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Halbjahresergebnis und Tarifstreit: Pilotengewerkschaft mahnt Reformen bei der Airline Swiss an

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat für das erste Halbjahr ein operatives Ergebnis von über 189 Millionen Schweizer Franken erzielt. Damit erwirtschaftete die Tochtergesellschaft als einziger Passagierbeförderer innerhalb der Lufthansa-Gruppe einen Gewinn in diesem Zeitraum. Der Pilotenverband Aeropers begrüßte das finanzielle Ergebnis, nutzte die Veröffentlichung der Kennzahlen jedoch zugleich für deutliche Kritik an den bestehenden Arbeitsbedingungen und den operativen Engpässen der Fluggesellschaft. Die Gewerkschaft sieht in den aktuell laufenden Verhandlungen zum Gesamtarbeitsvertrag (GAV) eine Notwendigkeit, strukturelle Probleme im Flugbetrieb anzugehen. Ein zentraler Kritikpunkt von Aeropers betrifft die Personalsituation im Cockpit. Laut Gewerkschaftsangaben führt der anhaltende Personalmangel zu einer hohen Arbeitsbelastung für die Besatzungen und schränkt die Planbarkeit der Dienstzeiten ein. Um den Flugplan aufrechtzuerhalten, greift die Airline in erheblichem Umfang auf sogenannte Wet-Lease-Vereinbarungen zurück, bei denen Flugzeuge samt Besatzung von Drittanbietern wie Air Baltic gemietet werden. Nach Einschätzung der Arbeitnehmervertreter entstehen dem Unternehmen durch diese Fremdleistungen sowie durch flugplanbedingte Streichungen vermeidbare Mehrkosten. Die Feststellung des Gewerkschaftsvorstands Thomas Steffen erfolgt vor dem Hintergrund paralleler Herausforderungen im gesamten Lufthansa-Konzern. Während die Muttergesellschaft und andere Tochtergesellschaften mit hohen Betriebskosten und Triebwerksproblemen kämpfen, liefert die Swiss verlässlich positive Erträge ab. Dennoch verweist Aeropers auf den Verhandlungsabschluss bei der Schwestergesellschaft Edelweiss im Rahmen des GAV 2024 als mögliches Modell. Dort sei es gelungen, wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen zu vereinbaren, die zur Stabilisierung der personellen Kapazitäten beigetragen haben. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass das Swiss-Management bei den Tarifverhandlungen vor einem Abwägungsprozess steht. Zwar benötigt die Fluggesellschaft attraktive Konditionen zur Personalgewinnung, um die Abhängigkeit von externen Wet-Lease-Partnern zu reduzieren, gleichzeitig

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Eventreihe im Gastronomiebereich: McDonald’s Österreich startet Musik-Veranstaltungen in Filialen

Die Fast-Food-Kette McDonald’s Österreich hat eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Mäcci Summer Beats“ gestartet. Bei den ersten Terminen in Wien, unter anderem in den Filialen in der Taborstraße und der Mariahilfer Straße, setzte das Unternehmen auf Live-Auftritte von DJs, exklusive Merchandising-Artikel sowie spezielle Speisenangebote. Nach Angaben des Unternehmens besuchten rund 400 Gäste die Auftaktveranstaltungen. Das Konzept sieht vor, die Aktion auf weitere ausgewählte Standorte in ganz Österreich auszuweiten. Neben Abendveranstaltungen für das Nachtpublikum sind auch sogenannte Morning Sessions am Vormittag Teil des Programms. Die Eventreihe wird in Zusammenarbeit mit der Agentur Bonds&Beyond durchgeführt. Ziel des Formats ist es, die Gastronomieflächen über den reinen Verkauf von Speisen hinaus als soziale Treffpunkte zu etablieren und gezielt jüngere Zielgruppen anzusprechen. Reka Vass, Marketingleiterin bei McDonald’s Österreich, begründet die Initiative mit der Nachfrage nach gemeinsamen Erlebnissen im urbanen Raum. Die Einbindung von Musik und limitierten Produkten entspricht dabei aktuellen Trends der Marketingbranche, die verstärkt auf die Verknüpfung von Markenprodukten mit Lifestyle-Elementen setzen. Der Vorstoß fügt sich in eine allgemeine Tendenz innerhalb der Systemgastronomie ein, Filialen durch Erlebnismarketing aufzuwerten. Angesichts des intensiven Wettbewerbs im Fast-Food-Sektor versuchen große Ketten zunehmend, die Markenbindung über Social-Media-Kanäle wie TikTok und Instagram durch physische Events zu verstärken. Ähnliche Konzepte mit limitierten Merchandising-Kollektionen und Kooperationen aus der Unterhaltungsbranche wurden in der Vergangenheit bereits von Mitbewerbern auf internationalen Märkten erprobt. Kritische Stimmen aus dem Konsumentenschutz und der Marktforschung weisen darauf hin, dass solche Events vorrangig dazu dienen, die Kauffrequenz der jüngeren Kundschaft zu steigern und Daten für digitale Marketingkanäle zu generieren.

