Stefan Steiner

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Stefan Steiner

IATA-Studie unterstreicht bedeutenden wirtschaftlichen Beitrag der Luftfahrt für Ägypten

Eine aktuelle Studie der International Air Transport Association (IATA) hat den erheblichen wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Nutzen der Luftfahrt für Ägypten quantifiziert. Basierend auf Zahlen aus dem Jahr 2023 generiert die Luftfahrt, einschließlich des damit verbundenen Tourismus, in Ägypten eine wirtschaftliche Aktivität von 21,1 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 5,3 Prozent des ägyptischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Studie zeigt weiterhin, daß die Luftfahrtbranche in Ägypten insgesamt 1,4 Millionen Arbeitsplätze sichert, wobei 32.800 Menschen direkt bei Fluggesellschaften beschäftigt sind. Zudem wurden im Jahr 2023 in Ägypten 338.600 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Kamil Alawadhi, IATAs Regional-Vizepräsident für Afrika und den Nahen Osten, betonte die Schlüsselrolle der Luftfahrt für die ägyptische Wirtschaft, sowohl direkt als auch durch den gut entwickelten Tourismussektor. Er lobte die strategische Nutzung des Luftfahrtsektors durch die ägyptische Regierung zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes. Die IATA hob drei Hauptprioritäten für Ägypten hervor, um die Vorteile der Luftfahrt weiter zu maximieren: Kosteneffizienz, Ausbau der Kapazitäten und die Entwicklung einer qualifizierten Arbeitskräfte. Angesichts strategischer Investitionen Ägyptens in die Flughafeninfrastruktur rief die IATA die Regierung zur Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften und zur Einhaltung globaler Best Practices auf, um unnötige finanzielle Belastungen für Fluggesellschaften und Passagiere zu vermeiden. Die IATA begrüßte zudem die Zusammenarbeit Ägyptens mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zur Schaffung von Kapazitäten für die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff.

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US-Behörde lockert Sanktionen gegen Syrianair und weitere syrische Akteure

Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) der Vereinigten Staaten hat die staatliche syrische Fluggesellschaft Syrianair sowie 27 weitere Einzelpersonen und Organisationen von bestehenden Sanktionen befreit. Eine am 23. Mai 2025 erlassene allgemeine Lizenz autorisiert nun sämtliche Transaktionen mit diesen Unternehmen und Personen sowie mit allen Firmen, an denen sie eine Mehrheitsbeteiligung halten. Diese Maßnahme bestätigt eine frühere Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, der eine Lockerung der Sanktionen gegen Syrien in Aussicht gestellt hatte. Obwohl die neue Lizenz als Ausnahme alle Transaktionen mit den genannten Entitäten und Personen erlaubt, bleiben die ursprünglichen Sanktionen grundsätzlich in Kraft und wurden nicht vollständig aufgehoben. Syrianair erwartet Wachstum und Normalisierung des Flugverkehrs Syrianair begrüßte die Entscheidung in einer Stellungnahme und erklärte, die Ausnahmeregelung werde es der Fluggesellschaft ermöglichen, in eine Phase des schnellen Wachstums einzutreten und den syrischen Flugverkehr zur „Normalität“ zurückzuführen. Bereits im Februar 2025 hatte die Europäische Union die Sanktionen gegen Syrianair aufgehoben. Die Flottenübersicht von ch-aviation zeigt, daß Syrianair aktuell lediglich zwei Flugzeuge des Typs Airbus A320-200 aktiv betreibt. Weitere sechs Maschinen desselben Typs sowie zwei Airbus A340-300 befinden sich derzeit in der Lagerung. Beobachter der Luftfahrtindustrie weisen darauf hin, daß die Aufhebung der Sanktionen es Syrianair ermöglichen könnte, ihre Flotte zu reaktivieren und möglicherweise zu modernisieren, was für die angestrebte Wachstumsphase entscheidend wäre. Hintergründe der Sanktionslockerung Die Entscheidung der Vereinigten Staaten folgt einer ähnlichen Maßnahme der Europäischen Union und deutet auf eine mögliche veränderte Haltung westlicher Staaten gegenüber Syrien nach dem Sturz der Regierung von Präsident Baschar al-Assad im Dezember

