Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutschland will Personen aus Österreich scharf kontrollieren

Der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem wortgewaltigen bayerischen Ministerpräsidenten, Markus Söder (CSU), passt es offensichtlich überhaupt nicht in den Kram, dass Österreich am Montag einige Lockerungen vorgenommen hat. Als „verantwortungslos“ bezeichneten deutsche Politiker die Entscheidung im Nachbarland. Die Grenzkontrollen sollen nun „massiv verstärkt“ werden, denn man meint so verhindern zu können, dass die in Tirol vermehrt aufgetretene südafrikanische Mutation des Coronavirus nach Bayern „überschwappt“. Es soll sowohl auf Haupt- als auch auf Nebenstrecken am Landweg sowie auf dem Luftweg verstärkt kontrolliert werden. Zunächst setzt diesen Schritt jedoch nur Bayern. Indes scheint Bundeskanzlerin Angela Merkel den deutschen Lockdown bis mindestens 1. März 2021 verlängern zu wollen. Deutsche Medien berichten dies, wobei die Abstimmungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer noch laufen. In Österreich wurden bezüglich Tirol seitens der Regierung harte Maßnahmen ergriffen. Ab Freitag darf das Bundesland nur noch mit einem negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, verlassen werden. Näheres dazu in diesem Artikel. Deutschland stellt auch die Schließung der Grenze in den Raum.

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Eskalation: Lauda verweigert wieder Mitflug – NOTAM missachtet

Am Sonntag haben Ryanair und die durchführende Tochtergesellschaft Lauda Europe erneut zahlreichen Passagieren die Beförderung auf Flug FR500 von Wien nach Palma de Mallorca verweigert. Wie bereits am Freitag behauptete man schon wieder, dass RNA-PCR-Labortests in Spanien nicht zur Einreise berechtigten und pochte auf RT-PCR-Befunde. Das Außenministerium Spaniens bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass RNA-PCR-Labortests, die in der Europäischen Union ausgestellt wurden, zur Einreise berechtigen, sofern diese das „Ablaufdatum“ nicht überschritten haben. Es werden RT-PCR, RT-LAMP, TMA und andere molekularbiologische Verfahren, darunter eben auch RNA-PCR, anerkannt. Ergebnisse von Schnelltests und andere Testmethoden, die nicht einheitlich in der EU standardisiert sind, berechtigen nicht zur Einreise. Weiters wurde auf die unmissverständlichen Darstellungen auf den Homepages des Gesundheitsministeriums und auf der behördlichen Homepage, auf der die Einreiseanmeldung getätigt werden muss, verwiesen. “The required SARS-CoV-2 AIDT will be the PCR (COVID-19 RT-PCR) and other molecular viral RNA detection techniques with equivalent reliability for the detection of SARS-CoV-2. In this regard, Transcription-Mediated Amplification (TMA) and Reverse Transcriptase LoopMediated Isothermal Amplification (RT-LAMP) tests are also accepted. Other diagnostic tests such as rapid serology tests, rapid antigen detection tests or high performance serological tests (ELISA, CLIA, ECLIA) will not be admissible, as long as their harmonized use is not accepted across the European Union”, schreibt das spanische Gesundheitsministerium in einem offiziellen FAQ, das unter diesem Link heruntergeladen werden kann. Auf der behördlichen Seite, auf der die verpflichtende Einreiseanmeldung getätigt werden muss, ist ebenfalls ausdrücklich festgehalten, dass nicht nur RT-PCR akzeptiert wird: „Ab dem 23. November 2020 müssen alle

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Eurowings Discover: Erste Winterziele ab Frankfurt

Im Winterflugplan 2021/2022 plant Eurowings Discover ab Frankfurt am Main die Destinationen Montego Bay und Varadero anzufliegen. Die Verbindung ist laut einer Mitteilung er Lufthansa Group sowohl unter Eurowings- als auch Lufthansa-Flugnummern buchbar. Gänzlich neu sind die beiden Ziele nicht, jedoch werden diese künftig im Rahmen von Eurowings Discover, die sich auf touristische Langstreckenziele fokussieren soll, angeboten. Das Projekt ist unter Arbeitnehmervertretern massiv umstritten. Der Mitbewerber Condor wirft aufgrund der Kündigung der Zubringerflüge gar den Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung mit Hilfe von staatlichen Finanzmitteln vor. Die Ferienfluggesellschaft erhielt selbst wiederholt Kredite, für die die Bundesrepublik Deutschland haftet.

