Jan Gruber

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Jan Gruber

Wien: Neue zentrale Siko wartet auf die Eröffnung

Die Terminals 1, 1A und 2 des Flughafens Wien-Schwechat sind seit Mitte März 2020 geschlossen. Der Grund für die Maßnahme war simpel: Binnen weniger Tage brach aufgrund der Corona-Pandemie, die „Nebeneffekte“ wie Flug- und Einreiseverbote sowie einen Lockdown hatte, so extrem ein, dass am größten Airport gähnende Leere herrschte. Zwar konnte sich Wien-Schwechat zumindest ein wenig erholen, doch das Aufkommen ist noch immer auf äußerst niedrigem Niveau. Derzeit wird ausschließlich das Terminal 3 für Passagierflüge genutzt und dieses ist nicht einmal annähernd an der Kapazitätsgrenze. Es wird sich in den nächsten Wochen – besonders während der Sommerferien – zeigen, ob die Reiseerleichterungen (Stichwort: Grüner Pass) zu einem Anziehen der Nachfrage und damit der Auslastung des Flughafens Wien-Schwechat führen werden. Bereits vor der Pandemie wurde die Renovierung des Terminals 2, das seit einigen Jahren keine Check-In-Dienstleistungen mehr angeboten hat, begonnen. Es handelt sich um das älteste der vier Abfertigungsgebäude und zumindest eine Zeit lang stand gar der Abriss im Raum. Doch: Warum ein Terminal, in dem enorm viel Luftfahrtgeschichte steckt abreißen, wenn man es auch umbauen und damit für die nächsten Jahrzehnte „fit“ machen kann? Gesagt und getan, aber mitten in der Hochphase der Renovierung kamen Corona und die damit verbundene Schließung aller Abfertigungsgebäude, ausgenommen Terminal 3 sowie General Aviation. Für die Bauarbeiter dürfte das gar nicht so störend gewesen sein, denn ganz ohne auf Fluggäste Rücksicht nehmen zu müssen, verwandelte sich das Terminal 2 in die künftige zentrale Sicherheitskontrolle. Im Obergeschoss werden neue Lounges auf Reisende warten, jedoch ist dies

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Freebird Europe in Köln und Leipzig gestartet

Die maltesische Fluggesellschaft Freebird Airlines Europe nahm am Sonntag ab Leipzig/Halle griechische Destinationen auf. Der Anbieter ist ein Ableger einer türkischen Fluggesellschaft und fliegt im Auftrag des teilstaatlichen Reiseveranstalters Tui. Der Erstflug wurde am Sonntag durchgeführt. Angeboten werden unter anderem Charterflüge auf die griechischen Inseln Kreta, Kos und Rhodos. Weiters hat Freebird Airlines Europe in Köln/Bonn einen Airbus A320 stationiert. Mit diesem führt man im Veranstalterauftrag Flüge nach Griechenland und Spanien durch. Auch hier wurde am Sonntag der Erstflug durchgeführt. Der Mitbewerber Sundair startet am 16. Mai 2021 ab Dresden die Ziele Rhodos und Heraklion. Am 3. Juni 2021 soll Kos aufgenommen werden. Das Griechenland-Programm soll das Ziel Korfu ab 29. Juni 2021 ergänzen.

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Österreich: Mückstein erleichtert die Einreise aus Deutschland

