Jan Gruber

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Jan Gruber

Palma baut Schnelltest-Stationen auf

Am Flughafen Palma de Mallorca werden derzeit Schnelltest-Stationen für Passagiere, die aus dem Ausland einreisen und keinen PCR-Test vorweisen können, aufgebaut. Allerdings: Wer ohne negativen PCR-Befund nach Spanien kommt, dem blühen saftige Geldstrafen, mindestens jedoch 3.000 Euro. Laut der Regionalregierung der Balearen müssen sich Personen, die meinen die Vorlagepflicht missachten zu müssen, einem Antigen-Schnelltest unterziehen. Die Teilnahme befreit jedoch nicht vom Bußgeld. Fällt das Antigen-Ergebnis positiv aus, so findet eine Absonderung statt. Anschließend wird ein PCR-Test zur Verifizierung durchgeführt. Die Kanaren haben ursprünglich auch Antigen-Tests anerkennt. Die Regionalregierung wurde nun aber von der Zentralregierung zurückgepfiffen. Madrid stellte klar, dass bei der Einreise in das gesamte Hoheitsgebiet, also auch auf den Kanaren, die Vorlage eines negativen PCR-Befunds verpflichtend ist. Andernfalls drohen horrende Strafen. Antigen-Ergebnisse werden nicht anerkannt. Dies führt die Test-Strategien, die unter anderem FTI und Tui für ihre Kunden entwickelt haben, nicht nur ad-absurdum, sondern macht sie in der Praxis völlig wertlos, da diese nicht als Ersatz für eine PCR-Testung anerkannt sind. Ursprünglich hätte das sehrwohl geklappt, jedoch kippte die Zentralregierung den Plan der Kanaren.

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Viele EU-Staaten wollen keine Schnelltests in der Luftfahrt

Eine regelrechte Abfuhr erleiden jene Airports und Fluggesellschaften, die Corona-Schnelltests in der Hoffnung auf Einreiseerleichterungen vorantreiben von den zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten. Diese sprechen sich klar dagegen aus und sind der Ansicht, dass gemeinsame Mindeststandards noch verfrüht wären. Am Donnerstag steht das Thema bei einer Videokonferenz der Regierungschefs der EU-Mitglieder auf der Agenda. Reuters zitiert aus einem internen EU-Dokument, über das morgen gesprochen wird. Demnach soll sich eine „große Anzahl von Mitgliedsstaaten“ deutlich gegen die Schnelltest-Lösung aussprechen. Besonders Deutschland kritisierte in den letzten Wochen wiederholt die Pläne und verwies darauf, dass man die Anitgen-Kapazitäten in Altenheimen besser eingesetzt sieht. Die Luftfahrtbranche ist bestrebt der Politik eine „schlüsselfertige Lösung“ zu liefern. Sämtliche Reisenden sollen vor dem Abflug einen Schnelltest absolvieren müssen und nur wer negativ ist darf an Bord. So hofft man auf Einreiseerleichterungen, die letztlich zu einem Anstieg der Nachfrage führen könnten. Auch setzt sich die IATA für eine internationale Lösung ein. Die Politik verhält sich – mit wenigen Ausnahmen – bislang ignorant bzw. sogar ablehnend. Somit ist nicht damit zu rechnen, dass am Donnerstag eine Einigung für ein einheitliches Schnelltest-Verfahren innerhalb der Europäischen Union vereinbart wird.

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Lauda: OGH kippt „Irland-Klausel“

Die sich im Schließungsprozess befindliche Ryanair-Tochter Laudamotion kassierte vor dem Obersten Gerichtshof eine weitere juristische Niederlage. Das österreichische Höchstgericht untersagt dem Unternehmen die so genannte „Irland-Klausel“ in den Allgemeinen Beförderungsbedingungen. Die Entscheidung deckt sich mit den Urteilen zweier deutscher Gerichte, die ebenfalls aufgrund der umstrittenen Klausel ergangen sind. In Österreich liegt nun eine höchstrichterliche Entscheidung vor. Geklagt hatte der Verein für Konsumenteninformation im Auftrag des Sozialministeriums. Mit juristischen Niederlagen dürfte man bei Laudamotion mittlerweile durchaus einiges an Erfahrung haben, denn Anfang des Jahres kippte der OGH sowohl die Check-In-Gebühr in der Höhe von 55 Euro als auch eine andere Klausel zugunsten irischen Rechts. In den letzten Wochen unterlag der Carrier gleich mehrfach vor dem Landesgericht Korneuburg: Der Betriebsrat wurde gerichtlich in seiner Funktion bestätigt, die Kündigungen schwangerer Mitarbeiterinnen wurden gerichtlich kassiert und das Bezirksgericht Schwechat brummte dem Unternehmen eine saftige Geldstrafe auf, weil eine Einstweilige Verfügung zu Gunsten der Vorsitzenden des Betriebsrats missachtet wurde. Im nunmehrigen Fall führte der VKI den Instanzenzug bis vor den Obersten Gerichtshof. Eine Klausel legte nämlich fest, dass sämtliche Streitigkeiten mit Laudamotion vor irischen Gerichten auszutragen sind. Zu dieser Gerichtsstandsklausel setzte der OGH das Verfahren aus und legte die Frage der Zulässigkeit dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor. Zu einer Entscheidung des EuGH kam es jedoch nicht, da Laudamotion im September 2020 die Unzulässigkeit dieser Klausel anerkannte. Daraufhin hat nun der OGH ausgesprochen, dass Laudamotion diese Klausel nicht mehr verwenden darf und sich gegenüber Verbrauchern auch nicht auf diese Klausel berufen darf. „Die Laudamotion

