Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Lufthansa reaktiviert Flugverbindung zwischen München und Istanbul

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa plant für den Sommerflugplan 2026 die Wiederaufnahme der Nonstopverbindung zwischen ihrem Drehkreuz München und der türkischen Metropole Istanbul. Ab dem 29. März 2026 soll die Strecke wieder täglich bedient werden. Zum Einsatz kommen Flugzeuge der Airbus-Familie, konkret die Modelle A320 und A320neo. Mit diesem Schritt kehrt das Unternehmen nach einer über zehnjährigen Unterbrechung auf diese Route zurück. Zuletzt wurde die Verbindung im Oktober 2015 bedient, bevor sich die Fluggesellschaft im Zuge einer damaligen Netzoptimierung vorübergehend aus diesem Marktsegment zurückzog. Die Entscheidung zur Reaktivierung der Strecke erfolgt in einem Marktumfeld, das durch einen intensiven Wettbewerb mit türkischen Fluggesellschaften geprägt ist. Aktuell beherrschen Turkish Airlines und die Billigflugtochter Pegasus Airlines einen Großteil des Verkehrsaufkommens zwischen Bayern und dem Bosporus. Branchenexperten werten die Rückkehr der Lufthansa als Versuch, Marktanteile im lukrativen Geschäftsreiseverkehr sowie bei Umsteigeverbindungen über das Münchner Drehkreuz zurückzugewinnen. Istanbul gilt aufgrund seiner geografischen Lage und seiner wirtschaftlichen Bedeutung als eines der wichtigsten Ziele im osteuropäischen und vorderasiatischen Raum, das zudem eine hohe Nachfrage im Segment der Besuchsreisen aufweist. Durch die tägliche Anbindung ab Ende März 2026 erweitert die Lufthansa ihr Angebot am Flughafen München signifikant. Die Einbindung der modernen A320neo-Maschinen deutet auf eine kapazitätsorientierte Planung hin, da diese Flugzeuge für Mittelstrecken dieser Distanz optimiert sind. Die strategische Neuausrichtung am Standort München zielt darauf ab, das Drehkreuz gegenüber Frankfurt weiter zu profilieren und Passagieren aus Süddeutschland sowie Österreich direktere Reisemöglichkeiten in die Türkei zu bieten. In der Vergangenheit hatte die Airline die Strecke teilweise an ihre Verbundpartner überlassen,

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Untersuchung nach Todesfall an Bord einer Easyjet-Maschine in Malaga

Ein Vorfall am Flughafen von Malaga sorgt für intensive Ermittlungen der Behörden und der Fluggesellschaft Easyjet. Eine fünfköpfige Personengruppe brachte eine 89 Jahre alte Frau im Rollstuhl an Bord eines Airbus mit Ziel London-Gatwick. Augenzeugen berichteten, dass die Seniorin bereits beim Boarding vollkommen regungslos gewirkt habe und von ihren Begleitern physisch in den Flugzeugsitz gehoben werden musste. Das Verhalten der Gruppe erregte das Misstrauen anderer Passagiere sowie des Kabinenpersonals, woraufhin der Kapitän das Rollmanöver zur Startbahn abbrach und zum Gate zurückkehrte. Dort konnte ein herbeigerufener Notarzt nur noch den Tod der Frau feststellen. Im Zentrum der Untersuchungen steht nun der exakte Todeszeitpunkt der Passagierin. Es besteht der Verdacht, dass die Angehörigen versuchten, eine bereits verstorbene Person als lebenden Fluggast zu tarnen, um die hohen Kosten für eine professionelle Leichenüberführung von Spanien nach Großbritannien zu umgehen. Solche Rückführungen erfordern spezielle Zinksärge, behördliche Genehmigungen und verursachen oft Kosten im vierstelligen Bereich. Die spanische Polizei prüft in diesem Zusammenhang Zeugenaussagen, wonach die Frau schon während des Check-in-Prozesses keinerlei Lebenszeichen mehr von sich gegeben haben soll. Die Kritik der Mitreisenden richtet sich massiv gegen das Bodenpersonal am Flughafen Malaga. Passagiere äußerten Entsetzen darüber, dass eine offensichtlich leblose Person die Sicherheitskontrollen und das Boarding passieren konnte, ohne dass eingegriffen wurde. Der Vorfall führte zu einer Verspätung des Fluges nach London von rund zwölf Stunden, da die Maschine nach dem medizinischen Notfall und der polizeilichen Spurensicherung erst spät wieder für den Betrieb freigegeben werden konnte. Easyjet bestätigte den Vorfall und kündigte eine umfassende interne Aufarbeitung der

