Jan Gruber

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Jan Gruber

Litauen: Heston Airlines erhält AOC und Betriebsgenehmigung

Das Luftfahrt-Startup Heston Airlines mit Sitz in Vilnius erhielt seitens der Luftfahrtbehörde Litauens AOC und Betriebsbewilligung erteilt. Dies teilte das Unternehmen, das sich auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisieren will, mit. Demnach habe man am 21. Mai 2021 die behördlichen Dokumente überreicht bekommen. Die Flotte wird zu Beginn aus drei Airbus A320 bestehen. Die erste Einheit hat man bereits im April 2021 übernommen und trägt die Registrierung LY-FJI. Laut Heston Airlines habe der Zulassungsprozess vom Einreichen des Antrags bis zur Erteilung von AOC und OL rund sieben Monate gedauert. Hinter dem Startup steht der Wartungsbetrieb Heston Aviation.  “Vor sieben Monaten haben wir den Antrag eingereicht, und trotz der Pandemie haben wir uns neu gemacht und gelobt, gemeinsam voranzukommen. Manchmal fühlte es sich an, als würde man sich nach hinten beugen, aber mit diesem unglaublichen Team von Profis haben wir die Hindernisse überwunden und dieses Ziel erreicht”, so Heston Airlines in einem Statement.

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Grüner Pass im Nationalrat beschlossen – Reaktionen eher gemischt

Der österreichische Nationalrat machte am Mittwoch den Weg für den so genannten grünen Pass frei. Dieser soll künftig eine tragende Rolle im Reiseverkehr, aber auch im Inland bei Zutrittsbeschränkungen spielen. Die Reaktionen auf den “Privilegienpass” sind gemischt. Seitens einiger Oppositionsparteien wird kritisiert, dass der Staat viel zu viele Daten sammeln würde und obendrein Menschen, die sich nicht impfen oder Testen lassen wollen, zu Personen zweiter Klasse abgestuft werden. Die Regierung hingegen ist davon überzeugt, dass mit diesem Nachweis die Reisefreiheit wiederhergestellt werden kann. „Endlich wieder frei reisen. Mit dem Grünen Pass bekommen wir unsere Grundfreiheiten zurück“, so Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) zum Beschluss im Nationalrat. „Der Grüne Pass kommt europaweit, damit sind weitere Reiseerleichterungen in Sicht. So wird der Grüne Eintrittspass zum Grünen Reisepass! Nach und nach werden die Quarantänemaßnahmen gelockert, das ist für eine starke Sommersaison entscheidend. Wir haben die rasche Umsetzung des Grünen Passes versprochen, dieses Versprechen lösen wir ein! Denn wir alle wünschen uns beim Reisen dringend wieder Normalität. Der Grüne Pass bringt diese Reisefreiheit und Sicherheit.“  „Wir werden den digitalen Grünen Pass damit schon einige Wochen vor dem europaweiten Start nützen können“, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) im Vorfeld des Nationalrats-Beschlusses. „Ab Anfang Juni kann mittels digitalem Grünen Pass etwa am Handy nachgewiesen werden, ob man getestet, geimpft oder genesen ist. Damit wird auch den Betrieben die Überprüfung erleichtert, da die Nachweise zukünftig mit QR-Codes ausgestattet sind. Somit ist er genau das richtige Instrument, um unser gesellschaftliches Leben mit den Öffnungen wieder hochzufahren – benutzerfreundlich und

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Etihad bereitet A350-1000-Einsatz vor

Zumindest auf dem Papier hat Etihad Airways schon längere Zeit Langstreckenjets des Typs Airbus A350-1000. Allerdings wurden diese unmittelbar nach der Übernahme in Frankreich geparkt. Nun mottet der Golfcarrier die fabrikneuen Maschinen aus. Der erste Airbus A350-1000 wurde am vergangenen Freitag noch unter der Werksregistrierung F-WXAA von Bordeaux nach Abu Dhabi überstellt. Dort wird das Langstreckenflugzeug die Kennung A6-XWB erhalten. Die fünf betroffenen Flugzeuge wurden bereits im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, übernommen und unverzüglich ins Long Time Storage verbracht. Firmenchef Tony Douglas erklärte während dem World Aviation Festival, dass das Rückgrat der Langstreckenflotte künftig die Boeing 787 bilden wird. Der Airbus A350-1000 wird ebenfalls eine tragende Rolle spielen. Man habe das Muster fest eingeplant. Ob allerdings die weiteren 15 Bestellungen übernommen werden, ist noch unklar. Einen fixen Termin für den kommerziellen Erstflug mit A350-1000 gibt es ebenfalls noch nicht. Man befinde sich aber mitten in den Vorbereitungen, so Etihad.

