Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Oktoberfest 2024: Deutliches Plus an Privatjet-Flügen

Das Oktoberfest 2024 in München hat zu einem deutlichen Anstieg des Privatjet-Verkehrs in der Region geführt. In den 16 Festtagen wurden an den drei Flughäfen im Großraum München insgesamt 530 Abflüge von Geschäftsflugzeugen verzeichnet, was eine Steigerung von 34 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Aufkommen des Jahres 2025 darstellt. Die erhöhte Nachfrage unterstreicht, daß das Oktoberfest ein wichtiger Anziehungspunkt für eine internationale Klientel ist. Neben dem großen Flughafen München (MUC) werden auch kleinere Flughäfen im Umland als Anlaufstellen für die Wiesn-Gäste genutzt. Insbesondere der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und der Fliegerhorst Ingolstadt-Manching fungieren als Drehscheiben für anreisende Besucher. Diese Flughäfen ermöglichen eine diskrete An- und Abreise, da sie separate Terminals und kürzere Wege zur Innenstadt bieten. Die Nutzung dieser Standorte ist eine Reaktion auf die hohe Auslastung des Hauptflughafens und die Nachfrage nach Privatsphäre. Experten der Privatflugbranche bestätigen den Trend. Andy Jurd, Vizepräsident von Air Partner, einem Anbieter von Privatjet-Diensten, berichtet von einem jährlichen Anstieg der Charteranfragen während der Oktoberfestzeit. Er erklärt, daß die Nachfrage nach flexiblen und maßgeschneiderten Reisemöglichkeiten, die Linienflüge nicht bieten können, stark zunimmt. Die Business Aviation reagiert auf diese Bedürfnisse mit zusätzlichen Kapazitäten und Dienstleistungen wie speziellen Catering-Angeboten und direktem Limousinentransfer vom Rollfeld. Der Anstieg des Flugverkehrs spiegelt die globale Reichweite des Münchner Volksfestes wider, das jedes Jahr Millionen von Besuchern anzieht. Viele Prominente und internationale Geschäftsleute nutzen Privatjets, um die fünfte Jahreszeit in Bayern zu besuchen. Die Privatflüge bieten ihnen die Möglichkeit, starre Flugpläne zu umgehen und direkt zu reisen, auch aus entlegeneren Regionen. Die Wiesn hat

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Swiss führt gedrucktes Bordmagazin wieder ein

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat mit der Einführung ihres neuen Flaggschiffs Airbus A350 auch die gedruckte Ausgabe ihres Bordmagazins wiederbelebt. Nach einer dreijährigen Pause ist das Swiss Magazine wieder in den Sitztaschen der Flugzeuge zu finden. Laut der Kommunikationschefin Léa Wertheimer soll die Rückkehr der haptischen Lektüre an Bord ein Gefühl der Vertrautheit vermitteln und gleichzeitig moderne, digitale Extras bieten. Die erste Ausgabe des wieder eingeführten Magazins ist eine Spezialausgabe, die sich dem neuen Airbus A350 widmet. Auf 160 Seiten werden die Leser mitgenommen von der ersten Idee über die Fertigung in Toulouse bis hin zum Flugerlebnis an Bord. Die Inhalte des Magazins, das in den Sitztaschen des neuen Flugzeugs sowie in den Zeitschriftenablagen aller Langstreckenflugzeuge und in ausgewählten Lounges verfügbar sein wird, beinhalten zudem Geschichten über pulsierende Metropolen und Einblicke in die Welt der Luftfahrt. Mit dem Comeback des Bordmagazins schafft Swiss eine Verbindung zwischen traditionellem Print und digitalen Inhalten. Über QR-Codes im Magazin können die Leser zusätzliche Videos und Bilder abrufen. Die digitale Erweiterung auf der Webseite der Airline bietet unter anderem exklusive Video-Formate wie „Behind the Wings“ oder „Ask the Expert“. Das Magazin ist auch als eJournal für persönliche Geräte verfügbar. Dieser Ansatz verfolgt eine hybride Strategie, die sowohl klassische als auch digitale Lesegewohnheiten anspricht. Der Airbus A350, der in einer Kabinenkonfiguration mit Swiss Senses ausgestattet ist, soll eine neue Ära für die Schweizer Fluggesellschaft einläuten. Die Wiederaufnahme des gedruckten Magazins, das als fester Bestandteil der Markenidentität galt, signalisiert eine Rückkehr zu bewährten Elementen, die das Reiseerlebnis

