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Unterbrechung des Sommerskibetriebs: Stilfser Gletscher stellt Liftbetrieb wegen Hoher Temperaturen ein

In den italienischen Alpen hat das Sommerskigebiet am Stilfser Joch seinen Skibetrieb am 15. August 2026 vorübergehend eingestellt. Der Betreiber SIFAS begründete die Entscheidung mit anhaltenden Hitzewellen, unzureichender nächtlicher Abkühlung und Unwettern. Da die Temperaturen selbst im hochalpinen Bereich zwischen 2750 und 3450 Metern Höhe tagsüber bis zu 16 Grad erreichten und nachts kaum unter neun Grad fielen, konnte die Schneedecke nicht mehr ausreichend gefrieren. Dies führte zu einer Beeinträchtigung der Pistenstabilität und der Sicherheitsstandards, weshalb die Aufstiegsanlagen für den Skisport vorerst ruhen. Die temporäre Schließung reiht sich ein in eine Abfolge von Betriebseinstellungen in den Alpen. Bereits in den vergangenen Jahren hatten andere europäische Gletschergebiete wie Zermatt, Saas-Fee, der Hintertuxer Gletscher oder Tignes ihren Sommerbetrieb schrittweise verkürzt, pausiert oder eingestellt. Das Areal am Stilfser Joch galt bis Mitte August als eine der letzten Anlagen auf der Nordhalbkugel, die im Hochsommer noch regulären Pistensport über Aufstiegsanlagen anbot. Während der Skibetrieb ausgesetzt ist, bleibt die Seilbahn für den allgemeinen Ausflugs- und Wandertourismus weiterhin geöffnet. Die Aussetzung des Betriebs hat unmittelbare Auswirkungen auf den alpinen Leistungssport. Zahlreiche Nationalmannschaften und Nachwuchskader nutzten die hochgelegenen Gletscherpisten in den Sommermonaten traditionell für das Materialtraining und die Saisonvorbereitung. Der Ausfall dieser Trainingsflächen zwingt die Sportverbände zum Ausweichen auf Hallenanlagen mit Kunstschnee oder zur Verlegung von Trainingseinheiten auf die Südhalbkugel, was mit erhöhten logistischen und finanziellen Aufwänden verbunden ist. Der Betreiber hält eine Wiedereröffnung der Pisten im Herbst offen, sofern ein Absinken der Temperaturen und Neuschnee eine Stabilisierung der Schneeauflage ermöglichen. Der Vorfall unterstreicht jedoch die zunehmende

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IT-Störung am Flughafen Zürich: Systemausfall führt zu Kapazitätsbeschränkungen und Verspätungen

Am Flughafen Zürich ist es seit Dienstag zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugbetrieb gekommen. Ursache ist der Teilausfall eines zentralen Informatiksystems, das für die elektronische Abflugplanung, die Zuordnung von Flugzeugstandplätzen sowie die Koordination mit der Schweizer Flugsicherung Skyguide und der europäischen Luftstraßensteuerung Eurocontrol verantwortlich ist. Um den regulären Passagierverkehr zu priorisieren und Überlastungen zu vermeiden, schränkten die Flughafenbehörden den privaten Freizeitflugverkehr auf dem Areal weitgehend ein. Techniker des Betreibers und des externen Systemlieferanten arbeiten an der Fehlerbehebung, während zusätzliches Personal im Terminalbereich im Einsatz ist. Durch den Ausfall der automatisierten Steuerung mussten die Mitarbeiter auf ein manuelles Ausweichverfahren umstellen. Die händische Eingabe und Abstimmung der Flugdaten nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch, was die Gesamtkapazität der Start- und Landebahnen spürbar verringert. Die reduzierte Abwicklungsrate führte bereits am Dienstag zu Verspätungen sowie zu vereinzelten Flugstreichungen. Zudem überschritten acht Maschinen die reguläre Nachtflugschneise und landeten nach 23:30 Uhr, wobei der letzte Touchdown um 23:55 Uhr erfolgte. Auch am Mittwoch hielten die Verzögerungen im Abflug- und Ankunftsplan an. Der Zwischenfall unterstreicht die hohe Verwundbarkeit moderner Drehkreuze bei Störungen der digitalen Infrastruktur. In komplexen Flughafenökosystemen führt der Ausfall einzelner Softwarekomponenten rasch zu Rückstaus im Gesamtsystem. Zwar griffen die eingeübten Notfallprotokolle, um den Flugbetrieb sicher aufrechtzuerhalten, doch zeigt die Notwendigkeit manueller Prozesse, dass digitale Ausfallsicherungen in Spitzenzeiten nur begrenzte Kapazitäten garantieren können. Der Betreiber empfahl Reisenden, den Flugstatus vor der Anreise zum Flughafen online zu überprüfen. Die Untersuchungen zur genauen Ursache der Systemstörung dauern an. Bislang liegen keine Hinweise auf externe Eingriffe vor, jedoch bleibt die

