Stefan Steiner

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Stefan Steiner

ITA Airways testet Hundetransport in der Kabine

Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways hat am Dienstag einen Testflug durchgeführt, bei dem erstmals zwei größere Hunde ohne Transportbox mit ihren Besitzern in der Kabine reisten. Der Demonstrationsflug fand auf der Strecke von Mailand-Linate nach Rom-Fiumicino statt. Das Experiment wurde von der italienischen Luftfahrtbehörde ENAC initiiert, um neue Standards für den Transport von mittelgroßen und großen Hunden in der Passagierkabine zu erproben und zu etablieren. An Bord des Flugzeugs saßen zwei Hunde, die in der ersten und letzten Sitzreihe des Flugzeugs untergebracht waren. Der Testflug soll die Grundlage für künftige Bestimmungen der italienischen Luftfahrtbehörde schaffen, die von dem Verkehrsministerium angestoßen wurden. Die Regeln sollen festlegen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Einschränkungen größere Haustiere in der Kabine mitgenommen werden können. Die derzeitigen Regelungen der meisten Fluggesellschaften gestatten den Transport von Hunden in der Kabine nur, wenn sie in einer Transportbox untergebracht sind und die Maximalgröße von acht Kilogramm nicht überschreiten. Die Entscheidung von ITA Airways ist Teil einer breiteren Debatte in der Luftfahrtindustrie über den Transport von Tieren. Während viele Airlines strikte Regeln für Haustiere haben, gibt es immer wieder Diskussionen über Ausnahmeregelungen, insbesondere für Assistenz- und Begleithunde. Mit den neuen Bestimmungen könnte sich der italienische Luftverkehr von den international üblichen Standards abheben, die den Transport von Tieren über acht Kilogramm fast ausschließlich im Frachtraum vorsehen. Die Ergebnisse des Testfluges werden nun von den zuständigen Behörden ausgewertet. Ziel ist es, klare und sichere Richtlinien für den Transport von Tieren zu definieren, die sowohl den Tieren als auch den Passagieren und

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Vertiefte Partnerschaft zwischen Air France-KLM und SAS

Die Fluggesellschaften Air France-KLM und SAS (Scandinavian Airlines) haben eine deutliche Ausweitung ihrer kommerziellen Zusammenarbeit bekanntgegeben. Ziel ist es, die Verbindungen zwischen Skandinavien und den Vereinigten Staaten zu stärken. Durch eine neue Codeshare-Vereinbarung bietet Air France ihren Kunden nun Zugang zu Transatlantikflügen, die von SAS durchgeführt werden. Dieser Schritt vertieft die bereits im Jahre 2024 begonnene Partnerschaft. Die neuen Codeshare-Flüge ermöglichen Reisenden von Air France den nahtlosen Zugang zu einer Vielzahl von US-Zielen ab den skandinavischen Drehkreuzen Kopenhagen, Stockholm und Oslo. Von Kopenhagen aus werden unter anderem Flüge nach Atlanta, Chicago, Los Angeles und New York angeboten. Vom Flughafen Stockholm-Arlanda können Passagiere nun nach New York-Newark und Miami fliegen. Auch von Oslo aus sind Flüge nach New York möglich. Die Partnerschaft bietet den Kunden nicht nur mehr Flexibilität bei der Reiseplanung, sondern auch Vorteile bei den Vielfliegerprogrammen, indem sie Meilen und Status-Punkte sammeln können. Die erweiterte Zusammenarbeit folgt auf den Beitritt von SAS zur SkyTeam-Allianz im September des vergangenen Jahres. Air France-KLM ist ein Gründungsmitglied dieses Luftfahrtbündnisses. Dieser Schritt ebnete den Weg für eine engere Vernetzung der Flugnetze beider Unternehmen. Zuvor hatte SAS bereits ihren Code auf ausgewählten Langstreckenflügen von Air France und KLM nach Paris und Amsterdam hinzugefügt, was die gegenseitige Codeshare-Zusammenarbeit auch auf dem europäischen Markt festigte. Die Vertiefung der Partnerschaft ist Teil einer strategischen Neuausrichtung von SAS, die sich nach der Übernahme durch ein Konsortium um Air France-KLM in einer Restrukturierungsphase befindet. Mit der Allianz-Änderung von Star Alliance zu SkyTeam und dem Ausbau der Kooperation soll die

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Dringende Warnung an die Regierung: Lufthansa droht mit massiver Reduktion von Flugstrecken in Deutschland