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Bilanz des Bundesheeres: Über zwölf Tonnen Kriegsmaterial in Österreich geborgen

Der Entminungsdienst des österreichischen Bundesheeres hat in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 bei 624 Einsätzen insgesamt gut 12,8 Tonnen Munition und Blindgänger geborgen, überprüft und unschädlich gemacht. Die vorliegenden Zahlen belegen, dass verdeckte Gefahren durch historische Sprengmittel auch Jahrzehnte nach dem Ende der Weltkriege präsent bleiben. Allein im Monat Juli rückten die Spezialkräfte der Einheit zu 120 Einsätzen aus und entschärften knapp drei Tonnen Kriegsmaterial, was den vorläufigen Höhepunkt des laufenden Jahres markiert. Die Aufarbeitung dieser Altlasten sichert die zivile Infrastruktur und schützt die Bevölkerung vor unberechenbaren Risiken. Der regionale Schwerpunkt der Funde lag weiterhin im Osten Österreichs. In Niederösterreich verzeichnete die Spezialeinheit mit 296 Ausrückungen die meisten Vorfälle, gefolgt von Oberösterreich mit 88 und der Steiermark mit 77 Einsätzen. In den westlichen Bundesländern wie Salzburg und Vorarlberg wurden hingegen deutlich weniger Funde registriert. Das Bundesheer weist in diesem Zusammenhang auf die hohe Unberechenbarkeit gealterter Munition hin. Durch chemische Zerfallsprozesse über Jahrzehnte hinweg reagieren Zünder und Sprengstoffe äußerst empfindlich auf Erschütterungen oder Druckveränderungen, weshalb die eigenmächtige Handhabung verdächtiger Objekte lebensgefährlich ist. Seit dem Übergang der Zuständigkeit vom Innenministerium auf das Bundesministerium für Landesverteidigung im Jahr 2013 ist der Entminungsdienst als spezialisierte Fachstelle für alle Relikte aus der Zeit vor 1955 auf österreichischem Staatsgebiet verantwortlich. Die Dauerbereitschaft der Einheit stellt sicher, dass Bauarbeiten, landwirtschaftliche Tätigkeiten oder private Funde im Falle von Entdeckungen ohne langwierige Verzögerungen gesichert werden können. Nach dem Fund erfolgt die Alarmierung in der Regel über die Polizei, die den Bereich absperrt und die Entschärfer anfordert. Sicherheitsexperten

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Automobilclub plädiert für sichtbare Preismasten an Elektro-Ladestationen