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Versorgungsengpässe in der Karibik: Iberia verlängert Flugstopp nach Havanna bis 2027

Die spanische Fluggesellschaft Iberia verlängert die Aussetzung ihrer Direktflüge zwischen Madrid und der kubanischen Hauptstadt Havanna bis mindestens Juni 2027. Grund für die anhaltende Streichung der Verbindung ist die schwere Energie- und Treibstoffkrise auf Kuba, die eine verlässliche Betankung von Langstreckenflugzeugen vor Ort unmöglich macht. Die zur International Airlines Group (IAG) gehörende Airline hatte bereits seit Februar Ausweichmaßnahmen ergreifen müssen und auf den Rückflügen nach Europa einen technischen Zwischenstopp im dominikanischen Santo Domingo eingelegt, um Kerosin nachzutanken. Nach schrittweisen Frequenzreduzierungen wurde die Direktverbindung im Juni schließlich komplett eingestellt. Betroffenen Passagieren bietet das Unternehmen kostenfreie Umbuchungen, Ticketerstattungen oder alternative Routenführungen an. Als Ersatzverbindung dient vor allem eine Umsteigeverbindung über Panama-Stadt, von wo aus die Weiterreise nach Kuba im Rahmen eines Codeshare-Abkommens mit der panamaischen Fluggesellschaft Copa Airlines erfolgt. Trotz des eingestellten Flugbetriebs bleiben die Vertretungsbüros von Iberia in Havanna geöffnet, um die Abwicklung von Kundenanfragen und die Umbuchungsprozesse vor Ort zu unterstützen. Der Schritt von Iberia verdeutlicht die tiefgreifenden wirtschaftlichen Probleme Kubas, die zunehmend Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr haben. Infrastrukturelle Ausfälle im Stromnetz und akuter Devisenmangel beeinträchtigen die Versorgung mit Luftfahrttreibstoff an den nationalen Flughäfen nachhaltig. Auch andere europäische Fluggesellschaften sahen sich in den vergangenen Monaten gezwungen, ihre Kapazitäten nach Kuba anzupassen oder zusätzliche Zwischenstopps zur Treibstoffaufnahme einzulegen, was die Betriebskosten der Strecken spürbar erhöht und die Wirtschaftlichkeit stark belastet. Branchenanalysten sehen in der langfristigen Absage der Verbindung einen empfindlichen Dämpfer für den kubanischen Tourismussektor, der stark von europäischen Urlaubern abhängt. Das Ausweichen auf Umsteigeverbindungen verlängert die Reisezeiten deutlich und

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Drohender Personalengpass im Cockpit: Demografischer Wandel belastet Lufthansa