Österreichs Gesundheitsminister hat eine Sonderbestimmung erlassen, die Einreisen aus der Bundesrepublik Deutschland kommend deutlich erleichtert. Diese ist ein Vorgriff auf die bevorstehenden Reiseerleichterungen, die ab 19. Mai 2021 gelten sollen. Die nunmehrige Lockerung für Personen, die aus Deutschland kommen, ist bereits in Kraft. Konkret sieht der neue Paragraph 4a der Einreiseverordnung vor, dass Personen, die sich in den letzten zehn Tagen ausschließlich in Österreich oder Deutschland aufgehalten haben und ein ärztliches Attest, ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder ein Genesungszertifikat vorweisen können, von der Quarantäne befreit sind. „Kann weder ein ärztliches Zeugnis noch ein Testergebnis, ein Impfzertifikat oder ein Genesungszertifikat vorgewiesen werden, ist unverzüglich, jedenfalls binnen 24 Stunden nach der Einreise, ein molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 durchführen zu lassen. Die Kosten für den Test sind selbst zu tragen. Das negative Testergebnis ist bei einer Kontrolle vorzuweisen“, sieht die Verordnung von Wolfgang Mückstein (Grüne) vor. Bezüglich der Gültigkeit von Impfungen ist in der Verordnung festgehalten, dass nur „zentral zugelassene Impfstoffe“ anerkannt werden. Gemeint ist damit die EMA-Zulassung, so dass beispielsweise Sputnik V und Sinopharm derzeit ausgeschlossen sind. Weiters wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht: „Für die Einreise nach § 4a und § 6a Abs. 1a ist einem ärztlichen Zeugnis nach Abs. 1 und einem Testergebnis nach Abs. 2 ein in deutscher oder englischer Sprache ausgestelltes ärztliches Zeugnis nach Anlagen C oder D oder Impfzertifikat über die Impfung mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 gleichgestellt, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: 1. ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung, wobei diese

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Mit strengen Auflagen: Wien öffnet die Besucherterrasse

Ab 21. Mai 2021 ist die Besucherterrasse am Flughafen Wien-Schwechat wieder täglich von 13 Uhr 00 bis 19 Uhr 00 geöffnet. Aufgrund der geltenden COVID-19-Schutzmaßnahmen gelten auf der Besucherterrasse eine FFP2-Maskenpflicht, ein Mindestabstand von zwei Metern und eine maximale Anzahl von 80 Personen. Für den Zutritt auf die Besucherterrasse muss ein negativer Test, das Impfzertifikat oder ein Immunstatus-Nachweis vorgelegt werden. Im Health Center Vienna Airport können Besucher einen Antigen-Schnelltests mit einem Ergebnis innerhalb kurzer Zeit machen, die Kosten für den Test sind im Besucherwelt-Ticket enthalten. Informationen zu den Öffnungszeiten und dem Angebot im Health Center Vienna Airport unter www.healthcenterairport.com. Zur Eröffnung gibt es ein besonderes Highlight: Alle Besucher können am 21. Mai 2021 mit dem Terrassenticket vergünstigt mit dem Birdly abheben und virtuell New York oder andere Städte wie ein Vogel aus der Luft erkunden. VIScope-Erlebnisfernrohre neues Highlight auf der Terrasse Um das Flughafen-Geschehen im beeindruckenden 270-Grad-Panorama noch besser betrachten zu können, gibt es ab sofort zwei VIScope-Erlebnisfernrohre, die außerdem auch interessante Zusatzinfos rund um den Airport vermitteln. Das gesamte Angebot der Besucherwelt am Flughafen Wien wird voraussichtlich im Juni wieder zur Verfügung stehen. Mehr Informationen zur Besucherwelt Flughafen Wien unter www.viennaairport.com/besucherwelt.

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Italien schafft Quarantäne für EU-Bürger ab

Italien macht als erstes EU-Land die Grenzen komplett auf, denn ab Montag können alle Personen, die aus Mitgliedsländern der Europäischen Union kommen, wieder ohne Test und Quarantäne einreisen. Besondere Auflagen gibt es nicht mehr. Mit zahlreichen Nicht-EU-Staaten wurden bereits Abkommen geschlossen. Dies erfolgte wohl im Hinblick darauf, dass Italien ein beliebtes Tourismusland ist und die Nation auf die Einnahmen aus diesem Segment angewiesen ist. Lediglich für Gebiete mit Mutationen, beispielsweise Indien und Brasilien, hält Italien weiterhin sehr strenge Einreisebestimmungen aufrecht. Gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Amerika testet man seit einiger Zeit Flüge, auf denen die Reisenden umfangreich getestet werden. Im Gegenzug ist die Einreise auf beiden Seiten ohne Quarantäne möglich. Dieses Modell soll nun im Rahmen bilateraler Abkommen auch auf Kanada, Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate ausgedehnt werden. In Italien praktiziert dies bereits in Rom-FCO und Mailand-MXP. Künftig sollen auch Venedig und Neapel in der Lage sein so genannte „Covid-freie Flüge“ anzubieten.

