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Tourismus und Kultur: Forderung nach politischer Planungssicherheit bei Ferienterminen

Die aktuelle Debatte über eine mögliche Vorverlegung oder strukturelle Änderung der Sommerferien in Österreich stößt in der heimischen Wirtschaft auf Zurückhaltung und die Forderung nach rascher Aufklärung. Der Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), Walter Veit, betonte in einer Stellungnahme die weitreichenden organisatorischen Konsequenzen für den Tourismus- und Kultursektor. Während sich die Interessenvertretung aus den Kernfragen der Schulpolitik heraushält, verweist sie auf den erheblichen planerischen Vorlauf der Betriebe. Betroffen von den potenziellen Verschiebungen sind unter anderem die Katalogerstellung, die Verhandlung von Zimmerkontingenten, die zeitliche Staffelung von Bauarbeiten in den Beherbergungsbetrieben sowie die Ausgestaltung von saisonalen Arbeitsverträgen. Ein zentraler Aspekt der Diskussion betrifft die Abstimmung mit den internationalen Quellmärkten. Nach Einschätzung von Branchenkennern könnte ein veränderter Ferienkalender im mitteleuropäischen Raum zu einer Entflechtung der Verkehrsströme auf den Haupttransitrouten beitragen, sofern Terminkollisionen mit wichtigen Herkunftsländern wie Deutschland ausbleiben. Gleichzeitig wird in Fachkreisen die Frage aufgeworfen, ob eine isolierte Entscheidung Österreichs einen Domino-Effekt auf die gut eingespielte Ferienordnung der Nachbarstaaten haben könnte. Unklar bleibt zudem, ob eine Reform bundesweit einheitlich oder weiterhin gestaffelt nach Regionen umgesetzt werden soll. Vertreter der Kulturwirtschaft äußern ebenfalls Bedenken hinsichtlich veränderter Rahmenbedingungen. Große Festspiele und Kulturbetriebe im ländlichen Raum operieren mit einem mehrjährigen Planungsvorlauf, der eng an die schulfreien Monate gekoppelt ist. Die Buchung internationaler Künstler sowie die Konzeption von Sommerfestivals basieren traditionell auf den etablierten Ferienzeiten. Eine kurzfristige Verschiebung der Nachfragephasen birgt das Risiko von Erlöseinbußen, da eingespielte Buchungsfenster für den Kulturtourismus neu definiert werden müssten. Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass eine anhaltende politische Unentschlossenheit das Buchungsverhalten

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Führungswechsel am BER: Werner Gatzer übernimmt Vorsitz des FBB-Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hat in seiner Sitzung am 3. Juli 2026 Werner Gatzer einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 67-jährige Jurist und ehemalige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium übernimmt die Funktion mit sofortiger Wirkung. Gatzer, der gegenwärtig auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG vorsitzt, wurde auf Vorschlag des Gesellschafters Land Brandenburg nominiert und entsandt. Er folgt auf Jörg Simon, dessen Mandat als Vertreter des Landes Berlin im Juni turnusmäßig endete. Stellvertretender Vorsitzender des Gremiums bleibt weiterhin der ver.di-Gewerkschaftssekretär Holger Rößler. Mit der Personalie Gatzer kehrt ein erfahrener Haushalts- und Infrastrukturexperte an die Spitze des Berliner Flughafens zurück. Gatzer war bereits in seiner früheren Funktion als Bundesbeamter mit den finanziellen und strukturellen Problemen des Großprojekts BER befasst. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass seine Ernennung in eine Phase fällt, in der die Flughafengesellschaft nach den schweren wirtschaftlichen Einbrüchen der vergangenen Jahre und der hohen Verschuldung eine finanzielle Konsolidierung anstrebt. Das Land Brandenburg setzt mit diesem Vorschlag auf administrative Kontinuität und fiskalische Expertise bei der Kontrolle des staatlichen Luftfahrtunternehmens. Kritische Stimmen aus Politik und Wirtschaft geben jedoch zu bedenken, dass die Ämterhäufung Gatzers, der zeitgleich das Kontrollgremium der krisengebeutelten Deutschen Bahn leitet, erhebliche zeitliche und operative Anforderungen mit sich bringt. Beide Staatsunternehmen stehen vor tiefgreifenden infrastrukturellen Herausforderungen und finanziellem Sanierungsdruck. Beim Flughafen BER geht es in den kommenden Jahren insbesondere um die Bewältigung des Investitionsstaus, die Optimierung der Passagierabfertigung sowie die langfristige Absicherung der Liquidität ohne fortlaufende staatliche Zuschüsse der Trägerländer Berlin und Brandenburg sowie des Bundes. Die Neubesetzung