Der ARBÖ fordert eine gesetzliche Pflicht zur besseren Preisauszeichnung an öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Nach dem Vorbild klassischer Tankstellen sollen Stromanbieter verpflichtet werden, die aktuellen Tarife pro Kilowattstunde auf gut sichtbaren Preismasten anzuzeigen. ARBÖ-Präsident Peter Rezar verwies in diesem Zusammenhang auf eine Anlage der Burgenland Energie in Mattersburg, bei der ein solcher Preismast bereits im Einsatz ist. Der Club begründet die Initiative mit anhaltenden Beschwerden von Autofahrern über unübersichtliche Abrechnungsmodelle und versteckte Zusatzgebühren. Bislang sind Konsumenten an vielen Ladepunkten in Österreich darauf angewiesen, Preise über Smartphone-Applikationen oder kleine Displays direkt an der Säule zu ermitteln. Die tatsächlichen Kosten hängen dabei oft von komplexen Tarifstrukturen ab, die neben dem reinen Strompreis auch Blockiergegebühren, Standzeiten sowie unterschiedliche Roaming-Tarife verschiedener Ladekartenanbieter berücksichtigen. Nach Ansicht von Verbraucherschützern erschwert diese Praxis den direkten Preisvergleich vor dem Ladevorgang erheblich, was zu unvorhergesehenen Kosten auf den Endabrechnungen führen kann. In einigen europäischen Nachbarländern sowie in Teilen Bayerns und Dänemarks kommen Anzeigetafeln an Ladeparks bereits zum Einsatz, um Fahrern von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen die Orientierung aus der Distanz zu erleichtern. Die Umsetzung einer flächendeckenden Anzeigepflicht stößt bei Betreibern kleinerer Ladepunkte jedoch auch auf organisatorische und finanzielle Bedenken. Aufgrund dynamischer Preisanpassungen im Stromhandel und der Vielzahl individueller Ladekarten-Tarife sei eine einheitliche Darstellung auf physischen Masten technisch aufwendiger als an herkömmlichen Zapfsäulen für fossile Kraftstoffe. Verkehrsexperten betonen, dass eine verlässliche Preisdarstellung einen wichtigen Baustein für die Akzeptanz der Elektromobilität darstellt. Während der Markt für Elektrofahrzeuge wächst, hinkt die Markttransparenz an den Ladesäulen der Entwicklung im klassischen Tankstellensektor hinterher. Neben physischen

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Nürnberg: Ryanair nimmt Winterverbindung nach Agadir auf

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair nimmt mit dem Beginn des kommenden Winterflugplans eine neue Direktverbindung vom Albrecht Dürer Airport Nürnberg in die marokkanische Küstenstadt Agadir auf. Die Route wird zweimal wöchentlich, jeweils montags und samstags, bedient. Nach der bestehenden Verbindung in die Hauptstadt Rabat ist Agadir das zweite Ziel, das die Airline in dem nordafrikanischen Land ab Nürnberg anfliegt. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Urlaubsreisende aus der fränkischen Metropolregion, die in den Wintermonaten Reisen nach Südmarokko oder Rundreisen in Städte wie Marrakesch planen. Durch die neue Verbindung baut Ryanair seine Stellung als stärkste Fluggesellschaft am Flughafen Nürnberg bezüglich des angebotenen Sitzplatzvolumens weiter aus. Neben Verbindungen nach Nordafrika bedient die Airline ab Nürnberg vor allem Urlaubs- und Städteteile in Südeuropa. Die Flughafenführung um Geschäftsführer Michael Hupe bewertet den Schritt als Ergänzung des touristischen Winterangebots. Allerdings wird das Gesamtwachstum im deutschen Markt durch die Rahmenbedingungen gedämpft. Ryanair-Verantwortliche wie Country Manager Marcel Pouchain Meyer verwiesen bei der Vorstellung der Flugstrecke erneut auf die im internationalen Vergleich hohen Flughafenentgelte und staatlichen Abgaben an deutschen Standorten, welche das weitere Wachstum der Fluggesellschaft in Deutschland begrenzen. Der Schritt fügt sich in die Kapazitätsverlagerung vieler Billigfluggesellschaften ein. Während Low-Cost-Anbieter wie Ryanair, EasyJet oder Eurowings ihr Angebot an innerdeutschen Strecken und an einigen deutschen Großflughäfen aufgrund gestiegener Kosten wie der Luftverkehrsteuer reduzieren oder stagnieren lassen, konzentriert sich der Ausbau verstärkt auf Nischenziele und dezentrale Regionalflughäfen mit günstigeren Gebührenstrukturen. Für Marokko bildet der Ausbau der Direktverbindungen nach Europa einen Kernbaustein zur Förderung des internationalen Tourismus im Rahmen staatlicher Entwicklungsprogramme.