Der Lufthansa-Konzern steht in den kommenden Jahren vor signifikanten personellen Engpässen im Cockpitbereich. Nach Berechnungen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und Berichten des Handelsblatts erreichen bei der Kernmarke Lufthansa Classic sowie bei Lufthansa Cargo mehr als 1.000 Piloten das 55. Lebensjahr, die Mehrheit von ihnen im Rang eines Kapitäns. Allein für die Jahre 2026 und 2027 werden rund 300 altersbedingte Abgänge erwartet. Im Zeitraum von 2029 bis 2034 dürften rund 740 weitere Flugzeugführer die Belegschaft aus Altersgründen verlassen, was das Ausmaß der demografischen Lücke verdeutlicht. Parallel zu dieser Pensionierungswelle verläuft die Ausbildung von Nachwuchskräften schleppend. Während vor der Pandemie in Spitzenzeiten bis zu 150 Kapitänsanwärter pro Jahr geschult wurden, lag der jährliche Schnitt zuletzt bei etwa 78 Kapitänsanwärtern. Lufthansa selbst kalkuliert intern mit einem jährlichen Abgang von rund 100 Piloten bei der Kernmarke. Erschwert wird die Lage durch den raschen Ausbau der Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines, die monatlich im Schnitt um ein weiteres Flugzeug wächst. Für jede zusätzliche Maschine werden jeweils fünf Kapitäne und fünf Erste Offiziere benötigt. Ein Wechsel von Piloten aus dem höher vergüteten Konzerntarifvertrag der Kernmarke in Tochtergesellschaften scheitert jedoch häufig an tariflichen Barrieren sowie geringeren Vergütungstrukturen. Zur Bewältigung des Tarif- und Personalflaschenhalses setzen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter auf das vereinbarte Moderationsverfahren. Bis zum Abschluss dieser Verhandlungen wurde vereinbart, die Flugzeugflotte von Lufthansa Classic nicht weiter zu verkleinern. Konzernchef Carsten Spohr hat künftiges Flottenwachstum der Kernmarke jedoch an Zugeständnisse bei den Betriebskosten gekoppelt. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass starre Tarifstrukturen und verzögerte Ausbildungszyklen die operative Flexibilität des Konzerns einschränken,

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Köln/Bonn: Eurowings nimmt Routen nach Dubai und Dschidda wieder auf

Die Fluggesellschaft Eurowings nimmt im kommenden Winterflugplan zwei Langstreckenverbindungen ab dem Flughafen Köln/Bonn wieder in ihr Programm auf. Ab dem 3. November 2026 bedient die Tochtergesellschaft der Lufthansa dreimal wöchentlich die Verbindung nach Dubai, gefolgt von der Wiederaufnahme der Route in die saudi-arabische Hafenstadt Dschidda ab dem 12. November mit ebenfalls drei wöchentlichen Abflügen. Ergänzend setzt das Unternehmen im kommenden Winter die Bedienung der Ziele Klagenfurt und Pristina fort, die bislang vorrangig in den Sommermonaten im Flugplan vertreten waren. Eine operative Neuerung betrifft die Zielinfrastruktur im Emirat Dubai. Eurowings verlegt den Zielflughafen vom weiter außerhalb gelegenen Airport Al Maktoum (DWC) zum zentralen Drehkreuz Dubai International Airport (DXB). Die rund sechseinhalbstündigen Flüge werden mit Flugzeugen des Typs Airbus A320neo durchgeführt. Um auf den längeren Strecken höherpreisige Kundensegmente anzusprechen, führt die Airline ab Dezember auf dieser Flotte eine erweiterte Sitzplatzkategorie mit vergrößertem Sitzabstand im vorderen Kabinenbereich ein. Die Verbindung nach Dschidda wird mit dem etwas größeren Modell Airbus A321neo bedient. Die Wiederaufnahme der Strecken an den Persischen Golf erfolgt im Kontext einer intensivierten Konkurrenz auf Verbindungen in den Nahen Osten ab deutschen Regionalflughäfen. Die Ausweitung des Flugangebots durch Mittelstreckenjets ermöglicht es Fluggesellschaften, diese Distanzen mit geringeren Betriebskosten als mit traditionellen Weitrumpfflugzeugen zu bedienen. Allerdings verweisen Marktbeobachter darauf, dass der Einsatz von Schmalrumpfflugzeugen auf Flugzeiten von über sechs Stunden von Passagieren hinsichtlich des Kabinenkomforts kritisch bewertet werden kann. Für den Flughafen Köln/Bonn bedeutet die Rückkehr der Verbindungen eine punktuelle Verdichtung des Frequenzangebots im Langstreckensegment außerhalb der europäischen Kernmärkte. Der dauerhafte wirtschaftliche Erfolg dieser