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Massive Kritik in Kärnten: Tourismus-Unternehmer wehren sich gegen die Querfinanzierung durch erhöhte Aufenthaltsabgabe

Die geplante Erhöhung der Aufenthaltsabgabe in Kärnten hat zu heftiger Kritik unter den lokalen Tourismus-Unternehmen geführt. Die Branchenvertreter, angeführt von Hubert Koller, dem Landesvorsitzenden der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) in Kärnten, wenden sich nicht primär gegen die Erhöhung selbst, sondern gegen die fehlende Zweckwidmung der Einnahmen. Es herrscht große Empörung darüber, daß die zusätzlichen Gelder vorrangig für eine Querfinanzierung von Mobilitätsprojekten im gesamten Bundesland verwendet werden sollen, anstatt direkt in die Tourismuswerbung, das Gästeerlebnis und die lokale Gästemobilität der Beitragszahler zu fließen. Koller faßt die Stimmung in der Branche als „kalte Enteignung“ zusammen. Die Aufenthaltsabgabe und die Zweckentfremdung der Mittel Die Aufenthaltsabgabe, oft auch als Kurtaxe bezeichnet, ist eine wichtige Einnahmequelle für die Tourismus-Organisationen. Sie wird pro Nächtigung vom Gast eingehoben und soll typischerweise der Finanzierung von touristischen Infrastrukturprojekten und Marketingaktivitäten dienen, die den Gästen in der jeweiligen Region zugutekommen. Die Kärntner Unternehmer betonen, daß sie den Handlungsbedarf für höhere Einnahmen erkennen und grundsätzlich bereit sind, mehr Geld aufzubringen. Das Problem liegt für sie in der Verwendung der Mittel. Koller zufolge benötigen die Betriebe dringend Investitionen in die Tourismuswerbung und das unmittelbare Gästeerlebnis in ihren Regionen. Anstatt dessen fließe das Geld in „ein Bus mehr in einer anderen Ecke Kärntens“, wie der ÖHV-Vertreter kritisiert. Diese Art der Querfinanzierung über das gesamte Bundesland hinweg stoße auf massiven Widerstand. Ein zentraler Kritikpunkt ist die fehlende Zweckbindung der erhöhten Abgabe für touristische Projekte. Die Tourismus-Unternehmer fordern vehement, daß die Mittel aus dem Tourismus zuerst in eine „effektive Trendwende bei den Nächtigungen“ fließen müßten. Erst

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Amerikanische Jury verurteilt American Airlines zu Schadenersatz

Eine US-amerikanische Jury in San Jose, Kalifornien, hat die Fluggesellschaft American Airlines zu einer Schadensersatzzahlung von 9,6 Millionen Dollar verurteilt. Die Jury befand die Fluglinie für haftbar, da sie während eines internationalen Fluges medizinische Protokolle mißachtet hatte. Der Vorfall ereignete sich im November 2021, als der damals 67-jährige Passagier Jesus Plasencia auf einem Flug von Miami nach Madrid zwei Schlaganfälle erlitt. Seine Anwälte argumentierten, daß die Verzögerung der medizinischen Behandlung den Zustand des Mannes erheblich verschlimmerte. Laut den Gerichtsdokumenten erlitt Jesus Plasencia bereits vor dem Start einen leichten Schlaganfall. Obwohl seine Ehefrau das Kabinenpersonal und den Piloten auf die Symptome aufmerksam machte, wurde keine medizinische Hilfe angefordert. Stattdessen entschied der Pilot, den Start fortzusetzen. Mitten im Flug erlitt der Passagier dann einen zweiten, schwereren Schlaganfall. Anstatt das Flugzeug umzuleiten, bat die Crew Mitreisende, sich um den Mann zu kümmern, bis die Maschine in Madrid landete. Nach der Ankunft in Spanien wurde Plasencia in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er mehr als drei Wochen verbrachte. Er kann heute nicht mehr sprechen oder schreiben und ist auf ständige Pflege angewiesen. Die Jury stützte ihr Urteil auf die Montreal Convention, ein internationales Abkommen, das die Haftung von Fluggesellschaften bei internationalen Flügen regelt. Sie kam zu dem Schluß, daß American Airlines ihre eigenen Notfallprotokolle nicht eingehalten habe. Darren Nicholson, der Anwalt der Familie, nannte die Reaktion der Fluggesellschaft „schockierend“. Nach dem Urteil gab American Airlines eine Erklärung ab, in der sie betonte, die Sicherheit der Passagiere habe höchste Priorität. Dennoch erklärte die

