Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Aero 2025 bringt Tausende Besucher und Hunderte Flugbewegungen

Die Aero 2025, die vom 9. bis 12. April in Friedrichshafen stattfindet, sorgt für deutlichen Anstieg des Flugbetriebs am Bodensee-Airport. Neben zahlreichen Ausstellungsflugzeugen wurden rund 1.000 zusätzliche Flugbewegungen angemeldet – viele Besucher reisen mit eigenen Maschinen an und nutzen den direkten Zugang vom Flughafen zum Messegelände. Ein besonderer Programmpunkt ist die Ankunft eines Eurofighters der Bundeswehr, die für den 7. April vorgesehen war. Das Kampfflugzeug kann während der Messe auf dem Gelände besichtigt werden. Für den 10. und 12. April sind zudem zwei öffentliche Flugshows geplant, darunter auch eine Präsentation von elektrischen Fluggeräten im Rahmen der sogenannten „e-flight Airshow“. Die Aero gilt als internationale Leitmesse für die Allgemeine Luftfahrt, die Business Aviation und den Luftsport. In diesem Jahr werden mehr als 30.000 Besucher aus über 80 Ländern erwartet. Trotz des regen Verkehrs im Rahmen der Messe findet der reguläre Linien- und Charterbetrieb am Flughafen planmäßig statt. Die Flughafenleitung bittet jedoch um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen durch den verstärkten Flugbetrieb.

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Delta Air Lines erweitert kostenfreies WLAN-Angebot auf Boeing 717-Flotte

Delta Air Lines hat angekündigt, ihre gesamte Flotte von Boeing 717-Flugzeugen mit kostenfreiem WLAN auszustatten. Diese Entscheidung folgt auf die kürzliche Einführung von kostenlosem Internetzugang auf den meisten transatlantischen Strecken nach Europa, Westafrika und Israel. Die Boeing 717-Flugzeuge von Delta, mit einem Durchschnittsalter von 23,3 Jahren, werden mit dem schnellen und kostenlosen Delta Sync Wi-Fi ausgestattet. Diese Technologie ermöglicht eine gleichzeitige Dual-Netzwerk-Konnektivität, um ein nahtloses Streaming auf persönlichen Geräten und eine überlegene Leistung im gesamten Netzwerk von Delta zu gewährleisten. Die Nachrüstungen sollen im vierten Quartal beginnen und bis Anfang 2026 abgeschlossen sein. Ranjan Goswami, Senior Vice President für Customer Experience Design bei Delta Air Lines, betonte die Bedeutung dieser Initiative: „Dank des Engagements und der Expertise der Delta-Teams machen wir enorme Fortschritte bei unseren Bemühungen, schnelles, kostenloses WLAN in jedes Flugzeug unserer Flotte zu bringen – was wiederum unsere Flugzeuge in personalisierte Plattformen verwandelt, auf denen Kunden auf bedeutungsvolle neue Weise kommunizieren und sich engagieren können.“ Erweiterung des WLAN-Angebots auf Regionaljets Zusätzlich zur Aufrüstung der Boeing 717-Flotte plant Delta, ihre Regionaljets mit WLAN-Diensten auszustatten. Der erste von über 400 Regionaljets, eine CRJ-700, wurde bereits mit schnellem, kostenlosem WLAN ausgestattet und ist in den Dienst gestellt worden. Diese Maßnahme ist Teil der Strategie von Delta, das Kundenerlebnis durch verbesserte Konnektivität zu optimieren. Ab Ende 2026 wird Delta ausgewählte neu ausgelieferte A350-1000 und Airbus A321neo Flugzeuge mit einem Dual-Netzwerk-Konnektivitätssystem ausstatten. Dieses System wird das nächste Generation Delta Sync Sitzunterhaltungserlebnis weiter verbessern, einschließlich intelligenter 4K HDR QLED-Displays, Bluetooth-Konnektivität und erweiterten Personalisierungsoptionen. Diese

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Dortmund erreicht Passagierrekord und verbessert Jahresbilanz deutlich

