Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Köstinger will „Privilegienpass“ durchsetzen

Ein „Green Pass“ soll Geimpften Personen innerhalb der Europäischen Union gewisse Privilegien bringen. So will es Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Für den Fall, dass er sich nicht durchsetzen kann, soll ein nationaler Alleingang gemacht werden. Die Oppositionspartei SPÖ kritisiert das Vorhaben in einer Medienerklärung. Man verweist darauf, dass nach derzeitigem Stand 95,5 Prozent der Bevölkerung gar keinen Zugang zu den Impfungen hat. So würde der Plan von Kurz einen echten Pass für Privilegierte schaffen. Der überraschende Vorschlag des österreichischen Bundeskanzlers wird seitens der Flughafen Wien AG positiv aufgefasst. Deren Vorstand Günther Ofner erklärte am Donnerstag in einer ersten Stellungnahme: „Der Vorstoß von Bundeskanzler Kurz für einen europaweiten Impfpass nach dem Vorbild Israels ist eine wichtige Initiative, um sicherzustellen, dass coronafreier Tourismus im Sommer 2021 wieder möglich wird. Sollte keine europaweit einheitliche Regelung zustande kommen, dann wäre auch eine „Koalition der Willigen“, also jener Länder in der EU, die das wie Österreich wollen, sinnvoll. Wer geimpft oder getestet ist, soll auch wieder reisen können sowie an Kultur- oder Sportveranstaltungen teilnehmen können, ein digitaler Impf- und Testnachweis wäre die entscheidende Voraussetzung dafür. Millionen Menschen wünschen sich wieder, ihren Urlaub genießen zu können. Europaweit hängen auch Millionen Arbeitsplätze davon ab, ob im heurigen Sommer coronasicherer Tourismus und Kulturbetrieb mit Publikum möglich sind. Gerade für das Tourismusland Österreich ist das von allergrößter Bedeutung. Notfalls sollte Österreich auch allein diese Initiative umsetzen. Keinesfalls sinnvoll sei es, mit der Entscheidung bis April zuzuwarten, denn dann geht sich das bis zum Sommer nicht mehr aus – die

weiterlesen »

Fort Myers: Pefferspray legte United-Flug lahm

Pfefferspray sorgte am Montag vor dem Start von United-Airlines-Flug UA1061 für unangenehme Szenen an Bord. Es gibt jedoch keinerlei Anzeichen dafür, dass eine böse Absicht seitens eines Passagiers bestand. Vielmehr gehen die Behörden davon aus, dass ein ungünstiger Zufall zum Auslösen des Behälters geführt hat. Bei der Sicherheitskontrolle wurde das Pfefferspray schlichtweg übersehen. Eigentlich hätte dieses nicht mit an Bord genommen werden dürfen. Dieses Missgeschick hatte für die Passagiere und die Crew unangenehme Konsequenzen, denn während der Startvorbereitungen trat aus noch unklarer Ursache der Inhalt des Abwehrmittels aus. Die Folge daraus war, dass die Reisenden und Kabinencrew-Mitglieder erhebliche Atemprobleme hatten. Laut Polizeibehörde soll das Pfefferspray aber nicht absichtlich versprüht worden sein, sondern sich selbstständig gemacht haben. Eventuell könnte der Besitzer dieses versehentlich durch eine Bewegung auf dem Sitz ausgelöst haben. United Airlines sagte auf Anfrage dazu gegenüber Aviation Direct: „Am Montag kehrte der United-Flug 1061 von Fort Myers, Florida, nach Newark, New Jersey, aufgrund eines störenden Vorfalls mit einem Kunden vor dem Start zum Gate zurück. Bald darauf flog der Flug sicher nach Newark.“ Passagiere hatten scheinbar Atemnot Die Darstellung von United Airlines ist ein wenig schönredend, denn laut lokalen Medienberichten mussten einige Fluggäste aufgrund akuter Atembeschwerden die Maschine verlassen. Anschließend wurde das Flugzeug rund zwei Stunden lang intensiv „gelüftet“, um den Flug nach Newark einigermaßen erträglich machen zu können. Es sollen sich einzelne Gäste strikt geweigert haben erneut die betroffene Maschine zu betreten. Die Behörde TSA räumte ein, dass bei der Sicherheitskontrolle das Pfefferspray übersehen wollte. Dieses befand sich

weiterlesen »