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Doll verbessert Halbschnitt-Highloader für Flugzeugbeladung

Doll Airport Equipment, ein international führender Anbieter von Systemen für Catering, Reinigung und den Transport von mobilitätseingeschränkten Passagieren an Flughäfen, hat seinen Halbschnitt-Highloader für die Flugzeugbeladung weiterentwickelt. Ziel der Überarbeitung ist eine Erhöhung der Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit des Spezialfahrzeugs. Für das Fahrzeug liegt bereits eine europaweite Gesamtzertifizierung vor, was die Zulassung für Kunden erheblich beschleunigt. Der neue Doll-Halbschnitt-Highloader basiert auf einem Iveco Eurocargo, bei dem die Beifahrerseite entfernt wird, und einem Hubaufbau. Diese Konstruktion ermöglicht eine tiefere Positionierung des Hubaufbaus und der Transferbrücke, wodurch auch kleinere Flugzeuge mit niedriger Übergabehöhe bedient werden können. Zudem profitiert der Fahrer von einer verbesserten direkten Sicht auf die Flugzeugtür beim Andocken. Die europaweite Gesamtzertifizierung bestätigt die Einhaltung aller relevanten EU-Typgenehmigungsvorschriften, wobei alle zulassungsrelevanten technischen Daten im Certificate of Conformity (COC) enthalten sind, was separate Genehmigungen für Kabine und Hubaufbau überflüssig macht und somit Zeit spart. Auch außerhalb der EU dient das COC als Grundlage für technische Bewertungen und kann Importprozesse vereinfachen. Ein wesentlicher Aspekt der Weiterentwicklung ist die Verlagerung des gesamten Fertigungsprozesses inklusive des Kabinenumbaus zu Doll selbst. Zukünftig wird das Unternehmen die komplette Produktion bis zur Endmontage in Serie und nach klar definierten Standards steuern. Dies soll die Planungssicherheit erhöhen und es ermöglichen, Produktionsschritte genauer zu takten und Kapazitäten gezielt zu steigern, wie Maximilian Roth, Vice President of Operations and Engineering bei Doll Airport Equipment, betont. Die Fahrerkabine erfüllt die Anforderungen der EU-Sicherheitsverordnung GSR II und ist mit modernen Kamera- und Seitenradarsystemen zur Kollisionsvermeidung ausgestattet. Zudem hat das Fahrerhaus erfolgreich den ECE-Crashtest bestanden.

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Österreichische Urlauber setzen auf kurzfristige Buchungen und intensiven Preisvergleich

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Restplatzbörse hat ein aufschlußreiches Bild des gegenwärtigen Reiseverhaltens der Österreicher im Hinblick auf den Sommerurlaub 2025 gezeichnet. Die Ergebnisse der Omnibus-Umfrage zeigen deutlich, daß kurzfristige Buchungen und eine flexible Reiseplanung für viele längst zur Norm geworden sind. Ein signifikanter Teil der Befragten legt zudem großen Wert auf einen detaillierten Preisvergleich verschiedener Anbieter und steht der oft unübersichtlichen Preisgestaltung im Reisemarkt kritisch gegenüber. Reiselust trotzt steigenden Lebenshaltungskosten Die Umfrage belegt eine weiterhin hohe Affinität der Österreicher zum Reisen. Acht von zehn Befragten planen, im Jahr 2025 einen Sommer- oder zumindest einen Kurzurlaub zu unternehmen. Besonders ausgeprägt ist diese Reiselust in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der gestiegenen Lebenshaltungskosten, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar sind. Es scheint, daß der Wunsch nach Erholung und Tapetenwechsel für einen Großteil der Bevölkerung weiterhin Priorität besitzt. Ein genauerer Blick auf den Zeitpunkt der Buchung offenbart interessante Unterschiede. Knapp ein Drittel der Befragten plant, ihren Urlaub vier bis acht Wochen vor der Abreise festzulegen, während ein Viertel sogar noch kurzfristiger, innerhalb der letzten vier Wochen vor Reiseantritt, buchen möchte. Dieses spontanere Buchungsverhalten wird vor allem bei jüngeren Menschen, Berufstätigen und Männern beobachtet, während ältere Reisende tendenziell eher langfristig planen. Unabhängig vom Zeitpunkt der Buchung spielen jedoch die Flexibilität der Angebote und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis eine zentrale Rolle bei der Entscheidung für ein bestimmtes Urlaubsangebot. Die Akzeptanz von Last-Minute-Angeboten Ein wesentlicher Aspekt der Umfrage ist die weitverbreitete Akzeptanz