Der Flughafen Dortmund blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück. Mit rund 3,1 Millionen Passagieren im Jahr 2024 wurde ein neuer Höchstwert erzielt. Dieser Passagierrekord wirkte sich positiv auf die wirtschaftliche Bilanz aus: Der Jahresfehlbetrag konnte von 3,6 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro gesenkt werden – laut Geschäftsführung das beste Ergebnis seit 25 Jahren. Auch die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen entwickelten sich erfreulich. Das operative Ergebnis (EBITDA) ohne hoheitliche Kosten stieg von 1,9 auf 5,1 Millionen Euro. Das sogenannte EU-EBITDA – ein Indikator, der den wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit den Leitlinien der Europäischen Kommission misst – erhöhte sich auf fast 9 Millionen Euro. Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber betonte, man sei dem Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses deutlich nähergekommen. Zudem wurden mehrere Infrastrukturprojekte weitergeführt oder abgeschlossen. Ende 2024 wurde der Umbau der Ausreisekontrollstelle vor den Gates 11 und 12 abgeschlossen. Im Bereich der Fahrzeugflotte sollen im Laufe des Jahres 2025 mehrere elektrisch betriebene Flugzeugschlepper und mobile Fluggasttreppen in Betrieb genommen werden. Dies ist Teil einer längerfristigen Strategie zur Modernisierung des Fuhrparks. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Selbstbedienung beim Check-in. Nach der Einführung von zwei sogenannten Self-Bag-Drop-Schaltern im Mai 2024 und einer erfolgreichen Testphase wird derzeit der Umbau von acht weiteren Schaltern vorbereitet. In naher Zukunft sollen Passagiere ihr Gepäck an insgesamt zehn Stationen eigenständig aufgeben können.

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Flughafen Wien kooperiert mit ukrainischen Airports

Der Flughafen Wien wird künftig enger mit den Flughäfen der Ukraine zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit der „Airport Association of Ukraine“ unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist der fachliche Austausch sowie die Unterstützung der ukrainischen Flughäfen mit technischer Ausrüstung und Spezialfahrzeugen. Damit soll die operative Infrastruktur gestärkt werden, um die Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs nach dem Ende des Krieges vorzubereiten. Das Memorandum of Understanding wurde im Rahmen einer Delegationsreise in die Ukraine von Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV), und Petro Lypovenko, Präsident der „Airport Association of Ukraine“, unterzeichnet. Anwesend waren unter anderem Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Vertreter der Industriellenvereinigung Niederösterreich. Die Kooperationsvereinbarung sieht neben dem Austausch von Know-how und möglichen Synergien auch die Identifikation gemeinsamer Marktpotenziale vor. Der Flughafen Wien ist bereits als wichtiges Drehkreuz zwischen Ost und West etabliert und engagiert sich mit seiner Beteiligung am Kosice Airport, der nur 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, in der Region. Parallel dazu besuchte eine 60-köpfige Wirtschaftsdelegation der Industriellenvereinigung Niederösterreich die Ukraine. Neben Betriebsbesuchen fanden politische Gespräche mit hochrangigen Vertretern der ukrainischen Regierung statt. Zudem wurden mehrere wirtschaftliche Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Ein symbolträchtiger Programmpunkt war der Besuch des Militärflughafens Hostomel, der 2022 Schauplatz heftiger Kämpfe war.

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Staatssekretärin Zehetner-Piewald stellt Strategien für Österreichs Tourismus vor