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Lufthansa warnt vor weiteren Flugstreichungen

Die Lufthansa droht mit der Stilllegung weiterer innerdeutscher Flugverbindungen. Lufthansa-Chef Jens Ritter nannte als Grund die hohen Standortkosten und das Fehlen politischer Entlastungen. In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe erklärte Ritter, daß die Fluggesellschaft gezwungen sei, unrentable Strecken zu reduzieren und Flugzeuge an anderen, kostengünstigeren Standorten einzusetzen. Eine lange Liste von Flughäfen, darunter Bremen, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Nürnberg und Stuttgart, stehe im Fokus der Airline. Ritter zeigte sich enttäuscht über die ausbleibende Unterstützung der Bundesregierung. Er kritisierte, daß der Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 keinerlei Entlastungen für den Luftverkehr vorsehe. Dies stünde im Widerspruch zu den Versprechen im Koalitionsvertrag, in dem eine Reduzierung von luftverkehrsspezifischen Steuern, Gebühren und Abgaben zugesagt worden war. Stattdessen sei die Luftverkehrsteuer im Mai 2024 noch einmal erhöht worden. Für Kurzstrecken stieg die Steuer pro Ticket von 12,48 auf 15,53 Euro, bei Mittelstrecken von 31,61 auf 39,34 Euro und bei Langstrecken von 56,91 auf 70,83 Euro. Die Lufthansa Group weist in einem aktuellen Politikbrief darauf hin, daß Deutschland bei der Erholung des Luftverkehrs nach der Corona-Pandemie auf Rang 28 von 31 europäischen Ländern liege. Laut Unternehmensangaben stagniere das Angebot an Flügen zwischen den deutschen Großstädten bei rund 20 Prozent des Niveaus von 2019. Die An- und Abfluggebühren seien um 40 Prozent und die Flugsicherungsgebühren um 25 Prozent gestiegen. Unterstützt wird die Kritik der Lufthansa auch von politischen Vertretern. Der Tourismus-Koordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß von der CDU, forderte eine Senkung der Luftverkehrsteuer, um Deutschland als Luftverkehrsstandort wieder attraktiver zu machen. Der Deutsche Reiseverband (DRV) hatte

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Turkish Airlines plant Großauftrag bei Boeing nach Gesprächen auf höchster Ebene

Die türkische Nationalfluggesellschaft Turkish Airlines steht vor einem massiven Ausbau ihrer Flotte und plant, bis zu 225 Flugzeuge beim US-Hersteller Boeing zu bestellen. Dieser potentielle Großauftrag, der am Freitag nach einem Treffen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben wurde, zählt zu den größten für Boeing in diesem Jahr. Die geplante Beschaffung umfaßt zunächst 50 Boeing 787 Dreamliner, mit einer Option auf 25 weitere Maschinen. Darüber hinaus wurden Verhandlungen über den Kauf von bis zu 150 Flugzeugen der Typen 737 Max 8 und Max 10 abgeschlossen, deren finale Auftragsvergabe noch von Gesprächen mit dem Triebwerkshersteller CFM International abhängt. Dieser strategische Ausbau zielt darauf ab, Istanbul als eines der weltweit führenden Luftfahrtkreuze zu etablieren. Diplomatie im Dienste der Wirtschaft: Der Boeing-Deal Die Bekanntgabe des Großauftrags erfolgte unmittelbar nach einem Treffen der Präsidenten Erdogan und Trump. Solche Geschäfte sind in der Vergangenheit häufig Gegenstand von politischen Gesprächen auf höchster Ebene gewesen, da Flugzeugkäufe nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch von erheblicher diplomatischer Bedeutung sind. Die Auftragsvergabe an einen US-Hersteller kann als Geste des guten Willens gewertet werden und stärkt die Handelsbeziehungen zwischen den beiden NATO-Partnern. Die Vereinbarung gliedert sich in zwei wesentliche Teile. Der Großraumflugzeugsektor wird durch die feste Bestellung von 50 Boeing 787 Dreamliner gestärkt, zu denen eine Option für 25 weitere Exemplare hinzukommt. Die 787 ist ein modernes Langstreckenflugzeug, das die Turkish Airlines auf ihren Interkontinental-Routen einsetzen wird, um ihre Reichweite zu erhöhen und die bestehende Flotte zu modernisieren. Der zweite, und zahlenmäßig größte, Teil des