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Menüangebot im Premiumsegment: Discover Airlines kooperiert mit Sternekoch Egor Hopp

Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Fluggesellschaft Discover Airlines führt neue Menüoptionen in der Business Class auf ihren Kurz- und Langstreckenflügen ab den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München ein. Wie der Ferienflieger mitteilte, stammen die Rezepturen von dem Düsseldorfer Sternekoch Egor Hopp, dessen kulinarisches Konzept französische Kochtechniken mit Einflüssen der kasachischen Küche kombiniert. Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der Fluggesellschaft und dem Küchenchef ist auf die Dauer von einem Jahr angelegt. Die Einführung des neuen Bordmenüs erfolgt im Rahmen regelmäßiger Anpassungen des Caterings im Premiumsegment, mit denen Fluggesellschaften versuchen, ihr Angebot von Mitbewerbern abzuheben. Das Passagiersegment der Business Class gilt auf touristischen Langstrecken sowie Zubringerflügen als margenreich, weshalb die Verpflegung an Bord ein zentrales Instrument zur Kundenbindung darstellt. Hopp führt in Düsseldorf das Restaurant „Das Bistro“, das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet wurde, und hat für das Bordcatering Speisen entwickelt, die an die physikalischen Bedingungen in Kabinenräumen wie verändertes Geschmacksempfinden bei verringertem Kabinendruck angepasst sind. Die Bereitstellung gehobener Gastronomie im Flugverkehr erfordert von den beteiligten Catering-Partnern wie LSG Sky Chefs oder Gate Gourmet aufwendige Produktionsabläufe. Die Speisen müssen in Großküchen vorproduziert, gekühlt an die Flugzeuge geliefert und im Passagierraum durch das Kabinenpersonal vor dem Servieren regeneriert werden. Dies setzt strenge Vorgaben bei den Rezepturen voraus, da die Textur und Feuchtigkeit der Zutaten durch das Wiederaufheizen in den Flugzeugküchen beeinträchtigt werden können. Branchenkritiker merken an, dass Kooperationen mit prominenten Köchen bei Ferienfluggesellschaften primär als Mittel der Vermarktung dienen, um höhere Ticketpreise im Business-Class-Segment zu rechtfertigen. In der Praxis hängt das

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Festgefahrene Tarifverhandlungen: Pilotengewerkschaft Alpa sagt Gesprächsreihe mit Delta Air Lines ab

Die Vertretung der US-amerikanischen Pilotengewerkschaft Air Line Pilots Association (ALPA) bei Delta Air Lines hat eine für den 10. August 2026 anberaumte Verhandlungsrunde abgesagt. Hintergrund sind die laufenden Tarifgespräche im Vorfeld des Auslaufens des aktuellen Manteltarifvertrags im Dezember. Die Gewerkschaft wirft der Konzernführung vor, tiefgreifende Einschnitte in bestehende Dienstplan- und Einsatzregeln zu fordern. Delta begründet den Wunsch nach Anpassungen bei der Umlaufplanung, den Reserveeinsätzen sowie den Tauschmöglichkeiten von Flügen mit der Notwendigkeit, die operative Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Streckennetz zu sichern. ALPA weist diese Argumentation zurück und betont, dass die bisherigen Regelungen den reibungslosen Flugbetrieb in der Vergangenheit nicht beeinträchtigt hätten. Neben den Streitpunkten bei den Arbeitszeit- und Dienstplanmodellen bemängelt die Gewerkschaft fehlende Zugeständnisse der Arbeitgeberseite in Kernbereichen der Vergütung und der Arbeitsbedingungen. Konkret nennt ALPA unzureichende Angebote bei den Gehaltsstrukturen, Urlaubsansprüchen, Hotelunterkünften bei Zwischenstopps, der betrieblichen Altersvorsorge sowie den Regelungen für pendelnde Besatzungen. Angesichts der festgefahrenen Positionen will der Vorstand der Gewerkschaft über das weitere Vorgehen beraten und behält sich nach eigenen Angaben sämtliche arbeitskampftechnischen Schritte vor. Der Tarifkonflikt bei Delta Air Lines reiht sich ein in eine Welle von Auseinandersetzungen im US-Luftfahrtsektor. Nach den finanziellen Verlusten während der Pandemie und dem anschließenden raschen Anstieg der Passagierzahlen fordern die Besatzungen namhafter US-Fluggesellschaften deutliche Nachbesserungen bei Bezahlung und Dienstplansicherheit. Zuvor hatten bereits Piloten bei Konkurrenten wie American Airlines und United Airlines im Rahmen neuer Tarifabschlüsse spürbare Gehaltssteigerungen und veränderte Arbeitszeitbedingungen durchgesetzt, was den Druck auf die Verhandlungen bei Delta erhöht. Luftfahrtbeobachter weisen darauf hin, dass die Absage von Verhandlungsterminen zwar