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Hochwertiges Schaumweinangebot zum Jahreswechsel im Wiener Kleinod am Ring

Die Wiener Gastronomiegruppe Kleinod präsentiert zum Jahresabschluss in ihrem neuesten Standort am Schottenring ein umfangreiches Sortiment namhafter Champagnerhäuser. Das Angebot im „Kleinod am Ring“ umfasst insgesamt 19 verschiedene Sorten, wobei renommierte Marken wie Perrier-Jouët, Bollinger, Dom Pérignon und Krug vertreten sind. Die Auswahl reicht von klassischen Brut-Varianten bis hin zu exklusiven Cuvées wie dem Pol Roger Sir Winston Churchill oder dem Roederer Cristal. Für größere Gesellschaften werden zahlreiche Positionen zudem im Magnum-Format angeboten. Preislich startet das Angebot für die Standardflasche bei 99 Euro und reicht im High-End-Segment bis zu 720 Euro pro Einheit. Ergänzt wird das flüssige Sortiment durch eine Auswahl frischer Austern, die unter der Leitung von Küchenchef Felix Albiez zubereitet werden. Die „Kleinod“-Gruppe, geführt von den Gastronomen Alexander Batik, Oliver Horvath, Philipp Scheiber und David Schober, hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2015 zu einer festen Größe in der Wiener Bar-Szene entwickelt. Das Konzept orientiert sich am Stil klassischer American Bars und wurde bereits mehrfach national ausgezeichnet. Neben dem Stammhaus in der Singerstraße und dem „Kleinod PRUNKSTÜCK“ stellt das „Kleinod am Ring“ die jüngste Expansion dar, die Gastronomie und gehobene Barkultur miteinander verbindet. Fachpublikationen wie das Magazin Falstaff würdigten das Unternehmen in den vergangenen Jahren wiederholt als „Bestes Bar-Team des Jahres“. Der neue Standort am Ring wurde für das Jahr 2025 zudem als „Neueröffnung des Jahres“ prämiert. Zusätzliche Recherchen zur Wiener Luxusgastronomie belegen einen anhaltenden Trend zur Spezialisierung auf exklusive Markenwelten im Bereich der Schaumweine. Das Segment der Prestige-Cuvées verzeichnet insbesondere in den Metropolen zur Silvestersaison eine

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Personalwechsel an der Spitze des Aufsichtsrats der Flughafen Kassel GmbH

Der Aufsichtsrat der Flughafen Kassel GmbH hat den hessischen Finanzstaatssekretär Till Kaesbach einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Uwe Becker an, der das Amt über einen Zeitraum von einem Jahr ausübte. Mit der Wahl Kaesbachs rückt ein Vertreter des Hessischen Finanzministeriums an die Spitze des Gremiums, was die strategische Bedeutung des Landes Hessen als Gesellschafter unterstreicht. Die Positionen der Stellvertreter bleiben unverändert besetzt durch den Kasseler Oberbürgermeister Sven Schoeller sowie den Landrat des Landkreises Kassel, Andreas Siebert. Die personelle Neubesetzung erfolgt in einer Phase, in der die wirtschaftliche Entwicklung des Regionalflughafens unter genauer Beobachtung steht. Till Kaesbach, der seit Anfang 2024 als Staatssekretär im Finanzministerium tätig ist, übernimmt die Leitung des Aufsichtsrats in einer Zeit, in der über die zukünftige Ausrichtung und die finanzielle Konsolidierung des Standorts debattiert wird. Der Flughafen Kassel-Calden sieht sich regelmäßig mit Diskussionen über Passagierzahlen und die Rentabilität des Flugbetriebs konfrontiert, weshalb der Expertise aus dem Finanzressort des Landes eine besondere Rolle bei der künftigen Haushaltsplanung zukommt. Zusätzliche Branchenberichte weisen darauf hin, dass die Flughafen GmbH Kassel eine enge Abstimmung zwischen Land, Stadt und Landkreis benötigt, um die operativen Verluste zu begrenzen und das Flugangebot für die Region Nordhessen stabil zu halten. In der Vergangenheit wurden verschiedene Gutachten zur wirtschaftlichen Lage des Flughafens erstellt, die unter anderem die Bedeutung des Standorts für den regionalen Arbeitsmarkt und die lokale Industrie betonten. Kaesbach wird nun die Aufgabe haben, die unterschiedlichen Interessen der kommunalen und staatlichen Anteilseigner zu koordinieren und die Geschäftsführung bei

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Moderate Zuwachsraten am Flughafen Amsterdam-Schiphol im November 2025