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Preisanalyse im US-Luftverkehr: Inlandsflüge werden günstiger, doch Unterschiede bleiben

Eine aktuelle Studie des Finanzdienstleisters NetCredit zeigt, daß die Preise für Inlandsflüge in den Vereinigten Staaten im Jahr 2024 in den meisten Staaten gesunken sind. Die Analyse, die auf Daten des U.S. Bureau of Transportation Statistics basiert, vergleicht die durchschnittlichen Flugpreise und setzt sie in Relation zu den lokalen Löhnen, um die Erschwinglichkeit der Reisen zu bewerten. Während sich das Reisen in den USA insgesamt durch gesunkene Preise und geringere Passagierzahlen aus dem Ausland als vorteilhaft erweist, gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesstaaten und Flughäfen. Hawaii bleibt der Bundesstaat mit den günstigsten Flugpreisen, während New Jersey die erschwinglichste Option für Inlandsflüge darstellt. Preise und Erschwinglichkeit: Wer profitiert am meisten? Die Studie von NetCredit offenbart deutliche regionale Unterschiede bei den Flugpreisen. Mit einem durchschnittlichen Flugpreis von 287,79 US-Dollar im Jahr 2024 ist Hawaii der günstigste Staat für Inlandsflüge. Dicht gefolgt wird der Inselstaat von New Jersey (308,70 US-Dollar) und Florida (325,25 US-Dollar). Besonders hervorzuheben ist West Virginia, das den größten Preisrückgang aller Bundesstaaten verzeichnete. Hier sanken die durchschnittlichen Flugkosten um 74,93 US-Dollar zwischen 2023 und 2024. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise in Alaska (+51,18 US-Dollar) und Wyoming (+21,25 US-Dollar) am stärksten an. Die Erschwinglichkeit der Flüge, gemessen an der Anzahl der Arbeitsstunden, die zum Erwerb eines durchschnittlichen Tickets erforderlich sind, zeigt ein anderes Bild. Hier liegt New Jersey an der Spitze der Rangliste. Ein durchschnittlicher Inlandsflug kostet dort lediglich das Äquivalent von 8,41 Arbeitsstunden. Die erschwinglichsten Staaten sind überwiegend jene mit hohen Durchschnittslöhnen und günstigen Flugpreisen. Dies unterstreicht,

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Strategische Neuausrichtung: Austrian Airlines setzt auf Jung von Matt Donau für Markenevolution

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines hat sich für die Wiener Kreativagentur Jung von Matt Donau als neuen Partner für ihre Markenkommunikation entschieden. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren konnte sich die Agentur durchsetzen. Die Zusammenarbeit markiert eine Änderung der strategischen Weiterentwicklung von Austrian Airlines, die bis zum 70-jährigen Jubiläum im Jahr 2027 eine umfassende Neuausrichtung anstrebt. Ziel ist es, die Marke zu stärken, ein jüngeres Publikum anzusprechen und eine globale Kommunikationsplattform zu etablieren, die einen konsistenten Auftritt in allen Bereichen sicherstellt. Die Hintergründe der Zusammenarbeit Die Entscheidung, das Kreativ- und Markenbudget neu zu vergeben, ist Teil einer umfassenden Strategie der Austrian Airlines, wie CEO Annette Mann betont. Man wolle die Marke weiterentwickeln, ohne ihren typisch österreichischen Charme zu verlieren. Ingrid Gogl, die Head of Brand & Communication bei Austrian Airlines, erklärte, daß das Konzept von Jung von Matt Donau überzeugte, weil es „zeitgemäß, auf die österreichische Identität zugeschnitten und auf den internationalen Markt ausgerichtet“ sei. Die Agentur war bereits von 2007 bis 2014 für die Airline tätig, was die neue Partnerschaft auf einer bekannten und vertrauensvollen Basis aufbaut. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Aktivitäten der führenden Kreativagenturen der Austrian Airlines zusammenzuführen. Dies soll die Kommunikationsaktivitäten standardisieren und einen konsistenten Markenauftritt gewährleisten. Ein zentrales Element der neuen Strategie ist das emotionale Storytelling, durch das die Marke mit positiven Emotionen verknüpft werden soll. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Austrian Airlines zu einer „Love Brand“ zu machen – eine Marke, die von den Menschen geliebt wird. Ziele der Markenevolution: Ein jüngeres Publikum ansprechen Ein

