Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Nächste Panne: BER kämpft mit Temperaturproblemen

Der Flughafen Berlin-Brandenburg kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus: Weil es in der Ende Oktober 2020 eröffneten Haupthalle des Terminals 1 zu kalt ist, wurde die Passagierabfertigung in die seitlichen Anbauten verlegt. Laut Betreibergesellschaft kann die Haupthalle zwar betreten werden, jedoch finden Check-In und Sicherheitskontrollen in den seitlichen Flügeln statt. Der Tagesspiegel berichtet, dass die Temperaturen in den anderen Bereichen zu niedrig sind. In den Anbauten könnte man für das Personal und die Passagiere angenehmere Temperaturen erreichen, so der BER. Hintergrund des kühlen Terminals: Bedingt dadurch, dass nur wenige Reisende ab dem Terminal 1 fliegen, heizt sich dieses nur schleppend auf. Dazu kommt, dass der sich im Keller befindliche Bahnhof kalte Luft in die Haupthalle befördert. An den Bahnsteigen wurden rund 12 Grad gemessen, nahe der Check-in-Schalter des Terminals 1 sollen es 18 Grad Celsius gewesen sein. In den als Pavillons bezeichneten Seitenflügeln will die Betreibergesellschaft am Mittwoch über 20 Grad gemessen haben. In Kürze wird der Betrieb der ehemaligen Schönefeld-Gebäude, die als Terminal 5 bezeichnet werden, eingestellt. Diese sollen für zumindest ein Jahr vom Netz genommen werden, wobei eine mögliche Wiedereröffnung noch ungewiss ist. Das sich neben dem T1 befindliche Terminal 2 ist zwar fertiggestellt, wurde jedoch mangels Passagieraufkommen bis dato nicht eröffnet.

weiterlesen »

Air Berlin: Verfassungsrichter lehnen Flöther-Beschwerden ab

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat Beschwerden des Insolvenzverwalters der Air Berlin zurückgewiesen. Lucas Flöther wollte insgesamt acht Urteile des Bundesarbeitsgericht anfechten. Die Höchstrichter nahmen die Eingaben jedoch nicht an. Hintergrund ist, dass das Bundesarbeitsgericht in verschiedenen Fällen die Massenentlassung der Air-Berlin-Piloten für unwirksam erklärt hat. Die Fluggesellschaft bzw. der Insolvenzverwalter haben – so das Urteil – die gesetzlich notwendige Anzeige bei einer nichtzuständigen Bundesagentur für Arbeit getätigt. Weiters sollen essentiell notwendige Angaben gefehlt haben. Das Bundesarbeitsgericht kippte die Kündigungen. Dagegen zog Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter vor das Bundesverfassungsgericht, unterlag jedoch. Welche Auswirkungen die Entscheidung für die betroffenen Piloten hat, ist noch unklar. Es können sich durchaus finanzielle Ansprüche ergeben, da das Dienstverhältnis dejure nie beendet wurde. Allerdings ist im Fall Air Berlin Masseunzulänglichkeit angezeigt. Das könnte zur Folge haben, dass möglicherweise die Finanzmittel nicht ausreichen.

weiterlesen »

