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Delta setzt auf Embraer-Jets für Aspen-Flüge

Delta Air Lines führt auf ihren Inlandsstrecken zur renommierten Wintersportdestination Aspen (Colorado) neue Flugzeuge ein. Ab November werden die Flüge von den großen Drehkreuzen Atlanta und Los Angeles auf Embraer-Jets umgestellt. Diese ersetzen die bisher auf diesen Verbindungen eingesetzten Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ-700. Die Umstellung erfolgt rechtzeitig zum Beginn der Skisaison und wird in Zusammenarbeit mit dem Partner SkyWest Airlines durchgeführt, der die Flüge unter dem Markennamen Delta Connection betreibt. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Reiseerlebnis für Passagiere zu verbessern, die in die hoch gelegenen Rocky Mountains reisen. Die Embraer-Jets, bei denen es sich um den Typ E175 handelt, bieten im Vergleich zur CRJ-700 mehrere Vorteile. Dazu gehört ein deutlich größerer Frachtraum, was speziell für Reisende mit Skiern, Snowboards und anderem sperrigen Wintergepäck einen großen Nutzen darstellt und sogenannte „Bulk-Out“-Probleme verringern soll. Zudem verfügen die neuen Flugzeuge über modernere Kabinen, größere Fenster und sollen eine ruhigere und komfortablere Reise ermöglichen. Über den reinen Passagierkomfort hinaus sind die Embraer E175 auch auf die speziellen Anforderungen des Flughafens Aspen/Pitkin County (ASE) zugeschnitten. Der Flughafen, der auf rund 2.380 Metern Höhe liegt, erfordert aufgrund seiner geografischen Lage und der wechselhaften Gebirgswetterbedingungen Flugzeuge mit erhöhter Stabilität und Zuverlässigkeit. Die E175 sind für Flüge in großer Höhe und unter anspruchsvollen Bedingungen besser geeignet, was zu einer potenziell höheren Betriebsstabilität und weniger wetterbedingten Störungen führen kann. Die E175 hat zudem eine höhere Sitzkapazität, mit der Delta die Möglichkeit erhält, das Passagieraufkommen zu erhöhen. Die E175 verfügen über 33 Prozent mehr Sitze in der First

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Alpinisten-Treffen im Gschnitztal: Tagung der Bergsteigerdörfer diskutiert Wandel des Bergsports

Das Gschnitztal in Tirol ist vom 10. bis 12. Oktober 2025 Gastgeber der Jahrestagung der Bergsteigerdörfer. Die von den Gemeinden Trins und Gschnitz ausgerichtete Veranstaltung versammelt rund einhundert Vertreter der Bergsteigerdörfer und der Alpenvereine aus Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und der Schweiz. Im Zentrum der dreitägigen Fachtagung steht das Thema „Zeitgemäßes Bergsteigen“, welches die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen des Alpinismus beleuchten soll. Alpinexperten werden auf der Tagung verschiedene Facetten des modernen Bergsports diskutieren. Der Österreichische Alpenverein, der die Initiative der Bergsteigerdörfer in Österreich koordiniert, thematisiert dabei Aspekte wie die Sicherheit am Berg, den Umgang mit alpiner Infrastruktur sowie die steigenden Anforderungen an Komfort im Widerspruch zur Reduktion auf das Wesentliche. Weiters stehen das Hüttenwesen und der Umgang mit Besucherspitzen auf dem Programm. Unter den Referenten sind der Alpinexperte Gerhard Mössmer vom Österreichischen Alpenverein, der Hüttenexperte Peter Mani vom Schweizer Alpen-Club und Stefan Ortner von Lo.La Alpine Safety Management. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einfluss des Klimawandels auf das Hochgebirge. Der renommierte Klimaforscher Georg Kaser hält einen Vortrag zur Einordnung der Entwicklungen in ein größeres Gefüge. Zudem präsentiert Bergführer Thomas Senfter die ausgearbeitete Klimawandelanpassungsstrategie der Region Wipptal, zu der das Gschnitztal gehört. Die Tagung dient dem fachlichen Austausch und der Vernetzung der alpinen Regionen und Vereine, die sich dem Alpinismus in all seinen Formen verschrieben haben, darunter körperliche Anstrengung, alpine Kompetenz und Risikomanagement. Das Veranstaltungsprogramm musste infolge der Murenkatastrophe vom 30. Juni 2025 im Gschnitztal kurzfristig angepasst werden. Zahlreiche Murenabgänge hatten Ende Juni zu massiven Beschädigungen von Häusern und zur