Die Lufthansa Group droht angesichts ausbleibender Entlastungen bei der Ticketsteuer und anderen Gebühren mit einer massiven Reduktion ihres Flugangebots innerhalb Deutschlands. Jens Ritter, der Chef der Lufthansa Airlines, äußerte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe seine tiefe Enttäuschung über den Haushaltsentwurf für 2026, der keinerlei Entlastungen für die Luftfahrt vorsieht. Die Bundesregierung hatte der Branche zuvor Zusagen gemacht, die Ticketsteuer auf das frühere Niveau zurückzusetzen. Nun rechnet die Fluggesellschaft ihre Strecken an sieben deutschen Flughäfen neu durch. Sollten diese Verbindungen unrentabel sein, stünden sie vor der Streichung, was weitreichende Konsequenzen für die Anbindung deutscher Wirtschaftsregionen hätte. Wirtschaftliche Prüfung und mögliche Konsequenzen Die Prüfung der Rentabilität betrifft nach Angaben von Ritter sieben Flughäfen: Bremen, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Nürnberg und Stuttgart. Dies sind wichtige Regionalflughäfen, die als Zubringer für die großen Drehkreuze Frankfurt und München dienen. Die drohenden Streichungen sind eine direkte Reaktion auf die hohen Kosten in Deutschland. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß sie gezwungen sei, Flugzeuge auf rentableren Strecken im Ausland einzusetzen, wenn die inländischen Verbindungen wirtschaftlich nicht mehr tragfähig seien. Die Lufthansa hat bereits in der jüngeren Vergangenheit mehrere Inlandslinien eingestellt, darunter die Strecken München–Leipzig und Münster–Frankfurt. Flughäfen wie Paderborn und Friedrichshafen werden mittlerweile gar nicht mehr von der Lufthansa angeflogen. Die drohenden weiteren Streichungen würden die Anbindung wichtiger Wirtschaftsregionen erheblich schwächen und die Erreichbarkeit von interkontinentalen Flugzielen erschweren. Dies könnte nicht nur Auswirkungen auf Geschäftsreisen, sondern auch auf den Tourismus haben. Die Kostenstruktur in Deutschland wird von der Lufthansa-Führung seit langem kritisiert. Carsten Spohr, der Chef des Lufthansa-Konzerns,

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Korruption im Flugverkehr: Austrian Airlines greift bei Ticketmißbrauch hart durch

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) sieht sich mit einem gravierenden Fall von mutmaßlichem internen Betrug konfrontiert. Einem vorliegenden internen Rundschreiben zufolge hat die Airline bei internen Ermittlungen „schwerwiegende Verstöße“ beim Umgang mit vergünstigten Mitarbeitertickets aufgedeckt. In einem besonders brisanten Fall soll ein Mitarbeiter sogenannte „PEP- und Staff-Travel-Tickets“ in großem Stil unrechtmäßig an Dritte weiterverkauft haben, was zur sofortigen fristlosen Entlassung des Betreffenden führte. Die AUA kündigt in dem Schreiben an, künftig konsequent gegen derartige Mißbräuche vorzugehen und verweist auf mögliche disziplinäre, zivilrechtliche und sogar strafrechtliche Konsequenzen, berichtete zunächst das Regionalmedium MeinBezirk.at. Ausmaß und Details des mutmaßlichen Betrugsfalls Die internen Ermittlungen bei Austrian Airlines konzentrieren sich auf den Mißbrauch von PEP– und Staff-Travel-Tickets, die Beschäftigten als attraktive Zusatzleistung angeboten werden. Diese Tickets sind kapazitätsabhängige Sonderkontingente, die nur unter bestimmten Bedingungen und ausschließlich für den privaten Gebrauch von Mitarbeitern und deren engsten Angehörigen genutzt werden dürfen. Der Weiterverkauf an Dritte ist strikt untersagt. Ein vorliegendes internes Rundschreiben der AUA an die Belegschaft warnt vor einer Häufung „schwerwiegender Verstöße“ in diesem Zusammenhang. Dem Schreiben nach wurde in einem besonders „gravierenden Fall“ ein Mitarbeiter fristlos entlassen, weil er über einen längeren Zeitraum hinweg PEP-Tickets an Außenstehende verkauft haben soll. Wie aus weiteren Informationen hervorgeht, soll die betroffene Person bis zu 2.000 Euro pro Ticket verlangt haben. Es ist die Rede von über 1.000 mutmaßlichen Fällen allein im Jahr 2025. Die Ermittlungen sollen auch andere Mitarbeiter einbeziehen, die möglicherweise in den Betrug verwickelt sind. Die Fluggesellschaft selbst bestätigte auf Nachfrage, daß es „immer wieder

