Jan Gruber

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Jan Gruber

Einreise nach Österreich: Hochinzidenzgebiete treffen nur Pendler

Im Zuge der letzten Verlängerung der Covid-Einreiseverordnung führte Österreich zusätzlich eine neue Kategorie „Hochinzidenzgebiet“ ein. Diese trifft in erster Linie Pendler, denn deren Testergebnisse sind nicht mehr sieben Tage, sondern nur noch maximal 72 Stunden gültig. Für die „Allgemeinheit“ hat die Listung in Anlage B der Verordnung keine unmittelbaren Auswirkungen. Österreich gestattet derzeit nur aus Australien, Island, Neuseeland, Singapur, Südkorea und Vatikan kommend die Einreise ohne Quarantäne. Aus allen anderen Staaten kommend gilt – sofern man nicht unter eine Ausnahme fällt – eine zehntägige Absonderung, aus der man sich am fünften Tag freitesten kann. Weiters muss bei der Einreise ein negativer Antigen- oder PCR-Test vorgelegt werden. Besonderheit: Personen mit Wohnsitz in Österreich können diesen auch innerhalb von 48 Stunden im Inland nachholen. Mit Stand 25. April 2021 sind Bulgarien, Estland, Frankreich, Italien, Polen, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern als so genannte Hochinzidenzgebiete eingestuft. Pendler müssen sich daher häufiger testen lassen. Zuletzt wurde die Republik Malta von der so genannten Anlage B gestrichen. Da derzeit keine Flugverbindungen zwischen Wien und Luqa bestehen, dürften sich die Auswirkungen in sehr eng gesteckten Grenzen halten. Pendler gibt es jedoch zwischen den beiden Staaten. Beispielsweise soll es bei der Fluggesellschaft Lauda viele „Pendler“ zwischen den Büros Schwechat und Pieta (Malta) geben.

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Laudamotion: Stansted-Vorfall nun vor dem EuGH

Der Europäische Gerichtshof muss sich mit dem Laudamotion-Triebwerksdefekt und der anschließenden Evakuierung der damaligen OE-LOA befassen. Der Vorfall ereignete sich am 1. März 2019 auf dem Flughafen London-Stansted. Eine Österreicherin verklagt das Unternehmen, da sie aufgrund des Zwischenfalls eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten hat. Die britischen Unfallermittler kritisierten in ihrem Abschlussbericht die ehemalige österreichische Fluggesellschaft heftig. Unter anderem wurde vorgeworfen, dass es der verantwortlichen Senior-Flugbegleiterin an Vorerfahrung gemangelt habe. Ihre Beförderung fand nach weniger als einem Jahr Praxis statt. Auch ist die Behörde der Ansicht, dass die Räumung der Maschine nicht notwendig war und obendrein Anweisungen des Kapitäns missachtet wurden. Die Piloten waren gar überrascht, dass plötzlich Passagiere rund um die Maschine zu sehen waren. Da jedoch das noch funktionierende Triebwerk nicht abgeschaltet war, jedoch die Evakuierung eingeleitet wurde, wurde ein Passagier laut Gerichtsunterlagen „mehrere Meter durch die Luft geschleudert“. Die Dame zog vor Gericht. Eine Insassin der OE-LOA erlitt durch den Vorfall eine posttraumatische Belastungsstörung und reichte Klage beim Bezirksgericht Schwechat (Geschäftszahl: 17 C 1014/19z-7) ein. Die beklagte Laudamotion GmbH hielt es für nicht notwendig der Ladung des Gerichts nachzukommen, so dass die erste Instanz ein Versäumungsurteil erlassen hat. Bedingt durch die Abwesenheit wurde dem Standpunkt der klagenden Partei vollinhaltlich entsprochen. Das Urteil des Bezirksgerichts Schwechat ist mit dem 12. November 2019 datiert. Laudamotion „schwänzte“ erste Gerichtsverhandlung Offenbar wurde der Geschäftsleitung von Laudamotion die Tragweite des Säumnisurteils klar, denn dem Fluggast wurde eine hohe Summe Schadenersatz zugesprochen. Auch können sich daraus kostspielige Haftungen für Folgeschäden ergeben. Dagegen erhob die ehemalige