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Finanzierungsinstrument zur Liquiditätssicherung: Avolon legt Commercial-Paper-Programm auf

Das internationale Flugzeug-Leasingunternehmen Avolon hat über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Avolon Aerospace Leasing Limited ein ungegliedertes Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) ins Leben gerufen. Die begebenden kurzfristigen Schuldtitel sind unbesichert und werden von der Muttergesellschaft sowie ausgewählten Tochterunternehmungen garantiert. Nach Unternehmensangaben sollen die durch die Emission erlösten Mittel zur Ergänzung bestehender Kreditlinien dienen und den kurzfristigen Kapitalbedarf im laufenden Geschäftsbetrieb flexibler gestalten. Die Begebung der kurzfristigen Geldmarktpapiere erfolgt unter Ausnutzung von Registrierungsausnahmen im US-amerikanischen Wertpapierrecht. Das Programm richtet sich an institutionelle Investoren und soll die Finanzierungsstruktur des Leasingkonzerns durch eine breitere Kapitalbasis diversifizieren. Neben der Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten können die liquiden Mittel auch für anstehende Flugzeugübernahmen verwendet werden. Ross O’Connor, Finanzvorstand von Avolon, verwies darauf, dass dieser Schritt die Liquiditätsreserve des Unternehmens vor dem Hintergrund veränderter Bedingungen am Kapitalmarkt stärken soll. Der Rückgriff auf kurzfristige Instrumente wie Commercial Papers unterstreicht den hohen Kapitalbedarf in der Flugzeug-Leasingbranche. Um der Nachfrage von Fluggesellschaften nach modernen Passagiermaschinen gerecht zu werden, müssen Leasinggeber kontinuierlich beträchtliche Mittel zur Vorfinanzierung von Flugzeugbestellungen aufbringen. Gleichzeitig zwingt das gestiegene Zinsniveau der vergangenen Jahre Unternehmen der Branche dazu, ihre Finanzierungskosten durch den Mix aus lang- und kurzfristigen Schuldtiteln zu optimieren. Branchenanalysten sehen in dem Programm zwar eine effiziente Steuerung der kurzfristigen Passivseite, weisen jedoch auf die Risiken hin, die mit einer stärkeren Abhängigkeit von Geldmarktpapieren verbunden sind. Da Commercial Papers regelmäßig refinanziert werden müssen, reagiert diese Form der Kapitalbeschaffung sensibel auf Schwankungen des Marktzinses und eventuelle Marktverwerfungen. Eine nachhaltige Tragfähigkeit der

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Emirates veranstaltet Recruitment-Tage im deutschsprachigen Raum