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Hacker-Angriff legt europäische Flughäfen lahm

Ein Hacker-Angriff mit Ransomware ist die Ursache für die weitreichenden Störungen bei der Passagierabfertigung an mehreren großen europäischen Flughäfen, die am vergangenen Freitag begannen. Wie die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) bestätigte, zielte der Angriff auf die Check-in-Systeme des Luftfahrtdienstleisters Collins Aerospace. Flughäfen wie London Heathrow, Brüssel und Berlin Brandenburg (BER) waren betroffen, was zu erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen führte. Der Angriff zwang die Fluggesellschaften zur Umstellung auf manuelle Abfertigungsprozesse. An den Schaltern wurden Laptops und iPads eingesetzt, um Fluggäste zu registrieren und das Gepäck zu verladen. Dies führte an den betroffenen Flughäfen zu chaotischen Zuständen. Am Flughafen Brüssel mußten am Montag 60 von 550 geplanten Flügen gestrichen werden, während in Berlin weiterhin lange Wartezeiten bei den Abflügen verzeichnet wurden. Nach Angaben der ENISA wurden die Untersuchungen zur Ransomware-Variante und zu ihrer Herkunft von den Strafverfolgungsbehörden eingeleitet. Experten weisen darauf hin, daß Angriffe mit Ransomware auf Infrastrukturen wie Flughäfen immer häufiger vorkommen. Allerdings seien Großvorfälle, die sich unmittelbar auf den physischen Betrieb auswirken, noch immer selten. Die Kosten für solche Angriffe steigen: Allein in Deutschland wurden die durch Ransomware verursachten Schäden nach Angaben des Branchenverbands Bitkom im Jahr 2025 auf eine Rekordsumme von 202 Milliarden Euro geschätzt. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität für den europäischen Luftverkehrssektor und zeigt die Notwendigkeit robusterer IT-Sicherheitssysteme auf. Auch wenn Collins Aerospace erklärte, daß die Störungen fast behoben seien, zeigt der Angriff, wie anfällig die komplexen IT-Strukturen an Flughäfen sind.

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Der Weg zur Wiesn: Flixbus verzeichnet starken Buchungsanstieg zum Oktoberfest

Das Oktoberfest in München lockt Besucher aus ganz Europa an, und der Fernbusanbieter Flixbus profitiert von diesem Zustrom. Das Unternehmen verzeichnete einen Buchungsanstieg von rund 50 Prozent auf seinen München-Linien während des diesjährigen Oktoberfest-Zeitraums. Insgesamt verbindet das Busnetz die bayerische Hauptstadt mit über 300 Städten auf dem Kontinent, was eine erschwingliche und unkomplizierte Anreise ermöglicht. Die Daten von Flixbus zeigen, daß die Nachfrage aus benachbarten Ländern wie der Schweiz, Tschechien und Österreich besonders groß ist, aber auch Reisende aus fernen Ländern wie Spanien und Portugal den Weg zur Wiesn auf sich nehmen. Internationale Anziehungskraft und beliebte Strecken Die Analyse der Buchungszahlen von Flixbus unterstreicht die internationale Anziehungskraft des Oktoberfests. Die größte Nachfrage von Reisenden, die eine internationale Anreise wählen, kommt von der Strecke Zürich–München. Die Verkäufe für diese Route haben sich im Wiesn-Zeitraum nahezu verdreifacht. Auch aus der tschechischen Hauptstadt Prag ist ein deutlicher Anstieg der Buchungen zu verzeichnen, die sich verdoppelt haben. Dies spiegelt die enge Bierkulturverbindung zwischen den beiden Ländern wider. Von Wien aus reisen ebenfalls deutlich mehr Menschen mit dem Bus nach München, hier stiegen die Buchungszahlen um 50 Prozent. Im Ländervergleich kommen die meisten Flixbus-Buchungen für das Oktoberfest erwartungsgemäß aus Deutschland, wobei die Verbindungen aus Berlin, Freiburg, Stuttgart und Nürnberg am stärksten frequentiert sind. Überraschend ist die hohe Beliebtheit des Oktoberfests in Italien, das im Flixbus-Ranking der internationalen Herkunftsländer den zweiten Platz belegt und somit Österreich, die Schweiz und Tschechien übertrifft. Lange Reisen für ein kurzes Vergnügen Einige Oktoberfest-Besucher scheuen auch vor einer längeren Anreise nicht

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