Elisabeth Zehetner-Piewald, seit 1. April 2025 Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus, präsentierte im Tourismusausschuss ihre Pläne zur Stärkung des österreichischen Tourismus. Trotz eines Anstiegs der Nächtigungszahlen im Jahr 2024 auf rund 154 Millionen (+2,1 %) seien die Erträge in der Branche rückläufig. Zehetner-Piewald betonte die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, zum Bürokratieabbau und zur Lenkung von Besucherströmen zu ergreifen, um die Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Ein zentrales Anliegen ist die Sicherstellung von ausreichend qualifizierten Fachkräften. Die Staatssekretärin verwies auf die geplante Erhöhung der Saisonkontingente für ausländische Arbeitskräfte um 898 Plätze auf insgesamt 4.287. Diese Maßnahme soll den Bedarf an Saisonarbeitskräften insbesondere in Spitzenzeiten decken. Gleichzeitig wird eine Entlastung der Betriebe durch Bürokratieabbau angestrebt, um den Unternehmen mehr Freiraum für ihre Kernaufgaben zu ermöglichen. Ein weiteres Thema ist die Besteuerung von Trinkgeldern. Die Wirtschaftskammer Salzburg fordert eine generelle Steuerfreistellung von Trinkgeldern, da diese als Anerkennung für gute Serviceleistungen gelten. Zehetner-Piewald betonte die Bedeutung von Rechtssicherheit in diesem Bereich und verwies auf laufende Bemühungen, eine praxistaugliche Lösung zu finden. Abschließend unterstrich die Staatssekretärin die Bedeutung von Großveranstaltungen für die regionale Entwicklung. Sie verwies auf die positiven Effekte der europäischen Kulturhauptstadt-Veranstaltungen in Bad Ischl, die jedoch auch Herausforderungen für die lokale Bevölkerung mit sich brachten. Zukünftig sollen solche Events so gestaltet werden, dass sie sowohl den Tourismus fördern als auch die Akzeptanz in der Bevölkerung sicherstellen.

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Virgin Atlantic kehrt nach Kanada zurück: Tägliche Flüge zwischen London und Toronto

Nach über einem Jahrzehnt der Abwesenheit hat Virgin Atlantic am 30. März 2025 den Flugbetrieb nach Kanada wieder aufgenommen. Mit der neuen täglichen Direktverbindung zwischen dem Londoner Flughafen Heathrow und dem Toronto Pearson International Airport stärkt die Fluggesellschaft ihre Präsenz in Nordamerika und bietet Reisenden erweiterte Optionen für Transatlantikflüge. Der Erstflug mit der Flugnummer VS 147 startete um 18:02 Uhr Ortszeit in London und landete planmäßig um 20:42 Uhr Ortszeit in Toronto. An Bord befand sich Sir Richard Branson, Gründer und Präsident von Virgin Atlantic, der persönlich die Bedeutung dieses Ereignisses unterstrich. In einer Erklärung äußerte Branson seine Freude über die Rückkehr nach Toronto und betonte die Energie und den Geist der Stadt. Details zur neuen Flugverbindung Die Strecke wird mit einer Boeing 787-9 bedient, die insgesamt 258 Passagieren Platz bietet: 31 Sitze in der Upper Class, 35 in der Premium Economy und 192 in der Economy Class. Virgin Atlantic rechnet damit, jährlich über 165.000 Passagiere auf dieser Route zu befördern. Parallel zur Aufnahme der Toronto-Flüge hat Virgin Atlantic eine erweiterte Codeshare-Vereinbarung mit der kanadischen Fluggesellschaft WestJet bekannt gegeben. Diese Partnerschaft ermöglicht es Passagieren, nahtlose Verbindungen von Toronto zu 13 weiteren kanadischen Städten wie Calgary, Edmonton, Vancouver, Winnipeg und Ottawa zu buchen. Durch die gemeinsame Nutzung von Terminal 3 am Toronto Pearson International Airport wird ein reibungsloser Übergang zwischen den Flügen gewährleistet. Juha Jarvinen, Chief Commercial Officer von Virgin Atlantic, betonte, dass diese Zusammenarbeit die Bedeutung des kanadischen Marktes unterstreicht und den Kunden erweiterte Reisemöglichkeiten bietet. Verbindungen nach Indien und

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VietJet nimmt Comac ARJ21 ins Wetlease

