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Flughafen Kapstadt führt weltweites Flughafen-Ranking an – Deutsche Airports im Mittelfeld

Das Travel-Tech-Unternehmen AirHelp hat seinen jährlichen AirHelp Score veröffentlicht, der Flughäfen weltweit anhand von Pünktlichkeit, Serviceangeboten und Kundenzufriedenheit bewertet. In diesem Jahr wurden 250 Flughäfen untersucht, darunter neun deutsche Standorte. Der Flughafen Kapstadt in Südafrika erreichte mit 8,57 von zehn möglichen Punkten die Spitzenposition und übertraf damit den Vorjahressieger, den Hamad International Airport in Katar. Der erste europäische Flughafen im Ranking ist der norwegische Flughafen Bergen auf Platz neun. Deutsche Flughäfen schnitten mit einer Durchschnittsbewertung von 7,36 Punkten im internationalen Vergleich eher schwach ab. Die Top Ten der besten Flughäfen der Welt werden dominiert von Standorten im Mittleren Osten. Neben dem Hamad International Airport auf Platz zwei folgen der Flughafen Riad (Saudi-Arabien) auf Platz drei, der Flughafen Maskat (Oman) auf Platz fünf – alle drei mit einem Gesamtscore von 8,47 Punkten. Die deutliche Verbesserung des Flughafens Riad, der im Vorjahr noch auf Rang 33 lag, ist hierbei besonders bemerkenswert. Auch aus Südamerika, Afrika und Nordamerika sind Flughäfen in den Top 10 vertreten, darunter der Flughafen Brasília (Brasilien) und der Flughafen Panama City Tocumen (Panama). Innerhalb Deutschlands konnte sich der Düsseldorfer Flughafen mit 7,64 Punkten als bester deutscher Airport positionieren, rangiert jedoch im weltweiten Vergleich auf Platz 100. Im Vorjahr führte noch der Flughafen Dortmund die deutsche Liste an. Auf den Plätzen zwei und drei der deutschen Flughäfen folgen der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) mit 7,51 Punkten und der Münchner Flughafen mit 7,46 Punkten, welche international die Plätze 136 und 144 belegen. Am Ende des deutschen Rankings liegt der Flughafen Köln/Bonn

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Estnischer Staatsvermieter verkauft Ex-Nordica-CRJ900-Flotte

Die estnische staatliche Leasinggesellschaft Transpordi Varahaldus (TVH) hat sieben Regionalflugzeuge des Typs CRJ900ER an die amerikanische Firma Regional One verkauft. Der Kaufpreis für die Maschinen, die zuvor von Regional Jet, einer Tochtergesellschaft der inzwischen insolventen Fluggesellschaft Nordica, betrieben wurden, beläuft sich auf 37,5 Millionen US-Dollar. Kuldar Leis, der estnische Infrastrukturminister, äußerte sich zufrieden über den Abschluß der Transaktion. Er hob hervor, daß man eine Einigung mit einem Käufer erzielt habe, dessen Angebot sowohl inhaltlich als auch finanziell das stärkste war und der in der Lage sei, das Geschäft erfolgreich abzuschließen. Ursprünglich hatten sich 30 Unternehmen an der Ausschreibung zum Kauf der Jets interessiert gezeigt, wobei elf Firmen formelle Angebote unterbreiteten. Nach dem Scheitern von Verhandlungen mit einem zunächst höherbietenden Interessenten nahm Transpordi Varahaldus im Frühjahr 2025 Gespräche mit dem zweithöchsten Bieter auf, EIC Aircraft Leasing, einer Einheit der Muttergesellschaft von Regional One, Exchange Income. Dies führte schließlich zu einem bindenden Kaufvertrag. Die zum Verkauf stehenden CRJ900ER-Flugzeuge sind derzeit auf dem Flughafen Tallinn Lennart Meri eingelagert. Sie werden technischen Überprüfungen und Wartungsarbeiten unterzogen. Sämtliche zusätzlichen Servicekosten sollen von Transpordi Varahaldus getragen werden. Der US-amerikanische Leasinggeber Regional One wird die Flugzeuge voraussichtlich bis Herbst 2025 übernehmen. Den Daten zufolge sind die Flugzeuge zwischen 12,5 und 16,6 Jahre alt. Sie wurden im November 2024 eingelagert, als Nordica ihren Betrieb einstellte. Die estnische Fluggesellschaft wurde im Januar 2025 für insolvent erklärt. Der Verkauf der Flugzeuge markiert einen wichtigen Schritt in der Abwicklung der ehemaligen staatlichen Luftfahrtbeteiligungen Estlands. Transpordi Varahaldus besaß vor diesem Verkauf keine