Der Flughafen Amsterdam-Schiphol verzeichnete im November 2025 ein Passagiervolumen von 5,2 Millionen Reisenden. Dies entspricht einer Steigerung von drei Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Laut offiziellen Daten des Flughafenbetreibers entfielen rund 3,6 Millionen Fluggäste auf den Lokalverkehr, während knapp zwei Millionen Passagiere den Airport als Drehkreuz für Umsteigeverbindungen nutzten. Die stärkste Nachfrage konzentrierte sich auf Destinationen in Großbritannien, Spanien, Italien, der Türkei sowie den USA. Diese Entwicklung unterstreicht die weiterhin hohe Relevanz Amsterdams als eines der zentralen Luftverkehrsdrehkreuze im europäischen Netzwerk. Trotz des Wachstums sieht sich der Flughafen weiterhin mit betrieblichen Herausforderungen und regulatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass die Kapazitätsplanung in Schiphol durch die Diskussionen um eine Deckelung der jährlichen Flugbewegungen beeinflusst wird. Dennoch bleibt die Nachfrage im Segment der Transatlantikflüge sowie auf den klassischen europäischen Städterouten stabil. Insbesondere die Verbindungen nach London-Heathrow und Madrid-Barajas gehörten im Berichtszeitraum zu den am stärksten frequentierten Strecken. Die Zunahme der Passagierzahlen im November deutet zudem auf ein solides Geschäft im Bereich der Geschäftsreisen sowie einen frühen Beginn des winterlichen Urlaubsverkehrs hin. Wirtschaftlich betrachtet profitiert der Standort von der hohen Effizienz im Transfergeschäft, das fast 40 Prozent des Gesamtaufkommens ausmacht. Der Flughafen investiert aktuell massiv in die Modernisierung der Infrastruktur, insbesondere in die Terminalbereiche und die Gepäckabfertigung, um die Abwicklungszeiten zu optimieren. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Schiphol im Wettbewerb mit anderen europäischen Hubs wie Paris-Charles-de-Gaulle oder Frankfurt steht. Die stabilen Zuwachsraten bei den Direktflügen belegen die starke Position des Flughafens im Einzugsgebiet der Benelux-Staaten, während das Wachstum bei den Umsteigern

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Die technische Evolution und Effizienz des Turboprop-Antriebs in der modernen Luftfahrt

In der heutigen Luftfahrtindustrie nehmen Turboprop-Triebwerke immer noch eine Stellung ein, insbesondere im Regionalverkehr und bei militärischen Transportaufgaben. Während die breite Öffentlichkeit oft die großen Strahltriebwerke der Langstreckenjets fokussiert, bietet die Kombination aus Gasturbine und Propeller spezifische physikalische Vorteile, die in bestimmten Flugprofilen unerreicht bleiben. Dieser Antriebstyp vereint die hohe Leistungsdichte einer Turbine mit dem hohen Wirkungsgrad eines großflächigen Propellers bei niedrigen und mittleren Fluggeschwindigkeiten. Die technologische Entwicklung hat dabei über Jahrzehnte hinweg Systeme hervorgebracht, die durch komplexe Getriebekonstruktionen und automatisierte Blattverstellungen eine präzise Leistungsabgabe ermöglichen. Die folgende Analyse beleuchtet die Funktionsweise, die historische Einordnung sowie die thermodynamischen Gründe für die wirtschaftliche Überlegenheit dieses Antriebskonzepts im Vergleich zu Turbofan-Triebwerken. Die physikalische Basis: Funktionsweise des Turboprop-Antriebs Ein Turboprop-Triebwerk besteht im Kern aus einer Gasturbine, die mechanische Arbeit verrichtet, um einen Propeller anzutreiben. Der Prozess beginnt mit dem Ansaugen der Umgebungsluft durch den Einlass. Im nachgeschalteten Verdichter wird die Luft komprimiert, was zu einer massiven Erhöhung von Druck und Temperatur führt. Diese hochverdichtete Luft tritt in die Brennkammer ein, wo kontinuierlich Kerosin eingespritzt und verbrannt wird. Die dabei entstehenden hochenergetischen Gase expandieren durch die Turbinenstufen. Im Gegensatz zum Turbojet, bei dem die Energie primär zur Erzeugung von Rückstoß durch die Düse genutzt wird, entzieht die Turbine beim Turboprop dem Gasstrom fast die gesamte Energie – oft bis zu 90 Prozent oder mehr – und wandelt sie in Rotationsenergie der Welle um. Diese Rotationsenergie wird über eine Welle an ein Reduktionsgetriebe weitergeleitet. Da Gasturbinen bei sehr hohen Drehzahlen, oft mehreren zehntausend Umdrehungen pro