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Österreich: Keine Erleichterungen für Sputnik- und Sinopharm-Geimpfte

Österreich wird Covid-Impfungen, bei denen Vakzine, die (noch) keine EMA-Zulassung haben, weder bei den Erleichterungen noch bei der Einreise anerkannten. In erster Linie sind Sputnik V und Sinopharm betroffen, da diese beispielsweise in Ungarn und Serbien verimpft werden. Das Gesundheitsministerium stellte klar, dass Erleichterungen für Geimpfte nur dann gelten, wenn Moderna, Biontech/Pfizer, AstraZeneca oder Johnson & Johnson verabreicht wurden. Alle anderen Vakzine führen zu keinen Erleichterungen – weder fürs Gasthaus, noch für die Einreise. Sollten beispielsweise Sputnik V und/oder Sinopharm eine EMA-Zulassung erhalten, so werden diese ab dem Zeitpunkt der Zulassung anerkannt. Problematisch könnte das für Personen, die beispielsweise in Ungarn geimpft wurden, werden. In diesem Land werden sowohl der russische als auch der chinesische Impfstoff verabreicht. Auch andere EU-Länder praktizieren dies. Serbien und San Marino impfen auch Ausländer mit diesen Mitteln. Der Kleinststaat bietet Sputnik-Impfungen zum Preis von 50 Euro an, wobei aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen italienische Staatsbürger ausgeschlossen sind. Der Großteil der Bevölkerung von San Marino wurde mit Sputnik V geimpft. Ein nicht nennenswerter Anteil der Impfkampagne wurde mit dem Vakzin von Pfizer durchgeführt. Die Haltung des österreichischen Gesundheitsministeriums bedeutet vereinfacht gesagt, dass Personen, die mit „Nicht-EMA-Vakzinen“ geimpft sind, keine Erleichterungen bei der Einreise und bei Zutrittsbeschränkungen erhalten. Dies sollte unbedingt berücksichtigt werden, da es andernfalls bei Einreisekontrollen zur Verhängung von Quarantäne kommen kann.

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DER Touristik chartert Smartwings für Kanaren-Flüge

Im Auftrag von DER Touristik wird die tschechische Fluggesellschaft Smartwings im Herbst 2021 ab acht deutschen Flughäfen in Richtung Gran Canaria und Fuerteventura abheben. Eigenen Angaben nach wird so das Angebot um 3.000 Sitzplätze erweitert. DER Touristik rechnet mit einer starken Nachfrage während der Herbstferien. Daher chartert man bei Smartwings zusätzliche Kapazitäten. Die Maschinen werden ab Hamburg, Hannover, Bremen, Leipzig, Dresden, Nürnberg, München und Stuttgart zum Einsatz kommen. Hauptsächlich sollen die Flüge im Rahmen von Pauschalreisen verkauft werden, jedoch sind auch reine Ticketbuchungen über Dertour, IST und Jahn Reisen möglich. Ob Smartwings Maschinen des Typs Boeing 737-800 oder 737-Max-8 zum Einsatz bringen wird, wurde seitens DER Touristik nicht mitgeteilt. Die tschechische Airline verfügt auch über Ableger in Polen, Ungarn und der Slowakei. Die Tochtergesellschaft CSA befindet sich in einem Insolvenzverfahren.

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Air Mountain will in Sion und Genf starten

Das Startup Air Mountain SA mit Sitz im schweizerischen Sion beabsichtigt ab Juni 2021 Flüge von Genf und Sion aus nach Saint-Tropez anzubieten. Diese können bereits über die Homepage des Anbieters gebucht werden. Weiters sollen ab Sion die Ziele Figari und Calvi angeboten werden. Air Mountain setzt im Gegensatz zum allgemeinen Branchentrend auf Fixpreise, die im Flugplan verzeichnet sind. Oneway-Flüge sind rechnerisch teurer als Roundtrips. Die Strecken sollen mit kleinem Fluggerät bedient werden. Geplante Strecken ab Sion: Destination Flugtage Zeitraum Calvi Mittwoch, Samstag 05.06.2021 bis 07.11.2021 Figari Samstag keine Angaben Saint-Tropez Montag, Freitag bzw. Donnerstag, Sonntag 05.06.2021 bis 04.10.2021 Geplante Strecken ab Genf: Destination Flugtage Zeitraum Saint-Tropez Montag, Donnerstag, Freitag, Sonntag keine Angaben