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Gategroup erzielt Einigung für Umschuldung

Die im Bereich Luftfahrt-Catering stark vertretene Gategroup einigte sich mit ihren Aktionären und Gläubigern auf eine Umschuldung. Der Konzern geriet aufgrund der wegen der Corona-Pandemie stark eingebrochenen Nachfrage unter Druck. Die Großaktionäre RRJ Capital und Temasek konnten mit den kreditgebenden Banken eine Grundsatzeinigung für eine Refinanzierung des Konzerns erzielen. Laut Mitteilung soll die Gategroup dadurch signifikant mit frischer Liquidität ausgestattet werden. Die Firmengruppe wird 500 Millionen Schweizer Franken bereitgestellt bekommen. Davon werden 25 Millionen Franken in Form von Eigenkapital eingebracht und die restlichen 475 Millionen Euro in Form eines nachrangigen, wandelbaren Darlehens. Weitere 200 Millionen Franken werden in Form einer vorrangig gesicherten Zwischenliquidität von den Teilhabern zur Verfügung gestellt sind. Im Gegenzug verlängern die Banken die Kreditlaufzeiten bis Oktober 2026. Allerdings hängt dies noch von der Verlängerung der Laufzeit einer Anleihe ab. Diese würde im Feber 2022 auslaufen. Hier ist noch die Zustimmung der zeichnenden Anleger erforderlich. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese erteilt wird, da die jährliche Verzinsung mit drei Prozent stabil bleiben wird.

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Boeing rechnet mit vielen Konvertierungen in Frachter

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing rechnet damit, dass in den nächsten 20 Jahren deutlich mehr Frachtflugzeuge benötigt werden. Der Hersteller würde aber nur in geringfügigem Umfang davon profitieren, da man prognostiziert, dass die überwiegende Mehrheit der Nachfrage mit der Konvertierung ausgemusterter Passagierflugzeuge erfüllt werden kann. Boeing vermutet, dass 2.430 zusätzliche Cargo-Maschinen benötigt werden. Die weltweite Flotte würde demnach um 60 Prozent anwachsen. Allerdings sollen der Prognose nach nur 930 Frachter neu gebaut werden. Der Rest soll – wie erwähnt – durch Umbauten ehemaliger Passagierflugzeuge entstehen.

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Etihad vor Abbau von 1.000 Flugbegleitern

Bei Golfcarrier Etihad Airways bangen rund 1.000 von 4.800 Flugbegleitern um ihre Jobs. Der Carrier plant diese in unbezahlten Urlaub zu schicken. Ein ähnliches Vorgehen wählt man auch bei Piloten, jedoch in weit geringerem Umfang. Auch soll es in beiden Berufsgruppen zu Kündigungen kommen. Die Betroffenen sollen zeitnah per E-Mail von ihrem Arbeitgeber informiert werden. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf interne Unterlagen. Die aus zehn Einheiten bestehende A380-Flotte soll auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Eine Reaktivierung soll nur dann erfolgen, wenn die Nachfrage deutlich steigt. Etihad Airways rechnet mit einer sehr langsamen Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie. Firmenchef Tony Douglas stellte Anfang des Monats eine neue Strategie vor. Der Golfcarrier wird deutlich verkleinert und soll eine Full-Service-Airline mittlerer Größe werden. Die Flotte wird sich primär auf zweistrahlige Großraumjets konzentrieren. Wie es mit den Großbestellungen für die A320neo-Reihe, die man bei Airbus getätigt hat, weitegehen wird, ist unklar. Die A380-Flotte wird jedenfalls auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Ob diese jemals reaktiviert wird, ist unklar. „Da sich Etihad weiterhin auf die Wiederherstellung und den Wiederaufbau unseres globalen Netzwerks konzentriert, werden wir uns weiterhin auf die Effizienz und die Vorteile unserer zweimotorigen Großraumflugzeuge verlassen. Während dieses Zeitraums bleiben die zehn A380 von Etihad auf dem Boden, es sei denn, die Nachfrage wächst und es besteht genügend Appetit, um ihre Lebensfähigkeit neu zu bewerten. Wie immer konzentrieren wir uns weiterhin auf das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Gäste und bieten gleichzeitig den erstklassigen Service, den sie verdienen und

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Blue Air krempelt das Streckennetz um