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Lufthansa-Gruppe nimmt Flüge nach Tel Aviv wieder auf

Die Lufthansa-Gruppe plant, ihre Flugverbindungen nach Tel Aviv zum 1. August 2025 wieder aufzunehmen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte entsprechende Informationen aus Israel, betonte jedoch gleichzeitig, daß die Sicherheitslage in der Region weiterhin genau beobachtet werde. Die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe hatten ihre Flüge nach Israel Anfang Mai eingestellt, nachdem eine Rakete der islamistischen Huthi-Rebellen in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens eingeschlagen war. Auch andere Ziele im Nahen und Mittleren Osten wurden nach der Eskalation des Gaza-Kriegs und israelischen Angriffen auf den Iran vorübergehend eingestellt. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Tel Aviv erfolgt im Rahmen eines differenzierten Bildes für die Region. Beirut wird von der Lufthansa-Gruppe bereits wieder angeflogen. Für den 11. Juli ist die Wiederaufnahme der Flüge nach Amman in Jordanien und Erbil im Irak geplant. Diese Planungen betreffen grundsätzlich die Fluggesellschaften Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Eurowings, ITA Airways, Brussels Airlines sowie Lufthansa Cargo. Die Sicherheit von Passagieren und Besatzung hat für die Fluggesellschaften dabei stets höchste Priorität, weshalb Flugrouten und Ziele fortlaufend auf ihre Sicherheit hin überprüft werden. Die iranische Hauptstadt Teheran bleibt, ebenso wie Tel Aviv, bis einschließlich 31. Juli von den Flugplänen ausgesetzt. Die Kerngesellschaft Lufthansa hat ihre Flüge nach Teheran darüber hinaus sogar bis einschließlich 17. August gestrichen und nennt dafür „operative Gründe“. Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss hat sich entschieden, ihre Flüge von und nach Tel Aviv bis zum Ende des Sommerflugplans am 25. Oktober auszusetzen. Auch Beirut wird bis einschließlich 31. Juli nicht von der Swiss angeflogen. Eurowings wird Tel Aviv ebenfalls bis zum 25. Oktober nicht anfliegen

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USA und EU verhandeln über Handelsabkommen: Fokus auf Airbus

Im andauernden Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union signalisiert US-Präsident Donald Trump eine mögliche Einigung. Insidern zufolge ringen Unterhändler beider Seiten derzeit um einen wenige Seiten umfassenden Rahmenvertrag. Brüssel zeigt sich besonders bemüht, den Flugzeughersteller Airbus vor möglichen US-Zöllen zu schützen, wobei die amerikanische Seite hierfür offenbar offen ist. Präsident Trump kündigte am Dienstag an, daß ein Brief an die EU kurz bevorstehe, der einem „Deal“ gleichkomme. Auf die Frage eines Journalisten äußerte er sich optimistisch über eine mögliche Einigung und betonte, daß EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die „gesamte Gruppe“ die USA nunmehr gut behandeln würden. Trump, der seine Zollpolitik zur Korrektur vermeintlicher Handelsungleichgewichte und zur Steigerung der Produktion in den USA einsetzt, bezeichnete die EU in der Vergangenheit als einen der härtesten Verhandlungspartner, sogar noch schwieriger als China. Ein solches Schreiben Trumps wäre für die EU-Kommission neu, da es bisher nicht erwartet wurde. Nach Angaben von Bernd Lange, dem Vorsitzenden des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, wird derzeit über einen rund dreiseitigen Text für eine „relativ begrenzte Rahmenvereinbarung“ verhandelt. Diese könnte allgemeine Festlegungen zu bestimmten Importvolumen von Autos enthalten, die dann zollfrei oder zu einem geringen Zollsatz gehandelt werden könnten, wobei Details später zu regeln wären. Die EU-Kommission vertritt die Ansicht, daß die US-Zölle nicht gerechtfertigt und mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) unvereinbar sind. Besonderes Augenmerk liegt auf der Luftfahrtindustrie. Die EU-Kommission pocht laut Kreisen auf eine Sonderstellung von Airbus, um die weltweit verzweigte Produktion und die Exportaktivitäten des Flugzeugbauers vor Zollunwuchten zu schützen.

