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Kapazitätserweiterung im Zentralbereich: Flughafen München nimmt neues Parkhaus P8 in Betrieb

Am Flughafen München ist das neu errichtete Parkhaus P8 für den Publikumsverkehr freigegeben worden. Das mehrgeschossige Gebäude stellt rund 3.700 Stellplätze bereit und befindet sich im Zentralbereich des Flughafengeländes zwischen den beiden Passagierterminals. Der Neubau ersetzt ein Vorgängerbauwerk aus dem Eröffnungsjahr 1992, das nach dreißigjähriger Nutzungsdauer abgerissen wurde. Die Bauseite hatte im Mai 2024 begonnen, nachdem das Baufeld im Vorjahr vorbereitet worden war. Als Generalunternehmer fungierte die Bauunternehmung Max Bögl, die das Projekt planmäßig bis zum Spätsommer umsetzte. Die Anlage verfügt über technische Systeme zur Verkehrssteuerung und Zufahrtskontrolle. Dazu gehört eine automatisierte Kennzeichenerkennung, die vorausgebuchten Fahrzeugen eine kontaktlose Ein- und Ausfahrt ohne Ticketentnahme ermöglicht. Zur Grundausstattung gehören zudem 50 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge sowie ein beleuchtungstechnisches Steuerungssystem zur Verringerung des Eigenstrombedarfs. Für Online-Buchungen bis zum Jahresende gewährt der Flughafenbetreiber rabattierte Tarife auf der gebäudeeigenen Parkfläche sowie auf angrenzenden Arealen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt das Parkraummanagement für die Flughafen München GmbH (FMG) eine der ertragreichsten Einnahmequellen im Nicht-Flug-Bereich dar. Das vergrößerte Stellplatzangebot soll Engpässen in den Spitzenreisezeiten entgegenwirken und die Erlöse pro Passagier sichern. Die Integration digitaler Buchungs- und Bezahlsysteme dient dabei der Effizienzsteigerung bei den internen Abwicklungs- und Verwaltungsprozessen. Kritische Branchenbeobachter merken jedoch an, dass die Ausweitung der Parkkapazitäten in direkter Konkurrenz zu den Zielen des öffentlichen Personennahverkehrs steht. Trotz der Schienenanbindung durch die S-Bahn verharren viele Fluggäste und Pendler bei der individuellen Anreise mit dem Kraftfahrzeug. Die hohe Dichte an parknahen Stellplätzen am Terminal stärkt zwar das Einnahmepotenzial der Flughafenbetreibergesellschaft, erhöht jedoch gleichzeitig das Verkehrsaufkommen auf den Zufahrtsstraßen rund um

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Ausbau der Wartungskooperation: Lufthansa Technik übernimmt bis 2030 A380-Instandhaltung für Emirates

Die Fluggesellschaft Emirates und die Wartungssparte des Lufthansa-Konzerns, Lufthansa Technik, haben ihre bestehende Vereinbarung über die Überholung von Großraumflugzeugen verlängert. Der neu geschlossene Mehrjahresvertrag regelt die Durchführung umfangreicher Instandhaltungsarbeiten, sogenannter Heavy Checks, an den Passagiermaschinen vom Typ Airbus A380 bis zum Jahr 2030. Die Arbeiten werden primär durch die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik Philippines durchgeführt, die auf den Asien-Pazifik-Raum spezialisiert ist und als zentrales Kompetenzzentrum für Großraumflugzeuge innerhalb des Konzerns agiert. Der Vertrag sieht die kontinuierliche Nutzung von zwei parallelen Wartungslinien am Hauptstandort in der philippinischen Hauptstadt Manila vor. Darüber hinaus wird die Fluggesellschaft aus Dubai als Erstkunde am neuen Standort von Lufthansa Technik Philippines auf dem Clark International Airport fungieren, sobald die dortigen Kapazitäten in Betrieb genommen werden. Finanzielle Details zum Vertragsvolumen wurden nicht veröffentlicht, jedoch gehört die Vereinbarung gemessen am Gesamtwert zu den volumengrößten Aufträgen in der Geschichte der philippinischen Wartungstochter. Seit Beginn der Kooperation im Jahr 2023 wurden bereits mehr als 30 Überholungen an der A380-Flotte von Emirates abgeschlossen. Der Abschluss verdeutlicht die anhaltende Relevanz des Doppelstockflugzeugs im Langstreckennetz von Emirates, das die weltweit größte Flotte dieses Typs betreibt. Da die Produktion der A380 von Airbus eingestellt wurde, rückt die langfristige Instandhaltung der bestehenden Maschinen in den Fokus der Betriebswirtschaft. Die Übertragung der aufwendigen Triebwerks- und Strukturkontrollen an externe Dienstleister wie Lufthansa Technik ermöglicht es der Airline, eigene Kapazitäten zu entlasten und festgelegte Ausfallzeiten der Flugzeuge straff zu steuern. Aus Branchensicht birgt die Konzentration der Wartungsarbeiten an Standorten wie Manila und Clark jedoch auch operative Risiken. Längere Überführungsflüge

