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Aufstockung der Tourismusförderung: Arbeiterkammer fordert strikte Einhaltung der Förderkriterien

Die Arbeiterkammer (AK) hat die Entscheidung zur Erhöhung der finanziellen Mittel für die Tourismusförderung durch die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) grundsätzlich begrüßt. Im Rahmen des aktuellen Regierungsprogramms werden signifikante Summen bereitgestellt, um die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Tourismussektors zu sichern. Die AK knüpft ihre Zustimmung jedoch an die strikte Einhaltung der im Vorfeld definierten Bedingungen. Demnach müssen die Gelder primär in die Schaffung attraktiverer Arbeitsbedingungen, die Digitalisierung von Betriebsabläufen sowie in messbare Qualitätsverbesserungen fließen. Ines Stilling, AK-Bereichsleiterin für Soziales, kündigte an, dass die Institution die Verwendung der Mittel genauestens überwachen werde, um sicherzustellen, dass sie direkt bei den vorgesehenen Maßnahmen und den Beschäftigten ankommen. Ein zentraler Aspekt der Kritik der Arbeitnehmervertreter ist die Verknüpfung der Förderungen mit sozialen Standards. Die ÖHT bietet hierzu spezielle Kreditprogramme und Zuschüsse an, die Investitionen in Mitarbeiterunterkünfte und innovative Arbeitszeitmodelle unterstützen sollen. Die AK verweist darauf, dass der Tourismus nach wie vor mit einem akuten Arbeitskräftemangel kämpft, der nur durch eine spürbare Verbesserung des Arbeitsumfelds und eine faire Entlohnung behoben werden kann. Daher dürften öffentliche Gelder nicht zur reinen Gewinnmaximierung der Betriebe genutzt werden, sondern müssten strukturelle Defizite beseitigen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Debatten über die Treffsicherheit von Förderungen, weshalb die AK nun auf Transparenz bei der Vergabe drängt. Zusätzlich zur sozialen Komponente steht die technologische Modernisierung im Fokus der Förderstrategie. Die Digitalisierung soll kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei unterstützen, administrative Prozesse zu verschlanken und den direkten Vertrieb zu stärken. Die Europäische Investitionsbank stellt hierfür langfristige

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Neue Flugverbindung zwischen Linz und Frankfurt sorgt für politische Debatte

Der Flughafen Linz erhält ab Ende März 2026 wieder eine direkte Anbindung an das internationale Luftfahrt-Drehkreuz Frankfurt. Die dänische Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) übernimmt die strategisch wichtige Route und plant, die Frequenz nach einer anfänglichen Betriebsphase auf bis zu 17 wöchentliche Flüge auszuweiten. Um die Wirtschaftlichkeit der Verbindung sicherzustellen und das finanzielle Risiko für die Airline zu minimieren, hat das Land Oberösterreich eine finanzielle Unterstützung im Rahmen einer gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung (Public Service Obligation, PSO) beschlossen. Dieser Zuschuss beläuft sich auf insgesamt bis zu 36 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren. Die Entscheidung des Landes Oberösterreich zur massiven Bezuschussung stößt auf deutliche Kritik, insbesondere aus dem benachbarten Bundesland Salzburg. Bernhard Auinger, Bürgermeister der Stadt Salzburg und Aufsichtsrat des dortigen Flughafens, bezeichnete die Förderung als wettbewerbsverzerrend. Er gab zu bedenken, dass Passagiere aus dem gemeinsamen Einzugsgebiet durch die künstlich gestützte Verbindung von Salzburg nach Linz abgezogen werden könnten. In Salzburg werden Flugverbindungen laut offiziellen Angaben nicht mit öffentlichen Mitteln subventioniert, was die dortigen Verantwortlichen zu einer kritischen Bewertung der oberösterreichischen Standortpolitik veranlasst. Zusätzlich zu den regionalpolitischen Differenzen löst die Subventionierung auch eine grundsätzliche Debatte über die Verwendung von Steuermitteln im Luftverkehr aus. Während die Wirtschaftskammer und Industrievertreter die Anbindung als essenziell für den Exportstandort Oberösterreich verteidigen, wird von Kritikern die Verhältnismäßigkeit der Millionenzahlungen hinterfragt. Die dänische DAT wird auf der Strecke voraussichtlich Regionalflugzeuge einsetzen, um die Auslastung zu optimieren. Der Erfolg der Verbindung hängt maßgeblich davon ab, ob die regionale Wirtschaft das Angebot im Vergleich zur Bahnanreise nach Wien

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Österreichische Wintertourismusbilanz zur Halbzeit mit deutlichem Zuwachs

