Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Umstellung im Verpflegungskonzept: KLM führt kostenpflichtigen Bordservice auf Europaflügen ein

Die niederländische Fluggesellschaft KLM stellt das Verpflegungskonzept in der Economy Class auf ihren europäischen Kurz- und Mittelstreckenflügen um. Ab Oktober führt die Airline unter der Bezeichnung „Grand Café KLM“ ein System ein, bei dem Passagiere Speisen vorab kostenpflichtig reservieren oder während des Fluges aus einer Bordkarte kostenpflichtig erwerben können. Zur Vorbestellung stehen unter anderem kalte Gerichte wie Pokè-Bowls oder Caesar-Salats auf der Speisekarte. Standardgetränke wie Kaffee, Tee, Wasser und Orangensaft sowie die traditionelle Stroopwafel bleiben im Ticketpreis enthalten. Der Umstellung gingen mehrstufige Testphasen auf ausgewählten europäischen Flugstrecken voraus. Während dieser Erprobungen prüfte die Fluggesellschaft sowohl die Akzeptanz bei den Passagieren als auch die logistischen Abläufe für das Kabinenpersonal. Die Entscheidung reiht sich in einen branchenweiten Trend im europäischen Luftverkehr ein, bei dem traditionelle Netzwerkanbieter den bisher inkludierten Service in der Kabine schrittweise reduzieren und durch kostenpflichtige Speisenangebote ersetzen, um Zusatzerlöse im Wettbewerb mit Billigfluggesellschaften zu generieren. Das neue Bordservice-Modell stößt bei Verbraucherschutzorganisationen und Fahrgastverbänden jedoch auch auf Kritik. Zwar betont die Fluggesellschaft eine größere Auswahl für die Fluggäste, jedoch bedeutet der Schritt faktisch eine Entwertung des regulären Economy-Tarifs, da vollwertige Mahlzeiten fortan extra bezahlt werden müssen. Zudem stellt die Umstellung im Bordservice veränderte Anforderungen an das Kabinenpersonal dar, das nun verstärkt Verkaufsprozesse und Abrechnungen im Flugbetrieb abwickeln muss. Für die Fluggesellschaft stehen neben den direkten Einnahmen aus dem Speisenverkauf auch logistische Einsparungen bei der Cateringsplanung im Vordergrund. Durch Vorbestellungen lassen sich die mitzuführenden Mengen gezielter kalkulieren, was die Lagerung im Flugzeug vereinfacht. Ob das Konzept bei den Passagieren auf Dauer

weiterlesen »

Drohnensichtung in Hannover: Flugbetrieb am Flughafen zeitweise unterbrochen

Am Flughafen Hannover-Langenhagen ist der Flugbetrieb in der Nacht zum Dienstag wegen der Sichtung einer unidentifizierten Drohne vorübergehend eingestellt worden. Wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte, mussten die Start- und Landebahnen zwischen etwa 4:00 Uhr und 5:20 Uhr mehrfach kurzfristig gesperrt werden. Infolge der Sicherheitsmaßnahmen starteten sechs Passagierflugzeuge des Ferienreiseverkehrs mit Verspätung. Zudem musste eine aus Paris kommende Frachtmaschine zu einem Ausweichflughafen umgeleitet werden. Seit den Morgenstunden läuft der Betrieb wieder ohne Einschränkungen. Die zuständigen Behörden haben Ermittlungen zur Herkunft und zum Betreiber des unbemannten Luftfahrzeugs aufgenommen. Während die Flughafengesellschaft für Details zu den Hintergründen auf die Bundespolizei verwies, gab diese zunächst keine Stellungnahme zum Ermittlungsstand ab. Die Identifizierung von Drohnennutzern im Umfeld von Verkehrsflughäfen erweist sich für die Sicherheitskräfte regelmäßig als schwierig, da die Fluggeräte oft nach kurzer Zeit wieder verschwinden und die Bediener aus der Distanz agieren. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Sicherheitsproblemen an deutschen Verkehrsflughäfen ein. Erst wenige Tage zuvor, in der Nacht zum 5. August 2026, war am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff und Zünder präparierte Drohne nahe ukrainischer Frachtmaschinen entdeckt worden. In jenem Fall hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr übernommen. Ob ein Zusammenhang zwischen den Geschehnissen in Leipzig und der Drohnensichtung in Hannover besteht, ist derzeit Gegenstand der behördlichen Prüfungen. Luftfahrtexperten und Branchenvertreter mahnen angesichts der wiederholten Störungen eine rasche Aufrüstung der Detektions- und Abwehrsysteme an deutschen Verkehrsflughäfen an. Die Unterbrechung des Flugbetriebs verdeutlicht die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen durch handelsübliche oder

