Jan Gruber

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Jan Gruber

Urlaub: So wird das Smartphone nicht zur Kostenfalle

Das Smartphone ist mittlerweile bei den meisten Menschen ein alltäglicher Begleiter, der auch im Urlaub nicht fehlen darf, denn mit Fotos vom Stand sollen Freunde und Verwandte ein bisschen eifersüchtig gemacht werden. Es gibt allerdings auch Kostenfallen, die insbesondere außerhalb der Europäischen Union zuschlagen können. Während es innerhalb der EU eine klare Verordnung für das Roaming gibt und in den meisten Fällen sowohl für Daten als auch für Telefonie und SMS die gleichen Preise wie zu Hause gelten, können die Mobilfunkbetreiber außerhalb der Union fast alles verlangen was sie wollen. Innerhalb der EU sollte ausdrücklich vor dem Reiseantritt geprüft werden wie viele Gigabyte im EU-Gebiet genutzt werden können. Gelegentlich kann es eine Begrenzung geben. Außerhalb der EU kann sich sogar der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte lohnen, denn Preise von drei Euro pro Minute oder fünf Euro pro Megabyte können im Extremfall anfallen. Es ist daher sehr ratsam sich vor der Abreise mit den Roamingpreisen zu befassen und gegebenenfalls nach Alternativen zu suchen oder Pauschalen zu buchen. Irrtum 1: Wenn der Angerufene im Ausland ist, dann zahlt der Anrufer mehr Dieser Unsinn ist leider sehr weit verbreitet und noch immer sind viele der Meinung, dass wenn sie jemanden anrufen, der gerade im Ausland im Roaming ist, dass dann der Anrufer mehr bezahlen muss. Stimmt einfach nicht. Für den Angerufenen kann es aber außerhalb der Europäischen Union richtig teuer werden, denn es fallen so genannte Passivgebühren an. Sprich: Auch wenn man angerufen wird, zahlt man pro Minute eine Gebühr. Diese kann sehr

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Embraer will neuen Turboprop schon nächstes Jahr starten

Es ist schon länger her, dass der brasilianische Flugzeugbauer Embraer ein neues Turbopropflugzeug in die Luft gebracht hat. Um genau zu sein: Am 27. Juli 1983 hob der Embraer 120, der einst das Rückgrat vieler Regioflotten war, erstmals ab. Im Jahr 2007 wurde die Produktion eingestellt. Läuft alles nach Plan soll schon im nächsten Jahr der Launch für ein neuentwickeltes Turboprop-Muster erfolgen. Am Rande der Übergabe-Zeremonie des ersten Embraer 195-E2 an Helvetic Airways sagte der Commmercial-Aviation-Chef des brasilianischen Flugzeugbauers, Arjan Meijer, dass mit dem Launch des neuen Turbopropflugzeugs im Laufe des Jahres 2022 zu rechnen ist. Die Auslieferung an den ersten Kunden wird für das Jahr 2027 angestrebt. Das Design der Maschine wird an den Embraer 120 erinnern, jedoch handelt es sich um ein komplett neu entwickeltes Flugzeug, das mit der ATR72 und der Dash 8-400 in den Wettbewerb treten soll. Geplant ist, dass zwei Varianten angeboten werden sollen: Etwa 70 Sitzplätze und rund 90 Sitze. Der Treibstoffverbrauch soll deutlich unter den E2-Regionaljets liegen. Embraer rechnet mit etwa 20 Prozent weniger Fuel Burn. Der Markt der Turbopropflugzeuge ist momentan sehr schwierig. Bei ATR stockt der Absatz für die Muster ATR42/72 und DHC musste gar die vorläufige Einstellung der Produktion der Dash 8-400 verkünden. Somit begibt sich Embraer in ein schwieriges Umfeld, jedoch könnte für eine komplette Neuentwicklung durchaus Potential geben, denn die Konkurrenzmodelle sind hinsichtlich der Konstruktion durchaus in die Jahre gekommen.