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Veränderung im Großhandelssegment: Eurogast Österreich legt neuen Weinkatalog vor

Der Gastronomie-Großhändler Eurogast Österreich hat seinen Sortimentskatalog für den Bereich Wein und Schaumwein für die Periode 2026/27 veröffentlicht. Auf rund 120 Seiten listet das Unternehmen etwa 450 Produkte von mehr als 100 Erzeugern. Die Zusammenstellung des Sortitments, das neben österreichischen Herkunftsländern auch europäische Anbaugebiete und Übersee-Regionen umfasst, wurde laut Unternehmensangaben von neun Sommeliers und einem Weinakademiker begleitet. Neben alkoholischen Getränken enthält die Publikation zunehmend alkoholfreie Alternativen, was die veränderten Konsumgewohnheiten in der Gastronomie widerspiegelt. Der Schwerpunkt des Katalogs liegt mit über 50 Prozent der gelisteten Artikel auf dem Inlandmarkt, wobei Regionen von der Wachau bis zur Südsteiermark abgedeckt werden. Die Publikation ist als gedrucktes und digitales Nachschlagewerk konzipiert und enthält Informationen zu geschützten Herkunftsbezeichnungen (DAC-Systemen) sowie Empfehlungen zu Trinktemperaturen und zur Speisenbegleitung. Großhandelsunternehmen versuchen über solche fachspezifischen Zusatzangebote und persönliche Beratungsleistungen durch eigenes Personal, die Kundenbindung im gewerblichen Bereich zu festigen und sich gegen den reinen Online-Fachhandel zu behaupten. Branchenexperten und Marktbeobachter betrachten den Ausbau von spezialisierten Sortimenten im Lebensmittelgroßhandel als Reaktion auf den anhaltenden wirtschaftlichen Druck in der Gastronomie. Angesichts steigender Betriebskosten und einer stagnierenden Konsumstimmung sind Gastronomen gezwungen, ihre Warenbeschaffung zu optimieren und die Effizienz beim Einkauf über Komplettanbieter zu steigern. Kritische Stimmen weisen jedoch darauf hin, dass standardisierte Kataloge von Großhändlern zu einer gewissen Uniformität der Getränkekarten in der Gastronomie führen können, da viele Betriebe auf dieselben Logistikstrukturen und Kernsortimente zugreifen. Die wirtschaftliche Rentabilität dieses Segments hängt für den Großhandel maßgeblich von einer lückenlosen Lieferfähigkeit in der Hauptsaison sowie von der Akzeptanz der digitalen Bestellsysteme ab. Da

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Verkehrsengpässe und Tunnelüberprüfungen in Österreich angekündigt