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Flughafen Olbia nach Brand kurzzeitig gesperrt

Ein Flächenbrand in unmittelbarer Nähe des Flughafens Olbia hat gestern zu erheblichen Störungen im Flugbetrieb geführt. Das Feuer, welches gefährlich nahe an das Flughafengelände heranreichte, zwang die Behörden, den Flugbetrieb für etwa 45 Minuten vollständig einzustellen. Drei ankommende Flüge mußten vorsorglich umgeleitet werden, darunter Maschinen von Eurowings aus Düsseldorf sowie Austrian Airlines und ITA Airways, die nach Cagliari auswichen. Die vorübergehende Schließung des Flughafens an der Costa Smeralda führte zu mehreren Verspätungen, die teilweise mehrere Stunden betrugen, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Solche Ereignisse sind auf Sardinien, insbesondere während der trockenen Sommermonate, nicht ungewöhnlich, da die Insel häufig von Wald- und Flächenbränden betroffen ist. Die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen sehen in solchen Fällen eine umgehende Einstellung des Flugbetriebs vor, um Passagiere und Personal nicht zu gefährden und die Löschmaßnahmen nicht zu behindern. Im Einsatz gegen die Flammen waren mehrere Löschtrupps, darunter zwei Feuerwehreinheiten aus Olbia, das spezielle Flughafenlöschteam sowie zahlreiche freiwillige Helfer. Unterstützt wurden die Bodenkräfte von Löschflugzeugen der sardischen Regionalflotte und sogenannten Canadair-Maschinen, die für ihre Fähigkeit bekannt sind, Wasser aus umliegenden Gewässern aufzunehmen und über Brandherden abzuwerfen. Diese Löschflugzeuge sind im Mittelmeerraum ein entscheidendes Instrument bei der Bekämpfung größerer Waldbrände. Der Flugbetrieb am Flughafen Olbia wurde zwischenzeitlich wieder aufgenommen, jedoch dauern die Löscharbeiten in der Region weiterhin an. Dies dient der vollständigen Kontrolle des Brandes und der Vermeidung eines erneuten Aufflammens. Der Flughafen Olbia ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Tourismus im Norden Sardiniens, insbesondere für Reisende aus Deutschland und Österreich, die die Costa Smeralda ansteuern.

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Air Baltic verzeichnet Passagierwachstum im Juni 2025

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat im Juni 2025 nahezu eine halbe Million Passagiere befördert. Mit 497.800 Fluggästen wurde ein Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Juni des Vorjahres verzeichnet. Dies signalisiert eine weiterhin starke Nachfrage nach den Dienstleistungen des Unternehmens, obwohl die Anzahl der durchgeführten Flüge leicht zurückging. Im Berichtsmonat Juni führte Air Baltic 4.314 Flüge durch, was einem Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser leichte Rückgang ist laut Fluggesellschaft hauptsächlich auf Netzwerkoptimierungen zu Jahresbeginn zurückzuführen. Trotz des geringeren Flugvolumens konnte Air Baltic ihre betriebliche Effizienz steigern. Die Auslastung erhöhte sich um 2,1 Prozentpunkte auf 84,1 Prozent – der höchste Wert, den die Fluggesellschaft jemals in einem Juni erzielt hat. Dies unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, die vorhandenen Kapazitäten effektiv zu nutzen und Erträge zu maximieren. Ein weiteres positives Ergebnis ist die Flugregelmäßigkeit von 99,74 Prozent im Juni 2025, was einer geringfügigen Verbesserung von 0,09 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese hohe Betriebszuverlässigkeit trägt zur Kundenzufriedenheit bei und stärkt das Vertrauen der Passagiere in die Airline. Air Baltic bedient derzeit rund 130 Strecken von ihren Basen in Riga, Tallinn, Vilnius und Tampere. Saisonale Flüge werden auch von Gran Canaria angeboten. Das Streckennetz umfaßt eine Vielzahl von Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und der Kaukasusregion. Die vollständigen Verkehrs- und Betriebszahlen für das erste Halbjahr 2025 werden im Rahmen einer Investorenkonferenz am 13. August 2025 veröffentlicht.