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Wien: Kostenlose PCR-Tests für ankommende Passagiere

Ab sofort gibt es am Flughafen Wien-Schwechat für ankommende Passagiere die Möglichkeit einen kostenlosen RT-PCR-Test zu absolvieren. Dieser findet nicht im Testzentrum des Airports statt, sondern in der Bipa-Filiale im Ankunftsbereich des Terminals 3 kann pro Person ein Kit an der Kassa abgeholt werden. Dies bestätigte der Leiter der Rewe-Austria-Konzernkommunikation gegenüber Aviation Direct. In der Bundeshauptstadt Wien gibt es für Personen, die hier wohnen oder arbeiten, seit einigen Wochen die Möglichkeit kostenlose RT-PCR-Tests in Bipa-Filialen zu beziehen. Die Gurgeltests werden eigenständig unter Anleitung einer Web-App absolviert. Die Proben können dann unter anderem bei den Rewe-Austria Töchtern Bipa, Billa, Billa Plus, Penny Markt und an BP-Tankstellen in Einwurfboxen abgegeben werden. Der Befund wird anschließend in englischer und deutscher Sprache vom Labor Life Brain per E-Mail geschickt. Neu ist, dass am Flughafen Wien ankommende Reisende ein solches Kit in der Bipa-Filiale im Ankunftsbereich des Terminals 3 kostenfrei abholen können. Der Einwurf der Probe ist jedoch nur in Wien möglich. Dazu Konzernsprecher Paul Pöttschacher: „Am Flughafen gibt es für jeden Ankommenden die Möglichkeit, 1 Packung kostenlosen PCR Gurgeltest bei BIPA abzuholen. Eine Abgabe ist nur an Rewe Group Standorten in Wien möglich“. Kostenfreier Test kann für die Einreise nach Österreich genutzt werden Die aktuelle Einreiseverordnung sieht grundsätzlich vor, dass ein negativer Antigen- oder PCR-Befund vorgelegt werden muss. Allerdings gibt es für Personen, die einen Wohnsitz in Österreich haben, eine kleine Ausnahme, denn diese können innerhalb von 48 Stunden die Testung in nachholen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Stationen der Apotheken und Länder,

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Firmenzentrale von Adria Airways wird verkauft

Wer schon immer mal eine ehemalige Airline-Zentrale kaufen wollte, kann nun jene von Adria Airways erwerben. Allerdings muss man das notwendige Kleingeld haben, denn der Mindestpreis wurde vom Insolvenzverwalter mit 4,1 Millionen Euro festgelegt. Interessenten können ab sofort ihre Gebote an diesen übermitteln. Die Liegenschaft wurde im Jahr 2009 gebaut und ist rund 4.400 Quadratmeter groß. Das Gebäude umfasst laut Erklärung des Masseverwalters unter anderem Büros, Schulungsräume und Flächen, die als Lager genutzt werden können. Der Flughafen Ljubljana ist in unmittelbarer Nähe. Weiters ist die Glasfront im Eingangsbereich mit einem überdimensionalen Logo von Adria Airways versehen.

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Austrian Airlines startet Vorab-Check von Dokumenten