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Deutschland: Scholz will Ticket-Mindestpreise einführen

Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz (SPD), der im Herbst auch als Spitzenkandidat um die Nachfolge für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Rennen geht, forderte in einem TV-Interview mit ProSieben die Einführung von Mindestpreisen für Flugtickets. Dabei nannte er „50 oder 60 Euro“ als Untergrenze. Damit greift der deutsche Politiker ein Projekt der österreichischen Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) auf. Dieses gilt als massiv umstritten, da es nur äußerst schwer mit bestehenden internationalen Abkommen, aber auch Verordnungen der Europäischen Union in Einklang zu bringen ist. Der ursprünglich von Gewessler genannte Termin „Herbst 2021“ konnte nicht eingehalten werden. Auch gab es aus Brüssel Signale, dass das Vorhaben nicht mit Unionsrecht in Einklang zu bringen ist. Doch: Auch Unionsrecht kann geändert werden und wenn eine Vielzahl von Mitgliedsstaaten dies einfordern, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass eine EU-weite Regelung eingeführt werden kann. Die Betonung liegt auf kann, denn nicht alle Mitglieder sind der Ansicht, dass Mindestpreise für Flugtickets eine gute Sache sind. Scholz fordert jedenfalls: „Kein Flug darf billiger sein als die Flughafengebühren und alle anderen Gebühren, die dafür anfallen“. Er will sich nun auf europäischer Ebene einsetzen und gegen Billigflüge innerhalb des Unionsgebiets vorgehen. Dabei will er eine „Preisuntergrenze durchsetzen“. Diese legte er im Gespräch mit ProSieben bei etwa „50 bis 60 Euro“ fest. Diesen Wert bezeichnet er im Vergleich zu dem „was Fliegen früher gekostet hat“ als „günstig“.

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EuGH: Harte Landungen sind keine Unfälle

Harte Landungen können sowohl für das Fluggerät als auch für die Insassen durchaus unangenehm sein. Eine Reisende, die im Jahr 2014 eine solche miterlebt hat, zog mit dem Argument, dass sie dadurch einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, vor Gericht. Der Fall zog sich durch alle Instanzen und ist nun vor dem Obersten Gerichtshof anhängig. Die Dame fordert eine Summe in der Höhe von etwa 70.000 Euro und unterlag bislang in allen Instanzen der Airline. Diese haben unter anderem auf Grundlage des Abkommens von Montreal entschieden, dass kein Unfall vorlag. Daher kann kein Schadenersatzanspruch gegenüber der Fluggesellschaft abgeleitet werden. Der Oberste Gerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof Fragestellungen vor. Dabei handelt es sich um so genannte Vorab-Entscheidungen, die Gerichte in besonders kniffligen Fragen gelegentlich beim europäischen Höchstgericht anfordern. Der EuGH entschied, dass es sich eben nicht um einen Unfall handelte, da kein Pilotenfehler vorgelegen habe. Das Begehren der Dame wäre eine unverhältnismäßige Erweiterung der Unfalldefinition im Sinne des Abkommens von Montreal. Laut Europäischem Gerichtshof kommt es darauf an, ob es sich bei einer „harten Landung“ um einen Unfall handelt oder nicht. Kann man keinen Pilotenfehler und auch keine technischen Mängel feststellen, scheide die Annahme, dass es sich um einen Unfall handeln würde, aus. Der EuGH ist der Ansicht, dass im konkreten Fall alles im Rahmen einer üblichen Landung, die durchaus mal härter ausfallen kann, geblieben ist. Der Oberste Gerichtshof hat nun das letzte Wort und muss über das Rechtsmittel der Klägerin entscheiden.

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