Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Gruppe: Cityline-Piloten stimmen über Arbeitskampf ab

Die Situation bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften verschärft sich zunehmend. Nachdem bereits in der vergangenen Woche die Kernmarke durch einen eintägigen Streik des Cockpit- und Kabinenpersonals beeinträchtigt wurde, hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) nun eine Urabstimmung unter den Piloten der Regionaltochter Cityline eingeleitet. Dieses Votum über einen möglichen Arbeitskampf soll bis zum 26. Februar 2026 abgeschlossen sein. Sollte eine Mehrheit für Streiks stimmen, könnten die Cityline-Piloten gemeinsam mit den rund 5.000 Kollegen der Lufthansa-Mutter in den Ausstand treten. Hintergrund des Konflikts bei Cityline sind gescheiterte Gehaltsverhandlungen, bei denen die VC eine stufenweise Erhöhung der Bezüge um insgesamt 9,9 Prozent fordert. Parallel zum Konflikt im Cockpit drohen auch am Boden massive Behinderungen. Die Gewerkschaft Verdi, die rund 20.000 Bodenbeschäftigte vertritt, sieht nach der dritten Verhandlungsrunde keinerlei Fortschritte. Laut Verdi pocht der Konzern weiterhin auf eine Nullrunde und strebt sogar Tarifabsenkungen an, während die Gewerkschaft ein Lohnplus von 6 Prozent oder mindestens 250 Euro monatlich fordert. Da die Friedenspflicht bereits abgelaufen ist, prüft Verdi nun gezielte Warnstreiks, um den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde am 3. März zu erhöhen. Die Lufthansa selbst verweist auf die wirtschaftliche Notwendigkeit von Einsparungen, nachdem das Jahr 2024 mit Verlusten abgeschlossen wurde. Strategisch befindet sich die Lufthansa-Gruppe in einem tiefgreifenden Umbau. Die Tochtergesellschaft Cityline, die derzeit etwa 30 Flugzeuge auf Kurz- und Mittelstrecken betreibt, soll langfristig geschlossen werden. An ihre Stelle tritt die neu gegründete City Airlines, mit der der Konzern durch günstigere Tarifverträge die Personalkosten deutlich senken will. Ziel des Sanierungsprogramms ist es, die

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Opposition fordert Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des Flughafens Kassel-Calden

Die Debatte um die wirtschaftliche Zukunft des Regionalflughafens Kassel-Calden verschärft sich. Die Fraktion der Grünen im hessischen Landtag fordert angesichts dauerhafter Defizite eine unabhängige wirtschaftliche Untersuchung des Standorts. Laut Fraktionschef Mathias Wagner und der verkehrspolitischen Sprecherin Katy Walther belasten die tatsächlichen Kosten den Steuerzahler weitaus stärker, als die offiziellen Bilanzen vermuten lassen. Während der ausgewiesene Jahresfehlbetrag bei etwa fünf Millionen Euro liegt, verweisen die Kritiker auf zusätzliche Ausgaben für Sicherheitsdienstleistungen sowie jährliche Abschreibungen in Höhe von zwölf Millionen Euro. Ein von der Opposition beauftragtes Gutachten der TU Chemnitz stützt diese Berechnungen und beziffert die Gesamtkosten deutlich höher. Demgegenüber steht eine Analyse des Zentrums für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL), die im Auftrag des Flughafens erstellt wurde. Diese kommt zu dem Schluss, dass der Airport durch generierte Steuereinnahmen und seine Funktion als Standortfaktor für Nordhessen einen volkswirtschaftlichen Gewinn darstellt. Die Opposition hält dagegen, dass der Erfolg des angrenzenden Gewerbeparks nicht zwangsläufig an die Vorhaltung einer Infrastruktur für Großraumflugzeuge gekoppelt sei. Gefordert wird daher eine organisatorische Trennung von Flughafen und Gewerbegebiet sowie eine Prüfung, ob der Betrieb durch private Investoren übernommen oder der Status auf einen Verkehrslandeplatz herabgestuft werden kann. Die operativen Zahlen des Flughafens belegen die schwierige Lage des Standorts, der 2013 eröffnet wurde. Im Jahr 2025 wird erneut ein Defizit von rund fünf Millionen Euro erwartet. Besonders die Passagierzahlen blieben weit hinter den ursprünglichen Prognosen von bis zu 600.000 Reisenden zurück; im vergangenen Jahr nutzten lediglich 25.000 Fluggäste den Airport für Ferien- oder Linienflüge. Im Dezember 2025 verzeichnete der

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Historischer Passagierrekord am Flughafen Bratislava zum Jahresauftakt 2026