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Konnektivität an Bord: Lufthansa startet Flottenumrüstung auf Starlink-Satelliteninternet

Die Fluggesellschaft Lufthansa hat den kommerziellen Betrieb ihres neuen Breitband-Internets an Bord von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen aufgenommen. Am 19. August 2026 absolvierte ein Airbus A320neo mit dem Kennzeichen D-AINM den Erstflug mit der Satellitentechnik des Anbieters Starlink von Frankfurt am Main nach Rom. Nach Angaben des Unternehmens soll die Bandbreite in der Kabine Geschwindigkeiten erreichen, die mit terrestrischen Anschlüssen vergleichbar sind. Die Nutzung des Dienstes setzt eine Registrierung im Kundenprogramm Miles & More oder eine Identifikation über die Travel ID voraus und wird ohne Zusatzkosten für Passagiere aller Beförderungsklassen angeboten. Der Einbau der Empfangsantennen und der dazugehörigen Netzwerk-Hardware erfolgt vorrangig im Rahmen regulärer Wartungsintervalle durch die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik am Standort Berlin. Für das laufende Jahr plant der Konzern die Ausrüstung von bis zu zehn weiteren Maschinen der A320-Familie bei Lufthansa sowie der Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines. Bis zum Jahr 2029 soll die Flottenumrüstung gruppenweit abgeschlossen sein und insgesamt rund 850 Flugzeuge der Konzernschwestern umfasst haben. Die Finanzierung des Zugangs wird unter anderem durch Sponsoring-Partnerschaften mit dem Finanzdienstleister Mastercard unterstützt. Mit der Entscheidung für das erdnahe Satellitennetzwerk von SpaceX vollzieht die Lufthansa Group einen Technologiewechsel bei ihren Bordinternetsystemen. Die bislang genutzten geostationären Satellitennetze wiesen bauartbedingt höhere Signallaufzeiten und begrenzte Datenraten auf, was insbesondere bei hoher Auslastung in der Kabine zu Störungen führte. Die Umrüstung der gesamten Flotte erfordert jedoch erhebliche Investitionen in Hardware, Zertifizierungen und die Anpassung der Flugzeugtechnik. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Montage von zusätzlichen Außenantennen einen erhöhten Luftwiderstand erzeugt, was zu geringfügig höheren Betriebskosten pro Flugstunde führt.

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Gastronomie und Hotellerie in Europa: Ausländische Kartenzahlungen verdeutlichen Abhängigkeit vom Deutschland-Tourismus

Eine Datenanalyse des Zahlungsdienstleisters Adyen für die Sommermonate Juni und Juli 2026 belegt die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Reisender für das Gastgewerbe in europäischen Nachbarstaaten. In den Gastronomiebetrieben Österreichs stammten in diesem Zeitraum fast die Hälfte der Umsätze von internationalen Gästen. Auf Touristen aus Deutschland entfielen dabei 12,4 Prozent des gesamten Restaurantumsatzes, was einem Viertel aller ausländischen Kartenausgaben im Gastronomiebereich entspricht. Auch in den Niederlanden bildeten deutsche Gäste mit einem Anteil von 24,6 Prozent am ausländischen Gastronomieumsatz die stärkste internationale Gruppe. In Dänemark und Italien rangierte die deutsche Kundschaft auf Platz zwei der umsatzstärksten ausländischen Gästegruppen. In der Hotellerie übersteigt der Umsatzanteil deutscher Urlauber in einzelnen Destinationen sogar die Ausgaben der heimischen Bevölkerung. In Österreich generierten Reisende aus Deutschland im Sommer 29,1 Prozent der Erlöse im Hotelgewerbe und lagen damit vor den einheimischen Gästen, die auf 21,8 Prozent kamen. In den Niederlanden und Polen stammten im Sommer rund ein Zehntel der Hotelumsätze von deutschen Konten. In Spanien lag der Anteil bei 7,3 Prozent, womit deutsche Gäste hinter Urlaubern aus Großbritannien und den USA an dritter Stelle der internationalen Herkunftsländer rangierten. Die Auswertung offenbart deutliche saisonale Abweichungen zwischen Süd- und Mitteleuropa. Während die absoluten Hotelumsätze in Mittelmeerländern wie Spanien, Italien und Portugal in den Wintermonaten Januar und Februar erwartungsgemäß sinken, fällt der relative Anteil deutscher Gäste in diesem Zeitraum höher aus als im Sommer. In Spanien stieg der Anteil deutscher Kartenumsätze im Winter auf 9,7 Prozent, in Portugal auf 7,3 Prozent. Dies deutet auf ein stabileres Reiseverhalten deutscher Urlauber außerhalb der Hauptsaison