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Fachkräftesicherung im Luftverkehr: Flughafen Wien startet neues Ausbildungsjahr mit 29 Lehrlingen

Die börsennotierte Flughafen Wien AG hat am 1. September 2026 das neue Ausbildungsjahr begonnen. Insgesamt 29 Jugendliche starteten ihre berufliche Laufbahn am Standort Schwechat, womit die Gesamtzahl der beim Flughafenbetreiber beschäftigten Lehrlinge auf 99 steigt. Das Ausbildungsspektrum umfasst vorwiegend technische und handwerkliche Berufsbilder wie Elektro- und Gebäudetechnik, Kraftfahrzeug- und Nutzfahrzeugtechnik, Metalltechnik sowie Sanitär-, Lüftungs- und Heizungstechnik. Ergänzend werden Lehrstellen im Informationstechnologie-Sektor und in der Reinigungstechnik angeboten. Das Ausbildungskonzept des Flughafens basiert auf der Kombination aus betriebseigener Lehrwerkstätte und direktem Praxiseinsatz in den Terminals, Werkstätten und auf dem Vorfeld. Ergänzend zum regulären Berufsschulunterricht sieht das Unternehmen einen festen wöchentlichen Schulungstag zur fachlichen Vertiefung vor. Neben der handwerklichen Weiterbildung bietet der Flughafenbetreiber optionale Zusatzangebote wie Fremdsprachenkurse, Unterstützung beim Erwerb der Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura) sowie Austauschprogramme mit internationalen Partnerflughäfen an. Vorstand Günther Ofner betont dabei die Notwendigkeit, qualifizierten Nachwuchs im eigenen Haus heranzuziehen, um den betrieblichen Bedarf am Wirtschaftsstandort langfristig abzudecken. Aus Sicht von Arbeitsmarktexperten reflektiert der Ausbau der Lehrlingsausbildung die anhaltend hohe Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal in der Luftfahrt- und Infrastrukturbranche. Nach den pandemiebedingten Einbrüchen und dem darauffolgenden Personalmangel im europäischen Flugverkehr versuchen Flughafenbetreiber, Schlüsselpositionen in der technischen Instandhaltung und Logistik durch selbst ausgebildetes Personal dauerhaft zu besetzen. Die Bereitstellung einer internen Ausbildungsstruktur gilt als wichtiges Element, um der Abwanderung von Arbeitskräften in andere Industriezweige entgegenzuwirken. Kritische Beobachter der Ausbildungsquote verweisen jedoch darauf, dass der Aufwand für die Betreuung und Weiterqualifizierung der Auszubildenden angesichts des kontinuierlichen Schichtbetriebs und der strengen Sicherheitsauflagen auf dem Flughafengelände beträchtlich ist. Der tatsächliche Nutzen für das

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Ferienende und Großveranstaltungen: ARBÖ und ÖAMTC warnen vor Stauwellen im österreichischen Straßennetz