weiterlesen »

Kulinarische Nächte in Kärnten: Gastronomieveranstaltung in der Region Millstätter See und Bad Kleinkirchheim

Vom 18. September bis 10. Oktober 2026 richtet die Tourismusregion Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge die sogenannten Kulinarischen Nächte aus. An insgesamt vier Wochenenden veranstalten 13 regionale Hotel- und Gastronomiebetriebe 23 Themenabende, die sich auf lokale Produkte und traditionelle Rezepte konzentrieren. Das Angebot erstreckt sich von mehrgängigen Abenden bis hin zu begleiteten kulinarischen Wanderungen. Die Zutaten stammen nach Angaben der Veranstalter von 23 regionalen Erzeugern, die mit dem Gütesiegel der AMA Genussregion zertifiziert sind. Die Auftaktveranstaltung am 18. September führt als mehrgängige Genusswanderung durch vier verschiedene Betriebe in Bad Kleinkirchheim. An den darauf folgenden Wochenenden widmen sich die Gastronomiebetriebe unterschiedlichen Themenbereichen wie regionalem Wild und Fisch, heimischen Getreide- und Gemüsesorten sowie Räucher- und Selchspezialitäten. Der Preis für die jeweiligen Menüabende liegt bei 89 Euro pro Person, während der Eröffnungsrundgang mit 99 Euro zu Buche schlägt. Ergänzt wird die Veranstaltungsreihe durch samstägliche Genussmärkte sowie spezielle Verpflegungsangebote in zwei Bergrestaurants im Nockgebiet. Tourismusbeobachter und Branchenvertreter werten die Inwertsetzung regionaler Lebensmittel als festen Bestandteil der Auslastungssteuerung in der alpinen Nebensaison. Veranstaltungen dieser Art zielen darauf ab, die Lücke zwischen der Sommer- und Wintersaison zu überbrücken und die Betriebe im Herbst besser auszulasten. Gleichzeitig erfordert die Teilnahme für die Gastronomen einen erhöhten logistischen und personellen Aufwand bei der Beschaffung zertifizierter Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung, was sich in den entsprechenden Menüpreisen niederschlägt. Die Kombination aus Gastronomie und regionaler Erzeugung gilt in Kärnten als etablierter Wirtschaftsfaktor zur Stärkung der bäuerlichen Lieferketten. Kritisch angemerkt wird von Branchenkennern jedoch, dass die Konzentration auf hochpreisige Menüangebote

weiterlesen »

Turkish Airlines verzeichnet deutlichen Umsatzanstieg trotz gestiegener Treibstoffkosten

