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Salzburg: GP Aviation kündigt Pristina-Flüge an

Der Flughafen Salzburg erweitert sein Streckennetz in den kommenden Monaten um eine neue Direktverbindung in den Kosovo. Ab dem Sommer 2026 wird die Fluggesellschaft GP Aviation Nonstop-Flüge in die Hauptstadt Pristina anbieten. Die neue Route richtet sich gezielt an verschiedene Zielgruppen, darunter touristische und geschäftliche Reisende sowie die große kosovarische Community in der Region Salzburg. Die Verbindung wird zweimal wöchentlich, jeweils am Donnerstag und Sonntag, bedient. Zum Einsatz kommt ein Flugzeug des Typs Airbus A320. Isabella Laimer, Leiterin Aviation Sales & Marketing am Salzburg Airport, hob hervor, dass mit der Direktverbindung eine Region erschlossen werde, aus der bereits seit Jahren eine stabile Nachfrage bestehe. Die Kooperation mit GP Aviation zeige die Attraktivität des Flughafens als wichtiges Tor zur Welt für das Land und die Region Salzburg. Die Airline GP Aviation, die 2019 von einem Schweizer Unternehmer gegründet wurde und ihren Sitz in Pristina hat, fokussiert sich auf Direktverbindungen zwischen dem Kosovo und wichtigen Märkten in Mittel- und Nordeuropa. Die Aufnahme von Pristina in den Flugplan ist Teil einer umfassenden Netzerweiterung von GP Aviation im Sommer 2026, zu der neben Salzburg auch neue Strecken nach Wien, Oslo, Brüssel und Bergamo gehören. Die Nachfrage nach einer Nonstop-Verbindung in den Kosovo war von der in Österreich lebenden kosovarischen Community vielfach geäußert worden. Die Direktflüge ohne Umsteigen bieten Reisenden Komfort und fördern den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen den Regionen. Die neue Flugstrecke ist ab sofort über die Website von GP Aviation sowie über die gängigen Online-Plattformen buchbar. Die Verbindung schafft eine wichtige Brücke

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Grazer Flughafen testet neues Ein- und Ausreisesystem EES

Die Europäische Union führt schrittweise das neue Entry-Exit-System (EES) zur digitalen Erfassung von Reisenden aus Drittstaaten an den Schengen-Außengrenzen ein. Ziel des vollautomatisierten IT-Systems, das bis April 2026 flächendeckend implementiert werden soll, ist die lückenlose Gewährleistung der Einhaltung von Ein- und Ausreisebestimmungen. Der Flughafen Graz (GRZ) hat mit der Testphase des neuen Kontrollverfahrens begonnen. Das EES ersetzt den bisherigen Stempel im Reisepass durch eine digitale Erfassung und Speicherung von personenbezogenen und biometrischen Daten, insbesondere Fingerabdrücken und Gesichtsbildern. Die Grenzkontrollstellen am Grazer Flughafen wurden bereits mit der notwendigen Hardware wie Fingerprint-Readern und Kamerastelen ausgestattet. Künftig wird der Grenzbeamte die biometrischen Daten mit dem Pass abgleichen und die Einreisedaten in einer einheitlichen, Schengen-weiten Datenbank ablegen. Betroffen von dem neuen System sind Reisende aus Nicht-EU-Ländern, die für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen in den Schengen-Raum einreisen, unabhängig davon, ob sie visumfrei reisen dürfen oder ein Kurzaufenthaltsvisum besitzen. Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Graz Airport, informierte, dass das neue System für alle Beteiligten eine Herausforderung darstelle. Trotz guter Vorbereitung und Abschluss aller notwendigen Arbeiten sei gerade in der Anfangsphase mit längeren Wartezeiten bei der Einreise für Drittstaatsangehörige zu rechnen. Das EES ist Teil einer umfassenden Modernisierung der EU-Grenzverwaltung und soll die Sicherheit im Schengen-Raum erhöhen, indem es unter anderem verhindert, dass Reisende die zulässige Aufenthaltsdauer überziehen. Experten warnen, dass die Übergangsphase an vielen europäischen Flughäfen zu anfänglichen Verzögerungen führen könnte, bis sich die Prozesse eingespielt haben und die technischen Systeme reibungslos funktionieren.

