Stefan Steiner

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Stefan Steiner

BAE Systems reduziert Anteile an kasachischer Air Astana deutlich

Der britische Rüstungs- und Technologiekonzern BAE Systems hat den Verkauf eines umfangreichen Aktienpakets der nationalen kasachischen Fluggesellschaft Air Astana eingeleitet. Wie das Unternehmen am 18. Dezember 2025 mitteilte, werden Global Depositary Receipts (GDRs) im Umfang von rund acht Prozent des gesamten Aktienkapitals am Markt platziert. Damit halbiert BAE Systems seine bisherige Beteiligung von 16,5 Prozent beinahe. Der Verkauf erfolgt über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren und richtet sich an institutionelle Investoren. Dieser Schritt folgt auf den erfolgreichen Börsengang von Air Astana im Februar 2024, bei dem das Unternehmen bereits erste Anteile veräußerte und an den Börsen in London, Astana und Almaty gelistet wurde. Die Reduzierung der Beteiligung markiert eine strategische Neuausrichtung für BAE Systems, das seit der Gründung der Fluggesellschaft im Jahr 2001 als Partner und Investor fungierte. Neben BAE Systems ist der kasachische Staatsfonds Samruk-Kazyna der Hauptanteilseigner von Air Astana. Trotz des Teilverkaufs bleibt der britische Konzern vorerst mit einer Restbeteiligung von rund 8,5 Prozent an der Airline beteiligt, hat jedoch eine Haltefrist (Lock-up) für die verbleibenden Anteile vereinbart. Marktbeobachter werten diesen Schritt als planmäßige Gewinnmitnahme nach der positiven Entwicklung der Fluggesellschaft, die im Jahr 2024 ihren Gewinn deutlich steigern konnte und ihre Flotte durch die Indienststellung neuer Flugzeuge der Typen Airbus A321neo und Boeing 787 Dreamliner kontinuierlich modernisiert. Air Astana gilt als eine der profitabelsten Fluggesellschaften in der Region Zentralasien und betreibt neben der Hauptmarke auch den Low-Cost-Carrier FlyArystan. Die wirtschaftliche Stabilität der Gruppe ermöglichte es den Anteilseignern, durch den Börsengang und nun durch den Sekundärmarktverkauf Kapital freizusetzen. Analysten betonen,

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Swissport zertifiziert Standort Düsseldorf für spezialisierte Pharmalogistik

Der weltweit agierende Luftfrachtdienstleister Swissport hat sein Frachtzentrum am Flughafen Düsseldorf erfolgreich nach dem internationalen IATA CEIV Pharma-Standard zertifiziert. Mit diesem Schritt erweitert das Unternehmen sein globales Netzwerk an spezialisierten Pharmazentren auf insgesamt 24 zertifizierte Standorte. Die Neuerung in Düsseldorf ist Teil einer umfassenden Investitionsstrategie in temperaturgeführte Infrastrukturen, die im Jahr 2025 bereits durch Erweiterungen in Manchester, New York (JFK) und Shanghai vorangetrieben wurde. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Produktion von Biologika und hochgradig temperaturempfindlichen Therapien in der Pharmaindustrie, die eine lückenlose Kühlkette und spezialisierte Abwicklungsprozesse erfordern. Das Logistikmodell in Düsseldorf orientiert sich an dem 2024 in Basel eingeführten „Cool and Connect“-Konzept. Dieses System sieht eine strikte Trennung und Überwachung verschiedener Temperaturbereiche vor, wobei ein besonderer Fokus auf der Infrastruktur für Kühlcontainer im Bereich von 2 bis 8 Grad Celsius liegt. Swissport nutzt zur Sicherstellung der Produktintegrität digitale Überwachungssysteme, die eine Temperaturkontrolle in Echtzeit sowie eine vollständige Rückverfolgbarkeit über alle Schnittstellen hinweg ermöglichen. Proaktive Warnmeldungen erlauben es dem Bodenpersonal, bei drohenden Temperaturabweichungen sofort einzugreifen und so den Verlust empfindlicher medizinischer Güter zu verhindern. Im vergangenen Geschäftsjahr schlug Swissport weltweit rund 5 Millionen Tonnen Fracht um, wobei pharmazeutische Sendungen etwa 10 Prozent des Gesamtvolumens ausmachten. Angesichts der zunehmenden Komplexität der Präparate setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus zertifizierter Hardware und umfassenden Schulungsprogrammen für die Belegschaft. Neben der IATA-Zertifizierung hält Swissport an verschiedenen Standorten weitere Branchenzulassungen, wie die der britischen Aufsichtsbehörde MHRA oder Zertifikate gemäß der Good Distribution Practice (GDP). Diese Standards sind Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit globalen