Das bevorstehende erste September-Wochenende bringt auf den österreichischen Hauptverkehrsrouten eine massive Verdichtung des Fahrzeugaufkommens mit sich. Wie die Verkehrsclubs ARBÖ und ÖAMTC übereinstimmend melden, trifft das Ende der Schulferien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit der Rückreisewelle aus den südlichen Urlaubsländern zusammen. Zudem nutzen zahlreiche Späturlaubende ohne schulpflichtige Kinder sowie ausländische Feriengäste aus Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen die ersten Tage im September für ihre Heimreise. Ab den Vormittagsstunden des Samstags ist auf den zentralen Nord-Süd- und Ost-West-Magistralen mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Neben dem Transitverkehr sorgen mehrere Großveranstaltungen für lokale Belastungsprobleme im nachgeordneten Straßennetz. So zieht die Internationale Gartenbaumesse in Tulln an den Messtagen bis zu 100.000 Besucher an, was auf der Stockerauer Schnellstraße (S5) sowie der Tullner Straße (B19) zu Engpässen führt. In Tirol bedingt der Kitzbüheler Radmarathon am Sonntag umfangreiche Straßensperrungen, unter anderem auf der Pass-Thurn-Straße (B161) und der Gerlos Straße (B165). Parallel sorgen die Internationale Holzmesse in Klagenfurt und das Musikfestival Intensity Open Air in Innsbruck im Umfeld der jeweiligen Veranstaltungsorte für kapazitäre Grenzen bei den Zubringerstraßen. Besondere Nadelöhre bilden die autobahnnahen Baustellen- und Nadelöhrbereiche. Auf der Brennerautobahn (A13) gilt die sanierungsbedürftige Luegbrücke als kritischer Punkt, während auf der Tauernautobahn (A10) im Raum Salzburg und Bischofshofen erneut behördliche Sperrgitter an den Anschlussstellen eingesetzt werden, um ein Ausweichen des Transitverkehrs auf das untergeordnete Landesstraßennetz zu unterbinden. Auf der Pyhrnautobahn (A9) fokussieren sich die Blockaden auf die Einröhrenbereiche und Mautstellen der Bosruck- und Gleinalmtunnel. Am Sonntagmittag verlagert sich der Schwerpunkt schließlich auf die Zufahrten zum Großraum Wien über die

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Wizz Air signalisiert Interesse an Tarom-Inlandsstrecken

Der Vorstandsvorsitzende der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air, József Váradi, hat öffentlich Interesse an einer Übernahme des Inlandsstreckennetzes der staatlichen rumänischen Fluggesellschaft Tarom gezeigt. In einem Interview mit dem rumänischen Nachrichtenportal „Hot News“ stellte Váradi die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit einer staatlichen Sanierung des Verlust trächtigen Staatscarriers infrage. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei eine Einstellung des Flugbetriebs von Tarom die logische Konsequenz, da die Airline seit Jahren auf staatliche Beihilfen angewiesen sei. Váradi räumte jedoch ein, dass dafür derzeit der politische Wille in Bukarest fehle. Die Äußerungen markieren einen strategischen Kursschwenk bei Wizz Air. Noch im Jahr 2025 hatte die Unternehmensführung ein Engagement auf rumänischen Inlandsrouten ausgeschlossen und dies mit der zu hohen Sitzplatzkapazität ihrer Flugzeuge vom Typ Airbus A321 begründet. Nun zieht die Airline den Einsatz des kleineren Airbus A320 für innerrumänische Verbindungen in Betracht. Ähnliche Inlandsnetze betreibt Wizz Air bereits in Italien sowie ab Ende 2026 in Spanien. Zusammen mit der Tochtergesellschaft Wizz Air Malta betreibt die Airline derzeit zehn Basen in Rumänien und strebt einen weiteren Ausbau ihrer Marktposition an. Die Führung von Tarom wies den Vorstoß von Wizz Air umgehend als unstrukturiert und unseriös zurück. Der rumänische Staatscarrier verwies auf zahlreiche kurzfristige Streckenstreichungen, die Wizz Air in den vergangenen Jahren auf dem rumänischen Markt vorgenommen habe. Tarom betonte, dass eine dominante Stellung der ungarischen Low-Cost-Airline im Falle einer Auflösung des Staatsunternehmens keine verlässliche Anbindung für die Bevölkerung garantiere. Die Fluggesellschaft befindet sich aktuell in einem von der Europäischen Kommission genehmigten Umstrukturierungsprozess und rechnet nach Umsetzung des Sanierungsplans mit der Rückkehr