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Brussels verlangt Geld für Online-Sitzplatz-Reservierungen

Auch Brussels Airlines bittet künftig für die Reservierungen von Sitzplätzen zur Kasse. Betroffen ist auch die Premium-Economy, die auf der Langstrecke angeboten wird. Man passe sich hinsichtlich der Höhe der Gebühr den Konzernmitgliedern Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss an, ist in einer vorliegenden Mitteilung zu lesen. Ab 10. Feber 2021 sollen Änderungen der Sitze kostenpflichtig sein. Das gilt insbesondere für bereits bestehende Reservierungen. In der Premium-Eco soll einmalig der Platz kostenfrei ausgewählt werden können, jedoch nachträgliche Änderungen kostenpflichtig sein. In der Economy-Class ist künftig die Auswahl der Sitzplätze kostenpflichtig. Das heißt, dass beim Web-Check-In ab 24. Feber 2021 nur mehr gegen Bezahlung der Sitzplatz geändert werden kann. Die Kosten hierfür betragen mindestens 12 Euro und maximal 75 Euro. Es wird auch ein dynamisches Pricing praktiziert, so dass die Sitzplatzreservierung gleich beim Kauf des Flugtickets günstiger sein soll als beim Check-In. Vielflieger mit Status HON Circle oder Senator, die Buchungsklassen B, M und Y sowie unbegleitete Kinder sind von den Kosten ausgenommen. Kurios: Am Check-In-Schalter soll man in allen Buchungsklassen den Sitzplatz weiterhin kostenlos ändern lassen können. Wer also mit seinem zugewiesenen Sessel unzufrieden ist und Geld sparen möchte, solle dies nicht selbst machen und auch noch Geld dafür bezahlen müssen, sondern den kostenlosen Service am Schalter in Anspruch nehmen…

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Insolvenzgefahr: Zwei CSA-Flugzeuge an die Kette gelegt

Die Finanzlage des Skyteam-Mitglieds CSA Czech Airlines hat sich offenbar massiv zugespitzt. Lokale Medien schreiben, dass die Smartwings-Tochter in akuter Insolvenzgefahr schweben soll. Ein Wartungsbetrieb legte zwei ATR72 wegen unbezahlter Rechnungen an die Kette. Hinter den Kulissen tobt ein heftiger Streit zwischen dem Czech Airlines Technics, die sich indirekt in staatlicher Hand befindet. Die Fluggesellschaft CSA hingegen ist eine Tochtergesellschaft von Smartwings. Außer einem ähnlich klingenden Namen gibt es keine Gemeinsamkeiten. Der Technikbetrieb wartet unter anderem die ATR-Flotte im Auftrag der Fluggesellschaft. Aus dieser Geschäftsbeziehung sollen Zahlungsrückstände resultieren. Czech Airlines Technics sagt, dass man aufgrund unbezahlter Rechnungen zwei Turbopropflugzeuge des Typs ATR72 an die Kette gelegt hat und damit nicht an CSA herausgibt. Auch äußerte man sich gegenüber dem Zdopravy dahingehend, dass die Smartwings Gruppe auch andere Maschinen zur Verfügung habe, so dass die Maßnahme nicht wirklich ins Gewicht fallen würde. Smartwings: Ohne Staatshilfe geht CSA pleite Seitens der Smartwings Group, der CSA angehört, sieht man die Angelegenheit gänzlich anders und spricht von einer illegalen Festsetzung der beiden ATR72, die obendrein gar nicht CSA, sondern einer Leasinggesellschaft gehören. Der Konzern verweist auf ein Moratorium der Regierung, das explizit für Fluggesellschaften erlassen wurde. Der Wartungsbetrieb weist den Vorwurf zurück und sagt, dass kein Verstoß gegen das Moratorium vorliegen würde. Eine Sprecherin der Smartwings Group sagte auch, dass es keine Vorankündigung gegeben habe und daher die Tochter CSA kurzfristig einige Flüge hätte streichen müssen. Es wird sogar der Vorwurf erhoben, dass Czech Airlines Technics die Pleite von CSA herbeiführen wollte. Ganz zufällig

