Militär

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Airbus Helicopters und Leonardo planen Weiterentwicklung des Militärhubschraubers NH90

Airbus Helicopters und Leonardo haben sich zusammengetan, um im Auftrag der NAHEMA (NATO Helicopter Management Agency) eine Architekturstudie zur Definition der langfristigen Weiterentwicklung des NH90-Militärhubschraubers durchzuführen. Diese geplante Aufrüstung, bekannt als Block 2, soll den Hubschrauber an zukünftige militärische Anforderungen anpassen und seine Einsatzfähigkeit wesentlich steigern. Der Vertrag für diese Studie wird voraussichtlich noch vor Jahresende unterzeichnet. Die Block 2-Verbesserung umfaßt wesentliche strukturelle Änderungen des Luftfahrzeuges sowie die Einführung modularer Avionik und eine größere Konfigurationsgleichheit. Ziel ist es zudem, Wartung und Leistung zu optimieren und neue Fähigkeiten im Bereich des kooperativen Kampfes, der Konnektivität und der Zusammenarbeit von bemannten und unbemannten Systemen zu integrieren. Bruno Even, Vorstandsvorsitzender von Airbus Helicopters, betonte, daß der NH90 eine zentrale Rolle für die zukünftigen europäischen Verteidigungsfähigkeiten spielen werde und die Block 2-Entwicklung von Technologien profitiere, die in der „European Next Generation Rotorcraft Technologies“-Studie untersucht würden. Gian Piero Cutillo, Managing Director von Leonardo Helicopters, ergänzte, daß die Block 2-Studie die langfristige Entwicklungsstrategie des NH90 ergänze. Bereits im Mai 2024 hatten NAHEMA und NHIndustries (NHI) einen kurz- bis mittelfristigen Plan zur Programmverbesserung, bekannt als Block 1 (oder Software Release 3), vereinbart. Dieser umfaßt die Stärkung taktischer Informationen, des Datenaustausches, der Sensoren, der Navigation und der Waffenintegration für die bereits im Dienst befindlichen Flotten. Die nun initiierte Block 2-Architekturstudie wird selbstverständlich auf diesen früheren Verbesserungen aufbauen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden großen europäischen Herstellern resultiert auch aus einem im Juli 2024 unterzeichneten Memorandum of Understanding. Dieses Abkommen zielt darauf ab, den Status des NH90-Hubschrauberprogramms umfassend zu analysieren

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Airbus und OCCAR sichern Zukunft des A400M-Programmes durch neue Vereinbarung

Airbus und die europäische Rüstungsorganisation OCCAR haben eine maßgebliche Übereinkunft mit den A400M-Erstbestellerstaaten erzielt. Diese Vereinbarung soll die Produktion des Militärtransporters A400M für die absehbare Zukunft sichern, die Betriebskosten senken und gemeinsam neue Fähigkeiten für das Flugzeug entwickeln. Im Zuge dessen haben Frankreich und Spanien bereits ihre Absicht erklärt, jeweils vier beziehungsweise drei A400M-Flugzeuge früher als ursprünglich geplant in Empfang zu nehmen. Dies signalisiert eine Stärkung des Programmes nach früheren Herausforderungen. Als Kernpunkte der Vereinbarung hat sich Airbus verpflichtet, die operationellen Kosten durch Optimierung der Wartung und Effizienzsteigerungen zu verbessern. Zudem sollen zukünftige Entwicklungen für den A400M schneller und kosteneffektiver umgesetzt werden. Diese Maßnahmen sollen Europas Verteidigungsfähigkeiten ausbauen und die strategische Autonomie im Lufttransport und bei der Mobilität festigen. Der A400M, welcher in der Vergangenheit mit technischen Problemen und Lieferverzögerungen zu kämpfen hatte, ist ein Schlüsselprojekt für die militärische Transportkapazität mehrerer europäischer Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Durch die neue Vereinbarung werden Airbus und OCCAR den industriellen Status des Programmes jährlich überprüfen. Dies soll der A400M-Produktion Stabilität verleihen, um die Weiterentwicklung der Plattform voranzutreiben und neue Exportmöglichkeiten zu erschließen. Zu den geplanten neuen Fähigkeiten, die Airbus bereits in Betracht zieht, gehören die Entwicklung von Standoff-Jamming-Funktionen (elektronische Kampfführung), eine Erhöhung der Nutzlast auf 40 Tonnen, die Rolle als „Mutterschiff“ für ferngesteuerte Trägersysteme (Remote Carriers) und auch die Fähigkeit zur Brandbekämpfung. Diese Erweiterungen sollen die Anwendungsmöglichkeiten des A400M erheblich ausweiten und sind von strategischer Bedeutung für die gegenwärtigen und künftigen Anforderungen sowohl der aktuellen als auch zukünftiger Betreiber.