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Verbraucherbefragung zum Konsumverhalten: Kaffeereport analysiert Präferenzen in Österreich

Eine repräsentative Erhebung des Marktforschungsinstituts Marketagent in Zusammenarbeit mit dem Röstunternehmen Kanzi Kaffee beleuchtet die aktuellen Gewohnheiten beim Kaffeekonsum in Österreich. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Verankerung des Getränks im Alltag der Bevölkerung: Rund 70 Prozent der Befragten trinken täglich Kaffee, knapp die Hälfte greift mehrmals am Tag zur Tasse. Lediglich elf Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, gänzlich auf Kaffee zu verzichten. Als primäre Motivation für den Konsum nennen 62 Prozent der Befragten den geschmacklichen Genuss. Die funktionale Wirkung als Energiespender oder Wachmacher folgt mit 39 Prozent erst hinter der gewohnheitsmäßigen Nutzung im Tagesablauf. Bei den Zubereitungsformen dominiert der Cappuccino, den die Hälfte der Befragten zumindest gelegentlich konsumiert, gefolgt von Espresso sowie schwarzem Kaffee. Bei der Beigabe von Milchprodukten greifen 54 Prozent auf klassische Kuhmilch zurück, während pflanzliche Alternativen bei 8 Prozent der Gesamtheit und bei 16 Prozent in der Altersgruppe der Generation Z zum Einsatz kommen. Ein Drittel der Konsumenten bevorzugt den Kaffee ohne Zusätze. Bei den Kaufkriterien stehen für die Befragten das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die geschmackliche Qualität im Vordergrund, während Markenbezeichnungen und spezifische Zertifizierungen eine nachgelagerte Rolle spielen. Hinsichtlich der technischen Ausstattung im Privathaushalt präferieren 47 Prozent der Befragten einen Vollautomaten für ganze Bohnen. Kapsel-, Pad- oder Siebträgermaschinen verzeichnen deutlich geringere Zustimmungswerte. Zudem befürwortet die Mehrheit milde und ausgewogene Röstprofile gegenüber extremen Spezialitätenröstungen. Branchenbeobachter werten die Befragungsergebnisse als Beleg für einen stabilen Absatzmarkt, verweisen jedoch auf den steigenden Wirtschaftsdruck im Kaffeesektor. Steigende Rohstoffpreise

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Hitzewellen belasten die Wiener Tourismuswirtschaft: Steigende Betriebskosten und veränderte Reisezeiten

Die anhaltend hohen Sommertemperaturen stellen die Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft in Wien vor erhebliche betriebliche und finanzielle Herausforderungen. Nach einem hitzeintensiven Sommer melden Branchenvertreter der Wirtschaftskammer Wien spürbare Umsatzrückgänge und veränderte Konsumgewohnheiten. Höhere Außentemperaturen führen dazu, dass sich der Gästeverkehr in den Außenbereichen der Gastronomie zunehmend in die späteren Abendstunden verlagert. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, investieren Gaststätten und Hotels vermehrt in leistungsfähige Kühl- und Klimaanlagen, was die laufenden Betriebskosten für Energie drastisch erhöht. In der Wiener Hotellerie offenbaren die zurückliegenden Hitzeperioden deutliche Kapazitätsgrenzen bestehender Klimatechnik. Viele Bestandsanlagen in Unterkünften sind für langanhaltende Temperaturextreme nicht ausreichend dimensioniert, weshalb die Branche vor umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen steht. Die Neuanschaffung und Aufrüstung von Kühlsystemen verursacht für mittlere bis große Hotelbetriebe Kosten im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Zudem müssen Hotelzimmer bereits vor der Belegung durchgehend gekühlt werden, um den Standards internationaler Reisender zu entsprechen, was die Ausgabenseite der Betriebe unabhängig von der aktuellen Belegungsquote belastet. Parallel dazu beobachten Reiseexperten eine Verschiebung der internationalen Touristenströme. Der klassische Städtetourismus leidet in den Sommermonaten unter Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke, weshalb Reisende zunehmend auf kühlere Destinationen in Nordeuropa ausweichen oder ihre Aufenthalte in die Frühlings- und Herbstmonate verlegen. Diese Saisonverschiebung stößt in Wien jedoch an kapazitäre Grenzen, da die Hotelkapazitäten im Frühjahr und Herbst bereits durch das Kongress- und Tagungsgeschäft weitgehend ausgelastet sind. Angesichts dieser Entwicklung fordert die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien gezielte Entlastungen für die betroffenen Betriebe. Empfohlen werden Investitionsförderungen sowie vereinfachte Genehmigungsverfahren für den Einbau von Klimageräten und Eigenerzeugungsanlagen zur Stromdeckung. Um die Attraktivität der