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Winterflugplan 2025/26: Skyalps erweitert Streckennetz ab Bozen

Die Fluggesellschaft Skyalps hat ihren Winterflugplan für die Saison 2025/26 vorgestellt, der zwei neue europäische Destinationen umfaßt: Dresden und Warschau. Ab Dezember sollen Dresden zweimal wöchentlich und Warschau einmal wöchentlich von Bozen aus angeflogen werden. Mit der Erweiterung des Streckennetzes auf insgesamt elf Direktverbindungen von Südtirol in europäische Städte und Regionalzentren will das Unternehmen seine Position als wichtiger regionaler Luftverkehrsanbieter festigen. Neben den neuen Routen verstärkt Skyalps auch die Frequenzen auf bestehenden Strecken. Die im vergangenen Winter eingeführte Verbindung nach Kopenhagen soll künftig bis zu dreimal wöchentlich bedient werden. Auch die Frequenzen nach Düsseldorf und London-Gatwick werden erhöht. Die Strecke nach Hannover, die sich bereits im Sommerflugplan bewährt hat, wird erstmals auch im Winterflugplan angeboten. Josef Gostner, Präsident von Skyalps, betonte, daß diese Entwicklungen die wachsende Nachfrage und den Erfolg der Fluggesellschaft widerspiegelten. Die Fluggesellschaft, die im Jahre 2021 den Flugbetrieb vom Flughafen Bozen wiederaufnahm, hat sich seither als wichtiger Anbieter im Regionalverkehr etabliert. Der Flughafen Bozen, auch bekannt als Flughafen Bozen-Dolomiten, dient als Basis für die Flugzeuge des Typs Dash 8-400, die von Skyalps betrieben werden. Der Winterflugplan zielt darauf ab, sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen anzusprechen, die in die Wintersportregionen der Dolomiten reisen. Die neuen Verbindungen nach Dresden und Warschau sollen dem Skitourismus neue Möglichkeiten eröffnen. Das neue Angebot ist Teil einer kontinuierlichen Expansion des Unternehmens. Mit den neuen Verbindungen und den erhöhten Frequenzen soll die Rolle von Skyalps als Bindeglied zwischen Südtirol und Europa weiter ausgebaut werden. Die Flüge des Winterflugplans sind bereits buchbar.

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D328eco: Neue Kooperation für Regionalflugzeuge

Die beiden deutschen Luftfahrtunternehmen VÆRIDION GmbH und Deutsche Aircraft GmbH haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung unterzeichnet. Die Kooperation soll die Entwicklung von Regionalflugzeugen vorantreiben, die für den Betrieb auf unterversorgten Strecken konzipiert sind. Die Partner wollen ihre jeweiligen Fachkenntnisse bündeln, um die Entwicklung innovativer Fluglösungen zu beschleunigen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Deutsche Aircraft, die als einziger deutscher Hersteller die vollständigen Systemintegrationsfähigkeiten besitzt, die Flugerprobung der Batterietechnologie von VÆRIDION unterstützen. Diese Tests sollen auf dem Flugteststand UpLift D-CUPL des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt werden. Darüber hinaus bringt Deutsche Aircraft ihre Expertise in den Bereichen Konstruktion und Industrialisierung in die Entwicklung des Microliners von VÆRIDION ein. Die Zusammenarbeit vereint zwei unterschiedliche Ansätze in der Regionalfliegerei: VÆRIDION arbeitet an der Entwicklung eines vollelektrischen Kurzstreckenflugzeugs für neun Passagiere, dem CS23 Microliner. Deutsche Aircraft entwickelt mit der D328eco ein Regionalflugzeug für bis zu 40 Passagiere, das mit konventionellen Kraftstoffen betrieben wird. Beide Unternehmen, die im Großraum München ansässig sind, sehen die Partnerschaft als einen strategischen Schritt, um Innovationen in der Luftfahrt voranzutreiben und die Vernetzung von lokalen Gemeinden zu verbessern. Markus Kochs-Kämper, CTO von VÆRIDION, bezeichnete die Absichtserklärung als einen entscheidenden Moment auf dem Weg zu emissionsfreien Regionalflügen. Frederic Fischer von Deutsche Aircraft unterstrich, daß die Partnerschaft das gemeinsame Engagement für Innovation und die Umgestaltung der Luftfahrt verdeutliche. Die Kooperation sei ein Beispiel für die Stärke der Luftfahrtinnovation in Deutschland.