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Portugal stärkt Lufttransportkapazitäten: Sechster Embraer KC-390 Millennium bestellt und Optionen für NATO-Partner

Auf der 55. Ausgabe der Paris Air Show hat der portugiesische Staat die Absicht bekanntgegeben, ein sechstes Transportflugzeug vom Typ Embraer KC-390 Millennium zu erwerben. Diese Entscheidung baut auf einem im August 2019 unterzeichneten Vertrag über fünf Maschinen auf und wird die Transportflotte der portugiesischen Luftstreitkräfte (FAP) erheblich stärken. Darüber hinaus planen Embraer und die portugiesische Luftwaffe, den bestehenden Vertrag um zehn Kaufoptionen zu erweitern, die künftige Akquisitionen durch europäische Nationen oder NATO-Mitglieder über den portugiesischen Staat in Regierung-zu-Regierung-Verhandlungen ermöglichen sollen. Diese strategische Erweiterung zielt darauf ab, die Interoperabilität und Zusammenarbeit mit neuen KC-390-Betreibern zu fördern und gleichzeitig die portugiesische Luftfahrtindustrie weiter zu entwickeln. Die KC-390 Millennium hat sich seit ihrer Indienststellung im Jahre 2023 durch Portugal als äußerst leistungsfähig und vielseitig erwiesen und eine beeindruckende Missionserfüllungsrate von 99 Prozent erreicht. Die KC-390 Millennium: Ein Multitalent für militärische und zivile Aufgaben Die Embraer KC-390 Millennium ist ein taktisches Transportflugzeug, das von dem brasilianischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Embraer entwickelt und produziert wird. Sie ist als mittleres Transportflugzeug konzipiert und soll die Lücke zwischen kleineren taktischen Transportern und großen Frachtflugzeugen wie der C-130 Hercules schließen, deren Flotten in vielen Ländern in die Jahre gekommen sind und Ersatz benötigen. Die KC-390 zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, ein breites Spektrum an Missionen zu erfüllen, was sie zu einem vielseitigen und kosteneffizienten System für moderne Luftstreitkräfte macht. Zu den Kernfähigkeiten des Flugzeugs gehören der Transport von Fracht und Truppen sowie der Abwurf von Gütern und Personal aus der Luft. Darüber hinaus ist die KC-390

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Dänisches Parlament genehmigt Militärabkommen mit den USA

Das dänische Parlament hat ein Abkommen über die militärische Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten genehmigt, das den USA künftig erlaubt, Militärstützpunkte in Dänemark zu errichten, Soldaten zu stationieren und militärisches Material zu lagern. Dies wurde von der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau berichtet. Das Abkommen wurde bereits im Dezember 2023 unterzeichnet, also vor der erneuten Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Das Verhältnis zwischen Dänemark und den USA hat sich seit der Unterzeichnung des Abkommens abgekühlt, insbesondere nachdem Donald Trump mehrfach sein Interesse an einer Übernahme Grönlands, das zum Königreich Dänemark gehört, bekundet hatte. Diese Ambitionen wurden durch den Besuch seines Vize JD Vance auf dem US-Militärstützpunkt Pituffik im Norden Grönlands Ende März unterstrichen, bei dem Vance scharfe Kritik am NATO-Verbündeten Dänemark geäußert haben soll. Diese Entwicklungen haben zu Kritik am Abkommen in Dänemark geführt, insbesondere von links-grünen Oppositionsparteien und Menschenrechtsorganisationen. Sie warnten laut Ritzau vor der Machtausübung des US-Militärs auf dänischem Boden und einer mangelnden Kontrolle durch dänische Behörden. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verteidigte das Abkommen jedoch nach Agenturangaben. Sie betonte die Wichtigkeit, die USA enger an Dänemark zu binden. Frederiksen erklärte, das Problem sei nicht ein zu großes Engagement der USA in Europa, sondern im Gegenteil bestehe das Risiko, daß die USA Truppen abziehen und die Unterstützung für die Ukraine einstellen könnten. Dieser Schritt wird als strategische Maßnahme im Kontext der aktuellen geopolitischen Lage und der veränderten amerikanischen Außenpolitik betrachtet.

