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BARIG begrüßt MSC Air Cargo als neues Mitglied im Luftfrachtbereich

Der internationale Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) verzeichnet weiteres Wachstum im Luftfrachtsegment und heißt MSC Air Cargo als neuestes Mitglied willkommen. Die Frachtfluggesellschaft ist ein integraler Bestandteil der MSC-Gruppe, einem weltweit führenden Akteur im Transport- und Logistiksektor, bekannt für seine weitreichenden Seefrachtdienste. Dieser Beitritt stärkt die Position von BARIG als wichtige Interessenvertretung der Luftfahrtbranche in Deutschland. Michael Hoppe, Chairman und Executive Director von BARIG, äußerte sich erfreut über den Zuwachs: „Wir freuen uns, daß MSC Air Cargo die BARIG-Community verstärkt und damit hohe Kompetenz im Bereich Luftfracht einbringt.“ Hoppe betonte, daß die Branche in Deutschland mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sei, darunter hohe Standortkosten, komplexe Prozesse und eine ausgeprägte Bürokratisierung. Mit dem praktischen Wissen seiner nunmehr über 30 internationalen Cargo-Airlines setzt sich BARIG für spürbare Entlastungen, Prozeßbeschleunigungen und insgesamt bessere Rahmenbedingungen für die Luftfracht in Deutschland ein. Dies ist besonders relevant, da Deutschland als Exportnation stark vom effizienten Luftfrachtverkehr abhängt. BARIG bündelt alle Aktivitäten und Initiativen im Bereich Luftfracht in seinem Air Cargo Committee. Dieses Komitee wurde erst kürzlich durch eine Restrukturierung und die Einführung einer neuen Doppelspitze in der Leitung gestärkt, um aktuelle Herausforderungen noch effizienter und schlagkräftiger angehen zu können. Jannie Davel, CEO von MSC Air Cargo, unterstrich die Bedeutung dieser neuen Partnerschaft: „Mit dem dritthöchsten Bruttoinlandsprodukt der Welt ist Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsstandort. Daher ist es uns wichtig, als BARIG-Mitglied noch enger mit der Air-Cargo-Branche in Deutschland vernetzt zu sein.“ MSC Air Cargo operiert mit einer Flotte von neuen Boeing B777-200-Frachtern und verbindet wichtige Ziele

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Deutsche Flugsicherung erwartet stabilen Sommerbetrieb trotz externer Risiken

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) blickt zuversichtlich auf die bevorstehende Hauptreisezeit im Sommer 2025. Das Unternehmen rechnet mit einem stabilen Betrieb im deutschen Luftraum, gestützt auf umfassende Vorbereitungen, darunter personelle Aufstockung, die Einführung neuer Technologien und eine flexible Einsatzplanung. Bereits im Herbst 2024 begannen die Maßnahmen, um den zunehmenden Flugverkehr zuverlässig bewältigen zu können. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Strategie ist die Integration von 130 neuen Fluglotsen, eine flexibilisierte Dienstplanung und die gezielte Ausrichtung auf besonders belastete Luftraumsektoren. Besonders im oberen Luftraum über Süddeutschland hat der Verkehr deutlich zugenommen. Im April 2025 lag das Aufkommen dort um 14 Prozent über dem Vorjahreswert und rund 40 Prozent über dem Niveau von 2019. Die DFS reagiert auf diese Verlagerungen mit operativer Flexibilität und gezieltem Personaleinsatz. Dirk Mahns, Betriebs-Geschäftsführer der DFS, erklärt: „Es ist nicht die eine große Maßnahme, sondern die Summe vieler kleiner Initiativen, die unsere Kapazität nachhaltig stärken.“ Die deutsche Flugsicherung, als bundeseigenes Unternehmen, ist für die Sicherheit des Flugverkehrs im deutschen Luftraum verantwortlich und gehört zu den größten Anbietern in Europa. Die stetige Anpassung an das Verkehrsaufkommen ist eine ihrer Kernaufgaben. Trotz der positiven Prognose bleibt die Lage angespannt, da externe Faktoren weiterhin Risikofaktoren darstellen. Die Zahl extremer Wetterlagen, wie Sommergewitter, ist laut DFS im Jahre 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 83 Prozent gestiegen, was kurzfristige Anpassungen im Flugverkehr erfordert. Noch schwerwiegender wiegen geopolitische Krisen, wie die Situation im Nahen Osten und der anhaltende Krieg in der Ukraine. Diese Konflikte führen zu einem erhöhten militärischen Luftverkehr, der häufig kurzfristige Umleitungen im

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Korean Air behauptet sich in unsicherem Wirtschaftsumfeld