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Neue Nonstopflugverbindung von München nach Schymkent in Kasachstan gestartet

Die kasachische Fluggesellschaft SCAT Airlines hat am 27. Mai 2025 eine neue Nonstopflugverbindung vom Flughafen München zu ihrem Drehkreuz in Schymkent aufgenommen. Die Flüge starten zweimal wöchentlich – dienstags um 11:35 Uhr und donnerstags um 9:30 Uhr. Mit einer Boeing 737-800 beträgt die Flugzeit in die drittgrößte Stadt Kasachstans im Süden des Landes etwa sechs Stunden. Durch diese neue Verbindung erweitert der Münchner Flughafen sein globales Streckennetz um ein weiteres Land in Zentralasien. SCAT Airlines hat kürzlich ein neues Terminal in Schymkent eröffnet, was komfortablere Umsteigemöglichkeiten für Reisende ermöglicht. Thomas Kube, Leiter der Abteilung Route and Passenger Development der Flughafen München GmbH (FMG), betonte, daß die neue Nonstopverbindung nicht nur das Streckennetz nach Zentralasien stärke, sondern auch die wachsende Bedeutung dieser Region für den internationalen Luftverkehr unterstreiche. Die Stadt Schymkent verfüge über einen modernen Flughafen, der aufgrund seiner Lage attraktive Weiterflugmöglichkeiten innerhalb Kasachstans sowie zu anderen Zielen in Zentralasien biete. Zur Feier des Erstfluges wurde das Flugzeug traditionell mit einer Wassertaufe begrüßt. Zudem wurden am Gate Lebkuchenherzen an die Passagiere verteilt. Anwesend waren Vertreter von SCAT Airlines und der FMG, darunter Thomas Kube und der Präsident von SCAT Airlines, Vladimir Denisov. Die Region um Schymkent bietet Reisenden aufgrund ihrer Lage in Zentralasien eine Vielfalt kultureller Einflüsse und beeindruckende Landschaften wie die „Singende Düne“ im Altyn-Emel-Nationalpark sowie historische Stätten entlang der ehemaligen Seidenstraße.

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FlyDubai erweitert europäisches Streckennetz um vier neue Destinationen

Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft FlyDubai setzt ihren Expansionskurs fort und kündigt die Aufnahme von Flügen zu vier neuen Zielen in Europa an. Ab September 2025 wird die Airline die Städte Chișinău in Moldawien und Iași in Rumänien anfliegen. Im Dezember 2025 folgen dann Riga in Lettland und Vilnius in Litauen. Mit diesen neuen Verbindungen erhöht FlyDubai die Anzahl ihrer europäischen Destinationen auf 35 in insgesamt 20 Ländern. Besonders hervorzuheben ist, daß FlyDubai die erste Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sein wird, die eine direkte Verbindung zwischen Dubai und dem internationalen Flughafen Iași (IAS) in Rumänien anbietet. Erschließung neuer Märkte in Osteuropa und dem Baltikum Die Aufnahme der Strecken nach Chișinău und Iași markiert eine weitere Expansion von FlyDubai in Osteuropa. Die Fluggesellschaft bedient Rumänien bereits seit 2012 mit Flügen nach Bukarest. Mit den neuen Verbindungen nach Riga und Vilnius betritt FlyDubai erstmals den baltischen Raum und erhöht die Anzahl der unterversorgten Märkte in ihrem Netzwerk auf über 100 Destinationen. Ghaith Al Ghaith, Chief Executive Officer von FlyDubai, äußerte sich zur Expansion: „Die Erweiterung unseres Netzwerks spiegelt unser unerschütterliches Engagement wider, unterversorgte Märkte zu erschließen und den freien Fluss von Handel und Tourismus zu stimulieren. Wir freuen uns sehr, dies mit der Einführung unserer neuesten Ziele in Europa zu verwirklichen. Heute haben wir ein vielfältiges Netzwerk von mehr als 135 Destinationen aufgebaut, von denen 75 Prozent unterversorgte Routen ab Dubai sind. Mit unseren neuen Diensten nach Osteuropa und in die baltische Region freuen wir uns darauf, die Handels- und