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Positionsverlust über Turkmenistan: Lufthansa-Maschine muss nach Baku ausweichen

Ein Langstreckenflug der Deutschen Lufthansa von Frankfurt am Main nach Delhi musste am 25. August 2026 ungeplant am Heydar Aliyev International Airport in Baku unterbrochen werden. Die eingesetzte Boeing 787-9 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-ABPH befand sich auf dem Flug LH760 über dem Luftraum von Turkmenistan, als die elektronischen Navigationssysteme an Bord keine zuverlässigen Positionsdaten mehr lieferten. Die Cockpitbesatzung entschied sich daraufhin aus Sicherheitsgründen für einen Kurswechsel und steuerte die azerbaidschanische Hauptstadt an. Der unplanmäßige Zwischenstopp führte für die Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder zu einer mehr als eintägigen Unterbrechung der Reise. Die Boeing 787-9 verblieb bis in die frühen Morgenstunden des 27. August am Boden in Baku, bevor das Flugzeug den Weiterflug nach Indien fortsetzen konnte. Lufthansa teilte mit, dass für die Insassen zu keinem Zeitpunkt eine Sicherheitsgefährdung bestanden habe und die Maßnahme den vorgeschriebenen Sicherheitsprotokollen bei Navigationsstörungen entsprach. Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass Störungen von globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS) wie GPS im Luftraum über Teilen Zentralasiens und des Nahen Ostens in den vergangenen Monaten zugenommen haben. Sogenanntes GPS-Spoofing oder -Jamming führt dazu, dass Bordcomputer falsche oder gar keine Positionsdaten verarbeiten können. Wenn die Redundanzsysteme und die Trägheitsnavigation keine ausreichend präzise Abweichung mehr ausgleichen können, schreiben die Betriebshandbücher der Fluggesellschaften eine Ausweichlandung auf dem nächstgelegenen geeigneten Flughafen vor. Der Vorfall verdeutlicht die betrieblichen Herausforderungen für internationale Fluggesellschaften beim Transit durch politisch und technisch instabile Lufträume. Neben den logistischen Aufgaben bei der Unterbringung von Passagieren und Crew an Ausweichstandorten entstehen durch derartige Vorfälle erhebliche Folgeverspätungen im umlaufenden Flugplan der Großraumflugzeuge. Lufthansa und die zuständigen

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Air Baltic: Lettische Airline verkleinert Flotte und setzt auf verbleibende Kernbasen