Mit dem Beginn der Sommerferien in den östlichen Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sowie in mehreren deutschen Bundesländern stellt sich die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag auf eine erhebliche Belastung des hochrangigen Straßennetzes ein. Ab dem kommenden Wochenende wird mit dichtem Reiseverkehr auf den Haupttransitrouten gerechnet, wobei vor allem die Pyhrn Autobahn (A9), die Tauern Autobahn (A10), die Inntal Autobahn (A12) und die Brenner Autobahn (A13) im Fokus der Verkehrsüberwachung stehen. Verzögerungen zeichnen sich zudem im Großraum Wien ab, wo das zeitgleich stattfindende Donauinselfest ein hohes lokales Verkehrsaufkommen erzeugt, sowie in Oberösterreich im Umfeld des Festivals „Woodstock der Blasmusik“. Grenzkontrollen an den Übergängen nach Deutschland, Ungarn und Slowenien dürften die Wartezeiten für den Fernverkehr zusätzlich verlängern. Über die reinen Urlauberströme hinaus belasten planmäßige Kontrollmaßnahmen und Übungen das Autobahnnetz in der ersten Ferienwoche. In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 2026 wird die Pyhrn Autobahn (A9) im Bereich des Gleinalmtunnels in Fahrtrichtung Süden für vier Stunden gesperrt, um Brandschäden behördlich zu begutachten. Eine weitere temporäre Totalsperre betrifft die Murtal Schnellstraße (S36) am 8. Juli bei St. Georgen, wo zwischen 17:00 und 22:00 Uhr eine großangelegte Einsatzübung im dortigen Tunnelabschnitt durchgeführt wird. Für beide Behinderungen sind lokale Umleitungsstrecken über das untergeordnete Straßennetz eingerichtet, die jedoch bei hohem Verkehrsaufkommen rasch an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen dürften. Verkehrsexperten und Automobilclubs wie der ÖAMTC betrachten die Ballung von Großveranstaltungen und dem Ferienauftakt mit Skepsis hinsichtlich der operationellen Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur. Insbesondere die anhaltenden Baustellenbereiche auf den Hauptrouten, wie die Generalsanierungen an Brückenbauwerken der Tauern- und

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Ryanair fordert Aufschub für neues Grenzkontrollsystem

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat eine Verschiebung der Einführung des neuen Ein- und Ausreisesystems der Europäischen Union (Entry/Exit System, kurz EES) gefordert. Nach Angaben des Luftfahrtunternehmens vom 2. Juli 2026 drohen an zahlreichen europäischen Verkehrsflughäfen erhebliche Verzögerungen und Kapazitätsengpässe, da die technische Infrastruktur und die personelle Besetzung der Grenzkontrollstellen nicht auf das hohe Passagieraufkommen der Sommerferien ausgelegt seien. Betroffen sind laut dem Management insbesondere stark frequentierte Ferien- und Regionalflughäfen wie Palma de Mallorca, Teneriffa Süd, Alicante, Málaga, Mailand-Bergamo, Krakau und Paris-Beauvais. Die Fluggesellschaft empfiehlt Reisenden mit Destinationen außerhalb des Schengen-Raums, mehr Zeit für die Abfertigung einzuplanen, um Flugverspätungen oder das Verpassen von Anschlüssen zu vermeiden. Das EES sieht vor, dass Drittstaatsangehörige bei der Ein- und Ausreise systematisch digital erfasst werden, was neben der Passprüfung auch die Abnahme von Fingerabdrücken sowie eine biometrische Gesichtserkennung beinhaltet. Ryanair kritisiert, dass das System zum Beginn der Hauptreisezeit in vielen Mitgliedstaaten operationell nicht ausgereift sei und fordert die nationalen Regierungen auf, von der rechtlichen Möglichkeit Gebrauch zu machen, den Start in den September zu verlegen. Als Vorbild nennt das Unternehmen Länder wie Griechenland, die bereits einen späteren Einführungszeitpunkt gewählt haben, um den regulären Urlaubsverkehr während der Hauptsaison zu entlasten. Luftfahrtexperten und Grenzzollbehörden teilen die Skepsis hinsichtlich der zeitlichen Umsetzung des Großprojekts im Sommer. Die zusätzliche Erfassung biometrischer Daten verlängert den Kontrollprozess pro Passagier statistisch um ein Vielfaches, was an den Kontrollschaltern bei einer dichten Taktung von Flugbeobachtungen unweigerlich zu langen Warteschlangen führt. Viele Flughäfen klagen zudem seit Monaten über Lieferengpässe bei den benötigten Kontrollkiosken und

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Deutsche Bank finanziert alternatives Kerosinkontingent bei der Lufthansa Group