Der Flughafen M. R. Štefánik in Bratislava hat im Januar 2026 ein außergewöhnliches Wachstum verzeichnet und das erfolgreichste Monatsergebnis seiner 75-jährigen Geschichte erzielt. Mit insgesamt 195.110 abgefertigten Fluggästen stieg das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 127 Prozent. Dieser massive Zuwachs ist primär auf die strategische Expansion der Fluggesellschaft Wizz Air zurückzuführen, die im Jahr 2026 eine neue Basis am slowakischen Hauptstadtflughafen eröffnet hat. Durch die Stationierung moderner Flugzeuge vom Typ Airbus A321neo konnte das Angebot an Linienverbindungen deutlich ausgeweitet werden, was die Attraktivität des Standorts im Wettbewerb mit dem nahegelegenen Flughafen Wien-Schwechat steigert. Besonders hohe Auslastungen verzeichneten die täglichen Verbindungen nach Barcelona und in die ostslowakische Metropole Košice. Letztere unterstreicht die wachsende Bedeutung des innerstaatlichen Luftverkehrs als Zeitersparnis gegenüber den bodengebundenen Verkehrswegen. Zudem etablierten sich Neuzugänge wie Neapel und Alicante schnell als nachfragestarke Ziele. Das Streckennetz wurde durch Wizz Air im Januar um vier weitere regelmäßige Ziele ergänzt: Kutaisi in Georgien, Chișinău in Moldawien, Larnaca auf Zypern und die armenische Hauptstadt Eriwan. Diese neuen Routen zielen sowohl auf den Tourismus als auch auf den ethnischen Reiseverkehr ab und stärken die Rolle Bratislavas als osteuropäisches Luftverkehrsdrehkreuz. Parallel zum Linienverkehr entwickelte sich das Chartergeschäft positiv, wobei Fernziele wie Salalah im Oman, Punta Cana in der Dominikanischen Republik und die vietnamesische Insel Phu Quoc die Statistik anführten. Diese Langstreckenflüge werden häufig mit geleastem Fluggerät größerer Kapazität durchgeführt. Die Zahl der Flugbewegungen stieg insgesamt um 35 Prozent auf 2.001 Starts und Landungen an. Auch der Luftfrachtsektor profitierte von der erhöhten Aktivität; das Frachtaufkommen

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Air Canada und Pegasus Airlines vereinbaren Kooperation für den türkischen Markt

Die kanadische Nationalfluggesellschaft Air Canada erweitert ihre Reichweite in Richtung Eurasien durch ein neues Interline-Abkommen mit dem türkischen Low-Cost-Carrier Pegasus Airlines. Diese strategische Allianz ermöglicht es Reisenden aus Nordamerika, über zentrale europäische Drehkreuze nahtlose Anschlüsse zu Zielen in der Türkei zu buchen. Die Kooperation umfasst zunächst neun spezifische Flugstrecken, die von Pegasus bedient werden. Als primärer Ankunftsort in der Türkei fungiert der Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen, der als wichtigstes Drehkreuz für Pegasus Airlines gilt. Durch die Bündelung der Flugleistungen auf einem einzigen Ticket wird der Buchungsprozess für internationale Fluggäste erheblich vereinfacht. Die operativen Schnittstellen der Partnerschaft befinden sich an bedeutenden europäischen Flughäfen, darunter Frankfurt, München, Wien, Zürich, Amsterdam und Kopenhagen. Passagiere, die aus Kanada kommen, können an diesen Standorten in das Streckennetz von Pegasus umsteigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anbindung ab Frankfurt am Main, von wo aus zusätzlich zum Ziel Istanbul auch Direktverbindungen nach Izmir in das gemeinsame Angebot aufgenommen wurden. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden ist das durchgehende Check-in des Reisegepäcks bis zum endgültigen Zielort, was die Umsteigezeiten an den europäischen Hubs verkürzt und den Reisekomfort erhöht. Hinter der Zusammenarbeit steht das Ziel von Air Canada, die Präsenz im wachsenden türkischen Markt zu stärken, ohne eigene Kapazitäten auf Nebenstrecken binden zu müssen. Pegasus Airlines wiederum profitiert von einer erhöhten Zufuhr an Langstreckenpassagieren aus dem nordamerikanischen Raum. Beide Fluggesellschaften haben bereits signalisiert, dass die aktuelle Interline-Vereinbarung lediglich den ersten Schritt einer tiefergehenden Kooperation darstellt. In einem nächsten Stadium wird die Umwandlung in ein umfassendes Codeshare-Abkommen geprüft. Dies würde