Nach Lufthansa und Eurowings bietet nun auch das Konzernmitglied Austrian Airlines an, dass Passagiere ihre Reiseunterlagen bis zu 12 Stunden vor dem Abflug zu einer Vorprüfung elektronisch einreichen können. Die Passagiere sollen dann ein Feedback bekommen, ob ihre Dokumente zur Einreise in das Zielland berechtigen oder eben nicht. Die Corona-Pandemie brachte im Reiseverkehr ein Comeback der Bürokratie und der Zettelwirtschaft. Der Reisepasss bzw. der Personalausweis sind schon lange nicht mehr ausreichend, denn viele Länder verlangen vorherige Einreiseanmeldungen, Test- und/oder Impfnachweise und gelegentlich auch weitere Dokumente. Es besteht auch innerhalb der Europäischen Union ein undurchsichtiger Flickenteppich, der sich noch dazu laufend ändert. Austrian Airlines bietet Passagieren, die nach Deutschland, Griechenland und Spanien an, dass diese ihre Dokumente vorab hochladen können. Anschließend will der Carrier ein Feedback geben, ob diese den aktuellen Bestimmungen entsprechen oder nicht. Die Nutzung des Service ist freiwillig und kostenlos. Unabhängig von der Überprüfung müssen die Passagiere alle Dokumente auf der Reise im Original bei sich haben.

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Ryanair: Erste B737-Max-200 kommen nach Bergamo und Stansted

Die Ryanair Group wird die ersten Maschinen des Typs Boeing 737 Max 200 auf den Flughäfen London-Stansted und Mailand-Bergamo stationieren. Geschäftsführer Eddie Wilson rechnet damit, dass die Auslieferungen in den nächsten beiden Wochen starten werden. Während einer Online-Branchenveranstaltung verwies der Manager darauf, dass die Neuzugänge zunächst nur ab Airports, an denen man eigene Technikbetriebe unterhält, zum Einsatz kommen werden. Den Auftakt wird London-Stansted machen, dicht gefolgt von Mailand-Bergamo. Wilson geht davon aus, dass bis Ende Mai 2021 insgesamt 16 Boeing 737 Max 200 an Ryanair DAC, Ryanair UK, Malta Air und Buzz übergeben werden. Die Maschinen, die für Malta Air und Buzz bestimmt sind, werden eine eigene Livery tragen. Jene für Ryanair UK bekommen die Standard-Ryanair-Lackierung. In Wien unterhält der Carrier einen Technikbetrieb, der vor einiger Zeit aus Laudamotion herausgelöst wurde. Eine Sprecherin erklärte vor einigen Wochen gegenüber Aviation.Direct, dass die Stationierung von Boeing 737 Max 200 derzeit nicht geplant ist. In der österreichischen Bundeshauptstadt unterhalten die Töchter Buzz und Lauda Europe Stützpunkte. Geflogen wird unter FR-Flugnummern (Ryanair).

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Ukraine: Diplomatische Spannungen rund um Motor Sich

Chinesische Investoren hatten versucht die ukrainische Motor Sich über eine „Strohmannkonstruktion“ zu übernehmen. Die Regierung schritt ein und unterband die Transaktion. Nun machen die Chinesen rund 3,6 Milliarden U.S.-Dollar an Schadenersatz gerichtlich geltend. Diese Summe wollen die Investoren von der Regierung der Ukraine einfordern. Die Angelegenheit ist durchaus brisant, denn seitens der Staatsführung wurde befürchtet, dass Technologie und Know-how von Motor Sich nach China transferiert werden könnte und dort für militärische Projekte verwendet werden könnte. Laut der lokalen Nachrichtenagentur soll nun die Regierung mit einer Schadenersatzforderung in der Höhe von 3,6 Millionen U.S.-Dollar konfrontiert sein. Für die Aktien, die aufgrund eines Dekrets eingefroren sind, haben die Chinesen lediglich 700 Millionen U.S.-Dollar bezahlt. Dem nicht genug: Auch das chinesische Außenministerium schaltete sich zwischenzeitlich ein und fordert die Ukraine dazu auf, dass die Rechte von Firmen und Investoren aus China beachtet werden sollen. Die ukrainische Regierung konterte und fordert zusätzliche Informationen über die Käufer und die Herkunft der Finanzmittel ein. Auf den Flugbetrieb der Motor Sich Airlines, die eine Tochtergesellschaft des betroffenen Konzerns ist, haben die diplomatischen Spannungen keine Auswirkungen. Der Carrier baute kürzlich das Angebot aus. Abgesehen von wenigen internationalen Strecken fliegt Motor Sich Airlines primär innerhalb der Ukraine.

