Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Emirates steckt tief in den roten Zahlen

Die Emirates Group verzeichnete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 einen Umsatzrückgang auf 3,7 Milliarden U.S.-Dollar. Damit lagen die Einnahmen um 74 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unterm Strich steht ein Verlust in der Höhe von 3,8 Milliarden U.S.-Dollar. Die Fluggesellschaft hatte einem um 75 Prozent reduzierten Umsatz, der mit 3,2 Milliarden U.S.-Dollar ausgewiesen wird. Die Service-Tochter Dnata verzeichnete einen Rückgang um 67 Prozent auf 644 Millionen U.S.-Dollar. Der Verlust beträgt 396 Millionen U.S.-Dollar.  „Wir begannen das laufende Geschäftsjahr inmitten eines weltweiten Lockdowns, als der Fluggastverkehr buchstäblich zum Erliegen kam. In dieser für die Luftfahrt und Reisebranche beispiellosen Situation verzeichnete die Emirates Group zum ersten Mal seit über 30 Jahren einen Halbjahresverlust”, so Chairman Ahmed bin Saeed Al Maktoum. „Mit dem Stillstand des Passagierverkehrs haben Emirates und dnata sich schnell angepasst, um die Fracht-Nachfrage und andere Renditepotenziale zu bedienen. Dies hat uns dabei geholfen, Einnahmen von null auf 26 Prozent des Vorjahres zurückzugewinnen. Wir konnten auf unsere eigenen starken Liquiditätsreserven zurückgreifen. Durch unseren Anteilseigner und den erweiterten Finanzsektor stellen wir weiterhin sicher, dass wir Zugang zu ausreichenden Finanzmitteln haben, um das Geschäft aufrechtzuerhalten und uns durch diese herausfordernde Zeit zu führen. In der ersten Hälfte des Finanzjahres 2020-21 hat unser Anteilseigner zwei Milliarden US-Dollar in Form einer Kapitalinvestition Emirates zugeführt und wird uns auf unserem Erholungskurs unterstützen“.  Die Mitarbeiteranzahl der Emirates Group lag mit Stand 30. September 2020 bei 81.334 Mitarbeitern und hat sich damit im Vergleich zum 31. März 2020 erheblich um 24 Prozent reduziert. Dies steht im Einklang mit

weiterlesen »

Klagenfurt übernimmt AUA-Bodenpersonal per Betriebsübergang

Nachdem sich Austrian Airlines in Klagenfurt und Salzburg aus dem Ground Handling zurückziehen wird, werden in Kärnten die bislang von der AUA erbrachten Leistungen von der Avisafe, einer 100-prozentigen Tochter des Airports, übernommen. Für die Mitarbeiter der Airline an diesem Standort gibt es gute Nachrichten: Per Betriebsübergang werden sie übernommen. In Salzburg sind entsprechende Verhandlungen laut Austrian Airlines allerdings gescheitert. Der Carrier bietet an, dass diese nach Wien versetzt werden können. Wesentlich besser sieht es in Klagenfurt aus, denn die dortigen AUA-Bodenmitarbeiter des Ground Handlings erhalten ein Angebot, dass sie per Betriebsübergang zur Avisafe wechseln können und somit zu gleichen Konditionen ihren Job am selben Ort weitermachen können. Betroffen sind 18 Austrian-Airlines-Mitarbeiter. „Mir ist es als Geschäftsführer ein wichtiges Anliegen, die Jobs am Airport auch in diesen schwierigen Zeiten zu sichern. Das Team der AUA am Standort Klagenfurt gehört zur Flughafen-Familie und umso mehr freut es mich, dass wir gemeinsam mit Austrian Airlines eine Möglichkeit des Verbleibs der AUA-Bodencrew am Standort ausverhandeln konnten”, so der Klagenfurter Flughafendirektor Nils Witt. Das Bestreben des Airport Klagenfurt ist es, eine weitere Verbesserung des Dienstleistungsangebotes für die Passagiere in allen Bereichen zu schaffen. Dabei werden die AUA-Mitarbeiter zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Nach Abschluss der derzeit laufenden Gesprächen, wird bis Mitte Dezember feststehen, wie viele der AUA-Mitarbeiter in die Avisafe übergehen und somit das Airport Klagenfurt Team zukünftig verstärken werden.

weiterlesen »