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Green Airlines will „klimafreundliche“ Ferienflüge vermarkten

Das eigenen Angaben nach “klimafreundliche” Startup Green Airlines kündigt an, dass ab Rostock und Paderborn die Ziele Palma de Mallorca, Rhodos, Kreta und Kos angeboten werden sollen. Die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft ist keine Airline, sondern eine Firma, die Flugzeuge chartert und die Sitzplätze auf eigene Rechnung verkauft. Die operative Durchführung der angekündigten Strecken soll durch German Airways (vormals: WDL) mit Embraer 190 erfolgen. Die Aufnahme der Ferienziele sind für Juli 2021 angekündigt und sollen nur über Veranstalter buchbar sein. Nach Palma, Rhodos und Kreta will man je zweimal pro Woche fliegen. Die anderen Destinationen sollen einmal pro Woche bedient werden. Geflogen wird unter den Flugnummern von German Airways, da das Charterunternehmen Green Airlines keine Fluggesellschaft ist, denn man ist nicht im Besitz von AOC und Betriebsgenehmigung. Auch macht man keine näheren Angaben dazu warum die Charterflüge, die mit Embraer 190 durchgeführt werden, besonders “klimafair” sein sollen. “Vor dem Hintergrund des sukzessiven Impffortschritts zieht die Nachfrage nach Reisen spürbar an. Darauf reagieren wir mit klimafreundlichen Flügen zu den beliebtesten Urlaubszielen“, sagt Stefan Auwetter, Gründer und CEO der Green Airlines in einer Medienaussendung. Nähere Angaben zu den Klima-Maßnahmen machte das Unternehmen jedoch nicht.

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Covid-Kontrollen: Vom Klappschild über Warteschlangen

Die einzelnen Mitglieder der Europäischen Union führen ihre Covid-Einreisekontrollen weiterhin äußerst unterschiedlich durch. Von einem simplen Klappschild bis hin zu künstlich produzierten Staus in Terminals ist so ziemlich alles möglich. Bemerkenswert ist allerdings, dass oftmals auf dem Luftweg intensiver als auf dem Landweg kontrolliert wird. Deutschland praktizierte über einen langen Zeitraum hinweg äußerst lasche Kontrollen, die in den meisten Bundesländern lediglich aus einem Klappschild, auf dem zu lesen war, dass man die Einreisebestimmungen beachten soll, bestanden. Später führte man “SMS-Bombardement” ein, denn Passagiere die aus dem Ausland kommen, werden über mehrere Tage hinweg mit Nachrichten, die mit “Bundesregierung” unterfertigt sind, regelrecht vollgemüllt. Das auch dann, wenn der Reisende zwischenzeitlich Deutschland schon wieder verlassen hat. Erst vor einigen Wochen ordnete der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) an, dass alle aus dem Ausland kommenden Passagiere durch die Bundespolizei kontrolliert werden sollen. Das hatte zur Folge, dass beispielsweise aus Österreich kommende Flüge in Non-Schengen-Bereiche umgeleitet wurden. Doch im Fokus der Polizisten standen offensichtlich klassische Personenkontrollen, denn die Reisepässe wurden auf Scannern aufgelegt und die Covid-Unterlagen waren eher Nebensache. Nachfragen, ob die Dokumente ausreichend sind, wurden immer wieder mit “ich weiß es nicht, müssen Sie beim Gesundheitsamt nachfragen” beantwortet. Deutschland: Lautstark angekündigt, leise wieder eingestellt Während Horst Seehofer seine “scharfen Kontrollen” öffentlichkeitswirksam angekündigt hat, verlor er kein Wort darüber, dass diese mittlerweile in fast allen Bundesländern wieder abgeschafft wurden. So besteht die “Kontrolle” beispielsweise am Flughafen Stuttgart wieder aus dem simplen Klappschild und neu eben auch aus dem SMS-Bombardement. Ob Einreiseanmeldung, Test- oder Impfnachweis

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Iberojet Portugal brachte ersten A330-900 in die Luft

Die Fluggesellschaft Iberojet Portugal (vormals Orbest) hat am 23. Mai 2021 den Airbus A330-900 mit der Registrierung CS-TKH (MSN: 1963) erstmals kommerziell eingesetzt. Die Maschine hat man bereits im August des Vorjahres übernommen, jedoch kam es bis vor wenigen Tagen zu keinem Einsatz. Der fabrikneue Langstreckenjet befand sich über einen längeren Zeitraum hinweg im spanischen Castellón im Storage. Anfang Mai 2021 wurde die CS-TKH aus ihrem Dornröschenschlaf erlöst und nach Madrid überstellt. In der Hauptstadt Spaniens wurden einige Wartungsarbeiten vorgenommen, ehe der Zweistrahler am 20. Mai 2021 ferry nach Lissabon flog. Am 23. Mai 2021 wurde der kommerzielle Premierenflug nach Cancun durchgeführt. Iberojet Portugal ist eine Schwestergesellschaft von Iberojet Spain. Beide Airlines sind noch unter ihren alten Namen bekannter: Orbest und Evelop. Beim portugiesischen Ableger handelt es sich um das erste Exemplar des Typs Airbus A330-900.