In einem Schritt zur Erweiterung ihres regionalen Streckennetzes plant Vietnams führende Billigfluglinie VietJet, als erste vietnamesische Fluggesellschaft chinesische Regionalflugzeuge des Typs COMAC ARJ21-700, auch als C909 bekannt, auf Inlandsverbindungen einzusetzen. Der planmäßige Beginn dieser Flüge ist auf Mitte April 2025 angesetzt. Besonders hervorzuheben ist, daß VietJet damit die Lücke schließt, welche durch den Rückzug von Bamboo Airways aus dem Flugverkehr zur Insel Con Dao entstanden ist – einem wichtigen Ziel für Tourismus wie auch Verwaltung. Der COMAC C909 wird voraussichtlich auf zwei zentralen Routen eingesetzt: von Hanoi (HAN) nach Con Dao sowie von Ho-Chi-Minh-Stadt (SGN) zur Insel. Laut internen Planungen sollen ab dem 15. April 2025 jeweils vier Hin- und Rückflüge täglich auf beiden Routen durchgeführt werden. Diese Entwicklung ist nicht nur luftverkehrstechnisch bedeutsam, sondern auch geopolitisch bemerkenswert, da es sich um den erstmaligen regulären Einsatz eines chinesisch produzierten Verkehrsflugzeugs im vietnamesischen Luftraum handelt. Die Flugverbindungen zur Insel Con Dao sind strategisch bedeutsam. Die Region, die bis dato fast ausschließlich durch die Dienste von Bamboo Airways bedient wurde, wäre im Falle anhaltender Flugausfälle auf den Seeweg angewiesen gewesen. Die rund 230 Kilometer lange Überfahrt mit der Fähre dauert jedoch oft mehr als sechs Stunden – ein gravierender Nachteil insbesondere für Geschäftsreisende und Notfalltransporte. Technisches Profil der eingesetzten Flugzeuge VietJet least die eingesetzten Maschinen zunächst über ein sogenanntes Wet-Lease-Verfahren von der chinesischen Chengdu Airlines. Zwei Maschinen des Typs COMAC ARJ21-700 sind vorgesehen: eine mit der Registrierung B-652G, welche 2,8 Jahre alt ist, sowie eine jüngere Einheit mit der Kennung B-656E. Beide

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Neue Nonstopflüge von Salzburg nach Alicante: Ryanair erweitert Sommerflugplan

Der Flughafen Salzburg bietet Reisenden ab sofort eine neue Nonstopverbindung an die spanische Mittelmeerküste. Die irische Fluggesellschaft Ryanair fliegt im Sommerflugplan zweimal pro Woche, jeweils montags und donnerstags, nach Alicante an der Costa Blanca. Die neue Strecke ergänzt das bestehende Angebot an Sonnenzielen und richtet sich sowohl an Badeurlauber als auch an Kulturliebhaber. Alicante ist bekannt für seine langen Sandstrände, das mediterrane Klima sowie zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Castillo de Santa Bárbara oder das archäologische Museum MARQ. Mit dieser Erweiterung stärkt Ryanair seine Präsenz in Salzburg, wo das Unternehmen bereits London-Stansted ganzjährig sowie Dublin und Manchester im Winterflugplan bedient. Neben Alicante erweitert auch Eurowings das Sommerangebot ab Salzburg mit einer neuen Verbindung nach Barcelona. Zudem bleiben beliebte Destinationen wie Mallorca, Ibiza und verschiedene griechische Inseln im Flugplan. Ergänzt wird das Angebot durch Verbindungen nach Korsika, Sardinien, Ägypten, Zypern und Lamezia Terme. Für Reisende, die nördlichere Ziele bevorzugen, stehen zudem bis zu drei wöchentliche Flüge nach Kopenhagen zur Verfügung.

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Embraer intensiviert internationale Kooperationen mit Türkei und Polen