Die Deutsche Bank und der Lufthansa-Konzern haben eine Vereinbarung über den Kauf von alternativem Treibstoff für den Luftverkehr getroffen. Im Rahmen dieser Kooperation finanziert das Kreditinstitut ein Volumen von rund 1.600 Tonnen sogenannten Sustainable Aviation Fuels (SAF). Nach Berechnungen der beteiligten Unternehmen soll diese Maßnahme zu einer rechnerischen Reduzierung von Kohlendioxidemissionen im Umfang von etwa 5.500 Tonnen führen. Die Vereinbarung knüpft an eine bestehende geschäftliche Verbindung an, da die Deutsche Bank seit Herbst 2025 als Herausgeberin der Kreditkarten des lufthansaeigenen Vielfliegerprogramms Miles & More fungiert. Die vertraglich vereinbarte Kraftstoffmenge wird als sogenannter „Drop-in“-Treibstoff über die bestehende Flughafeninfrastruktur in das Verteilungssystem des Luftfahrtkonzerns eingespeist. Bei diesen synthetischen oder biogenen Kraftstoffen handelt es sich um Substanzen, die herkömmlichem fossilem Kerosin beigemischt werden können, ohne dass technische Anpassungen an den Flugzeugtriebwerken oder Tankanlagen erforderlich sind. Eine direkte Betankung der von Bankangestellten genutzten Flugzeuge erfolgt dabei nicht; die Zuweisung der Emissionsminderung wird stattdessen rein bilanziell über entsprechende Zertifikate nach dem Greenhouse Gas Protocol Standard abgewickelt, um die Scope-3-Emissionen in der Lieferkette des Finanzinstituts zu senken. Wirtschaftsanalysten betrachten solche Großaufträge im Firmenkundengeschäft der Luftfahrtbranche mit einer gewissen Skepsis hinsichtlich ihrer tatsächlichen Marktwirkung. Zwar verzeichnete die Lufthansa Group im vergangenen Jahr eine Steigerung der über Firmenkundenprogramme abgesetzten SAF-Mengen, doch machen alternative Kraftstoffe nach wie vor nur einen Bruchteil des gesamten Treibstoffverbrauchs der weltweiten Luftflotten aus. Grund hierfür sind die im Vergleich zu fossilem Kerosin um ein Vielfaches höheren Produktionskosten sowie erhebliche Engpässe bei den globalen Herstellungskapazitäten. Kritische Marktbeobachter geben zu bedenken, dass freiwillige Abnahmen durch Großkonzerne

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Kommerzialisierung des Fitnesstourismus: Robinson integriert Hyrox-Veranstaltungen in das Clubprogramm

Der Touristikkonzern Tui führt über seine Tochtermarke Robinson ab dem Sommer 2026 eine Kooperation mit dem Fitnessanbieter Hyrox ein.  Als erste Anlage des Unternehmens wird das Resort Robinson Cyprus als offizieller Trainingsstützpunkt für dieses Sportformat zertifiziert. Das Programm umfasst künftig reguläre Trainingseinheiten sowie Wettbewerbssimulationen im Rahmen des bestehenden Sportangebots. Für den Zeitraum vom 15. bis 22. November 2026 ist zudem eine spezielle Veranstaltungswoche unter der Bezeichnung „Hyrox Training Camp“ angesetzt, bei der professionelle Trainer sowie der deutsche Athlet Tim Wenisch die Einheiten leiten sollen. Das Angebot richtet sich an Einsteiger und erfahrene Sportler gleichermaßen, ist jedoch an eine zusätzliche Teilnahmegebühr von 250 Euro pro Person gekoppelt. Diese Zusammenarbeit gliedert sich in einen breiteren Trend innerhalb der internationalen Hotel- und Freizeitwirtschaft ein, der unter dem Begriff „Race-Cation“ an Bedeutung gewinnt. Reiseanbieter und Hotelketten versuchen vermehrt, die wachsende Popularität von Sportveranstaltungen für die eigene Bettenauslastung zu nutzen. So verzeichnen auch andere internationale Hotelgruppen, wie etwa Hyatt im asiatisch-pazifischen Raum, durch gezielte Partnerschaften mit Fitnessanbietern eine steigende Nachfrage von Sportreisenden. Für die Reisebranche bietet die Integration standardisierter Trainingskonzepte die Möglichkeit, neue Kundengruppen außerhalb des klassischen Erholungsurlaubs anzusprechen und zusätzliche Einnahmen im Dienstleistungsbereich zu generieren. Branchenbeobachter bewerten die zunehmende Verknüpfung von Pauschalreisen und Trendsportarten jedoch auch kritisch. Während die Einbindung populärer Fitnessprogramme die Attraktivität von Clubanlagen steigern soll, führt die Erhebung von beträchtlichen Zusatzgebühren für spezifische Sportwochen zu einer spürbaren Verteuerung des Gesamtaufenthalts für den Verbraucher. Zudem erfordert die professionelle Umsetzung von intensiven Sportarten wie Hyrox, die eine Kombination aus Dehnungs-, Kraft- und Laufelementen