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Flixtrain weitet Fernverkehr aus: Mehr Direktverbindungen und kürzere Fahrzeiten im Winter

Der private Bahnbetreiber Flixtrain baut sein Fernverkehrsangebot mit dem Winterfahrplan 2024/2025 deutlich aus. Ab dem 14. Dezember vergrößert das zur Flix-Gruppe gehörende Unternehmen das gesamte Angebot im Vergleich zum Winter des Vorjahres um rund 15 Prozent. Der Fokus liegt auf der Schaffung von mehr Direktverbindungen sowie der Verkürzung von Reisezeiten auf wichtigen Achsen im deutschen Schienennetz. Reisende auf den Routen zwischen Berlin und südwestdeutschen Zielen profitieren besonders. So sollen die Fahrzeiten auf den Verbindungen nach Stuttgart, Freiburg, Heidelberg und Basel deutlich attraktiver werden. Nach Unternehmensangaben verkürzt sich die Fahrtdauer zwischen Berlin und Freiburg bzw. Basel um rund eine halbe Stunde. Die Verbindung von Berlin nach Stuttgart soll demnach nur noch 5 Stunden und 45 Minuten dauern. Die Taktung wird ebenfalls erhöht: Zwischen Berlin und Frankfurt werden künftig bis zu zehn tägliche Fahrten angeboten, und auf der Achse Berlin–Stuttgart erhöht sich die Anzahl auf bis zu sieben Fahrten pro Tag. Trotz der laufenden Generalsanierung der Strecke Berlin–Hamburg hält Flixtrain das Angebot mit bis zu sechs täglichen Verbindungen aufrecht. Eine wesentliche Neuerung ist die Einführung von Direktverbindungen für bisher umstiegsintensive Routen. Künftig wird es Direktzüge von Hamburg nach Stuttgart, Frankfurt, Erfurt und Halle geben. Insbesondere die Direktverbindung Hamburg–Stuttgart über Berlin ohne Umsteigen soll die Reisezeit von bisher rund zehn Stunden auf etwa 8,5 Stunden reduzieren. Dieses Angebot ist bis zu viermal täglich in beide Richtungen vorgesehen. Die Expansion von Flixtrain, die auf eine zunehmende Nachfrage nach Fernreisen auf der Schiene reagiert, erhöht den Wettbewerbsdruck auf den Marktführer Deutsche Bahn, der weiterhin einen

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Quantensicherheit überzeugt: Österreichischer Reisepass gewinnt Sicherheitspreis

Der neue österreichische Reisepass ist am 7. Oktober 2025 im Rahmen des KSÖ-Sicherheitspreises in Innsbruck ausgezeichnet worden. Das Reisedokument erhielt den Preis für besondere Leistungen um digitale Sicherheit, verliehen vom Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ). Ausschlaggebend für die Würdigung war ein von der Österreichischen Staatsdruckerei (OeSD) entwickeltes Sicherheitsmerkmal, welches das Dokument nicht nur analog und digital, sondern auch zukunftssicher vor den potenziellen Risiken von Quantencomputern schützt. Der neue Reisepass, der seit Dezember 2023 bei Passbehörden beantragt werden kann, zeichnet sich durch ein komplett überarbeitetes Design und eine Reihe hochmoderner Sicherheitsmerkmale aus. Dazu gehört die Verwendung von Polycarbonat für die Datenseite, was einen erhöhten Schutz vor Manipulation und Fälschung bietet. Ebenfalls integriert wurden High-Tech-Elemente wie ein Laserbild-Perforationsfeature und ein Laserkippbild. Generaldirektor Helmut Lackner von der OeSD betonte, dass man bei der Entwicklung auf die neuesten Technologien gesetzt habe, um das wichtigste Reisedokument für die Zukunft sicher zu halten. Ein zentrales Merkmal des Dokuments ist der personalisierte QR-Code. Dieser Code ist digital signiert und enthält die gleichen Identitätsdaten wie das physische Dokument, was eine zusätzliche Sicherheitshürde für Fälscher darstellt. Zur Überprüfung dieses QR-Codes sowie weiterer Sicherheitsmerkmale steht die von der OeSD-Tochter „youniqx Identity“ entwickelte, kostenlose CHECK-AT App zur Verfügung. Die App führt Nutzer per Anleitung durch den Prüfprozess, was es auch Laien ermöglicht, die Echtheit des Dokuments schnell und sicher festzustellen und damit die Sicherheitspartnerschaft zwischen Behörde und Bürger zu stärken. Die Verleihung des KSÖ-Sicherheitspreises in der Kategorie digitale Sicherheit bestätigt die Vorreiterrolle Österreichs im Bereich der Dokumentensicherheit. Die frühe Implementierung quantensicherer Technologien