Korean Air konnte ihre Einnahmen im zweiten Quartal 2025 trotz Befürchtungen einer allgemeinen Konjunkturabschwächung aufgrund weltweiter Handelsspannungen stabil halten. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 3,9859 Billionen KRW (umgerechnet rund 2,9386 Milliarden USD). Dies gelang der Airline nach eigenen Angaben durch ein effektives Kapazitätsmanagement, das eine Anpassung an die schwankende Nachfrage ermöglichte. Der Betriebsgewinn des Quartals sank jedoch um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf höhere Betriebskosten, einschließlich Personal- und Abschreibungskosten, zurückzuführen ist, obwohl die Treibstoffpreise niedriger ausfielen. Die Einnahmen aus dem Passagiergeschäft erreichten im zweiten Quartal 2,3965 Billionen KRW, was einem Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses leichten Rückganges blieben die Rentabilitätskennzahlen stabil. Dies sei auf proaktive Netzanpassungen während der saisonalen Nebensaison sowie einen Nachfrageschub während der Ferienzeit Anfang Mai zurückzuführen. Die Luftfahrtbranche ist bekannt für ihre Sensibilität gegenüber saisonalen Schwankungen und die Notwendigkeit, Flugpläne und Kapazitäten flexibel anzupassen, um die Auslastung zu optimieren und Erträge zu sichern. Viele große internationale Fluggesellschaften setzen auf ähnliche Strategien, um der Volatilität im Passagiergeschäft zu begegnen. Im Frachtgeschäft verzeichnete die Fluggesellschaft Umsätze von 1,0554 Billionen KRW, ein Rückgang von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Airline konnte jedoch die durch die US-Zollpolitik verursachte Marktvolatilität bewältigen, indem sie ihr Produktangebot diversifizierte. Dabei konzentrierte sie sich auf ertragsstarke Fracht wie Halbleiter, Batterien und Solarzellen sowie auf saisonal verderbliche Güter. Der globale Luftfrachtmarkt hat nach den Höchstständen der Pandemie eine gewisse Normalisierung erfahren, bleibt aber weiterhin ein wichtiger Umsatzpfeiler für viele Fluggesellschaften, insbesondere für solche mit einer starken Langstreckenflotte

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El Al CEO Dina Ben Tal Ganancia kündigt Rücktritt an

Dina Ben Tal Ganancia, seit dreieinhalb Jahren Vorstandsvorsitzende der israelischen Fluggesellschaft El Al, hat den Verwaltungsratsvorsitzenden über ihren Wunsch informiert, ihre Funktion zum 31. Dezember 2025 niederzulegen. Ben Tal Ganancia, die seit fast zwei Jahrzehnten verschiedene leitende Positionen im Unternehmen innehatte, betonte die Wichtigkeit eines umfassenden Suchprozesses und einer geordneten Übergabe angesichts der Komplexität und Sensibilität von El Al. Ihre frühzeitige Bekanntgabe soll eine reibungslose Nachfolge ermöglichen. Seit ihrer Ernennung inmitten der weltweiten Corona-Krise hat Ben Tal Ganancia maßgeblich zur Neuausrichtung des Unternehmens beigetragen. Unter ihrer Führung wurden neue Vereinbarungen zur Regulierung der Arbeitsbeziehungen getroffen, was El Al zu einem flexibleren und produktiveren Unternehmen machte. Zudem zeichnete sie verantwortlich für die Unterzeichnung strategischer Beschaffungsvereinbarungen für moderne Flugzeuge, die Erweiterung des Streckennetzes und die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Diese Maßnahmen waren entscheidend, um die Fluggesellschaft nach den schweren Turbulenzen der Pandemie wieder auf Kurs zu bringen. Darüber hinaus initiierte Ben Tal Ganancia vor über zwei Jahren einen umfassenden Strategieplan, der die Geschäftsentwicklung und neue Wachstumsmotoren integriert. Dieser Plan hat bereits maßgeblich zur Rentabilität und finanziellen Stabilität des Unternehmens beigetragen. Eine besondere Herausforderung stellte der Ausbruch des Krieges am 7. Oktober 2023 dar, in dessen Verlauf sie El Al durch den nationalen Notstand steuerte. Trotz der schwierigen Umstände hielt die Fluggesellschaft die Flugverbindungen nach Israel aufrecht und konnte die nationale Verantwortung mit den Verpflichtungen eines öffentlichen Unternehmens in Einklang bringen. El Al spielte während dieser Zeit eine kritische Rolle bei der Aufrechterhaltung der Luftbrücke nach Israel, als viele andere internationale Airlines ihre Flüge