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg ihres Gesamtumsatzes um 20,5 Prozent auf 7,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt. Das Frachtgeschäft der Sparte Turkish Cargo wuchs durch gestiegene Kapazitätsnachfragen besonders stark und verzeichnete bei einem Frachtaufkommen von plus 11,3 Prozent einen Umsatzzuwachs von 58 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden US-Dollar. Die Flotte der Gesellschaft wuchs im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf insgesamt 552 Flugzeuge. Das konsolidierte Gesamtvermögen der Unternehmensgruppe belief sich zum Ende des Halbjahres auf 51 Milliarden US-Dollar bei mehr als 101.000 Beschäftigten. Die Passagierauslastung stieg dank einer stabilen Nachfrage auf Strecken nach Europa, Asien und Afrika um 1,8 Prozentpunkte auf 84,0 Prozent. Trotz eines inflations- und krisenbedingten Anstiegs der Treibstoffpreise sowie geopolitischer Spannungen im Nahen Osten lag die operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Mieten (EBITDAR) mit 12,6 Prozent über der vorherigen Prognose des Unternehmens von 8,0 Prozent. Der ausgewiesene Nettogewinn für das Quartal betrug 197 Millionen US-Dollar. In den ersten sechs Monaten des Jahres tätigte das Unternehmen Investitionen in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar. Trotz der positiven Umsatzzahlen verweisen Luftfahrtanalysten auf anhaltende operative und finanzielle Risiken für die Fluggesellschaft. Der Anstieg der Kerosinpreise belastet die Ertragslage zeitversetzt, während globale Engpässe in der Flugzeugproduktion und bei der Ersatzteilversorgung die Wartungs- und Expansionspläne beeinträchtigen. Die angestrebte EBITDAR-Marge von 20 bis 25 Prozent für das dritte Quartal 2026 ist stark von der weiteren Entwicklung der Treibstoffkosten und der Stabilität im internationalen Reiseverkehr abhängig. Für die künftige Flottenentwicklung bleiben zudem die Auslieferungsverzögerungen bei

weiterlesen »

Pakistan International Airlines baut Flüge nach London-Heathrow aus

Die staatliche Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) kündigt für den bevorstehenden Winterflugplan 2026/2027 eine Aufstockung ihrer Flugverbindungen nach Großbritannien an. Ab dem 25. Oktober 2026 erhöht die Airline die Anzahl der wöchentlichen Flüge von der Hauptstadt Islamabad nach London-Heathrow von drei auf fünf Verbindungen. Gleichzeitig wird die Frequenz ab der ostpakistanischen Metropole Lahore verdoppelt, wodurch künftig zwei wöchentliche Aufflüge nach London angeboten werden. Zum Einsatz kommen auf beiden Routen Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-200ER. Die Kapazitätserweiterung erfolgt vor dem Hintergrund der schrittweisen Normalisierung des internationalen Flugbetriebs der Airline nach Europa. Nach mehrjährigen Einschränkungen und Überprüfungen durch internationale Luftfahrtaufsichtsbehörden versucht die Fluggesellschaft, verloren gegangene Marktanteile auf den wichtigen Langstreckenrouten nach Westeuropa zurückzugewinnen. Insbesondere die Verbindungen nach Großbritannien gelten aufgrund der großen pakistanischen Diaspora in der Region als wirtschaftlich bedeutende Einnahmequelle für das Staatsunternehmen. Luftfahrtanalysten bewerten den Ausbau der Flugeinzahl zwar als logischen Schritt zur Konsolidierung des Streckennetzes, verweisen jedoch gleichzeitig auf die anhaltenden finanziellen und operativen Belastungen des Unternehmens. PIA kämpft seit Jahren mit hoher Verschuldung, Altlasten und Verzögerungen bei der Restrukturierung sowie Privatisierung der Gesellschaft. Die Bereitstellung von betriebsbereiten Großraumflugzeugen wie der Boeing 777 erfordert eine verlässliche Flottenwartung und Ersatzteilversorgung, was die operative Stabilität des Flugplans im Winterbetrieb auf die Probe stellen dürfte. Darüber hinaus steht die Fluggesellschaft im Wettbewerb mit etablierten Netzwerk-Airlines aus der Golfregion, die erhebliche Passagieranteile auf den Strecken zwischen Pakistan und Europa halten. Ob die Aufstockung der Direktverbindungen nach London-Heathrow ausreicht, um die Ertragslage nachhaltig zu verbessern, hängt maßgeblich von der Auslastung der Maschinen und der

weiterlesen »

Personalengpässe nach Übernahme: Sun Country Airlines streicht Flüge in Minneapolis

