Jan Gruber

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Jan Gruber

Norwegian-Tochter meldet in Frankreich und Italien Insolvenz an

Der angeschlagene Billigflieger Norwegian Air Shuttle muss weitere Tochtergesellschaften in die Insolvenz schicken. Betroffen sind die Zweigniederlassungen in Frankreich und Italien, über die unter anderem Piloten und Flugbegleiter beschäftigt wurden. Bei Norwegian Air Resources Italy hatte man zuletzt 322 Beschäftigte, deren Jobs akut auf der Kippe stehen. Die Fortführung der Langstreckenbasis Rom-Fiumicino ist aufgrund des Rückzugs von der Long Haul vorgesehen. Dies führt zu erheblicher Kritik seitens der italienischen Gewerkschaften.  Bei Norwegian Air Resources France sind 286 Stellen betroffen.  Auch hier hagelt es Kritik seitens der Arbeitnehmervertreter, denn es sind keinerlei Kündigungsentschädigungen vorgesehen. Stattdessen wird sowohl in Italien als auch in Frankreich Insolvenz angemeldet. Die Basis Paris-Charles de Gaulle wird ebenfalls aufgelassen. Im Vereinigten Königreich teilte kürzlich der Insolvenzverwalter den rund 1.100 Beschäftigten von Norwegian Air UK mit, dass nicht ausreichend Finanzmittel für die Auszahlung der Löhne vorhanden sind. Das Unternehmen wird daher abgewickelt und endgültig geschlossen. Die Vorgehensweise führt zu erheblicher Kritik seitens der Gewerkschaften. Norwegian Air Resources hat seinen Hauptsitz nicht in Norwegen, sondern in Irland. Ähnlich wie die Leiharbeitsfirma Crewlink, die für Ryanair tätig ist, unterhält man in verschiedenen Ländern Zweigniederlassungen, über die das Personal beschäftigt ist. Die irische Leiharbeitsfirma soll liquidiert werden, weshalb mit weiteren Insolvenzen innerhalb des Konzerns zu rechnen ist.

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Tarom vor Abbau von weiteren 700 Stellen

Bei der rumänischen Fluggesellschaft Tarom steht ein großangelegter Personalabbau an, denn im Rahmen des Rettungsplans steht fast jede zweite Stelle akut auf der Kippe. Das Unternehmen beabsichtigt 700 von 1.492 Stellen zu streichen. Mit Widerstands seitens der Gewerkschaften ist allerdings zu rechnen. Tarom verkleinerte sich in den letzten Jahren kontinuierlich, denn zwischen dem Jahr 2000 und Juni 2020 sank die Anzahl der Beschäftigten von etwa 2.900 auf 1.753 ab. Seither wurden weitere 261 Mitarbeiter abgebaut. Der Carrier galt bereits vor der Corona-Pandemie als angeschlagen und wir immer wieder Spielball der lokalen Politik. In Rumänien herrscht ein starker Preiskampf, der unter anderem von Wizz Air, Ryanair und Blue Air angeheizt wird. Mit diesem kann die staatliche Fluggesellschaft nur in äußerst bescheidenem Umfang mithalten. Auch die Verkaufsbüros in verschiedenen Ländern sollen aufgelassen werden. Betroffen sind unter anderem Österreich, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Israel, Italien, Spanien, das Vereinigte Königreich und die Niederlande. Tarom begründet diesen Schritt damit, dass der stationäre Ticketvertrieb mittlerweile eine untergeordnete Rolle spielt. Das gilt auch für den Heimatmarkt Rumänien, wo ebenfalls viele eigenbetriebene Büros geschlossen werden sollen. Dieser Prozess, dem zahlreiche Arbeitsplätze zum Opfer fallen, soll bis Mai 2021 abgeschlossen werden.

