Wochenlang betonten Mitglieder der österreichischen Bundesregierung, dass man die Lage im Griff habe, es ausreichend Spitalsbetten gäbe und es keinen zweiten Lockdown geben wird. Von diesen Worten wollen die betroffenen Politiker nun nichts mehr hören, denn erneut greift man zu Maßnahmen, die mit jenen vom Frühjahr vergleichbar sind und glaubt nun, dass sich das Problem löst, wenn das ganze Land unter „Isolationshaft“ gestellt wird. Im Frühjahr sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass jedem geholfen werde. Von Entschädigungen war schnell keine Rede mehr, denn sofern es nicht um Soforthilfen und Austrian Airlines handelte, gab es zumeist nur Kredite, die irgendwann zurückbezahlt werden müssen. Bei der AUA wurde ein Teil des Hilfspakets in Form Kreditgarantien und der andere in Form einer echten Beihilfe gewährt. Level Europe hingegen ging leer aus. Laudamotion forderte zunächst öffentlich rund zwei Drittel jener Summe, die Austrian Airlines bekommen sollte, schwenkte jedoch später um und kritisierte Staatshilfen generell. Einen Antrag hat die Ryanair-Tochter sowieso nie eingereicht und mittlerweile ist das Unternehmen mit Sitz in Schwechat nur noch eine Hülse, die unzählige arbeitsrechtliche Klagen am Hals hat. Der Flugbetrieb wurde an die maltesische Lauda Europe Ltd. übergeben. Während die Bundesregierung nun durchaus Entschädigungen, beispielsweise für Gastwirte oder Hotels zugesagt hat, wurde die Luftfahrt in den letzten Tagen nicht einmal erwähnt. Auf der Westbahn-Strecke wurde wieder einmal Geld in die Hand genommen, um im Rahmen einer Notvergabe an die ÖBB und die Westbahn-Gesellschaft die Salzburg-Strecke zu unterstützen. Der Umstand, dass es keine Aktionstickets mehr gibt, führt trotz staatlicher Subvention kurioserweise zu