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FlixBus expandiert nach Australien

Das international tätige Reise-Technologieunternehmen Flix, bekannt durch seine Marke FlixBus, expandiert nach Australien. Damit ist Australien der fünfte Kontinent, auf welchem Flix seine Dienste anbieten wird. Dieser Schritt erfolgt pünktlich zur dortigen Sommerreisezeit und setzt die globale Wachstumsstrategie des Unternehmens fort, wobei ein besonderer Fokus auf der Asien-Pazifik-Region liegt, die ein starkes Wachstum im Bereich des Überlandbusverkehrs verspricht. Für Flix stellt Australien sowohl eine eigenständige Marktchance als auch eine strategische Ergänzung seiner Ambitionen in der APAC-Region dar. Flix wird in Australien sein bewährtes „asset-light“-Geschäftsmodell anwenden. Dieses Modell kombiniert eine globale Technologieplattform mit lokalen Busunternehmerpartnerschaften, um digitale und kundenorientierte Reisedienste anzubieten. In den Ländern, in denen Flixbus aktiv ist, kooperiert das Unternehmen mit mittelständischen Busunternehmen, die die eigentliche Beförderungsleistung erbringen, während Flix sich um die Netzplanung, das Marketing, den Vertrieb und die Technologie kümmert. Die australischen Operationen werden von einem neuen Büro in Sydney aus geleitet, unter der Führung von Yvan Lefranc-Morin, der seit zehn Jahren bei Flix tätig ist und umfassende Erfahrung im internationalen Busreisegeschäft mitbringt. Mit einer Erfolgsbilanz in 44 Ländern und über 500 Millionen beförderten Passagieren verfolgt Flix das Ziel, den australischen Busreisemarkt zu modernisieren. Das Unternehmen strebt an, den Fernbusverkehr durch technologische Innovationen und eine optimierte Servicequalität neu zu gestalten. Australiens Fernbusmarkt ist derzeit von etablierten Anbietern geprägt, doch Flix sieht Potential für die Einführung seines digitalisierten Ansatzes, der bereits in Europa, Nordamerika und Südamerika erfolgreich war. Die Expansion nach Australien ist ein klares Zeichen für das Bestreben von Flix, seine globale Präsenz weiter auszubauen und neue

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Air Belgium konzentriert sich vollständig auf Frachtgeschäft

Die belgische Fluggesellschaft Air Belgium hat einen maßgeblichen strategischen Wandel vollzogen und betreibt nun ausschließlich Frachtflüge. Nach dem Ausstieg aus dem Passagiermarkt hat das Unternehmen seine gesamte Airbus-Flotte außer Dienst gestellt, um sich künftig nur noch auf den Betrieb von zwei Boeing 747-8F Frachtern zu konzentrieren. Über diese Veränderung berichtete zunächst das Portal Mobilithib. Diese Entscheidung markiert eine vollständige Neuausrichtung hin zu Fracht- und ACMI-Dienstleistungen (Aircraft, Crew, Maintenance, and Insurance), bei welchen Flugzeuge samt Besatzung, Wartung und Versicherung an andere Fluggesellschaften oder Logistikunternehmen verleast werden. Die Umstrukturierung ist eine direkte Folge finanzieller Schwierigkeiten, die zur Einstellung des regulären Passagierflugbetriebes Ende 2023 führten. Mit der Außerdienststellung der beiden verbliebenen Airbus A330-200 Frachter sind nun die beiden Boeing 747-8F Maschinen das Herzstück des gestrafften Langstrecken-Frachtgeschäftes. Diese Flugzeuge werden in Partnerschaft mit dem chinesischen Logistikunternehmen Hongyuan Group betrieben. Die Boeing 747-8F ist eine modernisierte Version des bekannten „Jumbo Jets“, die speziell für den Gütertransport konzipiert wurde und eine hohe Ladekapazität sowie Reichweite besitzt. Im April 2025 wurde Air Belgium im Rahmen eines gerichtlichen Liquidationsverfahrens vom französischen Logistikriesen CMA CGM übernommen. CMA CGM, ein global agierendes Containerreederei- und Logistikunternehmen, beabsichtigt, die Frachtoperationen der Airline auszubauen. Trotz des Eigentümerwechsels behält Air Belgium ihren belgischen Standort und ihren Markennamen bei, was auf eine Weiterführung der bisherigen Identität im Frachtsektor hindeutet. Mit der Unterstützung von CMA CGM plant Air Belgium, ihre Frachtflotte und die ACMI-Dienstleistungen auszubauen. Damit soll die globale Nachfrage nach Luftfrachtkapazitäten optimal genutzt werden. Die Konsolidierung der Flotte auf einen einzigen Flugzeugtyp, der Boeing 747-8F,