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KLM stockt Österreich-Flüge auf

Die niederländische Fluggesellschaft KLM wird ab 17. Juni 2021 drei wöchentliche Flüge zwischen Graz und Amsterdam anbieten. Wien wird man bis zu dreimal täglich mit dem Skyteam-Drehkreuz in Schiphol verbinden. Gegenüber Sommer 2019 gibt es einige Neuerungen im Streckennetz: Beispielsweise ist Växjö temporär gesperrt und kann daher nicht angeflogen werden. Die französischen Ziele Marseille und Nantes werden von der Konzernschwester Air France betrieben. Southampton, Poznan und Cork wurden Anfang 2021 in das Netzwerk aufgenommen. Im Sommerflugplan 2021 wird KLM vier neue europäische Ziele anfliegen, von denen sich drei in der Hochsaison befinden: Belgrad – vom 13. Mai bis zu 7 Mal pro Woche Verona – vom 26. Juni bis zu 7 Mal pro Woche Palma de Mallorca – vom 26. Juni bis zu 7 Mal pro Woche Dubrovnik – vom 26. Juni bis zu 7 Mal pro Woche KLM wird in den Monaten Juli und August Flüge hinzufügen oder größere Flugzeuge zu Zielen wie Porto und Ibiza einsetzen. Im Vergleich zu den Vorjahren wird die niederländische Airline relativ mehr Kapazitäten für südeuropäische Ziele in Portugal, Spanien, Italien, Kroatien und Griechenland bereitstellen. Die erwartete Kapazität auf den europäischen Flügen wird 50 Prozent bis 75 Prozent betragen. Dies könnte sich jedoch noch ändern. Farbcodes, die für die Ziele gelten, können sich ändern, ebenso wie die Häufigkeit der Flüge. „Wir freuen uns sehr, dass es wieder mehr Reisemöglichkeiten gibt. In dieser Hinsicht reagieren wir so flexibel wie möglich auf die Marktbedingungen. Bei KLM sind wir bereit, unsere Passagiere auf verantwortungsvolle Weise an ihr

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Minsk-Vorfall: Vereinigung Cockpit bietet Buzz-Piloten Hilfe an

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verurteilt die seitens Weißrusslands erzwungene Landung von Ryanair Flug 4978, der von der polnischen Tochter Buzz durchgeführt wurde. Politische Machtinteressen dürfen die Flugsicherheit nicht gefährden, so die VC. Zwischenzeitlich behauptet die Regierung Belarus’, dass es eine Bombendrohung seitens der Hamas gegeben habe. Beweise wurden jedoch keine vorgelegt. Als gesichert erscheint mittlerweile, dass in Minsk nicht nur der verhaftete Blogger, sondern auch vier weitere Personen von Bord gegangen sind. Dabei soll es sich um Agenten des Geheimdienstes KGB gehandelt haben. Die deutschen Verkehrspilotinnen und -piloten verurteilen diesen schweren Eingriff in den zivilen Luftverkehr. Der zivile Überflug von ICAO-Mitgliedstaaten muss ohne Beeinträchtigung der Flugsicherheit möglich sein – unabhängig von Crewmitgliedern und Passagieren, die sich an Bord befinden. Eine Maschine mittels militärischer Abfangjäger zur Landung zu zwingen, kann die sichere Flugdurchführung durch den psychologischen Druck und die Abweichung von Standardverfahren erheblich gefährden, so die VC. „Dieser Eingriff in die zivile Luftfahrt mitten in Europa ist absolut inakzeptabel“, sagt Leila Belaasri, Pressesprecherin der VC. „Der missbräuchliche Einsatz von Bombendrohungen beschädigt das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Warnungen offizieller Stellen. Es ist eine der kritischsten Lagen im Luftverkehr, die Crews unter erheblichen Stress und Passagiere in Angst versetzt. Für derartige politische Machtdemonstrationen, wie wir sie nun in Belarus erleben mussten, haben wir als VC keinerlei Verständnis. Politik darf nicht auf dem Rücken von Crews und Passagieren in Flugzeugen ausgetragen werden.“ Die Vereinigung Cockpit bietet der Buzz-Crew, die Flug FR 4978 am 23. Mai 2021 durchgeführt hatte, Unterstützung an. Die Piloten