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Abrechnungspraktiken am Wiener Hauptbahnhof: Taxivermittler verlangen strikte Einhaltung der Tarifvorschriften

Am Verkehrsknotenpunkt Wiener Hauptbahnhof häufen sich die Beschwerden über Unregelmäßigkeiten im Taxigewerbe. Berichte über verweigerte Beförderungen, unzulässige Preisabsprachen und inoffizielle Personen, die Fahrgästen gezielt bestimmte Taxis zuweisen, haben die Debatte über die Ordnung am Standplatz neu entfacht. Der Wiener Taxivermittler Taxi 40100 weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass spontane Fahrten ab dem Standplatz gesetzlich zwingend an den behördlich festgelegten Verordnungstarif gebunden sind. Frei verhandelte Pauschalpreise sind bei spontanen Einsteigerfahrten unzulässig. Um Transparenz zu schaffen und den Konsumentenschutz zu stärken, verweisen Branchenvertreter auf die geltenden Rechtsnormen und geben Empfehlungen für Reisende ab. Gesetzliche Grundlagen und Tarifbestimmungen im Wiener Taxigewerbe In Wien gilt für das Taxigewerbe eine verbindliche Tarifverordnung, die von der Landesregierung erlassen wird. Diese Regelung sieht vor, dass bei allen Fahrten, die direkt an einem offiziellen Standplatz angetreten oder auf der Straße herangewinkt werden, die Abrechnung ausschließlich über das geeichte Taxameter zu erfolgen hat. Der Fahrpreis setzt sich aus einem Grundbetrag sowie strecken- und zeitabhängigen Komponenten zusammen. Ein frei verhandelter Fixpreis ist bei diesen spontanen Fahrten rechtlich nicht zulässig. Ein fester Pauschalpreis darf nach den geltenden Bestimmungen nur dann vereinbart werden, wenn die Fahrt im Voraus über eine Zentrale, eine mobilitätsbezogene Applikation oder sonstige digitale Kanäle bestellt wurde. In solchen Fällen wird der Preis vor Antritt der Fahrt verbindlich berechnet und im System hinterlegt. Eveline Hruza, Generalsekretärin von Taxi 40100, betont, dass das Angebot von frei erfundenen Pauschalbeträgen vor Ort gegen das Gesetz verstößt. Alle im Wiener Stadtgebiet zugelassenen Fahrzeuge müssen durch ein Schild auf dem Dach, ein funktionierendes

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Drohender Fluglotsenstreik in Norwegen: Schlichtungsgespräche vor entscheidender Frist