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Hohes Verkehrsaufkommen in Österreich erwartet

Österreichs Straßen werden am kommenden Wochenende aufgrund des Ferienbeginns in Nordrhein-Westfalen und Teilen der Niederlande, des Wachauer Radmarathons sowie eines Konzertes von Robbie Williams in Wien besonders stark frequentiert sein. Die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen warnen vor erheblichen Verzögerungen, insbesondere auf den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen. Der Sommerreiseverkehr wird noch einmal an Intensität zunehmen. Betroffen sein werden voraussichtlich mehrere Hauptverkehrsachsen. Auf der Westautobahn (A1) ist im Großraum Salzburg, besonders im Bereich Thalgau, mit Stau zu rechnen. Die Südautobahn (A2) wird zwischen Sinabelkirchen und Gleisdorf vor einer Baustelle Verzögerungen aufweisen. Auf der Pyhrnautobahn (A9) sind die Mautstellen Bosruck- und Gleinalmtunnel sowie die Baustelle Kalwang-Mautern mögliche Engpässe. Die Tauernautobahn (A10) im Raum Salzburg sowie vor der Mautstelle St. Michael im Lungau und den Tunnelbereichen wird ebenfalls stark belastet sein. Die Karawankenautobahn (A11) vor dem Karawankentunnel, die Inntalautobahn (A12) im Großraum Innsbruck und die Brennerautobahn (A13) im gesamten Verlauf, speziell zwischen Innsbruck und der Mautstelle Schönberg sowie der Baustelle Luegbrücke, sind weitere neuralgische Punkte. Die Südosttangente (A23) in Wien wird in beiden Richtungen und die Fernpassstraße (B179) zwischen Füssen in Bayern und Nassereith ebenfalls mit hohem Verkehrsaufkommen rechnen müssen. Zusätzlich zu den allgemeinen Reiseverzögerungen findet am Sonntag, dem 13. Juli, der Wachauer Radmarathon statt. Dieser wird ab den Morgenstunden bis in den Nachmittag auf beiden Seiten der Donau im Bereich der Wachau, etwa auf der B3 und B33, zu Unterbrechungen und Verzögerungen führen. Am Samstag, dem 12. Juli, wird zudem ein Konzert des britischen Superstars Robbie Williams im Wiener Ernst-Happel-Stadion tausende Besucher anziehen. Dies führt ab den Nachmittagsstunden

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KLM erweitert Flugangebot für den Sommer 2025

Die niederländische Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines weitet ihr Streckennetz und die Kapazitäten für den kommenden Sommerflugplan 2025 erheblich aus. Insgesamt werden 161 Ziele weltweit angeflogen, wobei die Sitzplatzkapazität um vier Prozent steigt. Für die Monate Juli und August rechnet das Unternehmen mit der Beförderung von rund 6,4 Millionen Passagieren. Ein besonders starkes Wachstum verzeichnet KLM in Nordamerika mit neun Prozent mehr Flügen und in Südeuropa, wo 25 Prozent mehr Sitzplätze nach Portugal und Kroatien angeboten werden. KLM führt in dieser Saison sechs neue Routen ein. Auf den Interkontinentalstrecken sind dies San Diego in den Vereinigten Staaten, Georgetown in Guyana und Hyderabad in Indien, letzteres ab September. Innerhalb Europas werden Ljubljana in Slowenien, Exeter im Vereinigten Königreich und Biarritz in Frankreich neu in das Streckennetz aufgenommen. Die Buchungsnachfrage für San Diego, Biarritz und Ljubljana wird bereits als stark bezeichnet. Der Beginn der Sommersaison am ersten Juliwochenende zeigte sich bereits geschäftig: Vom 4. bis 6. Juli erwartete KLM etwa 330.000 Passagiere an Bord ihrer Flugzeuge. Neben den neuen Zielen erhöht KLM auch die Frequenzen zu bereits beliebten Destinationen. Auf Interkontinentalstrecken umfaßt dies tägliche Verbindungen nach Kilimandscharo/Dar es Salaam (Tansania) und Las Vegas (USA) bis August. Flüge nach Osaka und Tokio-Narita in Japan werden ab Ende September auf fünf respektive sechs wöchentliche Flüge erweitert. Edmonton in Kanada wird fünfmal pro Woche bedient, in der Hochsaison sechsmal. Kapstadt in Südafrika und Curaçao in der Karibik erhalten ab Oktober zusätzliche wöchentliche Flüge. Im europäischen Streckennetz werden die Frequenzen unter anderem für Belfast, Porto und

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Hamburger Flughafen testet Wasserstoff-Gepäckschlepper