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Qanot Sharq nimmt Flugbetrieb nach London Gatwick auf

Der internationale Flugverkehr zwischen Usbekistan und dem Vereinigten Königreich erlebt derzeit eine beispiellose Expansionsphase. Mit der Landung der usbekischen Fluggesellschaft Qanot Sharq am Flughafen London Gatwick am 15. Dezember 2025 wurde ein neues Kapitel in der Erschließung zentralasiatischer Märkte aufgeschlagen. Qanot Sharq ist damit nach der staatlichen Uzbekistan Airways die zweite Fluggesellschaft, die Direktverbindungen zwischen der usbekischen Hauptstadt Taschkent und London anbietet. Diese Entwicklung unterstreicht das enorme Wachstumspotenzial des usbekischen Marktes, der sich zunehmend als strategischer Knotenpunkt zwischen Ost und West positioniert. Neben dem Ausbau der Kapazitäten nach London zeichnet sich für das kommende Jahr bereits die nächste Premiere ab: Mit dem geplanten Start von Centrum Air auf der Route nach Manchester wird Usbekistan erstmals auch außerhalb der britischen Hauptstadt präsent sein. Diese Dynamik ist eingebettet in eine generelle Wachstumsstrategie des Flughafens Gatwick, der für das Jahr 2026 zahlreiche neue Betreiber und eine signifikante Kapazitätsausweitung durch die Eröffnung einer neuen Basis der Fluggesellschaft Jet2 erwartet. Strategische Positionierung im Herzen Zentralasiens Usbekistan verfolgt, ähnlich wie das benachbarte Kasachstan, eine ehrgeizige Strategie zur Nutzung seiner geografischen Lage. Das Land investiert massiv in die Modernisierung seiner Luftfahrtinfrastruktur und die Liberalisierung des Sektors, um den Transitverkehr zwischen Europa und Asien zu fördern. Die Aufnahme der Flüge durch Qanot Sharq ist ein deutliches Signal für den Erfolg dieser Bemühungen. In den zwölf Monaten bis Oktober 2025 verzeichnete der Markt zwischen Taschkent und London rund 59.000 Passagiere. Bemerkenswert ist dabei, dass fast die Hälfte dieser Reisenden bisher auf Umsteigeverbindungen angewiesen war. Besonders der Flughafen Istanbul fungierte

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Ryanair eröffnet neue Basis in der marokkanischen Hauptstadt Rabat

Ryanair baut die Präsenz in Nordafrika massiv aus und wird im April 2026 eine neue Basis in Rabat eröffnen. Mit einer Investition von rund 200 Millionen US-Dollar stationiert die Fluggesellschaft zwei Flugzeuge am Flughafen Rabat-Salé. Das Angebot umfasst für die Sommersaison 2026 insgesamt 20 Strecken, darunter sieben neue internationale Verbindungen. Rabat wird damit der fünfte feste Standort des Unternehmens in Marokko, das bereits Stützpunkte in Marrakesch, Agadir, Fès und Tanger betreibt. Die Expansion soll die Sitzplatzkapazität in der Hauptstadt um 45 Prozent steigern. Die neuen Flugverbindungen zielen insbesondere auf den europäischen Markt ab und umfassen Ziele wie Mailand-Bergamo, Porto, Pisa, Valencia sowie mehrere Standorte in Deutschland. Vorgesehen sind regelmäßige Flüge nach Frankfurt-Hahn, Nürnberg und Karlsruhe/Baden-Baden. Das Unternehmen gibt an, dass durch die neue Basis rund 800 lokale Arbeitsplätze entstehen, wovon 60 Stellen direkt auf Piloten und Kabinenpersonal entfallen. Insgesamt plant Ryanair, im Jahr 2026 über 10,7 Millionen Passagiere auf marokkanischen Routen zu befördern, wobei das Angebot sowohl internationale als auch inner-marokkanische Flüge abdeckt. Diese Entwicklung ist Teil einer großangelegten nationalen Strategie zur Förderung des Tourismus und der Infrastruktur im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichtet. Das Land investiert derzeit massiv in die Erweiterung seiner Luftverkehrsknotenpunkte; so wird die Kapazität des Flughafens Rabat-Salé durch den Bau eines neuen Terminals auf vier Millionen Passagiere pro Jahr gesteigert. Ryanair hat seine Gesamtinvestitionen in Marokko mittlerweile auf über 1,6 Milliarden US-Dollar erhöht und bedient insgesamt 13 Flughäfen im Land, um die wirtschaftliche Anbindung der verschiedenen Regionen zu sichern.