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Erneute Höchstbewertung für japanische All Nippon Airways

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) wurde zum 13. Mal in Folge von der britischen Ratingagentur Skytrax mit der höchsten Auszeichnung von fünf Sternen prämiert. Seit dem Jahr 2013 hält der Konzern dieses Qualitätsniveau kontinuierlich und gehört damit zu einem exklusiven Kreis von weltweit nur elf Fluggesellschaften, die diesen Status erreichen konnten. Die Bewertung basiert auf einer detaillierten Prüfung sämtlicher Servicebereiche, die von der Bodenabfertigung an den Flughäfen bis hin zum Kabinenservice während des Fluges reichen. Besonders hervorgehoben wurden die Sauberkeit der Lounges, die japanische Ästhetik der Innenausstattung sowie die Qualität der Bordverpflegung. Ein wesentlicher Faktor für das wiederholte Spitzenresultat ist die Hardware der Flugzeugflotte. Die auf der Boeing 777-300ER installierten Kabinenprodukte „THE Suite“ in der First Class und „THE Room“ in der Business Class setzen im internationalen Vergleich Maßstäbe für Privatsphäre und Komfort. Um diese Marktposition zu sichern, plant das Unternehmen ab dem Jahr 2026 die Einführung eines neuen Business-Class-Sitzes unter dem Namen „THE Room FX“. Diese vollständig privaten Suiten mit verschließbaren Türen sollen schrittweise auf den Langstreckenflügen der Boeing 787-9 implementiert werden, um den Fluggästen einen luxuriösen Rückzugsraum zu bieten. Parallel zu den physischen Neuerungen investiert die ANA Group massiv in digitale Infrastruktur und Kulinarik. Der kostenlose Highspeed-WLAN-Service wird auf internationale Strecken für alle Buchungsklassen ausgeweitet, um eine lückenlose Internetverbindung während der gesamten Reisezeit zu ermöglichen. Im kulinarischen Bereich setzt die Airline auf das Expertenteam „THE CONNOISSEURS“, welches aktuell auf 16 international anerkannte Spitzenköche vergrößert wurde. Diese Kooperation soll die Qualität der japanischen Küche und des Angebots

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Volotea ersetzt Ryanair am Flughafen Asturien und expandiert nach Brüssel

Die spanische Fluggesellschaft Volotea vollzieht zum Sommerflugplan 2026 eine strategische Neuausrichtung auf dem belgischen Markt. Erstmals wird der Low-Cost-Carrier den Hauptstadthafen Brüssel-Zaventem ansteuern und eine Direktverbindung nach Asturien im Norden Spaniens einrichten. Geplant sind drei wöchentliche Rotationen. Bisher beschränkte sich die Präsenz der Airline in Belgien ausschließlich auf den Flughafen Charleroi, von wo aus saisonale Ziele in Frankreich bedient wurden. Dieser Schritt markiert den Einstieg von Volotea in das Segment der größeren internationalen Drehkreuze und stärkt die Anbindung der nordspanischen Region an das europäische Zentrum. Hintergrund dieser Expansion ist der angekündigte Rückzug des Konkurrenten Ryanair vom Flughafen Asturien zum Ende der laufenden Wintersaison. Die irische Fluggesellschaft streicht im kommenden Sommer rund 1,2 Millionen Sitzplätze an spanischen Regionalflughäfen und stellt unter anderem die Verbindung zwischen Asturien und Charleroi ein. Ryanair begründet diesen Schritt mit den geplanten Gebührenerhöhungen des spanischen Flughafenbetreibers AENA. Volotea nutzt das entstehende Vakuum und baut die Kapazitäten in Asturien massiv aus, um die Marktführerschaft an diesem Standort zu übernehmen. Zusätzlich zur neuen Brüssel-Route weitet Volotea das Streckennetz ab Asturien auf Ziele wie Paris, Rom, Porto und Florenz aus. Um der erwarteten Nachfragesteigerung gerecht zu werden, plant das Unternehmen eine Flottenanpassung durch den verstärkten Einsatz von Airbus A320-Maschinen, die über eine höhere Sitzplatzkapazität verfügen als die bisher genutzten A319. Marktanalysen zeigen, dass Asturien als Reiseziel aufgrund seiner spezifischen Küstenlandschaft und kulinarischen Tradition zunehmend an Bedeutung gewinnt, während der Massentourismus dort bisher weniger stark ausgeprägt ist als an den Mittelmeerküsten. Für den Flughafen Brüssel bedeutet der Eintritt von Volotea eine