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Ryanair kritisiert Flugsicherung und fordert Reformen in Europa und Deutschland

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat ihre scharfe Kritik am Zustand der europäischen Flugsicherung erneuert. Zwischen dem 1. Januar und dem 5. Oktober 2025 sollen über 30 Millionen Passagiere des Unternehmens von Flugausfällen und unnötigen Verspätungen betroffen gewesen sein. Als Hauptursachen nennt Ryanair Missmanagement und Personalmangel bei den nationalen Flugsicherungsdiensten in ganz Europa. Das Unternehmen fordert von der EU-Kommission und den nationalen Verkehrsministern entschlossene Maßnahmen zur Reform des Systems. Besonders im Fokus der Kritik steht die deutsche Flugsicherung. Laut Angaben von Ryanair konnten im selben Zeitraum über drei Millionen Ryanair-Passagiere ihre Reisepläne nicht wie vorgesehen realisieren, was direkt auf Missmanagement und Personalmangel in Deutschland zurückgeführt wird. Marcel Meyer, Head of Communications DACH bei Ryanair, bezeichnete die Situation als inakzeptabel und kritisierte Verkehrsminister Patrick Schnieder scharf. Er forderte den Minister auf, „dringend den kaputten Flugsicherungsdienst zu reformieren“. Die Fluggesellschaft betont, dass Deutschland damit zu den in Europa am schlechtesten aufgestellten Flugsicherungen zähle, neben Ländern wie Frankreich, Spanien, Großbritannien und Griechenland. Die Airline hat ihre Kampagne „Air Traffic Control Ruined Your Flight“ lanciert, um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen. In diesem Zuge fordert Ryanair die Reisenden aktiv dazu auf, sich direkt an die EU-Kommissionspräsidentin – die in der Kampagne mit dem Spottnamen Ursula von „Derlayed-Again“ bedacht wird – sowie an Minister Schnieder zu wenden. Konkret verlangt das Unternehmen zwei zentrale Reformen: Die vollständige Besetzung der Flugsicherungsdienste, insbesondere für die morgendliche Abflugwelle, sowie der Schutz von Überflügen während nationaler Fluglotsenstreiks. Ryanair argumentiert, dass diese Maßnahmen 90 Prozent der flugsicherungsbedingten Verzögerungen beseitigen

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Symbolische Partnerschaft: Flughafen Wien und Hainan Airlines übernehmen Panda-Patenschaft in Schönbrunn

Der Tiergarten Schönbrunn in Wien hat mit der Hainan Airlines und der Flughafen Wien AG zwei neue Partner für seine Großen Pandas gewonnen. Die Airline und der Flughafen haben gemeinsam die Patenschaft für das neue Panda-Paar Lan Yun und He Feng übernommen. Diese Partnerschaft soll die enge kulturelle und wirtschaftliche Verbindung zwischen Österreich und China unterstreichen. Die symbolische Besiegelung fand bei einem gemeinsamen Fototermin im Tiergarten statt, an dem unter anderem Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, Eric Zhuo Zhang, General Manager von Hainan Airlines in Wien, und Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck teilnahmen. Die Patenschaft wird flankiert von der direkten Flugverbindung, welche Hainan Airlines zwischen Wien und Chengdu anbietet. Chengdu, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, gilt als Heimat der Großen Pandas und ist seit dem 1. Dezember 2024 dreimal wöchentlich nonstop vom Flughafen Wien aus erreichbar. Die Flüge finden ganzjährig jeweils dienstags, donnerstags und sonntags statt. Für den Flughafen Wien ist diese Verbindung, neben der bereits bestehenden Route nach Shenzhen, ein wichtiger Bestandteil zur Festigung seiner Rolle als zentrale Drehscheibe zwischen Europa und Asien. Die Stadt Chengdu selbst ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum und technologischer Hub Westchinas. Der Tiergarten Schönbrunn, der bereits seit über 20 Jahren Große Pandas im Rahmen einer internationalen Kooperation hält, sieht in der Partnerschaft ein starkes Zeichen für die Förderung des Artenschutzes. Das Weibchen Lan Yun und das Männchen He Feng, die 2020 geboren wurden und seit dem 23. April 2025 im Tiergarten leben, gelten als Botschafter ihrer gefährdeten Artgenossen. Nach einer Eingewöhnungs- und Quarantänezeit sind