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Grenzkontrollen im Inland: Tirol wird abgeriegelt

Die österreichische Bundesregierung will aufgrund der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Mutation das Bundesland Tirol, ohne Osttirol, weitgehend abriegeln. Das Gebiet darf nur noch dann verlassen werden, wenn ein negativer Befund, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorgelegt werden kann. Die Maßnahme soll ab Freitag gelten. Das wird ausdrücklich auch auf dem Luftweg gelten und betrifft somit Austrian Airlines. Dieser Carrier betreibt die Inlandsstrecke Innsbruck-Wien, die als für die Wirtschaft und Politik besonders wichtig ist. Auch galt diese Route vor der Corona-Pandemie als äußerst lukrativ, da auf dem kurzen Flug das Point-to-Point-Aufkommen beachtlich war und gleichzeitig hohe Ticketpreise genommen wurden. Die Ankündigung der Regierung hat zur Folge, dass beim Verlassen des Landesgebiets von Tirol ein negativer Testbefund, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorzuweisen ist. Damit unterscheiden sich die Bedingungen nur minimal vom Ausland. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte, dass Tirol für vorerst zehn Tage zum Sperrgebiet erklärt wird. „Wir müssen alles tun, um die Ausbreitung dieser Variante zu verhindern, wenn das nicht gelingt, muss die Ausbreitung verlangsamt werden“, so der Politiker, der von der Wirksamkeit der Ma0nahme überzeugt ist. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) fügt hinzu, dass die Abriegelung ausdrücklich nicht für Osttirol gilt. Nehammer führt innerösterreichische Grenzkontrollen ein Der Gesundheitsminister  betonte, dass die Anordnung auf das Epidemie-Gesetz gestützt ist und sich diesbezüglich mit Juristen beraten habe. Gleichzeitig feiert Anschober regelrecht, dass die Regierung ach so schnell handeln würde und verweist darauf, dass man erst am Montag eine Reisewarnung für Tirol ausgesprochen habe und nun eine Testpflicht für das Verlassen

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Icelandair will ab Frühjahr 2021 mit Boeing 737-Max fliegen

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair will ab Frühling 2021 sechs Boeing 737 Max reaktivieren. Der Carrier flog im Vorjahr einen Verlust in der Höhe von 376 Millionen U.S.-Dollar ein und musste einen Passagierrückgang von 83 Prozent verzeichnen. Mit Hilfe der Boeing 737 Max will Icelandair im Frühjahr das Netzwerk langsam und vorsichtig hochfahren, kündigt Firmenchef Bogi Nils Bogason an. Derzeit laufen umfangreiche Updates und Pilotenschulungen. Der Carrier geht davon aus, dass die niedrigeren Betriebskosten dieses Musters beim Restart hilfreich sein werden. Seit etwa Dezember 2020 ruht der Großteil des Netzwerks von Icelandair. Nur noch wenige Routen werden niederfrequent bedient. Hintergrund ist die schwache Nachfrage, die primär den harten Einreise- und Quarantänebestimmungen vieler Staaten geschuldet ist.