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UA328: Triebwerksteile auf Wohngebiet nahe Denver gefallen

Der United-Airlines-Flug UA328 erlitt am Samstag kurz nach dem Start einen schweren Schaden am rechten Triebwerk. Gegen 13 Uhr 10 Lokalzeit gingen Trümmer über einem Wohngebiet der Stadt Broomflield zu Boden.  Die Boeing 777-200 befand sich auf dem Weg von Denver nach Honolullu und war mit Pratt & Whitney PW4077-Triebwerken ausgerüstet. Augenzeugen berichten, dass Flammen aus dem rechten Antrieb gestoßen sind. An Bord befanden sich inklusive Besatzung 241 Personen. Der Kapitän entschied sich zur Rückkehr auf den Flughafen Denver, wo die N772UA sicher landen konnte. Laut United Airlines soll es keine Verletzte geben. Auch auf dem Boden soll es lediglich Sachschaden geben. Die Zivilluftfahrtbehörde FAA und die Unfallermittler der NTSB klären nun wie es zur Fehlfunktion des Triebwerks kommen konnte. Die Ermittlungen wurden unmittelbar nach der Landung der Boeing 777-200 aufgenommen.

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Alltours kündigt Impfpflicht in konzerneigenen Hotels an

Der deutsche Reiseveranstalter Alltours wird voraussichtlich ab 31. Oktober 2021 Übernachtungen in den konzerneigenen Allsun-Hotels nur noch dann gestatten, wenn ein Nachweis über eine vollständige Impfung gegen Covid-19 vorgelegt werden kann. Personen, die das nicht können oder wollen, sind künftig von der Beherbergung ausgeschlossen. Alltours ist ein bedeutender Tour Operator auf dem Markt der D-A-CH-Region. Die Firmengruppe betreibt insgesamt 35 Hotels selbst. Diese befinden sich auf Mallorca, den Kanaren und in Greichenland. Firmenchef Willi Verhuven ist davon überzeugt den richtigen Weg zu gehen: „Wir wollen allen Gästen höchstmögliche Sicherheit bieten, damit sie ihren Urlaub entspannt genießen können”. In einer Übergangsphase, die je nach Fortgang der deutschen Impfaktion gegebenenfalls verlängert werden könnte, ist beim Check-In ein negativer PCR- oder Antigentest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorzulegen. Auch dann gilt: Ohne negativen Befund gibt es keine Beherbergung in den 35 Allsun-Hotels. Allerdings dürfte dies zumindest für österreichische Urlauber kein nennenswertes Problem darstellen, denn es gibt mittlerweile unzählige Möglichkeiten der Länder, Gemeinden und Apotheken sich kostenfrei testen zu lassen. Eine interaktive Karte, die alle Gratis-Tests in ganz Österreich darstellt, hat Aviation Direct unter diesem Link bereitgestellt. “Alltagsmasken” sollen verpflichtend sein In der Aussendung von Alltours verbirgt sich auch ein durchaus merkwürdiges Detail, denn der Tour Operator schreibt, dass das Tragen von “Alltagsmasken” für Mitarbeiter und Gäste verbindlich ist. Dies verwundert insofern, da immer mehr Länder den FFP2-Standard vorschreiben, da sich zwischenzeitlich gezeigt hat, dass so genannte OP-Masken oder aber Mund-Nasen-Schutz aus Stoff kaum wirksam sind. Warum Alltours also explizit das

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Kein Wasser mehr: Memphis stellt Passagierflüge ein

Der U.S.-amerikanische Flughafen Memphis musste am Freitag sämtliche Flüge streichen, da es technische Probleme im Bereich der Wasserversorgung gibt. Ohne Wasser, das insbesondere im Brandfall benötigt werden könnte, darf kein Flugbetrieb durchgeführt werden. Betroffen sind nur Passagierflüge, denn für die Cargo-Verbindungen sollen der enorm schwache Wasserdruck und die Vorräte der Feuerwehr ausreichend sein. Die zuständige Flughafenbehörde bestätigte die Teilsperre des Airports und verwies darauf, dass Flüge mit Passagieren ohne zuverlässige Wasserversorgung nicht durchgeführt werden dürfen. Man habe keinerlei Alternative als temporär nur Frachtflüge zu erlauben. Der Flughafen Memphis leidet seit einigen tagen unter einer enorm launischen Frischwasserversorgung. Der Druck soll zum Teil so niedrig sein, dass für die Feuerwehr und die automatischen Löschsysteme (z.B. Sprinkler) nicht genug zur Verfügung steht und obendrein die ordnungsgemäße Funktion nicht mehr gewährleistet werden kann. Für die Frachtflüge wird im Bedarfsfall auf lokale Notreserven zurückgegriffen.