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Vietjet ordert weitere Airbus A330-900 für Ausbau des internationalen Streckennetzes

Die vietnamesische Fluggesellschaft Vietjet, die größte private Airline des Landes, hat ihre Bestellung von Airbus A330-900 Flugzeugen mit einer Festbestellung über 20 weitere Maschinen verdoppelt. Dies gab das Unternehmen im Rahmen eines Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Hanoi bekannt. Die neuen Großraumflugzeuge sollen die Expansion des internationalen Streckennetzes in den kommenden zehn Jahren unterstützen. Die nunmehr 40 bestellten A330-900 sollen es Vietjet ermöglichen, sowohl hochfrequentierte regionale Strecken im Asien-Pazifik-Raum zu bedienen als auch neue Langstreckenverbindungen aufzunehmen, darunter zukünftige Ziele in Europa. Die Fluggesellschaft betreibt derzeit eine reine Airbus-Flotte von 115 Flugzeugen der A320-Familie sowie sieben A330-300. Die A330-300 werden aktuell auf Routen nach Australien, Indien und Kasachstan eingesetzt. Mit dieser jüngsten Order unterstreicht Vietjet seine Ambitionen, im internationalen Luftverkehr weiter zu wachsen und mehr Passagieren den Zugang zu Flugreisen zu ermöglichen. Airbus zeigte sich erfreut über die erneute Wahl der A330neo durch Vietjet und blickt auf eine Fortsetzung der erfolgreichen Partnerschaft.

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Ende der Freigepäck-Ära: Southwest Airlines führt Gebühren für Aufgabegepäck ein

Die US-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest Airlines hat ihre langjährige Praxis beendet, wonach Passagiere zwei Gepäckstücke kostenlos aufgeben konnten. Wie das Unternehmen nach vorheriger Ankündigung nun umsetzte, werden seit Dienstag Gebühren für aufgegebenes Gepäck erhoben. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Änderung in der Geschäftsstrategie von Southwest, die bisher mit ihrer großzügigen Gepäckregelung warb. Demnach kostet das erste aufgegebene Gepäckstück nun 35 Dollar (etwa 31 Euro), für das zweite Gepäckstück fallen 45 Dollar an. Von diesen Gebühren ausgenommen sind bestimmte Vielfliegerkunden mit den Status „A-List Preferred“ und Passagiere, die den höchsten Premium-Tarif gebucht haben; sie dürfen weiterhin zwei Gepäckstücke kostenfrei aufgeben. Kunden mit dem „A-List“-Status können ein Gepäckstück kostenlos einchecken, ebenso Inhaber von Co-Branding-Kreditkarten. Finanzielle Gründe und Kurswechsel der Airline Southwest Airlines hatte bereits im März angekündigt, die sogenannte „Bags Fly Free“-Regelung zu beenden, um ihre Einnahmen zu steigern. Dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der die Fluggesellschaft unter Druck steht, ihre finanzielle Leistung zu verbessern und sich an die Gepäckgebühren anderer großer US-Fluggesellschaften anzupassen. Analysten sehen darin eine Reaktion auf den Druck von Investoren, die eine Steigerung der Rentabilität fordern. Gleichzeitig zog Southwest ihre Finanzprognose für das laufende Jahr zurück, was das „Wall Street Journal“ zuerst berichtete. Als Grund nannte die Airline die Unsicherheiten durch den amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt und dessen Auswirkungen auf die Nachfrage. Die Einführung von Gepäckgebühren und die Zurücknahme der Finanzprognose deuten auf eine Phase der strategischen Neuausrichtung bei Southwest Airlines hin. Es bleibt abzuwarten, wie die Kunden auf diese Veränderungen reagieren und ob andere Billigfluggesellschaften ähnliche Schritte in