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Österreich erhöht Militärbudget: Fokus auf Infrastruktur und Rüstung

Österreich setzt seinen Investitionskurs in die Landesverteidigung fort, obwohl die budgetäre Lage angespannt ist. Nach Überschreitung der Vier-Milliarden-Grenze im Vorjahr soll das Militärbudget laut Bundesfinanzgesetz 2025 um 349,1 Millionen Euro auf 4,391 Milliarden Euro steigen und gemäß Bundesfinanzgesetz 2026 um weitere 369,8 Millionen Euro auf 4,761 Milliarden Euro anwachsen. Die Mittel sind primär für den Ausbau der baulichen Infrastruktur und die militärische Aufrüstung im Rahmen des Aufbauplans des Bundesheeres vorgesehen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bestätigte im Haushaltsausschuß des Nationalrats, daß die Umsetzung des Aufbauplans für die Jahre 2025 und 2026 gesichert sei. Für die Zeit danach müßen jedoch weitere Verhandlungen geführt werden, um das angestrebte Verteidigungsbudget von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis zum Jahr 2032 zu erreichen. Ein Schwerpunkt der Beschaffungen liegt auf der bodengebundenen Luftabwehr größerer Reichweite im Rahmen von Sky Shield sowie auf Nachbeschaffungen für den Eurofighter. Trotz der allgemeinen Einsparungsziele im Bundeshaushalt sollen die Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit fortgesetzt werden. Hierfür wurde im Verteidigungsministerium eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit diesen Finanzierungsfragen befaßt. Während andere NATO-Staaten 20 Prozent ihres Verteidigungsbudgets für Investitionen ausgeben, sind in Österreich bereits 31 Prozent geplant. Zusätzliche Investitionen sind in Bereiche wie Drohnen und Drohnenabwehr vorgesehen, wofür in den Jahren 2025 und 2026 jeweils 14 Millionen Euro eingeplant sind. Besonderes Augenmerk liegt dabei nicht nur auf der Anschaffung von Geräten, sondern auch auf dem Erwerb der notwendigen Bedienungsfähigkeiten. Es ist eine „erste Tranche“ von 300 Drohnen geplant, die kontinuierlich mit den neuesten Modellen nachgerüstet werden sollen. Im Bereich der Cyber-Sicherheit sind Digitalisierungsmaßnahmen

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Österreichisches Bundesheer präsentiert sich auf dem Donauinselfest 2025

Das Österreichische Bundesheer beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am Donauinselfest, das vom 20. bis 22. Juni 2025 unter dem Motto „Deine Insel. Echte Momente.“ bei freiem Eintritt stattfindet. Die Bundesheer Action & Activity Insel wird an allen drei Festivaltagen von 12:00 bis 19:00 Uhr geöffnet sein und soll Sport- und Technikbegeisterte anziehen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hob die Bedeutung der Motivation der Mitarbeiter hervor, denen zahlreiche zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildungen offenstehen. Jörg Neumayer, Landesparteisekretär der SPÖ Wien, betonte, daß das Bundesheer mit seinem Programm, welches Teamgeist und Gemeinschaft erlebbar mache, zum Geist des Miteinanders auf der Insel beitrage. Besucher können Adrenalin und Action bei einer aufblasbaren Hindernisbahn, einem Military Fitness Parcours oder einem ZORBs-Parcours erleben. Spektakuläre Höhepunkte sind die bis zu zehn Meter hohen Bagjump-Türme, die „Hänge-Challenge“ sowie die kraftintensive LKW-Zugs-Challenge, bei denen Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamgeist gefragt sind. Technikbegeisterte können im mobilen Cyber-Escape-Room spielerisch in die Welt der Cyber-Sicherheit eintauchen oder in Flugsimulatoren virtuellen Höhenflüge erleben. Vor Ort besteht zudem die Möglichkeit, sich über die Pilotenausbildung und weitere Karrieremöglichkeiten beim Bundesheer zu informieren. Das Bundesheer ist auch Teil der „Wiener Städtische Versicherung / Sicheres Wien Insel“, wo es gemeinsam mit anderen Hilfs- und Einsatzorganisationen Katastrophenschutz und zivile sowie militärische Zusammenarbeit präsentiert. Musikalisch untermalt wird das Programm durch Auftritte der Combo der Militärmusik Kärnten und der Rockband Camouflash des oberösterreichischen Bundesheeres.