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Brasilien zieht „CSeries-Beschwerde“ gegen Kanada zurück

Zwischen Boeing und Airbus tobt seit einigen Jahren ein über die Welthandelsorganisation WTO ausgetragener Streit über Subventionen. Auch Bombardier und Embraer lagen sich in den Haaren, doch nun entschied die brasilianische Regierung die Beschwerde gegen Kanada zurückzuziehen. Embraer erklärte in einer ersten Reaktion, dass man die Entscheidung begrüßt und effektivere Wege sieht. Der Flugzeugbauer warf Bombardier vor, dass die kanadische Regierung sowie die Region Quebec illegale Subventionen für das CSeries-Programm geleistet hätten. Dieses wurde zwischenzeitlich an Airbus verkauft und Bombardier zog sich, mit Ausnahme einiger Businessjet-Programme, komplett aus dem Flugzeugbau zurück. Embraer ist der Ansicht, dass Subventionen, die seitens Regierungen gewährt werden, den Wettbewerb verzerren. Im Fall Bombardier haben sich aber die Rahmenbedingungen geändert, denn die CSeries gehört mittlerweile Airbus und ist unter dem Markennamen A220 bekannt. Auch wurde in den Vereinigten Staaten ein Werk errichtet. Der brasilianische Mitbewerber, dessen Zusammenarbeit mit Boeing im Vorjahr geplatzt ist, hält nun die WTO-Beschwerde gegen Kanada für nicht mehr effektiv und begrüßt daher die Entscheidung der Regierung. Nun will man bilateral verhandeln. Das Ziel ist global einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

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Buenos Aires reaktiviert Stadtflughafen Jorge Newbery

Mitten in der Coronapandemie wird ein seit rund einem Jahr “stillgelegter” Airport reaktiviert: Am 15. März 2021 soll der Flughafen Buenos Aires-Jorge Newbery wieder in Betrieb gehen. Das innerstädtische Flugfeld ist der zweitwichtigste Airport Argentiniens. Im Jahr 2019 wurde dieser von 11,5 Millionen Reisenden genutzt. Die Regierung ordnete aufgrund der Corona-Pandemie die temporäre Schließung dieses Flughafens an. Die Zeit wurde für eine umfassende Sanierung genutzt. Am 15. März 2021 sollen die Pforten wieder geöffnet werden. Es wird mit einem erhöhten Interesse seitens Lowcostern gerechnet, denn diese wurden im Vorjahr zum Umzug von El Palomar zum Ezeiza Airport gezwungen, da der speziell für Billigflieger vorbehaltene Airport ebenfalls temporär geschlossen wurde. Mittlerweile bewerben zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch Aerolíneas Argentinas, die Wiederaufnahme ihrer Flüge ab Jorge Newbery. Buenos Aires verfügt über drei Verkehrsflughäfen, die für Passagiere relevant sind: Der internationale Flugverkehr wurde vor der Corona-Pandemie überwiegend in Ezeiza abgefertigt. Dieser befindet sich südwestlich der Stadt. Die überwiegende Mehrheit der Inlandsflüge wird ab Jorge Newbery durchgeführt. Dieser Flughafen befindet sich im Stadtteil Palermo direkt am Ufer des Río de la Plata. Der überwiegend von Jetsmart und Flybondi genutzte El Palomar AIrport ist ein Militärflughafen, der erst im Jahr 2018 zur zivilen Nutzung freigegeben wurde. Dieser befindet sich etwa 18 Kilometer westlich von Buenos Aires.