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Gewerkschaft sieht britische Bahn-Verstaatlichung als Warnsignal vor Privatisierung in Europa

Die Entscheidung Großbritanniens, nach gescheitertem Experiment mit der Bahnprivatisierung zur Verstaatlichung zurückzukehren, wertet die österreichische Verkehrsgewerkschaft Vida als deutliches Warnsignal für alle Befürworter neoliberaler Privatisierungsmodelle im europäischen Bahnverkehr. Der Vorsitzende der Vida, Roman Hebenstreit, kommentierte einen entsprechenden Medienbericht und wies auf die negativen Folgen der Privatisierung in Großbritannien hin, wo in den 1990er-Jahren das Bahnnetz zerschlagen und privatisiert wurde. Laut Hebenstreit führte dies zu einer Unterfinanzierung der Infrastruktur, explodierenden Ticketpreisen, zahlreichen Zugausfällen, sinkenden Löhnen für die Beschäftigten und sicherheitsrelevanten Mängeln, die schwere Unglücke zur Folge hatten. Er bezeichnete die britische Bahnprivatisierung als „wirtschaftliches, sicherheitspolitisches und gesellschaftliches Desaster“. Die nun eingeleitete Wiederverstaatlichung, bei der innerhalb der nächsten zwei Jahre alle Eisenbahnen wieder in staatliche Hand überführt werden sollen, zeige das endgültige Scheitern dieses neoliberalen Experiments. Hebenstreit betonte, daß der öffentliche Bahnverkehr ein gemeinwirtschaftliches Grundbedürfnis darstelle, das nicht den Mechanismen des Marktes überlassen werden dürfe. Der Rückzug des Staates in Großbritannien habe nicht nur soziale Härten verursacht, sondern auch volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet, da private Betreiber immer wieder staatliche Unterstützung benötigten. Angesichts von Stimmen auch in Österreich, die mehr Wettbewerb auf der Schiene fordern, mahnt Hebenstreit, die britischen Erfahrungen als Warnung zu verstehen und die Bahn weiterhin in öffentlicher Hand zu belassen, um Klimaschutz, Mobilitäts- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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Österreichs Tourismus unter Druck: Steigende Kosten schmälern Gewinne trotz guter Buchungslage

Trotz einer erfreulichen Buchungslage sehen sich Österreichs Tourismusbetriebe weiterhin mit steigenden Kosten und wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert. Dies geht aus dem aktuellen Tourismusbarometer 2025 von Deloitte Österreich und der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) hervor. Die allgemeine Stimmung in der Branche wird als zunehmend pessimistisch bewertet, da die steigende Nachfrage nicht automatisch zu höheren Gewinnen führt. Laut der Umfrage unter mehr als 200 Branchenvertretern bereiten vor allem die sinkende Ertragskraft und die allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten den Betrieben Sorgen. Obwohl viele Unternehmen in den vergangenen Wirtschaftsjahren ein Umsatzwachstum verzeichnen konnten, hat sich die Rentabilität für einen Großteil verschlechtert. Hauptgründe hierfür sind gestiegene Personal-, Energie- und Warenkosten sowie die hohe Abgabenlast. Insbesondere die Lohnerhöhungen der letzten Jahre konnten nicht vollständig an die Gäste weitergegeben werden. Die Aussichten für den kommenden Sommer werden daher eher verhalten eingeschätzt. Vier von zehn befragten Betrieben befürchten sogar eine weitere Verschlechterung ihrer finanziellen Situation. Sowohl Deloitte als auch die ÖHV betonen die Notwendigkeit von Effizienzsteigerungen und strategischer Preisgestaltung seitens der Unternehmen, fordern aber auch von der Politik Rahmenbedingungen, die der Kostenentwicklung entgegenwirken und bürokratische Hürden abbauen. Zudem bereiten die rückläufige Ertragskraft und die wirtschaftliche Unsicherheit den Betrieben bei geplanten Investitionen und der Kreditfinanzierung Schwierigkeiten.

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