Die Fluggesellschaft Emirates führt im August und September erneut offene Auswahltage für angehende Kabinenbeschäftigte in mehreren deutschen Städten durch. Wie das Unternehmen mitteilte, richten sich die Veranstaltungen gezielt an deutschsprachige Interessenten für Positionen als Flugbegleiter. Die Termine sind für den 17. August in München, den 23. August in Berlin, den 25. August in Hamburg sowie den 19. September in Dortmund angesetzt. Neben Deutschland führt die Fluggesellschaft im gleichen Zeitraum entsprechende Rekrutierungsveranstaltungen in weiteren europäischen Ländern sowie am Drehkreuz Dubai durch. Das Anforderungsprofil für die Positionen im Kabinenpersonal umfasst unter anderem Verhandlungssicherheit in der englischen Sprache, eine Mindestkörpergröße sowie das Fehlen von sichtbaren Tätowierungen in der Uniformbekleidung. Nach der erfolgreichen Absolvierung des mehrstufigen Auswahlverfahrens durchlaufen die eingestellten Nachwuchskräfte ein mehrwöchiges Schulungsprogramm in der Emirates Aviation College in Dubai. Das Dienstverhältnis beinhaltet die Verlegung des Hauptwohnsitzes in das Emirat, wo das Personal in unternehmenseigenen Unterkünften untergebracht wird. Die intensivierten Personaloffensiven von Golf-Airlines wie Emirates, Etihad Airways oder Qatar Airways sind eine unmittelbare Folge der stetigen Kapazitätsaufstockungen und der schrittweisen Auslieferung neuer Flugzeugmuster. Gleichzeitig weist die Kabinenbesatzung bei langstreckenorientierten Gesellschaften im Nahen Osten traditionell eine hohe Fluktuationsrate auf. Befristete Verträge, zeitintensive Umlaufpläne im weltweiten Streckennetz sowie die Bindung des Wohnsitzes an den Standort Dubai führen dazu, dass viele Beschäftigte die Tätigkeit nur über einen Zeitraum von wenigen Jahren ausüben. Branchenbeobachter merken an, dass der Wettbewerb um qualifiziertes Kabinenpersonal auf dem europäischen Markt zugenommen hat. Auch europäische Fluggesellschaften wie die Lufthansa-Gruppe versuchen, dem bestehenden Fachkräftemangel durch vereinfachte Bewerbungsverfahren und Inserate zu begegnen. Für Bewerber

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Washington hebt Restriktionen gegen Fly Baghdad auf

Das US-Finanzministerium hat die Finanz- und Handelsbeschränkungen gegen die irakische Fluggesellschaft Fly Baghdad sowie zwei ihrer Flugzeuge vom Typ Boeing 737 mit den Luftfahrzeugkennzeichen YI-BAF und YI-BAN aufgehoben. Die Fluggesellschaft war von den US-Behörden beschuldigt worden, logistische Unterstützung für die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und mit ihnen verbündete Milizen in der Region geleistet zu haben, unter anderem durch den Transport von Geldmitteln, Waffen und Kämpfern. Die plötzliche Rücknahme der Strafmaßnahmen markiert eine Kurswende in der US-Sanktionspraxis gegenüber Akteuren im Umfeld des iranischen Einflussbereichs. Die Aufhebung der Sanktionen erfolgt im Kontext diplomatischer Verhandlungen und einer angekündigten Entspannung in der Region. US-Präsident Donald Trump stellte in diesem Zusammenhang eine bevorstehende Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht, die für den weltweiten Öl- und Warenverkehr von zentraler Bedeutung ist. Aus Teheran verwies der staatliche Sender Press TV darauf, dass Gespräche mit dem Nachbarland Oman über die Bedingungen der Seestraße geführt werden, betont jedoch, dass eine umgehende Freigabe der Passage dadurch nicht garantiert sei. Fly Baghdad hatte infolge der US-Sanktionen ihren Flugbetrieb zeitweise weitgehend einstellen müssen, da Konten eingefroren und Dienstleistungen durch internationale Partner untersagt wurden. Auch die Zivilluftfahrtbehörde des Irak sah sich unter Druck gesetzt, den operativen Radius der Fluggesellschaft einzuschränken. Die Wiederzulassung der beiden Boeing-Maschinen erlaubt dem Unternehmen nun die schrittweise Wiederaufnahme von Flügen und den Zugriff auf internationale Wartungs- und Ersatzteilketten, was die angespannte Lage der irakischen Luftfahrtbranche vorerst mildert. Branchenbeobachter und Politikexperten bewerten die Aufhebung der Restriktionen als Teil eines größeres Tauschgeschäfts im Rahmen geopolitischer Zugeständnisse. Dennoch bleibt die Situation für

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