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Starke Last-Minute-Welle treibt Sunny Cars Buchungen im September an

Der Mietwagen-Broker Sunny Cars verzeichnete im September 2025 einen der stärksten Buchungsmonate des laufenden Jahres. Nach Angaben des Unternehmens aus München war der September, nach dem Januar, der zweitstärkste Monat in der bisherigen Bilanz. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis war ein massives Last-Minute-Geschäft. Fast drei Viertel aller im September getätigten Buchungen bezogen sich auf Mietwagen für den September oder Oktober 2025. Gleichzeitig zeigen die Buchungen auch ein wachsendes Vorausbuchungsverhalten, da jeder zehnte Kunde sein Ferienauto bereits für das Jahr 2026 reservierte. Parallel zum hohen Buchungsaufkommen verzeichnete Sunny Cars eine Senkung der Durchschnittspreise. Der durchschnittliche Buchungswert fiel im September auf 370 Euro, was den tiefsten Wert des Jahres darstellt und exakt dem Preisniveau des Vorjahresmonats September 2024 entspricht. Im Vormonat August 2025 hatte der Durchschnittspreis noch bei knapp 400 Euro gelegen. Dieser Abwärtstrend der Preise, der sich bereits in den Vormonaten abgezeichnet hatte, setzt sich somit in den Herbst hinein fort. Analysten führen diese Preisstabilisierung auf ein ausgeglicheneres Verhältnis von Mietwagen-Angebot und -Nachfrage im Vergleich zu den Extremjahren 2022 und 2023 zurück. Regional zeigten sich die Mietwagenpreise in Südeuropa besonders günstig. In den Top-Zielgebieten Griechenland, Portugal und Spanien lag der durchschnittliche Buchungswert im September sogar unter der 300-Euro-Marke. Lediglich Italien bildete mit einem Durchschnittspreis von 332 Euro in der Mittelmeerregion eine Ausnahme. Die Beliebtheit der südeuropäischen Länder als Reiseziel hält damit ungebrochen an. Die Top-5 der gebuchten Destinationen im September waren Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und überraschend die USA. Die starke Nachfrage nach Mietwagen in den Vereinigten Staaten ist insofern bemerkenswert, da

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FAA-Personalmangel wegen Shutdown: Über 4000 Flüge verspätet

Die anhaltende Haushaltskrise in den USA und der damit verbundene Regierungsstillstand („Shutdown“) wirken sich drastisch auf den Flugverkehr aus. Aufgrund von Personalengpässen bei der US-Luftfahrtbehörde FAA verzeichneten Flugverfolgungsdienste am jüngsten Montag mehr als 4000 verspätete Flüge. Betroffen waren dabei wichtige Drehkreuze wie die Flughäfen in Newark, Phoenix, Denver und Las Vegas. Die FAA selbst bestätigte die massiven Verzögerungen, wies jedoch darauf hin, dass auch ungünstige Witterungsverhältnisse die Situation zusätzlich verschärft hätten. Der Kern des Problems liegt im Umstand, dass Tausende von Bundesbediensteten, deren Tätigkeiten als systemrelevant eingestuft sind, weiterhin ohne sofortige Bezahlung arbeiten müssen. Dies betrifft insbesondere die rund 13.000 Fluglotsen der FAA sowie etwa 50.000 Mitarbeiter der Transportsicherheitsbehörde (TSA), die für die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen zuständig sind. Während diese Mitarbeiter ihren Dienst notgedrungen fortsetzen, um die Flugsicherheit und grundlegende Abläufe zu gewährleisten, entfällt ihr Gehalt, wobei die erste ausbleibende Lohnzahlung für Fluglotsen am 14. Oktober erwartet wird. Die ungewisse finanzielle Situation der Mitarbeiter führt laut Experten zu steigendem Stress und einer erhöhten Krankenstandsrate – ein Phänomen, das bereits bei früheren, längeren Shutdowns beobachtet wurde, etwa während der 34-tägigen Haushaltssperre von 2018/2019. Schon damals sank die Kapazität der Fluglotsen, was unweigerlich zu Flugverspätungen und längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen führte. Der Branchenverband Airlines for America, der große US-Fluggesellschaften wie United, Delta und American Airlines vertritt, warnte bereits im Vorfeld des Shutdowns vor einer Verlangsamung und Ineffizienz des gesamten Flugsystems. Darüber hinaus droht der Personalmangel längerfristige Folgen: Nicht wesentliche, aber wichtige Tätigkeiten der FAA, darunter Inspektionen, Audits und die Ausbildung

