Jan Gruber

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Jan Gruber

Tunesien, Barbados und Seychellen stecken Urlauber in Quarantäne

Der weltweite Flickenteppich der Einreisebestimmungen, die aufgrund der Corona-Pandemie erlassen wurden, ist seit Anfang der Woche um eine Maßnahme Tunesiens reicher. Einwöchige Pauschalurlaube sind mit den neuen Vorschriften nicht mehr möglich, denn zunächst muss einen siebentägige Quarantäne angetreten werden. Das afrikanische Land ist insbesondere in der kalten Jahreszeit ein beliebtes Urlaubsziel von Deutschen, Österreichern und Schweizern. Die jüngste Einreisevorschrift dürfte sich allerdings erheblich negativ auf die Nachfrage auswirken, denn bei der Grenzkontrolle muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Laut deutschem Außenministerium darf dieser bei der Abreise nicht älter als 72 Stunden sein und bei der Ankunft in Tunesien dürfen 120 Stunden nicht überschritten werden. Der Befund befreit allerdings nicht von der Quarantäne. Nach der Einreise muss unverzüglich eine Absonderung in einem Hotel oder in einer Wohnung angetreten werden. Von dieser kann man sich nach sieben Tagen durch die Vorlage eines weiteren negativen PCR-Tests befreien. Andernfalls dauert die Absonderung 14 Tage an. Das gilt ausdrücklich auch für Pauschaltouristen.  Eurowings setzt Flüge nach Barbados wieder aus Die Seychellen und Barbados haben Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Das hat zur Folge, dass Urlauber eine Quarantäne antreten müssen. In Barbados muss ein negativer PCR-Befund in englischer Sprache vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Anschließend muss ein weiterer PCR-Test absolviert werden, fällt dieser negativ aus, ist die Quarantäne beendet. Die Absonderung findet im Hotel statt. Barbados Tourism Marketing teilte mit, dass die Hälfte der Kosten für die zweite Testung übernommen wird. Diese Maßnahme hat bereits Konsequenzen im Flugverkehr, denn Eurowings setzt die

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Gespräche: Tui braucht womöglich noch mehr Staatshilfe

Der Reisekonzern Tui hat bereits rund drei Milliarden Euro an Staatshilfen erhalten und soll sich nun in Verhandlungen über weitere zwei Milliarden Euro befinden. Die Gespräche stehen laut Reuters noch am Anfang. Weder Tui noch das deutsche Bundeswirtschaftsministerium wollten sich zu dem Bericht äußern. Ein formaler Antrag wurde bislang nicht eingereicht, jedoch soll die Tui Group ein Finanzloch zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro haben. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf Insiderinformationen. Im Gespräch ist eine Option, dass der deutsche Staat mit Eigenkapital einsteigen könnte, denn bislang wurden staatlich besicherte Kredite gewährt, jedoch sind die jährlichen Zinsen auf lange Sicht regelrecht erdrückend für die Tui Group. Der Reisekonzern erhielt im Frühjahr ein Darlehen in der Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Erst vor wenigen Wochen wurde ein weiterer KfW-Kredit von 1,2 Milliarden Euro bewilligt. Weiters zeichnete die Bundesrepublik Deutschland über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds eine Wandelanleihe in der Höhe von 150 Millionen Euro.  Die zweite Corona-Welle und damit verbundene Reiseeinschränkungen dürften die Situation bei Tui nochmals verschärft haben. Konzernchef Fritz Joussen deutete Ende September 2020 an, dass kurz- oder mittelfristig eine Kapitalerhöhung notwendig werden könnten. Auch wurde die Veräußerung von Tochtergesellschaften oder aber konzerninterne Fusionen nicht ausgeschlossen. Konkreter wurde der Manager aber nicht. Der Reiseveranstalter hofft darauf, dass sich im kommenden Jahr – auch mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffs und dem Einsatz von Antigen-Schnelltests – die Nachfrage stabilisieren könnte. Derzeit ist ein Angebot geplant, das in etwa 80 Prozent des Niveaus des Jahres 2019 entspricht. Tui lässt allerdings eventuelle Nachjustierungen offen, denn das

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Remco Steenbergen wird Lufthansa-Finanzchef