In Norwegen steht der zivile Schienen- und Luftverkehr vor potenziell gravierenden Beeinträchtigungen. Die Gewerkschaft Norsk Flygelederforening (NFF) hat für zwölf Fluglotsen einen unbefristeten Arbeitskampf angekündigt, sollte in den laufenden Tarifverhandlungen mit dem staatlichen Flughafenbetreiber Avinor Flysikring und dem Arbeitgeberverband Spekter keine Einigung erzielt werden. Die entscheidenden Schlichtungsgespräche unter Leitung des staatlichen Schlichters finden am 19. und 20. August 2026 statt. Verstreicht die Frist am 20. August um Mitternacht ohne Ergebnis, soll der Ausstand am Freitag, den 21. August 2026, um 6:30 Uhr beginnen. Der Streik würde Schlüsselstellen der norwegischen Luftfahrtinfrastruktur treffen. Geplant sind Niederlegungen der Arbeit an den Flughäfen Bergen-Flesland und Oslo-Gardermoen sowie in der Anflugkontrolle für die Hauptstadtregion und der Gebietskontrolle für Westnorwegen. Selbst der Ausfall einer geringen Anzahl von Lotsen kann in diesem stark zentralisierten Kontrollsystem zu Kaskadeneffekten führen. Neben Verspätungen und Flugausfällen auf Inlandsrouten wären auch internationale Transitflüge sowie der Helikopterverkehr zu den Offshore-Öl- und Gasplattformen in der Nordsee betroffen. Hintergrund des Tarifkonflikts sind anhaltende Unstimmigkeiten über Schichtpläne, Arbeitszeitregelungen und die Personalausstattung bei Avinor. Die Gewerkschaft kritisiert seit Längerem eine hohe Belastung der Beschäftigten durch Überstunden, die durch strukturellen Personalmangel verursacht werde. Auf der anderen Seite verweist die Arbeitgeberseite auf die Notwendigkeit flexibler Einsatzzeiten, um den Betrieb an den landesweit 43 von Avinor betriebenen Flughäfen wirtschaftlich und stabil zu halten. Bereits in den vergangenen Monaten führten Personengrundengpässe wiederholt zu kurzfristigen Schließungen von Lufträumen. Sollte es zum Streik kommen, stehen Fluggesellschaften wie Scandinavian Airlines (SAS), Norwegian und Widerøe vor erheblichen operativen Umstellungen. Branchenbeobachter schließen nicht aus, dass die

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Flugverbindung nach Südosteuropa: Wizz Air verbindet Berlin mit Sarajevo

Die Low-Cost-Fluggesellschaft Wizz Air erweitert ihr Angebot auf den Routen zwischen Deutschland und dem Westbalkan. Ab dem 3. Dezember 2026 nimmt das Unternehmen eine neue Direktverbindung vom Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) in die bosnische Hauptstadt Sarajevo auf. Die Strecke wird zweimal wöchentlich an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedient. Zum Einsatz kommen dabei Flugzeuge der Airbus-A320-Familie, die im europäischen Streckennetz der Fluggesellschaft als Standardmuster dienen. Mit der Aufnahme der Flüge schließt Wizz Air eine Lücke im Streckennetz ab dem Hauptstadtflughafen BER. Die Nachfrage auf Verbindungen zwischen deutschen Ballungsräumen und Bosnien und Herzegowina speist sich traditionell aus dem Besuchsverkehr von Angehörigen der Diaspora, dem Tourismus sowie Geschäftsreisen. Durch die Anbindung Sarajevos verdichtet die Fluggesellschaft ihr Netz an osteuropäischen Zielen, wo sie seit Jahren eine starke Marktposition gegenüber etablierten Netzwerkträgern behauptet. Die Wiederaufnahme und der Ausbau von Strecken ab Sarajevo durch Billigflieger erfolgt vor dem Hintergrund lokaler Fördermaßnahmen und Ausschreibungen zur Stärkung des Flugverkehrs. Der Flughafen Sarajevo hatte in der Vergangenheit Anreize geschaffen, um internationale Fluggesellschaften zur Stationierung von Flugzeugen und zur Eröffnung neuer Strecken zu bewegen. Allerdings zeigt die Erfahrung mit Billigfluggesellschaften in der Region, dass Kapazitäten bei unzureichender Auslastung oder veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rasch wieder angepasst oder gestrichen werden. Die künftige Rentabilität der neuen Strecke hängt stark von der saisonalen Nachfrageentwicklung ab. Während in den Wintermonaten sowie um die Feiertage mit hohen Buchungszahlen zu rechnen ist, muss sich zeigen, ob die Auslastung außerhalb dieser Spitzenzeiten ausreichend hoch bleibt. Der Wettbewerb auf den Strecken von Deutschland nach Bosnien und Herzegowina bleibt dynamisch,

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