Der US-Billigflieger Sun Country Airlines sieht sich gezwungen, sein Flugangebot an der Heimatbasis auf dem Flughafen Minneapolis/St. Paul voraussichtlich bis Ende des Jahres 2026 weiter einzuschränken. Grund für die Streichungen ist ein plötzlicher Mangel an Cockpitpersonal, der nach der Übernahme der Fluggesellschaft durch den Konkurrenten Allegiant Air im Mai ausgelöst wurde. Nach Angaben der Konzernleitung lag die Kündigungsrate unter den Pilotinnen und Piloten zeitweise dreimal höher als im Vorfeld prognostiziert. Vor allem jüngere Flugzeugführer nutzten den Übergang, um zu größeren Netzwerkgesellschaften wie der am selben Standort stark vertretenen Delta Air Lines zu wechseln. Die personellen Engpässe haben unmittelbare Auswirkungen auf den Flugbetrieb im späten Sommer und Herbst. Bereits für den Monat September streicht das Unternehmen etwa ein Drittel des geplanten Flugprogramms in Minneapolis. Auch für die darauffolgenden Monate werden weitere Kapazitätskürzungen geprüft, um einen stabilen Restbetrieb ohne kurzfristige Flugausfälle zu gewährleisten. Im Vergleich zum Verkehrsaufkommen des Jahres 2024 rechnet die Führung der Fluggesellschaft für das Gesamtjahr 2026 mit einem Rückgang der angebotenen Sitzplatzkapazitäten am Hauptstandort um rund 15 Prozent. Die Reduzierung des Streckennetzes trifft das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Marktsituation. Während Sun Country Kapazitäten abbauen muss, nutzen Mitbewerber wie Delta Air Lines und der Low-Cost-Konkurrent Frontier Airlines die Situation, um ihre Marktanteile und das Flugangebot am Drehkreuz Minneapolis/St. Paul gezielt auszubauen. Dem Branchenumfeld zufolge verdeutlicht der Fall die strukturellen Risiken bei Übernahmen in der Luftfahrtbranche, wenn Piloten aufgrund von Gehaltsunterschieden oder Unsicherheiten bezüglich der Senioritätslisten zu Konkurrenzunternehmen abwandern. Die Muttergesellschaft Allegiant versucht derweil, die Lage zu beruhigen, und verweist

weiterlesen »

Ryanair stellt Verbindung zwischen Wien und Niš ein

Die irische Fluggesellschaft Ryanair setzt ihre Linienverbindung zwischen dem Flughafen Wien-Schwechat und der serbischen Stadt Niš für den kommenden Winterflugplan 2026/2027 aus. Wie das Unternehmen bestätigte, ist der Stopp des Ticketverkaufs auf anhaltende Probleme bei der Kerosinversorgung am Flughafen Niš Constantine the Great zurückzuführen. Die Streichung betrifft eine etablierte Regionalroute, die insbesondere von Pendlern sowie im VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives) genutzt wurde. Die Ursache für die Treibstoffengpässe liegt in internationalen Wirtschaftssanktionen. Die USA hatten Maßnahmen gegen den serbischen Ölkonzern NIS (Petroleum Industry of Serbia) verhängt, der mehrheitlich im Besitz russischer Energieunternehmen steht. NIS betreibt die einzige Raffinerie des Landes und stellt den Großteil des in Serbien benötigten Flugtreibstoffs bereit. Die Sanktionen führen seit Sommer zu erheblichen Unsicherheiten und logistischen Hürden in den Lieferketten der serbischen Luftverkehrsinfrastruktur, wovon nun auch internationale Fluggesellschaften betroffen sind. Die Einstellung der Flugverbindung verdeutlicht die Anfälligkeit des regionalen Luftverkehrs für geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Sanktionsmaßnahmen. Für den Flughafen Niš bedeutet der vorübergehende Rückzug von Ryanair einen spürbaren Rückgang des Passagieraufkommens und des Streckenangebots im kommenden Winter. Fluggesellschaften sind an kleineren Flughäfen darauf angewiesen, dass eine kontinuierliche und vertraglich zugesicherte Betankung der Flugzeuge gewährleistet ist, da ungeplante Zwischenstopps zum Auftanken die Betriebskosten deutlich erhöhen. Branchenexperten beurteilen den Schritt von Ryanair als konsequente Risikominimierung im operativen Flugbetrieb. Solange die rechtlichen und logistischen Unwägbarkeiten rund um die Kerosinlieferungen in Serbien fortbestehen, bleibt unklar, wann eine Wiederaufnahme der Route nach Wien erfolgen kann. Für betroffene Passagiere, die bereits Tickets für die Winterperiode gebucht hatten, bedeutet die Absage organisatorische Umstellungen