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Kleinflugzeug stürzt bei Start in Southend ab

Am London Southend Airport ist es am 13. Juli 2025 zu einem schweren Flugunfall gekommen. Eine Beechcraft B200 King Air mit der Registrierung PH-ZAZ stürzte unmittelbar nach dem Start ab. Das Flugzeug, welches der Zeusch Aviation BV gehört, befand sich auf dem Weg nach Lelystad in den Niederlanden. Nach dem Aufprall ging die Maschine sofort in Flammen auf. Die britischen Behörden haben umgehend eine Untersuchung eingeleitet, um die Absturzursache zu klären. Lokale Rettungsdienste und die Flughafenfeuerwehr waren umgehend am Unfallort. Die Unfallstelle wurde weiträumig abgesperrt. Über die Zahl der Insassen und mögliche Opfer machte der London Southend Airport in einer ersten Stellungnahme keine Angaben, bestätigte aber den schwerwiegenden Zwischenfall. Die genaue Unglücksursache ist derzeit noch unbekannt. Solche Turboprop-Flugzeuge vom Typ Beechcraft King Air B200 sind üblicherweise für Geschäftsflüge, Luftfracht oder spezielle Missionen wie Vermessungsflüge eingesetzt und können je nach Konfiguration bis zu 13 Personen befördern, wobei sie oft mit ein oder zwei Piloten und wenigen Passagieren fliegen. Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB) wird die Ermittlungen leiten. Dabei werden alle relevanten Faktoren berücksichtigt, darunter technische Defekte, menschliches Versagen, Wetterbedingungen und andere Umstände, die zum Absturz geführt haben könnten. Das Hauptaugenmerk liegt nun auf der Sicherung von Wrackteilen und Flugschreibern, um detaillierte Informationen über die letzten Momente des Fluges zu gewinnen. Die Untersuchung eines Flugunfalles ist ein komplexer und oft langwieriger Prozeß, der präzise Analysen erfordert. Der London Southend Airport, ein Regionalflughafen östlich von London, dient hauptsächlich dem Passagierverkehr und der allgemeinen Luftfahrt. Der Flughafen teilte über soziale Medien

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Drohnen im Urlaubsgepäck: ÖAMTC gibt wichtige Hinweise für Reisende

Immer mehr Menschen nehmen ihre Drohne mit auf Reisen, um aus der Luft Aufnahmen von Urlaubszielen zu fertigen. Doch wer seine Drohne im Sommerurlaub einsetzen möchte, sollte sich umfassend vorbereiten. Der ÖAMTC-Drohnenexperte Thomas Fleer weist darauf hin, daß es gerade bei Auslandsreisen unerläßlich ist, sich vorab über die jeweiligen Bestimmungen zu informieren. Obwohl es EU-weit einheitliche Grundregeln giebt, können regionale Einschränkungen gelten, die bei Nichtbeachtung zu Problemen führen können. Innerhalb der Europäischen Union darf mit einer in Österreich registrierten Drohne grundsätzlich geflogen werden, sofern die geltenden Grundregeln eingehalten werden. Dazu gehört, daß die Drohne stets in Sichtweite des Piloten betrieben werden muß und Flugverbotszonen, wie etwa in der Nähe von Flughäfen oder militärischen Anlagen, strikt einzuhalten sind. Nähert sich ein bemanntes Luftfahrzeug, ist die Drohne unverzüglich zu landen. Auch der Datenschutz und die Privatsphäre anderer Personen sind zu beachten; Luftaufnahmen über Menschenansammlungen oder private Grundstücke können rechtlich problematisch sein. Über die EU-weiten Regelungen hinaus giebt es jedoch oft lokale Besonderheiten, wie Flugverbote in Städten oder Nationalparks, die in offiziellen Luftkarten oder regionalen Drohnen-Apps eingesehen werden sollten. Beispielsweise sind in Deutschland und der Schweiz bestimmte Bereiche über dicht besiedelten Gebieten oder Naturschutzgebieten für Drohnenflüge gesperrt. Vorsicht ist auch bei hohen Temperaturen geboten, da Hitze nicht nur den Menschen, sondern auch die Technik belastet. Besonders empfindlich reagieren die Lithium-Polymer-Akkus von Drohnen; Temperaturen über 60 Grad Celsius können die Zellen schädigen und die Lebensdauer der Batterie verkürzen. Der ÖAMTC-Experte rät daher dringend, die Drohne keinesfalls im heißen Auto liegenzulassen, wo schnell 70 Grad