Die Deutsche Lufthansa AG bestellt mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2021 mit Remco Steenbergen einen neuen Finanzchef. Nach dem Ausscheiden von Ulrik Svensson und Thorsten Dirks leitete zuletzt Konzernchef Carsten Spohr diesen Bereich interimistisch. Mit der Berufung von Remco Steenbergen wird nun wieder ein Finanzressort eingerichtet, in dem die Bereiche Controlling und Risikomanagement, Corporate Finance, Rechnungswesen und Bilanzen, Steuern, Einkauf sowie Mergers & Acquisitions gebündelt werden. Der Vertrag des Managers läuft vorerst bis zum 31. Dezember 2023. „Mit Remco Steenbergen gewinnen wir einen kapitalmarkterfahrenen Finanzfachmann als neuen CFO für die Lufthansa Group“, sagt Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Lufthansa AG. „Er bringt exzellente Finanzexpertise aus verschiedenen Unternehmen und Branchen mit und hat auch den Aufsichtsrat durch seine Persönlichkeit überzeugt. Gerade jetzt, in dieser schwierigen Pandemie mit ihren gravierenden Folgen für den Luftverkehr, ist ein international erfahrener und anerkannter CFO für die Lufthansa Group wichtiger denn je. Das gilt sowohl für die Bewältigung der aktuellen Krise als auch für die folgenden Jahre, in denen wir die staatlichen Stabilisierungsmittel zurückführen müssen und wollen.“ Remco Steenbergen war zuletzt Group Chief Financial Officer von Barry Callebaut Group mit Sitz in Zürich, Schweiz. Davor war der Niederländer für Philips und KPMG tätig. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er in einer Vielzahl von Unternehmen in verschiedenen globalen Führungs- und Finanzmanagementpositionen in den Niederlanden, Großbritannien, Taiwan, Belgien, Irland, den USA und der Schweiz. Remco Steenbergen hält einen MBA vom Institute for Management and Development (IMD) in Lausanne, Schweiz, und einen Abschluss in Rechnungswesen der Erasmus-Universität

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Österreich: Geschäfte an Airports dürfen weiterhin länger aufsperren

Ab Mittwoch, 11. November 2020, sind die Öffnungszeiten im Handel in Österreich beschränkt. Über eine Verordnung ist nun geregelt, dass um 19 Uhr 00 Sperrstunde ist. Für Reisende gibt es allerdings Ausnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen. An diesen Orten dürfen die Läden weiterhin länger geöffnet bleiben. Allerdings müssen sich Passagiere an Österreichs Flughäfen auch darauf einstellen, dass das eine oder andere Geschäft mangels Nachfrage freiwillig kürzere Öffnungszeiten praktiziert oder aber gänzlich geschlossen ist. An manchen Bundesländerflughäfen sind derzeit mangels Linienflüge alle Shops sowie die Gastronomie temporär geschlossen. Die neue Verordnung der Regierung betrifft lediglich den Handel. Die Gastronomie darf weiterhin nur die Mitnahme von Speisen und Getränken anbieten. Das gilt ausdrücklich auch für Flughafenlounges, so auch Austrian Airlines beim Verlassen des exklusiven Wartebereichs Snacks und Getränke einpackt. In den Lounges darf nichts konsumiert werden und es besteht Maskenpflicht – auch am Tisch.

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Korean Air: Quartalsgewinn dank starker Fracht-Nachfrage

