Jan Gruber

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Jan Gruber

Belavia vor größerem Stellenabbau

Die Fluggesellschaft Belavia ist derzeit aufgrund politischer Entscheidungen im EU-Luftraum sowie auf den Airports im Unionsgebiet unerwünscht. Dies hat möglicherweise auch erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft, denn es wird berichtet, dass rund die Hälfte des Personals abgebaut werden soll. In Weißrussland stellt man sich darauf ein, dass der Bann noch länger andauern wird. Daher geht das Management offenbar davon aus, dass langfristig weniger Piloten und Flugbegleiter benötigt werden. Diese will man nun abbauen und in unabhängigen Medien ist die Rede von einer Halbierung des Personalstands. Dies wollen Belavia und Weißrussland so nicht stehen lassen und verweisen in einem Gespräch mit dem russischen Nachrichtensender RBK darauf, dass keine Rede vom Abbau von 50 Prozent der Belegschaft ist. „Unter den gegenwärtigen Umständen sind Kostensenkungen sowie die Angabe von Ausfallzeiten oder die Optimierung der Mitarbeiterzahl unangenehme, aber logische Schritte. Gleichzeitig möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass Personalentscheidungen in dieser Situation nur auf Empfehlung der Abteilungsleiter und nur unter Berücksichtigung des aktuellen Arbeitsvolumens getroffen werden können. Massenreduktionen werden nicht berücksichtigt. Die Situation wird durch die Tatsache kompliziert, dass sich die Fluggesellschaft erst kürzlich nach massiven Flugausfällen aufgrund der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 zu erholen begonnen hat. Während der Pandemie gab es keinen Personalabbau. Kostensenkungen wurden durch die Reduzierung von Zulagen und Arbeitszeiten erreicht“, so der Carrier.

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Pre-Travel-Clearance-Übersicht: Aus einigen Länden braucht man sie, aus anderen nicht

Per 10. Juni 2021 ändert Österreich das Einreiseverfahren und schafft aus zahlreichen Ländern kommend die bislang verpflichtende Pre-Travel-Clearance ab. Das Online-Formular muss bis dahin unabhängig von der Herkunft ausgefüllt und mitgeführt werden. Ob man in Zukunft diese Einreiseanmeldung tätigen muss oder nicht hängt in erster Linie davon ab aus welchem Staat kommend man nach Österreich einreisen möchte. Grundsätzlich sind jene Länder, die in der Anlage A der Einreiseverordnung aufgelistet sind, von der Abgabe der Pre-Travel-Clearance befreit. In diesem Zusammenhang ist aber Vorsicht geboten, denn die letzten Monate haben gezeigt, dass Österreich äußerst kurzfristig Umlistungen vornimmt. Wird ein Staat von der Anlage A auf andere verschoben, kann dies unter bestimmten Umständen für Personen ohne Impfung oder Nachweis der Genesung eine Quarantänepflicht auslösen. Bei so genannten Virusvariantengebieten gibt es auch für Geimpfte keine Möglichkeit die Absonderung umgehen zu können. Anlage A-Staaten: Mit Wirksamkeit zum 10. Juni 2021 ist man aus nachstehenden Staaten kommend von der Abgabe der Pre-Travel-Clearance befreit: Andorra Australien Belgien Bulgarien Dänemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Fürstentum Liechtenstein Griechenland Irland Island Israel Italien Lettland Luxemburg Malta Monaco Neuseeland Norwegen Polen Portugal Rumänien San Marino Singapur Slowakei Slowenien Spanien Schweiz Südkorea Tschechische Republik Ungarn Vatikan Wichtig: Der so genannte 3G-Nachweis (Impfung, Test oder Genesen) muss erbracht werden und auf Verlangen bei einer Einreisekontrolle vorgewiesen werden. Eine Einreise ohne einen solchen Nachweis ist nach derzeitigem Stand der Dinge nicht zulässig – sofern es sich um eine „normale Einreise“ handelt und man nicht unter eine Ausnahme fällt. Hochinzidenzgebiete (Anlage B1) Aus den Staaten,

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Groningen: Green Airlines chartert German-Airways E190 „klimafreundlich“