weiterlesen »

Rückgang der Passagierzahlen: Russische Fluggesellschaften verzeichnen leichten Einbruch im ersten Halbjahr

Die russische Luftfahrtbranche sieht sich trotz staatlicher Stützungsmaßnahmen weiterhin mit operativen und wirtschaftlichen Dämpfern konfrontiert. Nach aktuellen Daten der nationalen Luftfahrtaufsichtsbehörde Rosaviatsiya beförderten die Fluggesellschaften des Landes im ersten Halbjahr knapp 50 Millionen Passagiere. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag das Aufkommen noch bei 50,8 Millionen Reisenden. Dieser Rückgang verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen, mit denen der zivile Luftverkehr in Russland unter dem Eindruck internationaler Sanktionen und geopolitischer Spannungen konfrontiert ist. Der leichte Einbruch der Passagierzahlen betrifft sowohl das nationale Streckennetz als auch das verbliebene internationale Flugangebot. Während Inlandsverbindungen nach wie vor das Rückgrat des Flugverkehrs bilden, schränken gesperrte Lufträume sowie verhängte Sanktionen westlicher Staaten die Ausweichmöglichkeiten stark ein. Viele Routen in den europäischen Raum bleiben für russische Carrier versperrt, weshalb sich die Verkehrsströme verstärkt auf Zielgebiete in Asien, dem Nahen Osten und der Türkei verlagern. Dennoch reicht das verbleibende Auslandsangebot nicht aus, um das frühere Gesamtniveau vollständig zu kompensieren. Branchenbeobachter verweisen zudem auf die zunehmend schwierige Flotteninstandhaltung als maßgeblichen Einflussfaktor auf das Flugangebot. Aufgrund von Ersatzteilengpässen und dem Ausschluss aus offiziellen Wartungsnetzwerken westlicher Flugzeughersteller stehen zahlreiche Maschinen für den regulären Flugbetrieb nicht zur Verfügung. Zwar versucht die russische Luftfahrtindustrie, Ersatzteile über Drittstaaten zu beschaffen und die Eigenproduktion von Flugzeugen anzukurbeln, jedoch reichen die Kapazitäten kurzfristig nicht aus, um den alternden Flugzeugpark vollständig zu erneuern oder auszuweiten. Die künftige Entwicklung des russischen Luftverkehrssektors bleibt vor diesem Hintergrund von Unsicherheiten geprägt. Experten rechnen damit, dass der Druck auf die Fluggesellschaften durch steigende Betriebskosten und begrenzte Flottenkapazitäten weiter anhalten wird. Um das Passagieraufkommen

weiterlesen »

Vulkanausbruch auf Sizilien: Ätna-Aschewolken führen zu massivem Reisechaos am Flughafen Catania