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Russlands Sberbank muss sich US-Klage nach MH17-Abschuss stellen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat eine Berufung der russischen Sberbank zurückgewiesen. Die staatlich kontrollierte Bank wollte damit eine Zivilklage im Zusammenhang mit dem Abschuss des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 über der Ostukraine im Jahr 2014 abwenden. Die Entscheidung ebnet den Weg für die Fortsetzung des Verfahrens, das von der Familie eines US-amerikanischen Opfers angestrengt wurde. Die Klage stützt sich auf das US-Antiterrorgesetz. Die Familie von Quinn Schansman, einem 18-jährigen US-Bürger, der bei der Tragödie ums Leben kam, wirft der Sberbank vor, durch die Bereitstellung finanzieller Dienstleistungen prorussische Separatisten der selbsternannten Volksrepublik Donezk (DNR) unterstützt zu haben. Diese Separatistengruppe kontrollierte das Gebiet, von dem aus nach den Erkenntnissen internationaler Ermittler die Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk abgefeuert wurde, die das Passagierflugzeug am 17. Juli 2014 traf. Alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben. Das Berufungsgericht des zweiten Bezirks in New York hatte bereits im Februar entschieden, dass die Sberbank in diesem Fall keinen Anspruch auf Staatenimmunität nach dem Foreign Sovereign Immunities Act (FSIA) habe. Die Richter argumentierten, dass die Klage auf der kommerziellen Aktivität der Bank basiert, nämlich der Nutzung des US-Bankensystems zur Erleichterung von Überweisungen an die DNR. Diese finanzielle Unterstützung – auch wenn es sich um vergleichsweise kleine Spendenbeträge handelte – habe die DNR wissentlich oder mit bewusster Gleichgültigkeit in die Lage versetzt, terroristische Handlungen zu begehen. Die Abweisung der Berufung durch den Obersten Gerichtshof ist ein signifikanter Schritt für die Kläger, da sie nun die Möglichkeit haben, im Rahmen des Anti-Terrorism Act (ATA) auf Schadensersatz zu klagen. Dieses Gesetz

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ITA Airways streicht alle Tel Aviv-Flüge bis zum Jahresende 2025

Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways hat die Aussetzung ihrer Flugverbindungen von und nach Tel Aviv bis zum Ende des laufenden Jahres 2025 verlängert. Die Lufthansa-Tochter begründet diesen Schritt mit der andauernden instabilen Sicherheitslage in der Region. Ursprünglich war die Wiederaufnahme des Flugbetriebs auf der Strecke nach Israel für den 2. November geplant. Die aktuelle Entscheidung umfasst auch zwei Flüge, die bereits für den Neujahrstag 2026 im Flugplan standen. Die anhaltende militärische Auseinandersetzung in der Region, die mit dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 begann, wirkt sich seit Längerem massiv auf den internationalen Luftverkehr aus. Die Sicherheitsbedenken führen bei einer Vielzahl internationaler Airlines zu Streichungen und Anpassungen des Flugplans. Im Gegensatz zur Kernmarke Lufthansa, die ihre Flüge nach Tel Aviv nach einer temporären Aussetzung im August wieder aufgenommen hat, setzen andere Gesellschaften der Lufthansa Group, zu der auch ITA Airways gehört, sowie weitere europäische Carrier ihre Verbindungen weiterhin aus oder schränken diese stark ein. Beispielsweise hatten andere Airlines wie Swiss und Eurowings die Flugstopps bis zum Ende des Sommerflugplans (25. Oktober) verlängert. ITA Airways hat mitgeteilt, dass betroffene Passagiere die Möglichkeit haben, ihre Tickets kostenlos auf einen späteren Reisetermin umzubuchen oder eine vollständige Rückerstattung des Flugpreises zu erhalten. Die Verlängerung des Flugstopps unterstreicht die Sensibilität der Lage für den zivilen Luftverkehr und die Notwendigkeit ständiger Neubewertung des Sicherheitsrisikos durch die Fluggesellschaften. Mit dieser Maßnahme folgt ITA Airways der generellen Tendenz, bei anhaltenden regionalen Konflikten die Flugsicherheit über die Wiederaufnahme des regulären Betriebs zu stellen. Die Fluggesellschaft beobachtet die

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