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Aer Lingus braucht frisches Geld

Das irische IAG-Konzernmitglied Aer Lingus benötigt laut Firmenchefin Lynne Embleton „mehrere hundert Millionen Euro an zusätzlicher Liquidität“ um über die Runden zu kommen. Sie rechnet nicht damit, dass es in den nächsten Wochen zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage kommen wird. Irland praktiziert weiterhin restriktive Einreise- und Quarantänevorschriften. Zwar sollen diese ab 1. Juli 2021 zumindest leicht gelockert werden, jedoch nicht in einem Ausmaß, das mit anderen europäischen Staaten vergleichbar wäre. Das ist ein ernsthaftes Problem für Aer Lingus, denn auch die neue Basis in Manchester wurde wegen der dortigen Quarantänebestimmungen nach hinten verschoben. Gegenüber der Belfast Times erklärte die Airline-Chefin, dass Aer Lingus seit dem Beginn der Corona-Pandemie rund eine Milliarde Euro verloren haben. „Wir wollen unsere Liquidität in Höhe von einigen hundert Millionen Euro wiederherstellen. Die genauen Zahlen hängen davon ab, woher wir auf Liquidität zugreifen können, von den Bedingungen dieser Liquidität und tatsächlich von der Anzahl der Tage, an denen wir weiterhin Bargeld verbrennen“, so Embleton. Reuters berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass Verhandlungen mit der Regierung über ein weiteres Darlehen laufen sollen. Im Vorjahr wurden rund 150 Millionen Euro gewährt. Aer Lingus baute im Zuge der Pandemie viele Stellen ab. Unter anderem wurde die Basis Shannon geschlossen.

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Israel sagt Touristik-Öffnung kurzfristig ab

Die für den 1. Juli 2021 angekündigte Wiederöffnung für Touristen wurde seitens Israel kurzfristig abgesagt. Auch wurden die Coronamaßnahmen wieder verschärft und beispielsweise die Maskenpflicht auf Verkehrsflughäfen, darunter Tel Aviv Ben Gurion, reaktiviert. Da in Israel zuletzt Fälle der Delta-Variante des Coronavirus aufgetreten sind, hat die Regierung beschlossen, dass die touristische Öffnung zum 1. Juli 2021 vorläufig nicht durchgeführt wird. Das Tourismusministerium nannte den 1. August 2021 als angepeilten neuen Termin. Vorgesehen ist, dass dann nur vollständig Geimpfte Personen ohne Sondergenehmigung nach Israel einreisen dürfen. Vorgesehen ist auch, dass nach der Landung eine Testung vorgenommen wird, wobei noch unklar ist, ob es sich um einen Antikörper- oder PCR-Test handeln wird. Auch will Israel, dass Reisende, die das Land verlassen wollen einen negativen PCR-Befund vorlegen müssen – das gilt auch für Geimpfte.

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Türkei: Onur Air wurden acht Flugzeuge gepfändet

Der türkischen Fluggesellschaft Onur Air wurden aufgrund von Außenständen am Flughafen Antalya acht Flugzeuge gepfändet. Diese wurde von der Generaldirektion für Luftfahrt angeordnet. Weiters verfügte diese das Zwangsgrounding für den Carrier. Onur Air ist es mit sofortiger Wirkung untersagt Flüge durchzuführen. Laut lokalen Medien haben den Antrag auf Pfändung Fraport und TAV Holding gemeinsam eingebracht. Die Generaldirektion für Luftfahrt bewilligte diesen und untersagte Onur Air mit sofortiger Wirkung die weitere Nutzung der gepfändeten Verkehrsflugzeuge. Die Airline musste alle Flüge absagen. Die Höhe der Schulden wird unterschiedlich kolportiert. So schreiben aber einige Medien übereinstimmend, dass Onur Air allein dem Flughafen Antalya 526.000 Euro schulden soll. Aufgrund der heutigen Maßnahme ist davon auszugehen, dass die Finanzlage von Onur Air sehr stark angespannt ist und akute Gefahr einer Pleite besteht. Die Flotte besteht aus insgesamt elf Maschinen, wobei acht im Eigentum des Konzerns stehen und drei geleast sind. In den letzten Jahren schrumpfte der Carrier massiv, baute jedoch in Bulgarien unter dem Namen Holiday Europe eine Tochtergesellschaft auf. Deren Zukunft ist momentan unklar. Kürzlich wurden 15 Prozent von Onur Air verkauft. Der neue Investor muss offenbar viel Geld in den 1992 gegründeten Carrier einschießen. Die Maschinen sollen erst nach Bezahlung der Außenstände freigegeben werden. Solange soll auch das Flugverbot aufrecht bleiben.