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Discover Airlines erhält 4-Sterne-Auszeichnung von Skytrax

Die zur Lufthansa Group gehörende Ferienfluggesellschaft Discover Airlines ist von der internationalen Ratingagentur Skytrax erstmals auditiert und mit einer 4-Sterne-Bewertung in der Kategorie „Leisure Airline“ ausgezeichnet worden. Damit erzielt die im Sommer 2021 gestartete Fluggesellschaft auf Anhieb die aktuell höchste Einstufung innerhalb dieses Marktsegments. Das Audit wurde im November 2025 auf verschiedenen Kurz- und Langstreckenverbindungen ab den Drehkreuzen Frankfurt und München durchgeführt. Die Bewertung umfasst sowohl die Produktqualität als auch die Serviceleistungen des Personals am Boden und während des Fluges. Besonderes Augenmerk legten die Auditoren auf die Premium Economy Class, deren Standard deutlich über dem üblichen Niveau von Ferienfliegern eingeordnet wurde. Zusätzliche Merkmale wie die Verwendung von Porzellangeschirr, gedruckten Menükarten und ein kostenfreies Bordunterhaltungssystem wurden positiv hervorgehoben. Letzteres ermöglicht Passagieren über eine sogenannte Onboard Cloud den Zugriff auf Filme und Zeitschriften über eigene Endgeräte, was insbesondere auf Kurzstreckenflügen innerhalb Europas kein branchenweiter Standard ist. Auch die Konsistenz des Serviceerlebnisses in der Business Class sowie das Auftreten der Kabinenbesatzung flossen maßgeblich in das Ergebnis ein. Die Auszeichnung fällt in eine Phase des personellen und technischen Ausbaus. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 2.100 Mitarbeiter und operiert mit einer Flotte von 30 Flugzeugen. Bis zum Jahr 2028 plant das Management eine Erweiterung auf insgesamt 40 Maschinen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Einflottung des Airbus A350, der künftig als neues Flaggschiff der Airline fungieren soll. Zudem ist ab 2027 eine umfassende Erneuerung der Kabinenkonfiguration innerhalb der bestehenden Airbus A330-Flotte vorgesehen, um den Komfort auf der Langstrecke weiter zu vereinheitlichen. Durch die enge

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US Air Force investiert in zusätzliche Boeing 747-8 für Trainingszwecke

Die US Air Force hat am 16. Dezember 2025 den Erwerb von zwei weiteren Flugzeugen des Typs Boeing 747-8 bekannt gegeben. Mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen US-Dollar reagiert das Militär auf die anhaltenden Verzögerungen bei der Fertigstellung der nächsten Generation der Präsidentenmaschine, bekannt unter der militärischen Bezeichnung VC-25B. Die neu erworbenen Maschinen sollen primär dazu dienen, ein umfassendes Programm für Training, Testläufe und Instandhaltung aufzubauen. Damit will die Luftwaffe sicherstellen, dass sowohl die Flugbesatzungen als auch das technische Wartungspersonal vollständig auf das neue System vorbereitet sind, sobald die operativen Maschinen einsatzbereit sind. Da die Auslieferung der eigentlichen Air Force One tief in die zweite Hälfte des Jahrzehnts gerutscht ist, wächst der Druck auf die bestehende, alternde Flotte der VC-25A-Modelle aus den 1990er Jahren. Die zusätzlichen Flugzeuge werden ausdrücklich nicht für den Transport des Präsidenten umgerüstet, sondern fungieren als unterstützende Infrastruktur, um die Einsatzbereitschaft der zukünftigen Flotte langfristig abzusichern. Hintergründe und Verzögerungen im VC-25B Programm Das Projekt zur Erneuerung der präsidialen Luftflotte wurde bereits im Jahr 2018 offiziell gestartet. Geplant war ursprünglich, die zwei modifizierten Boeing 747-8 Flugzeuge ab dem Jahr 2024 in Dienst zu stellen. Das Programm sieht vor, die derzeit genutzten VC-25A-Maschinen – stark modifizierte Boeing 747-200 – nach über drei Jahrzehnten Einsatzzeit abzulösen. Die Komplexität des Vorhabens hat jedoch zu massiven Zeitverzögerungen geführt. In einer aktuellen Stellungnahme räumte die US Air Force ein, dass die Auslieferung der ersten neuen Präsidentenmaschine nun erst für Mitte 2028 erwartet wird. Die Gründe für den Verzug sind vielfältig. Neben allgemeinen