Das Charterunternehmen Green Airlines UG (haftungsbeschränkt) will ab Juli 2021 von German Airways (vormals: WDL) durchgeführte Flüge ab dem niederländischen Groningen vermarktet. Dabei chartert der Anbieter Maschinen des Typs Embraer 190 und vermarktet die Sitze auf eigenes Risiko. Anders als es der Name vermuten lassen würde ist Green Airlines keine Fluggesellschaft. Das Unternehmen verfügt nicht über AOC bzw. Betriebsgenehmigung einer europäischen Luftfahrtbehörde. Man chartert daher Flugzeuge bei German Airways, unter deren Flugnummern geflogen wird, und vermarktet die Sitzplätze auf eigenes Risiko. Green Airlines behauptet, dass man besonders klimafreundliche Flüge anbieten verkaufen würde. Man behauptet, dass man für jeden Flugschein Kompensationen leisten würde, nennt jedoch keine näheren Details bzw. veröffentlicht auf der Webseite nachvollziehbar was an den Flügen so besonders klimafreundlich sein soll. Ab Groningen will Green Airlines jedenfalls pro Woche sieben Verbindungen, die mit gecharterten German-Airways-E190 durchgeführt werden sollen, anbieten. Dabei handelt es sich um die Ziele Palma de Mallorca, Ibiza, Kurfu und Faro. Per 1. September 2021 will man zusätzlich fünf wöchentliche Umläufe ins finnische Turku vermarkten. In einer Medienerklärung bezeichnet Green Airlines den von German Airways gecharterten Maschinentyp Embraer 190 als besonders klimafreundlich. Unter anderem schreibt man im Wortlaut: “ Das Flugzeug ist bekannt für seine Treibstoffeffizienz, niedrige Emissionswerte und geringe Lärmbelastung“. Diese Aussage ist als irreführend zu klassifizieren, da German Airways die erste Generation des E190 betreibt. Pro Sitzplatz gerechnet sind der Treibstoffverbrauch und der damit verbundene Schadstoffausstoß höher als jener vergleichbarer Typen. Würde das Nachfolgermodell Embraer 190-E2 zum Einsatz kommen, dann würde die Bilanz grundlegend anders

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Österreich schafft Pre-Travel-Clearance teilweise ab

Die österreichische Bundesregierung hat am Freitag angekündigt, dass ab 10. Juni 2021 das so genannte Pre-Travel-Clearance-Formular nur noch dann ausgefüllt werden muss, wenn man aus so genannten Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten nach Österreich einreist. Künftig orientiert man sich an der Systematik des deutschen Robert-Koch-Instituts. Reisen ins Ausland wird für Österreicher noch leichter möglich“, erklärt Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP). “Mit dem Grünen Pass bekommen wir unsere Grundfreiheiten zurück. So wird der Grüne Eintrittspass zum Grünen Reisepass!“ Das digital lesbare Zertifikat für Getestete, Genesene und Geimpfte soll allerdings erst ab 1. Juli 2021 EU-weit zur Verfügung stehen. „Wir erwarten, dass dieser Zeitrahmen hält, um mit Juli – pünktlich zu Ferienbeginn – Reisen innerhalb der EU so sorgenfrei wie möglich zu gestalten“, zeigt sich Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech erfreut. Das „digitale EU-Covid-Zertifikat“ kann ab Sommer sowohl auf dem Handy gespeichert als auch als ausgedruckter QR-Code mitgeführt werden und soll so den EU-weiten Flickenteppich an unterschiedlichen Einreisebestimmungen beenden. Wichtig ist jetzt, dass dem EU-Covid-Zertifikat eine global anerkannte Lösung folgt, um der Luftfahrt wieder den vollen Aufwind zu geben. Denn Reisen ist ein Grundbedürfnis. Die Menschen sehnen sich nach neuen Erlebnissen und nach Wiedersehen mit Familie, Freunden und Geschäftspartnern“, betont Alexis von Hoensbroech. Nicht zuletzt ist der transatlantische Flugverkehr ein treibender Wirtschaftsfaktor – und eine Perspektive für Reiseerleichterungen daher unerlässlich. Ein internationales Covid-Zertifikat zur Einreise würde der Luftfahrt einen wichtigen Schub verpassen und eine Rückkehr zu mehr Flugverbindungen und einem Angebot auf Vorkrisenniveau ermöglichen.