Die österreichische Tourismuswirtschaft verzeichnet in der laufenden Wintersaison 2025/26 eine signifikante Steigerung der Übernachtungszahlen. Nach aktuellen Daten für den Zeitraum von November bis Januar stiegen die Nächtigungen auf insgesamt 36,11 Millionen, was einem Zuwachs von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders der Januar 2026 erwies sich mit 16,43 Millionen Buchungen als äußerst umsatzstark. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner wertet diese Entwicklung als Bestätigung für die hohe Dienstleistungsqualität und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Beherbergungsbetriebe, die sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Gästen auf ungebrochenes Vertrauen stoßen. Als wesentlicher Motor dieser positiven Dynamik gilt die internationale Nachfrage, die ein Plus von 6,7 Prozent verbuchen konnte. Vor allem Urlauber aus Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Tschechien prägen das Bild in den alpinen Zentren. Parallel dazu festigt sich der Inlandstourismus, was die Branche als Zeichen für eine hohe Identifikation der Österreicher mit dem heimischen Urlaubsangebot deutet. Branchenanalysen unterstreichen, dass die strategische Ausrichtung auf Wertschöpfung und professionelle Infrastruktur entscheidend dazu beiträgt, Österreich als führende Destination im europäischen Wintertourismus zu behaupten. Ein zentrales politisches Thema der aktuellen Saison ist die rechtliche Absicherung von Regionaltarifen, oft als Einheimischentarife bezeichnet. Ein aktueller Verhandlungserfolg auf EU-Ebene zur Evaluierung der Geoblocking-Verordnung soll den Weg für rechtssichere Vergünstigungen für die lokale Bevölkerung ebnen. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Rückhalt für den Tourismus in den Regionen zu stärken. Es wird argumentiert, dass jene Menschen, welche die touristische Infrastruktur täglich mittragen, durch faire Preismodelle unmittelbar am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben sollen. Dies gilt als wichtiger Faktor für die Akzeptanz von

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Allegria Resort Stegersbach erweitert Veranstaltungsangebot im Südburgenland

Das Allegria Resort Stegersbach im Südburgenland setzt auf eine deutliche Ausweitung seines Eventportfolios, um die Attraktivität des Standorts für Hotelgäste und Tagesbesucher weiter zu steigern. Das Resort, das als Kombination aus Thermalbad, Hotelbetrieb und einer der größten Golfanlagen Österreichs fungiert, integriert verstärkt saisonale und thematische Erlebnisformate in den laufenden Betrieb. Den Auftakt bilden im Frühjahr 2026 unter anderem ein zweitägiger Osterbazar am 1. und 2. April direkt in den Räumlichkeiten der Therme sowie spezialisierte Eventsauna-Abende, die durch Show-Aufgüsse und gezielte Inszenierungen das Wellness-Segment aufwerten sollen. Hinter dieser Strategie steht das Ziel, das Resort als regionalen Treffpunkt zu festigen und durch zusätzliche Impulse die Auslastung der gesamten Infrastruktur zu optimieren. Die Einbindung regionaler Aussteller und lokaler Handwerkskunst beim geplanten Marktformat soll dabei eine engere Verknüpfung mit der lokalen Wirtschaft im Burgenland schaffen. Neben den Wellness-Angeboten spielt die angrenzende Golfschaukel Stegersbach Lafnitztal eine zentrale Rolle im Gesamtkonzept. Mit 45 Loch auf verschiedenen Kursen bietet das Areal eine sportliche Ergänzung, die durch kulinarische Themenabende und spezielle Gastronomie-Events in den hoteleigenen Restaurants flankiert wird. Die wirtschaftliche Bedeutung solcher Resorts für die Region ist erheblich, da sie als Ganzjahresbetriebe zahlreiche Arbeitsplätze sichern. Durch die kontinuierliche Erneuerung des Programms reagiert die Geschäftsführung auf den intensiven Wettbewerb im österreichischen Thermen- und Wellnessmarkt. Während klassische Erholungsangebote weiterhin das Fundament bilden, gewinnen Eventcharakter und Erlebnisqualität zunehmend an Relevanz für die Buchungsentscheidung. Das Allegria Resort investiert hierbei in personelle Ressourcen und Ausstattung, um die logistische Abwicklung der Veranstaltungen parallel zum regulären Bade- und Hotelbetrieb sicherzustellen. Zusätzliche Quellen belegen, dass das

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Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Ryanair-Piloten in Deutschland