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air löst die auf dem Flughafen Iasi unterhaltene Basis auf und stellt sämtliche Flüge ab diesem Airport ein. Ab Bukarest wird man weiterhin mit einer Maschine präsent sein. Das internationale Angebot, das man bislang ab Iasa hatte, wird künftig ab Bacau abgewickelt. Der Carrier wechselt in London und Paris auch die Flughäfen. Anstatt Luton fliegt man künftig den wesentlich größeren Heathrow-Airport an. In der französischen Hauptstadt nutzt man nicht mehr den abgelegenen Flughafen Beauvais, sondern Charles de Gaulle. Die Änderungen werden in UK mit 1. Dezember 2020 und in Frankreich mit 18. Dezember 2020 vollzogen. Zunächst sind in Paris jedoch nur die Bukarest-Flüge betroffen, denn vorerst landet die Verbindung aus Bacau weiterhin in Beauvais. Eine weitere Änderung betrifft die Präsenz in Rom. Mit 18. Dezember 2020 zieht man die Flüge nach Bacau und Bukarest von Fiumicino nach Ciampino um. Zu den Gründen macht der Carrier keinerlei Angaben, betont jedoch, dass es sich um eine temporärere Maßnahme handelt. Ob und wann diese wieder zum größeren der beiden Römer Flughäfen umziehen werden, teilte das Unternehmen nicht mit.

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Stansted: Ryanair übernimmt mehr als 300 Easyjet-Slots

Die Billigfluggesellschaft Ryanair war vor der Corona-Pandemie in London-Stansted omnipräsent. In Zukunft sollen die Jets der irischen Firmengruppe noch dominanter werden, denn der Carrier übernimmt 312 wöchentliche Slots, die bislang von Easyjet genutzt wurden. Derzeit hält Easyjet UK 374 wöchentliche Slots in Stansted. Zwei weitere befinden sich im Besitz der österreichischen Tochtergesellschaft Easyjet Europe und werden laut CH-Aviation.com für die Amsterdam-Strecke genutzt. In der Sommerflugplanperiode 2021 wird die Muttergesellschaft noch 58 Paare halten und die Tochter zwei. Easyjet verkündete vor einigen Wochen, dass die Basis London-Stansted aufgelöst wird. Dem geht einher, dass das Angebot ab diesem Airport deutlich reduziert wird. Der Mitbewerber Ryanair will von diesem quasi-Rückzug profitieren und das Angebot deutlich ausbauen. Allerdings haben die Iren bislang nicht mitgeteilt, ob dies unter dem irischen, polnischen britischen oder einem der beiden maltesischen AOCs erfolgen wird. Derzeit hält der Konzern in Stansted einen Marktanteil von 86,8 Prozent und 2.312 Slot-Paare.

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Graz: Austrian setzt Stuttgart und Düsseldorf aus

Am Flughafen Graz wird künftig weniger los sein, denn KLM setzt die Amsterdam-Anbindung aus. Nun kommt dazu, dass Austrian Airlines die Nonstopflüge nach Stuttgart und Düsseldorf in eine zweite „Corona-Pause“ schickt. Die Wiederaufnahmen werden frühestens Mitte Jänner 2021 erfolgen, bestätigte ein AUA-Sprecher gegenüber Aviation Direct. Erst Anfang Oktober feierte die Lufthansa-Tochter das Comeback auf den beiden dezentralen Routen ab Graz. Die Auslastung ging jedoch – auch bedingt durch die seitens Deutschland eingeführte Zwangsquarantäne – steig zurück. Nun zog Austrian Airlines die „Notbremse“ und pausiert ab der Landeshauptstadt der Steiermark die Destinationen Graz und Düsseldorf. Laut einem Sprecher strebt der Carrier die Wiederaufnahme für Mitte Jänner 2021 an. Die tatsächliche Umsetzung ist vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Die Anbindung an das AUA-Drehkreuz Wien ist nicht betroffen. Diese wird nach aktuellem Planungsstand weiterhin bedient. So soll die Konnektivität von Graz sichergestellt werden. Ab Klagenfurt wurde die Inlandsstrecke in die Hauptstadt in eine zweite Corona-Pause geschickt. Dort setzt auch Konzernschwester Eurowings die Destination Köln/Bonn temporär aus.

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Lufthansa macht die First Class Lounge wieder dicht

Lufthansa schließt zum zweiten Mal aufgrund der Corona-Pandemie die First Class Lounges. In Frankfurt wird diese ab Mittwoch, 18. November 2020, ihre Pforten für unbestimmte Zeit schließen. Betroffene Reisende können auf die Senator- oder Business-Lounge ausweichen. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen darf in den exklusiven Wartebereichen nicht mehr bewirtet werden. Lediglich die Mitnahme von Getränken und Speisen ist erlaubt. Dem Vernehmen nach ist aufgrund dieser Maßnahme die Frequenz stark zurückgegangen, denn Durststillen und Verköstigung in der Lounge ist nicht mehr erlaubt. Das First Class Terminal in Frankfurt am Main steht weiterhin nicht zur Verfügung. Dieses ist seit dem Beginn der Coronakrise in Europa geschlossen. Einen Termin für eine mögliche Wiederinbetriebnahme gibt es noch nicht. Das entsprechende Kundenklientel ist über die Maßnahme seit einigen Monaten massiv verärgert und wird vermutlich die neuerliche Schließung der First Class Lounge nicht gerade positiv aufnehmen.

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