Wien: Nur noch zwei Wizzair-Rotationen pro Woche

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizzair reduziert das Flugangebot ab Wien-Schwechat nochmals: Mit Ausnahme der Ziele Pristina und Teneriffa Süd werden im November 2020 alle anderen Destinationen pausiert. Dies geht aus dem Reservierungssystem der Indigo-Partners-Beteiligung hervor. Aufgrund der geringen Nachfrage, die der Corona-Pandemie geschuldet ist, fuhr Wizzair in den letzten Wochen die Präsenz in Wien schrittweise zurück. Zuletzt sollten auch die Ziele Dortmund und Athen im November 2020 bedient werden. Die Einreisebestimmungen haben sich jedoch sowohl in Deutschland als auch in Griechenland geändert, was sich – wie vergleichbare Fälle in der Vergangenheit gezeigt haben – nachteilig auf die Nachfrage auswirken dürfte. Die Folge daraus ist, dass Wizzair temporär nur zwei Umläufe pro Woche durchführen wird. Am Verkehrstag Freitag wird die Pristina-Strecke bedient und an Samstagen geht es auf die kanarische Insel Teneriffa. Wizzair betonte zuletzt gegenüber Aviation Direct, dass man langfristig auf dem österreichischen Markt präsent sein will und den Flugplan in Österreich vollumfänglich durchgeführt, soweit es die Reisebeschränkungen, die nicht im Zuständigkeitsbereich von Wizzair liegen, zulassen. Die Airline hofft auch darauf, dass diese möglichst bald aufgehoben werden, so dass der volle Flugplan ab Österreich durchgeführt werden kann. Ab Anfang Dezember 2020 sind einige Destinationen wieder buchbar, wobei die Wiederaufnahmen gestaffelt erfolgen. Einige Ziele sollen den aktuellen Planungen nach kurz vor Weihnachten reaktiviert werden, andere im Jänner 2021 und weitere mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2021. In Salzburg pausiert das gesamte Wizzair-Angebot seit einigen Wochen. Mit Ausnahme der Ziele St. Petersburg und Kiew-Schuljany wurde die Wiederaufnahme der Routen in den Sommer 2021 verschoben.

weiterlesen »

Corona: Fraport bringt Nanobeschichtungen in Varna und Burgas an

An den von Fraport betriebenen Flughäfen Varna und Burgas werden derzeit auf Flächen, mit denen Passagiere und Personal häufig Kontakt haben, Nanobeschichtungen aufgetragen. Diese sollen nach Angaben des Betreibers einen antimikrobiellen Schutz bieten. Es handelt sich um das in Deutschland entwickelte Produkt “Liquid Guard”. Die Schutzschicht soll langfristig vor Viren, Mikroben und Bakterien schützen. Der Hersteller beruft sich auf Studien, die eine Wirksamkeit von rund einem Jahr bescheinigen sollen. Die antimikrobielle Beschichtung soll alle Gegenstände steril halten und kann nur abrasiv entfernt werden. Häufig berührte Oberflächen in Flughafenterminals werden diese Woche mit flüssigem Desinfektionsmittel gereinigt. Das ultradünne, atmungsaktive 3D-Netz hilft bei der langfristigen Desinfektion und beim Schutz vor allen Arten von Bakterien und Mikroben auf einer Reihe von Oberflächen wie Türen, Arbeitsplatten, Computern, Theken, Tischen, Sitzen, Gepäckwagen und Tabletts zum Platzieren von Gegenständen, wenn eine Sicherheitskontrolle bestanden wird. Rollstühle, Fahrzeuge, Beifahrertreppen, Badezimmer usw. „Das Wichtigste für uns ist unseren Passagieren eine sichere Umgebung sowie ein Gefühl der Sicherheit und Sorge um ihre Gesundheit zu bieten. Wir implementieren die innovativsten technologischen Lösungen, um den Passagieren zu zeigen, dass das Überqueren von Flughäfen und das Reisen mit dem Flugzeug kein Gesundheitsrisiko darstellt.Wir arbeiten ständig daran, die Situation auf Flughäfen zu verbessern, indem wir höhere Sauberkeitsanforderungen festlegen, neue Technologien einsetzen und alle Prozesse bewerten, in die wir eingreifen und unseren Passagierservice und den Arbeitsplatz unserer Mitarbeiter verbessern können“, so Frank Quante, Direktor von Fraport Twin Star Airport Management AD. Der Flughafen Varna wird am 12. November mit der Nanopräparation und der Burgas Airport

weiterlesen »