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair plant ab April 2026 eine einschneidende Änderung der Dienstplanstruktur für ihr in Deutschland stationiertes Cockpitpersonal. Nach dem Auslaufen des aktuellen Tarifvertrages Ende März soll das bisherige Modell von fünf Arbeitstagen und vier freien Tagen (5/4) durch einen 5/3-Rhythmus ersetzt werden. Diese Maßnahme reduziert die Erholungszeit der Piloten rechnerisch um 25 Prozent. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kritisiert diesen Schritt scharf und bezeichnet ihn als beispiellos innerhalb des Konzerns. Laut internen Betriebshandbüchern der Fluggesellschaft galt die bisherige Regelung als die am wenigsten ermüdende Variante für das Personal, während das neue Modell das Risiko von Langzeitermüdung deutlich erhöhe. Der Konflikt schwelt vor dem Hintergrund schwieriger Tarifverhandlungen. Die Piloten fordern einen umfassenden Inflationsausgleich, um die Kaufkraftverluste seit dem letzten Abschluss im Jahr 2018 auszugleichen. In den vergangenen acht Jahren summierten sich die Gehaltsanpassungen lediglich auf rund fünf Prozent, was angesichts der hohen Inflationsraten der letzten Jahre eine reale Lohnsenkung bedeutete. Die Gewerkschaft wirft dem Ryanair-Management vor, die Verschlechterung der Dienstpläne als gezieltes Druckmittel einzusetzen, um die Belegschaft zur Annahme eines aus ihrer Sicht unzureichenden Tarifangebots zu bewegen. Die VC betont, dass es sich bei ihren Forderungen nicht um überproportionale Erhöhungen, sondern um die Wiederherstellung des ursprünglichen Reallohnniveaus handelt. Branchenexperten beobachten die Situation mit Sorge, da Ryanair in der Vergangenheit bereits mehrfach durch harte Auseinandersetzungen mit Arbeitnehmervertretern aufgefallen ist. Deutschland ist für den Billigflieger ein strategisch wichtiger Markt mit großen Basen an Flughäfen wie Berlin-Brandenburg, Köln/Bonn und Hahn. Eine Ausweitung der Flugstunden pro Pilot bei gleichzeitig verkürzten Ruhezeiten könnte zwar

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Gewerkschaft UFO warnt vor Ausweitung der Landerechte für arabische Fluggesellschaften

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat massive Bedenken gegen die Pläne der Bundesregierung geäußert, der Fluggesellschaft Emirates zusätzliche Landerechte in Deutschland einzuräumen. Die Fachgewerkschaft für das Kabinenpersonal sieht in diesem Vorhaben eine erhebliche Bedrohung für den fairen Wettbewerb auf dem europäischen Luftverkehrsmarkt. Laut UFO profitieren staatlich kontrollierte Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten von massiven Subventionen und weitaus geringeren Sozial- sowie Sicherheitsstandards als europäische Unternehmen. Eine weitere Marktöffnung würde den Kostendruck auf heimische Carrier wie die Lufthansa Group sowie deren Tochtergesellschaften weiter verschärfen und langfristig tausende Arbeitsplätze in Europa gefährden. Der Vorstandsvorsitzende der UFO, Joachim Vázquez Bürger, kritisiert in diesem Zusammenhang auch bestehende Abkommen auf EU-Ebene. Insbesondere das Luftverkehrsabkommen mit Qatar Airways stehe beispielhaft für ein Ungleichgewicht der Bedingungen. Während katarische Anbieter uneingeschränkten Zugang zum EU-Binnenmarkt erhalten, müssen sie nicht dieselben strengen Arbeits- und Unternehmensstandards einhalten wie ihre europäischen Konkurrenten. In Fachkreisen und bei Arbeitnehmervertretern wächst zudem das Misstrauen gegenüber derartigen Verträgen, da in der Vergangenheit Korruptionsvorwürfe innerhalb von EU-Institutionen laut wurden, die im direkten Zusammenhang mit den Verhandlungen über Verkehrsrechte mit Katar standen. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die Tragweite der Debatte: Der europäische Dachverband der Kabinengewerkschaften, EurECCA, unterstützt die Position der deutschen UFO und fordert eine grundlegende Überprüfung aller bilateralen und multilateralen Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten. Die Gewerkschaften werfen der Politik vor, die europäische Luftfahrtindustrie einem „Sozialdumping“ auszusetzen. Während europäische Fluggesellschaften durch hohe Standortkosten und strikte regulatorische Vorgaben belastet werden, könnten Airlines aus den Golfstaaten ihre Marktanteile durch staatliche Rückendeckung und aggressive Preisstrategien zulasten des Personals in Europa ausbauen. Die aktuelle

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Ausbildungsoffensive beim Bundesheer: Rekordzahl an neuen Wachtmeistern in Enns