Wien-Rom: Ryanair und Wizz Air vor doppeltem Preiskampf

Die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair planen einen harten Preiskampf zwischen Wien und Rom. Vor einiger Zeit kündigte der ungarische Lowcoster an, dass nicht nur der Flughafen Fiumicino, sondern auch Ciampino ab der österreichischen Hauptstadt angeflogen werden soll. Ryanair zieht nach und will die Strecke „doppeln“. Rom verfügt über zwei Airports: Den Großflughafen FIumicino, der sich ein wenig weiter als der kleinere Ciampino Airport von der Innenstadt entfernt befindet. Die beiden Billigflieger wollen künftig ab Wien beide Airports Roms ansteuern. Ob hierfür überhaupt ein Bedarf vorhanden ist, wird sich zeigen. Jedenfalls ist es ein Indiz dafür, dass der Preiskampf fortgeführt werden werden soll. Dies setzt allerdings voraus, dass Ryanair nicht zuvor Lauda Europe aus Wien abzieht. Ein Blick auf den überwiegend von Lauda Europe, Buzz und Malta Air durchgeführten Ryanair-Sommerflugplan ab Wien zeigt, dass der Konzern massiv ausgedünnt hat. Viele Destinationen werden erheblich später als zuletzt angekündigt aufgenommen. Auch beliebte Ferienstrecken wie Ibiza sind erst unmittelbar zum Beginn der Sommerferien in Wien und Niederösterreich zur Reaktivierung vorgesehen. Generell lässt sich zusammenfassend feststellen, dass im März und April nur sehr wenige Strecken reaktiviert werden sollen. Anschließend folgen drei Wellen: Anfang Mai, Anfang Juni und Anfang Juli. Die Frequenzen sind – ähnlich wie bei Wizz Air – zu Beginn sehr gering. Der Corona-Pandemie sind aber auch viele Strecken komplett zum Opfer gefallen. Entweder wurden diese nie aufgenommen, beispielsweise Türkei-Routen, Beirut und zusätzliche Ukraine-Ziele oder wurden nicht mehr reaktiviert, beispielsweise Stuttgart, Agadir und Marrakesch. Ryanair-Sommerflugplan ab Wien:(Stand: 24. Feber 2021) Destination Frequenz buchbar ab

weiterlesen »

Sommer: Lufthansa vor massiver Flugplan-Ausdünnung

Die Lufthansa Gruppe wird im Zeitraum von 1. Mai bis 30. Oktober 2021 das konzernweite Angebot stark ausdünnen. Der Konzern wird die Änderungen ab Donnerstag schrittweise in die Buchungssysteme einpflegen. Dies geht aus einer Mitteilung, die an die Vertriebspartner verschickt wurde, hervor. Lufthansa will sich unter Verweis auf die Finanzzahlen, die am 4. März 2021 veröffentlicht wird, nicht näher zu diesem Thema äußern. Auch gibt man keine nähere Auskunft zum Ausmaß der Kapazitätsreduktion. Aus dem vorliegenden Schreiben geht hervor, dass man „rechtzeitig“ auf die „erwartete Nachfrage reagieren“ wolle. Weiters will der Konzern erreichen, dass Neubuchungen auf Basis des ausgedünnten Flugplans vorgenommen werden. So sollen der Aufwand für Umbuchungen und Erstattungen minimiert werden. Passagiere, die bereits Tickets haben und gegebenenfalls von Streichungen betroffen sind, sollen nach Möglichkeit automatisiert auf andere Verbindungen umgebucht werden. Eurowings streicht 20 Prozent des Angebots Bei der Tochtergesellschaft Eurowings stehen ebenfalls größere Kürzungen an. Die FVW berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass von der bevorstehenden Ausdünnung des Flugplans rund 300.000 Buchungen betroffen sein sollen. Ein Sprecher des Unternehmens bezifferte die Reduktion mit etwa 20 Prozent. Problematisch erweist sich offenbar, dass es für etwa ein Drittel der Bestandsbuchungen keine alternativen Flugverbindungen geben soll. Die Reduktionen, die bei der Lufthansa Gruppe bevorstehen, kommen keinesfalls überraschend. Auch die Mitbewerber Wizzair und Ryanair gehen ihre Planungen deutlich konservativer an und haben die Wiederaufnahme vieler Strecken deutlich nach hinten verschoben. Auch werden nur wenige Frequenzen pro Woche angeboten. Aus der Gesamtheit der Maßnahmen diverser Fluggesellschaften lässt sich ableiten, dass die Branche nach

weiterlesen »