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air konnte im dritten Quartal des Jahres 2020 einen Betriebsgewinn in der Höhe von 6,47 Millionen U.S.-Dollar einfliegen. Der Umsatz lag bei 1,32 Milliarden U.S.-Dollar. Das Geld verdiente man aber nicht im Passagierbereich, sondern mit Frachtflügen. Korean Air teilte mit, dass die Frachtbetriebsraten stark angestiegen sind. Aus diesem Grund habe man dieses Segment stark ausgebaut und setzt auch Passagierflugzeuge temporär als Cargo-Maschinen ein. Dennoch: Der Umsatz ging aufgrund der Corona-Pandemie um 53 Prozent zurück, denn viele ertragreiche Passagierstrecken sind aufgrund von Restriktionen oder aber mangels Nachfrage weggefallen. „Die Luftfahrtindustrie leidet weiterhin unter der Pandemie und die Aussichten sind immer noch schlecht. Aufgrund unseres starken Frachtgeschäfts und der Opfer, die unsere Mitarbeiter erbracht haben, konnten wir ein zweites profitables Quartal erzielen“, so Walter Cho, CEO von Korean Air. „Ich bin sehr dankbar und stolz auf unsere Mitarbeiter für ihre harte Arbeit und ihren Einsatz.“ Der Umsatz, der im Frachtgeschäft erzielt wurde, beträgt 988 Millionen U.S.-Dollar und liegt damit höher als im zweiten Quartal 2020 (852 Millionen U.S.-Dollar). Die Differenz zur eingangs genannten Zahl sind die Erlöse aus Passagierflügen und sonstigen Bereichen von Korean Air. Der Carrier erklärt in einer Aussendung, dass die Nachfrage im Passagierbereich aufgrund der Corona-Pandemie „schleppend“ ist. Der Betrieb von Mittel- und Langstrecken wie nach Amerika, Europa und Ostasien hat im Vergleich zum zweiten Quartal leicht zugenommen. Zurückzuführen ist dieses auf einen Anstieg der Charterflüge unter anderem für Geschäftsreisen, die Lockerung der internationalen Reisebeschränkungen in einigen Ländern wie Singapur und Malaysia sowie eine Erhöhung

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Austrian Airlines streicht das Streckennetz weiter zusammen

Nach Ryanair, Wizzair und weiteren Airlines muss auch Austrian Airlines das Angebot weiter reduzieren. Vergangene Woche bestätigte das Unternehmen, das bereits nach dem ersten Lockdown Staatshilfe in Anspruch nehmen musste, dass die Produktion auf etwa zehn Prozent des Vorjahresniveaus zurückgefahren wird. Das hat zur Folge, dass weitere Destinationen – zumindest temporär – eingestellt werden müssen. Mit Bangkok und Chicago befinden sich auch zwei Langstreckenziele auf der Streichliste. Auf der Kurz- und Mittelstrecke fallen Klagenfurt, Köln/Bonn, Kosice, Podgorica, Bologna, Eriwan und Nizza weg. Laut einem Sprecher soll die Maßnahme zumindest bis Mitte Dezember 2020 andauern. Das Streckennetz schrumpft daher auf etwa 40 Ziele zusammen. Dem Vernehmen nach stehen einige weitere Ziele auf der Kippe. Zur genauen Dauer der Reduktion kann aufgrund des Pandemieverlaufs keine Aussage gemacht werden. Allerdings ist anzunehmen, dass Austrian Airlines, Wizzair und Ryanair im Dezember 2020 ihre Produktionen nicht hochfahren können, da die Nachfrage auch dann gering sein wird. Derzeit ist auch nicht absehbar ob und wann Antigen-Tests für Einreiseerleichterungen sorgen können.

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Boeing 737-Max soll knapp vor der Wiederzulassung stehen

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde könnte das Flugverbot für die Boeing 737-Max am 18. November 2020 aufheben. Das berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf drei unterschiedliche Quellen. FAA-Chef Steve Dickson sagte, dass man sich in der finalen Phase befinde und diese in den nächsten Tagen abgeschlossen sein wird. Es wird auch damit gerechnet, dass andere Behörden, beispielsweise die EASA, die Wiederzulassung in den nächsten Wochen erteilen könnten. Diesbezüglich äußerte sich das Amt bereits vor einigen Tagen zuversichtlich. Laut FAA ist der Ablauf dann so: Nachdem grünes Licht erteilt wurde, müssen die Airlines die Software-Updates aufspielen und mit ihren Piloten Trainings durchführen. Dieser Prozess wird mindestens 30 Tage in Anspruch nehmen, so dass nicht damit zu rechnen ist, dass sofort nach der Wiederzulassung das Muster kommerziell eingesetzt werden kann. Southwest Airlines, derzeit größter Betreiber der Boeing 737-Max, erklärte gegenüber Reuters, dass die Vorgehensweise mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Daher plane man gar nicht vor dem zweiten Quartal 2021 mit diesem Muster. Auch andere Airlines gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauern könnte.