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Vilnius: Heston übernimmt zweiten Airbus A320

Das Airline-Startup Heston Airlines konnte zwischenzeitlich den zweiten Airbus A320 übernehmen. Dieser trägt die Registrierung LY-VUT und ist rund 17 Jahre alt. Ursprünglich wurde der Zweistrahler an den Billigflieger Easyjet ausgeliefert. Der Carrier erhielt vor wenigen Tagen AOC und Betriebsgenehmigung seitens der Behörden in Litauen erteilt. Die LY-FJI wurde bereits im April 2021 offiziell übernommen. Ursprünglich wollte das Unternehmen, das ein Joint-Venture des Wartungsbetriebs Heston und des Leasinggebers Genesis ist, mit drei A320 starten. Der Plan mit drei Maschinen dieses Typs zu fliegen ist immer noch aktuell, jedoch wird man zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme zunächst mit der LY-VUT und der LY-FJI beginnen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein weiterer A320 in die Flotte aufgenommen. Heston Airlines wird sich auf Charter- und ACMI-Dienstleistungen spezialisieren. Die Aufnahme von Linienflügen auf eigene Rechnung ist derzeit nicht geplant.

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Reisepässe: Wien empfiehlt rechtzeitige Terminbuchungen

Die Stadt Wien rechnet damit, dass es kurz vor den Sommerferien zu einem Ansturm auf die 19 Pass-Stellen, die in den Magistratischen Bezirksämtern angesiedelt sind, kommen wird. Nun richtet man einen Appell an die Einwohner und will damit erreichen, dass nur dann ein neuer Reisepass beantragt werden soll, wenn dieser für eine Auslandsreise benötigt wird. Rund 200.000 Pässe laufen in Wien 2021 ab, das stellt die Passservicestellen der Bezirksämter vor eine erhebliche Herausforderung. Um relativ rasch zu seinem Pass zu kommen, sollte man sich somit nicht erst in letzter Minute um einen Termin bemühen. Der Pass sollte auch nur dann vor der Urlaubszeit erneuert werden, wenn dies wegen einer Auslandsreise unbedingt notwendig ist. Für den erwarteten Ansturm wurden jetzt von den Bezirksämtern zahlreiche zusätzliche Termine für die Antragstellung zur Verfügung gestellt. Allein im Juni werden insgesamt knapp 25.000 Termine angeboten. Bis auf Weiteres bieten die Wiener Bezirksämter ein erweitertes Terminangebot an, u.a. mit verlängerten Öffnungszeiten an Dienstagen – hier wurde der Parteienverkehr bis auf Weiteres analog zu den langen Donnerstagen ausgeweitet (8-17:30). Zudem öffnen die Bezirksämter auch an zwei Samstagen im Juni ausschließlich für Antragstellungen zu Reisepässen, und zwar am 12.06. und am 19.06.  jeweils von 8-14 Uhr. Jeder dieser zusätzlichen Termine außerhalb der bisherigen Öffnungszeiten wird im Online-Kalender mit 20 Min. veranschlagt, sodass noch mehr Termine zur Verfügung stehen. Unbedingt zu beachten ist, dass für eine Reisepasserneuerung eine vorherige Terminvereinbarung (online, telefonisch, etc.) erforderlich ist.  Ein Termin für eine Passerneuerung kann überdies nicht für mehrere Personen, sondern nur für

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Qatar Airways prüft Comeback der First Class