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Groupe ADP verzeichnet deutliches Gewinnwachstum im Geschäftsjahr 2025

Der französische Flughafenbetreiber Groupe ADP hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 eine positive Bilanz vorgelegt und seine wirtschaftliche Kennzahlen in fast allen Bereichen verbessert. Das Unternehmen, das unter anderem die Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly betreibt sowie internationale Beteiligungen hält, steigerte seinen Umsatz um 8,9 Prozent auf insgesamt 6,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 12,3 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro, während der Reingewinn ein Plus von 11,7 Prozent verzeichnete und bei 382 Millionen Euro schloss. Aufgrund dieser soliden Ertragslage plant der Konzern für das Jahr 2025 eine Dividende von drei Euro je Aktie an seine Anteilseigner auszuschütten. Das globale Passagieraufkommen innerhalb des gesamten Konzernnetzwerks stieg um 4,2 Prozent auf 379 Millionen Reisende. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das Kerngeschäft an den Standorten in der französischen Hauptstadt, wo 107 Millionen Fluggäste abgefertigt wurden, was einer Steigerung von 3,4 Prozent entspricht. Trotz der positiven Ertragszahlen bleibt die finanzielle Belastung durch Verbindlichkeiten bestehen: Die Nettoverschuldung der Gruppe belief sich zum Jahresende auf 8,6 Milliarden Euro. Der Konzern profitiert jedoch von der Erholung des internationalen Reiseverkehrs und einer gestiegenen Auslastung der kommerziellen Flächen in den Terminals. Für das laufende Jahr 2026 gibt sich das Management vorsichtig optimistisch und prognostiziert ein moderates Verkehrswachstum für die Pariser Flughäfen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Das operative Ergebnis soll laut Zielsetzung die Marke von 2,35 Milliarden Euro überschreiten. Zusätzliche Analysen deuten darauf hin, dass insbesondere die internationalen Beteiligungen, wie etwa am indischen Flughafenbetreiber GMR Airports, weiterhin einen signifikanten Beitrag zum

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Westjet und Virgin Atlantic vertiefen Kooperation durch Vernetzung der Vielfliegerprogramme

Die kanadische Fluggesellschaft Westjet und die britische Virgin Atlantic haben eine signifikante Erweiterung ihrer strategischen Partnerschaft bekannt gegeben. Im Zentrum der neuen Vereinbarung steht die vollständige gegenseitige Anerkennung der Vielfliegerprogramme Westjet Rewards und Virgin Atlantic Flying Club. Ab sofort haben Mitglieder beider Programme die Möglichkeit, auf dem gesamten globalen Streckennetz beider Carrier Punkte zu sammeln und einzulösen. Dies schließt ausdrücklich auch sämtliche Codeshare-Verbindungen ein. Für Westjet markiert dieser Schritt die erste neue bilaterale Treuepartnerschaft seit fast einem Jahrzehnt, was die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit unterstreicht. Besondere Relevanz gewinnt diese Kooperation auf der prestigeträchtigen Transatlantik-Route zwischen Toronto und London-Heathrow. Virgin Atlantic bereitet sich derzeit auf den ersten Jahrestag ihrer Rückkehr auf diese Strecke vor und plant für die kommende Sommersaison eine Erhöhung der Frequenz auf tägliche Flugverbindungen. Dabei kommt das Flaggschiff der Flotte, der Airbus A350-1000, zum Einsatz. Durch die Vernetzung können Passagiere aus Kanada über das Drehkreuz London nahtlose Anschlüsse zu internationalen Zielen wie Dubai, Kapstadt, Johannesburg oder Malé nutzen und dabei durchgehend von ihren Statusvorteilen profitieren. Die vertiefte Partnerschaft ist eine Reaktion auf den intensiven Wettbewerb im nordatlantischen Luftverkehrsmarkt. Während Virgin Atlantic als Mitglied der SkyTeam-Allianz agiert, bleibt Westjet offiziell allianzunabhängig, baut jedoch gezielt ein Netz aus bilateralen Abkommen auf, um die Reichweite ohne eine formelle Allianzmitgliedschaft zu vergrößern. Die technische Integration der Buchungssysteme ermöglicht es Kunden beider Airlines, Prämienflüge flexibler zu buchen. Branchenexperten werten diesen Schritt als Stärkung der Position beider Unternehmen gegenüber den dominierenden Marktführern auf der Langstrecke. Neben dem Sammeln von Meilen profitieren Statuskunden in naher

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Corsair International erweitert Flugangebot ab Toulouse um Mauritius