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Dortmund: Lauda Europe nimmt Zagreb auf

Ab 3. September 2021 wird Lauda Europe im Auftrag von Ryanair zweimal pro Woche zwischen Zagreb und Dortmund fliegen. Die Route soll an den Verkehrstagen Freitag und Montag bedient werden. „Ryanair hat sein Angebot ab Dortmund in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut: 2020 kam die Strecke nach Wien hinzu, 2019 die Verbindung nach Kattowitz. Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Entwicklung auch in einer schwierigen Zeit fortgeführt wird. Das ist ein großer Vertrauensbeweis in den Standort“, so Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing. Ryanair steuert acht Ziele von Dortmund aus an: Thessaloniki, London-Stansted, Wien, Porto, Kattowitz, Krakau, Mallorca und Zagreb. 2019 nutzten ca. 380.000 Passagiere die Verbindungen der Airline. Die operative Durchführung der Flüge erfolgt durch Ryanair, Buzz und Lauda Europe. Die zuletzt genannte Airline errichtet heuer in Zadar und Zagreb neue Bases, an denen je zwei Airbus A320 stationiert werden sollen.

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Linz: Eurowings verschiebt Düsseldorf erneut

Das Comeback der Linienflüge am Flughafen Linz-Hörsching verschiebt sich noch weiter nach hinten, denn Eurowings wird die angekündigte Düsseldorf-Verbindung auch im Mai 2021 nicht durchführen. Sämtliche zwischenzeitlich geplanten Flüge auf der von Austrian Airlines übernommenen Route wurden zumindest für das Kalendermonat Mai 2021 gestrichen. Auch die Palma-Strecke wird Eurowings in selbigem Monat ab Linz nicht bedienen. Im Bereich der Charterflüge, die unter anderem von Bulgarian Air Charter und Corendon Airlines Europe durchgeführt werden sollten, ist Zurückhaltung zu sehen. Die Ferienflüge wurden bereits bis mindestens 12. Juni 2021 abgesagt. Derzeit gibt es in Linz einen regelmäßigen Flugverkehr mit Passagieren. Im Cargo-Bereich wird der Airport weiterhin angesteuert. Unter anderem DHL unterhält in Hörsching ein Umschlagzentrum für Frachtgüter. In der Krise zeigte sich deutlich, dass Cargo ein wichtiges Standbein des Linzer Flughafens ist.

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Sundair-Schwester Fly Air41 soll drei A320 bekommen

Der Eigentümer der deutschen Ferienfluggesellschaft Sundair gründete vor einigen Monaten in Kroatien ein zusätzliches Luftfahrtunternehmen. Dieses wird – wie Aviation Direct berichtete – keine „Ersatz-Sundair“, sondern ist ein getrenntes Projekt. Gesellschafter beider Firmen ist Marcos Rossello. Im Interview mit der Branchenplattform Airliners.de gibt der Sundair-Geschäftsführer nun einen ersten Einblick in das Projekt in Kroatien und sagte: „Fly Air41 Airways bietet Aircraft Management und CAMO für private und gewerbliche Kunden. Aufgrund des regen Interesses ist ein starkes Wachstum in diesem Bereich abzusehen. Ab August werden wir schon drei Flugzeuge der A320 Familie und mindestens einen Businessjet managen. Eine Sundair Kroatien ergibt ökonomisch keinen Sinn. Es wird nur eine Sundair geben“. Es wird damit gerechnet, dass Fly Air41 noch im Frühjahr 2021 AOC und Betriebsgenehmigung seitens der kroatischen Behörden erteilt bekommen wird. Das Unternehmen soll schon im Sommer 2021 den Erstflug durchführen. Eine direkte Verbindung zu Sundair besteht nicht, lediglich der Eigentümer ist ident.

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