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Lufthansa: Boeing 747 tritt letzte Reise in die Wüste an

Die D-ABVT, eine Boeing 747-400 der Lufthansa, trat einen Oneway-Flug in die Mojave-Wüste an. Der 23-jährige Jumbojet befand sich zuletzt im Long-Time-Storage, soll jedoch nicht mehr reaktiviert werden und landet nun auf dem „Flugzeugfriedhof“. Zuletzt stand der Vierstrahler in Tarbes, wurde jedoch vor dem vermutlich letzten transatlantischen Flug noch zur Homebase nach Frankfurt am Main geflogen. Zuletzt war die D-ABVT am 19. März 2020 im Einsatz und wurde am 17. Juni 2020 ins Long Time Storage nach Frankreich überstellt. Gestern flog die Boeing 747-400 als LH9923 ferry von Tarbes nach Frankfurt. Heute geht es als LH9922 nach Los Angeles und morgen weiter in die Mojave Wüste. Dort wird sich der Vierstrahler, der im Jahr 1997 ausgeliefert wurde, zu zahlreichen anderen Flugzeugen gesellen. Lufthansa wird diesen Jumbojet nicht mehr reaktivieren. Die Zukunft der Maschine ist ungewiss, jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit die Zerlegung droht.

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Teuer erkauft: U.S-Carrier schwimmen trotz Corona im Geld

Das Jahr 2020 war auch für U.S.-amerikanische Fluggesellschaften alles andere als rosig. Allein American Airlines, Delta, United Airlines und Southwest verbrannten aufgrund der Coronakrise 32 Milliarden U.S.-Dollar. Auswirkungen auf die Liquidität hat das scheinbar nicht, denn laut den veröffentlichten Bilanzen schwimmen die „Big Four“ regelrecht im Geld. Rechnet man die liquiden Mittel, die seitens der genannten vier Carrier ausgewiesen werden, so kommt man per 31. Dezember 2020 auf die stolze Summe von 31,5 Milliarden U.S.-Dollar. Laut CNN sind das sogar um 13 Milliarden U.S.-Dollar mehr als per Ende 2019, dem stärksten Jahr in der Geschichte der Zivilluftfahrt. Dazu kommt, dass die vier Carrier zusammengerechnet nicht abgerufene Kreditlinien in der Höhe von 65 Milliarden U.S.-Dollar zur Verfügung haben. Ein Corona-Wunder? Eher nicht, denn die hohe Liquidität ist sprichwörtlich „auf Pump“, denn der Löwenanteil der Mittel wurde auf dem Kapitalmarkt aufgenommen. Das hat zur Folge, dass irgendwann der Fälligkeitstag kommt und das Geld zurückbezahlt werden muss. Die Fluggesellschaften haben Anleihen verkauft, Geld geliehen, ihre Flugzeuge, Vielfliegerprogramme und andere Vermögenswerte verpfändet und sogar zusätzliche Aktien verkauft, was für eine Branche in dieser Position äußerst ungewöhnlich ist. Die Kreditaufnahme hat die Bilanzen der nationalen Fluggesellschaften um rund 40 Milliarden US-Dollar an langfristigen Schulden aufgestockt. Zwar gab es auch finanzielle Unterstützung und Kreditprogramme seitens der U.S.-Regierung, jedoch machen diese angesichts der hohen Schulden, die zum Beispiel auf dem Kapitalmarkt aufgenommen wurden, das Kraut nicht fett. Problematisch ist, dass alle Carrier, ausgenommen Southwest, von Analysten als so genannte Junk-Bonds eingestuft wurden. Das hat zur Folge, dass

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In Musikboxen: Kölner Zoll findet 3.240 Stangen Zigaretten

Der Zoll fand am Flughafen Köln/Bonn in acht Frachtsendungen, die aus Hongkong ins Vereinigte Königreich verschickt wurden, insgesamt 3.240 Stangen Zigaretten. Versteckt waren diese laut Hauptzollamt in Music-Boxen, die noch dazu voll funktionsfähig waren. In einer Medienmitteilung schreibt die Behörde, dass der „verhinderte Steuerschaden knapp 130.000 Euro beträgt“. Die Zigaretten wurden beschlagnahmt. Die Music-Boxen waren an unterschiedliche Privatpersonen im Vereinigten Königreich adressiert. Zum Verhängnis wurde den Schmugglern, dass die „heiße Ware“ in Köln/Bonn umgeladen und vom Zoll kontrolliert wurde. Ob die Boxen einen guten Klang gehabt hätten?

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