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Finanzielle Einigung in der Kanalinsel-Luftfahrt: Guernsey Ports schließt Schuldenstreit mit Flugzeugeigentümern ab

Die Insolvenz der Regionalfluggesellschaft Blue Islands hat die Luftverkehrsinfrastruktur der Kanalinseln vor erhebliche logistische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen konnte der staatliche Betreiber Guernsey Ports nun eine Einigung mit den Eigentümern zweier festgesetzter Flugzeuge des Typs ATR 72 erzielen. Durch diesen Vergleich wird ein Großteil der ausstehenden Gebühren beglichen, was die Freigabe der Maschinen ermöglicht. Der Zusammenbruch von Blue Islands am 14. November 2025 hatte nicht nur den lokalen Flugverkehr zwischen Guernsey und Jersey zum Erliegen gebracht, sondern auch weitreichende Folgen für den britischen Regionalverkehr und die Anbindung an den Flughafen London Gatwick. Während die juristischen Auseinandersetzungen um die Altschulden beigelegt werden, ordnet die Regierung von Guernsey den Markt neu: Die Flugverbindung nach Jersey wurde als essenziell eingestuft, und die staatseigene Fluggesellschaft Aurigny Air Services erhielt bereits die erste entsprechende Lizenz für den Linienbetrieb ab Januar 2026. Juristische Komplexität und finanzielle Sicherung Der Fall Blue Islands verdeutlicht die Komplexität internationaler Leasingstrukturen im Luftverkehr. Nachdem die Fluggesellschaft ihren Betrieb abrupt einstellen musste, blieben zwei Turboprop-Maschinen auf dem Rollfeld von Guernsey zurück. Es handelt sich dabei um eine ATR 72-500, die sich im Besitz von Abelo Capital Aviation befindet, und eine modernere ATR 72-600, die Jetstream Aviation Capital gehört. Guernsey Ports hatte von seinem Recht Gebrauch gemacht, die Maschinen als Pfand für unbezahlte Lande- und Abfertigungsgebühren zurückzuhalten. Mark Helyar, Präsident des Trading Supervisory Board und zuständig für die Überwachung des Flughafens, bezeichnete die nun getroffene Vereinbarung als sehr positiv für die Insel. Obwohl die genaue Höhe der ausstehenden Summen unter

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Air Arabia nimmt Flugbetrieb zwischen Schardscha und Prag wieder auf

Die Fluggesellschaft Air Arabia hat eine neue tägliche Nonstop-Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz am Sharjah International Airport und dem Václav-Havel-Flughafen in Prag gestartet. Damit kehrt der Billigflieger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einer fünfjährigen Unterbrechung auf den tschechischen Markt zurück. Die Route wird mit modernen Maschinen des Typs Airbus A320neo bedient. Durch die tägliche Frequenz zielt die Airline darauf ab, die wachsende Nachfrage im Freizeit- und Geschäftsreiseverkehr zwischen Zentraleuropa und der Golfregion zu decken. Die Ankunft des Erstfluges wurde in Prag mit einer offiziellen Zeremonie gewürdigt, die die strategische Bedeutung der Verbindung für den tschechischen Luftverkehrsstandort unterstreicht. Für den Flughafen Prag bedeutet die Rückkehr von Air Arabia eine signifikante Stärkung der Konnektivität in Richtung Osten. Über das Drehkreuz in Schardscha erhalten Passagiere Zugang zu einem weitreichenden Streckennetz, das über den Nahen Osten hinaus bis nach Ostafrika, auf den indischen Subkontinent und nach Südostasien reicht. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass der Flughafen Prag gezielt daran arbeitet, seine Langstreckenkapazitäten und die Anbindungen an internationale Hubs außerhalb Westeuropas auszubauen. Die neue Verbindung konkurriert dabei teilweise mit bestehenden Angeboten anderer Golf-Airlines, die den Flughafen Dubai bedienen, bietet jedoch durch das Low-Cost-Modell von Air Arabia eine preislich attraktive Alternative für kostenbewusste Reisende. Die Expansion nach Prag ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie von Air Arabia im europäischen Raum. Das Streckennetz ab Schardscha umfasst bereits Metropolen wie Wien, Athen, Mailand-Bergamo, Krakau und Warschau. Die Airline nutzt die Reichweitenvorteile des Airbus A320neo, um mittelstreckentaugliche Ziele effizient zu erreichen. An Bord wird ein hybrides Servicekonzept verfolgt, das Streaming-Entertainment und ein

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