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Luftwaffe rüstet A400M-Flotte auf

Die deutsche Verteidigungsbeschaffungsbehörde (BAAINBw) hat Airbus einen Vertrag zur Aufrüstung von 23 Transportflugzeugen des Typs Airbus A400M mit sogenannten „Directed Infrared Counter Measures“ (DIRCM)-Systemen erteilt. Diese Initiative zielt darauf ab, die Überlebensfähigkeit der taktischen Lufttransportflotte der Luftwaffe gegen infrarotgelenkte Raketenbedrohungen erheblich zu verbessern. Die Integration der hochentwickelten Abwehrsysteme, die von Israels Elbit Systems entwickelt wurden, wird die Selbstschutzfähigkeiten der Flugzeuge autonom verstärken und ist ein Zeichen für einen breiteren Trend innerhalb der Nato, auch nicht-kampfbezogene Plattformen besser zu schützen. Verstärkter Schutz für taktische Einsätze der Luftwaffe Der Airbus A400M, entwickelt von Airbus Defence and Space, ist ein vielseitiges viermotoriges Turboprop-Militärtransportflugzeug. Es wurde konzipiert, um sowohl strategische als auch taktische Missionen auszuführen. Seine Fähigkeiten reichen vom Transport schwerer und überdimensionierter Lasten über die Luftbetankung anderer Flugzeuge bis hin zur medizinischen Evakuierung. Diese Multifunktionalität macht den A400M zu einem zentralen Element der deutschen Luftstreitkräfte, insbesondere bei Operationen, die schnellen und flexiblen Transport in unterschiedlichen Einsatzgebieten erfordern. Gerd Weber, Leiter des A400M-Programms bei Airbus Defence and Space, hob die Bedeutung des Flugzeugs hervor: „Der Transport von Truppen, Ausrüstung und humanitären Gütern; die Betankung anderer Flugzeuge und Hubschrauber in der Luft; der Dienst als fliegendes Hospital zur Behandlung von verwundetem Personal – der Airbus A400M ist das Gesicht und Arbeitspferd der deutschen Luftwaffe.“ Er betonte weiter, daß das neue DIRCM-System den A400M-Besatzungen einen noch größeren Schutz während ihrer weltweiten Missionen bieten und die bereits breite Palette der Anwendungen dieses außergewöhnlichen Flugzeugs erweitern werde. Die 23 A400Ms, die für die DIRCM-Aufrüstung vorgesehen sind, werden primär

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Lufthansa Group und Bundeswehr schließen Partnerschaft für Heimatschutz: Stärkung der Reserve in Zeitenwende

Die Lufthansa Group und das Landeskommando Hessen der Bundeswehr haben eine wegweisende Partnerschaft für den Reservedienst geschlossen. Diese Kooperation zielt darauf ab, Mitarbeiter des Luftfahrtkonzerns bei ihrem Engagement für den Heimatschutz zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Stärkung der Sicherheitsarchitektur Deutschlands zu leisten. Die Lufthansa Group unterstreicht mit diesem Schritt die zentrale Rolle von Freiwilligen für den Heimatschutz und ermöglicht ihren Beschäftigten, sich aktiv für die Sicherheit der Gesellschaft einzubringen. Im Rahmen der offiziellen Zeremonie nahm Michael Niggemann, als Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG verantwortlich für Personal und Recht, am 4. Juni die Partnerschaftsurkunde von Brigadegeneral Holger Radmann entgegen. Niggemann betonte die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: „Wir freuen uns, als neuer Partner für den Heimatschutz einen aktiven Beitrag zur Sicherheitsarchitektur Deutschlands zu leisten. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage und im Zeichen der oft zitierten ‚Zeitenwende‘ ist es uns ein besonderes Anliegen, unsere Mitarbeitenden für die Bedeutung des Heimatschutzes zu sensibilisieren.“ Die Lufthansa Group wird ihre Mitarbeiter gezielt über dieses neue Angebot informieren und eng mit dem Landeskommando Hessen zusammenarbeiten, um eine bestmögliche Vorbereitung und Integration in den Reservedienst zu gewährleisten. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Beschäftigten der Lufthansa Group mit deutschem Paß, wobei die Möglichkeit einer Freistellung für Aus- und Fortbildung sowie für Einsätze im Einzelfall geprüft wird. Durch die hohe Anzahl von Lufthansa-Mitarbeitern im Rhein-Main-Gebiet wird insbesondere das Heimatschutzregiment 5 in Hessen von dieser Partnerschaft profitieren. Die Lufthansa Group reiht sich damit in eine Liste von rund 250 hessischen Arbeitgebern ein, die bereits Partner für den Heimatschutz

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Sonderveranstaltung im Militärluftfahrtmuseum Zeltweg: Ferienauftakt mit freiem Eintritt und vielseitigem Programm