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Marabu Airlines vollzieht Führungswechsel: Paul Fabian übernimmt CEO-Posten

Die estnische Ferienfluggesellschaft Marabu Airlines vollzieht zum 1. Februar einen Wechsel an der Spitze: Der bisherige Chief Operating Officer (COO), Paul Fabian, wird zum Chief Executive Officer (CEO) befördert und übernimmt damit zusätzlich zu seinen operativen Aufgaben die Gesamtverantwortung für die Airline. Er folgt auf Axel Schefe, der die Condor-Schwestergesellschaft verlässt, um sich einer neuen beruflichen Aufgabe zu widmen. Fabian, der seit März 2024 dem Führungsteam von Marabu angehört, wird von Unternehmensseite attestiert, den operativen Betrieb des noch jungen Ferienfliegers maßgeblich professionalisiert und damit zur Stabilisierung der Airline beigetragen zu haben. Sein Vorgänger Schefe hatte Marabu nach dem holprigen Start im Frühjahr 2023 durch eine schwierige Anfangsphase begleitet und die Gesellschaft zu einer leistungsstarken Fluglinie entwickelt. Der neue CEO bringt über drei Jahrzehnte Management-Erfahrung aus der internationalen Luftfahrt mit, unter anderem von Emirates und Air Malta. Durch die Bündelung der CEO- und COO-Funktionen in einer Person strebt Marabu eine effizientere strategische und operative Steuerung an. Parallel zum Führungswechsel ordnet Marabu auch das Management neu. Mattias Tammeaid, bislang Chief of Staff, übernimmt zusätzlich die Rolle des Chief Financial Officers (CFO) und verantwortet künftig sämtliche Verwaltungsbereiche, darunter Finanzen, Recht und Einkauf. Gleichzeitig treibt der in Tallinn ansässige Carrier, der wie Condor zu Attestor Capital gehört, den Ausbau seiner Kapazitäten voran. Marabu betreibt derzeit acht Airbus A320 Neo und plant, die Flotte bis zum Sommer 2026 um vier zusätzliche geleaste Maschinen des irischen Leasingunternehmens CDB Aviation auf insgesamt zwölf Flugzeuge zu erweitern. Die 2022 gegründete Airline bedient von Basen in Deutschland, darunter Leipzig/Halle,

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Air Baltic sucht 200 neue Flugbegleiter in den baltischen Staaten

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic setzt ihren Wachstumskurs fort und sucht zur Vorbereitung auf die Sommersaison 2026 neues Personal. Das Unternehmen bietet derzeit bis zu 200 Stellen für Junior-Kabinenbesatzungsmitglieder an ihren Standorten in allen drei baltischen Staaten an: Riga (Lettland), Tallinn (Estland) und Vilnius (Litauen). Mit dieser umfangreichen Personaloffensive sichert Air Baltic die Kapazitäten für ihren weiteren Geschäftsausbau. Air Baltic richtet sich ausdrücklich auch an Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse in der Luftfahrt. Allen erfolgreichen Bewerbern wird eine vollständig bezahlte Ausbildung in Aussicht gestellt, die innerhalb von nur zwei Monaten zum offiziellen Flugbegleiterzertifikat führt. Marina Volkova, Leiterin Talentakquise und -entwicklung bei Air Baltic, betonte das konstant große Interesse an der Position und hob hervor, dass der Erfolg der Airline auf professionellen und gut ausgebildeten Mitarbeitern basiere. Die Aufgaben der neuen Crew-Mitglieder umfassen die Bordsicherheit, den umfassenden Kundenservice, den Bordverkauf und die Gewährleistung höchster Servicestandards im täglichen Flugbetrieb. Die Stellen bieten den Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten, klare Karriereperspektiven und die Möglichkeit, Teil eines internationalen Teams zu werden. Air Baltic beschäftigt derzeit fast 3.000 Fachkräfte und wird regelmäßig als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet. Die Einstellungsinitiative ist ein direktes Resultat der Expansion von Air Baltic. Die Airline hat in den vergangenen 30 Jahren ihre Position gefestigt und verbindet die baltischen Staaten aktuell mit 80 Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Kaukasus. Die Rekrutierung von 200 neuen Flugbegleitern ist ein wichtiger Schritt, um die geplante Flottenvergrößerung und die Erweiterung des Streckennetzes in den kommenden Jahren personell abzusichern.