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic treibt ihre betriebliche Umstrukturierung voran und reduziert ihre Flotte von bislang 54 auf 36 Maschinen des Typs Airbus A220-300 bis zum Jahresende. Trotz der deutlichen Verringerung der Flugzeugkapazitäten soll die estnische Hauptstadt Tallinn nach dem Heimatdrehkreuz Riga der zweitwichtigste Standort der Fluggesellschaft bleiben. Wie der Flughafen Tallinn nach Gesprächen mit dem Management der Airline bestätigte, sichert Air Baltic als Marktführer vor Ort mit derzeit rund 25 Prozent Passagieranteil weiterhin den Flugbetrieb ab. Auch der Standort Vilnius in Litauen bleibt im Netz verankert, während die ungarische Wizz Air mit einem Marktanteil von 17 Prozent als Hauptwettbewerber in Tallinn agiert. Der überarbeitete Geschäftsplan sieht vor, das Streckennetz insgesamt auszudünnen und unprofitable Routen einzustellen. Im Gegenzug sollen die verbliebenen Verbindungen – wie etwa die Strecke von Tallinn nach Wien – im Winterflugplan mit höheren Frequenzen bedient werden. Ursprüngliche Expansionspläne, die den Aufbau einer Flotte von bis zu 100 Flugzeugen vorsahen, wurden aufgrund der anhaltend angespannten Finanzlage verworfen. Um den laufenden Betrieb und den Umbau abzusichern, benötigt die überwiegend in staatlichem Besitz befindliche Airline eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 225 Millionen Euro. Ein kurzfristiger Handlungsspielraum entstand zuletzt dadurch, dass Anleihegläubiger zugestimmt haben, auf die Auszahlung fälliger Zinsabschläge bis zum Jahresende zu verzichten. Ein wichtiger Pfeiler des operativen Geschäfts bleibt die Partnerschaft mit der Lufthansa Group, die im Rahmen eines bis 2028 laufenden Wet-Lease-Vertrags Flugzeuge samt Besatzung von Air Baltic anmietet. In Nachfragespitzen kann die Lufthansa bis zu 21 Airbus A220-300 im eigenen Streckennetz einsetzen. Für den Sommerflugplan 2027 wurden

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Condor-Chef Gerber fordert Entlastung bei deutschen Standortabgaben

Fluggesellschaften und Passagiere sehen sich in Deutschland weiterhin mit hohen finanziellen Belastungen konfrontiert. Condor-Chef Peter Gerber kündigte im Rahmen einer Branchenveranstaltung in Frankfurt am Main an, dass die Flugscheinpreise marktweit absehbar steigen werden. Als primäre Auslöser nannte der Vorstands-Vorsitzende die anhaltend hohen Kerosinkosten infolge der politischen Spannungen im Nahen Osten sowie die im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohen staatlichen Abgaben an deutschen Flughafenstandorten. Fliegen gehöre zur Grundversorgung, weshalb die Belastungsgrenze für Verbraucher und Airlines erreicht sei. Vor diesem Hintergrund fordert die deutsche Luftfahrtbranche umfassendere politische Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Die im Mai vollzogene leichte Absenkung der Luftverkehrsteuer greife nach Ansicht Gerbers zu kurz. Der Manager spricht sich für eine vollständige Abschaffung der Abgabe nach schwedischem Vorbild aus. In Schweden führte die Aufhebung der Steuer zu einer Erholung der Flugbewegungen und einer Stärkung der regionalen Verkehrsanbindung. Zusätzlich bekräftigte der Condor-Chef den Vorschlag der Deutschen Flugsicherung (DFS), nach dem der Bund ein Viertel der Flugsicherungskosten als Infrastrukturfinanzierung übernehmen sollte, um die Fluggesellschaften von Gebührenspitzen zu entlasten. Neben den Abgaben steht die Wettbewerbssituation mit internationalen Anbietern im Fokus der Debatte. Der hessische Staatskanzleichef Benedikt Kuhn (CDU) forderte Beschränkungen bei der Vergabe zusätzlicher Strecken- und Landerechte an Fluggesellschaften aus den Golfstaaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine Ausweitung von Direktverbindungen über Drehkreuze wie Dubai oder Doha gehe zulasten der heimischen Luftfahrtinfrastruktur und schwäche die Drehkreuzfunktion deutscher Großflughäfen wie Frankfurt. Die Landesregierung fordert daher eine strikte Regulierung internationaler Flugrechte im Sinne des fairen Wettbewerbs. Branchenbeobachter verweisen auf das Spannungsfeld zwischen den Einnahmeinteressen des Staates und der Wettbewerbsfähigkeit

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