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Wizz Air klagt gegen Staatshilfen für Blue Air und Tarom

Nach Ryanair zieht nun auch die Wizz Air gegen Staatshilfen, die seitens Regierungen an Fluggesellschaften gewährt wurden, vor Gericht. Der Carrier brachte gegen die Bewilligungen, die seitens der EU-Kommission, für die rumänischen Hilfen, die an Blue Air und Tarom ausbezahlt wurden, eine Klage vor dem Gericht der Europäischen Union ein. Tarom erhielt im Oktober des Vorjahres eine Kompensation für Verluste, die aufgrund der Reisebeschränkungen entstanden sind. Diese machte 19,3 Millionen Euro aus. Im Feber 2020 wurde ein staatlich besichertes Darlehen in der Höhe von 36,7 Millionen Euro gewährt. Die Auszahlung erfolgte noch vor der starken Ausbreitung des Corona-Virus in Europa. Der Mitbewerber Blue Air erhielt aufgrund der Pandemie eine staatliche Unterstützung in der Höhe von 62 Millionen Euro. Laut lokalen Medien wurden die beiden Klagen bereits im Jänner 2021 übermittelt. Im Gegensatz zum Mitbewerber Ryanair gab Wizz Air aber keine Pressemitteilung heraus. Blue Air äußerte sich gegenüber Economica.net dahingehend, dass man sich aufgrund der Klage des ungarischen Billigfliegers keine Sogen mache. Auch wird darauf verwiesen, dass Wizz Air UK im April 2020 im Vereinigten Königreich einen staatlich besicherten Kredit in der Höhe von 300 Millionen Pfund in Anspruch genommen habe. Aus diesem Topf bediente sich auch Ryanair. Dieser Umstand wird jedoch regelrecht totgeschwiegen. Auch Wizz-Air-Konzernchef Jozsef Varadi betonte in diversen Interviews, dass der von ihm geleitete Konzern keine Staatshilfen in Anspruch genommen habe und kritisiert, dass an seiner Ansicht nach “klinisch tote Airlines” Finanzhilfen gewährt werden. Den UK-Kredit erwähnt er aber nicht.

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Austro Control: Das sind die nächsten Schritte der DHL-Neugründung

Die österreichische Austro Control bestätigt, dass DHL Express in Österreich eine neue Frachtfluggesellschaft aufbauen möchte. Der Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung wäre bereits in Vorbereitung. Mit der neugegründeten Airline soll in erster Linie der innereuropäische Markt bedient werden. DHL Express hat sich nach einem intensiven Evaluierungsprozess für Österreich als Standort entschieden. Ein wesentlicher Faktor dabei war das hohe internationale Ansehen, das die Luftfahrtbehörden in Österreich, Austro Control und BMK, genießen. Im Zuge des Brexit wurden im Rahmen eines ähnlichen Verfahrens bereits über 100 Flugzeuge von easyJet erfolgreich auf das österreichische Luftfahrzeug-Register gebracht. Nach Einlangen des AOC Antrages von DHL wird Austro Control auf Grundlage der entsprechenden EU-Verordnungen den Prüfprozess einleiten. Bei positivem Abschluss des Verfahrens möchte die neue Airline ihr Headquarter und ihr Schlüsselpersonal nahe Wien ansiedeln und würde unter dem österreichischen Hoheitszeichen mit österreichischem Kennzeichen auf ihren Flugzeugen fliegen. „Wir freuen wir uns, dass DHL Express sich entschieden hat, den Antrag auf ein AOC bei Austro Control zu stellen. Ausschlaggebend dafür war demnach der hervorragende internationale Ruf, den wir uns nicht zuletzt durch die Übernahme von easyJet auf das österreichische Luftfahrzeug-Register erarbeitet haben und natürlich die hohe Qualität der heimischen Luftfahrtbehörden im BMK und bei Austro Control“, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl in einer ersten Reaktion. Im Rahmen dieses AOC Prozesses stehen in weiterer Folge insbesondere folgende Prüfungsschwerpunkte im Mittelpunkt: Wie ist der Betrieb, wie sind die Managementsysteme organisiert Welche Luftfahrzeuge sollen betrieben werden Haben Piloten die erforderlichen Qualifikationen Welche An- und Abflugverfahren kommen zur Anwendung

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