Zum Beginn der Sommerferien lädt das Heeresgeschichtliche Museum am 6. Juli 2025 von 10 bis 18 Uhr zu einem besonderen Erlebnistag in sein Militärluftfahrtmuseum in Zeltweg ein. An diesem Tag wird allen Besuchern, ob jung oder alt, freier Eintritt gewährt. Die Veranstaltung verspricht ein abwechslungsreiches Programm, das speziell auf Luftfahrtenthusiasten zugeschnitten ist und die Geschichte und Technik der Militärluftfahrt in Österreich näherbringt. Für die jüngeren Besucher im Alter von sechs bis zwölf Jahren hält das Museum ein interaktives Angebot bereit: Sie können an kniffligen Rätselrallyes teilnehmen, ihr Geschick auf einem herausfordernden Parcours unter Beweis stellen, kreativ basteln und beim Papierfliegerweitwurf ihre Flugkünste zeigen. Als Belohnung für die gemeisterten Aufgaben winkt den jungen Teilnehmern nicht nur ein Luftballon, sondern auch ein besonderer Preis. Über den gesamten Tag verteilt finden zudem sogenannte Impulsführungen statt, die speziell auf Familien mit Kindern zugeschnitten sind und die Exponate auf kindgerechte Weise erläutern. Auch für Erwachsene und Fachinteressierte wird ein spezielles Führungsprogramm angeboten, das sich auf flugtechnische und historische Aspekte konzentriert. Diese Führungen bieten tiefere Einblicke in die rund 25 historischen Luftfahrzeuge, darunter ikonische Maschinen wie die Saab J-29F „Fliegende Tonne“ oder die Saab 35OE „Draken“ sowie eine Alouette III. Auf einer Ausstellungsfläche von 5.000 Quadratmetern können Besucher zudem Flugmotoren, Jettriebwerke, Radaranlagen, Geräte der Flieger- und Fernmeldetruppe, Uniformen und Fliegersonderbekleidung sowie zahlreiches historisches Bildmaterial bestaunen. Das Militärluftfahrtmuseum Zeltweg, seit 2012 eine Außenstelle des Wiener Heeresgeschichtlichen Museums, feiert in diesem Jahr seine 20. Saison und ist noch bis zum 26. Oktober 2025 geöffnet.

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Großbritannien erwägt Rückkehr zur atomaren Abschreckung aus der Luft

Knapp drei Jahrzehnte nach der Aufgabe plant das Vereinigte Königreich offenbar die Wiederbelebung seiner nuklearen Abschreckung aus der Luft. Laut einem Bericht der „Sunday Times“ soll die neue britische strategische Überprüfung, deren Vorstellung für den 2. Juni 2025 geplant ist, Pläne zum Erwerb von Lockheed Martin F-35A Tarnkappenjägern und zur Aufnahme von taktischen B61-Atomwaffen umfassen. Dieser Schritt würde die wahrscheinliche Teilnahme Großbritanniens an den nuklearen Teilhabeabkommen der NATO bedeuten. Während die Royal Air Force bereits die Kurzstart- und Senkrechtlande-Variante (STOVL) F-35B von ihren Flugzeugträgern aus betreibt, ist nur die F-35A mit der B61-Bombe kompatibel. Die F-35A, eine einmotorige Mehrzweckkampfflugzeugvariante, wurde speziell für konventionelle Starts und Landungen auf Flugplätzen entwickelt und unterscheidet sich in einigen technischen Details von der F-35B. Das Vorhaben, sollte es bestätigt werden, würde eine signifikante Änderung der britischen Nuklearstrategie darstellen. Seit der Ausmusterung der taktischen Atomwaffe WE.177 und der Außerdienststellung von Flugzeugen wie der Blackburn Buccaneer und dem Tornado GR1/1A in den 1990er Jahren verließ sich Großbritannien ausschließlich auf eine seegestützte Abschreckung. Die gegenwärtige nukleare Streitmacht besteht aus vier U-Booten der Vanguard-Klasse, die mit in den USA hergestellten interkontinentalen ballistischen Raketen vom Typ Trident D5 bewaffnet sind. Der britische Verteidigungsminister John Healey deutete in Äußerungen gegenüber der „Times“ eine mögliche Kursänderung an und erklärte, daß „die Welt definitiv gefährlicher wird“ und daß „nukleare Risiken steigen“. Er betonte, daß Großbritannien zum ersten Mal seit einer Generation mit „ernsthaft zunehmenden Risiken staatlicher Konflikte“ konfrontiert sei. Rückkehr zur RAF Lakenheath? Obwohl Großbritannien offiziell kein Teilnehmer an den nuklearen Teilhabeabkommen der

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