Azoren: SATA droht Lissabon-Flüge zu kappen

Die Unstimmigkeiten zwischen der portugiesischen Regierung und SATA spitzen sich weiter zu. Das Unternehmen fordert die Vergabe von PSO-Subventionen für den Betrieb der Routen zwischen Lissabon und den Azoren-Inseln. Andernfalls werde man die Routen einstellen. Betroffen sind die Verbindungen von der Hauptstadt nach Pico, Faial und Santa Maria. Aufgrund der Corona-Pandemie sind diese defizitär, doch SATA und die Tochtergesellschaft Azores Airlines haben noch ein anderes Problem am Hals: Die EU-Kommission stufte eine vor einiger Zeit gewährte Beihilfe als rechtswidrig ein und verlangt die Rückführung. Dementsprechend ist die Gewährung von Corona-Hilfen für die beiden Azoren-Carrier äußerst kompliziert. SATA ist der Ansicht, dass ohne PSO-Subventionen die Insel-Festland-Anbindung nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Die Auslastung ist aufgrund der Corona-Pandemie, von der besonders die Region Lissabon stark betroffen ist, sehr gering. Die Azoren-Inseln sind bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Um den Tourismus ankurbeln zu können, gestatten die Inseln Santa Maria, Terceira, Pico, Faial, São Jorge, Graciosa, Corvo und Flores Personen, die einen Nachweis über eine erfolgte Impfung gegen Covid-19 erbringen können, die Einreise ohne Quarantäne. Auch ist man hinsichtlich der Testbefunde vergleichsweise lax.

weiterlesen »

CSA meldet alle Mitarbeiter zur Kündigung an

Die Smartwings-Tochter CSA meldete sämtliche 430 Mitarbeiter beim Arbeitsamt zur Kündigung an. Die Behörde bestätigte auf Anfrage, dass man eine Entsprechende Meldung der Fluggesellschaft erhalten habe. Der Carrier wollte sich dazu nicht äußern. CSA Czech Airlines ist keine staatliche Fluggesellschaft, sondern eine Tochter der privaten Smartwings Group. Der Carrier hat aber eine äußerst lange Tradition und ist – mit kriegsbedingten Unterbrechungen – schon seit 98 Jahren tätig. Die Corona-Pandemie setzte CSA stark zu und die Smartwings Group kritisierte immer wieder die vergleichsweise niedrigen Hilfen der Regierung. Die Anmeldung der 430 Mitarbeiter zum Frühwarnsystem des Arbeitsamtes der Tschechischen Republik kommt aber nicht ganz zufällig. In wenigen Tagen läuft das Moratorium, das die Regierung für Luftfahrtunternehmen erlassen hat, aus. Sollte es zu keiner Verlängerung kommen, können Gläubiger sofort Vollstreckungsmaßnahmen einleiten oder simpel ihre Dienstleistungen einstellen. Vor wenigen Tagen sorgte die Beschlagnahme zweier ATR72 durch einen staatlichen Wartungsbetrieb auf dem Flughafen Prag für Aufsehen. Ein Gericht ordnete die Herausgabe an und verwies auch darauf, dass die Maßnahme eben aufgrund des Moratoriums unzulässig ist. Der Carrier soll unbezahlte MRO-Rechnungen haben. Smartwings verweigerte Staatsbeteiligung an CSA Wie es mit dem Skyteam-Mitglied CSA weitergehen wird, ist vollkommen offen. Smartwings macht in lokalen Medien keinen Hehl daraus, dass die Finanzlage der Tochtergesellschaft so stark angespannt ist, dass ohne frische Finanzmittel, beispielsweise vom Staat, das Überleben akut auf der Kippe steht. Smartwings als Eigentümer kämpft aufgrund der Pandemie selbst, denn auch das Charter- und Ferienfluggeschäft, auf das man spezialisiert ist, brach ein. Doch ganz unschuldig scheint Smartwings an

weiterlesen »