Der Hamburger Flughafen erprobt derzeit den Einsatz eines speziell umgebauten Gepäckschleppers mit Wasserstoffantrieb. Ziel des Praxistests ist es, die Möglichkeit der Umrüstung bestehender Fahrzeugflotten für einen emissionsarmen Bodenbetrieb zu untersuchen. Diese Maßnahme basiert auf den Ergebnissen internationaler Studien aus dem Interreg BSR HyAirport Projekt und soll die theoretischen Erkenntnisse in der Praxis überprüfen. Der neue Prototyp wurde von der Firma HTM Hydro Technology Motors aus Bingen am Rhein entwickelt. Er basiert auf einem vorhandenen Erdgas-Modell (Mulag 4CNG) und wurde auf Wasserstoffbetrieb umgerüstet. Der Test, der sechs bis neun Monate dauern soll, konzentriert sich auf die Erprobung des Wasserstoffantriebs unter realen Bedingungen auf dem Vorfeld des Flughafens. Dabei werden die technische Funktionalität, der Verbrauch und die wirtschaftliche Machbarkeit einer breiteren Anwendung analysiert. Der Test findet bewußt während der verkehrsreichen Sommermonate statt, um ein breites Einsatzspektrum abzubilden. Aktuell sind am Hamburg Airport rund 60 Gepäckschlepper in Betrieb; einer davon fährt nun mit Wasserstoff statt Erdgas. Die für den Test benötigte Wasserstoff-Tankinfrastruktur wird von der Firma Ryze Power mit einer mobilen Tankeinheit direkt am Flughafen bereitgestellt. Das Projekt wird technisch und wirtschaftlich begleitet, unter anderem durch Analysen im Rahmen des Norddeutschen Reallabors (NRL), einem Verbundprojekt von 50 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Bereits im Jahre 2019 war der Hamburger Flughafen an einem früheren wasserstoffbasierten Schlepperprojekt beteiligt, bei dem gemeinsam mit Mulag ein erstes Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt wurde. Dieses Modell wurde später auch an internationalen Forschungsstandorten wie dem Flughafen Bristol, der Cranfield University und zuletzt am Flughafen Riga auf seine Wintertauglichkeit getestet.

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Vereinigte Arabische Emirate setzen auf Hochgeschwindigkeitszüge

Die Vereinigten Arabischen Emirate forcieren den Ausbau ihrer Verkehrsinfrastruktur und richten dabei den Blick verstärkt auf den Schienenverkehr. Im Rahmen einer offiziellen Zeremonie im Al-Faya-Depot in Abu Dhabi wurde ein umfangreiches Bahnprojekt vorgestellt: eine neue Hochgeschwindigkeitszugverbindung zwischen der Hauptstadt Abu Dhabi und der Metropole Dubai. Dieses Vorhaben soll nicht nur den öffentlichen Verkehr entlasten, sondern auch als Prestigeprojekt im Nahen Osten dienen. Verantwortlich für die Planung und Umsetzung ist das nationale Bahnunternehmen Etihad Rail, welches bereits am Aufbau eines Güterbahnnetzes zwischen den Emiraten arbeitet und nun auch im Personenverkehr voranschreitet. Die geplante Direktverbindung sieht Züge vor, die Geschwindigkeiten von bis zu 350 Kilometern pro Stunde erreichen können, vergleichbar mit europäischen TGV- oder japanischen Shinkansen-Zügen. Die Fahrzeit zwischen Abu Dhabi und Dubai soll dadurch auf etwa 30 Minuten verkürzt werden. Gegenwärtig beträgt die Fahrzeit mit dem Auto auf dieser Strecke, je nach Verkehrslage, gut eine Stunde. Damit stellt der neue Zug eine attraktive Alternative zur Straße dar, insbesondere für Pendler sowie für Touristen, die zwischen den beiden Großstädten reisen möchten. Neben der Hochgeschwindigkeitsstrecke präsentierte Etihad Rail auch die erste nationale Personenzugflotte der Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Flotte soll in einem zweiten Schritt Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde erreichen und künftig weitere Regionen im Land verbinden. Bereits vorgestellt wurden vier neue Bahnhöfe in Abu Dhabi, Dubai, Schardscha und Fudschaira. Diese Stationen sind so konzipiert, daß sie nahtlos in die bestehenden Metro- und Busnetze integriert werden können, um einen durchgängigen öffentlichen Nah- und Fernverkehr im gesamten Land zu ermöglichen. Die

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