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Arbeiterkammer Oberösterreich klärt über Urlaubsrechte auf

Um Arbeitnehmern die ihnen zustehende Erholung im Urlaub zu sichern und Unsicherheiten bezüglich arbeitsrechtlicher Bestimmungen auszuräumen, hat die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich wichtige Hinweise veröffentlicht. Der primäre Zweck des Urlaubes sei die Erholung, betont die AK. Vereinbarungen, die einen Verzicht auf Urlaub gegen eine Geldablöse vorsehen, sind dem Gesetz nach ausdrücklich verboten. Bei jeglichen Unklarheiten wird dringend empfohlen, eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen, um die eigenen Ansprüche geltend machen zu können. Ein zentraler Punkt ist die Genehmigung des Urlaubes. Der Zeitpunkt des Urlaubsantrittes und die Dauer des Urlaubes müssen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Dabei sind sowohl die betrieblichen Anforderungen als auch die Erholungsmöglichkeiten des Beschäftigten zu berücksichtigen. Kommt es zu keiner Einigung, kann der Arbeitnehmer den Urlaub zu einem von ihm vorgeschlagenen Zeitpunkt nur antreten, wenn im Unternehmen ein Betriebsrat besteht und dieser trotz Beiziehung keine Einigung erzielen konnte. Zudem muß der Arbeitnehmer seinen gewünschten Urlaubszeitpunkt mindestens drei Monate vorher bekanntgeben, mindestens zwölf Werktage (zwei Wochen) am Stück verbrauchen wollen, und das Unternehmen darf nicht zeitgerecht (frühestens acht, spätestens sechs Wochen vor Urlaubsantritt) Klage beim Arbeitsgericht eingelegt haben. In Betrieben ohne Betriebsrat ist eine Übereinstimmung mit dem Arbeitgeber zwingend erforderlich. Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt zudem, daß auf ihr Verlangen mindestens zwölf Werktage Urlaub zwischen dem 15. Juni und 15. September gewährt werden müssen. Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Verjährung des Urlaubsanspruches. Grundsätzlich verjährt der Urlaubsanspruch zwei Jahre nach Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist. Für Personen in Elternkarenz verlängert sich diese Frist um

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Hotelstreit in Rostock: Friedemann Kunz beendet Zusammenarbeit mit Radisson

Ein bedeutender Konflikt im Hotelgewerbe bahnt sich in Rostock an. Der renommierte Unternehmer Friedemann Kunz, Gründer des Fertighausanbieters Scan Haus Marlow, hat die Zusammenarbeit seiner Hotels mit dem internationalen Hotelkonzern Radisson einseitig beendet. Kunz, der seine Hotelbeteiligungen, Immobilien und weitere Geschäfte in der Friedemann-Kunz-Familienstiftung zusammengefaßt hat, ist offenbar zu der Überzeugung gelangt, die größten Hotels der Stadt – das bestehende Haus mit 251 Zimmern und ein fast fertiggestelltes Hotel auf der Silohalbinsel – zukünftig besser ohne Radisson führen zu können. Dies stellt eine Abkehr von üblichen Managementverträgen dar, die in der Branche oft zehn Jahre oder länger laufen. Die Auseinandersetzung hat bereits sichtbare Formen angenommen: Das Radisson-Logo wurde bereits demontiert. Ab dem 16. Juli sollen die Hotels unter der neuen Marke „Scanhotels“ firmieren, deren Name sich an das erfolgreiche Fertighausunternehmen von Kunz anlehnt. Auch der fast bezugsfertige Neubau werde unter dieser neuen Eigenmarke betrieben. Radisson war zwar schon länger über Abwanderungsgedanken informiert, gab sich jedoch sichtlich überrascht, aus der Presse von der Demontage des eigenen Logos erfahren zu haben. Konzernsprecher Simon Riegler-Kern erklärte auf Anfrage, man betrachte die einseitige Kündigung der Managementverträge als unwirksam. Radisson gehe weiterhin davon aus, daß beide Hotels unter ihrer Marke geführt werden, und kündigte umfassende rechtliche Schritte an, um vertragliche und markenbezogene Rechte zu wahren. Solche Managementverträge sind in der Hotelbranche rechtlich komplex und ihre einseitige Kündigung führt fast immer zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten. Hansjörg Kunze, Sprecher der Friedemann-Kunz-Familienstiftung, bestätigte die vollständige Übernahme des Betriebs in Eigenregie. Die FH Rostocker Hotelbetriebs GmbH, eine Tochtergesellschaft der Familienstiftung,

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