Mallorcas Hoteliers drängen auf Sputnik V

Die Hoteliers auf der Balearen-Insel Mallorca blicken mit immer größerer Sorge auf die bevorstehende Sommersaison 2021. Die Impfungen gehen auch in Spanien nur sehr langsam voran, denn wie in der gesamten Europäischen Union mangelt es an Impfstoff. Das will man nun auf eigene Kosten beheben und das russische Sputnik V kaufen. Die Präsidenten der Hoteliersvereinigung FEHM, Maria Frontera, macht sich laut Mallorca Zeitung Sorgen, dass es den Betrieben gelingen wird bis zum Beginn der Sommersaison das Personal durchzuimpfen. Nun evaluiert man Alternativen, um das Ziel schneller erreichen zu können. Ins Auge hat man dabei den russischen Impfstoff Sputnik V gefasst. Dieser hat noch keine Zulassung in der Europäischen Union, doch beispielsweise drängt auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz darauf, dass dieser angeschafft wird und zum Einsatz kommt. Die Hotelbesitzer Mallorcas verweisen auf Mexiko, wo derzeit Verhandlungen mit der Regierung laufen, die zum Ziel haben sollen, dass die Hoteliers selbst Impfstoffe beschaffen und verimpfen lassen können. Nun fordert auch die Vereinigung auf Mallorca, dass der russische Impfstoff Sputnik V – nach Zulassung in Europa – auch privat für das Personal der touristischen Betriebe angeschafft werden kann. Die Regionalregierung solle in Madrid Druck machen. Die Touristik wäre auf eine möglichst gute Sommersaison angewiesen und könne sich finanziell nicht nochmals einen Ausfall leiten. Frontera meinte: „Wir können es uns nicht erlauben, dass man uns Ende des Sommers impft“. Finanziell würden sich die Hotelbesitzer an den Kosten beteiligen.

weiterlesen »

Crif-Bürgel: Reisebranche steht vor einer Pleitewelle

In Deutschland sollen rund 1.800 Unternehmen aus der Reisebranche akut insolvenzgefährdet sein. Die Anzahl der Reiseveranstalter und –büros, die vor der Pleite stehen sollen, ist laut der Wirtschaftsauskunftei Crif-Bürgel um 31 Prozent gestiegen. Der Gesamtanteil der touristischen Unternehmen mit akuten Finanzproblemen soll laut der Analyse bei etwa acht Prozent liegen. Die Auskunftei nahm eigenen Angaben nach die Liquidität von etwa 22.600 Vermittlern und Tour Operators unter die Lupe. Crif-Bürgel rechnet damit, dass der Anteil der insolvenzgefährdeten Betriebe in dieser Branche auf rund zehn Prozent ansteigen wird. Im Jahr 2020 mussten laut der Wirtschaftsauskunftei deutlich mehr Firmen aus dieser Branche den Gang zum Konkursrichter antreten. So stieg die Anzahl der Insolvenzfälle auf 150 an. Im Jahr 2019 sollen es 83 Pleiten gewesen sein.

weiterlesen »

Wizz Air plant 45 Ziele ab Dortmund

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air plant ab Dortmund zwischen April und Oktober 2021 insgesamt 45 Ziele in 24 Ländern anzubieten. Auf diesem Airport unterhält der Lowcoster die erste und bislang einzige Basis auf deutschem Boden. „Wir gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Ziele im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch erhöhen wird. Aber schon jetzt steht Passagieren eine große Vielfalt an Zielen zur Verfügung“, teilt Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing am Dortmund Airport, mit. „Natürlich wollen wir unseren Fluggästen gerade in diesen Zeiten ein Höchstmaß an Flexibilität ermöglichen“, erläutert Wizz Air Sprecher Andras Rado und verweist auf das kostenpflichtige Flex-Paket, das Umbuchungen und Stornierungen bis zu drei Stunden vor Abflug ermöglicht. Allerdings findet dann keine Rückzahlung statt, sondern die Passagiere erhalten eine Gutschrift. Die geplanten Wizz-Air-Ziele ab Dortmund auf einen Blick: Athen Belgrad Bari Budapest Cluj Catania Fuerteventura Danzig Heraklion Charkiw Iasi Kiew-Schuljany Nis Santorini Reykjavik Chișinău Kattowitz Kutaisi Larnaca Lissabon Lwiw Ohrid Porto Bukarest Saporischschja Pristina Marrakesch-Menara Riga Sibiu Suceva Sarajevo Thessaloniki Skopje Sofia Split Olsztyn-Mazury Podgorica Târgu Mureș Tirana Timișoara Tuzla Varna Wien Vilnius Breslau

weiterlesen »