Flughafen Mönchengladbach sucht Gastwirt

Zwar ist die Gastronomie in Deutschland weitgehend geschlossen, doch der Flughafen Mönchengladbach blickt nach vorne und ist auf der Suche nach einem neuen Gastwirt, der ein 745 Quadratmeter großes Lokal betreiben soll. Die Tochter des Düsseldorfer Flughafens sieht das neue Restaurant als Publikumsmagneten und hebt in einer Aussendung auch eine 280 Quadratmeter große Außenterrasse hervor. Diese soll einen Blick auf das Vorfeld bieten. „Dieses besondere Ambiente ist prädestiniert für ein qualitatives gastronomisches Angebot“, so Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. „Wir erhöhen damit die Attraktivität des Flugplatzes für Besucher ebenso wie für Unternehmen“. Ein weiteres Argument, das der Mönchengladbach Airport in einer Aussendung darstellt: Der Flughafen soll sich entlang einer „beliebten Fahrradroute, die für ausreichend Publikumsverkehr und damit für Gäste in der neuen Gastronomie sorgt“ befinden. Gastwirte, die an diesem Airport, der keinen Linienverkehr hat, sondern auf General Aviation und Flugschüler spezialisiert ist, kochen wollen, müssen aber schnell sein. Bewerbungen werden nur bis zum 24. März 2021 angenommen. Schon heute ist der Flugplatz Mönchengladbach mit ca. 650 Arbeitsplätzen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region – Tendenz steigend. Wartungsschwer-gewichte wie RAS und elite Jet expandieren, eine starker Flugschulbetrieb und einzigartige Eventlocations wie der Hugo-Junkers-Hangar beleben den MGL nachhaltig. Die Flugbewegungen lagen 2020 bei 48.856 und damit knapp 15 Prozent über denen des Vorjahres. „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist dies ein besonders positives Signal, das dem negativen Branchentrend entgegensteht“, sagt Franz-Josef Kames, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. Unter dem Label „Innovationsflughafen MGL“ wird in den kommenden Jahren weiter investiert. So sind zusätzliche Flugzeug- und

weiterlesen »

Kurz will europaweiten „Privilegienpass“ für Geimpfte

Ungeachtet des Umstands, dass in der Europäischen Union die Impfungen gegen Covid-19 nur im Schneckentempo vorankommen, drängt nun der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf einen „Privilegienpass für Geimpfte“. Diesen will er auf EU-Ebene durchsetzen und falls das nicht gelingt eben nur in Österreich einführen. Kurz macht keinen Hehl daraus, dass Israel das Vorbild ist. Der „Impfweltmeister“ gewährt Genesenen und Geimpften einen so genannten „Green Pass“, der als Türöffner für so ziemlich alles dient. Noch vor wenigen Wochen hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kategorisch ausgeschlossen, dass Personen, die gegen Covid-19 immunisiert wurden, irgendwelche Erleichterungen erhalten sollen. Pensionisten und Touristik machen Druck Doch die Regierung ist von verschiedenen Seiten her massivem Druck ausgesetzt. Das ist beispielsweise die heimische Tourismusbranche, die darauf drängt, dass Gäste möglichst unkompliziert empfangen werden können. Aufgrund der verkorksten Corona-Politik geht es bei vielen Betrieben nur noch ums nackte Überleben. Eine weitere Gruppe, die darauf drängt, sind jene Personen, denen besondere Privilegien von Form von Impfungen zugekommen sind. In erster Linie sind das Pensionisten, die auch schon an den nächsten Urlaub am Stand denken, denn mit der Impfung ist das Thema Corona ja erledigt. In dieser Altersgruppe befindet sich auch eine wichtige Kernwählergruppe der ÖVP, die Sebastian Kurz durchaus im Auge hat, denn die Wahlbeteiligung ist bei älteren Menschen traditionell sehr hoch und mit dieser will man er es sich nicht verscherzen. Druck kommt aber auch von Fluggesellschaften und anderen Verkehrsfirmen, denn diese wollen möglichst rasch wieder viele Passagiere befördern. In diesem Zusammenhang gilt es auch darauf zu

weiterlesen »