Vor einigen Jahren zog sich Qatar Airways aus dem “First-Class-Wettrüsten”, das sich einige Golfcarrier geliefert hatten, zurück. Aus vielen Maschinen wurde diese Beförderungsklasse sogar ausgebaut, denn laut Firmenchef Akbar Al Baker war sie defizitär. Nun könnte es zu einem Comeback der Ersten Klasse kommen. Die einzigen Maschinen, die derzeit über eine First-Class-Kabine verfügen, sind jene Airbus A380, die der Qatar-Chef nicht mehr reaktivieren möchte. Während einer Luftfahrttagung bezeichnete er diesen Maschinentyp gar als große Fehlentscheidung. Die Konsequenz daraus ist aber, dass dieser Golfcarrier momentan keine Erste Klasse anbieten kann. Der Grund ist simpel: die anderen Flugzeuge haben schlichtweg keine verbaut. Das könnte sich ändern, denn Akbar Al Baker erklärte gegenüber dem Portal Simple Flying, dass derzeit die Wiedereinführung der First Class auf bestimmten Strecken geprüft wird. Der Manager sieht auf bestimmten Routen eine gute Nachfrage für das Spitzenprodukt, jedoch nicht auf allen Strecken. Nun steht die Überlegung im Raum, dass einige Maschinen um Erste-Klasse-Kabinen aufgerüstet werden könnten. Der Qatar-Chef hebt gleichzeitig auch die Vorzüge des Business-Class-Produkts hervor und nennt keine näheren Einzelheiten zu einem möglichen Zeitplan für ein mögliches Comeback der First-Class. Die Wiedereinführung gilt allerdings als wahrscheinlich, um besonders zahlungskräftiges Klientel besser ansprechen zu können. Anzunehmen ist, dass man sich auf jene Strecken, auf denen vormals die Erste Klasse auf dem Airbus A380 angeboten wurde, fokussieren wird. Fix ist aber noch nichts.

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Norwegian schickt Schweden-Tochter in die Insolvenz

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Norwegian in Schweden eine zweite Fluggesellschaft gegründet hat. Nun ist auch klar warum, denn der ursprüngliche schwedische Ableger steht vor der Insolvenz. Ein Sprecher bestätigte, dass die Tochter in Schweden Insolvenz anmelden wird. Eine Fortführung ist nicht geplant. Norwegian wird die Aktivitäten nahtlos über den neuen Schweden-Ableger fortführen. Offiziellen Angaben nach soll es dadurch zu keinen Stellenstreichungen kommen. Zwischenzeitlich konnte der Konzern in den in Irland und Norwegen geführten Insolvenzverfahren alle Auflagen erfüllen und am 26. Mai 2021 den Gläubigerschutz verlassen. Den Löwenanteil des dafür benötigten Kapitals konnte Norwegian auf dem Finanzmarkt besorgen. Die Airline wird sich künftig auf Flüge innerhalb Skandinaviens sowie touristische Europa-Strecken fokussieren. Die Langstrecke wird nicht mehr reaktiviert, sondern die entsprechenden Tochtergesellschaften befinden sich mittlerweile in Auflösung.

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Russland verweigert Austrian Airlines die Fluggenehmigung

Austrian Airlines musste Kurs OS601 von Wien nach Moskau mangels Genehmigungen streichen. Der Carrier kam der Empfehlung der EASA nach und wollte den Luftraum von Belarus umfliegen. Russland war damit aber nicht einverstanden und erteilte dem AUA-Flug keine Erlaubnis. Der österreichische Carrier ist kein Einzelfall, denn Moskau verweigerte gestern und heute auch Air France die entsprechende Genehmigung. Laut Austrian Airlines muss jede Änderung von Flugrouten behördlich genehmigt werden. Genau dies wird seitens der Russischen Föderation aber verweigert. Inwiefern weite Flüge der AUA betroffen sein könnten, ist noch unklar. Einige EU-Länder verweigern der weißrussischen Belavia die Nutzung ihrer Lufträume. Es handelt sich um nationale Alleingänge, da auf Unionsebene das Verbot noch nicht verkündet wurden. Laut Kommission müssen zunächst die juristischen Grundlagen geschaffen werden. So will man verhindern, dass Belavia keine Schadenersatzansprüche geltend machen kann. Davon unabhängig können die Nationalstaaten auf eigenes Risiko bereits jetzt Flugverbote aussprechen.

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Köln/Bonn baut Campus-Cell-5G-Handynetz auf

Nach dem Flughafen Wien-Schwechat hat sich nun auch der Köln/Bonn-Airport für ein so genanntes Campus-Cell-5G-Netzwerk entschieden. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein kleines, eigenes Mobilfunknetzwerk auf dem rund 1.000 Hektar großen Areal aufgebaut wird. Dieses soll den Empfang für die Passagiere und Mieter verbessern. Der Aufbau des Campus-Cell-Networks erfolgt in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister NTT. Auch wird man in Köln/Bonn Innovationen wie zum Beispiel intelligente Gepäck- und Grenzkontrollen entwickeln, erproben und bei Erfolg zur Marktreife bringen. Die Maßnahmen sollen langfristig die Effizienz des Airports deutlich steigern.

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