Ein erneuter Ausbruch des Vulkans Ätna auf Sizilien sorgt mitten in der Sommerhochfahrzeit für erhebliche Beeinträchtigungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr. Seit Beginn der Eruptionsphase speit der mit über 3.300 Metern höchste aktive Vulkan Europas große Mengen Vulkanasche sowie glühendes Gestein aus. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) registrierte mehrere aktive Schlote, darunter eine neu geöffnete Spalte auf rund 1.900 Metern Höhe sowie anhaltende Lavaströme. Wegen der dichten Aschewolken verhängten die Luftfahrtbehörden für die Region um den Flughafen Catania-Fontanarossa die höchste flugbetriebliche Warnstufe Rot. Der Flugbetrieb am betriebsamen Inselflughafen Catania musste zeitweise fast vollständig eingestellt werden, da aufgewirbelte Aschepartikel erhebliche Risiken für die Triebwerke und Flugzeugsysteme darstellen. Über 200 Flüge wurden bis Mitte August gestrichen oder zu regionalen Flughäfen wie Palermo, Trapani oder Comiso umgeleitet. Am Boden bemühen sich Wartungsteams, die auf dem Rollfeld geparkten Maschinen mit Abdeckungen vor dem feinen Ascheregen zu schützen und die Start- und Landebahnen fortlaufend zu reinigen. Dennoch konnten über Tage hinweg nur vereinzelt Inlandsflüge abheben, während der Anflugverkehr weitgehend ausgesetzt blieb. Die Unterbrechungen führen zu einer prekären Lage für schätzungsweise 30.000 betroffene Passagiere und Urlauber. Da Ausweichflüge sowie Bahnverbindungen zum italienischen Festland im August nahezu komplett ausgebucht sind, sitzen Tausende Reisende im Terminalgebiet oder in rasch organisierten Notunterkünften fest. Das Flughafenpersonal steht angesichts der Überlastung und kurzfristiger Flugplanänderungen unter starkem Druck. Reiseveranstalter und Fluggesellschaften organisieren schrittweise Ersatzbeförderungen, wobei Ausweichrouten über den Landweg erhebliche Zeitverzögerungen nach sich ziehen. Vulkanologen überwachen die seismische Aktivität des Vulkans kontinuierlich, da die Dauer der Eruptionen und die

weiterlesen »

Zunahme von Drohnenaktivitäten: Bundeswehr und Sicherheitsbehörden registrieren vermehrt unbefugte Überflüge

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verzeichnet die Bundeswehr eine anhaltend hohe Zahl von Drohnensichtungen über militärischen Einrichtungen in Deutschland. Wie ein Sprecher des Operativen Führungskommandos mitteilte, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Hundert mutmaßliche Überflüge erfasst. Das Meldeaufkommen betrifft vorrangig einzelne Unbemannte Luftfahrzeuge, in Einzelfällen wurden jedoch auch Formationen mehrerer Drohnen registriert. Die Bundeswehr ordnet diese Vorfälle in das erweiterte Spektrum hybrider Bedrohungen wie Spionage, Sabotage und Cyberangriffe ein. Die jüngsten Vorfälle verdeutlichen die anhaltende Sicherheitsrelevanz der Thematik. Über einem Militärstützpunkt im nordrhein-westfälischen Mechernich wurden zwei unidentifizierte Drohnen gesichtet, woraufhin die Bundeswehr die Ermittlungen an die zuständigen Polizeibehörden übergab. Zudem sorgte der Fund einer mit Sprengstoff und Zünder bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für Aufsehen. Der Fundort lag in zeitlicher und räumlicher Nähe zu ukrainischen Transportflugzeugen. Aufgrund des Verdachts einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Sicherheitsexperten und Militäranalysten weisen darauf hin, dass die Abwehr von Kleindrohnen für die Streitkräfte und zivile Sicherheitsbehörden weiterhin eine erhebliche technische und rechtliche Herausforderung darstellt. Zwar veranlassten die zuständigen Stellen verstärkte Schutzmaßnahmen und den Einsatz moderner Detektionssysteme, jedoch erschweren unklare Zuständigkeiten zwischen Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr im Inlandsbereich oft ein schnelles Durchgreifen. Kritiker mahnen daher eine zügigere Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Drohnenabschuss über kritischer Infrastruktur an. Zusätzlich zur militärischen Spionagegefahr beeinträchtigen unbefugte Überflüge zunehmend den Betrieb von Flughäfen und logistischen Drehkreuzen. Die systematische Erfassung und Auswertung von Drohnensichtungen erfordert eine engere Vernetzung der Nachrichtendienste und Ermittlungsbehörden auf Bundes- und Landesebene. Wie

weiterlesen »