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Air Serbia flottet letzte Aviolet-B737 aus

Die Fluggesellschaft Air Serbia beendet laut lokalen Medienberichten der letzten verbliebenen Exemplare des Typs Boeing 737-300. Diese wurden zuletzt unter der Charter-Marke Aviolet betrieben. Eigentlich war die Ausflottung erst gegen Jahresende vorgesehen. “Der Ausstieg des Flugzeugs B737 aus der nationalen Fluggesellschaft war ursprünglich für Ende dieses Jahres geplant. Eine kleine Anzahl verfügbarer Zyklen blieb in beiden operativen Flugzeugen und der Rückgang des Verkehrsaufkommens beschleunigte die Entscheidung, sie zurückzuziehen”, so ein Sprecher von Air Serbia. Betroffen sind die Maschinen mit den Registrierungen YU-AND, YU-ANI und YU-ANK. Diese wurden in den 1980er Jahren an den Vorgänger JAT ausgeliefert und befinden sich im Eigentum von Air Serbia. In Zukunft will man sich auf den Betrieb von Maschinen der Hersteller Airbus und ATR fokussieren. Bedingt durch die Stilllegung der letzten Flugzeuge, die unter dem Brand Aviolet betrieben wurden, steht auch die Fortführung dieses Brands zur Debatte. Es handelt sich um eine Abteilung von Air Serbia und keine eigenständige Fluggesellschaft.

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Gegen den Trend: Emirates will A380 bis 2035 fliegen

Die Corona-Pandemie beschleunigte einen seit einiger Zeit schleichenden Trend: Fluggesellschaften trennen sich von Flugzeugen, die über mehr als zwei Triebwerke verfügen. Besonders hart trifft es die meist noch jungen Airbus A380. Emirates-Chef Tim Clark will bis etwa 2035 am Superjumbo festhalten. Dieser Golfcarrier ist der weltweit größte Betreiber dieses Musters und sieht noch kein geeignetes Nachfolgemuster in Sicht. Zwar beabsichtigt Emirates in Zukunft verstärkt auf die Boeing 777-9 zu setzen, doch die Erstauslieferung verschiebt sich mindestens in das Jahr 2024. Während der CAPA-Konferenz, die aufgrund der Corona-Pandemie virtuell abgehalten wurde, meinte Clark, dass die A380-Maschinen bei Emirates noch bis etwa 2035 im Einsatz sein werden. Damit fliegt der Carrier gegen den Trend, denn Mitbewerber wie Qatar Airways, Air France und Lufthansa gehen davon aus, dass die Superjumbos in ihren Flotten kein Comeback mehr haben werden. Tim Clark ist davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren signifikante Weiterentwicklungen auf Seiten der Hersteller geben wird. Bis 2035 werde man noch effizientere Flugzeuge und gegebenenfalls auch alternative Antriebe zur Verfügung haben. Bis dahin wäre der A380 ein für die Bedürfnisse von Emirates ausgezeichnetes Flugzeug.

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Ab Dienstag nur noch Corona-Impfungen im BER-Terminal 5

Am 22. Feber 2021 wird das BER-Terminal 5 vorerst letztmalig für die Abfertigung von Passagieren genutzt. Die ehemaligen Schönefeld-Gebäude sollen für zunächst ein Jahr vom Netz gehen. Danach will die Geschäftsleitung erneut darüber entscheiden, ob die Kapazitäten benötigt werden. Da das Terminal 2 bis dato nicht eröffnet wurde, konzentriert die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH den Flugverkehr auf das Terminal 1. Dadurch sollen rund 25 Millionen Euro eingespart werden. Der öffentliche Nahverkehr soll jedoch fortgeführt werden, da im Gebäude M des Terminals 5 ein Impfzentrum eingerichtet wurde. „Der Flughafen SXF hat uns bislang sehr gute Dienste erwiesen. Mit der Eröffnung des BER wurden die Flughafengebäude K, L, M und Q als Terminal 5 voll in den BER-Betrieb integriert. Vor der Inbetriebnahme des BER haben wir in die Modernisierung der Ausstattung des Terminal 5 investiert, weil wir mit den Abfertigungskapazitäten noch für das gesamte Jahrzehnt bis etwa 2030 planen. Den Schlummerbetrieb ab März 2021 haben wir so organisiert, dass wir die Kapazitäten bei Bedarf innerhalb weniger Wochen wieder ans Netz bringen können. Deshalb sagen wir zum Terminal 5 weder Tschüss noch Danke, sondern auf Wiedersehen”, so BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup.

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