FAA könnte weitere Geldstrafen gegen Boeing verhängen

Aufgrund der Misere um die B737-Max könnte die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde weitere Strafen gegen Hersteller Boeing verhängen. Dennoch vermehren sich Berichte, dass die FAA das Flugverbot bereits am 18. November 2020 aufheben könnte. Der tatsächliche kommerzielle Wiedereinsatz dürfte sich aber noch einige Wochen oder Monate hinziehen. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte Insider, dass Boeing nun auch Produktionsmängel beim Dreamliner untersucht. Weiters wird behauptet, dass der Hersteller in Sachen Boeing 737-Max relevante interne Unterlagen der Behörde zunächst nicht übermittelt haben soll. Die weitere Entwicklung bleibt daher abzuwarten. Der Flugzeugbauer kassierte bereits einige Geldstrafen.

weiterlesen »

Supreme Court unterbricht Streit um Spicejet vorläufig

In Indien läuft seit längerer Zeit ein Streit darüber wer bei der Billigfluggesellschaft Spicejet das Sagen hat. Im Oktober ordnete der High Court an, dass die Airline rund 33 Millionen U.S.-Dollar an den ehemaligen Mehrheitseigentümer, Kalanithi Maran bzw. eine ihm zugeordnete Firma bezahlen muss. Der Supreme Court kippte dies nun. Die Verhandlung wurde vergangene Woche als Videokonferenz durchgeführt. CH-Aviation.com berichtet, dass die Richter entschieden haben das Verfahren vorläufig auszusetzen, um dem angeschlagenen Unternehmen übergangsweise Erleichterung verschaffen zu können. Das Gericht stellte aber auch klar, dass dies nur “bis auf weitere gerichtliche Anordnungen” gilt. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte das Verfahren wieder aufgenommen werden. Zwischen dem ehemaligen Mehrheitseigentümer Maran, der das Unternehmen zwischen Juni 2010 und Jänner 2015 kontrollierte, und Ajay Singh, der momentan die Mehrheit besitzt, schwelt seit langer Zeit ein Streit. Im September ordnete der High Court an, dass Spicejet binnen sechs Wochen die eingangs genannte Summe für Optionsscheine, Vorzugsaktien und Zinsen bezahlen muss. Dabei wurde festgestellt, dass dies im Jahr 2015 so vereinbart wurde, jedoch nicht ausbezahlt wurde. Das Urteil wurde von Spicejet missachtet, weshalb die Rechtsanwälte von Maran beantragten, dass der Anteil von Singh eingezogen wird und somit er wieder die Kontrolle über das aufgrund der Corona-Pandemie angeschlagene Luftfahrtunternehmen erlangt. Der Kontrahent hält an der Billigfluggesellschaft derzeit 59,13 Prozent. Spicejet legte gegen diesen Antrag ein Rechtsmittel vor dem Supreme Court ein. Dieser gab diesem teilweise statt, denn die Argumentation, dass Spicejet aufgrund der Corona-Pandemie stark angeschlagen ist und die Bezahlung der Summe möglicherweise das Aus bedeuten könnte,

weiterlesen »

Schweiz: Führungsteam der Luftfahrtstiftung steht

Lufthansa nominierte für die Schweizer Luftfahrtstiftung, die im Zuge der Staatshilfen für Swiss und Edelweiss ins Leben gerufen wurde, einen Vertreter. Antonio Schuthess, der zuletzt bei Lufthansa Technik im Vorstand tätig war, wird ein Mandat bei der Stiftung übernehmen. Das Gremium soll in den nächsten Wochen die Arbeit aufnehmen. Die Regierung der Eidgenossenschaft ernannte die ehemalige Nationalrätin Brigitta M. Gadient zur Präsidentin der Stiftung. Weitere Vertreter des Bundes sind Peter Müller, vormals Leiter der Zivilluftfahrtbehörde Bazl sowie Lino Guzello, ehemals Rektor der Zürcher ETH. Für Swiss wird der scheidende CEO Thomas Klühr in das Gremium einziehen.  Eine der Auflagen für die Vergabe der Kreditgarantie des Bundes in der Schweiz an Swiss und Edelweiss war die Gründung einer Luftfahrtstiftung. Ihre Aufgabe wird es unter anderem sein, die Einhaltung der Standortvereinbarung am Swiss-Drehkreuz in Zürich sicher zu stellen. Antonio Schulthess ist Schweizer. Er war in den vergangenen 17 Jahren in verschiedenen Managementfunktionen innerhalb der Lufthansa Group tätig, unter anderem als Personalchef von Swiss und der Lufthansa Airlines. Er ist noch bis Ende des Jahres Mitglied des Vorstandes der Lufthansa Technik AG.

weiterlesen »