Etihad setzt nur noch geimpftes Personal ein

Golfcarrier Etihad Airways teilte am Mittwoch mit, dass man die weltweit erste Fluggesellschaft ist, die alle Piloten und Flugbegleiter gegen das Coronavirus geimpft hat. Das Medical Center der Airline wird auch weiterhin als Impfzentrum genutzt. Etihad betont, dass das momentan fliegende Personal vollständig durchgeimpft wurde. Jene Piloten und Flugbegleiter, die derzeit nicht eingesetzt werden, haben zum Teil noch nicht beide Dosen erhalten. Das soll in den nächsten Wochen nachgeholt werden. In der Luft sind, so der Golfcarrier, nur geimpfte Personen.

weiterlesen »

Smartline bedient Graz-Stuttgart mit dem Businessjet

Das Vorarlberger Bedarfsluftfahrtunternehmen bedient seit wenigen Tagen im Auftrag eines deutschen Brokers die von Austrian Airlines ausgesetzte Route von Graz nach Stuttgart. Durchgeführt werden zwei Umläufe pro Woche. Zum Einsatz kommen Businessjets des Typs Cessna 525C, die maximal neun Passagiere befördern können. Die Maschinen werden von drei Grazer Unternehmen über den deutschen Broker Pro Sky AG gechartert. Geplant ist, dass bis inklusive 26. März 2021 in dieser Form geflogen wird. Für die Zeit danach hofft man darauf, dass Austrian Airlines die Stuttgart-Strecke reaktiviert. Hintergrund der Maßnahme ist, dass insbesondere die steiermärkischen Betriebe, die im Automobilbereich tätig sind, auf Verbindungen nach Stuttgart angewiesen sind. Dort sitzen die Daimler AG und die Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG – wichtige Auftraggeber der österreichischen Zulieferer. Bedingt dadurch, dass Austrian Airlines die Strecke mangels Nachfrage erneut ausgesetzt hat und auch ab Wien die Frequenzen stark ausgedünnt sind, sind Reisen zwischen Graz und Stuttgart derzeit kompliziert. Abhilfe sollen die Charterflüge schaffen. Freie Plätze können bei Pro Sky AG unter +49 221 9204413 bzw. [email protected] angefragt werden. Unter diesen Kontaktdaten können auch Buchungen vorgenommen werden. Es gibt keinen Verkauf über eine Homepage oder über Reisebüros. Der von Smartline im Auftrag der Pro Sky AG bediente Flugplan bis 26. März 2021: Verkehrstag Mittwoch:Graz-Stuttgart 07 Uhr 00 – 08 Uhr 00Stuttgart-Graz 08 Uhr 45 – 09 Uhr 45 Verkehrstag Freitag:Graz-Stuttgart 17 Uhr 00 – 18 Uhr 00Stuttgart-Graz 18 Uhr 45 – 19 Uhr 45

weiterlesen »

Malta: Passagieraufkommen noch tiefer im Keller

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind am Airport Luqa, der maltesischen Tochtergesellschaft der Flughafen Wien AG, enorm. Mehr als 70 Prozent der Flugstrecken liegen brach. Für den Inselstaat ist das durchaus problematisch, denn dieser ist zunehmend von der Außenwelt abgehängt. Das „Einschleppen von Infektionen“ spielt aufgrund des äußerst geringen Angebots kaum mehr eine Rolle, doch der Mangel an Passagierflügen macht auch die Logistik immer komplizierter. Normalerweise fliegt in den Cargoräumen der Maschinen viel Fracht und Post mit. Zum Teil müssen die Güter nun aufwendige Umwege nehmen, um auf die maltesischen Inseln gelangen zu können. Jene Destinationen, die noch bedient werden, sind stark ausgedünnt. Beispielsweise wurde Rom im Jänner 2020 noch mit 27 wöchentlichen Umläufen bedient. Heuer waren es jedoch nur acht Rotationen und zwar im gesamten Monat Jänner und nicht pro Woche. Die Folge daraus ist, dass das Passagieraufkommen um 90 Prozent zurückgegangen ist und der Jänner 2021 der schwächste Monat seit der Wiedereröffnung im Juli 2020 war. Gezählt wurden lediglich 38.938 Fluggäste. Normalerweise hat Luqa im Winter diese Passagieranzahl in drei Tagen erreicht. Doch die Aussichten auf Feber 2021 sind noch miserabler, denn viele Routen, darunter auch Wien, pausieren und Homebase-Carrier Air Malta kündigte erst kürzlich eine nochmalige Reduktion des Flugplans an. Grund: Mangelnde Nachfrage.