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Dertour: Tunesien und Fernreisen als Überflieger im Sommer 2026

Die Dertour Group hat das Touristikjahr 2024/25 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen und erwartet eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg der Gästezahlen um acht Prozent und eine Steigerung des Umsatzes um zwölf Prozent. Für die kommende Sommersaison 2026 liegen die Buchungen laut Boris Raoul, CEO Deutschland und Österreich, bereits besser als in den Vorjahren, mit einem aktuellen Gästeplus von 18 Prozent. Als einen Haupttrend identifiziert Raoul den „erschwinglichen Luxus“: Trotz steigender Preise legte der Anteil der Buchungen von Fünf-Sterne-Hotels um beachtliche 53 Prozent zu. Zudem zeigt das Buchungsverhalten der Kunden einen klaren Trend hin zu All-inclusive-Angeboten, die von über 60 Prozent aller Gäste gebucht werden, was Experten zufolge ein Zeichen für den Wunsch nach Planungssicherheit und Kostenkontrolle ist. Ein weiterer zentraler Trend ist der frühe Buchungsstart, mit einer gestiegenen Vorausbuchungsfrist von durchschnittlich 135 Tagen. Frühbucherrabatte und flexible Stornierungsbedingungen („doppelte Sicherheit“) sind hierbei entscheidende Faktoren. Besonders dynamisch entwickelt sich die Fernstrecke, die um 33 Prozent zulegte und auf die bereits jede fünfte Sommerbuchung entfällt. Bei den einzelnen Zielen gilt Tunesien mit einem Plus von 81 Prozent als „absoluter Überflieger“ und kehrt damit eindrucksvoll auf die touristische Landkarte zurück. Auch Bulgarien (+57 Prozent) verzeichnet starke Zuwächse. Auf der Langstrecke führen Ostafrika (+89 Prozent), die Karibik (+53 Prozent) sowie der Indische Ozean und die Emirate (je 46 Prozent) die Aufsteigerliste an. Im Gegensatz dazu verzeichnen die USA Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Die wichtigsten Ziele insgesamt bleiben weiterhin die Türkei, Spanien und Griechenland. Spanien stagniert auf hohem Niveau, wobei die Kanaren

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Mariazellerbahn erzielt Höchstwerte bei Fahrgastzufriedenheit im VCÖ-Bahntest

Die Mariazellerbahn hat im Rahmen des jährlichen VCÖ-Bahntests 2025 eine herausragende Bewertung durch ihre Fahrgäste erhalten. In der Befragung, die im Mai 2025 in den modernen Triebwagen der „Himmelstreppe“ durchgeführt wurde, gaben 97 Prozent der befragten Passagiere an, mit der Schmalspurbahn sehr zufrieden zu sein. Dieses Ergebnis unterstreicht die hohe Qualität der längsten österreichischen Schmalspurbahn. Besonders gelobt wurden die Aspekte Service und Komfort. 97 Prozent der Fahrgäste zeigten sich mit der Hilfsbereitschaft des Zugpersonals überaus zufrieden, während 94 Prozent die Freundlichkeit des Personals positiv hervorhoben. Auch die Sauberkeit der Züge erzielte mit 95 Prozent Bestnoten. Mit 96 Prozent bewerteten die Reisenden auch das Sitzplatzangebot als (sehr) zufriedenstellend. Die Geschäftsführer der NÖVOG, Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl, zeigten sich stolz über das positive Feedback, insbesondere über die Anerkennung der Servicequalität. Die Mariazellerbahn, die die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten mit dem steirischen Wallfahrtsort Mariazell über eine Strecke von 84 Kilometern verbindet, setzt seit 2013 die vollklimatisierten Niederflurtriebwagen der „Himmelstreppe“ ein. Diese moderne Infrastruktur, gekoppelt mit dem Engagement des Personals, scheint maßgeblich für die hohe Akzeptanz bei den Fahrgästen zu sein. Die Bahn wird jährlich von Hunderttausenden Passagieren genutzt; im Jahr 2024 zählte die Mariazellerbahn trotz widriger Witterungsbedingungen immer noch rund 677.700 Fahrgäste. Der VCÖ-Bahntest ist eine breit angelegte, jährlich durchgeführte Erhebung zur Qualität des Bahnfahrens in Österreich. An der Befragung im Jahr 2025 nahmen insgesamt 9.360 Fahrgäste in den Zügen von zehn Bahnunternehmen teil. Die Ergebnisse der Mariazellerbahn bestätigen die fortlaufenden Bemühungen der Betreiber, die Schmalspurbahn als komfortables und zuverlässiges Verkehrsmittel in

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Landgericht Berlin untersagt Edreams die Nutzung irreführender „Prime“-Geschäftsbedingungen