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Boeing bietet Zugeständnisse an, um EU-Zustimmung für Spirit AeroSystems-Übernahme zu erhalten

Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat der Europäischen Kommission neue „Verpflichtungen“ unterbreitet, um die Genehmigung für die geplante Übernahme des Zulieferers Spirit AeroSystems zu sichern. Die Übernahme, die einen Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar hat, ist ein entscheidender Schritt für Boeing, um die Kontrolle über seine Lieferkette wiederzuerlangen und die Qualitätskontrolle zu stärken. Nachdem die Verpflichtungen am 22. September 2025 eingereicht wurden, hat die Europäische Kommission eine neue Frist für ihre Prüfung bis zum 14. Oktober 2025 gesetzt. Obwohl die genauen Details der Zugeständnisse nicht bekannt sind, deuten offizielle Dokumente der Kommission auf eine wohlwollende Haltung gegenüber der Fusion hin. Hintergründe der geplanten Übernahme Die Übernahme von Spirit AeroSystems durch Boeing ist ein bedeutender Vorgang in der Luftfahrtindustrie. Die Geschichte der beiden Unternehmen ist eng miteinander verknüpft: Spirit AeroSystems entstand 2005 aus der Ausgliederung der Boeing-Fertigungsstätten in Wichita und Oklahoma. Seitdem hat sich Spirit AeroSystems zum weltweit größten unabhängigen Zulieferer von Flugzeugstrukturen entwickelt und liefert Komponenten an mehrere Hersteller, darunter auch den Rivalen Airbus. Die Fusion würde also nicht nur Boeings interne Strukturen verändern, sondern auch weitreichende Konsequenzen für die gesamte Branche haben. Der Hauptgrund für Boeings Bestreben, Spirit AeroSystems zurückzukaufen, liegt in der Notwendigkeit, die Qualitätssicherung und Produktionsstabilität zu verbessern. Seit der Ausgliederung im Jahre 2005 kam es bei Boeing zu wiederkehrenden Problemen mit der Lieferkette und der Produktionskontrolle. Ein dramatischer Vorfall am 5. Januar 2024, bei dem ein Türstopfen von einem Alaska Airlines-Flugzeug des Typs 737-9 kurz nach dem Start wegbrach, verstärkte das öffentliche und regulatorische Vertrauen in

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Flugverbindung Hongkong-Seattle wieder im Programm

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific nimmt ab dem 30. März 2026 die direkte Flugverbindung zwischen Hongkong und Seattle wieder auf. Die Strecke wird fünfmal wöchentlich mit Flugzeugen des Typs Airbus A350-900 bedient. Mit der neuen Route erweitert Cathay Pacific ihr Streckennetz in Nordamerika auf insgesamt neun Destinationen. Die Airline verfolgt das Ziel, die Anbindung aus ihrem Drehkreuz in Hongkong in die Vereinigten Staaten, insbesondere für Reisende aus China und Indien, zu verbessern. Die Wiederaufnahme der Seattle-Flüge ist Teil einer umfassenderen Expansion in Nordamerika. Bereits ab dem 26. Oktober 2025 erhöht die Fluggesellschaft die Frequenz der Flüge nach Dallas-Fort Worth von vier auf sieben wöchentliche Verbindungen. Insgesamt plant Cathay Pacific für den Sommer 2026 über 110 wöchentliche Flüge nach Nordamerika anzubieten, darunter Verbindungen nach Boston, Chicago, Dallas, Los Angeles, New York, San Francisco, Toronto und Vancouver. Parallel zum Ausbau des Streckennetzes investiert das Unternehmen in die Verbesserung des Kundenerlebnisses. So führt Cathay Pacific neue Business-Class-Sitze namens Aria Suite ein, modernisiert die Premium-Economy und Economy-Kabinen und erweitert sein Angebot an Lounges. Für das Jahr 2026 ist die Eröffnung einer neuen, über 900 Quadratmeter großen Flagship-Lounge im Terminal 6 des Flughafens New York JFK geplant. Die wieder eingeführten Flüge nach Seattle sollen nicht nur den Passagierverkehr stärken, sondern auch das Frachtgeschäft unterstützen. Cathay Pacific, eine der größten Frachtfluggesellschaften der Welt, bietet bereits im Sommerverkehr bis zu 40 wöchentliche Frachtflüge nach Nordamerika an. Die neuen Verbindungen werden das bestehende Frachtnetz ergänzen und die Transportkapazität für Waren weiter ausbauen. Zum Start der neuen Route sind zudem