Oktober: 95 Prozent weniger Passagiere in Heathrow

Der größte Flughafen des Vereinigten Königreichs, London-Heathrow, verzeichnete im Oktober 2020 einen 95-prozentigen Rückgang. Gezählt wurden 1,25 Millionen Passagiere. Im Vorjahresmonat waren es 7,06 Millionen Fluggäste. Ähnlich wie die Konkurrenz in Luton geht auch das Management in Heathrow davon aus, dass der Rückgang im November 2020 noch drastischer Ausfallen wird. Hintergrund ist, dass der britische Lockdown einige Reiserestriktionen, die sich sehr nachteilig auf die Nachfrage auswirken, vorsieht. Flughafenchef John Hollande-Kaye kritisiert, dass die Regierung auf starrer Quarantäne beharre und kaum Testmöglichkeiten für Reisende ermöglicht. Das “Freitesten” ist in UK derzeit nicht möglich. Die Nachfrage bricht daher immer weiter ein. Auch soll es aus der Sicht des Heathrow-Vorstands kaum Unterstützung für die Airports, Airlines und Tour Operator geben.

weiterlesen »

SkyWork-Konkurs beförderte Kreditgeber in die Privatinsolvenz

Der Konkurs der schweizerischen Regionalfluggesellschaft SkyWork Airlines führt auch dazu, dass der österreichische Reiseveranstalter Rhomberg Reisen um etwa 100.000 Schweizer Franken bangt. Die Aussichten das Geld zurückzubekommen sind gering, allenfalls eine siebenprozentige Quote könnte der Tour Operator aus der Konkursmasse bekommen. Einen privaten Kreditgeber traf es noch härter: Er borgte dem Carrier zehn Millionen Franken und schlitterte selbst in die Privatinsolvenz Rhomberg Reisen steht aber nicht alleine da, denn mit 280.000 Schweizer Franken ist Hotelplan einer der größten Gläubiger in diesem Segment. SkyWork hat bei Aaretal Reisen Schulden in der Höhe von 230.000 Franken und bei Tui Suisse und Belpmoos Reisen steht man mit jeweils 100.000 Franken in der Kreide. Laut “Der Bund” (Printausgabe) betragen die Verbindlichkeiten bei Saab, Rolls-Royce und Eurocontrol rund 460.000 Schweizer Franken. Der Flughafen Bern-Belp schrieb die rund 1,5 Millionen Schweizer Franken, die SkyWork aufgrund des Konkurses nicht mehr bezahlen konnte, bereits ab. Einen wesentlich größeren Schaden erlitt jedoch ein privater Kreditgeber. Der lokale Immobilienentwickler Matthias Nietzke gewährte SkyWork Airlines im Jahr 2017 ein Darlehen in der Höhe von zehn MIllionen Schweizer Franken. Dabei handelt es sich um eine nachrangige Forderung, denn dies wurde im Vertrag so vereinbart. Das bedeutet, dass zunächst alle anderen angemeldeten Forderungen bedient werden und wenn noch etwas übrig bleiben sollte, wird dieser Kredit bedient. Dem aktuellen Informationsstand nach könnte Nietzke komplett leer ausgehen, da nur die Gläubiger der Klassen eins und zwei vollständig ausbezahlt werden. Jene der sogenannten dritten Klasse, also beispielsweise Ticketkunden, Reiseveranstalter und Darlehensgeber, werden laut Mitteilung des Konkursamts

weiterlesen »

Qatar Airways schafft die First Class ab

Das waren noch Zeiten: Qatar Airways, Emirates Airline und Etihad Airways übertrumpften sich regelmäßig gegenseitig mit immer luxuriösen First-Class-Kabinen. Der Golfcarrier aus Doha zog sich früh aus diesem Rennen zurück, behielt aber in der A380 einen “Fuß in der Tür”. Damit ist jetzt Schluss. Qatar Airways bietet künftig keine First Class mehr an. Das Tarifsystem wurde grundlegend umgestellt. Künftig gibt es je drei Tarife in der Business- und Economy-Class. Zuletzt hatte man die Erste Klasse nur noch im Maschinentyp Airbus A380 eingebaut. Diese sind aber aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit abgestellt. Ob sie jemals wieder abheben werden, ist ungewiss. Qatar Airways äußerte sich in der Vergangenheit wiederholt, dass der Absatz in der First Class nicht zufriedenstellend ist. Daher baute man diese aus bzw. Neuauslieferungen hatten keine Erste Klasse mehr. Wie erwähnt: Im A380 verlieb diese noch.

weiterlesen »