weiterlesen »

Air Malta will sich auf profitable Routen fokussieren

Ohne die Nennung tiefgehender Details kündigte Air-Malta-Chairman David Curmi am Dienstag an, dass unprofitable Routen gestrichen werden. Auch sollen die Lohnkosten gedrückt werden, um den Staatscarrier finanziell über Wasser halten zu können. Der Firmenchef meinte auch, dass die Corona-Krise der Airline finanziell regelrecht die Hosen ausgezogen habe. In den nächsten Monaten werde es sehr schwierig über die Runden zu kommen. Bedient werden momentan ohnehin nur noch acht Strecken und jene, die nicht profitabel sind, sollen gestrichen werden. Auch bei einem vorgesehenen Wiederausbau des Flugangebots sollen die schwächeren Routen nicht mehr reaktiviert werden. Curmi will Air Malta zunächst auf „Kerndestinationen“ konzentrieren. Er sagte jedoch nicht welche Ziele das sind und gab auch keinerlei Hinweise darauf welche Destinationen dem Rotstift zum Opfer fallen werden. Generell hat sich der Manager nur minimalistisch in die Karten blicken lassen. Dies ist zumindest ein Indiz dafür, dass viele Entscheidungen noch gar nicht gefallen sind. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte im Nachgang, dass man sich in der nahen Zukunft auf Italien, Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich konzentrieren wird. Löhne könnten abermals gekürzt werden Air Malta kürzte vor einigen Monaten die Gehälter des Personals. Betroffen waren in erster Linie Flugbegleiter und Piloten. Nun will Curmi abermals die Kosten in diesem Bereich senken. Ursprünglich hätte man in diesem Bereich 50 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben. Das wäre viel zu viel und es müssten so rasch wie möglich wettbewerbsfähige Löhne her. Wie der Chairman der staatlichen Fluggesellschaft das umsetzen will, sagte er natürlich nicht. Auch ging er nicht darauf

weiterlesen »

Singapore konvertiert Dreamliner-Order in B777-9

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing und Singapore Airlines haben sich darauf geeinigt, dass eine bestehende Order über 14 B787-10 in elf B777-9 umgewandelt wird. Für den Hersteller dürfte der Deal vorteilhaft sein, denn das 777X-Programm strauchelt. Die Fluggesellschaft trat aufgrund der Corona-Pandemie sowohl mit Airbus als auch mit Boeing in Verhandlungen. Ziel der Gespräche war die Auslieferung von bestellten Flugzeugen nach hinten verschieben zu können. SIngapore Airlines teilte nun mit, dass man sich mit den Amerikanern hinsichtlich einer Konvertierung einig wurde. Unter dem Strich aller Maßnahmen steht, dass Ausgaben in der Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro um einige Jahre verschoben wurden. „Die Vereinbarungen mit Airbus und Boeing sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu bewältigen“, so Singapore-Airlines-Chef Goh Choon Phong. Betroffen sind die Festbestellungen über 35 Maschinen der A320-Reihe, 15 A350, 31 737-Max, 20 787 und 31 777X.

weiterlesen »