Die französische Fluggesellschaft Corsair International baut ihre Präsenz am Flughafen Toulouse-Blagnac aus und nimmt ab dem 15. Juni 2026 eine neue Langstreckenverbindung nach Mauritius in den Flugplan auf. Die Strecke wird ganzjährig bedient, wobei die Airline auf modernstes Fluggerät vom Typ Airbus A330-900neo setzt. Mit dieser Entscheidung reagiert Corsair auf die steigende Nachfrage nach Direktverbindungen aus der französischen Provinz. Mauritius ergänzt damit das Portfolio im Indischen Ozean, das bereits Ziele wie La Réunion und Mayotte umfasst, die ebenfalls direkt ab Toulouse angeflogen werden. Die strategische Ausrichtung der Airline zielt darauf ab, den Passagierkomfort durch die Umgehung der großen Pariser Drehkreuze wie Orly oder Charles de Gaulle signifikant zu steigern. Durch das Angebot von Direktflügen ab Regionalflughäfen erspart das Unternehmen den Reisenden aus Südfrankreich zeitaufwendige Umstiege und zusätzliche Inlandsflüge. Diese Strategie der Dezentralisierung ist Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung, im Zuge derer Corsair ihre älteren A330-300 schrittweise durch effizientere Neo-Modelle ersetzt, um die Betriebskosten auf den langen Umlaufstrecken zu senken. Wirtschaftlich betrachtet festigt Corsair durch diesen Schritt ihre Position im Wettbewerb mit anderen Ferienfliegern und der nationalen Konkurrenz. Der Flughafen Toulouse-Blagnac gewinnt dadurch weiter an Bedeutung als interkontinentales Sprungbrett. Die Airbus A330neo-Maschinen bieten dabei eine Drei-Klassen-Konfiguration, die sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende anspricht. Neben dem Passagiertransport spielt auch die Beiladung von Fracht eine Rolle, um die Wirtschaftlichkeit der über elfstündigen Flüge in den Indischen Ozean sicherzustellen. Die Aufnahme der Mauritius-Route ist zudem in den Kontext einer verstärkten Kooperation mit lokalen Tourismusbehörden eingebettet. Corsair plant, die Frequenzen je nach saisonaler Nachfrage flexibel anzupassen,

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Schauinsland-Reisen: Touristikchef Andreas Rüttgers scheidet aus

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen vollzieht eine einschneidende personelle Veränderung an der Spitze seines operativen Geschäfts. Wie das Unternehmen bestätigte, verlässt Andreas Rüttgers nach insgesamt 32-jähriger Betriebszugehörigkeit den viertgrößten deutschen Reiseveranstalter. Das Ausscheiden erfolgt laut offizieller Stellungnahme im gegenseitigen Einvernehmen. Rüttgers prägte über drei Jahrzehnte wesentliche Kernbereiche wie das Marketing, den Hoteleinkauf und die Produktentwicklung. Er galt als eines der bekanntesten Gesichter des mittelständischen Familienunternehmens und war maßgeblich an dessen Aufstieg zu einem Global Player der Touristikbranche beteiligt. Dieser Abschied ist eingebettet in eine umfassende Umstrukturierung der Geschäftsführung, die bereits Ende 2025 durch Inhaber Gerald Kassner und dessen Sohn Steffen eingeleitet wurde. Ziel dieser Neuausrichtung ist eine striktere Trennung zwischen der strategischen unternehmerischen Verantwortung der Eigentümerfamilie und der operativen Leitung des Tagesgeschäfts. Im Zuge dessen wurden bereits im Dezember 2025 mit Markus Förster und Detlef Schroer zwei langjährige Führungskräfte in die Geschäftsführung berufen, um das Gremium breiter aufzustellen und die Last der operativen Entscheidungen auf mehrere Schultern zu verteilen. Zusätzlich zur internen Beförderung plant die Unternehmensführung, die Geschäftsleitung künftig um externe Experten zu ergänzen. Diese sollen spezialisiertes Fachwissen einbringen, um den Herausforderungen eines digitalisierten und hochkompetitiven Reisemarktes zu begegnen. Schauinsland-Reisen reagiert damit auf den wachsenden Konsolidierungsdruck in der Branche und die Notwendigkeit, neue Impulse jenseits der bisherigen Strukturen zu setzen. Die Erweiterung des Führungsteams um externe Persönlichkeiten markiert einen Paradigmenwechsel für den traditionell sehr familiengeführten Veranstalter. Trotz des personellen Umbruchs hält das Unternehmen an seinen ehrgeizigen Wachstumszielen fest. Mit einem zuletzt gemeldeten Rekordumsatz von rund 2,15 Milliarden Euro und einer starken