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Fly Armenia spielt AOC-Entzug herunter und will B737NG leasen

Anfang Juni 2021 entzog die die armenische Luftfahrtbehörde der Fluggesellschaft FlyArmenia AOC und Betriebsgenehmigung. Der Carrier hält das für ein Ereignis, das man erwartet hat. Man führt es auf die Umflottung von Boeing 737-Classic auf 737-NG zurück. Gegenüber CH-Aviation.com erklärt ein Firmensprecher: „Am 3. Juni 2021 haben wir unser letztes B737 Classic-Flugzeug abgemeldet und befinden uns derzeit in der Endphase der Verhandlungen mit einigen der größten Leasinggeber mit Sitz in Irland und den USA über mehrere B737-800, die noch 2021 und im zweiten Quartal 2022 eingeflottet werden sollen“. In der Übergangsphase habe man kein AOC und daher wäre dieses am 11. Juni 2021 suspendiert worden. Der Schritt der Behörde wäre erfolgt, weil man kein flugtaugliches Flugzeug registriert hat. Dies hält man für ein „ziemlich normales Ereignis und keine Neuigkeit“. Das Verfahren zur Reaktivierung der Zertifikate soll „in den nächsten Tagen“ eingeleitet werden. FlyArmenia ist aber auch einem Ermittlungsverfahren der Behörden ausgesetzt, denn Anfang des Jahres machte man unter bislang nicht vollständig aufgeklärten Umständen einen „Ausflug“ nach Teheran. Eigentlich hätte die Maschine nur für eine Wartung in die Ukraine fliegen dürfen, landete jedoch im Iran. Laut Luftfahrtbehörde sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

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Köln: Wizz Air kündigt Tirana an

Der ungarische Billigflieger Wizz Air wird ab 1. August zweimal wöchentlich zwischen Tirana und Köln/Bonn fliegen. Die neue Route soll zunächst an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedient werden. Gleichzeitig wird die Basis in Albanien auf fünf Flugzeuge aufgestockt. Ab Tirana wird Wizz Air am 31. Juli 2021 auch Barcelona, das jeweils an den Verkehrstagen Donnerstag und Samstag bedient werden soll, aufnehmen. Dazu Constantin von Alvensleben, Chief Executive Officer des Tirana International Airport: „Dass Wizz Air fünf Flugzeuge in Tirana stationiert ist ein großer Vertrauensbeweis für diesen Flughafen und das Ergebnis einer mehrjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit. Dieser Schritt bietet Albanien eine neue Perspektive, indem er das Land näher an Europa heranführt. Ich freue mich, unsere Zusage ankündigen zu können, unsere Zusammenarbeit mit Wizz Air für eine substanzielle Entwicklung fortzusetzen, die Albaniens wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie unterstützen und unseren Kunden auch eine breite Palette erschwinglicher Low-Cost-Ziele bieten wird“. Insgesamt bietet Wizz Air ab Tirana 29 Destinationen an. „Ich freue mich, die Stationierung eines fünften Flugzeugs in Tirana und den Start von zwei neuen Strecken nach Barcelona und Köln bekannt zu geben. In den nächsten drei bis vier Jahren werden wir unsere Flotte von der Basis in Tirana verdoppeln und diese Entwicklung sieht die Beförderung von etwa 5 Millionen Passagieren mit Wizz Air, neue Ziele ab Tirana und einen hohen Servicestandard vor. Das ist eine außergewöhnliche Entwicklung für Albanien, für den Flughafen und für uns“, so George Michalopoulos, Commercial Director von Wizz Air.