Das Österreichische Bundesheer hat am Freitag, den 27. Februar 2026, am traditionsreichen „Tag der Wachtmeister“ in Enns insgesamt 473 neue Unteroffiziere offiziell in den Dienst übernommen. Der Festakt an der Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) markiert den erfolgreichen Abschluss der neunten Kaderanwärterausbildung und unterstreicht eine deutliche Aufwärtstendenz bei den personellen Kapazitäten der Streitkräfte. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Absolventenzahlen bei den Berufsunteroffizieren um zehn Prozent und bei den Miliz-Unteroffizieren um sechs Prozent. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sowie Generalstabschef General Rudolf Striedinger betonten im Rahmen der Feierlichkeiten die zentrale Rolle des Unteroffizierskorps als „Rückgrat der Truppe“ für die nationale Sicherheitsarchitektur. Die 18-monatige Ausbildung bereitet die jungen Wachtmeister auf ihre künftigen Aufgaben als Gruppenkommandanten vor, wobei sie sowohl in der Ausbildung von Rekruten als auch in Inlandseinsätzen und internationalen Missionen Führungsverantwortung übernehmen. Von den 473 Absolventen entfallen 371 auf das Berufskader und 102 auf die Miliz. Regional betrachtet stellt Niederösterreich mit 131 neuen Unteroffizieren das stärkste Kontingent, gefolgt von der Steiermark und Salzburg. Als Jahrgangsbester wurde Wachtmeister Heinrich Piaty vom Jägerbataillon 17 ausgezeichnet, der für seine herausragenden Leistungen mit dem goldenen Akademie-Ring geehrt wurde. Die Ausbildung umfasst neben militärischer Führung und Taktik auch umfangreiche pädagogische und rechtliche Lehrinhalte. Der Abschlussjahrgang wählte den historischen Namen „Zugsführer Kaspar Wallnöfer“ als Referenz an einen hochdekorierten Tiroler Soldaten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Wallnöfer war Träger der Goldenen Tapferkeitsmedaille und diente unter anderem bei den Tiroler Kaiserjägern sowie den Standschützen. Diese Traditionspflege ist fester Bestandteil der Ausbildung an der Heeresunteroffiziersakademie, die seit ihrer Gründung im Jahr 1959 als

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Westbahn nimmt Betrieb auf der Koralmbahn mit Hochgeschwindigkeitszügen auf

Die private Bahngesellschaft Westbahn hat am 28. Februar 2026 mit einer feierlichen Premierenfahrt von Wien über Graz und Klagenfurt nach Villach den regulären Betrieb auf der Südstrecke eingeleitet. Zum Einsatz kommen dabei drei fabrikneue Hochgeschwindigkeitszüge des Typs „Smile“ vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler. Diese Züge sind für Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ausgelegt und stellen derzeit die schnellsten im regulären Reiseverkehr eingesetzten Garnituren in Österreich dar. Mit der Nutzung der neu errichteten Koralmbahn verkürzt sich die Reisezeit zwischen der steirischen Landeshauptstadt Graz und Klagenfurt massiv, was den Wirtschaftsstandort Südösterreich enger an das nationale Schienennetz bindet. Die Expansion der Westbahn in den Süden erfolgt vor dem Hintergrund der vollständigen Inbetriebnahme der Koralmstrecke, die als eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahrzehnte gilt. Während die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) weiterhin den Taktverkehr dominieren, sorgt der Markteintritt des privaten Konkurrenten für eine Ausweitung des Platzangebots und eine höhere Frequenz auf der Relation zwischen Wien und Kärnten. Die neuen Stadler-Züge verfügen über eine moderne Innenausstattung in einer Drei-Klassen-Konfiguration und bieten barrierefreie Einstiege sowie ein verbessertes WLAN-System für Geschäftsreisende. Die strategische Entscheidung der Westbahn-Eigentümer rund um Hans Peter Haselsteiner, auf der Südstrecke Fuß zu fassen, unterstreicht das enorme Fahrgastpotenzial durch die Neubaustrecke. Ein besonderes Merkmal der neuen Verbindung ist die enge Kooperation mit regionalen Institutionen. Die eingesetzten Züge fungieren durch eine spezielle Außenfolierung als mobile Werbeträger für bedeutende Kärntner Kultureinrichtungen, darunter das Museum Moderner Kunst und das Stadttheater Klagenfurt. Während der Jungfernfahrt wurde das Bordkonzept durch künstlerische Darbietungen in den einzelnen Waggons präsentiert, wobei das Ziel

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Erfolgreiche Großübung am Flughafen Nürnberg simuliert Ernstfall