Die Fluggesellschaft Ryanair hat am 26. November ein Unterlassungsurteil des Landgerichts Berlin gegen das Online-Reisebüro Edreams begrüßt. Das Urteil untersagt Edreams die weitere Verwendung einer irreführenden Aussage zu angeblichen Einsparungen sowie einer Reihe von Geschäftsbedingungen des „Edreams Prime“-Programms, die das Gericht als rechtswidrig eingestuft hat. Das Gericht hatte bereits im Oktober 2024 festgestellt, dass mehrere „Edreams Prime“-Bedingungen gegen das deutsche Verbraucherschutzrecht verstießen, da sie „rechtswidrig“, „irreführend“ und ein Verstoß gegen die „Transparenzpflicht“ darstellten. Das nun ergangene endgültige Unterlassungsurteil basiert auf einer Verpflichtungserklärung von Edreams, die beanstandeten Praktiken zu unterlassen. Dazu gehören die mangelnde Transparenz bei Preiserhöhungen, das Auferlegen von Bedingungen, die eine fortgesetzte Nutzung des Prime-Programms als Zustimmung zu Gebührenerhöhungen werteten, und irreführende Angaben zu Einsparungen für die Kunden. Dara Brady, Chief Marketing Officer von Ryanair, betonte die Bedeutung des Urteils und die damit verbundene Bestätigung, dass die Praktiken von Edreams gegen deutsche Gesetze zum unlauteren Wettbewerb verstießen. Das Urteil betrifft die Geschäftspraktiken von Online-Reisebüros, die von Airlines wie Ryanair seit Langem kritisiert werden, da sie oft intransparente Preise und unklare Geschäftsbedingungen verwenden, die Verbrauchern schaden können. Ryanair nutzte die Entscheidung des Berliner Gerichts, um die EU-Verbraucherschutzbehörden erneut zu einer dringenden Intervention aufzurufen. Ziel sei es, Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten in ganz Europa zu ergreifen und Transparenzstandards zu etablieren, die den Anforderungen anderer, direkter Vertriebswege entsprechen. Die Gerichtsentscheidung wird als wichtiger Erfolg im anhaltenden juristischen Konflikt zwischen Fluggesellschaften und Online-Reisebüros über Vertriebs- und Preistransparenz gewertet. Ein Sprecher von eDreams ODIGEO sagte: „Dieses Urteil betrifft ein geringfügiges Anzeigeformat auf einer

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RegioJet eröffnet neue Zugstrecke nach Warschau

Die Adventszeit zählt traditionell zu den verkehrsreichsten Zeiten des Jahres für den tschechischen Bahn- und Busbetreiber RegioJet. Tausende Reisende aus Tschechien nutzen die Verbindungen des Unternehmens, um europäische Weihnachtsmärkte zu besuchen. Besonderes Interesse gilt in diesem Jahr traditionell den Märkten in Wien und Dresden, doch auch Ziele in Polen, wie Krakau, und Ungarn, wie Budapest, gewinnen zunehmend an Beliebtheit, oft in Kombination mit einem Besuch in Thermen. Angesichts des hohen Andrangs in der Vorweihnachtszeit verstärkt RegioJet kontinuierlich seine Bus- und Bahnkapazitäten. Sprecher Lukáš Kubát rät Reisenden jedoch, Tickets frühzeitig zu buchen, da viele Verbindungen in der Zeit kurz vor Weihnachten schnell ausgebucht sind. Neben internationalen Zielen gehören in Tschechien auch die Weihnachtsmärkte in Prag, Olmütz (Olomouc) und Brünn (Brno) zu den meistbesuchten Zielen. Mit dem am 14. Dezember in Kraft tretenden neuen Fahrplan erweitert das Unternehmen sein Angebot zusätzlich um eine neue, strategisch wichtige Zugstrecke. Diese Verbindung wird die tschechischen Städte Prag, Pardubice, Olmütz und Ostrava mit der polnischen Hauptstadt Warschau verbinden. Die neue internationale Strecke erhöht die Konnektivität in der Region und bietet Fahrgästen eine schnelle und bequeme Reisemöglichkeit nach Polen. Die Preise für die Zug- und Busverbindungen zu den Weihnachtsmärkten sind auf einem wettbewerbsfähigen Niveau. So sind Tickets von Brünn nach Wien bereits ab 149 Tschechische Kronen (CZK) – umgerechnet rund 6 Euro – erhältlich.Radim Jančura, Inhaber von RegioJet, lädt seine Kunden ein, die einzigartige Atmosphäre weihnachtlich geschmückter Städte in Tschechien und Europa zu entdecken. Das Unternehmen betont dabei den Komfort der Reise in den charakteristischen gelben Zügen

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Ryanair begrüßt Aus für dritte Piste in Wien, fordert aber drastische Kostensenkungen

