
Massive Kraftstoffpreissteigerungen belasten die globale Luftfahrtindustrie
Die weltweite Luftfahrtbranche sieht sich kurz vor Beginn der Sommersaison 2026 mit einer existenzbedrohenden Kostenexplosion konfrontiert. Seit dem Beginn militärischer Operationen gegen den Iran Ende Februar haben sich die Preise für Flugkraftstoff mehr als verdoppelt. Laut dem Jet Fuel Price Monitor der IATA kletterte der Preis pro Barrel von etwa 96 US-Dollar auf einen Höchststand von 209 US-Dollar Anfang April. Zwar hat sich das Preisniveau zuletzt in einer Spanne zwischen 165 und 198 US-Dollar stabilisiert, doch die Volatilität bleibt extrem hoch. Da Treibstoffkosten herkömmlich 25 bis 30 Prozent der gesamten Betriebskosten einer Fluggesellschaft ausmachen, geraten die Kalkulationen für den bevorstehenden Sommerreiseverkehr massiv unter Druck. Besonders kritisch bewertet die Internationale Energieagentur (IEA) die Versorgungslage in Europa. IEA-Direktor Fatih Birol warnte in aktuellen Stellungnahmen vor einer Verknappung der Bestände und bezeichnete die aktuelle Situation als die schwerste Energiekrise der Weltgeschichte. Den Berichten zufolge verfügt Europa derzeit nur noch über Vorräte für etwa sechs Wochen. In einigen europäischen Ländern sind die Reserven sogar auf unter 20 Tage gesunken, was deutlich unter dem seit 2020 verzeichneten Minimum von 29 Tagen liegt. Die effektive Schließung der Straße von Hormuz, einer zentralen Schlagader für den globalen Ölhandel, erschwert die logistische Nachversorgung der Raffinerien zusätzlich und führt zu Engpässen in der gesamten Lieferkette. Erste Fluggesellschaften haben bereits mit drastischen Maßnahmen auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert. Die Lufthansa stellte den Betrieb ihrer Tochtergesellschaft CityLine ein und legte 27 ältere Maschinen still, deren Betrieb aufgrund des hohen Verbrauchs nicht mehr wirtschaftlich darstellbar war. Die niederländische KLM strich kurzfristig 160