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Braunschweig-Wolfsburg eröffnet neuen Terminal

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg hat einen neuen Terminal eröffnet. Das vier Millionen Euro teure Gebäude wurde in nur einem Jahr Bauzeit fertiggestellt und soll die Passagierabfertigung deutlich verbessern. Der Neubau, der die Anforderungen der internationalen Luftfahrtbehörde ICAO erfüllt, war notwendig geworden, da das denkmalgeschützte Hauptgebäude den modernen behördlichen Vorgaben nicht mehr genügte und zu wenig Platz bot. Der neue Terminal umfaßt eine Fläche von 825 Quadratmetern. Er bietet nun Platz für bis zu 200 Fluggäste und ermöglicht eine effizientere Abwicklung der Prozesse. Bislang mußten bei größeren Passagierzahlen, wie sie beispielsweise bei Werksflügen von Volkswagen anfallen, Passagiere zum Teil im Freien warten. Geschäftsführer Michael Schwarz betonte die Bedeutung des Neubaus für die Zukunft des Flughafens, der maßgeblich von den Charter- und Geschäftsflügen der umliegenden Großkonzerne geprägt ist. Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, der im Eigentum der Stadt Braunschweig, der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG steht, dient hauptsächlich dem Geschäftsreiseverkehr sowie Forschungs- und Entwicklungsflügen. Er wird unter anderem von der Volkswagen AG, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) sowie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) genutzt. Der neue Terminal soll die Rolle des Flughafens als regionaler Wirtschaftsfaktor weiter stärken und den steigenden Anforderungen der internationalen Luftfahrt gerecht werden. Die Investition in den neuen Terminal ist Teil einer Strategie, die Infrastruktur des Flughafens auszubauen und an die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft anzupassen. Auch wenn der Flughafen keinen Linienverkehr anbietet, spielt er eine wichtige Rolle für die Logistik und den Geschäftsreiseverkehr der Region.

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Tourismusbranche warnt vor EU-Pauschalreiserichtlinie

Neun deutsche Reise- und Tourismusverbände haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen die geplante Revision der EU-Pauschalreiserichtlinie positioniert. Die Verbände, darunter der Deutsche Reiseverband (DRV), der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) und der Deutsche Tourismusverband (DTV), sehen erhebliche Gefahren für die Branche und den Verbraucher. Sie rufen die Bundesregierung auf, die Interessen der deutschen Reisewirtschaft im anstehenden Trilog-Verfahren in Brüssel entschlossen zu vertreten. Die Verbände äußern vor allem Kritik an zwei Punkten der geplanten Novellierung. Zum einen wird die neue Definition der Pauschalreise beanstandet. Sie befürchten, daß Reisemittler, die mehrere einzelne Leistungen vermitteln, automatisch zu Reiseveranstaltern werden und damit die volle Veranstalterhaftung tragen müßten. Dies würde den deutschen Markt, der von zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt ist, massiv belasten. Zum anderen wenden sie sich gegen die geplante Regelung für kostenlose Stornierungen. Die vorgeschlagene Frist von 28 Tagen für Stornierungen bei „unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen“ würde nach Ansicht der Verbände zu einer unverhältnismäßigen Risikoverlagerung auf die Veranstalter führen. Deutschland gilt mit einem Marktanteil von 41 Prozent als der wichtigste Pauschalreisemarkt in Europa. Fast ein Drittel aller Urlaubsreisen im Inland werden als Pauschalreise gebucht. Die Verbände argumentieren, daß eine Überregulierung das Rückgrat der heimischen Reisewirtschaft gefährden und schwerwiegende Konsequenzen für Unternehmen, Beschäftigte und Kunden hätte. Sie fordern eine faire Risikoverteilung und eine klare Ausnahmeregelung für Geschäftsreisen, die unter Rahmenvereinbarungen fallen. Das sogenannte Trilog-Verfahren, das am 24. September beginnen soll, ist die finale Verhandlungsrunde zwischen der Europäischen Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament. Die Verbände kündigten an, in

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