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer intensiviert seine internationalen Kooperationsbemühungen, um seine Produktionskapazitäten zu erweitern und neue Märkte zu erschließen. Jüngste Vereinbarungen mit Turkish Aerospace Industries (TUSAŞ) und polnischen Partnern unterstreichen diesen strategischen Kurs. Am 1. April 2025 unterzeichneten Embraer und Turkish Aerospace Industries (TUSAŞ) während der LAAD Defence & Security Messe in Rio de Janeiro ein Memorandum of Understanding (MoU). Dieses Abkommen zielt darauf ab, Möglichkeiten einer umfassenden industriellen Partnerschaft zu erkunden, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung. Ein zentraler Aspekt der Zusammenarbeit könnte die Errichtung einer Endmontagelinie für Embraers E2-Jet-Familie in der Türkei sein. Francisco Gomes Neto, Präsident und CEO von Embraer, betonte die Bedeutung dieser Partnerschaft: „Embraer ist begeistert von diesen bedeutenden Möglichkeiten mit Turkish Aerospace. Deren Expertise in der Luftfahrtproduktion und -montage passt perfekt zu unseren strategischen Zielen.“ Mehmet Demiroğlu, CEO von Turkish Aerospace, unterstrich die Relevanz der Kooperation für die türkische Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie: „Dieses Memorandum markiert einen bedeutenden Meilenstein für die türkische Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie. Durch unsere Zusammenarbeit mit Embraer streben wir an, unsere technologischen Fähigkeiten weiter zu verbessern und die Zukunft der Luftfahrt zu gestalten.“ Ausbau der Kooperation mit Polen Parallel dazu intensiviert Embraer seine Beziehungen zu Polen. Im März 2025 besuchte CEO Francisco Gomes Neto Warschau, um potenzielle Partnerschaften im Bereich Flugzeugproduktion und -wartung zu sondieren. Ein zentrales Anliegen ist die Einrichtung einer Endmontagelinie für das militärische Transportflugzeug KC-390 Millennium in Polen. Dieses Vorhaben könnte einen wirtschaftlichen Wert von etwa einer Milliarde US-Dollar generieren und rund 600 lokale Arbeitsplätze schaffen. Darüber hinaus erwägt Embraer

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Streit um Fluggastrechte: Airlines for Europe kritisiert Entschädigungsregelungen

Die Diskussion um die Rechte von Flugpassagieren hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Beim jüngsten Gipfeltreffen von Airlines for Europe (A4E), einer Interessenvertretung europäischer Fluggesellschaften, äußerten sich mehrere hochrangige Vertreter kritisch zu den bestehenden Fluggastrechten innerhalb der Europäischen Union. Im Zentrum der Debatte steht die EU-Verordnung 261/2004, die Passagieren unter bestimmten Umständen Entschädigungen für Verspätungen und Annullierungen zuspricht. Verbraucherschutzorganisationen sehen die Forderungen der Airlines als Versuch, bestehende Schutzmechanismen zu untergraben, während Fluggesellschaften ihrerseits betonen, dass die Regelungen in ihrer aktuellen Form finanziell belastend seien und ausgenutzt würden. Heftige Kritik seitens der Airlines Besonders deutlich wurden die Vorstandsvorsitzenden von Air France-KLM und Ryanair. Benjamin Smith, CEO von Air France-KLM, bemängelte, dass es derzeit möglich sei, ein Flugticket für 100 Euro zu erwerben und im Falle einer Verspätung eine Entschädigung in Höhe von mehreren Hundert Euro zu erhalten. Michael O’Leary, CEO von Ryanair, ging noch weiter und bezeichnete die bestehende Regelung als „verdammten Betrug“. Er argumentierte, dass das System in erster Linie Anwaltskanzleien begünstige, die auf Schadensersatzforderungen spezialisiert seien. Solche Aussagen sorgten für Empörung bei Verbraucherschützern. Die Association of Passenger Rights Advocates (APRA) warf den Airline-Chefs vor, die Interessen der Passagiere zu ignorieren. Laut APRA seien Verspätungen und Annullierungen weit mehr als nur Unannehmlichkeiten – sie könnten erhebliche Konsequenzen für die Betroffenen haben, etwa verpasste Geschäftstermine, entgangene Familienfeiern oder erhebliche psychische Belastungen. EU-Verordnung 261/2004: Ein fairer Kompromiss? Die aktuelle europäische Gesetzgebung regelt, dass Fluggesellschaften unter bestimmten Umständen Entschädigungen zahlen müssen, wenn Flüge verspätet sind oder annulliert werden. Gleichzeitig schützt die Verordnung die Airlines

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