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Stagnation auf hohem Niveau: Die Preisdynamik im deutschen Billigflugsektor im Herbst 2025

Der Markt für preisgünstige Flugreisen in Deutschland zeigt im Herbst 2025 ein gespaltenes Bild. Während die Ticketpreise im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil geblieben sind, kämpft die Branche mit einem strukturellen Rückgang des Angebots und hohen Standortkosten. Eine aktuelle Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) belegt, dass die Durchschnittspreise für ein einfaches Ticket ohne Zusatzleistungen derzeit zwischen 48 Euro bei dem ungarischen Anbieter Wizz Air und 113 Euro bei der britischen Easyjet liegen. Damit hat sich die Preisspanne gegenüber dem Vorjahr, als sie noch zwischen 61 und 115 Euro schwankte, leicht nach unten verschoben, was primär auf aggressive Preisstrategien einzelner Anbieter zurückzuführen ist. Dennoch bleibt das Fliegen ab Deutschland im europäischen Vergleich teuer. Vor allem Kurzentschlossene müssen tief in die Tasche greifen: Wer am Vortag bucht, zahlt bei Marktführern wie Eurowings im Schnitt über 167 Euro, während Frühbucher bei Wizz Air bereits für unter 30 Euro abheben können. Die Untersuchung verdeutlicht zudem, dass Deutschland im Vergleich zum Rekordjahr 2019 massiv an Boden verloren hat. Damals lag der Anteil der Direktflüge am Gesamtverkehr noch bei einem Drittel, heute ist er auf etwa ein Viertel gesunken. Preisstrategien zwischen Frühbucherrabatt und Last-Minute-Aufschlag Die Preissetzung der Fluggesellschaften folgt im Herbst 2025 einem klaren Muster der zeitlichen Differenzierung. Die DLR-Experten werteten Testabfragen vom 23. September aus und stellten fest, dass die Vorlaufzeit der entscheidende Faktor für den Endpreis ist. Bei Eurowings, der Airline mit dem dichtesten Netz in Deutschland, kostete ein Flug mit drei Monaten Vorlauf im Schnitt etwa 76 Euro. Für

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Explorer Fernreisen integriert Bahn-Anreise und führt neue Themenreisen ein

Der Individualreiseveranstalter Explorer Fernreisen hat sein Serviceangebot für Pauschalreisen grundlegend erweitert. Seit Dezember 2025 ist bei allen Buchungen, die internationale Flüge beinhalten, ein Zug-zum-Flug-Ticket für die zweite Klasse automatisch im Preis inbegriffen. Diese Regelung gilt für Abflüge von allen deutschen Flughäfen sowie von den Standorten Basel und Salzburg. Um eine hohe Flexibilität zu gewährleisten, werden die Fahrkarten als Flex-Tickets ohne Zugbindung ausgestellt. Damit reagiert das Unternehmen auf die Anforderungen des Marktes nach einer unkomplizierten Anreise zum Flughafen, die auch bei kurzfristigen Flugplanänderungen Bestand hat. Parallel zur Erweiterung der Inklusivleistungen baut der Spezialveranstalter sein Portfolio an Themenreisen aus. Neu im Programm sind spezifische Angebote für Anhänger der Harry-Potter-Filmwelt. Dazu gehört ein fünftägiger Aufenthalt in London mit Fokus auf städtische Drehorte sowie eine neuntägige Mietwagenrundreise durch Schottland, die zu bekannten Naturkulissen der Filmreihe führt. Diese Reisen werden über das digitale Baukastensystem TripBuilder verwaltet, welches Reisebüros und Kunden eine individuelle Anpassung der Route und der Unterkünfte ermöglicht. Die Geschäftsführung von Explorer betont, dass die automatische Inkludierung der Bahnfahrt die Planungssicherheit für Reisebüros erhöht und den Beratungsprozess vereinfacht. Ergänzend dazu stehen Optionen für Upgrades in die erste Klasse sowie Regelungen zur Nutzung des Tickets am Tag nach der Landung zur Verfügung. Durch die Kombination aus technischer Flexibilität im Buchungssystem und erweiterten Inklusivleistungen zielt der Veranstalter darauf ab, die Kundenbindung im Segment der Individual- und Erlebnisreisen zu stärken. Das Unternehmen, das zur Dertour Group gehört, festigt damit seine Position als Anbieter maßgeschneiderter Fernreisen im deutschsprachigen Raum.