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Politische Kontroverse im Luftverkehr: Gewerkschaften fordern Aussetzung des EU-Katar-Abkommens

Die deutsche Flugbegleitergewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat sich offiziell der Forderung des europäischen Dachverbandes EurECCA (European Cabin Crew Association) angeschlossen, das umfassende Luftverkehrsabkommen zwischen der Europäischen Union und Katar unverzüglich auszusetzen. Hintergrund dieser Initiative sind im Raum stehende Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Zustandekommen der Verträge, die mittlerweile auch vom Europäischen Parlament aufgegriffen wurden. Den Verhandlungsparteien werden schwerwiegende Interessenkonflikte, Verstöße gegen geltende Transparenzvorschriften, die Annahme von Geschenken sowie die unzulässige Weitergabe vertraulicher Informationen vorgeworfen. Die Arbeitnehmervertretungen fordern die europäischen Nationalstaaten, darunter insbesondere die Bundesregierung in Berlin, dazu auf, die Ratifizierung des Abkommens bis auf Weiteres zu verweigern. Das multilaterale Abkommen regelt den gegenseitigen Marktzugang und gewährt Fluggesellschaften aus Katar, insbesondere der staatlichen Qatar Airways, weitreichende Verkehrsrechte innerhalb des europäischen Luftraums. Luftfahrtexperten und Gewerkschaftsfunktionäre warnen in diesem Zusammenhang vor einer massiven Wettbewerbsverzerrung zuungunsten europäischer Fluggesellschaften. Während europäische Marktteilnehmer an strenge arbeits-, sozial- und unternehmensrechtliche Rahmenbedingungen gebunden sind, unterliegen die staatlich subventionierten Wettbewerber aus der Golfregion diesen Regulierungen nicht. Neben den Kabinencrews haben in der Vergangenheit auch Pilotenverbände wie die Vereinigung Cockpit sowie die European Transport Workers‘ Federation (ETF) wiederholt auf das Risiko von Sozialdumping und die Gefährdung europäischer Qualitätsstandards hingewiesen. In Branchenkreisen wird die politische Dimension des Konflikts differenziert analysiert. Während Arbeitnehmervertreter und einige Fluggesellschaften auf eine Aussetzung drängen, warnen Flughafenverbände wie ACI Europe vor den wirtschaftlichen Konsequenzen einer Blockade. Eine dauerhafte Aussetzung oder ein Scheitern des Abkommens könnte zu restriktiven Marktbeschränkungen führen, die das Angebot an internationalen Langstreckenverbindungen reduzieren und die Konnektivität europäischer Drehkreuze schwächen würden. Zudem betonen Befürworter

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Regionaler Tourismus und Freizeitverkehr: Niederösterreich Bahnen starten in die Sommersaison 2026

Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) hat das Betriebsprogramm der Niederösterreich Bahnen für die Sommermonate des Geschäftsjahres 2026 vorgestellt. Das Verkehrsnetz des Landesunternehmens umfasst mehrere Ausflugs- und Bergbahnen, darunter die Mariazellerbahn, die Wachaubahn, die Waldviertelbahn, den Reblaus Express sowie die Schneebergbahn und die Sesselbahn auf die Gemeindealpe Mitterbach. Das touristische Angebot richtet sich primär an den inländischen Freizeitverkehr und verknüpft den fahrplanmäßigen Schienenverkehr mit regionalen Veranstaltungen, Themenfahrten und Freizeitaktivitäten in den jeweiligen Regionen des Bundeslandes. Um die Fahrgastauslastung auf den teilweise saisonal betriebenen Strecken zu steigern, setzt das Management für die kommenden Monate auf kombinierte Beförderungsangebote, wie die Verknüpfung von Bahn- und Schiffsreisen in der Wachau oder die Einrichtung von Anschlussbussen für Wanderer im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Zudem wird versucht, über kundenbindende Maßnahmen wie einen Sammelpass mit Gewinnspielanreizen Fahrgäste zu mehrfachen Buchungen zu bewegen. Auf den touristischen Routen kommen sowohl moderne Triebwagen als auch historische Nostalgiegarnituren mit Dampf- oder Dieselbespannung zum Einsatz, die mit gastronomischen Angeboten gekoppelt werden. Wirtschaftsanalysten und Branchenkenner betrachten den Schienentourismus in den österreichischen Bundesländern als ein Segment, das erhebliche jährliche Zuschüsse aus den Landesbudgets erfordert. Die Infrastruktur- und Wartungskosten für historische Strecken und Sonderfahrzeuge, wie die Zahnradbahn am Schneeberg oder die Schmalspurbahnen im Waldviertel, stehen im Regelfall in keinem ausgewogenen Verhältnis zu den reinen Fahrgasterlösen im saisonalen Ausflugsbetrieb. Der wirtschaftliche Wert dieser Bahnen wird von politischer Seite zumeist mit der regionalen Wertschöpfung und der Belebung des Tourismus abseits der Ballungsräume begründet, bleibt jedoch aufgrund der hohen operativen Fixkosten ein kontinuierlicher Posten im Verkehrsbudget des Landes. Kritische Marktbeobachter geben zudem

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Flughafen Münster/Osnabrück meldet stabile Passagierzahlen im ersten Halbjahr

Die Betreibergesellschaft des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) hat die Verkehrszahlen für die erste Jahreshälfte 2026 vorgelegt. Demnach verzeichnete der Regionalflughafen in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 519.632 Fluggäste und bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Flughafengeschäftsführer Andrés Heinemann bewertete das Ergebnis angesichts der volatilen Rahmenbedingungen im internationalen Luftverkehr als solide. Für die nun beginnende Sommerferienperiode in den Haupteinzugsgebieten Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen prognostiziert das Unternehmen ein erhöhtes Fluggastaufkommen von rund 320.000 Passagieren, was einer Steigerung von 12 Prozent gegenüber der Vorsaison entspricht. Begründet wird dieser Zuwachs mit einer zeitlichen Ausweitung der Ferienkorridore sowie der Aufnahme neuer Charterrouten durch die Fluggesellschaft Leav Aviation zu griechischen und spanischen Destinationen. Im touristischen Segment dominieren weiterhin tägliche Verbindungen nach Antalya und Palma de Mallorca, während im Linienverkehr die Zubringerflüge der Lufthansa zum Drehkreuz München eine zentrale Rolle einnehmen. Für die Ferienwochen wird auf dieser Route mit etwa 40.000 Umsteigepassagieren gerechnet. Um die Abfertigungsprozesse zu den Spitzenzeiten zu stabilisieren, wurden im Terminalbereich zusätzliche Self-Service-Schalter für den Check-in installiert und die Parkplatzbewirtschaftung angepasst. Das anlaufende erste Ferienwochenende stellt mit 103 geplanten Flugbewegungen und erwarteten 15.500 Fluggästen die operative Leistungsfähigkeit der Bodenabfertigungsdienste auf die Probe. Die Flughafenleitung empfiehlt Passagieren eine deutlich verfrühte Anreise von mindestens zweieinhalb Stunden vor dem Abflug. Luftfahrtexperten betrachten die Entwicklung an kleineren dezentralen Standorten wie dem FMO jedoch im Kontext anhaltender struktureller Belastungen für die gesamte Branche. Zwar stützen die touristischen Verkehre in den Sommermonaten die Passagierstatistik, das Kerngeschäft außerhalb der Ferienzeiten bleibt jedoch durch den Rückzug großer Linienfluggesellschaften aus der

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