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Keine Staatshilfe: Norwegian feuert 1.600 Mitarbeiter

Sollte es Norwegian Air Shuttle nicht gelingen frisches Kapital in das Unternehmen zu bekommen, so droht dem Carrier das Aus. Dies könnte nach Angaben des Carriers bereits im ersten Quartal 2021 der Fall sein. Die Regierung Norwegens lehnt die Gewährung weiterer Staatshilfen ab und verweist darauf, dass die Billigfluggesellschaft bereits vor der Corona-Pandemie hochverschuldet war und tief in den roten Zahlen steckte. Norwegian muss sich also auf einem anderen Weg Geld beschaffen, was angesichts der Gesamtumstände kein leichtes Unterfangen ist. Im dritten Quartal des Jahres 2020 lag der Nettoverlust bei etwa 92 Millionen Euro. Die flüssigen Finanzmittel werden Tag für Tag weniger und halbierten sich seit etwa Juli 2020. Da es von der Regierung Norwegens auf den Staatshilfeantrag über fünf Milliarden Kronen einen Korb gab, handelt Firmenchef Jacob Schram sofort: Die aktive Flotte wird auf sechs Maschinen verkleinert und soll vorwiegend innerhalb Norwegens eingesetzt werden. Auch werden weitere 1.600 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Doch gerade im Inland drückt sich mit Wizzair ein durchaus finanzstarker Konkurrent breit. Dieser plant die angeschlagene Norwegian frontal anzugreifen. Derzeit hofft man darauf, dass der Carrier in stark verkleinerter Form erhalten bleiben kann. Michael O’Leary, CEO der Ryanair Group, blickte vergangene Woche in seine berühmte „Glaskugel“ und behauptet, dass Norwegian „wenn überhaupt“ nur als kleine Regionalfluggesellschaft überleben wird.

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Lufthansa beschafft sich 600 Millionen Euro

Die von der Coronakrise stark gebeutelte und mit neun Milliarden Euro gestützte Lufthansa Group beschafft sich auf dem Kapitalmarkt weitere 600 Millionen Euro in Form einer Wandelanleihe. Diese steht nur institutiellen Anlegern zur Zeichnung offen. Der Carrier will das Geld für „allgemeine Geschäftszwecke“ verwenden. Aus der adhoc-Mitteilung geht hervor, dass zwei bis 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr bezahlt werden sollen. Auf den Vorstand der Lufthansa Group wird zunehmend Druck ausgeübt, denn beispielsweise Großaktionär Heinz-Hermann Thiele forderte zuletzt einen radikalen Personalabbau. Gegenüber dem Spiegel äußerte sich ein Regierungsmitglied dahingehend, dass die Personalkosten den Konzern regelrecht auffressen würden. Der Aktionär fordert auch, dass Lufthansa Beteiligungen verkaufen solle. Im Spiegel-Bericht werden Air Plus und Austrian Airlines als Beispiele genannt. Wobei einen Satz zuvor die Rede von „Tafelsilber“ ist, was bei Swiss vor der Pandemie zutreffend war, bei der AUA jedoch nicht. Vieles deutet momentan darauf hin, dass die Staatshilfe, die Österreich, Deutschland, Belgien und die Schweiz gewährt haben, in absehbarer Zeit aufgebraucht sein könnte. Monatlich verliert der Konzern eigenen Angaben nach viel Geld und versucht den Abfluss auf 350 Millionen Euro pro Monat zu begrenzen. Trotz Kurzarbeit ortet die Regierung laut dem Spiegel-Bericht offenbar nur im Personalbereich Einsparungspotential. Mit erheblichem Widerstand seitens der Gewerkschaften ist daher zu rechnen.

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Mailand: Iberia wechselt von Malpensa nach Linate

Das IAG-Konzernmitglied Iberia wird künftig ab Madrid nicht mehr nach Mailand-Malpensa, sondern nach Mailand-Linate fliegen. Mit Wirksamkeit zum 1. Dezember 2020 verlagert der Carrier das Angebot auf den sich nahe der Innenstadt befindlichen Flughafen. Linate ist – wie erwähnt – sehr zentrumsnah, weshalb Slots an diesem Airport äußerst begehrt sind. Platzhirsch ist Alitalia. Der wesentlich größere Flughafen Malpensa befindet sich ebenso wie Bergamo rund eine Autostunde entfernt. Iberia beabsichtigt bis zu 12 wöchentliche Rotationen zwischen Madrid und Linate anzubieten. Weitere Informationen zu den Flughäfen Malpensa, Linate und Bergamo unter diesem Link.

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