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AJet erweitert Streckennetz um Direktverbindung zwischen Sivas und Köln/Bonn

Die türkische Fluggesellschaft AJet, eine Tochtergesellschaft der Turkish Airlines, baut ihr Angebot auf dem deutsch-türkischen Markt weiter aus. Ab dem 8. Juli 2026 nimmt der Carrier eine neue saisonale Verbindung zwischen der anatolischen Provinzhauptstadt Sivas und dem Flughafen Köln/Bonn auf. Wie aus einem Bericht von Aeroroutes.com hervorgeht, wird die Strecke bis zum 9. September bedient, um die erhöhte Nachfrage während der Sommermonate abzudecken. Die Flüge finden einmal wöchentlich, jeweils am Mittwoch, statt. Zum Einsatz kommt eine Boeing 737-800, die für ihre Zuverlässigkeit auf Mittelstrecken bekannt ist und in der Konfiguration von AJet primär auf eine effiziente Beförderung im Low-Cost-Segment ausgelegt ist. Diese neue Route ist Teil einer umfassenden Expansionsstrategie der Fluggesellschaft, die im Jahr 2024 aus der Umfirmierung von AnadoluJet hervorging. Sivas gewinnt als Zielort zunehmend an Bedeutung, insbesondere für den sogenannten Besuchsverkehr von Angehörigen, die in Nordrhein-Westfalen leben und direkte Reisemöglichkeiten in ihre Heimatregionen bevorzugen. Bisher mussten Reisende aus dem Einzugsgebiet Köln/Bonn für Flüge nach Zentralanatolien oft auf Umsteigeverbindungen über Istanbul-Sabiha Gökçen oder Ankara ausweichen. Die Direktverbindung verkürzt die Reisezeit erheblich und stärkt die Position des Flughafens Köln/Bonn als wichtiges Drehkreuz für den Verkehr in die Türkei. Technisch und operativ setzt AJet auf eine konsequente Standardisierung der Flotte. Die eingesetzten Maschinen vom Typ Boeing 737-800 bieten eine Kapazität von etwa 189 Sitzplätzen in einer reinen Economy-Konfiguration. Die Flugzeiten sind so getaktet, dass die Flugzeuge am frühen Mittwochmorgen in Sivas starten und nach einem kurzen Aufenthalt in Köln/Bonn wieder zurückkehren. Neben Sivas bedient AJet von deutschen Flughäfen aus bereits zahlreiche

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Pegasus Airlines eröffnet neues Wartungszentrum am Flughafen Sabiha Gökçen

Die türkische Fluggesellschaft Pegasus Airlines hat am Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen (SAW) ein neues Zentrum für die Instandhaltung von Flugzeugen (MRO – Maintenance, Repair and Overhaul) in Betrieb genommen. In der nun fertiggestellten ersten Ausbauphase verfügt die Anlage über zwei Wartungshangars sowie einen spezialisierten Lackierhangar. Auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern bietet der Komplex die Kapazität, bis zu fünf Schmalrumpfflugzeuge gleichzeitig zu warten. Die Investitionssumme für diesen ersten Abschnitt beläuft sich auf etwa 40 Millionen US-Dollar. Mit der Eröffnung wurden rund 200 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Technik und Logistik am Standort Istanbul geschaffen. Das Wartungszentrum verfügt über die notwendigen Zertifizierungen für die gängigsten Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. Dazu gehören die Boeing 737 NG sowie die gesamte Airbus A320-Familie, einschließlich der modernen Neo-Varianten mit CFM Leap-1A und Pratt & Whitney PW1100G Triebwerken. Durch die Eigenverwaltung der Wartungsprozesse zielt Pegasus Airlines darauf ab, die Standzeiten der Flotte zu optimieren und die Abhängigkeit von externen Dienstleistern zu reduzieren. Der Flughafen Sabiha Gökçen, der als wichtigster Hub für die Fluggesellschaft fungiert, stärkt damit seine Position als technisches Zentrum innerhalb der regionalen Luftfahrtinfrastruktur. Die Expansionspläne für das MRO-Zentrum sind bereits fest terminiert. Eine zweite Ausbaustufe soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und die Kapazität um Stellplätze für weitere fünf Flugzeuge verdoppeln. Langfristig sieht die Strategie eine dritte Phase in etwa vier bis fünf Jahren vor, um dem kontinuierlichen Flottenwachstum der Airline gerecht zu werden. Aktuell betreibt Pegasus eine der jüngsten Flotten Europas, die vorwiegend aus Airbus A321neo besteht. Die neuen Kapazitäten ermöglichen es der Gesellschaft

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