Österreich: Kurzarbeit soll nach 1. Juli 2021 reduziert werden

Der österreichische Nationalrat hat am Mittwochabend beschlossen, dass die Corona-Kurzarbeit bis Ende Juni 2021 verlängert werden soll. Auch soll die Aufstockung der Notstandshilfe auf das Niveau des Arbeitslosengeldes bis Ende März 2021 fortgeführt werden. Kritik ist durchaus angebracht, denn die österreichische Bundesregierung hat es gegen Jahresende 2020 verabsäumt die ausgelaufene Aufstockung der Notstandshilfe zu verlängern. Die Folge daraus ist, dass die Empfänger mit ihren Leistungsauszahlungen im Feber 2021 keine Aufstockung mehr ausbezahlt bekommen haben. Ob das Arbeitsmarktservice für den kürzesten Kalendermonat des Jahres noch die nun beschlossene Erhöhung pünktlich ausbezahlen kann, ist fraglich. Zwar sollen die arbeitslosen Personen „rückwirkend zum 1. Jänner 2021“ die Aufstockung erhalten, doch bedeutet das wochenlanges Warten auf Nachzahlungen, denn das Arbeitsmarktservice muss wieder alles neu berechnen. Dies wäre absolut vermeidbar gewesen, wenn die Bundesregierung die entsprechenden Beschlüsse zügiger gefasst und durch den Nationalrat gebracht hätte. Lieber eierte man fast ein ganzes Monat mit „Freitesten“ herum. Insofern ist Kritik absolut abgebracht, denn der Umstand, dass viele Menschen, die absolut unverschuldet den Job verloren haben oder aber als Saisonarbeiter gar nicht mehr eingestellt wurden, weniger Geld ausbezahlt bekommen haben als von der Regierung beschlossen, war absolut vermeidbar. Nachzahlungen hin oder her, eine nahtlose Lösung war möglich, jedoch von der Kurz-Regierung nicht gewünscht. Überdies wurden per Abänderungsantrag zwei Corona-Sonderregelungen bis Ende Juni verlängert. Das betrifft zum einen den Bezug von Arbeitslosengeld durch selbständig Erwerbstätige, die ihre Erwerbstätigkeit vorübergehend eingestellt haben, aber nach wie vor als Selbständige pensionsversichert sind. Zum anderen soll auch eine Unterbrechung der Altersteilzeit weiterhin keine

weiterlesen »

Gratis-Selbsttests „flächendeckend“ erst ab 15. März 2021

Der Nationalrat gab am Mittwochabend grünes Licht für die seitens der Opposition schon länger geforderten „Wohnzimmer-Coronatests“. Diese sollen ab 1. März 2021 in Apotheken zur Abholung bereitliegen. Grundvoraussetzungen: Gültige Krankenversicherung und Geburt vor dem 1. Jänner 2006. Ähnlich wie bei den Impfungen wird zu Beginn akute Mangelwirtschaft herrschen. Auch wenn die Politik und die Chefin der Apothekerkammer sich dafür loben, dass drei Millionen Kits ab kommender Woche zur Abholung bereitstehen, täuscht dies nicht darüber hinweg, dass es diese in vielen Apotheken frühestens ab 15. März 2021, also zwei Wochen später geben wird. Das Nachbarland Deutschland schafft übrigens die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigten kostenlosen Testungen durch Apothekenpersonal nicht zum 1. März 2021. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) intervenierte persönlich. Die Erklärung warum jüngere Menschen von den kostenlosen Selbsttests ausgenommen sind, ist ein wenig zynisch. Diese Gruppe würde ohnehin zweimal pro Woche in den Schulen getestet werden. Allerdings können auch Personen, die sich von ELGA und/oder der eMedikation abgemeldet haben, massive Probleme bekommen und gar von der Abholung der kostenfreien Selbsttests ausgeschlossen sein. Der beschlossene Entwurf sieht nämlich vor, dass die Abgabe über das ELGA-System abgewickelt werden soll. So war auch in der Mitteilung des Gesundheitsausschusses zu lesen, dass nur Personen, die an ELGA teilnehmen zur Inanspruchnahme der kostenlosen Selbsttests berechtigt sind. Interessanterweise ist in der Medienmitteilung vom Mittwoch, in der sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mit gegenseitigem Eigenlob bezüglich der Gratis-Testungen durch Apothekenpersonal sowie der bevorstehenden kostenlosen „Wohnzimmertests“ überschütten, nichts mehr zu lesen. Dazu der österreichische

weiterlesen »