Versteigerung erwerben. Vertreter der EU-Kommission und Italiens sprachen zuletzt von konstruktiven Verhandlungen, die sich auf der Zielgeraden befinden sollen. Zuletzt war Alitalia erneut nicht in der Lage die Löhne vollständig auszubezahlen. Der Belegschaft erhielt neuerlich nur die Hälfte überwiesen. Dagegen formiert sich zunehmend Widerstand seitens der Gewerkschaften.

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Peoples stockt Altenrhein-Wien wieder auf

Die österreichische Regionalfluggesellschaft Peoples wird ab 13. September 2021 die Strecke Altenrhein-Wien wieder häufiger bedienen. An den Verkehrstagen Dienstag und Mittwoch soll wieder der doppelte Tagesrand angeboten werden. Montags und donnerstags soll weiterhin einmal täglich geflogen werden. Ab dem Winterflugplan sind zudem zusätzliche Flüge am Freitag und Sonntag geplant. Während den nachfrageschwächeren Sommer-Urlaubswochen von Anfang Juli bis Anfang September fliegt Peoples dreimal wöchentlich, Montag und Mittwoch jeweils morgens sowie donnerstagabends, nach Wien und zurück. Am 12. Juni 2021 folgt der Auftakt für die Ferienflüge ab St.Gallen-Altenrhein. Gemeinsam mit den Reiseveranstalterpartnern High Life Reisen und Rhomberg Reisen fliegt Peoples zu elf beliebten Feriendestinationen. High Life Reisen bietet Pauschalangebote nach Sardinien, Mallorca, Kroatien, Ibiza und Neapel an. Die Urlaubsziele Menorca, Kalabrien, Korsika, Kefalonia, Epirus & Lefkas stehen bei Rhomberg Reisen im Programm. Nur-Flug-Angebote können direkt bei der Fluglinie Peoples gebucht werden (ausgenommen Ibiza und Neapel).

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Starke Nachfrage: Hohmeister kündigt Langstreckengerät auf der Kurzstrecke an

In den nächsten Wochen könnte Lufthansa rund 50 zusätzliche Maschinen aus dem “Corona-Schlaf” aufwecken, denn die Nachfrage soll laut Vorstandsmitglied Harry Hohmeister derzeit so stark sein, dass gar der Einsatz von Großraumgerät auf typischen Urlaubsstrecken in Betracht gezogen wird. Im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte Hohmeister, dass die Anzahl der Neubuchungen in den letzten zwei Monaten stabil und deutlich angestiegen sind. „Für Flüge im Juli und August ist die Nachfrage zehn- bis elfmal so hoch wie noch vor vier Wochen”, so der Manager.  Bemerkenswert ist laut Hohmeister auch, dass auf bestimmten Routen die Nachfrage sogar über dem Niveau der Zeit “vor Corona” liegen soll. Daher benötigt man mehr Flugzeuge als ursprünglich gedacht. Das Vorstandsmitglied sagte, dass man derzeit davon ausgeht, dass in den nächsten Wochen zwischen 30 und 50 zusätzliche Jets reaktiviert werden können.  “Wir sind sehr flexibel in unserer Planung und können schnell ausreichend Sitzplätze anbieten. Ausnahmsweise können wir auch mit einem Jumbo auf einer stark nachgefragten Strecke mit 370 Passagieren statt mit einer Kurzstreckenmaschine mit 180 Gästen befördern”, so Hohmeister, der den Einsatz von Langstreckenmaschinen auf touristischen Kurzstrecken in Aussicht stellt.

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Griechenland: Lumiwings erweitert die Flotte

Die griechische Fluggesellschaft Lumiwings übernahm am 27. Mai 2021 die erste Maschine des Typs Boeing 737-700. Die 18,1 Jahre alte Maschine trägt die Registrierung SX-LWC und befindet sich derzeit in Craiova (Rumänien). Laut CH-Aviation.com handelt es sich um ein Leasingflugzeug, das im Eigentum der KDAC Aircraft Leasing steht. Die Maschine war bis inklusive September 2020 bei Transavia im Einsatz. Lumiwings ist eine auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierter Anbieter. Ab Forli ist die Fluggesellschaft auf eigene Rechnung ins Liniengeschäft eingestiegen. Der Erstflug, der am 28. Mai 2021 mit Boeing 737-300 durchgeführt wurde, ist zuvor aufgrund der Corona-Pandemie wiederholt verschoben worden. Derzeit werden am diesem Airport die Ziele Palermo und Trapani angeboten.

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Umfrage: Nicht jeder Deutsche ist gegen Kurzstreckenflüge

In Deutschland ist die Debatte um Kurzstreckenflüge im Vorfeld der Bundestagswahl neu entflammt. Eine von YouGov im Auftrag der Deutschen Presseagentur durchgeführte Umfrage kommt zum Fazit, dass 24 Prozent der Befragten Kurzstreckenflüge abschaffen möchte. Rund 34 Prozent der Teilnehmer sprachen sich dafür aus, dass kurze Flüge durch zusätzliche Steuern künstlich verteuert werden sollen. Immerhin 26 Prozent lehnen Verteuerung und/oder Abschaffung von Kurzstreckenflügen prinzipiell ab. Die restlichen Teilnehmer hatten zu dem Thema keine Meinung oder waren mit allen drei Auswahlmöglichkeiten nicht einverstanden. Während der Corona-Pandemie wurde es in vielen Staaten ruhig um die Forderung von Klimaschützern, dass Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagert werden sollen. Zwar erhöhten Österreich und Deutschland die Steuern, jedoch folgten bislang keine ernsthaften “Taten”. Auch um die von Leonore Gewessler (Grüne) angekündigten Mindestpreise für Flugtickets, die ihren ursprünglichen Angaben nach seit September 2020 gelten sollten, wurde es ruhig. Die EU-Kommission äußerte sich mit Bedenken.

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