Am Samstag, den 28. Februar 2026, hat der Albrecht Dürer Airport Nürnberg eine umfangreiche Notfallübung durchgeführt, um die Einsatzbereitschaft und die Kooperation zwischen verschiedenen Rettungskräften zu überprüfen. Im Mittelpunkt des Szenarios stand die Kollision eines Kleinflugzeugs mit einem Vorfeldbus auf einem Rollweg des Flughafengestells. Insgesamt waren rund 460 Personen an der Operation beteiligt, darunter 250 professionelle Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr, der Berufsfeuerwehr Nürnberg, mehrerer freiwilliger Feuerwehren sowie verschiedene Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und die Polizei. Unterstützt wurden sie von etwa 70 Statisten, die als realistisch geschminkte Verletzte fungierten, um eine authentische Unfallsituation zu erzeugen. Die Übung dient der Erfüllung strenger internationaler und nationaler Sicherheitsvorgaben der europäischen Luftfahrtbehörde EASA und der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), die regelmäßige Vollübungen in einem Turnus von zwei Jahren vorschreiben. Besonders im Fokus stand die Alarmierungskette sowie die medizinische Triage und Erstversorgung einer großen Anzahl von Verletzten durch das Klinikum Nürnberg. Beobachter wie Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe und BRK-Präsident Hans-Michael Weisky verfolgten das Geschehen vor Ort. Die Planung für diesen Tag nahm etwa neun Monate in Anspruch und war besonders herausfordernd, da der ursprüngliche Termin im November 2025 aufgrund eines echten Bombenfunds im Nürnberger Norden kurzfristig abgesagt werden musste. Während der mehrstündigen Übung blieb der reguläre Flugverkehr am Airport Nürnberg vollständig unbeeinträchtigt. Die Passagiere wurden vorab über die digitalen Kanäle des Flughafens informiert, um Verunsicherungen durch das hohe Aufkommen an Rettungsfahrzeugen und Sondersignalen zu vermeiden. Unabhängige Schiedsrichter aus verschiedenen Organisationen begleiteten die Abläufe, um die Effizienz der Kommunikation zwischen dem Luftamt Nordbayern, der Einsatzleitung und den medizinischen Teams zu bewerten.

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Flughafenverband fordert strikte Einhaltung internationaler Lärmschutzregeln

Der europäische Flughafenverband ACI Europe hat die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten eindringlich dazu aufgefordert, den rechtlichen Rahmen des sogenannten „Balanced Approach“ beim Fluglärmmanagement konsequent anzuwenden. In einer aktuellen Analyse kritisiert der Verband, dass einige Staaten die verbindliche EU-Verordnung 598/2014 zunehmend ignorieren und voreilig Betriebsbeschränkungen an Flughäfen erlassen. Diese Maßnahmen dürften laut geltendem EU-Recht und den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) jedoch nur als letztes Mittel eingesetzt werden, wenn alle anderen Optionen zur Lärmminderung ausgeschöpft sind. Das Verfahren sieht eine klare Hierarchie von drei primären Säulen vor, bevor Kapazitätseinschränkungen zulässig sind. Zunächst müssen die Lärmminderung direkt an der Quelle durch modernere Flugzeugflotten, eine vorausschauende Flächennutzungsplanung in Flughafennähe sowie optimierte betriebliche Flugverfahren, wie etwa kontinuierliche Sinkflüge, geprüft werden. ACI Europe betont, dass eine einseitige Reduzierung von Flugbewegungen ohne vorherige fundierte Kosten-Nutzen-Analyse nicht nur rechtswidrig sei, sondern auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas und die regionale Anbindung massiv gefährde. Hintergrund der Forderung sind aktuelle politische Bestrebungen in Ländern wie den Niederlanden oder Belgien, die Nutzung der verfügbaren Flughafenkapazitäten aus Lärmschutzgründen drastisch einzuschränken. Generaldirektor Olivier Jankovec warnte davor, dass die Missachtung des ausgewogenen Ansatzes die sozioökonomische Rolle der Flughäfen untergrabe. Er verwies darauf, dass proaktive Maßnahmen der Industrie bereits Wirkung zeigen: Prognosen der Europäischen Umweltagentur gehen davon aus, dass die Zahl der durch Fluglärm stark belästigten Personen bis 2030 um 32 % sinken wird, sofern die Flottenerneuerung und betriebliche Optimierungen fortgesetzt werden. Um die Umsetzung der Verordnung zu stärken, empfiehlt der Verband eine stärkere Überwachung durch die EU-Kommission sowie klar definierte, realistische Lärmschutzziele. Die

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