Die Fluggesellschaft Ryanair hat am 27. November 2025 die Entscheidung des Flughafens Wien begrüßt, die Pläne für den Bau einer dritten Start- und Landebahn aufzugeben. Ryanair argumentiert, dass die beiden bereits bestehenden Pisten des Flughafens Wien-Schwechat (VIE) mehr als ausreichend seien, um bis zu 60 Millionen Passagiere pro Jahr abzufertigen. Angesichts eines aktuellen Passagieraufkommens von lediglich 32 Millionen sieht die Airline das Problem nicht in der Kapazität, sondern in den hohen Kosten des Standorts. Ryanair macht die hohen Gebühren des Flughafens Wien sowie die österreichische Luftverkehrsabgabe in Höhe von 12 Euro pro Passagier als zentrale Wachstumshemmnisse aus. Nach Angaben von Ryanair sind die Gebühren des Flughafens Wien seit der Corona-Pandemie um 30 Prozent gestiegen. Die Fluggesellschaft ist der Überzeugung, dass das Passagieraufkommen in Wien im Jahr 2026 eher zurückgehen als wachsen werde, solange diese Kostenbelastungen bestehen bleiben. Die irische Low-Cost-Airline knüpft ihre eigene Expansion am Standort an klare Forderungen: Würde die österreichische Regierung die Luftverkehrssteuer abschaffen – wie es beispielsweise bereits in Schweden, der Slowakei, Ungarn und Teilen Italiens geschehen ist –, die Gebühren der österreichischen Flugsicherung drastisch senken und der Flughafen Wien seine Gebühren auf das Niveau vor Covid zurückführen, sei Ryanair bereit, eine Milliarde US-Dollar zu investieren. Mit dieser Investition würde Ryanair das Passagieraufkommen in Wien in den nächsten fünf Jahren um 70 Prozent steigern – von aktuell 7 Millionen auf über 12 Millionen Passagiere jährlich bis 2030 – ohne dass dafür eine dritte Piste nötig wäre. Ryanair, Europas größte Fluggesellschaft nach Passagierzahlen, fordert den Flughafen Wien auf,

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„Frankfurter Erklärung“: Fachgewerkschaften fordern Schutz der Koalitionsfreiheit und Tarifpluralität

Mehrere deutsche Fachgewerkschaften aus verschiedenen Sektoren haben in Frankfurt am Main die „Frankfurter Erklärung der Fachgewerkschaften“ verabschiedet. Mit diesem gemeinsamen Dokument setzen sie ein deutliches Zeichen für die Sicherung der Koalitionsfreiheit und die Beibehaltung einer spezialisierten Interessenvertretung in der Arbeitswelt. Die Erklärung richtet sich implizit gegen die expansive Strategie mancher Großorganisationen und äußert Besorgnis über die Benachteiligung kleinerer Berufsgruppen. In der Erklärung betonen die unterzeichnenden Organisationen, dass die Vielfalt der Arbeitswelt spezialisierte Stimmen erfordere. Fachgewerkschaften leisteten seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag zu branchennahen Tarifverträgen und einer realitätsnahen Mitbestimmung. Diese Differenziertheit sehen die Verbände jedoch zunehmend gefährdet, insbesondere durch das Tarifeinheitsgesetz (TEG) und den wachsenden Machtanspruch großer Gewerkschaften. Das TEG, das dem Grundsatz „Ein Betrieb, ein Tarifvertrag“ folgt und die Mehrheitsgewerkschaft bevorzugt, wird als akute Bedrohung für spezialisierte Berufsgruppen empfunden und seine dringende Neubewertung gefordert. Die Fachgewerkschaften formulieren sechs Kernforderungen. Sie betonen die Unantastbarkeit der Koalitionsfreiheit, das Recht der Beschäftigten, sich ohne jeglichen Druck in der Gewerkschaft ihrer Wahl zu organisieren, und fordern eine echte Tarifpluralität. Zudem positionieren sie sich klar gegen gewerkschaftliche Machtpolitik, die in Branchen vordringen wolle, deren Besonderheiten sie nicht kenne. Die Fachgewerkschaften sehen ihr Fachwissen als zentralen Zukunftsfaktor für Sicherheit, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Branchen und fordern daher eine gleichberechtigte Beteiligung an arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Entscheidungsprozessen. Die Verabschiedung der Erklärung markiert einen seltenen, geschlossenen öffentlichen Auftritt zahlreicher spezialisierter Verbände, darunter die Vereinigung Cockpit (VC), die GDL und die UFO. Das Signal ist klar: Die Zukunft der Arbeitswelt brauche Vielfalt und spezialisierte Mitbestimmung. Wer nur auf Großorganisationen setze,

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