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Neue Linienverbindungen ab Flughafen Friedrichshafen durch Air Uniqon

Die neu gegründete „virtuelle“ Fluggesellschaft Air Uniqon wird ab Mitte Januar 2026 den regionalen Flugbetrieb am Bodensee-Airport Friedrichshafen aufnehmen. Das Unternehmen reagiert damit auf die seit dem Rückzug großer Fluggesellschaften entstandene Lücke in der Anbindung der Bodenseeregion an wichtige deutsche Wirtschaftszentren. Ab dem 12. Januar 2026 stehen insgesamt elf wöchentliche Verbindungen zu den Zielen Berlin, Düsseldorf und Hamburg im Flugplan. Das Konzept sieht vor, zunächst vier Rotationen nach Düsseldorf, vier nach Berlin und drei nach Hamburg durchzuführen, um Geschäftsreisenden und Touristen eine effiziente Reisealternative zum Schienenverkehr zu bieten. Für die Durchführung der Flüge greift Air Uniqon auf die operative Unterstützung der deutschen Fluggesellschaft Avanti Air zurück. Zum Einsatz kommt ein Flugzeug des Typs De Havilland Dash 8-400 mit einer Kapazität von 78 Sitzplätzen. Dieser Turboprop-Maschinentyp gilt als besonders geeignet für regionale Kurzstrecken, da er auch auf kleineren Flughäfen flexibel operieren kann. Der Erstflug ist für den frühen Morgen des 12. Januars nach Düsseldorf terminiert, gefolgt von der Aufnahme der Berlin-Route am selben Vormittag. Die Verbindung nach Hamburg wird schließlich am 13. Januar in den Betrieb integriert. Tickets für die neuen Strecken sind bereits über die unternehmenseigene Webseite sowie über das globale Distributionssystem Flexflight buchbar. Air Uniqon differenziert sein Angebot in den drei Tarifklassen Basic, Smart und Business, wobei die Einstiegspreise für einen einfachen Flug bei 99 Euro liegen. Durch die Anbindung an das GDS-System unter dem Code W2 ist die Airline zudem in allen gängigen Reisebüro-Buchungssystemen gelistet. Der Flughafen Friedrichshafen hofft durch diesen Zuwachs, die Passagierzahlen auf den innerdeutschen Routen

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Strategische Flottenplanung der Abra Group: Fokus auf Marktsegmentierung und operative Effizienz

Die Abra Group, eine der führenden Luftfahrtholdinggesellschaften in Lateinamerika, prüft derzeit eine signifikante Erweiterung und Diversifizierung ihrer Flugzeugflotte. Zu der Gruppe gehören namhafte Fluggesellschaften wie Avianca, Gol Linhas Aéreas, Wamos Air und NG Servicios Aéreos. Im Zentrum der strategischen Überlegungen steht die mögliche Einführung kleinerer Flugzeugtypen, wobei insbesondere Regionaljets des brasilianischen Herstellers Embraer sowie der Airbus A220 als Optionen genannt werden. Trotz der Spekulationen über eine rasche Kapazitätserweiterung betont der Vorstandsvorsitzende Adrian Neuhauser, dass eine solche Entscheidung ausschließlich auf ökonomischen und physischen Marktanalysen basieren werde. Ziel sei es nicht, die schiere Anzahl der Sitzplätze zu erhöhen, sondern Märkte zu erschließen, die mit der aktuellen Flotte wirtschaftlich nicht rentabel oder technisch nicht erreichbar sind. Parallel dazu zeichnet sich eine strategische Neuausrichtung bei der Tochtergesellschaft Gol ab, die durch die mögliche Einführung von Großraumflugzeugen des Typs Airbus A330-900 erstmals in das Langstreckengeschäft nach Europa einsteigen könnte. Marktanalyse und Kriterien für neue Flugzeugtypen In der Luftfahrtindustrie ist die Entscheidung für einen neuen Flugzeugtyp mit erheblichen Investitionen und logistischen Herausforderungen verbunden. Adrian Neuhauser stellte während einer Pressekonferenz in Bogotá klar, dass die Abra Group keinen Zeitdruck verspürt, ihre Flottenstruktur zu verändern. Die Integration eines neuen Typs erfordert nicht nur die Anschaffung der Maschinen, sondern auch die Schulung von Piloten und Bodenpersonal sowie den Aufbau einer spezifischen Ersatzteillogistik. Daher folgt die Gruppe einem strengen Kriterienkatalog: Ein neues Modell wird nur dann in die Flotte aufgenommen, wenn es den Zugang zu Destinationen ermöglicht, die für die bisherigen Standardrumpfflugzeuge (Narrowbodies) unzugänglich sind. Dies betrifft insbesondere Regionen mit

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