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Investor bietet zu wenig: Air Transat will alleine weitermachen

Nachdem die Übernahme von Air Transat durch den Mitbewerber Air Canada geplatzt ist, brachte sich der Unternehmer Pierre Karl Péladeau als interessierter Käufer ins Spiel. Doch auch diese Gespräche sind geplatzt, gab Muttergesellschaft Transat AT bekannt. Péladeau bot im April 202 über eine seiner Gesellschaften fünf kanadische Dollar pro Aktie, doch durch das Wiederanziehen der Nachfrage ist der Kurs stark gestiegen, so dass den bisherigen Aktionären das Angebot schlichtweg zu niedrig ist. Transat AT bestätigte, dass das Offert keine Grundlage für eine Übernahme darstellt. Daraufhin zog sich der Unternehmer zurück. Nun prüft der Konzern alleine ohne Partner weiterzumachen. Derzeit konzentriert man sich auf die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs der Air Transat. Dieser Schritt soll Ende Juli 2021 gesetzt werden. Die Transat AT stellt in Aussicht, dass in Kürze neue Aktien ausgegeben werden könnten. Über diese könnte man die Liquidität der Airline stärken. Auch konnte Air Transat sowohl über den Large Employer Emergency Financing Facility als auch über die kanadische Regierung Finanzmittel erhalten. Laut Börsenmitteilung einigte man sich mit Ottawa auf bis 700 Millionen Kanadische Dollar.

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Ab 25. Juni 2021: Air France Hop kehrt nach Nürnberg zurück

Die französische Fluggesellschaft Hop kehrt am 25. Juni 2021 im Auftrag von Air France zurück nach Nürnberg. Der Carrier wird den bayerischen Airport mit Embraer-Regionaljets mit Paris-Charles de Gaulle verbinden. Somit hat Nürnberg die Anbindung an das Skyteam-Drehkreuz zurück. Vom 25. Juni bis zum 12. Juli 2021 fliegt Air France zwei- bis viermal pro Woche von Nürnberg nach Paris. Ab 12. Juli 2021 startet sie fünfmal wöchentlich von Nordbayern in die französische Hauptstadt. Air France verbindet eine lange Tradition mit dem Albrecht Dürer Airport Nürnberg. Im Oktober 1958 landete mit der Caravelle der französischen Airline erstmals ein „richtiges Düsenflugzeug“ auf dem Airport in Franken. Am 21. Juli 1986 besuchte sogar die legendäre Concorde aus Paris kommend unter dem Beisein von über 20.000 Schaulustigen die Metropolregion Nürnberg.

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Wien: City Airport Train wartet ab und beobachtet

Seit März 2020 stehen die Räder des City Airport Train, ein Joint-Venture der Österreichischen Bundesbahnen und der Flughafen Wien AG, still. Daran wird sich zumindest kurzfristig nichts ändern, denn die CAT-Gesellschaft hat noch keinen konkreten Termin für die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs. Der City Airport Train wurde vor einigen Jahren als Express-Verbindung zwischen dem Bahnhof Wien-Mitte Landstraße und dem Flughafen Wien-Schwechat etabliert. Die Besonderheit ist, dass bei einigen Fluggesellschaften Check-In bzw. Gepäckabgabe bereits im CAT-Terminal am Bahnhof Wien-Mitte Landstraße erledigt werden kann. Die Nutzung des Zuges hat aber auch seinen Preis, denn im direkten Vergleich mit den von der Österreichischen Postbus AG betriebenen Vienna Airport Lines (Bus) und der von den Österreichischen Bundesbahnen betriebenen Schnellbahnen und Regionalexpress-Züge sind die Fahrkartenpreise deutlich höher. Laut einer Sprecherin wurde der CAT im Jahr 2019 ausgeglichen von Touristen und Geschäftsreisenden genutzt. Das Verhältnis wäre ungefähr genau gleich gewesen. Doch genau das bereitet den Entscheidungsträgern offenbar auch Kopfzerbrechen, denn momentan ist nicht absehbar in welchem Ausmaß Firmen ihre Manager weiterhin durch die Welt fliegen lassen. In vielen Betrieben ist man aufgrund der Corona-Pandemie gezwungenermaßen auf den Geschmack von Telefon- und Videokonferenzen gekommen. Besonders das mittlere Management, das zuvor besonders reisefreudig war, darf in vielen Firmen nicht mehr so häufig reisen, denn Skype und Co sind billiger. Zwar rechnet man am Flughafen Wien damit, dass in den Sommerferien das Passagieraufkommen stark ansteigen wird und möglicherweise auch die Kapazität des Terminals 3 auf die Probe stellen wird, doch was kommt danach? Derzeit basiert der Löwenanteil der Nachfrage auf

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